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DE724297C - Verfahren zur Aufarbeitung von Glycerinpechen - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung von Glycerinpechen

Info

Publication number
DE724297C
DE724297C DEH154517D DEH0154517D DE724297C DE 724297 C DE724297 C DE 724297C DE H154517 D DEH154517 D DE H154517D DE H0154517 D DEH0154517 D DE H0154517D DE 724297 C DE724297 C DE 724297C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glycerine
pitches
glycerol
processing
pitch
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEH154517D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Kapitel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DEH154517D priority Critical patent/DE724297C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE724297C publication Critical patent/DE724297C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D19/00Recovery of glycerol from a saponification liquor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufarbeitung von Glycerinpechen Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das es ermöglicht, den bis in die neueste Zeit als wertlos erachteten, bei der üblichen technischen Gewinnung von Rohglycerin zurückbleibenden Rückstand, das Glycerinpech, auf wertvolle Produkte aufzuarbeiten. Im Glycerinpech sind neben ganz wenig, etwa 20/0, Glycerin Di- und Polyglycerine enthalten, die man aber durch unmittelbare Destillation nicht in einigermaßen befriedigender Ausbeute gewinnen kann.
  • So wurde gefunden, daß man die in Glycerinpech enthaltenen wertvollen Anteile, wie Glycerin-, Di- und Polyglycerine, leicht und gut dadurch ausnutzen und verwerten kann, daß man diese mehrwertigen Alkohole durch Behandlung des Rohproduktes mit Halogenwasserstoff, wie Chlor- oder Bromwasserstoff, in leicht destillierbare Halogenhydrine überführt. # -Die Gewinnung der wertvollen Bestandteile aus dem Glycerinpech durch Überführung derselben in, Halogenhydrine erfolgt bei erhöhter Temperatur, gegebenenfalls in Gegenwart von organischen Säuren als Katalysatoren. -Bei der vorstehend genannten Umsetzung kann man sowohl von den rohen Glycerindestillationsrückständen als auch von den gereinigten, beispielsweise durch Ausziehen mit Aceton, Essigester, Alkoholen gewonnenen Extrakten ausgehen. Die Glycerinpeche kann man weiterhin vor der Behandlung mit Halogenwasserstoff mit heißem Wasser behandeln, vom Ungelösten abfiltrieren, den alkalischen wässerigen Auszug neutralisieren und gegebenenfalls nach Zusatz von kolloide Stoffe bindenden Adsorptionsmitteln, wie Bleicherde, Kieselgur, Aktivkohle, filtrieren. Das Filtrat dampf man hierauf bis auf einen möglichst niedrigen Wassergehalt ein, trennt das hierbei auskristallisierende Salz ab und behandelt das erhaltene Erzeugnis mit dem Umsetzungsmittel.
  • Gegebenenfalls setzt man bei der Umsetzung des Glycerinpechs,rnit Halogenwasserstoff als Katalysator etwa 2 bis roo/o organische Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Bernsteinsäure; Zimtsäure, zu.
  • Um eine mögliche Zersetzung der entstandenen Produkte bei der nach' der Behandlung mit Halogenwasserstoff folgenden Abtrennung von dem nicht destillierbaren Rest der Glycerinpeche bei der fraktionierten Destillation zu vermeiden, führt man diese im allgemeinen unter Anwendung von Unterdruck durch.
  • Die nach "dem beschriebenen Verfahren erhaltenen Verbindungen stellen zähe, farblose bis schwach gelb gefärbte Flüssigkeiten dar, die sehr vorteilhaft als Ausgangsstoffe für weitere wichtige Abkömmlinge der Glycerine, wie Mischester, Äther, Ätherester, partielle Oxydationsprodukte, dienen können.
  • Beispiele r. Rohglycerinpech wird mit 4% Buttersäure versetzt und bei r ro bis r 2o° mit gasförmiger Salzsäure gesättigt. Bei der Fraktionierung des entstandenen Gemisches im Vakuum gehen die Diglycerinchlorhydrine als Hauptfraktion bei 15o bis r 6o°/8 his,. mm über.
  • 2. 25o Gewichtsteile alkalisch reagierendes Glycerinpech werden mit der gleichen Gewichtsmenge Wasser versetzt und mit 3 Gewichtsteilen konzentrierter Schwefelsäure neutralisiert. Nach Zusatz von 3 Gewichtsteilen Bleicherde" wird 1/2 Stunde bei 8o° gerührt, filtriert und das Filtrat im Vakuum bis auf einen möglichst niedrigen Wassergehalt eingedampft. Das hierbei auskristallisierende Salz trennt man durch Zentrifugieren ab.
  • In r oo Gewichtsteile des so gereinigten Glycerinpechs leitet man nach Zusatz von ¢% Buttersäure bei roo bis r ro° so lange gasförmige, trockene Chlorwasserstoffsäure ein, bis eine Gewichtszunahme von 36 Gewichtsteilen eingetreten ist.
  • Destilliert man die Mischung nach dem Abfiltrieren des Ausgeschiedenen Salzes, so gehen zwischen i 5o bis 2oo° bei einem Druck von 3 bis ¢ mm Quecksilber fast farblose Chlorhydrine über.
  • 3. Ein aus Rohglycerinpech durch Extraktion mit Aceton gewonnenes Polyglyceringemisch wird in Gegenwart von 60;o Eisessig bei r oo° mit Salzsäuregas gesättigt. Es werden wasserklare, dickflüssige Chlorhydrine erhalten, die zwischen i 5o und 2oo°/3 mm übergehen. Auf diese Weise werden allein über 6o % Diglycerin in Form von Chlorhydrinen aus dem Acetonextrakt gewonnen.
  • 4. Ein aus Glycerinpech durch Extraktion mit Aceton und Verdampfen des Lösungsmittels gewonnenes Polyglyceringemisch wird bei 9o bis r ro° mit gasförmiger Salzsäure gesättigt. Gewichtszunahme 44% vom Ausgangsgewicht. Bei der Destillation des Veresterungsproduktes geht die Hauptmenge der Chlorhydrine bei romm zwischen 150 und r 9o° über.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Aufarbeitung von Glycerinpechen, . dadurch gekennzeichnet, daß man Glycerinpeche oder die aus diesen durch Ausziehen mit heißem Wasser bzw. organischen Lösungsmitteln und Eindampfen erhaltenen Extrakte bei erhöhter Temperatur, gegebenenfalls in Gegenwart von organischen Säuren als Katalysatoren mit Halogenwasserstoff behandelt und die gebildeten Halogenhydrine der in Glycerinpechen enthaltenen mehrwertigen Alkohole, wie Glycerin, Di- und Polyglyoerine, durch Destillation des Umsetzungsgemisches, vorzugsweise bei vermindertem Druck, gewinnt. "
DEH154517D 1938-01-29 1938-01-29 Verfahren zur Aufarbeitung von Glycerinpechen Expired DE724297C (de)

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