DE935080C - Verfahren zur Steigerung der Ausbeute und Verbesserung der Qualitaet von Schieferoel-Schwelparaffinen - Google Patents
Verfahren zur Steigerung der Ausbeute und Verbesserung der Qualitaet von Schieferoel-SchwelparaffinenInfo
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Description
- Verfahren zur Steigerung der Ausbeute und Verbesserung der Qualität von Schieferöl-Schwelparaffinen Bei der Herstellung von Paraffinen aus Schieferöl-Schwelprodukten läßt sich mit Hilfe der im Patent c)28 oho beschriebenen Arbeitsweise eine wesentliche Ausbeutesteigerung und Oualitätsverbesserung erzielen. Zwischen Sao bis 4.6o- siedende Destillationsprodukte des rohen, durch Schwelung gewonnenen Paraffins werden hierbei zunächst einer Torhydrierung unterworfen. Diese erfolgt bei mittleren Drücken von vorzugsweise 25 bis 3o kg; qcm und Temperaturen von 200 bis 260-G, vorzugsweise bei 250"C. Anschließend wird das Material durch Extraktion oder Schwitzverfahren entölt. Hierauf wird eine in an sich bekannter Weise durchzuführende Nachhydrierung vorgenommen, die man bei Wasserstoff-Partialdrücken von 5o bis ioo kg/qcm, vorzugsweise bei 75 kg/qcm, vornimmt.
- Nach dem Patent 931796 können die beiden Hydrierungen mit einem derartigen Überschuß von strömendem Wasserstoff durchgeführt werden, daß das entstehende Ammoniak laufend und möglichst vollständig aus dem Reaktionsraum abgeführt wird. Hierbei werden Wasserstoff-Partialdrücke verwendet, die 18 kg/qcm nicht zu übersteigen brauchen.
- Die in der vorstehend beschriebenen Weise durchgeführte Verarbeitung von Schieferöl-Schwelparaffinen hat den Nachteil, daß unbedingt zwei aufeinanderfolgende Hydrierungen erforderlich sind. Die verwendeten Katalysatoren werden hierbei durch die Verunreinigungen des Rohmaterials außerordentlich stark verschmutzt.
- Es wurde gefunden, daß sich diese Nachteile vermeiden lassen, wenn man das zu verarbeitende Ausgangsmaterial vor der Hydrierung mit Wasser bei einer Temperatur vorbehandelt, die über dem Schmelzpunkt des Ausgangsmaterials liegt. Diese Vorbehandlung mit Wasser wird vorzugsweise bei 2oo°C vorgenommen. Hierbei wird mit einer inerten Gas-Atmosphäre, vorzugsweise mit einer Wasserstoff-Atmosphäre, gearbeitet. Unter Verwendung von Wasserstoff entspricht der Behandlungsdruck einem Wasserstoff-Partialdruck von annähernd 2o kg/qcm, zuzüglich des der herrschenden Wassertemperatur entsprechenden Wasserdampfdruckes. Die Vorbehandlung mit Wasser muß ungefähr i bis 3 Stunden dauern. Danach wird das Wasser und die entstandene dünne Emulsionsschicht vom behandelten Einsatzmaterial abgetrennt und das letztere in der aus dem Hauptpatent und dem ersten Zusatzpatent ersichtlichen Weise weiterverarbeitet. Beispiel In einem Druckgefäß wurden iooo g Messel-Rohparaffin mit 8oo ccm Wasser 2 Stunden unter dauerndem Rühren in einer Wasserstoff-Atmosphäre von 20 kg/qcm über Atmosphärendruck liegendem Wasserstoff-Partialdruck auf 2oo°C erwärmt. Nach dem Abstellen des Rührwerks wurde die Reaktionsmischung der Abkühlung überlassen. Hierbei bildeten sich drei übereinanderliegende Schichten. Die obere Schicht bestand aus wesentlich aufgehelltem Paraffin. Darauf folgte nach unten eine ganz dünne schwärzliche Emulsionsschicht, die in wasserfreiem Zustand ungefähr o,6 °/" des Eingangsmaterials umfaßte. Die untere Schicht bestand aus einer wäßrigen Flüssigkeit, die einen pH-Wert von 5 besaß.
- Nach dem Abtrennen der wäßrigen Schicht und der darüberliegenden Emulsionsschicht wurde das Paraffin bei einem Wasserstoff-Partialdruck von 25 kg/qcm und 25o° C mit einem Nickel, Magnesiumoxyd und Kieselgur enthaltenden Katalysator hydriert. Nach der Abtrennung des Katalysators war das hydrierte Paraffin fast weiß..
- Wenn man das gleiche Rohmaterial unter Weglassung der Wasser-Vorbehandlung in der gleichen Weise hydrierte, dann war das Hydrierungsprodukt nach dem Abfiltrieren des Katalysators bräunlichgelb.
- Der Vorteil der erfindungsgemäßen Wasser-Vorbehandlung besteht also darin, daß man bereits mit einmaliger Hydrierung und Entölung des hydrierten Ausgangsmaterials ein so helles Paraffin gewinnen kann, daß eine Nachhydrierung nicht mehr erforderlich ist.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Steigerung der Ausbeute und Verbesserung der Qualität von Schieferöl-Schwelparaffinen durch Vorhydrierung, anschließende Entölung durch Extraktion oder Schwitzverfahren und Nachhydrierung, wobei die Hydrierungen möglichst mit strömendem Wasserstoff-Überschuß durchgeführt werden, nach Patent 928 oho, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmaterial vor der Hydrierung i bis 3 Stunden mit Wasser bei Temperaturen vorbehandelt wird, die über dem Schmelzpunkt des Ausgangsmaterials liegen, vorzugsweise bei 2oo° C, worauf man das Wasser und die entstehende dünne Emulsionsschicht von der Reaktionsmischung abtrennt und das Paraffin in an sich bekannter Weise weiterverarbeitet.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Vorbehandlung mit Wasser unter Verwendung einer inerten Gas-Atmosphäre, vorzugsweise einer Wasserstoff-Atmosphäre, vornimmt, die neben dem der Temperatur des Wassers entsprechenden Wasserdampfdruck einen Wasserstoff-Partialdruck von ungefähr 2o kg,/qcm hat.
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