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Einrichtung zur selbsttätigen Reglung des Luftpolsters in Druckkesseln,
insbesondere für Uldruckkessel mit hohem Betriebsdruck In automatischen Versorgungsanlagen
für Wasser mit niedrigem oder hohem Druck und noch mehr in Druckölversorgungsanlagen
können erfahrungsgemäß Störungen dadurch auftreten, daß in dem als Speicher eingebauten
Druckkessel das über dem Flüssigkeitsspiegel stehende Luftpolster nach und nach
kleiner wird. Es wird deshalb für einen wirtschaftlichen Betrieb einer solchen Anlage
eine möglichst einfache und selbsttätige Nachfüllung des Luftpolsters verlangt.
Es sind bereits Einrichtungen zur selbsttätigen Reglung des Luftpolsters in den
Druckkesseln solcher Anlagen vorgeschlagen worden, die der betriebsmäßigen Verminderung
des Luftpolsters wirksam entgegenarbeiten und selbsttätig das zu klein gewordene
Luftpolster im Druckkessel der Anlage immer wieder auf einen gewünschten normalen
Wert erweitern. Für die in Wasserversorgungsanlagen vorliegenden Verhältnisse und
auch in Druckölanlagen mit niedrigen und mittleren Drücken sind diese Einrichtungen
durchaus brauchbar, erfüllen aber in Anlagen mit höherem Betriebsdruck ihren Zweck
nicht mehr zur vollen Zufriedenheit.
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Die Umsteuerung der Einrichtung vom Füllen des Reglergehäuses zum
Entleeren wird in jenen Anlagen durch schwimmerbetätigte Ventile bewirkt; dabei
ist aber nicht zu vermeiden, daß im Augenblick des Anhebens der Schwimmerstange,
wodurch das Entleerungsventil geöffnet wird, noch ein gewisser Restluftraum (schädlicher
Raum) im Reglergehäuse vorhanden ist, der annähernd unter dem jeweiligen Druck des
Druckkessels steht. Andererseits ist bei der Verdichtung der beim Entleeren in das
Reglergehäuse gesaugten Luft das Boyle Mariottesche Gesetz maßgebend; bei Anlagen
mit höherem Betriebsdruck wird also erst
einmal ein erheblicher
Teil des Reglervolumens für die Verdichtung der angesaugten Luft auf den augenblicklichen
Betriebsdruck verbraucht, bevor überhaupt die Luft aus dem Regler in das Luftpolster
des Druckkessels überströmen kann. Wenn also zum Verdichten der angesaugten Luft
auf den jeweiligen Betriebsdruck eine so starke Raumverminderung erforderlich ist,
daß nur das Volumen des erwähnten Restluftraums verfügbar bleibt, so kann keine
Luftförderung aus dem Regler in den Druckkessel mehr erfolgen. Der Regler würde
also seine Aufgabe nicht mehr erfüllen können.
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Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, eine Anlage zu schaffen,
die auch bei wesentlich höheren Betriebsdrücken eine einwandfreie selbsttätige Reglung
des im Druckkessel vorhandenen Luftpolsters ermöglicht. Die Erfindung ist nach einem
Hauptmerkmal dadurch gekennzeichnet, daß an den Druckkessel in der gewünschten Maximalhöhe
des Flüssigkeitsspiegels eine Reglervorrichtung in Gestalt eines Differentialdruckverdichters
angeschlossen ist, die mit Hilfe der Druckflüssigkeit des Kessels betrieben wird.
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Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal kann die Größe des gewünschten
Luftpolsters durch die Höhe der Einmündungsstelle der Verbindungsleitung zwischen
Regler und Druckkessel festgelegt werden.
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Weiter ist für die Erfindung kennzeichnend ein Schwimmerventil, bei
der an Stelle eines hohlen Schwimmers ein Verdrängerkörper verwandt wird, dessen
spezifisches Gewicht größer ist als die von ihm verdrängte Flüssigkeit. Das Gewicht
dieses Verdrängers wird vorzugsweise durch eine Feder teilweise aufgenommen, so
daß er bei einem bestimmten Beflutungsgrad durch den Auftrieb angehoben wird, obwohl
sein Gewicht größer ist als der Auftrieb, den er bei vollständiger Beflutung erfahren
kann.
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Wieder ein anderes Erfindungsmerkmal besteht darin, daß mittels einer
auf dem Kolbenboden der Verdichtungseinrichtung ruhenden Flüssigkeitsmenge, deren
Auffüllung selbsttätig erfolgt, die Luft aus dem Kompressionsraum des Reglers vollständig
verdrängt werden kann.
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Das Eindringen von Wasser, das beim Verdichten der Luft ausfallen
kann, in den Ölraum des Druckkessels wird durch eine weitere für die Erfindung kennzeichnende
Einrichtung verhindert. Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung ist die Umsteuerung
der Kolbenbewegung von der einen Richtung in die andere mittels eines einzigen Steuerkolbens
in Verbindung mit magnetischen Greiferstäben (im Gegensatz zu der bekannten Umsteuerung
mit einem sogenannten Vorsteuerkolben).
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Die Erfindung ist nachstehend nach ihrem Aufbau und ihrer Wirkungsweise
beschrieben und durch die Zeichnung erläutert..
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Abb: i ist eine schematische Seitenansicht der Gesamteinrichtung eines
Druckkessels mit angeschlossenem Regler und Vorkammer zum Regler; Abb. 2 ist ein
senkrechter Axialschnitt durch den Regler und seine Vorkammer; -Abb.3 ist eine teilweise
geschnittene Seitenansicht des Reglers, wobei die Schnittebene normal zu der Schnittebene
I-I der Abb. 2 liegt; Abb. q. ist ein waagerechter Schnitt durch den Regler nach
der Linie II-11 der Abb. 2.
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In den Zeichnungen ist i der Druckkessel einer Druckölversorgungsanlage
für höheren Betriebsdruck. Eine Verbindungsleitung 2 führt von der höchsten Stelle
einer Vorkammer 3 in den Druckkessel, und zwar in einer solchen Höhe, wie sie der
Ölspiegel q. beim Pumpenausschaltdruek (Höchstdruck) einnehmen soll. Damit ist die
Größe des normal gewünschten Luftpolsters oberhalb des Ölspiegels bestimmt; bei
Entnahme von Drucköl aus dem Kessel sinkt der Ölspiegel, und das Luftpolster dehnt
sich unter Druckabnahme aus, bis mit dem Erreichen des Pumpeneinschaltdrucks die
Pumpe wieder zu arbeiten beginnt und den Ölvorrat im Kessel wieder bis zur gewünschten
Höhe q. des Ölspiegels auffüllt. Aufgabe des Reglers mit seiner Vorkammer ist die
selbsttätige Herstellung oder die Wiederherstellung des normalen Betriebszustands,
wenn die Anlage erstmalig in Betrieb genommen werden soll bzw. wenn im Betrieb das
Luftpolster sich unzulässig vermindert hat.
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Die Leitung 2 soll entweder waagerecht oder mit etwas Gefälle vom
Druckkessel zum Regler verlaufen und keinesfalls vom Druckkessel zum Regler hin
steigen.
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Die Vorkammer 3, in der der Betriebsdruck des Druckkessels herrscht,
besteht aus der Druckhaube 5, die auf dem Ventilkörper 6 dicht aufsitzt. Ein im
Ventilkörper 6 eingeschlossener Verdrängerkörper 7 ist an seinem unteren Ende mit
einem Steuerkolben 8 ausgestattet, der öldicht axial verschiebbar in einer senkrechten
Bohrung 9 des Ventilkörpers 6 geführt ist. Der Verdränger 7 ist aus Festigkeitsgründen,
da er dem vollen hohen Betriebsdruck ausgesetzt ist, nicht wie ein Schwimmer hohl
ausgeführt, sondern zweckmäßig als Massivkörper aus geeignetem Stoff. Das Gewicht
eines solchen Körpers, im folgenden Verdränger genannt, ist daher normalerweise
größer als der Auftrieb, den er bei vollständigem Eintauchen in die Druckflüssigkeit
erfährt. Um den Verdränger bei einem bestimmten Beflutungsgrad trotz seines hohen
Gewichts aufschwimmen zu lassen, damit der Steuerkolben seine gewünschte Bewegung
ausführen kann, ist unter dein Steuerkolben eineDruckfeder io angeordnet, die das
Eigengewicht des Verdrängers und des Steuerkolbens zu einem entsprechenden Teil
aufnimmt. Damit wird erreicht, daß der Steuerkolben 8 bei nicht beflutetem Verdränger
7 in seiner unteren Lage steht, bei einem gewissen Beflutungsgrad aber um einen
gewünschten Betrag ansteigen kann.
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Der Ventilkörper 6 wird nach unten durch eine Kappe ii abgeschlossen,
deren Boden i2 als Stützfläche für die Druckfeder io und als Begrenzungsanschlag
für die Steuerkolbenbewegung dient.
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An Stelle des dargestellten Verdrängers 7 kann auch eine andere Ventileinrichtung
mit spezifisch schwererem Auftriebskörper verwendet werden,
wie
deren einige in einer gleichzeitigen Erfindung beschrieben und dargestellt sind.
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Der Steuerkolben 8 ist mit einer Längsbohrung 13 versehen, die von
einer oberen und einer unteren Querbohrung 14 und 15 geschnitten wird. Hierdurch
wird der in der Druckhaube 5 der Vorkammer 3 herrschende Betriebsdruck des Kessels
bis unter den Steuerkolben geleitet und dieser in jeder Stellung von dem Betriebsdruck
entlastet. Eine Steuerkante 16 am Kolben 8 gibt bei angehobenem Kolben dem Betriebsdruck
aus der Vorkammer 3 über die Kanäle 14, 13 und 15 den Weg in den Kanal 17 frei.
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Im Ventilkörper 6 ist eine Kolbenpumpe senkrecht angeordnet; diese
besteht im wesentlichen aus einem Zylinder 18, einem Pumpenkolben i9 mit einer darin
festsitzenden Kolbenstange 2o und einem Deckel 22, der den Ringraum 21 zwischen
Zylinderwand und Kolbenstange nach oben abschließt. Eine Dichtung 23 schließt die
Durchführung der Kolbenstange 20 durch den Deckel 22 luftdicht ab, so daß die im
Ringraum unter hohem Druck stehende Luft nicht an der Kolbenstange vorbei nach oben
entweichen kann. Nach unten ist der Ringraum dadurch abgedichtet, daß über dem in
normaler Weise abgedichteten Kolben eine bestimmte Ölmenge 24 lagert, die jedes
Entweichen der Luft nach unten ausschließt. Die weitere Aufgabe dieser Ölmenge 24
wird weiter unten noch behandelt.
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Im Deckel 22 sitzt ein zum Ringraum 21 öffnendes Rückschlagventil,
das beispielsweise aus einer Kugel 25 und einer Druckfeder 26 bestehen kann. Es
verschließt unter bestimmten Betriebsbedingungen eine Öffnung 27, die in einen trichterförmigen
Aufsatz 28 und damit in den Raum 29 mündet, der von der Oberseite des Ventilkörpers
6 und einer Verkleidungshaube 30 gebildet wird. Die Verkleidungshaube
30 steht durch eine Öffnung 31 mit der Atmosphäre in Verbindung.
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Wie die Abb. 4 erkennen läßt, liegt im Deckel 22 ein weiteres Rückschlagventil
32, das mit dem Ventil 25 in Verbindung steht und andererseits durch eine
Leitung 33 die Verbindung zur Vorkammer 3 herstellt.
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Pumpenkolben i9 und Kolbenstange 2o werden selbständig in die untere
Stellung zurückgeführt, beispielsweise durch einen Arm 34, an dem eine Zugfeder
35 angreift, die durch eine Bohrung 36 im Ventilkörper 6 frei hindurchgeht und mit
ihrem anderen Ende bei 37 am Zylinder 18 eingehängt ist, so daß sie sich beim Heben
des Kolbens i9 spannt und bei seinem Sinken entspannt wird. Zum Zweck des Kräfteausgleichs
könnte man die Zugfeder 35 selbstverständlich auch symmetrisch zur Kolbenlängsachse
mehrfach ausführen.
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Der Arm 34 trägt andererseits eine nach unten führende Steuerstange
38. Diese ist, wie Abb. 3 erkennen läßt, lose durch Bohrungen 39,40 in zwei Weicheisenplatten
41, 42 und eine Bohrung 43 im Ventilkörper 6 hindurchgeführt. Sie trägt weiter einen
unteren und einen oberen Mitnehmer 44, 45. Eine kleine Druckfeder 46 steht lose
die Steuerstange 38 umgebend auf dem unteren Mitnehmer 44, eine ebensolche Druckfeder
47 gleicher Art und Anordnung auf der oberen Weicheisenplatte 41 zwischen dieser
und dem oberen Mitnehmer 45.
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Die beiden Weicheisenplatten 41, 42 sitzen auf den Stirnflächen eines
im Ventilkörper 6 ebenfalls senkrecht geführten Steuerkolbens 48 mit den Steuerkanten
48a und 48b; die Platten ragen seitlich über die im Ventilkörper 6 sitzenden magnetischen
Greiferstäbe 49, 5o hinaus. Die Haftflächen 51, 52 der Greiferstäbe liegen bündig
zu der Ober- und Unterseite des Ventilkörpers, während der Steuerkolben 48 um einen
bestimmten Betrag länger ist als die Dicke des Ventilkörpers, so daß der Steuerkolben
um diesen Unterschiedsbetrag axial verschoben werden kann. In seiner unteren oder
oberen Stellung wird er durch die Haftkraft der Greiferstäbe über die Weicheisenplatten
41 oder 42 so lange festgehalten (magnetisches Gesperre), bis eine hinreichende
Kraft die Haftkraft des einen oder anderen Greiferstabes überwindet und die Bewegung
des Steuerkolbens nach der anderen Endstellung freigibt, wie dies weiter unten erläutert
ist.
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Zwischen den Steuerkanten 48a und 48b des Steuerkolbens 48 liegt ein
kleiner Ringraum 53. In der (gezeichneten) unteren Stellung des Steuerkolbens ist
der Kanal 17 über den Ringraum 53 und eine Leitung 54 .mit dem Hubraum 55 des Zylinders
18 verbunden, während die durch den Ventilkörper nach oben führende Leitung 56 von
der oberen Steuerkante 48b des Steuerkolbens 48 verschlossen wird. In der oberen
Stellung des Steuerkolbens dagegen verschließt die Steuerkante 48a den Kanal 17,
und die Leitung 54 ist über den Ringraum 53 mit der Leitung 56 verbunden.
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Die Einmündung der Leitung 54 in den Hubraum 55 des Zylinders 18 soll
an einer möglichst tief gelegenen Stelle des Zylinders liegen. Die Leitung 56 mündet
mit einem waagerechten düsenähnlichen Auslauf 57 oberhalb des trichterförmigen Aufsatzes
28 etwa parallel zur Längsachse der vom oberen Trichterrand in waagerechter Ebene
gebildeten geometrischen Figur (Oval oder Ellipse).
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Zylinder 18, Zugfeder 35, Steuerstange 38 und Leitung 54 werden zweckmäßig
von einem Raum 58 umschlossen, den eine untere Verkleidungshaube 59 mit der Unterfläche
des Ventilkörpers 6 einschließt. Eine Abflußleitung 6o führt von der tiefsten Stelle
der Haube 59 in einen kleinen Sammelbehälter 61 ; dieser ist mit einem Überlauf
ausgestattet, von dem aus eine Leitung 62 in den drucklosen Ölvorratsbehälter führt.
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Der Raum 58 steht durch die Bohrungen 36 und 43 mit dem oberen Raum
29 in Verbindung, so daß also in beiden Räumen nur atmosphärischer Druck herrscht.
Wirkungsweise des Reglers Wie erwähnt, liegt die Aufgabe des Reglers darin, die
Höhe des Ölspiegels 4, die im normalen Betrieb zwischen der (in Abb. i gezeichneten)
oberen oder Sollhöhe und einer unteren, zum Wiedereinschalten der Pumpe führenden
Höhe
schwankt, beim Überschreiten der Sollhöhe, also zu kleinem
Luftpolster, wieder auf das gewünschte Maß zurückzubringen. Der Regler tritt also
nur in Tätigkeit, wenn die Sollhöhe des Ölspiegels überschritten wird. Die Höhe,
in der die Verbindungsleitung 2 zwischen Druckkessel und Regler in den Druckkessel
einmündet, ist das Konstruktionsmaß, das für die Bestimmung der Luftmenge im Kessel
zu wählen ist.
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Sobald bei Inbetriebnahme der Anlage der Ölspiegel 4 über die Sollhöhe
ansteigt, fließt durch die waagerechte oder schwach zum Regler hin geneigte Zwischenleitung
2 Ö1 in die Vorkammer 3 des Reglers, in dem der Verdränger 7 durch sein Gewicht
in der tiefsten Stellung gehalten wird. Durch die Bohrungen 14, 13 und 15 gelangt
Öl auch in den Raum unter dem Einschaltkolben 8, die in der Vorkammer enthaltene
Luft weicht durch die Leitung :2 in den Luftraum des Druckkessels aus. Der Kanal
17 bleibt in dieser tiefsten Stellung des Kolbens 8 noch verschlossen.
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Mit dem Ansteigen des Ölspiegels in der Vorkammer erhält der Verdränger
7 einen Auftrieb, der gemeinsam mit der Hubkraft der Druckfeder io schon vor der
völligen Beflutung des Verdrängers hinreicht, um das Gewicht von Verdränger 7 und
Kolben 8 anzuheben; so kann nun die Steuerkante 16 dem C51 aus der Vorkammer 3 den
Weg zum Kanal 17 freigeben.
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Das aus .der Vorkammer durch die Kanäle 14, 13, 15 und 17 fließende
01 gelangt nun, da sich der Steuerkolben 48 in seiner unteren Stellung befindet,
durch den Ringraum 53 und die Leitung 54 in den Hubraum 55 des Zylinders 18. Der
Pumpenkolben ig wird angehoben und schiebt die Kolbenstange 2o unter zunehmender
Spannung der Feder 35 aus dem durch Deckel 2.2 verschlossenen Zylinder heraus nach
oben.
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Da der Ringraum 21 zwischen Zylinder i8 und Kolbenstange 2o nach unten
durch die auf dem Pumpenkolben ruhende Ölschicht 24 und nach oben durch das Rückschlagventil
25 verschlossen ist, so wird beim Anstieg des Pumpenkolbens ig die Luft im
Ringraum zunächst auf den Betriebsdruck des Kessels komprimiert, wie er auch in
der Vorkammer 3 und im Hubraum 55 unter dem Pumpenkolben ig herrscht. Infolge des
Größenunterschiedes zwischen der Unterseite des Kolbens i9 und seiner Oberseite,
deren Flächeninhalt um den Querschnitt der Kolbenstange 20 kleiner ist, und da außerhalb
des Zylinders die Kolbenstange nur unter atmosphärischem Druck steht, die Zugkraft
der Rückführfeder 35 aber nur verhältnismäßig klein ist, so steigt auch nach dem
Erreichen des Betriebsdrucks im Ringraum 21 der Pumpenkolben noch weiter an. Damit
wird der Druck im Ringraum Z i größer als im Hubraum 55, das Rückschlagventil 32
öffnet sich und läßt die komprimierte Luft aus dem Ringraum durch die Leitung 33
in die Vorkammer 3 und von dort durch die Leitung ä in das Luftpolster des Druckkessels
i gelangen.
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Die auf der Oberseite des Pumpenkolbens 1g ruhende, den Boden des
Ringraums 21 füllende Ölmenge hat über ihre Aufgabe hinaus, eine unbedingt zuverlässige
Abdichtung gegen ein Abfließen von Luft nach unten zu ergeben, noch eine weitere,
äußerst wichtige betriebliche Funktion zu erfüllen. Die Ölmenge 24 ist so bemessen,
daß sie, noch bevor der Pumpenkolben ig seine obere Endstellung erreicht, die Luft
aus dem Ringraum und auch aus dem Raum des Rückschlagventils 25 völlig verdrängt
und damit den schädlichen Raum oberhalb des Pumpenkolbens wirklich zum Verschwinden
bringt, indem durch das Rückschlagventil 32 und die Leitung 33 hindurch erst Luft
und dann auch noch 01
in die Vorkammer 3 gedrängt wird. Das bedeutet aber,
daß mit einem solchen Kompressionssystem an sich beliebig hohe Kompressionsdrücke
erreicht werden können, da das Ausgangsvolumen im Ringraum 2i bis zum Ende der Kompression
bis auf Null verringert wird.
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Von der Bewegung des Pumpenkolbens ig wird zugleich die mechanische
Umsteuerung abgeleitet. Die mit der Kolbenstange 2o fest verbundene Steuerstange
38, die an ihrem unteren Ende über dem Mitnehmer 44 die lose sitzende Druckfeder
46 trägt, stößt bei Annäherung an die obere Umkehrstellung an .die untere Weicheisenplatte
42 des Steuerkolbens 48, der zu dieser Zeit noch mit seiner oberen Weicheisenplatte
41 an dem oberen magnetischen Greiferstab 49 haftet. Erst wenn die Druckfeder 46
bei der weiteren Aufwärtsbewegung von Kolben ig und Steuerstange 38 hinreichend
zusammengedrückt ist, vermag sie die Haftkraft des oberen Greiferstabes 49 zu überwinden;
damit wird das magnetische Gesperre 41, 51, 49 getrennt; der Steuerkolben 48 springt
in seine obere Stellung und wird in dieser nunmehr durch das untere magnetische
Gesperre 42, 52, So festgehalten.
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Mit der Umsteuerung des Steuerkolbens 48 in seine obere Stellung wird
der Zutritt des Öls aus dem Kanal 17 (bei noch angehobenem Verdränger 7 und Einschaltkolben
8) durch die Leitung 54 zum Hubraum 55 abgesperrt und dafür über den Ringraum 53
am Steuerkolben 48 die Verbindung zwischen den Leitungen 54 und 56 hergestellt,
so daß der Hubraum 55 jetzt unter atmosphärischen Druck kommt. Die bei der Aufwärtsbewegung
der Kolbenstange 2o gespannte Zugfeder (oder ein ihr äquivalentes elastisches Glied)
führt die Kolbenstange 2o und den Kolben ig in ihre unterste Stellung zurück und
läßt dabei das Öl aus dem Hubraum 55 und den Leitungen 54 und 56 entweichen.
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Bei der hierbei eintretenden Vergrößerung des Ringraums 21 schließt
sich das Rückschlagventil 32, durch das zuerst Luft und am Ende des Pumpenhubes
auch ein Teil der Ölmenge 24 in die Vorkammer 3 gefördert wurde, unter Wirkung des
Betriebsdrucks sofort, während sich das Rückschlagventi125 infolge des Unterdrucks
im Ringraum 21 öffnet; damit kann aus dem oberen Raum 2g Luft in den Ringraum einströmen,
während durch die Öffnung 31 in der Verkleidungshaube 30 Außenluft in den Raum 29
nachströmt.
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Die Kraft der Rückführfeder 35 hat zu Beginn der Rückbewegung des
Kolbens ig ihren Größtwert,
.der beim Sinken des Kolbens nach und
nach kleiner wird. Daher entweicht auch das Öl aus dem Hubraum 55 zuerst schnell,
d. h. es spritzt aus dem düsenartigen Auslauf 57 der Leitung 56 zunächst in weitem
Strahl über den trichterartigen. Aufsatz 28 hinweg (stark gestrichelte Kurve in
Abb. 2) gegen die Wand des Raums 29 und gelangt von da durch die Öffnungen 36 und
43 im Ventilkörper 6 in den unteren Raum 58, sammelt sich an dessen unterem Ende
und fließt durch die Leitung 6o in den Sammelbehälter 61, aus dem es über den Überlauf
und die Leitung 62 in den drucklosen Ölvorrat zurückfließt.
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Wenn dagegen am Ende des Kolbenrückgangs die Kraft der Feder 35 geringer
wird und die Austrittsgeschwindigkeit des zurückströmenden Öls abnimmt, so wird
es nach der punktiert gezeichneten Kurve in Abb.2 in den trichterförmigen Aufsatz
laufen und von hier an dem Rückschlagventi126 vorbei durch die Bohrung 27 in den
Ringraum 21 gelangen, so daß nicht mehr Luft, sondern dieses Öl in den Ringraum
gesaugt wird. Damit wird die Ölmenge 24 am Boden des Ringraums um mindestens die
Ölmenge aufgefüllt, die gegen Ende des Druckhubes in die Vorkammer verdrängt worden
war.
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Wenn sich der Pumpenkolben seinem unteren Hubende nähert, so setzt
sich der M-itnehmer 45 an der mit dem Kolben ig fest verbundenen Steuerstange 38
auf die obere Druckfeder 47 auf und drückt diese zusammen, bis ihre Spannkraft ausreichend
stark geworden ist, um die Haftkraft des unteren Greiferstabes 50, der mit seiner
Haftfläche 52 die untere Weicheisenplatte 42 des Steuerkolbens 48 zunächst noch
festhält, zu überwinden, so daß der Steuerkolben wieder in seine untere Stellung
(Abb. 2 und 3) zurückspringt und nun wieder die Verbindung des Kanals 17 mit dem
Hubraum 55 herstellt, so daß sich mit dem Ansteigen des Pumpenkolbens ig das Rückschlagventil
25 schließen und ein neues Reglerspiel beginnen kann.
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So wird mit jedem Reglerspiel eine gewisse Menge Luft in das Luftpolster
des Druckkessels gefördert. Die Reglerspiele dauern an, solange der Ölspiegel 4
über der Sollhöhe steht. Sinkt er unter die Sollhöhe, so arbeitet der Regler noch
so lange, bis von dem Ö1 in der Vorkammer 3 so viel verbraucht ist, daß der Auftrieb
des Verdrängerkörpers 7 selbst mit Unterstützung durch die Druckfeder io nicht mehr
ausreicht, um den Einschaltschieber 8 in seiner oberen Stellung zu halten; damit
sperrt die Steuerkante 16 den Kanal 17 ab, und der Regler kommt außer Betrieb.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung ist auch geeignet, Wasser, das sich
aus der Luft abscheiden kann und in das Drucköl gerät, so aufzufangen, daß es unter
keinen Umständen mit in den Druckkessel gelangen kann. Dieses Wasser scheidet sich
aus der atmosphärischen Luft ab, wenn diese ohne gleichzeitige Erwärmung komprimiert
wird. Es kann also unter ungünstigen Bedingungen durch die Leitung 33, die die verdichtete
Luft und gegen Ende des Druckhubes auch Öl in die Vorkammer 3 fördert, auch
ein gewisser Anteil Wasser mit in die Vorkammer eintreten. Da sich aber in der Vorkammer,
während der Regler arbeitet, Öl befindet, so kann die Luft sofort darin hochsteigen
und durch die Leitung 2 in den Druckkessel gelangen, während sich das etwa mitgeführte
Wasser infolge seiner größeren Wichte am Boden der Vorkammer unterhalb von deren
Ölfüllung absetzt. Von hier gelangt es bei arbeitendem Regler mit dem Öl in den
Hubraum 55 des Zylinders 18 und von da während eines Rückführhubes durch die Leitungen
54, 56 und 6o in den Sammelbehälter 61. Auch hier lagert sich wieder das Wasser
am Boden ab, so daß das aus dem Regler entweichende Öl durch den Überlauf und die
Leitung 62 im wesentlichen wasserfrei in den drucklosen Ölbehälter abgeleitet werden
kann. Wenn dann der Sammelbehälter 61 von Zeit zu Zeit entleert wird, kann das abgeschiedene
Wasser bequem daraus entfernt und das Betriebsöl ständig wasserfrei gehalten werden.