DE928397C - Verfahren zum Herstellen von Kohleformstuecken - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von KohleformstueckenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B35/00—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
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- C04B35/52—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbon, e.g. graphite
- C04B35/528—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on non-oxide ceramics based on carbon, e.g. graphite obtained from carbonaceous particles with or without other non-organic components
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Description
- Verfahren zum Herstellen von Kohleformstücken Es ist bereits vorgeschlagen worden, äußerst feinteilige Stäube aus nicht backenden Steinkohlen bei hohen Drucken formgebend zu verpressen und zu glühen. Dabei frittet der Kohlenstaub unter streng maßhaltiger Beibehaltung der Preßgestalt zu einem festen und harten Körper, der aus einem graphitähnlichen Stoff besteht. Geeignete Preßdrucke sind z. B. r t/cm2; geeignete Frittentemperaturen z. B. rooo°. Die für dies Verfahren geeigneten Kohlen seien Frittenkohlen genannt, die Formkörper sollen die Bezeichnung gefrittete Kohlenformkörper erhalten. Die thermische Vergütung beruht unter anderem auf einem kräftigen Wachstum der in diesen Kohlensorten vorhandenen Graphitkeime. Hierdurch gehen die ursprünglich die Elektrizität nichtleitenden Formstücke in Halbleiter über.
- Die Erfindung besteht in einem Verfahren, diesen Graphitierungsvorgang anzuregen und zu beschleunigen und dadurch die Fritten zu verbessern, ausgehend von der Erkenntnis, daß die Anwesenheit von ausgebildeten Graphitgittern das Weiterwachsen von Graphitkeimen zu Graphitgittern anregt.
- Zwar ist bereits seit langem bekannt, zu Kohlenstaub unbestimmter Korngröße Graphitpulver zuzumischen, oder umgekehrt (Acheson). Bei dem Verfahren nach der Erfindung- handelt es sich jedoch darum, im äußerst feinen Staub aus Kohlen mit einem geringen Gehalt (von etwa unter 2o) an flüchtigen Bestandteilen geringe Mengen eines noch wesentlich feiner aufgeschlossenen Graphits innig beizumischen. Die Korngröße des Frittenkohlenstaubes ist zweckmäßig 30 Mikron und weniger. Die Korngröße des zugesetzten Graphits soll i Mikron möglichst unterschreiten. Ferner hält sich der Zusatz in geringen Grenzen, die je nach der Sonderart der Kohle bei wenigen und bis zu 5'/o liegen, in seltenen Fällen io % erreichen.
- Die kleinsten Teilchen eines äußerst weitgehend aufbereiteten Graphits bestehen zum Teil aus beschädigten Kristallen, die unter der kräftigen thermischen Anregung der Fritthitze ausheilen und dabei auch Kohlenbestandteile einbauen, die durch den sehr hohen Preßdruck und die Erhitzung in ihren Gitterbereich gekommen sind. Ebenso werden zwar gut ausgebildete, aber sehr kleine Graphitkristalle bis zum neuen, durch die Temperatur bestimmten Gleichgewichtszustand weiterwachsen. Diese Gitterbauten müssen sich im ganzen in einer erheblich besseren Verwachsung des Gefüges des gefritteten Kohlenformkörpers auswirken und daher in verbesserten Festigkeitseigenschaften. Da die Kristalle von deutschem Graphit im allgemeinen kleiner und unvollkommener ausgebildet sind als die überseeischer Sorten, werden sie meist für das neue Verfahren besonders geeignet sein.
- Das Graphitpulver wird der Frittenkohle zweckmäßig bei der Vermahlung als trockenes Pulver zugesetzt und durch die Mahlarbeit innig mit der Kohle vermengt. Das Pulver kann auch während der Förderung des Frittenkohlenstaubes zum Lagerbehälter oder zur Verpressung beigefügt werden. Auch eine Einschlämmung in der Gestalt von Graphitwasser zu der von der Aufbereitung nassen oder feuchten Frittenkohle ist möglich und ergibt eine innige Vermischung.
- Besonders nützlich ist der gleichmäßige Zusatz von äußerst feinem Graphitpulver in geringen Mengen zur Preßoberfläche der Fritte, um eine oberflächlich besonders gute Frittung zu erzielen. Zu diesem Zweck kann man entweder die Fritten nach der Verpressung mit äußerst feinem Graphitstaub oder mit Graphitwasser überziehen. Zu Graphitwasser wird man greifen, wenn man eine tiefer gehende Wirkung wünscht, zu Graphitstaub, wenn eine reine Oberflächenhärtung genügt. Zur sparsamen Verwendung des Graphitstaubes und des Graphitwassers dienen Sprühdüsen.
- Eine in vielen Fällen bereits genügende Wirkung im Sinne des Verfahrens wird erreicht, wenn man verbrauchte gefrittete Kohlenformkörper oder Reste von solchen sehr fein vermahlt und an Stelle von reinem Graphit verwendet.
- In allen Fällen wird die besondere Wirkung des neuen Vegfahrens erreicht, die darin besteht, gerade durch äußerst kleine Graphitteilchen das Wachstum der Graphitkeime in der Kohle anzuregen. Auf diese Weise entstehen gut ausgebildete Kristalle von einer Größe, zu der die Graphitkeime der Kohle allein nicht hätten heranwachsen können.
- Durch das neue Verfahren werden nicht nur die Fritten verbessert, sondern es wird auch die Sortenauswahl zu ihrer Herstellung vergrößert.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE; i. Verfahren zum Herstellen von Kohleformstücken, dadurch gekennzeichnet, daß nicht backende Steinkohlen (Frittenkohlen) mit bis zu io 0/0, vorzugsweise unter 5% Graphitstaub von weniger als i Mikron Teilchengröße innig gemischt und diese Mischung zu Formlingen gepreßt wird und die Formlinge z. B. bei etwa iooo° gesintert werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, , daß der Graphitstaub z. B. aus Düsen auf die Oberfläche der zu frittenden Preßlinge aufgebracht, z. B. trocken oder naß aufgestäubt wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 336 552, 411 a07.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK2848D DE928397C (de) | 1944-08-29 | 1944-08-29 | Verfahren zum Herstellen von Kohleformstuecken |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEK2848D DE928397C (de) | 1944-08-29 | 1944-08-29 | Verfahren zum Herstellen von Kohleformstuecken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE928397C true DE928397C (de) | 1955-05-31 |
Family
ID=7209623
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK2848D Expired DE928397C (de) | 1944-08-29 | 1944-08-29 | Verfahren zum Herstellen von Kohleformstuecken |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE928397C (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE336552C (de) * | 1918-07-14 | 1921-05-04 | Jegor Israel Bronn | Verfahren zur Herstellung von fuer Elektroden besonders geeigneten Kohlenstofftraegern |
| DE411207C (de) * | 1922-06-11 | 1925-03-23 | Siemens & Co Fa Geb | Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden |
-
1944
- 1944-08-29 DE DEK2848D patent/DE928397C/de not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE336552C (de) * | 1918-07-14 | 1921-05-04 | Jegor Israel Bronn | Verfahren zur Herstellung von fuer Elektroden besonders geeigneten Kohlenstofftraegern |
| DE411207C (de) * | 1922-06-11 | 1925-03-23 | Siemens & Co Fa Geb | Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden |
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