DE9208143U1 - Anlage zur Volumenreduzierung von Folienabfällen - Google Patents
Anlage zur Volumenreduzierung von FolienabfällenInfo
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Description
Anlage zur Volumenreduzierung von Folienabfallen
Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Herstellung von Folienkissen aus thermoplastischen
Folienabfällen.
Seit der Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen bzw. Transportverpackungen,
die die Hersteller von Verpackungen und den Handel zwingt, ihre anfallenden Abfälle einer Wiederverwertung zuzuführen, hat sich hinsichtlich
der Sammlung, Lagerung und des Transports der Folienabfälle speziell bei Warenhäusern und Kaufhausketten das Problem ergeben, den Qualitätsstandards der
Wiederverwerter bzw. der angewandten System hinsichtlich der gesammelten Folienqualität
zu entsprechen.
Nach Angaben von Verwertern und Sammelstellen der o.g. Folienfraktionen bergen
die bisher auf dem Markt befindlichen Kompaktiersysteme Schwierigkeiten. So verursachen die gepreßten Rollen hinsichtlich der Materialaufgabe am Verwertungssystem
durch unverhältnismäßig hohe Handarbeit beim Aufschneiden und Aussortieren der Befestigungskordeln hohe Personalkosten.
Ein Verfahren, das nach dem Preßprinzip verfährt und Folienblöcke herstellt,
ist in der Öffentlichkeit bekannt. Das Kompaktieren der Folien erfolgt über eine mechanische Presse, und die Fixierung der gepreßten Folienfraktionen wird
über eine Plastifizierung der Folienrandschicht erreicht. Dabei wird unter Zugabe von Hitze von allen Seiten die Randschicht verflüssigt und so in den
Verbund gebracht.
Das Kompaktieren der Folienabfälle nach diesem Verfahren hat etliche Nachteile:
Das Kompaktieren der Folienabfälle nach diesem Verfahren hat etliche Nachteile:
1. Die Zeit, die für die Plastifizierung der Randschicht benötigt wird, beträgt
ca. 20 min. Somit ist nach dem Verfahren der Energieaufwand durch die Wärmezugabe
unverhältnismäßig hoch.
2. Während des Preß- und Plastifiziervorgangs steht die Anlage nicht zur Verfugung,
und anfallende Folienabfälle müssen getrennt gelagert werden (Lagerfläche notwendig).
3. Die unsachgemäße Benutzung der Anlage bleibt nicht ausgeschlossen, und evtl.
in den Behälter gelangte großvolumige oder metallische Teile können nicht erfaßt werden. Diese Tatsache kann zu einer Störung der Nachfolgeeinrichtungen
führen oder die Qualität des daraus gefertigten Produktes stark beeinflussen.
4. Zudem fehlt grundsätzlich die Möglichkeit, eine Vorsortierung des Materials
vorzunehmen, falls evtl. Verunreinigungen im Material enthalten sind.
5. Die Verarbeitung der gefertigten Folienblöcke bereitet zudem in punkto der
Zerkleinerung Schwierigkeiten.
Durch die enorme Wandstärke des plastifizieren Materials in der Randschicht
muß ein Shredder für die Grobzerkleinerung und eine Schneidmühle für die Feinzerkleinerung in Folienschnitzel vorgesehen werden. Dies bedeutet eine
enorme Kostensteigerung in der Zerkleinerungseinheit.
Alle Nachteile der oben beschriebenen Lösung werden durch die Anlage nach der
Erfindung überwunden.
Dadurch, daß die Anlage nach dem Preßverfahren mit vertikalem Linearantrieb
arbeitet, lassen sich 'Folienkissen' in handlichen und manuell transportierbaren
Einheiten herstellen.
Die Grundkonstruktion beinhaltet den Folienbehälter (1) mit eingebauter Pressengrundplatte
(1.1), dem Pressentisch (2) mit angebrachten beheizbaren Verblockungsstiften (5) und eine Ständerkonstruktion, die zur Aufnahme der o.g.
Teile dient.
Der Verfahrensablauf wird wie folgt beschrieben:
Im Folienbehälter befindet sich ein Umbeutel in bestimmten Abmessungen aus
Folienmaterial. Dieser wird entweder einzeln manuell eingelegt oder ein Folienabrollbehälter
beigestellt.
Durch die manuelle Eingabe wird die Abfallfolie in den Folienbehälter (1) eingebracht.
Wenn ein bestimmter Füllstand erreicht wird, fährt der Pressentisch mit den eingebauten Heizstiften zu. Das Einschalten der Anlage erfolgt manuell
über Knopfdruck.
Während der Pressentisch die eingefüllte Folie zusammendrückt, durchdringen die
eingesetzten Heizstifte den vorverdichteten Folienverbund. Die Vielzahl der Stifte schmelzen die Folie an Ihrem Umfang an und gewährleisten somit den kompakten
Verbund.
Die Pressengrundplatte ist so konstruiert, daß die Verblockungsstifte in Führungen
eintauchen, damit eine Beschädigung der Stifte ausgeschlossen bleibt. Weiterhin sind die Verblockungsstifte zur besseren Durchdringung des Material
angespitzt. Alternativ hierzu lassen sich die Heizstifte auch in der Pressengrundplatte
montieren.
Die aufgeführten Verblockungsstifte sind mit bestimmter Temperatur beaufschlagt,
um an den Randflächen das Material aufzuschmelzen und dadurch die Verblockung, d.h. Kompaktierung, zu erreichen. Nach wenigen Sekunden verfährt
der Pressentisch (2) vertikal nach oben und das Folienkissen steht zur Entnahme bereit.
Anschließend wird das Folienkissen in einen speziellen Behälter abgelegt, der
durch die Logistik bestimmt ist.
Zweckmäßigerweise enthält die Presse an einer geeigneten Stelle einen Druckaufnehmer,
der dafür sorgt, daß großvolumige Teile oder metallische Gegenstände beim Auftreffen der Verblockungsnadeln für eine Pressenabschaltung sorgt.
Dies hat zum einen den Vorteil, daß Fremdkörper schon beim Verpressen erkannt
werden, und zum anderen werden die Heizstifte vor Beschädigung geschützt.
Weiterhin ist der Pressentisch konstruktiv so ausgelegt, daß dieser nach hinten
abkippt und ein optimales Befüllen des Folienbehälters gewährleistet.
Das zuvor geschilderte System bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber vergleichbaren
Systemen gemäß vorgestellter Abgrenzung:
1. Beim Preß- und Verblockungsvorgang ist keine Abkühlzeit erforderlich, das
Produkt kann sofort vom Personal entnommen werden.
2. Der Energieverbrauch ist vernachlässigbar klein.
3. Das System kann durch die mobile Form an verschiedene Stellen transportiert
werden.
4. Es wird dem Entsorger bzw. Verwerter die Möglichkeit gegeben, die Qualität
der Folien im 'Kissen' beurteilen zu können, ggf. die Mangel durch ein
leichtes Auseinanderziehen des Kissens beseitigen zu können.
5. Weiterhin wird der Einsatz einer Grobzerkleinerung eingespart.
6. Die gepreßten Folienkissen lassen sich optimal transportieren, und die Folien
werden nicht durch auftretende Feuchtigkeit beschädigt.
Die vorangestellte Beschreibung zeigt beispielhaft eine Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Anlage.
Durch die nachfolgend aufgeführten Zeichnungen wird dies zusätzlich erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1: Kompaktor mit Behälter, Verblockungsstiften, Preßmechanismus und Träge
rkonstrukt ion, alles in Vorderansicht (Prinzipdarstellung)
Fig. 2: Kompaktor mit Behälter, Verblockungsstiften, Preßmechanismus und Trägerkonstruktion,
alles in Draufsicht (Prinzipdarstellung)
Fig. 1 stellt den Folienbehälter (1) mit Pressengrundplatte, dem Pressentisch
(2), dem Untergestell (4), den eingebauten Verblockungsstiften (5) und der linearen Antriebseinheit (3) dar.
Fig. 2 zeigt die Anordnung von Fig. 1 in Draufsicht mit Pressentisch, einer
Vielzahl der Verblockungsstifte (5), und die Aufnahme vom Linearantrieb (3).
Claims (7)
1. Anlage zur Herstellung von Folienkissen bestimmter Abmessungen aus thermoplastischen
Folienabfällen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Pressenkörper die in einem Umbeutel befindlichen Folienabfälle zusammendrückt und
diese von oben oder von unten durch angebrachte Heizstifte stiftverblockt werden, so daß die Folienabfälle kompaktiert werden.
2. Anlage zur Herstellung von Folienkissen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pressegrundplatte (1.1) oder der Pressentisch (2) mit einer bestimmten Anzahl von Heizstiften versehen ist.
3. Anlage zur Herstellung von Folienkissen nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Pressevortrieb in vertikaler Richtung durch einen Linearantrieb erfolgt.
4. Anlage zur Herstellung von Folienkissen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Linearantrieb mit einem Drucksensor versehen ist, der ein automatisches öffnen der Presse veranlaßt, falls Fremdkörper vorhanden
sind.
5. Anlage zur Herstellung von Folienkissen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß Folienbeutel als Umbeutel in die Anlage eingebracht werden, automatisch oder manuell.
6. Anlage zur Herstellung von Folienkissen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gesamtkonstruktion verfahrbar ist.
7. Anlage zur Herstellung von Folienkissen nach Anspruch 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Pressentischkonstruktion nach hinten klappbar ist,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9208143U DE9208143U1 (de) | 1992-06-17 | 1992-06-17 | Anlage zur Volumenreduzierung von Folienabfällen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE9208143U DE9208143U1 (de) | 1992-06-17 | 1992-06-17 | Anlage zur Volumenreduzierung von Folienabfällen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE9208143U1 true DE9208143U1 (de) | 1992-11-26 |
Family
ID=6880651
Family Applications (1)
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| DE9208143U Expired - Lifetime DE9208143U1 (de) | 1992-06-17 | 1992-06-17 | Anlage zur Volumenreduzierung von Folienabfällen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9208143U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994021435A1 (fr) * | 1993-03-16 | 1994-09-29 | Vieslet Jean Paul | Procede pour façonner un bloc de forme et dimensions stables a partir d'un melange de polymeres |
-
1992
- 1992-06-17 DE DE9208143U patent/DE9208143U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO1994021435A1 (fr) * | 1993-03-16 | 1994-09-29 | Vieslet Jean Paul | Procede pour façonner un bloc de forme et dimensions stables a partir d'un melange de polymeres |
| BE1008199A5 (fr) * | 1993-03-16 | 1996-02-13 | Vieslet Jean Paul | Procede pour faconner un bloc de forme et dimensions stables a partir d'un melange de polymeres. |
| US5587120A (en) * | 1993-03-16 | 1996-12-24 | Vieslet; Jean-Paul B. | Method for shaping a polymer mixture into a block with a stable shape and size |
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