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Einrichtung zur Prüfung von Elektrizitätszählern verschiedener Zählerkonstante
bei verschiedenen Lastpunkten
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Prüfung
und Eichung von Elektrizitätszählern durch Drehzahlvergleich mit einem Normalzähler,
bei der die Drehzahl des Normalzählers und des zu prüfenden Zählers durch lichtelektrische,
kapazitive oder induktive Abtastung in elektrische Impulse mit von der Drehzahl
abhängiger Frequenz umgewandelt wird und diese beiden Impuisfolgen in einer Frequenzvergleichseinrichtung,
beispielsweise durch eine Oszillographenröhre, verglichen werden. Hierbei macht
es Schwierigkeiten, Zähler verschiedener Zählerkonstanten miteinander zu vergleichen
und außerdem die Prüfung des einzustellenden Zählers bei verschiedenen Lastpunkten
vorzunehmen. Zweckmäßig wird der Normalzähler in allen Fällen mit seiner Nenndrehzahl
bei IooO/o Last betrieben, da bei einer Änderung seiner Belastung jedesmal erst
geprüft werden müßte, ob die Drehzahl auch dieser neuen Belastung genau entspricht.
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Es ist bereits vorgeschlagen worden, zur Berücksichtigung der Zählerkonstante
zwischen der Abtastvorrichtung des schneller laufenden Zählers und seiner Impulsempfangseinrichtung
einen Impulsunterbrecher einzuschalten, der so viel Impulse unterdrückt, wie dieser
Zähler schneller läuft als der andere, so daß trotz verschieden. großer Nenndrehzahlen
von beiden Zählern, wenn sie mit ihrer Solldrehzahl laufen, eine gleich große Anzahl
von Impulsen auf die Frequenzvergleichseinrichtung gegeben wird. Dieses Verfahren
ist aber nur anwendbar, wenn sich die Zählerkonstanten um ein ganzes Vielfaches
voneinander unterscheiden.
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Die Erfindung bezweckt, die Prüfung von Zählern verschiedener Zählerkonstante
ohne diese Ein schränkung und darüber hinaus gleichzeitig die
Prüfung
von Zählern bei verschiedenen Lastpunkten in einfacher Weise zu ermöglichen. Dies
wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß von den durch Abtastung der Triebscheibe
des dauernd mit seiner Nenndrehzahl bei I000/o Last laufenden Normalzählers erzeugten
Impulsen ein Schrittschaltwerk, Synchronmotor od. dgl. angetrieben wird, von dem
ein der Zählerkonstante des zu prüfenden Zählers entsprechend einstellbares, an
sich bekanntes Getriebe und von diesem eine Trommel oder Scheibe mit einer den verschiedenen
einstellbaren Laststufen des zu prüfenden Zählers entsprechenden Anzahl von Lochreihen,
Reihen von Markierungen oder Impulskurven mit entsprechender Teilung angetrieben
wird, auf die eine fotoelektrische oder ähnliche Abtastvorrichtung od. dgl. wahlweise
einstellbar ist, und daß die hierdurch erzeugte Impulsfolge mit der durch Abtastung
des zu prüfenden Zählers erzeugten Impulsfolge frequenzmäßig verglichen wird.
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Die Prüfung der Zähler gestaltet sich hierbei besonders einfach infolge
der Trennung der Einstellung zur Berücksichtigung der Zählerkonstante und der Einstellung
zur Berücksichtigung der verschiedenen Lastpunkte bei dem zu prüfenden Zähler. Zweckmäßig
wird die letztere durch Fernsteuerung bewirkt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Mit Z ist die Triebscheibe des Normalzählers und. mit Z2 die Triebscheibe
des Prüflings bezeichnet. Die an ihrem Rande mit Markierungen versehenen Triebscheiben
werden lichtelektrisch mittels der Lichtquelle L1 bzw. L, und der Fotozelle P1 bzw
P2 abgetastet und die hierdurch erzeugten Impulse mittels der Verstärker V1 bzw.
V2 verstärkt. Die vom Prüfling herrührenden Impulse werden auf das eine Ablenkplattenpaar
der Oszillographenröhre R gegeben, während die vom Normalzähler herrührenden Impulse
auf ein Schrittschaltwerk 5 oder einen Synchronmotor gegeben werden, der über ein
einstellbares Getriebe G mit einer Trommel=4 gekuppelt ist. Das Getriebe G dient
in an sich bekannter Weise dazu, die Drehzahl des dauernd mit seiner Nenndrehzahl
umlaufenden Normalzählers Z1 der Nenndrehzahl von zu prüfenden Zählern mit verschiedener
Zählerkonstante anzupassen. Es kann als stetig regelbares Übersetzungsgetriebe oder
wegen der größeren Genauigkeit als feinstufig einstellbares Ülrsetzungsgetriebe
ausgeführt sein.
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Um die Trommeln sind beispielsweise vier Streifen Kr, k2, K3 und
K4 gelegt, die aus einem durchsichtigen Aufzeichnungsträger mit hierauf aufgezeichneten
lichtabdeckenden Flächen mit besonderer Kurvenform bestehen. Der durchsichtige Träger
kann beispielsweise mit einer dünnen undurchsichtigen Metallschicht bedeckt sein,
die mittels einer an Spannung gelegten Scheibenelektrode zum Teil weggebrannt worden
ist. Hierdurch sind auf den Streifen Kufvenzüge in Amplitudenschrift erzeugt worden,
wobei die Höhe der Amplituden gleich, jedoch ihre Breite verschieden ist, so daß
die Anzahl der Impulse, die durch die Abdeckung des Lichtbündels durch die verschiedenen
Kurvenzüge erzeugt werden, verschieden groß ist.
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An den Stellen, an denen die Streifen Kz bis k-4 um die Trommel gelegt
sind, ist der Trommelmantel aus durchsichtigem Material hergestellt.
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Im Innern der Trommel befindet sich eine Fotozelle P, die annähernd
so lang ist wie die Trommel selbst.
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Außerhalb der Trommel ist auf einer Mutter einer mit einem kleinen
Motor ikl gekuppelten Verstellspindel D eine Lichtquelle L angebracht, die über
eine Linse und eine Spaltbiende B einen Lichtspalt von der Breite eines der Streifen
K1 bis K4 auf die Trommel wirft. Die Lichtquelle L1 kann wahlweise durch Fernsteuerung
auf je einen der Streifen eingestellt werden, und zwar durch Betätigung von SteuerschalternSt
bis S4 am Überwachungsgerät U. Jedem Steuerschalter ist ein von der Spindelmutter
zu betätigender Endschalter zugeordnet, von dem in der Zeichnung nur der dem SteuerschalterS,
zugeordnete Endschalter dargestellt ist, der betätigt wird, wenn die Lichtquelle
auf dem Streifen Kt ihre Stellung erreicht.
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Die Anzahl der Impulse in den durch die Streifen K1 bis K4 gebildeten
Kurvenzügen entspricht den Laststufen, mit denen der zu prüfende Zähler geprüft
werden soll. Beispielsweise sind die Impulszahlen so abgestuft, daß sie zur Prüfung
der Zähler mit 100, 50, 25 und 5 0/0 Last benutzt werden können.
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Wenn angenommen wird, daß die Nenndrehzahl des zu prüfenden Zählers
Z2 halb so groß ist wie die des Normalzählers Z1, dann wird das Getriebe G auf eine
Übersetzung 1 2 eingestellt. Zur Prüfung des Zählers Z2 mit den verschiedenen Laststufen
braucht man dann lediglich~ mittels der Steuerschalter S1 bis S4 die Lichtquelle
auf den entsprechenden Streifen K1 bis K4 einzustellen.
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Wenn durch die vom Zähler Zj herrührenden Impulse das Schrittschaltwerk
5 angetrieben wird, wird die Trommel A gedreht. Bei der Drehung der Trommel wird
von dem durch die Spaltblende B geworfenen Lichtbündel durch den undurchsichtigen
Teil der auf den Streifen aufgezeichneten, durch die Kurven begrenzten Flächen ein
entsprechend großer Teil der Lichtmenge gegen die Fotozelle abgeschirmt und infolgedessen
die Spannung an den Ausgangsklemmen der Fotozelle P entsprechend geändert. Die so
modulierte Spannung wird dann an das andere Abienkplattenpaar der Oszillographenröhren
angelegt. In bekannter Weise wird nun durch nicht dargestellte Einrichtungen die
Frequenz der von der FotozelleP und der vom Verstärker V2 ausgehenden Impulsfolgen
durch die Oszillographenröhre R miteinander verglichen.
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An Stelle der Trommel A kann auch eine vom Getriebe G her angetriebene
Scheibe vorgesehen sein, auf der in konzentrischen Kreisen die Kurvenzüge oder andere
Markierungen oder Lochreihen angebracht sind. Die Fotozelle und die Lichtquelle
sind auf entgegengesetzten Seiten der Scheibe an-
geordnet und radial
auf die einzelnen Kreise ein stellbar.