DE1261784B - Vorrichtung mit Fernausloesung zur Abfrage des Zaehlerstandes von Elektrizitaets-, Telephongespraechs-, Impulszaehlern u. dgl. und UEbertragen desselben auf eine Karte - Google Patents
Vorrichtung mit Fernausloesung zur Abfrage des Zaehlerstandes von Elektrizitaets-, Telephongespraechs-, Impulszaehlern u. dgl. und UEbertragen desselben auf eine KarteInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES "Wj^f^ PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
G06m
G08b;G08d
Deutsche Kl.: 74b-9
Deutsche Kl.: 74b-9
Nummer: 1261784
Aktenzeichen: E 20540IX d/74 b
Anmeldetag: 2. Februar 1961
Auslegetag: 22. Februar 1968
Der Zählerstand von Elektrizitäts-, Telephongesprächs-, Impulszählern u. dgl. wird im allgemeinen
periodisch, meistens einmal pro Monat, durch einen Beamten abgelesen und in ein Buch oder eine Liste
eingetragen. Es gibt kleine Elektrizitätswerke, bei welchen der Beamte an Hand des abgelesenen Zählerstandes
den geschuldeten Betrag mittels Tabellen berechnet und unter Umständen direkt einkassiert. In
den meisten Fällen werden jedoch die Bücher oder Listen mit den Ablesungen an die Verwaltung des
Werkes weitergeleitet, welche die Auswertung besorgt, die Rechnungen ausstellt und diese an die Verbraucher
versendet. Diese Arbeitsweise erfordert viel Zeit und Personal. Außerdem ergibt sich sehr viel
Leerlauf arbeit, da der Ablesebeamte häufig verschlossene Haus- und Wohnungstüren trifft und keine
Möglichkeit hat, den im Hausgang oder in der Wohnung angebrachten Zähler abzulesen, so daß er den
Gang ein oder mehrmals wiederholen muß.
Zur Vermeidung dieser umständlichen Arbeitsweise sind bereits Vorrichtungen mit Fernauslösung zur
Abfrage des Zählerstandes von Elektrizitäts-, Telephongesprächs-, Impulszählern u. dgl. und Übertragen
desselben auf einen Lochstreifen oder eine Zählkarte bekannt, welche aus einem Impulszählwerk mit
Schaltrelais, einer motorgetriebenen Steuerwelle mit Nocken- und Steuerscheiben, durch die die Wertaufzeichnungen
mittels einer entsprechend der Wertanzeigeglieder eingestellten Lochstanze erfolgen, und
einer Schaltanordnung bestehen, die so getroffen ist, daß auch nach Aufhören des Aufzeichnungsfernsteuerimpulses
der eingeleitete Vorgang bis zum Ende abläuft. Bei diesen bekannten Vorrichtungen wird
durch ein Zeitelement (z. B. Uhr oder elektrischer Synchronmotor) oder von Hand in gewissen Zeitabständen
mittels eines Kommandoschalters der Fernsteuerimpuls erteilt. Der Erfindung liegt die Aufgabe
zugrunde, bei einer derartigen Vorrichtung Maßnahmen zu treffen, die eine zwischenzeitliche Registrierung
des Zählerstandes eines bestimmten Zählers ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Stromkreis des die Steuerwelle antreibenden
Elektromotors verzweigt ist und im einen seiner Zweige ein an sich bekannter, in der Werkverwaltung
angeordneter, allen Zählern des Netzes oder einem Teil derselben gemeinsamer Kommandoschalter
und ein Zählrelais, welches in an sich bekannter Weise eine die Ordnungsnummer des Abnahmevorganges
auf die Zählkarte übertragendes Zählrad bei Eingang eines Kommandoimpulses um einen Schritt fortschaltet, angeordnet ist, während im
Vorrichtung mit Fernauslösung zur Abfrage
des Zählerstandes von Elektrizitäts-,
Telephongesprächs-, Impulszählern u. dgl.
und Übertragen desselben auf eine Karte
des Zählerstandes von Elektrizitäts-,
Telephongesprächs-, Impulszählern u. dgl.
und Übertragen desselben auf eine Karte
Anmelder:
Elektrizitätswerke des Kantons Zürich,
Zürich (Schweiz)
Vertreter:
Dipl.-Ing. F. Eideneier, Patentanwalt,
7000 Stuttgart, Neckarstr. 50
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Elektro-Ing. Hans Wüger, Kilchberg;
Dipl.-Elektrotechniker Victor Huber,
Affoltern (Schweiz)
Dipl.-Elektro-Ing. Hans Wüger, Kilchberg;
Dipl.-Elektrotechniker Victor Huber,
Affoltern (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 16. Februar 1960 (1749)
anderen Zweig des genannten Stromkreises ein Handauslöseschalter vorgesehen ist, mit dem der Stromkreis
des die Steuerwelle antreibenden Elektromotors bei Bedarf unter Umgehung des Kommandoschalters
und des Zählrelais schließbar ist.
Ein großer Vorteil dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, daß gleichzeitig mit dem
Zählerstand die Ordnungsnummer der Zählerstandsabnahme mit auf die Zählkarte übertragen wird,
welche nur dann um eine Einheit weitergeschaltet wird, wenn der turnusgemäße Zählerstandsabfragevorgang
mittels des Kommandoschalters eingeleitet wird. Wenn infolge besonderer Umstände, insbesondere
z. B. bei einem Wohnungswechsel, eine Zählerstandsabfrage außer dem normalen Turnus mittels
des Handauslöseschalters eingeleitet wird, bleibt die Ordnungnummer unverändert. Dies erleichtert die
Auswertung der Zählkarten und die Rechnungsstellung.
Gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgegenstandes ist auf der vom Elektromotor angetriebenen
Steuerwelle nebst der bekannten, das Schließen des Stromkreises des Elektromotors nach Betätigung
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des Kommandoschalters bewirkenden Steuerscheibe und der ebenfalls bekannten, die Übertragung des
Zählerstandes auf die Zählkarte bewirkenden Nokkenscheibe eine weitere Nockenscheibe angeordnet,
welche einen schwenkbar gelagerten Bügel während des Abfragens des Zählerstandes in an sich bekannter
Weise zwecks Blockierung der Dezimalstellenräder des Zählwerkes in in diesen vorgesehene Ausnehmungen
einschwenkt.
einem Kontakt 11a verbunden ist. Mit diesem Kontakt 11 β wirkt ein beweglicher Kontakt 11 & zusammen,
welcher einen Nocken besitzt, der am Umfang der Steuerscheibe 11 federnd anliegt. Die Steuerscheibe
11 besitzt an einer Stelle ihres Umfangs eine Lücke 11 c, in welche der Nocken des Kontakts 11 &
einfallen kann. Wenn der Nocken des Kontakts 11 b
in diese Lücke lic eingefallen ist, ist der Kontakt 11b vom Kontakt lla abgehoben, d. h., der Strom-
Es wird dadurch erreicht, daß die Dezimalziffern io kreis ist hier unterbrochen. Der Kontakt 11 & ist mit
der Dezimalstellenräder des Zählwerkes genau auf- einem Verzweigungspunkt 17 verbunden, an welchen
einander ausgerichtet werden und sich während der die andere Klemme des Synchronmotors 8 angekurzen
Dauer des Übertragungsvorganges nicht be- schlossen ist. An eine weitere Klemme 18 ist ein
wegen können. Dies ist möglich, weil das Schalt- Leiterin/ angeschlossen, über welchen der Vorrichrelais
des Impulszählwerkes erst bei seinem Abfallen 15 tung Kommandos in Form von Stromimpulsen zum
fortschaltet und somit einen Impuls speichern kann. Abfragen des Zählerstandes erteilt werden und wel-Damit
wird eine einwandfreie Übertragung des Zäh- eher zu diesem Zweck mittels eines beispielsweise in
lerstandes auf die Zählkarte erreicht. der Werkverwaltung angeordneten Kommandoschal-
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel des ters KS kurzzeitig mit dem Phasenleiter Ph verbunden
Erfindungsgegenstandes eine Vorrichtung mit Fern- zo werden kann. Dieser kurze Auslöseimpuls kann z. B.
auslösung zur Abfrage des Zählerstandes und Über- durch eine Netzkommandoanlage gegeben werden,
tragen desselben auf eine Zählkarte für einen elek- Von der Klemme 18 führt ein Leiter über ein weitrischen
Stromzähler für Hochtarif- und Niedertarif- teres Zählrelais 19, welches über ein nicht dargestrom
dargestellt. Es zeigt stelltes Schaltwerk ein Zählrad 20 antreibt, zu einem
Fig. 1 das Stromkreisbild dieser Vorrichtung unter 25 Verzweigungspunkt 21, an welchen das mit der
Weglassung der mechanisch den Abnahme- und Klemme 13 und damit dem Nulleiter 0 verbundene
Halterelais 16 angeschlossen ist und welcher durch einen Leiter mit dem Verzweigungspunkt 17 verbunden
ist. Der Abzweigpunkt 15 ist mit dem Verzweigungspunkt 17 durch einen Leiter verbunden,
welcher durch einen Handauslöseschalter 22 unterbrochen ist.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich, sind die beiden als Dezimalzählwerke ausgebildeten Zählwerke 6 und 7,
sitzt zwei Zählrelais 1 und 2 (Fig. 1) welche einer- 35 von welchen in Fig. 2 nur das Zählwerk 6 sichtbar
seits an eine Klemme 3 bzw. an eine Klemme 4 und . ist, koaxial angeordnet, sind aber in der erwähnten
andererseits an ein und dieselbe Klemme 5 (vgl. auch Weise unabhängig voneinander angetrieben. Ihre
F i g. 2) angeschlossen sind. Diese beiden Zählrelais 1 Dezimalstellenräder weisen Übertragungsorgane, die
und 2 treiben je über ein nicht dargestelltes Schalt- im dargestellten Fall durch Stanzstifte gebildet sind,
werk je ein Zählwerk 6 bzw. 7 an. Die Zählrelais 1 40 auf, welche in bekannter Weise in verschlüsselter
und 2 erhalten über die Klemme 3 bzw. 4 Strom- Form die Zahlen 0 bis 9 darstellen. Unterhalb dieser
impulse vom eigentlichen, nicht dargestellten Zähler. Zählwerke 6 und 7 ist am Chassis der Vorrichtung
Bei jedem Stromimpuls ziehen die Zählrelais 1 und 2 eine Leiste 23 fest angeordnet, welche Stanzstifte
an, und wenn der Stromimpuls abgeklungen ist, fallen trägt, die in der gleichen Weise verschlüsselt die
sie ab, wobei sie dann das ihnen zugeordnete Zähl- 45 Abonnentennummer und gegebenenfalls weitere, den
Übertragungsvorgang bewirkenden Teile,
F i g. 2 eine schaubildliche Darstellung dieser Vorrichtung bei abgenommenem Gehäusedeckel und teilweise
weggeschnittener Stanzplatte und Zählkarte.
Die dargestellte Vorrichtung mit Fernauslösung zur Abfrage des Zählerstandes und Übertragen desselben
auf eine Zählkarte für einen elektrischen Stromzähler für Hochtarif- und Niedertarifstrom be-
werk 6 bzw. 7 um eine Einheit weiterschalten. Die Zählwerke 6 und 7 werden also in bekannter Weise
nicht beim Anziehen der Zählrelais 1 und 2, sondern bei deren Abfallen angetrieben. Das Zählrelais 1 und
Abonnenten betreffende Angaben darstellen. Das Zählrad 20 trägt in Klarschrift die Zahlen 1 bis 12,
entsprechend den monatlichen Zählerstandsabnahmen. An einer Lagerleiste 24 ist auf einer Achse eine
das ihm zugeordnete Zählwerk 6 sind beispielsweise 50 Platte 25 schwenkbar gelagert, in welche eine Stanz-
zum Zählen von Hochtarifstrom und das Zählwerk 7 matrize 26 für die Stanzstifte der beiden Zählwerke 6
und das dieses antreibende Zählrelais 2 zum Zählen und 7 und eine Stanzmatrize 27 für die Stanzstifte
von Niedertarifstrom bestimmt. der Leiste 23 eingesetzt sind. Die Platte 25 besitzt an
Die dargestellte Vorrichtung besitzt ferner einen ihrem von der Achse abgewandten Teil einen Nocken
Synchronmotor^, welcher über ein Untersetzungs- 55 25a, welcher auf der Nockenscheibe 12 gleitet und
getriebe 9 (Fig. 2) eine Steuerwelle 10 (Fig. 1) an- welcher durch eine Feder 28, deren Vorspannung
treibt, auf welcher eine Steuerscheibe 11, eine Nokkenscheibe 12 (F i g. 2) und eine weitere, in der
Zeichnung nicht dargestellte Nockenscheibe sitzen.
Zeichnung nicht dargestellte Nockenscheibe sitzen.
mittels einer Schraube 28' reguliert werden kann, an diese Nockenscheibe 12 angedrückt ist. Die Nockenscheibe^
besitzt eine Spiralauflauffläche 12 a, an
Zum Anschluß des Synchronmotors 8 an ein Strom- 60 deren Ende eine, radiale Abfallfläche 126 anschließt,
netz mit dem Nulleiter 0 und dem Phasenleiter Ph Die Vorrichtung besitzt ferner einen schwenkbar gedienen
zwei Klemmen 13 und 14. Die Klemme 13, lagerten Bügel 29 zum Fixieren der Dezimalstellenan
welche der Nulleiter 0 angeschlossen ist, ist direkt
mit der einen Klemme des Synchronmotors 8 ver-
mit der einen Klemme des Synchronmotors 8 ver-
räder der Zählwerke 6 und 7, welcher durch die bereits erwähnte, in der Zeichnung nicht dargestellte,
bunden. Von der Klemme 14, an welche der Phasen- 65 auf der Steuerwelle 10 sitzende Nockenscheibe geleiter
Ph angeschlossen ist, führt ein Leiter über einen steuert wird und welcher vor dem durch die Nocken-Abzweigpunkt
15 zum einen Kontakt 16a eines scheibe 12 ausgelösten Stanzvorgang in zwischen den
Halterelais 16, dessen anderer
eines Kontakt 166 mit
Ziffernstellen der Dezimalstellenräder der Zähl-
werke 6 und 7 vorgesehene Schlitze 6 a einfallen kann und so diese Dezimalstellenräder während des
Stanzvorganges feststellt. Am Chassis der Vorrichtung sind oberhalb der Zählwerke 6 und 7 zwei
Stanzstifte 30 vorgesehen, welche in eine Zählkarte 31, die in F i g. 2 zum Teil weggeschnitten gezeichnet
ist, zwei Markierlöcher stanzt, die es erlauben, Lageunregelmäßigkeiten der Zählkarte zu korrigieren.
Im Ruhezustand der Vorrichtung ist das Halterelais 16 (F i g. 1) spannungslos und deshalb abgefallen,
so daß der Stromkreis des Synchronmotors 8 zwischen den Kontakten 16 a und 16 b unterbrochen
ist. Die Steuerscheibe 11 befindet sich in einer solchen Stellung, daß der Nocken des Kontakts 11 b in ihre
Lücke 11 c eingreift; der Stromkreis ist somit auch zwischen den Kontakten 11 α und 11 b unterbrochen.
Die Nockenscheibe 12 (F i g. 2) befindet sich in einer solchen Stellung, daß der Nocken 25 a nahe ihrem
höchsten Punkt, d. h. kurz vor der Abfallfläche 12 b,
auf ihrer Auflauffläche 12 a aufliegt. Der Bügel 29 ist von den Zählwerken 6 und 7 weggeschwenkt und
behindert die Drehung der Dezimalstellenräder nicht. Der Synchronmotor 8 und damit auch die Steuerwelle
10 drehen sich nicht. Dagegen funktionieren die Zählwerke6 und 7 (Fig. 1) nach Maßgabe des
jeweiligen Stromverbrauchs entsprechend den Stromimpulsen, welche die Zählrelais 1 und 2 vom eigentlichen
Zähler erhalten. Die Platte25 (Fig. 2) befindet sich, entsprechend der erwähnten Stellung der
Nockenscheibe 12, in von den Zählwerken 6 und 7 sowie der Leiste 23 weggeschwenkter Stellung; sie
behindert somit die Drehung der Dezimalstellenräder der Zählwerke 6 und 7 nicht. Die Zählkarte 31 wird
zwischen die Platte 25 und an dieser angeordnete, in F i g. 2 nicht dargestellte Ausziehbügel geschoben.
Soll nun der Zählerstand am Ende einer Abrechnungsperiode abgenommen werden, wird der Kommandoschalter
KS (F i g. 1) kurzzeitig geschlossen. Dies bewirkt, daß der Leiter Kl für kurze Zeit mit
dem Phasenleiter Ph verbunden wird, und dies hat zur Folge, daß das Zählrelais 19 anzieht und beim
nachfolgenden Abfallen das Zählrad 20 um eine Einheit weiterschaltet. Gleichzeitig wird der Stromkreis
des Synchronmotors 8 über den Verzweigungspunkt 21 und den Verzweigungspunkt 17 geschlos-
sen. Der Synchronmotor 8 beginnt sich zu drehen und über das Untersetzungsgetriebe 9 (Fig. 2) die
Steuerwelle 10 (F i g. 1) anzutreiben. Ferner erhält das Halterelais 16 Spannung und zieht an. Bei der
Drehung der Steuerwelle 10 wird der Nocken des Kontakts 11 & sofort aus der Lücke lic der Steuerscheibe
11 herausgedrückt, was bewirkt, daß der Kontakt 11 b mit dem Kontakt Ua in Berührung
gebracht wird. Wenn nun der Komandoschalter KS wieder geöffnet wird, bleibt der Stromkreis des Synchronmotors
8 und das Halterelais 16 weiter über die Klemme 14 des Phasenleiters Ph, die Kontakte
16a und 16b des Halterelais 16, die Kontaktella
und Ub, den Verzweigungspunkt 17 und den Verzweigungspunkt 21 geschlossen. Die Steuerwelle 10
wird somit ununterbrochen weiter angetrieben. Bereits nach einer geringen Drehung der Steuerwelle 10 bewirkt
die auf dieser sitzende, in der Zeichnung nicht dargestellte Nockenscheibe das Einschwenken des
Bügels 29 (Fig. 2) in die Schlitze 6a der Dezimal-Stellenräder
der Zählwerke 6 und 7, wodurch diese Dezimalstellenräder genau ausgerichtet und fixiert
werden. Nach einer geringen Weiterdrehung der Steuerwelle 10 gelangt die radiale Abfallfläche 126
der Nockenscheibe 12 zum Nocken 25 a der Platte 25, worauf die Platte 25 unter der Wirkung der Feder
28 schlagartig gegen die Zählwerke 6 und 7, die Leiste 23 mit ihren Stanzstiften und das Zählrad 20
geklappt wird. Dabei stanzen die Stanzstifte 30 die Markierlöcher, die Stanzstifte der Dezimalstellenräder
der Zählwerke 6 und 7 den jeweiligen Zählerstand und die Stanzstifte der Leiste 23 die Abonnentennummer
sowie weitere Angaben in verschlüsselter Form in die Zählkarte 31, während gleichzeitig
durch das Zählrad 20 die Ordnungsnummer der Abnahmeperiode auf diese Zählkarte 31 aufgedruckt
wird. Da die Steuerwelle 10 sich weiterdreht, wird die Platte 25 sofort nach ihrem Anschlag durch die
Nockenscheibe 12 allmählich wieder von den Zählwerken 6 und 7 und der Leiste 23 weggeschwenkt,
wobei die Zählkarte 31 von den Stanzstiften abgezogen wird. Ebenso wird der Bügel 29 wieder außer
Eingriff mit den Dezimalstellenrädern der Zählwerke 6 und 7 gebracht. Hat die Steuerwelle 10 eine
Umdrehung vollendet, so ist die Lücke lic (Fig. 1)
der Steuerscheibe 11 wieder vor den Nocken des Kontakts 11 b gelangt, und dieser fällt wieder in
diese Lücke 11 c ein, was bewirkt, daß der Stromkreis des Synchronmotors 8 wie auch des Halterelais
16 zwischen den Kontakten lla und 11 & unterbrochen
wird. Da auch der Kommandoschalter KS schon vorher wieder geöffnet wurde, wird der Synchronmotor
8 und damit auch die Steuerwelle 10 stillgesetzt. Die Ausgangsstellung ist damit wieder
erreicht. Die Zählkarte 31 kann nun der Vorrichtung entnommen und durch eine neue Zählkarte 31 ersetzt
werden.
Während des Abnahmevorganges können die eigentlichen Zähler, welche den Zählrelais 1 und 2
die Zählimpulse übermitteln, entsprechend dem jeweiligen Stromverbrauch ungestört weiterlaufen, obwohl
die Dezimalstellenräder der Zählwerke 6 und 7 blockiert sind. Da nämlich diese Zählwerke 6 und 7
erst beim Abfallen der Zählrelais 1 und 2 weitergeschaltet werden, können die Zählrelais 1 und 2 jeweils
einen Zählimpuls speichern, der sich dann erst auf die Zählwerke 6 und 7 auswirkt, wenn der Bügel
29 (F i g. 2) die Dezimalstellenräder derselben wieder freigegeben hat und die Platte 25 wieder von den
Zählwerken 6 und 7 weggeschwenkt ist.
Soll aus irgendwelchen Gründen, beispielsweise bei einem Wohnungswechsel des Abonnenten, bei
Störungen im Stromnetz oder in der Hausinstallation, eine Zwischenablesung des Zählerstandes vorgenommen
werden, wird der an der Vorrichtung vorgesehene Handauslöseschalter 22, welcher sich im
normalen Betrieb in offener Stellung befindet, geschlossen. Der Synchronmotor 8 erhält dadurch vom
Phasenleiter Ph (F i g. 1) über die Klemme 14, den Abzweigungspunkt 15, den Handauslöseschalter 22
und den Verzweigungspunkt 17 Strom, und es wickelt sich dann der gleiche Vorgang, wie vorstehend beschrieben,
ab, mit dem Unterschied, daß das Zählrelais 19 keine Spannung erhält und also nicht anzieht
und somit das Zählrad 20 nicht weiterschaltet. Solche Zwischenablesungen des Zählerstandes bewirken
somit keine Änderung der Ordnungsnummer der monatlichen Zählerstandsabfragen.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel der Vorrichtung sind zwei Zählwerke 6 und 7 vorgesehen.
Für gewisse Zwecke kann aber auch eine Vorrich-
tung mit nur einem Zählwerk genügen, oder es können, je nach Bedarf, mehr als zwei unabhängig voneinander
angetriebene Zählwerke vorgesehen sein.
Claims (2)
1. Vorrichtung mit Fernauslösung zur Abfrage des Zählerstandes von Elektrizitäts-, Telephongesprächs-, Impulszählern u. dgl. und Übertragen
desselben auf eine Karte, bestehend aus mindestens einem Impulszählwerk mit einem erst
bei seinem Abfallen fortschaltenden Zählrelais, einer motorgetriebenen Steuerwelle mit Noclcen-
und Steuerscheiben, durch die die Wertaufzeichnungen mittels entsprechend der Wertanzeigeglieder
eingestellten Stanzwerks erfolgen, und einer Schaltanordnung, die so getroffen ist, daß auch
nach Aufhören des Aufzeichnungsfernsteuerimpulses der eingeleitete Vorgang bis zum Ende
abläuft, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis des die Steuerwelle (10) antreibenden
Elektromotors (8) verzweigt ist und im einen seiner Zweige ein an sich bekannter, in der
Werkverwaltung angeordneter, allen Zählern des Netzes oder einem Teil derselben gemeinsamer
Kommandoschalter (KS) und ein Zählrelais (19), welches in an sich bekannter Weise eine die
Ordnungsnummer des Abnahmevorganges auf die Zählkarte (31) übertragendes Zählrad (20) bei
Eingang ernes Kommandoimpulses um einen Schritt fortschaltet, angeordnet ist, während im
anderen Zweig des genannten Stromkreises ein Handauslöseschalter (22) vorgesehen ist, mit dem
der Stromkreis des die Steuerwelle (10) antreibenden Elektromotors (8) bei Bedarf unter Umgehung
des Kommandoschalters (KS) und des Zählrelais (19) schließbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch I5 dadurch gekennzeichnet,
daß auf der vom Elektromotor (8) angetriebenen Steuerwelle (10) nebst der bekannten,
das Schließen des Stromkreises des Elektromotors (8) nach Betätigung des Kommandoschalters
(KS) bewirkenden Steuerscheibe (11) und der ebenfalls bekannten, die Übertragung
des Zählerstandes auf die Zählkarte (31) bewirkenden Nockenscheibe (12) eine weitere
Nockenscheibe angeordnet ist, welche einen schwenkbar gelagerten Bügel (29) während des
Abnehmens des Zählerstandes in an sich bekannter Weise zwecks Blockierung der Dezimalstellenräder
des Zählwerkes (6,7) in in diesen vorgesehene Ausnehmungen einschwenkt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 265 930, 733 603,
Deutsche Patentschriften Nr. 265 930, 733 603,
258, 922 917;
österreichische Patentschriften Nr. 126 246,
389 200 354·
USA.-Patentschriften Nr. 1110 643, 2 880 800,
USA.-Patentschriften Nr. 1110 643, 2 880 800,
2 922 687.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 509/204 2.68 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1261784X | 1960-02-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1261784B true DE1261784B (de) | 1968-02-22 |
Family
ID=4565023
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE20540A Pending DE1261784B (de) | 1960-02-16 | 1961-02-02 | Vorrichtung mit Fernausloesung zur Abfrage des Zaehlerstandes von Elektrizitaets-, Telephongespraechs-, Impulszaehlern u. dgl. und UEbertragen desselben auf eine Karte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1261784B (de) |
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| CH378197A (de) | Vorrichtung mit Fernauslösung zum Empfang des Zählerstandes insbesondere von Elektrizitäts-, Telephongesprächs- oder Impulszählern und zum Übertragen desselben auf eine Karte | |
| DE199799C (de) | ||
| DE391468C (de) | Tabelliermaschine |