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DE922163C - Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form nicht zusammenbackender Kristalle - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form nicht zusammenbackender Kristalle

Info

Publication number
DE922163C
DE922163C DEB20526A DEB0020526A DE922163C DE 922163 C DE922163 C DE 922163C DE B20526 A DEB20526 A DE B20526A DE B0020526 A DEB0020526 A DE B0020526A DE 922163 C DE922163 C DE 922163C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ammonium chloride
crystals
caking
pectin
crystal mass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB20526A
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Dr Philippi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DEB20526A priority Critical patent/DE922163C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE922163C publication Critical patent/DE922163C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J2/00Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • B01J2/30Processes or devices for granulating materials, e.g. fertilisers in general; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic using agents to prevent the granules sticking together; Rendering particulate materials free flowing in general, e.g. making them hydrophobic
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/16Halides of ammonium
    • C01C1/164Ammonium chloride

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form nicht zusammenbackender Kristalle Bei der Kristallisation von Ammonchlorid aus seinen wäßrigen Lösungen wird ein Salz erhalten, das infolge seiner traubig verzweigten Kristallform sehr leicht zusammenbackt und dabei harte Massen bildet, wodurch seine Verwendungsfähigkeit stark beeinträchtigt wird. Es ist bekannt, daß das Salz in leicht rieselnder, nicht zusammenbacken der Beschaffenheit gewonnen werden kann, wenn die Kristallisation in Gegenwart von Pektinen oder Stoffen pektinartiger Natur vorgenommen wird. Diese Wirkung beruht, wie eine Untersuchung des Salzes zeigt, darauf, daß durch die Gegenwart von Pektinstoffen das Ammonchlorid in einer völlig andersartigen, würfelförmigen Kristallform erhalten wird. überraschenderweise wurde nun gefunden, daß auch bereits fertiggebildete feine Ammonchloridkristalle, die stark zum Zusammenbacken und Erhärten neigen, nachträglich in nicht backenden Zustand übergeführt werden können, wenn man der Kristallmasse Pektinstoffe einverleibt. Es genügt dazu, die Kristallmasse mit einer wäßrigen Lösung von Pektinstoffen zu bedüsen. Dies kann beispielsweise in einer Filtervorrichtung erfolgen oder auch, nachdem das Salz aus der Filtervorrichtung aus getragen worden ist. Die Kristallmasse kann aber auch in einer mit Ammonchlorid gesättigten pektinstoffhaltigen Lösung angemaischt und hierauf, z. B. durch Schleudern, von der Lösung getrennt werden. Die Pektinstoffe können der zu behandelnden Kristallmasse in reiner Form zugesetzt werden oder als unreine Lösungen zur Anwendung kommen, wie sie durch schwaches Kochen von Rübenschnitzeln, Melasse, Obstschalen oder holzähnlichen Stoffen mit 0,5- bis I°/oiger Salzsäure, schwachem Ammoniakwasser, schwacher Alkalilauge oder Ammonchloridlösung entstehen.
  • Die Kristallmasse wird erforderlichenfalls anschließend an die Behandlung mit den Pektinstoffen getrocknet. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, das Einbringen der Pektinstoffe und die Trocknung oder nur eine dieser Maßnahmen unter Bewegung der Einzelkristalle, z. B. in einer Drehtrommel, vorzunehmen. Dadurch wird eine gleichmäßige Überführung der einzelnen Kriställchen in körnige, nicht mehr zusammenbackende Gebilde erreicht.
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Lagerbeständigkei.t von Salzen sind bereits in großer Zahl vorgeschlagen worden. Diese Maßnahmen sind in den meisten Fällen spezifisch für die jeweils zu verbessernden Salze oder die dafür verwendeten Zusatzstoffe wie auch hinsichtlich der dabei angewandten Methode. Beispielsweise ist es bekannt, die Lagerbeständigkeit von ammonnitrathaltigen Düngemitteln dadurch günstig zu beeinflussen, daß man diese Düngemittel mit einem Eisenhydroxydsol vermischt. Eine Verbesserung der Lagerbeständig keit wird dabei nur erreicht, wenn die Eisenhydroxydsole den festen Düngesalzen zugemischt werden, nicht aber, wenn man sie zu den Ammonnitrat enthaltenden Lösungen gibt, aus denen die Düngesialze durch Kristallisation gewonnen werden.
  • Es besteht also keineswegs die Regel, daß Zusatzstoffe, die bei der Entstehung fester Salze deren Eigenschaften günstig beeinflussen, durch Vermischen mit den festen Salzen selbst ebenfalls eine entsprechende Wirkung hervorrufen, oder umgekehrt. Dementsprechend bezieht sich die vorliegende Erfindung speziell auf die Verbesserung der Lagerbeständigkeit von Ammonchlorid durch Zusatz von Pektinstoffen zu bereits kristallisiertem, gewöhnlichem, also zum Zusammenbacken neigendem Salz. Daß Pektinstoffe auch bei dieser Anwendungsweise die geschilderte Wirkung haben, war nicht vorauszusehen.
  • B e i 5 p i e 1 Etwa I2,5 kg getrocknete Rübeuschnitzel werden in 0,5- bis IO/oiger Salzsäure etwa 1/2 bis 3/4 Stunden lang unter öfterem Rühren schwach gekocht. Die so erhaltene Masse wird in einer Kelter ausgepreßt.
  • Der Extrakt dieser I2,5 kg Schnitzel wird mit heißem Wasser auf etwa 3 cbm verdünnt, schwach ammonialçalisch gemacht und heiß durch eine Filterpresse filtriert. Mit 201 dieser pektinstoffhaltigen Lösung, die den Extrakt von 0,083 kg Rübenschnitzeln enthält, werden 550 kg Ammonchloridkristalle in einer Zentrifuge bedüst, in der sie zuvor von ihrer Mutterlauge abgeschleudert worden sind. Nach dem Trodoenschleudern wird das Salz in einem Trommelofen bei Ion'0' getrocknet.
  • Als besonderer Vorteil zeigt sich hierbei schon, daß das Produkt, im Gegensatz zu einem Salz, das mit Wasser ohne Pektinstoffgehalt gedeckt ist, beim Trocknen an den Wandungen der Trockentrommel nicht anbackt und die Trommel in rieseligem Zustand verläßt. Das Deckwasser kann wiederholt verwendet werden, so daß nur der an dem Salz haftengebliebene Teil an Pektinstoffen ergänzt zu werden braucht. Das getrocknete Salz ist von lockerer, feiner Beschaffenheit und backt auch bei längerem Lagern kaum zusammen.
  • PATENTANSPROCHE: I. Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form nicht zusammenbackender Kristalle unter Verwendung von Pektinen oder Stoffen pektinartiger Natur, dadurch gekennzeichnet, daß man der zum Zusammenbacken neigenden Kristallmasse geringe Mengen Pektinstoffe einverleibt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man die Pektinstoffe als wäßrige Lösung in die Kristallmasse einbringt und die Masse trocknet.
    3. Verfahren nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Behandlung der Kristallmasse mit der wäßrigen Pektinlösung und die Trocknung der Kristallmasse oder nur eine dieser Maßnahmen unter Bewegung der Einzelkristalle vornimmt.
    Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 670 506, 699 994, 706 563.
DEB20526A 1952-05-24 1952-05-24 Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form nicht zusammenbackender Kristalle Expired DE922163C (de)

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DEB20526A DE922163C (de) 1952-05-24 1952-05-24 Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form nicht zusammenbackender Kristalle

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DEB20526A DE922163C (de) 1952-05-24 1952-05-24 Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form nicht zusammenbackender Kristalle

Publications (1)

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DE922163C true DE922163C (de) 1955-01-10

Family

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DEB20526A Expired DE922163C (de) 1952-05-24 1952-05-24 Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form nicht zusammenbackender Kristalle

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DE (1) DE922163C (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE670506C (de) * 1932-01-12 1939-01-19 Hans Grah Verfahren zur Erhaltung der Streufaehigkeit und Lagerbestaendigkeit von Duengesalzen, insbesondere ammonnitrathaltigen Duengesalzen
DE699994C (de) * 1936-03-07 1940-12-11 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form kleiner, leicht rieselnder, nicht zusammenbackender Kristalle aus waesserigen Loesungen
DE706563C (de) * 1932-11-30 1941-05-29 Gewerk Victor Chem Werke Verfahren zur Erhaltung der Streufaehigkeit und Lagerbestaendigkeit von Duengesalzen

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE670506C (de) * 1932-01-12 1939-01-19 Hans Grah Verfahren zur Erhaltung der Streufaehigkeit und Lagerbestaendigkeit von Duengesalzen, insbesondere ammonnitrathaltigen Duengesalzen
DE706563C (de) * 1932-11-30 1941-05-29 Gewerk Victor Chem Werke Verfahren zur Erhaltung der Streufaehigkeit und Lagerbestaendigkeit von Duengesalzen
DE699994C (de) * 1936-03-07 1940-12-11 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Gewinnung von Ammonchlorid in Form kleiner, leicht rieselnder, nicht zusammenbackender Kristalle aus waesserigen Loesungen

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