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Fahrradnabe mit Freilauf und Rücktrittbremse Gegenstand des Patents
765 719 ist eine Fahrradnabe mit Freilauf und Rücktrittbremse, bei der auf Klemmflächen
des Antreibers Walzen oder Kugeln gleiten, die in einem von dem Bremskonus unabhängig
ausgebildeten und mit diesem bei der Bremsung durch gegenüberliegende Schrägflächen
zusammenwirkenden Führungsring zusammengefaßt sind. Das Wesen des Patents 765 7I9
besteht darin, daß der Walzenführungsring und der Antreiber gegenüberliegende Schrägflächen
haben, die entgegengesetzt den zwischen Bremskonus und Walzenführungsring vorhandenen
Bremsschrägflächen verlaufen. Hierdurch wird eine Blockierung des Rades beim Rückwärtsschieben
mit Sicherheit vermieden. Die Erfindung sieht eine Abänderung des Gegenstandes des
Patents 765 719 vor. Erfindungsgemäß ist unter Fortlassung der üblichen Schleiffeder;
beispielsweise zwischen Bremskonus und Bremse, eine Feder zwischen Antreiber und
Walzenführungsring angeordnet, die das Bestreben hat, den Walzenführungsring immer
in die Kuppelstellung der Walzen zwischen Nabe und den hochliegenden Klemmpunkten
des Antreibers zu drehen.
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Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die übliche Schleiffeder
weggelassen werden kann, die bei den bisherigen Ausführungsformen benötigt wurde,
um beim Antreten des Rades durch Abbremsung der Drehbewegung des Bremskonus in der
Bremse die erforderliche Drehbewegung des
Walzenführungsringes zu
erzeugen, um die Walzen in die Kuppelstellung zu bringen.
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Diese für den Beginn des Antretens notwendige Schleiffeder ließ sich
aber während der weiteren Dauer des Antretens nicht ausschalten, so daß der während
des Antretens mit rundlaufende Bremskonus durch Überwindung nicht unerheblichen
Reibungswiderstandes der Schleiffeder den Gang des Rades erheblich erschwerte.
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Bei der Erfindung ist durch Wegfall der Schleiffeder ein reibungsfreier,
leichter Lauf der Nabe beim Antreten gewährleistet. Die Fortlassung der Schleiffeder
ist aber mit Vorteil nur möglich bei der Nabe des Patents 765 7I9. Durch die Spiralfeder
erfolgt eine zwangläufige Drehung des Walzenführungsringes in seine Kuppelstellung,
ohne daß eine Hemmung der Nabendrehung während des Antretens eintritt. Die Schrägflächen
bewirken beim Antreten lediglich eine kurzes Verschieben des Walzenkorbes in Richtung
auf die Bremse, während sie beim Rückwärtsschieben des Rades die Walzen in die Freilaufsteillung
bewegen.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise rein schematisch
veranschaulicht.
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Fig. I zeigt einen senkrechten Längsschnitt durch eine bekannte Freilaufnabe
mit Rücktrittbremse, an welcher die Merkmale gemäß der Erfindung angebracht sind;
Fig. 2 zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Walzenführungsring nach Herausnähme
der Walzen; Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Antreibers; Fig. 4 stellt eine Stirnansicht
des auf den Antreiber aufgeschobenen Walzenführungsringes dar.. Auf der mit einem
festen Konus a versehenen Achse b ist in bekannter Weise der Antreiber c aufgeschoben,
welcher den Zahnkranz d und den Staubdeckel e trägt, die beide durch einen Stellring
(gesichert sind. Der Antreiber c hat in bekannter Weise eine Reihe von spiralig
verlaufenden Klemmflächen g, welche durch Nocken h voneinander getrennt sind. Auf
jeder Klemmfläche g ruht eine Walze i. Die Walzen i sind in einem Walzenführungsring
k zusammengefaßt, der drehbar auf dem Antreiber c sitzt. Der Walzenführungsring
k hat dreieckförmige Zähne 1, mittels deren er mit entsprechenden Zähnen m des Bremskonus
n zusammenarbeitet, welcher in dem Bremsmantel: o verschiebbar und drehbar geführt
ist. Von der Gegenseite ragt in den Bremsmantel o der Hebelkonus q hinein, der in
Zusammenarbeit mit dem Bremskonus n bei der Bremsung den Bremsmantel o auseinandertreibt
und gegen die Nabe r anpreßt.
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Die Nocken h des Antreibers c haben an ihren Stirnseiten Schrägflächen
s; an dem Walzenführungsring k sind entsprechende, gegenüberliegende Schrägflächen
t vorgesehen. Die Schrägflächen s, t sind entgegengesetzt den Bremsschrägflächen
L, m gerichtet.
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Erfindungsgemäß ist auf dem Antreiber c eine Spiralfeder u befestigt,
die mit einem abgebogenen Ende v gegen einen der dreieckförmigen Zähne L des Walzenführungsringes
k derart gerichtet ist, daß sie diesen immer in die Kupplungsstellung zwischen Nabe
und Antreiber zu drehen sucht. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende:
Beim Antreten ist infolge der Feder u zwischen Antreiber und Walzenführungsring
von vornherein die Kupplung zwischen Nabe r und Antreiber c vorhanden. Der Walzenführungsring
k wird also gleich mitgedreht und überträgt seine Drehbewegung durch die Zähne 1,
m auch auf den Bremskonus u.
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Beim Freilauf bleibt das Antriebsrad d und damit auch der Antreiber
c stehen, während sich die Nabe r weiterdreht. Dadurch übt die Nabe r einen Druck
auf die Walzen i aus, welcher in Richtung der Tiefstellen der Klemmflächen g des
Antreibers c geht und etwa zwischen Antreiber und Nabe festgeklemmte Walzen leicht
löst. Da während des Freilaufes auch der Bremskonus e stehentleibt, wird durch die
Zähne 1, m der Walzenführungsring k zurückverschoben, wobei er gleichzeitig infolge
der Schrägflächen s, t eine Drehbewegung in Richtung auf die Tiefstellen des Antreibers
erfährt und die Walzen i auf den Tiefstellen festhält.
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Die Verhältnisse beim Bremsen und Zurückverschieben des Rades sind
die gleichen wie beim Patent 765 719, so daß sie hier nicht näher erörtert zu werden
brauchen.