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Vorrichtung zur Erzielung einer nach Dezimalstellen geordneten Schwarzweißmarkierung,
insbesondere der Angaben von Meß-und Zählwerken Zusatz zum Patent 858 314
Das Patent
858 314 l)etrifft unter anderem eine Vorrichtung zur Erzielung einer nach Dezimalstellen
geordneten Schwarzweißmarkierung, insbesondere der Angaben von Meß- und Zählwerken,
bei der den einzelnen Deiimalstellen zugeordnete Zählwerksorgane eines nach dem
Dezlimalsystem arbeitenden Zählwerks mit Steuerscheiben für eine Markiervorrichtung
versehen sind, die die einstellige Deiimalstelle in eine vier- oder fünfstellige
Schwarzweißmarkierung, insbesondere in eine vierstellige Dualsystemzahl umformen.
Für die Umformung in eine vierstellige Dualzahl erhält jedes Zähiwerksorgan vier
Steuerscheiben. Das Zäh1-werksorgan kann wie die Ziffernrolle eines schrittweise
fortgeschalteten Dezimalzälllwerks zehn verschiedene Winkelstellungen einnehmen.
Die einzelnen Steuerscheiben haben nun beispielsweise an all den Stellen Nocken,
deren zugehörige Dezimalzahl die betreffende Stelle der Dualzahl enthält. So hat
z. B. die der ersten Stelle der Dualzahl entsprechend Steuerscheibe an all den Stellen,
die ungeradzahligen Dezimalstellen entsprechen, einen Nocken. Diese Nocken steuern
nun in irgendeiner Weise einen der betreffenden Steuerscheibe zugeordneten Markierteil,
heispielsweise einen Stanzstift.
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In der Praxis werden solche Vorrichtungen vor allem für die periodische
Registrierung des Durchgangs elektrischer Arbeit an Punkten mit sehr großen Arbeitsdurchgängen
verwendet, so daß also jedem Markierungspunkt ein erheblicher Geldbetrag entspricht.
Es kommt deshalb darauf an, daß solche Vorrichtungen mit höchster Betriebssicherheit
arbeiten, selbst wenn dabei zusätzliche Mittel aufgewendet werden müssen. Nun können
erfahrungsgemäß ikraftschlussige; mit Federn arbeitende Getriebe durch Bruch oder
Erschlaffung der Feder zu Störungen führen. Es ist deshalb ein wesentliches Ziel
der Erfindung, bei einer solchen Vorrichtung alle Teile möglichst zwangläufig zu
bewegen. Man muß ferner berücksichtigen, daß die Zählwerke solcher Vorrichtungen
praktisch nur durch Impulse fortgeschaltet werden, die ein den Arbeitsdurchgang
messender Zähler gibt. Solche Impulse rufen stoß weise Bewegungen hervor.
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Man könnte nun daran denken, zwischen dem Impulsgeber des Zählers
und dem Schfittschaltwerk für das Zählwerk mechanische Kraftverstärker so hohen
Verstärkungsgrades einzuschalten, daß unter allen Umständen das Zählwerk sicher
fortgeschaltet wird, also keine Impulse verlorengehen.
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Es könnten dann das Zählwerk, die Steuerscheiben usw. entsprechend
kräftig gebaut werden. Sie würden aber dadurch eine größere Masse erhalten, was
wieder für die stoß weise Fortschaltung wenig geeignet ist. Es ist deshalb günstiger,
mit Konstruktionsteilen kleinerer Masse zu arbeiten, aber ein betriebssicheres Arbeiten
dadurch zu gewährleisten, daß man ihre Bewegungswiderstände möglichst herabsetzt
Dadurch kann die ganze Vorrichtung auch entsprechend kleiner gehalten werden, und
der Verschleiß wird wesentlich verringert Zwecks Erzielung eines iwangläufigen Arbeitens
wird erfindungsgemäß für die einzelnen Dezimalstellen ein doppelter Satz Steuerscheiben
angeordnet, von denen der eine Satz relativ zum anderen ein Negativ ist, d. h. wenn
beispielsweise die eine Steuerscheibe an der einen Stelle einen Nocken hat, hat
die zugehörige Steuerscheibe des anderen Satzes an der entsprechenden Stelle eine
Nut. Mit diesem doppelten Satz von Steuerscheiben arbeiten die Markiervorrichtung
betätigende Taster mit je zwei Steuerfingern zusammen, von denen der eine die positive,
der andere die negative Steuerscheibe abtastet. Dadurch ergibt sich eine zwangläufige
Betätigung der Taster. Die Federn, die bei nur einem Steuerscheibensatz die Taster
gegen den Umfang dieser Scheibe drücken müßten, fallen fort.
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Eine leichte Beweglichkeit des Zählwerks und der Steuerscheibensätze
wird erfindungsgemäß durch ein Stellgetriebe für die Taster gesichert, das diese
jeweils nur im Zeitpunkt der Markierung, also bei periodisch arbeitenden Geräten,
nur zum Ende einer Meßperiode an die Steuerscheiben heranführt, innerhalb der Periode
aber außerhalb des Bereiches dieser Scheiben hält. Die Scheiben können sich also
frei drehen und deswegen leicht durch Impulse fortgeschaltet werden. Außerdem wird
der Verschleiß der Steuerscheisben und Taster wesentlich herabgesetzt. Dadurch erhöht
sich die Betriebssicherheit und auch die Lebensdauer einer solchen Vorrichtung.
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Um auch die Taster möglichst zu entlasten, empfiehlt es sich, auf
eine unmittelbare Betätigung der Markiervorrichtung durch die Taster zu verzichten,
sondern die Taster steuern nur Kupplungen zwischen Iden Markierteilen und ihrem
Betätigungsorgan. Eine besonders vorteilhafte Ausf.ührungsform einer solchen Kupplung
ergibt sich dadurch, daß man erfindungsgemäß zwischen dem Markierteil und seinem
Betätigungsorgan einen Leergang einschaltet, der durch einen vom Taster gesteuerten
Schieber beeinflußt -werden kann.
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Wie schon in der Schrift des Hauptpatents erwähnt, wird bei derartigen
Registriervorrichtungen, wenn sie periodisch arbeiten, das Zählwerk nach der Markierung
seinerEndstellung in die Nullstellung zurückgebracht, und anschließend wird zur
Kontrolle auch die Nullstellung auf der Registrierbahn markiert. Man vermeidet dadurch
Streitigkeiten zwischen Stromlieferant und Abnehmer, denn die einwandfreie Markierung
der Nullstellung beweist, daß in der folgenden Registrierperiode auch tatsächlich
von Null an gezählt wurde. Sollte aus irgendwelchen Gründen die Nullstellung nicht
ganz erreicht worden sein, dann wird an Stelle der Nullstellung der verbleibende
Zählwerksstand markiert, und diese Angaben können dann ohne weiteres von denen der
folgenden Endstellung abgezogen werden.
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Da die kurz aufeinanderfolgende doppelte Markierung nicht an der gleichen
Stelle der Registrierbahn ausgeführt werden kann, müßte die Bahn zwischen den beiden
Markierungen rasch um einen Schritt fortgeschaltet werden. Man müßte also auf einen
gleichmäßigen, zuverlässigen und einfachen Transport derRegistrierbahn verzichten
und eine komplizierte Transportvorrichtung in Kauf nehmen, die aber dann wieder
Anlaß zu Betriea,sstörungen geben kann. Diese Schwierigkeit läßt sich erfindungsgemäß
dadurch vermeiden, daß man die Markierteile zwischen den beiden Markierungen längs
der Registrienbahn vorübergehend verschiebt. Man kann dadurch den gleichmäßigen
einfachen Transport dieser Bahn beibehalten und erhält trotzdem in einem gewissen
Abstand untereinander- oder nebeneinanderstehende Markierungen. Die Verschiebung
derMarkierteile läßt sich im vorliegenden Fall konstruktiv leicht durchführen, da
diese Teile durch die obengenannte Kupplung von ihren Betätigungsvorrichtungen an
sich getrennt sind.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, die Steuerscheiben, Taster,
Schieber od. dgl. in Form von eng gestapelten, leicht herstellbaren, gegebenenfalls
stanzbaren Flachteilen herzustellen, so daß sich das ganze Gerät sehr klein bauen
läßt und gewissermaßen jeder Teil durch den Nachbarteil, ohne Zuhilfenahme besonderer
Mittel, geführt werden kann. Um die Herstelluiig der Flachteile, z. B. der Steuerscheiben,
zu erleichtern, kann man jeden dieser Teile aus einem Stapel gleicher gestanzter
Bleche herstellen. Die Erfindung läßt sich natürlicll auch bei Vorrichtungeii anwenden,
die
- nicht nach einem Dezimalsystem arbeiten, also z. B. nach einem
Fünfersystem od.dgl., bei denen jede Dezimalstelle durch eine Schwarzweißmarkierung
in mehreren Stellen wiedergegeben werden soll.
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Die Erfindung ist an Han,d der Zeichnung näher erläutert.
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Fig. I zeigt einen Lochstreifen, wie er schon in der Schrift des
Hauptpatents erwähnt ist, Fig. 2 in perspektivischer Ansicht eine Stanzvorrichtung;
Fig. 3 zeigt im größeren Maßstab einen Ausschnitt aus dieser Vorrichtung; die Fig.
4 bis 7 zeigen einzelne Teile dieser Vorrichtung.
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Ein Registrierstreifen 23 ist am Rande mit Stundenzahlen 302 vorgedruckt
und mit Transportlöchern 7I versehen. Ferner ist der Streifen durch zwei starke
Linien 304, 305 in drei Zonen 306, 307, 308 unterteilt. Die Zone 306 hat noch vier
aufgedruckte Linien 309 bis 3I2, ebenso die Zone 307, während die Zone 308 nur drei
solche Linien hat.
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Die Linien 309 bis 312 entsprechen den einzelnen Stellen eines vierstelligen
Dualsystems, ebenso die Linien der Zone 307, für die Zone 308 ist ein dreistelliges
Dualsystem verwendet. Die Zone 306 entspricht den Einern, die Zone 307 den Zehnern,
die Zone 308 den Hunderten eines dreistelligen Dezimalsystems.
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Es wird infolgedessen beispielsweise die unterstrichene Zahl 367
folgendermaßen abgelocht. Ein Loch auf der Linie 309 entspricht der Zahl I, ein
Loch auf der Linie 310 entspricht der Zahl 2, ein Loch auf der Linie 311 entspricht
der Zahl 4, macht zusammen die Zahl 7. Dies gilt für die Einerstellen, Zone 306.
Die Zahl 6 Ider Zehnerstelle wird in der Zone 307 als 2 und 4 gelocht. Bei einiger
Übung lassen sich die Lochungen leicht ablesen. Die höchste Zahl, die gelocht werden
kann, ist 799. Die Variationsmöglichkeiten des vierstelligen Dualsystems, man würde
die Zahl 15 wiedergeben können, wird dabei nicht ganz ausgenutzt, aber mit einem
dreistelligen Dualsystem würde man nur bis zur Zahl 7 kommen können. Infolgedessen
scheidet das dreistelligeSystem für dieWiedergabeder einzelnen Dezimale aus. Nur
in der Zone 8 kann man mit einem solchen System auskommen, wenn, wie hier angenommen,
die höchste Dezimale den Wert 7 nicht überschreitet. Bei höheren Werten müßte auf
die Zone 8 ein vierstefliges Dualsystem und wenn noch höhere Dezimalen erforderlich
sind, müßten links in Fig. 1 noch weitere Zonen mit Dualsystemen folgen. Man kommt
also bis zur Wiedergabe der Zahl 799 mit elf Lochungsstellen aus, während man bei
dezimaler Ablochung für die gleiche Zahl 799 zweimal 9 und einmal 7, das sind im
ganzen fünfundzwanzig Lochstellen, benötigen würde. Bei Anwendung eines reinen Dualsystems
würde man zur Wiedergabe der gleichen Zahl nur um eine Lochstelle weniger brauchen
als bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1. Solche Zahlen sind aber ohne Schlüssel
nicht auswertbar, auch würde die Umwertung in ein Dezimalsystem verwickelte Geräte
erfordern.
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Man sieht also, daß bei Anwendung des dargestellten kombinierten
Dezimal-Dual-Systems das denkbare Minimum an Lochstellen fast vollständig erreicht
wird. Diese Verringerung der Lochstellen ergibt eine entsprechende Vereinfachung
und Verkleinerung der Stanz- und Auswertegeräte.
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Es sei besonders darauf hingewiesen, daß die vier Stellen jeder Zone
nicht gerade nach dem Dualsystem abgestuft zu sein brauchen, wenn dies auch besondere
Vorteile bietet, sondern daß man sie auch nach einem beliebigen anderen Variantensystem,
z. B. nach dem System der Gewichtssätze, oder beispielsweise nach einem Wertsystem
4, 3, 2, I oder 5, 3, 1, 1 od. dgl. abstufen kann.
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Im Ausführungsbeispiel werden mit jedem Zahlenwert, z. B. 367, auch
noch je ein Führungsloch 28 an den Streifenrändern eingestanzt. Nach dem Ablochen
des Zahlenwertes wird ein die Lochung steuerndes Zählwerk, das beispielsweise durch
Meßimpulse fortgeschaltet wird, jeweils auf Null gestellt, wie dies später erläutert
wird. Hierauf wird der Streifen um einen Schritt 7 in der Richtung Ides Pfeiles
P foftgeschaltet und anschließend -die Ausgangsstellung des Zählwerks zur Kontrolle
abgelocht. Auch bei dieser Ablochung werden wieder Führungslöcher 280 mitgestanzt.
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Diese Kontrollochung ist notwendig, um bei periodischer Registrierung
die Gewähr zu haben, daß jeder Registrierwert von Null an gezählt wird.
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Sollte einmal bei der Rückstellung des Zählwerks die Nullstellung
nicht erreicht werden, dann wird die Reststellung des Zählwerks abgelöscht, und
der ihr entsprechende Zaklenwert ist bei der Aus;wertung von dem der folgenden Endlochung
abzuziehen.
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Der Streifen nach Fig. I wird durch eine in den Fig. 2 bis 7 dargestellte
Vorrichtung gelocht. Dabei sei vorausgesetzt, daß periodisch, also belispielsweise
alle Viertelstunde, die Angaben eines Elektrizitätszählers wiedergegeben werden
sollen.
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Ein durch Z angedeuteter Zähler betätigt jeweils nach einer bestimmten
Anzahl von Ankerumtdrehungen vorübergehend einen impulsgebenden Schalter 74, der
an eine Stromquelle 75 angeschlossen ist.
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Die Klemmena, b der impulsfübrenden Leitung sind an die gleichbezeichneten
Enden eines Relais 76 angeschlossen, dessen Anker 77 bei jedem Impuls einen Winkelhebel
III, der lose auf einer Welle 110 gelagert ist, einmal hin und her bewegt. Die Lager
4er Welle 110 und die der folgenden Wellen sind der ersichtlichkeit halber nicht
dargestellt, um eine Verdeckung der übrigen Teile zu vermeiden.
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Der Anker 77 ist mit dem einen Arm 112 des Hebels III gelenkig verbunden.
Sein anderer Arm II3 ist durch eine Schiene 114 mit einem entsprechenden, lose auf
der Welle 110 gelagerten Arm verbunden.
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In diesen Armen ist eine Welle 216 gelagert, die die Klinken I33 bis
I35 trägt. Diese Klinken greifen in die Zähne von Schalträdern I36 bis I38.
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Jedes Schaltrad hat an einer Stelle einen tieferen Einschnitt als
an den übrigen Stellen. Diese Einschnitte sind mit I39 bis 141 bezeichnet. Die Tiefe
dieser Einschnitte und die Stellungen der Klinken I33 bis 135, die starr auf der
Welle 2I6 angebracht
sind, sind derart abgeglichen, daß die Klinke
134 bei einem Fortschalthub des Winkelhebeis III nicht in die Zähne des Schaitrades
137 eingreift, wenn sich die Klinke I33 nicht in dem tieferen Ausschnitt I39 befindet.
Ebenso kann die Klinke I35 nur Idann in die Zähne des Schaltrades I38 eingreifen,
wenn sich die Klinken 133, 134 in den tiefen Ausschnitten I39, I40 befinden. Durch
diese Maßnahme wird in bekannter Weise die sogenannte Zehnerfortschaltung bewirkt,
d. h. es wird erst nach zehn Schaltschritten des Schaltrades I36 von der Klinke
133 der Einschnitt 139 erreicht, so daß beim zehnten Schaltschritt die Klinke I34
auch das Schaltrad 137 um einen Schritt verstellen kann. Die zweite Verstellung
des letztgenannten Rades erfolgt erst wieder, wenn das Rad 136 zehn Schaltschritte
zurückgelegt hat.
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In der gleichen Weise wird das Rad I38 jeweils um einen Schaltschritt
fortgeschaltet, wenn Idas Rad I37 jeweils einen zehnten Schaltschritt ausführt.
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Daraus ergibt sich, daß das Rad I36 entsprechend den Einern, das Rad
I37 entsprechend den Zehnern und das Rad I38 entsprechend den Hundertern fortgeschaltet
wird.
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An dieser Stelle sei gleich erläutert, wie diese Räder wieder in
die Ausgangsstellung zurückgebracht werden. Bei dem oben beschriebenen Vorgang führt
die Welle 110 eine volle Umdrehung aus.
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Auf dieser Welle sitzen fest Büchsen 148 mit Einschnitten 149, in
die eine Klinke 151 greift (vgl.
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Fig. 3). Eine Blattfeder 153 drückt diese Klinke in den Einschnitt
49. Die Klinke I5I ist bei I52 drehbar an dem Schaltrad 136 und den benachbarten,
später noch erläuterten Getriebeteilen gelagert. In der Ausgangsstellung des Schaltrades
I36 greift die Klinke 151 -in den Ausschnitt 149, der sich mit Ausnahme der Rückstellbewegung
stets an der gleichen Stelle befindet. Wird nun das Schaltrad I36 fortgeschaltet,
dann verläßt die Klinke I5I diesen Ausschnitt. Wird nun zwecks Rückstellung des
Zählwerks (die Welle 110 einmal umgedreht, dann gleitet zunächst die Klinke 151
auf dem nicht ausgeschnittenen Teil der Büchse I48. Sobald dieser Ausschnitt aber
die Klinken erreicht und die Klinken einrasten, wird das Schaltrad I36 bis zur Ausgangsstellung
mitgenommen. Die gleiche Einrichtung zeigen auch die Schalträder I37, I38. Es können
also (durch eine volle Umdrehung Ider Welle 110 sämtliche Schalträder in die Ausgangsstellung
gebracht werden.
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Ein Rücklauf dieser Schalträder wird durch Sperrklinken I42 verhütet.
Diese Klinken sitzen lose auf einer Achse 145. Ihre Federn 2I7 stützen sich mit
,dem einen Ende auf die Klinken, mit dem anderen auf eine feste Achse I46. Die Träger
der Achsen 145, I46 sind aus den obenerwähnten Gründen in der Zeichnung weggelassen.
Fest verbunden mit dem Schaltrad I36 sind Nockenscheibe I35 und noch drei weitere
Scheiben I59, I6I und I63, die in den Fig. 5 bis 7 gestrichelt dargestellt, in den
Fig. 2 und 3 aber verdeckt sind. Die Scheibe I55 ist nochmals in der Fig. 4 gestrichelt
wiedergegeben. Ihre Form und ihre Wirkungsweise wird später erläutert. Genau ein
gleicher Satz von vier Nockenscheiben ist fest mit je einem der weiterer Schalträder
I37, I38 verbunden. Ferner ist mit jedem solchen Satz fest ein Zahnrad 164, in Fig.
2 gestrichelt gezeichnet, verbunden, das über ein Zahnrad I65 ein Zahnrad 167 antreibt.
Dieses letztere ist mit einem ähnlichen Satz von Nockenscheiben 154, I58, I60, I62
verbunden. Diese Nockenscheiben sind inden Fig. 4 bis 7 mit ausgezogenen Linien
dargestellt. Der aus diesen Nockenscheiben und dem Zahnrad I67 bestehende Räderb'lock
ist lose auf einer Welle I56 gelagert.
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Diese Blocks sind für alle drei Dezimalstellen gleich.
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Die Form der Nockenscheiben wird an Hand der Fig. 4 bis 7 näher erläutert.
Hier sind zwecks Erleichterung des Verständnisses durch die Ziffern 0 bis g jeweils
die zehn verschiedenen Stellungen nach den einzelnen Schaltschritten angedeutet.
Die vier Nockenscheiben jedes Blocks sind den vier Stellen des Daalsystems zugeordnet.
Die Scheibe 154 ist der nullen Potenz, die Scheibe I58 der ersten Potenz, die Scheibe
I60 Ider zweiten und die Scheibe I62 Ider dritten Potenz von 2 zugeordnet. Jede
dieser Scheiben hat an den Stellen Nocken I57, an denen die betreffende Potenz der
Zahl 2 bei der Umformung der Zahlen o bis g in ein Dualsystem vorkommt. Infolgedessen
hat die Scheibe 154, die also die Einer wiedergeben muß, bei allen ungeradzahligen
Schaltstellungen Nocken, die Scheibe I57 bei den Schaltstellungen 2, 3 und 6, 7,
die Scheibe I60 bei den Stellungen 4 bis 7 und die Scheibe I62 bei den Stellungen
8 und 9 ihre Nocken. Die Scheilben 155, 159, 161, 163 haben an all den Stellen Nocken,
an denen die vorgenannten Scheiben keine Nocken haben. Sie geben also gewissermaßen
die Negativwerte der zuerst genannten Scheiben wieder.
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Die genannten Scheiben dienen dazu, die fortlaufende Zählung in ein
gemischtes Dual-Dezimal-System umzuformen.
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Die Scheibenblocks werden nun je durch einen Satz von Teilen I68
abgetastet. Zu diesem Zweck sind Diese Teile-mit Tastfingern I69, I70 versehen.
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Die Finger I69 tasten die Negativscheiben, also die unteren Scheibenblocks,
die Finger I70 die Positivscheiben, also die oberen Scheibenblocks ab. Jeder Teil
I68 ist mit einem Arm I77 versehen, der in ein kreisförmiges Ende I78 ausläuft.
Trifft ein Finger I70 auf einen Nocken I57 des oberen Scheibenblocks, dann wird
der Arm I77 angehoben, anderenfalls verharrt er in der tieferen Stellung. Nur in
der angehobenen Stellung wird, wie später erläutert werden soll, die ,der betreffenden
Nockenscheibe zugeordnete Stelle des Registrierstreifens gelocht.
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Die Welle I66 ist durch Ausschnitte I76 der Teile I68 hindurchgeführt.
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Damit die Bewegung der Scheibenblocks, für deren Fortschaltung ja
nur die Kraft des Relais 76 zur Verfügung steht, nicht durch die Teile I68 gehindert
wird, werden diese, solange die Blocks fortgeschaltet werden, also beispielsweise
innerhalb einer Registrierperiode des Zähler, aus dem Bereich der Nocken entfernt
und nur vorübergehend
kurz vor und beim Stanzvorgang der Löcher
in den Bereich der Nocken gebracht. Zu diesem Zweck sind die Teile I68 lose auf
einer Welle I7I gelagert, und diese Welle sitzt in einer um die Achse 174 (Fig.
2) schwenkbaren Gabel mit den Zinken 172 und dem Jochteil 173. Diese Gabel ist nur
stückweise dargestellt, um andere Teile nicht zu verdecken. An dieser Gabel ist
ein Hebel 175 angebracht, mit dem eine Stange IOO gelenkig verbunden ist. An dieser
Stange sitzen Rollen 95, 99, die mit Nockenscheiben 92, 96 zusammenarbeiten. Die
Nocken 93, 94 der Scheibe 92, die je etwa einen Viertelkreis ausmachen, sind gegen
die Nocken 97, 98 der Scheibe 96 um go0 versetzt. Die Stange IOO ist mittels eines
Schlitzes 2I8 an der Welle 87 geführt. Die Lagerung dieser Welle ist der Übersichtlichkeit
halber wieder weggelassen. Bei einer Vollumidrehung (der Welle 87 werden die Teile
i68 zweimal gegen die genannten Scheibenblocks geführt und wieder zurückgezogen.
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Der Registrierstreifen 23 wird von einer Vo¢ratsrolle 70 durch einen
Schlitz 214 zwischen den Teilen 207 und 212 hindurchgeführt und mittels einer von
einer Uhr U1 gleichförmig gedrehten Walze 73 transporüert. Diese Walze greift mittels
Stachel 72 in entsprechende Löcher 7I des Streifens.
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Der Streifen ist in Fig. 2 wesentlich breiter dargestellt als seiner
tatsächlichen Gestalt (vgl. Fig. I) entspricht, weil der Deutlichkeit halber die
einzelnen Getriebeteile der Stanzvorrichtung in der Zeichnung viel weiter auseinandergezogen
werden müssen als bei der praktischen Ausführungsform.
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Die Teile 207, 212 haben Bohrungen 208, 213, in denen Stanzstifte
I84 geführt sind. Die Stanzstifte sind über einen Teil ihrer Länge bei I85 abgeflacht.
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Die abgeflachten Teile können sich in Schlitzen I86 einer Kammplatte
187 bewegen. Im Bereich der dem Beschauer zugekehrten Enden der Stanzstifte 184
laufen Schieber I8I, die in Nuten I82 eines Druckbalkens 183 geführt sind. Die Schieber
I8I bilden die Verlängerung von Stangen I80, die in geschlitzten Köpfen I79 endigen.
In die Schlitze dieser Köpfe ragen die kreisförmigen Teile 178 der Arme 177. Die
Köpfe sind in Schlitzen I90 einer Traverse I89 geführt. Diese Traverse bildet zusammen
mit einer weiteren Traverse 2Ig und den Schenkeln 188 einen Rahmen, der mit Nahen
191 drehbar auf einer Welle I92 gelagert ist. An diesem Rahmen sind auch die Kammplatte
I87 und der Druckbalken I83 befestigt. Ferner sind an diesem Rahmen mittels einer
Welle 193 die einen Enden von Kniegelenkhebeln 194, I96 gelagert.
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Die anderen Enden dieser Kniehebel sind mit einer Welle I97 an Armen
206 gelagert, die fest mit dem Teil 207 verbunden sind. Eine feste Verbindung mit
diesem Teil hat auch der Teil 212. Der eine Kniegelenkhebel I96 hat eine rückwärtige
Verlängerung I99, die über eine Stange 103 mit einem Kurbelzapfen 102 eines Rades
101 in Verbindung steht. Die Stange 103 ist der Deutlichkeit halber unterbrochen
dargestellt. Die Länge der Stanzstifte 184 und die Breite der Schieber 181 sind
so abgeglichen, daß bei der durch die Kniegelenkhebel I94, I96 hervorgerufenen Stanzbewegung
des Druckbalkens I83 nur jene Stanzstifte durch das Papier 23 gedrückt werden, zwischen
deren Enden und dem Druckbalken 183 sich Schieber 181 befinden. Sind dagegen die
Schieber 181 aus dem Bereich der Stanzstiftenden entfernt, dann kann der Druckbalken
I83 die Stanzstifte nicht erreichen, und es wird infolgedessen an der entsprechenden
Stelle nicht gestanzt. In dem Teil 207 sind auch dünnere Stanzstifte 215 ohne Schieber
geführt, die zum Stanzen der Löcher 28 dienen. Die Welle I95 bildet die Kniegelenkzapfen
für die Gahelsysteme 194, 196. Die die Stanzstifte I84 führenden Teile 207, 2I2
sind gegenüber dem Druckbalken I83 heb-und senkbar. Sie sind zu diesem Zweck mittels
der Arme 206 an der im Gehäuse des Geräts gelagerten Welle 198 angelenkt und über
Gelenke 205 und Stangen 204 mit dem einen Arm 203 eines Winkelhebels 20I verbunden,
der auf der Welle I92 schwenkbar gelagert ist. Sein anderer Arm 202 ist gelenkig
mit einer Stange 200 verbunden, die mit Rollen go, 91 eine unrunde Scheibe 88 mit
einem Nocken 89 angreift. Die Scheibe 88 sitzt fest auf der Welle 87. Bei einem
vollen Umlauf der Welle 87 führen die Teile 207, 2I2 einmal eine hin und her gehende
Bewegung aus.
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Ein Motor 84 treibt über ein Zahnrad 85 ein mit einer Kurbel 83 versehenes
Zahnrad 86 an. In den Weg der Kurbel ragt der eine Kontakt eines in die Schließstellung
strebenden Schalters 8I, zu dem ein Schalter 80 parallel liegt, der in die Offenstellung
strebt. Der Schalter 80 wird, wie bei den bekannten Maximumzählern, periodisch durch
einen Nocken 79 einer von der Uhr U2 angetriebenen Scheibe 78 vorübergehend geschlossen.
Die beiden Schalter liegen an einer Stromquelle 82. Die Punkte c, d der Anschlußleitung
sind mit den gleichbezeichneten Anlagen des Motors 84 verbunden.
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Das Zahnrad 86, das fest auf der Welle 87 sitzt, treibt über das
schon genannte Zahnrad IOI ein Zahnrad 104 mit einem Triebstock 105 an. Dieser Triebstock
arbeitet mit einem Malteserkreuz 106 zusammen, derart, daß die Teile 104 bis Io6
ein bekanntes Malteserkreuzgetriebe bilden. Das Malteserkreuz ist mittels der Welle
Io7 mit einem Zahnrad Io8 verbunden, das ein auf der Welle 110 sitzendes Zahnrad
IO9 antreibt. Damit sind alle Einzelheiten des Getriebes erläutert.
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Die Anordnung arbeitet folgendermaßen: Angenommen die Schalträder
I36 bis I38 und die mit ihnen zusammenhängenden Nockenscheibenblocks befinden sich
in der Ausgangsstellung zu Beginn einer Registrierperiode. Bei Stromentnahme gibt
der Zähler Z mittels des Kontaktgebers 74 Impulse an das Relais 76. Dabei führt
jeweils der Winkelhebel III eine hin und her gehende Bewegung aus, und das Rad I36
wird von der Klinke I38 jeweils um einen Schritt fortgeschaltet. Die Klinken 134
und I35 kommen, wie eingangs erwähnt, mit den Rädern I37, 138 dabei nicht in Eingriff.
Die Teile I68 sind von den Nockenscheibenblocks abgehoben, so daß sich diese also
frei drehen können. Nach
zehn Schaltschritten gelangt die Klinke
I33 in den tieferen Einschnitt I39 des Rades I36. Infolgedessen kommt die Klinke
I34 mit dem Rad I37 in Eingriff und schaltet dieses um einen Schritt fort.
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Das gleiche Spiel wiederholt sich jeweils nach zehn Schaltschritten.
Sind hundert Schaltschritte erreicht, dann gelangt sowohl die Klinke I33 wie die
Klinke I34 je in den zugehörigen tieferen Einschnitt I39, 140, mit der Folge, daß
auch die Klinke 135 mit dem Rad 138 in.Eingriff kommt und es um einen Schritt fortschaltet
usw. D-ie Uhr Ut schiebt währenddessen kontinuierlich mittels der Stachelwalze 73
den Streifen 23 fort.
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Am Ende der Registrierperiode schließt der Nocken 79 vorübergehend
den Schalter 80. Dadurch wird der Motor 84 eingeschaltet und stellt sich nach Abgleiten
der Kurbel 83 von dem einen Kontakt des Schalters 8I über diesen eine Selbsthalterung
her, und zwar für einen vollen Umlauf der Welle 87. Am Ende des Umlaufs öffnet die
Kurbel 83 wieder den Schalter 8I. Da inzwischen der Schalter 80 von dem Nocken 79
freigegeben wurde, ist der Motor 84 wieder abgeschaltet. Die Kurbel 83 ist der Anschaulichkeit
halber um 960 versetzt dargestellt, um zu zeigen, daß sie den Schalter 8I öffnen
kann. Sie ist gegenüber den Nocken 89, 93, 94 usw. um go0 versetzt zu denken, so
daß sie also bei den gezeichneten Nockenstellungen schon von dem Kontakt des Schalters
8I abgeglitten wäre.
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Bei der ersten VierteUrehung der Welle 87 trifft der Nocken 89 auf
die Rolle go und bewegt dadurch den Teil 200 im Sinne des eingezeichneten Pfeils
in die dargestellte Lage. Dadurch werden über den Winkelhebel 20I, die Stange 204
die Teile 207 und 2I2 samt den Stanzstiften I84 um den Abstand benachbarter Löcher
28 gesenkt. Kurz darauf gleitet die Rolle 95 von dem Nocken 94 ab.
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Dadurch wird die Stange IOO im Pfeilsinne in die gezeichnete Stellung
gebracht. Die Gabel 172, I73 wird dabei im Pfeilsinne geschwenkt, und dadurch werden
die Teile 168 an die Nockenwalzenblocks I53 usw., 174 usw. mit ihren Tastfingern
I69, I70 herangebracht und-je nach der Stellung der Nocken die Arme 177 gehoben
oder verharren in ihrer Tiefstellung. Entsprechend werden über die Stangen 180 auch
die Schieber 181 gehoben oder bleiben in ihrer Lage. Die gehobenen Schieber schieben
sich zwischen die Enden der Stanzstifte I84 und den Druckbalken 183. Nunmehr wird
durch das Zahnrad IOI über die Kurbel 102 und die Stange 103 das Kniehebelgebild'e
I94, I96 in die Strecklage gebracht. Dadurch wird der Balken I83 gegen die Stifte
I84 vorgeschoben und der Streifen 23 entsprechend gelocht. Die Kammplatte I87 geht
bei dieser Bewegung mit. Der Rahmen I88 usw. führt um die Achse 192 eine Schwenkbewegung
aus. Die Schieber 181 sind etwas verschieden in ihrer Breite, oder die Stifte 184
sind etwas verschieden in ihrer Länge. Dadurch werden die Löcher in einer bestimmten
Reihenfolge nacheinander gestanzt, so daß sich die zum Stanzen erforderliche Kraft
auf eine bestimmte Wegstrecke des Druckbalkens 183 verteilt. Dadurch wird der Motor
84 erheblich entlastet. Bei der zweiten Vierteldrehung der Welle 87 wird durch den
Nocken 83 die Rolle 95 mit der Stange IOO angehoben. Die Gabel 172, I73 wird entgegen
dem Pfeilsinne geschwenkt. Die Teile 168 werden mit ihren Tastfingern I69, I70 aus
dem Bereich der Rollenblocks entfernt. Inzwischen hat der Triebstock 105 einen Schlitz
des Malteserkreuzes 106 erreicht und dieses um go0 gedreht. Dadurch wurden über
das Zahnrad 108 das Zahnrad IO9 und die Welle IIO einmal umgedreht, weil das Übersetzungsverhältnis
zwischen den Rädern Io8, IO9 I : 4 ist. Durch die Vollumdrehung der Welle 110 werden,
wie eingangs geschildert, sämtliche Rollenblocks in die Ausgangsstellung zurückgebracht.
Bei der dritten Vierteldrehung hat die Rolle go den Nocken 89 verlassen. Dafür ist
der Nocken 89 auf die Rolle 91 getroffen, so daß die Stange 200 entgegen dem Pfeilsinne
bewegt wird. Dadurch werden über die Teile 201, 204 die Teile 207, 211 um den Abstand
zweier Punkte 28 angehoben.
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Inzwischen ist die Rolle 95 von dem Nocken 93 abgeglitten. Die Stange
IOO hat sich wieder im Pfeilsinne gesenkt; dadurch wurden wieder die Teile I68 mit
ihren Tastüngern 169, I70 an die Rollenblocks herangeführt, und jetzt wird zur Kontrolle
die Stellung der Rollenblocks abgetastet.
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Dabei verstellen sich wieder entsprechend die Arme 177 und die Schieber
181. Das Kniehebelgebilde 194, I96, das bei der Weiterdrehung der Kurbel 102 zunächst
nach oben durchgeknickt wurde und schon vor dem Anheben der Teile 207, 212 den Druckbalken
183 zurückgeschoben. und mittels der Kammleiste I87 die Stanzstifte I84 von dem
Streifen 23 entfernt hat, wird nun nach abwärts wieder in die Strecklage gebracht.
Dadurch wird zur Kontrolle die Ausgangsstellung der Rollenblocks auf dem Streifen
23 abgelocht. Sollte wegen irgendeines Fehlers die Ausgangsstellung nicht erreicht
worden sein, so ist dies an der Lochung kenntlich und kann bei der Auswertung des
Lochstreifens berücksichtigt werden. Bei jeder Lochung wird auch mittels der Stanzstifte
215 rechts und links des Streifens je ein Loch 28 gestanzt. Diese Löcher dienen
bei der späteren Auswertung für den genauen Vorschub des Streifens 23.
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Bei der vierten Vierteldrehung wird die Rolle 95 durch den Nocken
94 angehoben. Dadurch werden wieder die Teile I68 aus dem Bereich der Scheibenblocks
entfernt, und schließlich schaltet sich der Motor 84, wie erwähnt, durch Öffnen
des Schalters 8I ab. Zuvor hat noch die Kurbel 102 das Kniehebelgelenk I94, 196
nach unten durchgeknickt und dadurch die Stanzstifte I84, 2I5 von dem Streifen 23
entfernt.
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In der nun folgenden neuen Registrierperiode wiederholen sich die
eben geschilderten Vorgänge, d. h. der Zähler Z schaltet schrittweise die Rollenblocks
wieder weiter.
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Da mit solchen Stanzvorrichtungen in der Regel der Arbeitsdurchgang
für gröBereVerteilerstationen abgelocht wird, entspricht jedes einzelne Loch
einem
erheblichen Geldbetrag. Es ist deshalb notwendig, daß eine solche Vorrichtung sehr
zuverlässig arbeitet. Eine KontroIle für das richtige Arbeiten dieser Vorrichtung
besteht, wie erwähnt, darin, daß auch jeweils die Ausgangsstellung der Rollenblocks
abgelocht wird. Eine zweite Sicherheit wird dadurch erhalten, daß mit Ausnahme der
Federn für die Klinken Federn vermieden sind, so daß alle Teile zwangläufig geführt
werden. Es werden also z. B. die Tastfinger I70 nicht durch Federn gegen einen einzigen
Nockenscheibenblock kraftschlüssig gedrückt, sondern es werden zwei Tastfingerreihen
I69, I70 verwendet, die mit Nockenscheibenblocks positiven und negativen Profils
zusammenarbeiten. Ebenso sind die Nockensteuerungen 92 bis 99 und 88 bis 91 vollkommen
zwangläufig. Die Welle IIO ist während der Registrierperiode durch das Malteserkreuzgetriebe
104 bis Io6 in einer ganz bestimmten Lage gesperrt. Um keine Komplikationen für
den Vorschub des Streifens 23 in Kauf nehmen zu müssen, wird der Streifen kontinuierlich
durch ein Uhrwerk transportiert und dafür zwecks getrennter Ablochung der End- und
der Ausgangsstellung der Rollenblocks die Stanzvorrichtung gehoben und gesenkt.
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Außer durch diese große Sicherheit zeichnet sich das Getriebe noch
dadurch aus, daß die Rollenblocks und die Abtastteile aus lauter flachen, vorzugsweise
gestanzten Teilen schichtartig aufgebaut sind. Man kann sie deswegen in einem verhältnismäßi(g
kleinen Raum aufeinanderpacken. Um das Stanzen der Nockenscheiben I54 usw. zu erleichtern,
kann man sie aus dünneren Blechen stapeln, so daß also beispielsweise jede Nockenscheibe
aus vier gleichen Schnitten besteht. Damit man mit einem kleinen Antriebsmotor auskommen
kann und stärkere Beanspruchungen der einzelnen Getriebeteile vermieden werden,
daß man also überhaupt das ganze Gerät klein bauen kann, werden, wie erwähnt, in
der Stanzvorrichtung die einzelnen Löcher nacheinander gestanzt. Um eine freie Bewegung
der Nockenscheibenblocks zu sichern, werden diese Blocks immer nur vorübergehend
abgetastet. In der übrigen Zeit sind die Tastfinger aus dem Bereich der Nocken entfernt.
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Das erläuterte Schema der Stanzvorrichtung zeigt, daß man mit verhältnismäßig
einfachen, schichtweise angeordneten Getriebeteilen derartige Stanzungen ausführen
kann.
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Im Ausführungsbeispiel werden die zu markierenden Stellen gestanzt.
Man erhält also dadurch gewissermaßen eine Positivmarkierung. Statt dessen könnte
man auch die nicht zu markierenden Stellen stanzen und würde dadurch eine Negativmarkierung
erhalten. Unter Umständen könnte man beide Stanzarten miteinander kombinieren, wenn
es darauf ankommt, nachträglich Fälschungen der Markierungen durch Anbringung zusätzlicher
Stanzlöcher zu verhüten.
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Statt dessen kann man auch gleichzeitig zwei oder mehrere Streifen
lochen, die dabei in zwei oder mehreren Lagen durch die Stanze geführt werden, und
es können dann der Verbraucher und sein Kontrahent je einen Streifen erhalten.
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Es empfiehlt sich, der Markiervorrichtung eine von dem zu überwachenden
Netz unabhängige Energiequelle zu geben, damit nicht beim vorübergehenden Ausfall
der Netzspannung die Registrierung unterbleibt. Unter Umständen genügt es beim Vorhandensein
der Netzspannung, die Registrierung aus dem Netz zu speisen und nur so viel Energie
zu speichern, daß beim Ausfall der Netzspannung der letzte Periodenwert noch gestanzt
wird und ein zeitgerechter Vorschub der Registrierbahn gewährleistet ist.