DE9201278U1 - Verbindung eines Rohres aus Stahl mit einem Rohr aus Chemiewerkstoff - Google Patents
Verbindung eines Rohres aus Stahl mit einem Rohr aus ChemiewerkstoffInfo
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Description
Verbindung eines Rohres aus Stahl mit einem Rohr aus Chemiewerkstoff
Die Erfindung betrifft eine Verbindung eines Rohres aus Stahl mit einem Rohr aus Chemiewerkstoff, wobei in den
Rohren beliebige Medien, insbesondere gasförmige Medien, führbar sind und das aufgeweitete Rohr aus Chemiewerkstoff
auf das mit Außenprofi 1ierungen versehene Stahlrohr aufgeschrumpft ist.
Um eine einwandfreie Führung der Medien auch im Bereich des Anschlusses von Rohren aus unterschiedlichen Materialien
zu gewährleisten, sind arbeits- und materialintensive Lösungen bekannt. So wird bei einer in der
Praxis bekannten Verbindung in das Rohr aus Chemiewerkstoff eine profilierte Innenhülse aus Stahl eingesetzt,
die einen über die Rohrwandung reichenden Anschlagring aufweist. Dieser Anschlagring wird mit dem
Stahlrohr verschweißt. Außerdem dient er als Anschlag für eine äußere Stützhülse, die im Bereich der profilierten
Innenhülse auf die Außenwandung des Rohres aus Chemiewerkstoff, insbesondere aus Polyethylen, aufgebracht
ist. Nach der Herstellung der Verbindung müssen
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alle Stahlteile gegen Korrosion geschützt werden. Diese nachträgliche Isolierung ist äußerst zeitaufwendig
und erfordert eine freie Zugänglichkeit aller Stahlteile. Diese Voraussetzungen sind bei beengten Raumverhältnissen,
beispielsweise bei Hausanschlüssen, nicht
immer gegeben und müssen erst geschaffen werden. Eine Verbindung zwischen Rohren aus den aufgezeigten Materialien
ist immer häufiger erforderlich. Rohre aus
Chemiewerkstoff sind gegenüber Stahlrohren wesentlich kostengünstiger, dürfen aber nicht in Gebäuden zur
Führung gasförmiger Medien angeordnet werden.
Aus der DE-OS 35 09 119 ist es zur Herstellung einer Verbindung nach dem Gattungsbegriff bekannt, ein Rohr
aus vernetztem Polyethylen auf Temperaturen im Bereich oberhalb des Kristal 1itschmelzpunktes zu erwärmen und
im erwärmten Zustand auf das mit Außenprofi 1ierungen
versehene Stahlrohr aufzuschieben. Nach dem Abkühlen
unter den Kristal1itschmelzpunkt ist das Polyethylenrohr
fest und dicht mit dem Stahlrohr verbunden. Allerdings ist die Herstellung dieser Verbindung aufwendig
und kostenintensiv.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbindung zwischen Stahlrohren und Rohren aus Chemiewerkstoffen
bei Gewährleistung der erforderlichen Abdichtung
zu schaffen, die ökonomisch herstellbar ist bei Wegfall nachträglicher Dichtungs- bzw. Isolierarbeiten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Außenprofi 1ierung des Stahlrohrs durch eine wel-
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lenförmige Formgebung gebildet ist, die vorteilhafterweise
mindestens zwei Wellenspitzen aufweisen kann. In Ausgestaltung der Erfindung verläuft die Außenwandung
von der Wellenspitze zum Wellental unter einem Winkel 10° bis 13° zur Horizontalen, wobei die Wellenspitzen
der Außenprofi 1ierung annähernd um ein der Wandstärke
des Rohres aus Chemiewerkstoff entsprechendes Maß weiter von der Innenwandung entfernt liegen als die
Wellentäler. Zur Erhöhung der Verbundwirkung zwischen den Rohren ist es vorteilhaft, die Außenprofi 1ierung
des Stahlrohrs mit mindestens einem sägezahnförmig ausgebildeten Kreisring zu versehen, dessen Zähne
zweckmäßigerweise entgegen der Zugrichtung ausgerichtet sind.
In Ausgestaltung der Erfindung ist das Rohr aus Chemiewerkstoff auf mechanischem Weg im Kaltverfahren aufgeweitet.
Das Rohr aus Chemiewerkstoff sollte mindestens um die Wandstärke aufgeweitet sein, vorteilhafterweise
jedoch um die dreifache Wandstärke.
Durch die erfindungsgemäß ausgebildete Verbindung werden wesentliche Montagearbeiten gespart. Es besteht
die Möglichkeit, die Verbindung werkstattmäßig herzustellen und als Fertigteil zur Einbaustelle zu transportieren.
Die Verbindung wird jedoch zweckmäßigerweise direkt vor Ort hergestellt. Der bisher übliche zusätzliche
Stützring kann entfallen, da das Rohr aus Chemiewerkstoff, vorzugsweise aus vernetztem Polyethylen,
völlig dicht auf die Profilierungen des Stahlrohrs aufschrumpft.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben . Es zeigen :
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen Teil eines
Stahlrohrs mit Außenprofi 1ierung;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des Punktes &khgr;
nach Fig.1 und
10
10
Fig. 3 wie Fig. 1, jedoch mit aufgeschrumpftem
Rohr aus vernetztem Polyethylen.
Das Stahlrohr 2 ist mit einer wellenförmigen Außenprofilierung
3 versehen. Der übergang zwischen den Wellen ist relativ flach, damit sichergestellt ist, daß beim
Aufschrumpfen des aus vernetztem Polyethylen gebildeten
Rohres 1 ein völlig planes Anliegen gewährleistet ist. Wie in Fig. 2 dargestellt, verläuft die Außenwandung
von der Wellenspitze zum Wellental unter einem Winkel von 13° zur Horizontalen. Die Wellenspitzen der Außenprofilierung
3 des Stahlrohrs 2 liegen annähernd um ein der Wandstärke des Rohres 1 aus Chemiewerkstoff
entsprechendes Maß weiter von der Innenwandung entfernt als die Wellentäler. Zur Erhöhung der Verbundwirkung
zwischen den zu verbindenden Rohren 1, 2 ist die Außenprofilierung 3 mit mindestens einem sägezahnförmig
ausgebildeten Kreisring 4 versehen, dessen Zähne entgegen der Zugrichtung ausgerichtet sind.
Das aus vernetztem Polyethylen bestehende Rohr 1 wird durch eine entsprechende hydraulische Einrichtung
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um die dreifache Wandstärke aufgeweitet und annähernd
15 Minuten durch die Hydraulikeinrichtung in dieser aufgeweiteten Stellung gehaltert. Nach dieser Zeit wird
die hydraulische Einrichtung aus dem Rohr 1 herausgezogen und das Rohr 1 auf das Stahlrohr 2 aufgezogen.
Das aus vernetztem Polyethylen bestehende Rohr 1 schrumpft nunmehr in die Ausgangslage zurück und legt
sich dabei plan an die Außenprofi 1ierungen 3 des Stahlrohrs
2 an.
- Schutzansprüche -
Claims (9)
- Patentanwalt Osningstraße 10r^. , · &lgr;· t · -j r\ L·.· 4800Bielefeld 1Uipl.-Ing. biegiriea ocnirmer Telefon(0521)21053Zugelassener Vertreter Telefax <05 21 >2 10 54vordem Europäischen Patentamt _5_ 30.01. 19921322/164-1Anmelder:HELDEN Armaturen GmbHAlte Straße 15Wermelskirchen 3Schutzansprüche:1. Verbindung eines Rohres aus Stahl mit einem Rohr aus Chemiewerkstoff, wobei in den Rohren beliebige Medien, insbesondere gasförmige Medien, führbar sind und ein aufgeweitetes Rohr aus Chemiewerkstoff auf ein mit Außenprofi 1ierungen versehenes Stahlrohr aufgeschrumpft ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenprofi 1ierung (3) des Stahlrohrs (2) durch eine wellenförmige Formgebung gebildet ist.
- 2. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenprofi 1ierung (3) des Stahlrohrs (2) mindestens zwei Wellenspitzen aufweist.
- 3. Verbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwandung von der Wellenspitze zum Wellental unter einem Winkel von 10° bis 13° zur Horizontalen verläuft.
- 4. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenspitzen der Außenprofilierung (3) des Stahlrohrs (1) annähernd um ein der- 7 - 1322/164-1Wandstärke des Rohres (1) aus Chemiewerkstoff entsprechendes Maß weiter von der Innenwandung entfernt liegen als die Wellentäler.
- 5. Verbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenprofi 1ierung (3) des Stahlrohrs (2) mit mindestens einem sägezahnförmig ausgebildeten Kreisring (4) versehen ist.
10 - 6. Verbindung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne des Kreisrings (4) entgegen der Zugrichtung ausgerichtet sind.
- 7. Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) aus Chemiewerkstoff auf mechanischem Weg im Kaltverfahren aufgeweitet ist.
- 8. Verbindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) aus Chemiewerkstoff mindestens um die Wandstärke aufgeweitet ist.
- 9. Verbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) aus Chemiewerkstoff um die dreifaehe Wandstärke aufgeweitet ist.
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