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Vorrichtung zum Handhaben von Eiern Die Erfindung bezieht sich auf
eine Vorrichtung zum Handhaben von Eiern und ist dazu bestimmt, eine gewisse Standardanzahl,
beispielsweise ein Dutzend Eier, auf einmal zu handhaben.
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Die an Läden für den Einzelverkauf abgegebenen Eier sind gewöhnlich
in Schachteln verpackt, die mehrere Lagen oder Etagen von Eierkästen oder Eierkartons
enthalten, d. h. von Trögen, welche in einzelne je ein Ei fassende Abteile unterteilt
sind.
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Diese Eierkästen haben verschiedene Größen und sind auch von verschiedener
Bauart. Ein allgemein bekannter und benutzter Normal-Eierkarton weist dreißig Abteile
auf, wobei die Eier in Reihen von je sechs Stück angeordnet sind und in Ausrichtung
aufeinander bzw. in gleichem Abstand voneinander liegen. Zur Bedienung,der Käufer
werden die Eier gewöhnlich in einer Anzahl von einem halben Dutzend oder einem Dutzend
angeordnet, und der Kleinhändler muß ein jedes einzelne Ei herausnehmen und es in
einen Beutel oder in einen anderen Behälter ablegen. Ein solcher häufig verwendeter
Behälter ist eine kleine Abart eines Eierkartons, der gewöhnlich zwei parallele
Reihen von je sechs Eierabteilen aufweist.
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Der Hauptzweck der Erfindung besteht in der Schaffung einer Vorrichtung,
mittels deren eine Standardanzahl, beispielsweise r Dutzend Eier, aus einem normalen
Eierbehälter auf einmal herausgenommen und zugleich in einen kleinen Eierkartongesetzt
werden kann, der diauni. gewöhnlich in eine äußere Umhüllung eingeschlossen wird.
Ein
anderer Zweck der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung zur Handhabung von
Eiern, welche den Einzelhändler in den Stand setzt, eine große Anzahl von Eiern
in kleinen Mengen praktisch wirksam und schnell zu handhaben.
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Die Vorrichtung zum Handhaben von Eiern gemäß der Erfindung weist
parallele Reihen von Paaren biegsamer, die Eier erfassender Organe auf, die in Rahmen
sitzen, welche gelenkig mit den Endteilen eines Tragrahmens verbunden sind. Die
Greifgliederpaare werden in der Lage, in der sie die Eier erfassen, durch ihr Ausbiegen
im wesentlichen verriegelt und sind andererseits zueinander bewegbar, um die Eier
freizugeben. Ein an dem Tragrahmen angebrachter Aufbau sowie eine in oberen und
unteren Trägern bewegbare Stoßstange mit einem an dem oberen Ende vorhandenen Betätigungsknopf
sowie Zwischenhebel, die von den schwenkbar gelagerten, Rahmen nach oben veT-laufen,
tragen -die Eier-Greifglieder, wobei Lenker die Stoßstange mit den Zwischenhebeln
verbinden und eine Rückholfeder an der Stoßstange angeordnet ist, so daß - eine
Abwärtsbewegung des Handgriffes die Stoßstange nach unten drückt, wodurch die Rückholfeder
zusammengepreßt und die Zwischenhebel durch Vermittlung der Lenker verschwenkt werden.
Hierdurch werden dann die schwenkbar gelagerten Rahmen verschwenkt, und es wird
erreicht, daß die die Eier erfassenden Greifglieder sich zwecks Freigabe der vorher
erfaßten Eier voneinander weg bewegen. Die erwähnte Rückholfeder dient dabei dazu,
die Teile in ihre Anfangslagen zurückzubringen., in der die Greifglieder sich wieder
in der die Eier erfassenden Stellung befinden.
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Inder Zeichnung ist eine.Ausführungsforin-der Erfindung beispielsweise
dargestellt.
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Fig. i ist eine Seitenansicht der Vorrichtung; Fig. 2 ist eine Stirnansicht
und veranschaulicht die Eier-Greifglieder in einer Lage zum Erfassen der Eier; Fig.
3 ist eine Stirnansicht und veranschaulicht die Vorrichtung beim Freigeben- -der
zuvor erfaßten Eier; Fig. 4 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, welche
die Anordnung .der Hebel, Lenker und Schwenkrahmen zusammen mit den Betätigungs-und
Rückführmitteln veranschaulicht. - = "-Bei - der Vorrichtung gemäß der Erfindung
kommt ein Tragrahmen zur Verwendung, welcher längs verlaufende Teile 5 und Endteile
6 aufweist. Längs verlaufende Rahmen 7, 8, 9 und io sind an den. Endteilen 6 gelenkig
befestigt,: wie dies in den Fig. 2 und- 3 angegeben ist, und ein jeder Rahmen 7;
8, 9 und :io: ist mit einem abgebogenen Längsflansch versehen, und diese Flansche
sind durch die Bezugszeichen 7a, 8a, 9,1 und ioa angedeutet.
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Von den Rahmen 7, 8, 9 und io werden die die Eier erfassenden Glieder
11, 12, 13 und 14 getragen, von denen ein jedes eine Schlaufe aus zurückgebogenemFederdraht
aufweist,- d. n,, der Draht ist zwischen seinen Enden für eine gewisse Strecke divergierend,
dann für eine kürzere Strecke konvergierend, dann wieder divergierend und schließlich
im Scheitelteil 15 konvergierend gekrümmt, welcher innerhalb der längeren divergierenden
Arme, aber mit Bezug auf die lotrechte Ebene etwas abgesetzt liegt, wie dies in
,den Fig. 2 und 3 gezeigt ist. Diese Anordnung sieht ein Paar ähnlicher Drahtglieder
vor, von denen jedes ein Paar biegsame Schenkel hat, die in der Lage sind, sich
unabhängig zueinander auszubiegen, so. daß die die Eier erfassenden Glieder in der
Lage sind, Eier von unterschiedlicher Größe fest zu erfassen, ohne daß die Gefahr
eines Bruches der Schale vorhanden ist.
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Ein Oberteil 17 ist an dem Tragrahmen befestigt und weist einen oberen
Träger für eine Stoßstange 18 auf, die sich durch einen unteren Träger hindurch
erstreckt, welcher durch eine Platte i9 gebildet wird, -die zwischen ,den längs
verlaufenden Rahmenteilen 5 befestigt ist.
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Die Stoßstange 18 endet oben in einen Handgriff oder Knöpf 2o, während
eine Rückhalfeder 2i um die Stange 18 zwischen dem Knopf 2o und einem vertieften
Gehäuseteil i7a indem oberen Gliede des Oberteiles 17 gewickelt ist.
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Ein einfaches Mittel für die Befestigung des Knopfes 2o an dem oberen
Ende der Stange 18 und für die Unterbringung das oberen Endes der Feder 21 ist in
Fig. 4 gezeigt, woselbst zu erkennen ist, daß das obere Ende der Stange i8 mittels
Schraubengewinde in den Knopf eingreift, während in diesem zur Aufnahme des oberen
Teiles der Feder 2i eine Aussparung :20a vorgesehen ist.
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Von dem längs verlaufenden Flansch 7a wird ein Zwischenhebel 22 getragen,
und ein ähnlicher Zwi; schenhebel 23 wird von dem Längsflansch ioa getragen. Die
Zwischenhebel sind mit der Stoßstange 18 durch die Lenker 24 und- 25 verbunden,
und in den Längsflanschen 8a und ga sind die Zwischenhebel 26 und 27 angeordnet,
die mit der Stoßstange i8 mittels der Lenker 28 und 29 verbunden sind.
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Um eine Anzahl von Eiern entsprechend der Anzahl der vorhandenen Greifglieder
auf einmal zu erfassen und hochzuheben, wird die beschriebene Vorrichtung über -den
in einem normalen Eierbehälter vorhandenen Eiern gehalten und auf die Eier heruntergedrückt,
wobei die biegsame Natur der Greifglieder erlaubt, daß diese über die Eier gleiten
und sie fest erfassen, ohne daß die Hebel bewegt werden.-Es ist zu erkennen, daß,
ohne daß besondere Mittel zur Verriegelung der schwenkbaren Teile in der geschlossenen
Stellung vorhanden -sind, der durch große Eier auf die Greifglie@derpaare ausgeübte
Druck die Neigung haben wird, alle Greifglieder zu öffnen, wodurch das gleichzeitige-
Erfassen von kleineren Eiern verhindert werden würde. " Diese Verriegelung wird
nun in folgender Weise bewirkt In der die Eier erfassenden Stellung bewegt sich
die Stoßstange 18 'bis zu einer Stelle nach oben, an der die Lenker 24 und 25 sich
etwas jenseits der normalen Schließstellung befinden und ,das Öffnen der äußeren
Greifglieder i i und 14 beginnen. In
dieser Lage wird ein Druck,
der auf die äußeren Greifglieder i i und 14 ausgeübt wird, um diese zwecks Erfassens
der Eier auszubiegen, einen aufwärts gerichteten Druck auf die Stoßstange i8 ausüben,
und dieser Druck wird zusammen mit dem Druck -der Rückholfeder 21 dem durch die
inneren Greifglieder 12 und 13 mittels der Lenker 28 und 29 auf die Stoßstange i8
ausgeübten, nach unten gerichteten Druck entgegenwirken und so die Teile im wesentlichen
in ihrer Lage verriegeln und gewährleisten, daß die Greifglieder 11, 12, 13 und
14 sich einzeln oder jedes für sich ausbiegen müssen, um sich den verschiedenen
Eiergrößen anzupassen und die Eier zu erfassen. Diese Verriegelungswirkung wird
durch das größere Hebelverhältnis der kurzen Zwischenhebel 22 und 23 unterstützt,
die an die Lenker 24 und 25 angeschlossen sind, welche den nach oben gerichteten
Druck ausüben, im Vergleich zu den längeren Zwischenhebeln 26 und 27, die mit den
Lenkern 28 und 29 verbunden sind, welche beim Erfassen der Eier den nach unten gerichteten
Druck ausüben.
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Die Eier können nunmehr emporgehoben und über einen Behälter zu ihrer
Aufnahme, wie beispielsweise einen kleinen Eierkarton, gebracht werden, worauf durch
Handhabung ,des Knopfes die Eier von den Greifgliedern freigegeben und sanft in
ihre einzelnen Kammern abgegeben werden. Durch diese Wirkung wird die Stoßstange
18 veranlaßt, sich nach unten zu bewegen, wodurch die Lenker 24, 25, 28 und 29 gezwungen
werden, um ihre Lagerzapfen auszuschwingen, und indem sie dies tun, bewegen sie
die Zwischenhebel so, daß die Schwenkrahmen um ihre Träger ausschwingen und veranlassen,
daß die die Eier erfassenden Glieder sich von ihren einzelnen gegenüberliegenden
Gliedern hinweg bewegen.