DE1771408A1 - Dichte keramische koerper aus carbiden und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents
Dichte keramische koerper aus carbiden und verfahren zu ihrer herstellungInfo
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Description
Dichte keramische Körper aus Carbiden und Verfahren zu ihrer Herstellung
Die Erfindung bezieht sich auf dichte keramische Körper aus Carbiden und auf ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
Diese Carbidkörper sind harte, dichte keramische Körper,
die sioh aus Borcarbid, Siliziumcarbid und Silizium zusammensetzen.
In den letzten Jahren sind erhebliche Anstrengungen unternommen worden, ein keramisches Panzermaterial zu entwickeln,
welches ausreichende Festigkeit besitzt, einen ausreichenden Schutz gegen Geeobosse zu bilden, aber gleichzeitig leicht
genug ist, damit es zum Sohutz von Personen- und luftfahrzeugen als Panzer angewandt werden kann, wo es bedeutsam ist, das
Gewicht der Panzerung, die zum Sohutz erforderlich ist, auf einem Minimum oder wenigstens innerhalb bestimmter Grenzen
zu halten. Es ist ebenfalls wiohtig, daß die Verfahren, die zur Herstellung derartigen keramischen Panzermaterials verwandt
WR/Si
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werden, sich zur Herstellung von Panzern in ziemlich komplizierten
monolithischen Formen, beispielsweise Helmen, Westen, Beinpanzern und dgl. eignen.
Verschiedene verhältnismäßig leichte keramische Stoffe
haben sich als brauchbar für die Herstellung von Panzern erwiesen:
Gesintertes Aluminiumoxid, selbstgebundenes Siliziumcarbid und heißgepreßtes Borcarbid. Von diesen Stoffen kann
Aluminiumoxid und Siliziumcarbid nach Verfahren verarbeitet werden, die die verschiedensten Formen herzustellen erlauben,
jedoch haben diese Stoffe ein verhältnismäßig hohes spezifisches Gewicht, was in der Größenordnung von 3,65 bzw. 3,05
liegt, und wirksame Mengen dieser Stoffe sind daher vergleichsweise schwer. Heißgepreßtes Borcarbid andererseits besitzt
ein verhältnismäßig niedriges spezifisches Gewicht von ungefähr 2,45 bis 2,5, aber dieser Heißpreßvorgang macht es ziemlich
schwer, wenn nicht sogar unmöglich, andere Formen zu schaffen als flache Platten oder verbältnismäSg einfache Formkörper.
Andererseits ist das Heißpressen ein besonders teures Verfahren und läßt sich nicht gut auf eine Massenproduktion
mit kontinuierlicher Arbeitsweise anwenden.
Die vorliegende Erfindung schlägt daher ein hartes, dichtes, d. h. im wesentlichen porenloses zusammengesetztes
keramisches Material vor, das im wesentlichen aus Borcarbid, Siliziumcarbid und Silizium besteht, ein verhältnismäßig
niedriges spezifisches Gewicht hat, das sich dem des heißgepreßten
Borcarbids nähert, das sich aber ohne Heißpreßverfahren
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auf eine wirtschaftliche Weise verarbeiten läßt und sieh zur
Herstellung von Körpern der verschiedensten Form eignet. Demzufolge lassen sich zusammengesetzte Körper gemäß der Erfindung
bersteilen, die besonders geeignet als keramische Panzer sind.
Derartige zusammengesetzte Körper lassen sich sehr einfach als Panzerung zum Schutz gegen Geschosse kleinen Kalibers und kleiner
Mündungsgeschwindigkeit verwenden, selbst wenn sie nicht in der lage sind, einen optimalen Schutz für Geschosse großen
Kalibers und hoher Mündungsgeschwindigkeit zu geben. Bs lassen sich auch zusammengesetzte Körper herstellen, selbst, wenn sie
nicht besonder brauchbar als Panzerung sind, so haben sie dennoch wünschenswerte Eigenschaften, nämlich Härte, Abriebfestigkeit,
allgemeine Festigkeit und Porenlosigkeit, so daß derartige Körper in geeigneten Formen als Spritzdüsen, Sandblasdüsen,
Saugkastendeckel für Papiermaschinen, Schwimmer und dgl. geeignet sind.
Das Verfahren zur Herstellung derartiger Körper besteht kurz gesagt darin, daS man ein inniges Gemisch körnigen Borcarbid
s mit einem Bindemittel herstellt, dieses Gemisch durch Pressen, Extrudieren oder irgendein anderes geeignetes Verfahren
in die gewünschte Form bringt, das Bindemittel sich abbinden läßt, damit der geformte Grünling die erforderliche Festigkeit
und den Zusammenhalt ergibt, damit er weiter behandelt werden kann, den Grünling dann mit Silizium durch Erhitzen
überzieht, und zwar in einer inerten Atmosphäre, vorzugsweise
_4„ A 0 9 8 8 3 / 0 A 5 8 öad original
— i- —
in einen Vakuum und unter Verwendung einer abgewogenen Menge
Silizium, indem man ihn auf eine Temperatur erhitet, die oberhalb des Sohmelepunktee dee Siliziums liegt und wenigstens oberhalb 1500° C, jedoob unterhalb 2200° C. Dabei durchdrängt daβ
geschmolzene Silizium den Körper und geht mit einem Teil das Boroarbids eine zlemliob komplizierte Reaktion ein, wobei sieb
etwas Siliziumoarbid in situ bildet. Wenn Hohlräume in dem Körper zwischen dem verbleibenden Borcarbid und dem siob neu ge»
bildeten Siliziumoarbid Torbanden sind, werden diese Hohlräume
durch freies Silizium durchdrungen.
Die Erfindung wird nun ausführlich unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Beispiele erläutert.
Ein Gemisch aus körnigem Borcarbid von verohiedener
Korngröße wird mit folgenden Anteilen vorbereitet:
45 Teile der Körnung 180,
25 Teile der Körnung 400 und 30 Teile der Körnung 800.
Diesem Gemisoh werden 10 Teile einer wäßrigen Lösung zugesetzt,
die 10 % Polyvinylalkohol als zeitweiliges Bindemittel enthält,
und das Gemisch wird dann solange gemischt, bis es im wesentlichen homogen ist. Das entstandene Gemisch wird dann durch ein
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_ 5 —
grobes Sieb gegeben, um irgendwelche Zusammenballungen aufzulösen.
510 g dieses Gemisches -werden in eine Stahlform mit
quadratischer Grundfläche und einer Kantenlänge von 16,3 cm
gegeben und mit einem Druck von 190 kg/cm2 gepreßt, so daß sich
eine Platte mit einer Kantenlänge von 16,3 cm und einer Dicke von 1,12 cm ergibt. Diese Platte wird aus der Form entnommen,
bei Zimmertemperatur in einen Ofen gelegt und auf 105°' 0 für 30 Stunden erwärmt bei im wesentlichen konstanter Steigerung
der Temperatur, um das Wasser auszutreiben und den Polyvinylalkohol zum Abbinden zu bringen. Der so erhaltene zusammenhängende
Grünling besitzt ein spezifisches Gewicht von 1,55.
Der Grünling wird dann auf ein Stück locker gewebten Kohlenstoff gewebe s quadratischer Form und einer Kantenlänge von
17,7 cm gelegt, welches sich auf dem Boden eines dichten Graphittiegels befindet, der dann in einen Behälter eingesetzt
wird, der in den Spulen eines Induktionsofens steht. 360 g granulierten Siliziums werden dann sorgfältig auf die obere
Seite des Grünlings gegeben, so daß sich ein Häufchen von pyramidenförmiger Gestalt ergibt, deren Grundfläche sich fast
bis an die Ränder des Grünlings erstreckt.
Daraufhin wird der Behälter auf einen Druck von etwa 50 Mikrons evakuiert, eine inerte Atmosphäre geschaffen und
der Strom für die Spulen eingeschaltet. Das Yakuum wird während der ganzen Heizperiode aufrechterhalten. Ein optisches Pyrometer,
welches auf den Grünling gerichtet ist, wird verwandt, um die
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ORIGINAL
Temperatur des Grünlings zu messen, wenn diese ansteigt, \venn
eine Temperatur von ete HOO0 C erreicht ist, schmilzt das Silizium
und verteilt sich über die obere Seite des Grünlings, und wenn eine Temperatur von etwa 1600° C erreicht ist nach
einer Gesamterbltzungszeit von ungefähr 1,75 Stunden, dringt das geschmolzene Silizium in den Grünling ein, und zwar ziemlich
abrupt und reagiert mit einem Teil des Borcarbids, so daß sich
Siliziumcrarbid bildet. Daraufhin wird der Strom sofort abgeschaltet,
und man läßt den Ofen und seinen Inhalt auf Zimmertemperatur abkühlen.
Die keramische Platte, die man so erhalten hat, besitzt
ein spezifisches Gewicht von 2,54, einen Bruchmodul von 1750 kg/ cm und einen Elastizitätsmodul von 3,4 x 10 kg/cm und ist
außerordentlich hart und im wesentlichen porenfrei. Die Analyse ergab:
Ges. C: 14,18 #
Ges. Si: 4 i ,79 #
Ges. B (aus der Differenz ): 44,03 ^
Freier 0: 0,07 #
Freies Si: 21,42 <f>
Eine Röntgendiffraktionsanalyse zeigte, daß sich der
Körper aus folgenden Phasen zusammensetzt: Eine erste Borcarbid type mit einem Diffraktionsmuster, das dem normalen
B4C entspricht; einer zweiten Borcarbidtype mit einem Diffrak-
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BAD
tionsmuster von Borcarbid rait einem erweiterten Gitter,
aus oL(bexagonaleia) Siliziumcarbid; aus ß (kubischem) Siliziumoarbid
und aus Silizium.
Der Polyvinylalkohol, der als Bindemittel in Beispiel 1
verwandt worden ist, verflüchtigt sieb während der Behandlung
des Körpers mit dem Silizium, ehe das Silizium schmilzt, ohne daß eine merkliche Menge Kohlenstoff in dem Körper zur Zeit der
Infiltration des Siliziums in den Körper zurückbleibt. Aus Gründen, die weiter unten diskutiert werden, ist es jedoch
oft wünschenswert, daß eine gewisse Menge fein zerteilten Kohlenstoffs in dem Körper zugegen ist, wenn die Behandlung
mit dem Silizium stattfindet. In diesem fall reagiert das Silizium niobt nur mit einem Teil des Borcarbids des Körpers,
sondern im wesentlichen mit dem gesamten Kohlenstoff, so daß
Siliziumcarbid entsteht, und zwar aus beiden Kohlenstoffen. Sin Verfahren zur Herstellung eines Körpers, der mit Silizium
zu behandeln ist und Kohlenstoff enthalten soll, verwendet ein vorübergehendes Bindemittel, das verkohlt, d. h. das
einen Kohlenstoffrückstand in dem Körper erzeugt, wenn dieser
erhitzt wird. Dieses Verfahren ist in den Beispielen 2 und 3 beschrieben. Andererseits kann auch eine Menge fein zerteilten
Kohlenstoffs,beispielsweise eine geeignete Sorte fein gepulverten Graphits, in das anfängliche Gemisch hineingearbeitet
werden. Es ist jedoch im allgemeinen vorzuziehen, wenn Kohlenstoff in dem mit Silizium zu behandelnden Körper vorhanden sein
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ORIGINAL INSPECTED
soll, die beiden oben genannten Verfahren zu verwenden, nämlich
Kohlenstoff in die Masse einzuarbeiten und ein verkoblbaree
Bindemittel zu verwenden, was in Beispielen 4 und 5.beschrieben
Aus 42 Teilen der Körnung 120, 23 Teilen der Körnung 180,
14 Teilen der Körnung 400 und 14 Teilen der Körnung 800
wird ein Borcarbidgemlsoh hergestellt. Diesem Gemisoh werden
7 Teile eines Tcrtibergebenden verkohlbaren Bindemittels zugesetzt,
welohes aus 54 $ eines flüssigen Phenol-Formaldehydbarzes besteht, wie es von der Yaroum Chemical Division of Reiohbold
Cbemioals, Inc. unter dem Handelsnamen Taroum 8121 hergestellt
ist, mit 47 # Furfurol als Verdünnungsmittel. Dieses Gemisch wird solange gemisoht, bis es homogen 1st und dann, durch ein
grobes Sieb pasiert, um Zusammenballungen aufzulösen.
495 g des gesiebten Gemisches werden dann mit einem
Druck von 210 kg/ cm zu einer Platte gepreßt, die den Abmessungen in Beispiel 1 entspricht. Diese Platte wtfl in einen
Ofen bei Zimmertemperatur eingelegt und über eine Zeitspanne von 24 Stunden bei einer Temperatürsteigerung von ungefähr
5°/h auf 150° C erwärmt, um den Harz zum Abbinden zu bringen. Der entstandene Grünling besitzt ein spezifisches Gewicht von
1,58.
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ORIGINAL INSPECTED
Der Grünling wird dann mit Silizium behandelt, im
wesentlichen unter denselben Bedignungen wie sie im Beispiel 1
beschrieben sind, wozu man 225 g Silizium und ein Vakuum von ungefähr 50 Mikrons verwendet. Wenn die Temperatur ansteigt, aber
da8 Silizium nooh nicht schmilzt, bildet das Bindemittel Kohlenstoff, das indem ganzen Grünling verteilt ist und die Menge
dieses Restkohlenstoffes beträgt utugefäbr 35 bis 40 Gewichts-^
des in die ursprüngliche Mischung eingearbeitetenHarzes. Nach der Durohtränkung der Platte durch das geschmolzene Silizium
reagiert das Silizium mit dem Kohlenstoff wie auch mit dem Borcarbid und bildet Siliziumoarbiä. Sie keramische Platte,
die auf diese Weise erhalten wird, besitzt ein spezifisches Gewicht von 2,55, einen Bruchmodul von 1770 kg/cm , einen
Elastizitätsmodul von 3,5 x 10 kg/cm und ist außerordentlich
hart und im wesentlichen porenfrei. Analyse:
| Ges. C: | 14,0 f>; |
| Ges. Si: | 32,2 96; |
| Ges. B (Diff.): | 53,8 *; |
| Freier C: | 0,18 96 |
| freies Si: | 21,0 #. |
| Beispiel 3 |
Aus 18,7 Teilen der Körnung 16, 23,4 Teilen der Körnung 36, 11,7 Teilen der Körnung 54,
11,7 Teilen der Körnung 70,
409883/0458 ~10"
18,7 Teilen der Körnung 180 und 9,3 Teilen der Körnung 400
wird ein Boroarbidgemisob hergestellt. Diesem Gemieob werden
6,5 Teile des gleioben verkohlbaren Bindemittels wie in Beispiel 2 zugesetzt, worauf die Mischung bis sur Homogenität
gemischt und dann duroh ein grobes Sieb bindurohgegeben wird. Unter Anwendung derselben Verfahrensscbritte und Bedingungen
wie in Beispiel 2 wird ein Grünling aus 520 g des Gemisches und 300 g Silizium hergestellt. Sie sich ergebende Platte,
die den Abmessungen der Platte nach Beispiel 2 entspricht, besitzt ein spezifisches Gewicht von 2,51, einen Brucbmodul
von 840 kg/cm2, einen Elastizitätsmodul von 3,1 x 10 kg/om
und ist außerordentlich bart Und im wesentlichen porenfrei.
Analyse:
Ges. C: 55,2 j£;
Ges. Si: 35,3 £;
Ges. B (Biff.): 49,5 *;
Freier C: 0,35 £;
Freies Si: 20,0 £.
Beispiel 4
Aus folgenden Teilen wird ein Gemisch hergestellt:
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45 !teile Borcarbid der Körnung 120, 1771408
23 Teile Borcarbid der Körnung 180, 30 Teile Borcarbid der Körnung 800,
2 Teile pulverförmiges Grapbit mit einer Teilchengröße von etwa 50 Mikrons und Heiner und
9 feile eines verkohlbaren Bindemittels, bestehend
aus 46 f> Phenol-formaldehydharz gemäß Beispiel· 2 und
54 # Jurlurol als Verdünnungsmittel.
Dieses Gemisch wird zur Homogenität vermischt und dann durch ein
grobes Sieb gegeben. 545 g des Gemisches werden mit einem Druck von 190 kg/cm zu einer Platte verformt, die die Abmessungen
gemäß Beispiel 1 hat, und die Platte wird dann bei Zimmertemperatur in einen Ofen eingesetzt und 24 Stunden auf 150° C erhitzt
mit einem Temperaturanstieg von 5° C/h, damit der Harz abbindet.
Der entstandene Grünling hatte ein spezifisches Gewicht von 1,73· Diese Platte wird dann gemäß Beispiel 1 mit Silizium behandelt,
wozu 282 g Silizium erforderlich sind, das Bindemittel verkohlt während des Erhitzens und ehe das Silizium schmilzt. Nachdem das
flüssige Silizuum in die Platte eingedrungen ist, reagiert es mit dem pulverförmigen Grapbit und dem Kohlenstoffrückstand
aus dem Bindemittel und einem Teil des Borcarbids und bildet Siliciumcarbid.
Die entstandene Platte hat ein spezifisches Gewicht von 2,55, einen Bruohmodul von 2400 kg/cm , einen Elastizitätsmodul
von 3,6 χ 10 kg/cm und ist außerordentlich hart und im wesentlichen porenfrei.
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ORIGIAL i^3r£CTED
Analyse:
| Ges. C: | Beispiel 5 | 16,5 | fi. |
| Ges. Si: | 32,6 | *} | |
| Ges. B (Diff.): | 50,9 | ||
| freier C: | 0,16 | ||
| freies Si: | 12,6 | ||
40 Teilen Borcarbid der Körnung 120, 30 Teilen Borcarbid der Körnung 180,
10 Teilen der Körnung 400,
20 Teilen pulverigen Graphite mit einer
Teilchengröße von etwa 50 Mikrons und kleiner und 10 Teilen des verkohlbaren Bindemittels gemäß
wird innig vermischt und anschließend durob ein grobes Sieb
gegeben, um Zusammenballungen aufzulösen· 490 g des Gemisches werden bei einem Druok von 211 kg/om zu einer Platte der
Abmessungen gemäß Beispiel 1 gepreßt und die Platte bei Zimmertemperetur in einen Ofen eingelegt und 24 Stunden lang auf
150° C erhitzt, wobei die Temperatur des Ofens um 5°/h gesteigert wird, damit der Bindeharz abbindet. Der entstandene
Grünling hat ein spezifisches Gewioht von 1,55.
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ORiGiNAL INSPECTED
Sie Platte wird gemäß Beispiel 1 unter Verwendung von
320 g Silizium mit Silizium behandelt, wobei das Bindemittel
während des Erhitzens Kohlenstoff bildet.
Die entstandene Platte hat ein spezifisches Gewicht von 2,72, ist außerordentlich hart und in wesentlichen porenfrei·
Analyse:
| Ges. C; | » | (Diff. | ): | 22,5 | 7>\ |
| Ges. Si: | • | C: | 39,1 | ti | |
| Ges. B | Si: | 38,4- | ti | ||
| Freier | 0,71 | t | |||
| Freies | 6,9 |
Härtebestimmungen nach Knoop 100 an dem in den Körpern
vorhandenen Boroarbid, Siliziumcarbid und Silizium ergaben die folgenden Werte: Etwa 2850 bis 3000, 2500 bis 2700 bzw. 700 bis
1600 kg/mm2. Der Wert für Silizium ist etwas höher als der
zu erwartende Wert von 700 bis 900, was möglicherweise darauf zurückzuführen ist, daß kleine Mengen von Bor im Silizium
vorhanden sind. Da die Siliziumphase erheblich weioher ist als das Borcarbid und das Siliziumoarbid, sollten die herzustellenden Körper nur eine minimale Menge freien Siliziums
enthalten, gerade genug, um feste, sprungfreie Körper zu bilden, wenn die Körper als Panzerung verwandt werden sollen. Verschiedene zusammenhängende Verfahrensvariablen müssen in diesem
Zusammahang berücksichtigt werden einschließlich der Teilohengröße des Boroarbids in dem ersten Gemisch und die Anwesenheit
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■von Kohlenetoff in dem mit Silicium su behandelnden Grünling.
Sie Teilchengröße dee Borcarbidβ wird la übliober Weise
durch die Nummer der Körnung ausgedruckt, deren Korngrößensmsammensetzung aus der aneohließenden fabeile I eraichtliob ist.
| Körnung | Mikrons | mittlere | maximum | ■!nimm | |
| Tabelle I | Fr. | 1092 | 1650 | 787 | |
| 16 | 483 | 762 | 305 | ||
| Typische Teilohengrößenrerteilung von | 36 | 305 | 495 | 203 | |
| Borearbidsobleifmlttellcurnuniten | 54 | 203 | 330 | 127 | |
| 70 | 102 | 165 | 50 | ||
| 120 | 76 | 114 | 25 | ||
| 180 | 22 | 45 | 11 | ||
| 400 | 12 | 30 | VJI | ||
| 800 |
DiobteBorcarbid-Siliziumcarbid -Siliziumkörper lassen
sieb nach den erfindungsgemäßen Verfahren aus einen ersten Gemisch, welches eine Borcarbidkörnung einer einzigen Korngröße enthält, herstellen. Dies ist aber in allgemeinen niobt
vorteilhaft, well Grünlinge, die aus einer solchen Körnung hergestellt werden, beträchtlohe Hohlräume zwieohen den einzelnen Boroarbldkörnern aufweisen zum Unterschied von Grünlingen, die aus einem Gemisch verschiedener Korngrößen herge-
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stellt sind und die daher einen hohen freien Siliziumgehalt
nach eier ßillzlumbehandlung aufweisen. Es 1st daher fast inner
vorzuziehen und für die Herstellung einer wirklich wirksamen
Panzerung notwendig, verschiedene BoroarbidkorngrÖßen zur
Herstellung des ersten Gemisches, wie in Beispielen 1 bis 5 beschrieben, zu verwenden. Diese Korngrößen sind so ausgewählt,
daß sie eine dichte Packung ergeben und sich ein Grünling herstellen läßt, der verhältnismäßig wenig Hohlräume xwisohen den
einzelnen Boroarbldkörnern aufweist. Sine Kombination aus ei«
70 $> einer verhältnismäßig groben Körnung und etwa 30 i» aus
einer relativ feinen Körnung ist in allgemeinen brauchbar, zumindest als Ausgangspunkt für weitere Verfeinerungen, die
aufgrund von experimentellen Untersuchungen der optimalen Kombination für einen beabsichtigten Zweck eingeführt werden.
Die Boroarbidkörnung nach Beispiel 1 besteht zu 70 96 aus einer
relativ groben Körnung ( 180 und 400 ) und aus 30 % relativ
feiner Körnung (800), die des Beispiels 2 besteht aus 70 $>
der Körnungen 120 und 180 und 30 f>
der Körnungen 4-00 und 800. Das Korngenisch nach Beispiel 3 besteht zu 70 j>
aus den Körnungen 16, 36, 54 und 70 und zu 30 £ aus den Körnungen 180 und
400, die Boroarbidkörnungen des Beispiels 4 zu 69 % aus den
Körnungen 120 und 180 und zu 31 % aus der Körnung 800. £0 ist
zu beachten, daß die Ausdrücke relativ grob und relativ fein sich auf die Verwandtschaft zwischen den Korngrößen beziehen,
die in dem ersten Gemisch enthalten sind, und jede Korngrößen-
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nummer kann eine relativ grobe oder eine relativ feine Körnung bezeichnen, je nachdem, welche Korngrößen sonst nooh zugegen
sind.
Vom Standpunkt der Herstellung von mit Silizium bebandelten Körpern maximaler Festigkeit und Härte und die außerordentlich gut als Panzerung geeignet sind, ist es wlohtig, daß
das körnige Borcarbid in dem ersten Gemisoh eine größte Korngröße von ungefähr 300 Mikrons oder weniger aufweist, obgleich
gröberes Material auoh zur Herstellung zusammengesetzter Körper verwandt werden kann, wenn die Anforderungen an diesen geringer
sind. Die maxiamle Boroarbldkorngröße in Beispiel 1 beträgt etwa
114 Mikrons (Korngröße 180) und das meiste des Boroarbikds ist wesentlich feiner. Dieses Gemisch, welches die kleinste maximale Korngröße besitzt, ist in den Beispielen dargestellt und
Platten, die man nach Beispiel 1 hergestellt bat, sind als Panzerung sehr wirksam, wenn sie einem soharfen ballistischen Test
unterzogen werden, der darin besteht, daß man Gesohosee ausgewählter Größen mit bestimmten Geschwindigkeiten auf die Mitte
der Platte feuert. Tom praktischen Standpunkt jedoch ergibt sich eine Grenze, wie fein die Boroarbidkörnung sein darf,
denn in dem Maße wie die Korngröße des Borcarbidβ herabgesetzt
wird, nimmt die Reaktionsfreudigkeit mit dem Silizium während der
Siliziumbehandlung zu, und es wird außerordentioh schwierig,
diese Siliziumbehandlung rlohtig zu steuern und ein Springen
der Körper zu verhindern, was eintritt als Ergebnis dieser
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ORIGINAL INSPECTED
sebr schnellen, intensiven Reaktion. Es ist tatsächlich sehr
schwer, einen festen intakten Körper herzustellen unter Verwendung eines Korngrößengemisches 18O-4-OO-8OO, wie es in
Beispiel 1 verwandt worden ist. Aus diesen praktischen Gründen ist es daher vorzuziehen, wenigstens einen Teil einer Boroarbidkörnung zu verwenden, die gröber ist als die Korngröße 180.
Obgleich die Verwendung eines solchen gröberen Materials dazu führt, daß die Volumen der Zwischenräume in dem Grünling
zunehmen und daher eine erhöhte Menge an freiem Silizium in dem mit Silizium behandelten Körper vorhanden ist, kann
die Zunahme der Menge freien Siliziums wenigstens teilweise wieder wettgemacht werden durch Kohlenstoff, der zur Zeit
der Siliziumbebandlung in dem Grünling zugegen ist. Bas erreicht
man dadurch, daß man Kohlenstoff in den Grünling einarbeitet und/oder ein verkoblbares Bindemittel in der ersten Mischung
verwendet.
Betrachtet man die Beispiele 1 und 2 unter diesen Gesichtspunkten, dann sieht man, daß der freie Siliziumgehalt
der hergestellten Körper im wesentlichen derselbe ist, ungeachtet der Anwendung von etwas Borcarbid der Körnung 120 in
dem ersten Gemisch nach Beispiel 2, in dem auch ein verkohlbares Bindemittel enthalten ist. Wenn der Grünling nach
Beispiel 2 erhitzt wird und das Bindemittel verkohlt, entsteht in den Zwischenräumen zwischen den Boroarbidkörnern
Kohlenstoff und durch das Eindringen des schmelzflussigen
Siliziums reagiert dieses mit dem Kohlenstoff als auoh mit dem
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Borcarbid und bildet Siliziumoarbid, wodurch das Volumen der
Räame zwischen den. Körnern, das zur Auf na bee freien Siliziums
zur Verfügung steht, Terringert wird. Der Körper, der naob
Beispiel 2 erhalten worden ist, ist hinsiehtlioh seiner Verwendung als Panzer, wie ballistische Versuche zeigten, mit den
des Beispiels 1 rergleiohbar·. Bruohmodul und Elaslzitätsmodul
beider Körper der Beispiele 1 und 2 sind dieselben.
Vergleicht«an Beispiel 2 mit Beispiel 3, bei dem eine
beträchtliche Menge an Boroarbid verwandt wurde, deren Korngröße größer als 300 Mikrons ist, so zeigt sioh, daß der Bruobmodul
und der Elastizitätsmodul beträchtlich nied_riger liegen,
obgleich der freie Siliziumgehalt in den Körpern nach den Beispielen 2 und 3 etwa der gleiche ist. In beiden Beispielen
wird ein verkohlbares Bindemittel verwandt. Ballistisohe Versuche mit Körpern , die gemäß Beispiel 3 hergeetelt .wurden,
zeigen, daß diese weniger gut sind als diejenigen, die gemäß Beispiel 2 erhalten werden, obgleioh sie immer nooh als Panzerung für Gesohosse niedrigerer Geschwindigkeit und kleineren
Kalibers geeignet sind. Folglich sollte man aus dem ersten Gemisch jede größere Menge einer Borcarbidkörnung weglassen,
deren Teilchengröße größer als etwa 300 Mikrons ist.
Beispiel 4 beschreibt eine besondere gute und wUrobenswerte erste Mischung für die Herstellung zusammengesetzter
Körper gemäß der Erfindung. Es ist dabei festzustellen, daß die maximale Korngröße der Boroarbidkörnung stark unterhalb
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300 Mikrons liegt, aber ein Teil des Borcarbids gröber ist als
die Körnung 180. Zusätzlich zur Verwendung eines verkohlbaren Bindemittels, um Kohlenstoff in den Grünling zu erzeugen, wenn
die Behandlung mit Silizium stattfindet, ist Kohlenstoff in JoTxa pulverförmigen Graphits in die erste Mischung hineingearbeitet, um die Menge freien Siliziums nach der Siliziumbehänd lung auf ein Minimum herabzudrüoken. Der Körper nach
Beispiel 4 enthält beträchtlich weniger freies Silizium als der Körper nach Beispiel 1 und besitzt überlegene mechanische
Eigenschaften. Ballistische Versuche zeigten, daß ein Körper nach Beispiel 4 wenigstens so gut ist wie ein Körper nach Beispiel 1 in seiner Verwendung als Fanzermittel, und das erste
Gemisch für Beispiel 4 ist deshalb vorzuziehen, weil die danach hergestellten Körper aufgrund der Einarbeitung einer
Borcarbidkörnung, die größer ist als 180 in dem ersten Gemisch, diese weniger zum Reißen oder Springen neigen, wenn sie
anschließend mit Silizium bete ndelt werden. Man erhält Ausbeuten Ton 80 bis 90 %, wenn man nach Beispiel 4 verfihrt,
d. b. etwa 8 oder 9 von 10 solchen Körpern sind fest und
riß- und sprungfrei, nachdem sie mit Silizium behandelt sind.
Betrachtet man Beispiel 5, so sieht man, daß durch die Einarbeitung einer verhältnismäßig großen Menge an Kohlenstoff
in die erste Mischung die Menge an freiem Silizium in den Körpern auf einen verhältnismäßig niedrigen Pegel herabgedrückt
werden kann, in diesem Beispiel auf 6,9 £· Körper, die so wenig
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wie 3 i» freies Silizium enthalten, la β sen sich durch geeignete
Einstellung der Borcarbidkörnungen und der Koblenstoffmengen
sowie des verkohlbaren Bindemittels in de« ersten Gemisch erbe It en und bei einem optimalen spezifischen Gewicht des Grünlings.
Es si ferner darauf hingewiesen, daß das spezifische Gewicht des Körpers naoh Beispiel 5 etwas höher ist als das spezifische
Gewicht der Körper mit größerem freiem SiliziumgebaIt gemäß der
Beispiele 1 bis 4· Dies ist zu erwarten, denn Silizium hat ein verhältnismäßig niedriges spezifisches Gewioht von 2,33» verglichen mit Borcarbid und Siliciumcarbid, deren speziflsobe
Gewichte bei 2,3 bzw. 3,2 liegen.
Es ist jedoch schwierig, hintereinander feste zusammengesetzte Körper herzustellen, die einen derartig niedrigen Gehalt an freiem Silizium aufweisen, wenn die Körper nioht verhältnismäßig klein sind. Die Gründe dafür sind völlig unklar.
Versuche, das Beispiel 5 zu wiederholen, führten oft zu gesprungenen Körpern, und das Problem wurde sogar noch größer,
wenn die Größe der Körper, die herzustellen waren, zunahm. Man kann sioh vorstellen, daß das Springen wenigstens teilweise
auf Spannungen zurüokzufübren ist, die aufgrund der Expansionen auftreten, welche eintreten, wenn der Kohlenstoff mit dem
Silizium reagiert und Sillziumoarbid bildet. Jedenfalls scheinen etwa 3 1>
freies Silizium das ungefähre praktisch erreichbare Minimum zu sein.
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Obgleich Körper mit einem derartigen niedrigen Siliziumgehalt sich herstellen lassen und sehr wirksame Panzermittel
sind, ist wegen der Erzielung einer guten Ausbeute, d. b. einer Verringerung des Ausschusses auf ein Minimum es vom kommerziellen
Standpunkt her -vorzuziehen, Körper herzustellen, die wenigstens etwa 10 i>
Silizium enthalten. Körper gemäß Beispiel 4, die einen mehr oder weniger optimalen Kompromiß hinsichtlich der verschiedenen Variablen des erfjidungsgemäßen Verfahrens darstellen, enthalten etwa 12 <f>
bis etwa 16 JC freies Silizium,
Zusammenfassend kann gesagt werden, daß das erste Gemisch, welches zur Herstellung der erfindungsgemäßen Kaper verwandt wird,
Borcarbid einer Korngröße enthalten kann, aber es ist vorzuziehen, Borcarbid verschiedener Korngrößen zu verwenden, nämlich
eine solche Korngrößenzusammenstellung, daß man eine dichte Packung erhält, so daß sich zwischen den einzelnen Körnern
in dem ersten Gemisch nach der Formgebung nur ein Minimum an Hohlräumen bildet. Weiter sollte das Borcarbid eine maximale
Teilchengröße von 300 Mikrons oder weniger enthalten und einen Anteil einer Körnung, die gröber ist als die Körnung 180. Das
erste Gemisch enthält vorzugsweise ein verkohlbares Bindemittel ode? Kohlenstoff und vorzugsweise beides. Das vorübergehend wirksame Bindemittel kann aus einer großen Vielzahl von Stoffen
ausgewählt werden, z. B. aus den Polyäthylenglykolen und Methoxypolyäthylenglykolen, und auch unter jenen, die von der
Pirma Union Carbide Corporation unter dem Handelsnamen CARBOWAX
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verkauft werden, ferner aus Polyvinylalkohol und eofern es
un ein verkohlbare8 Bindenittel bandeln soll, körnen Pbenolfornaldehydbarze, Epoxyharze, Dextrine und dgl· in frage.
Das Bindemittel wird in einer Menge verwandt, die ausreicht, den ersten Genisob, das die richtige Konsistenz bat,
bein fernen zu einen bestirnten Körper die erforderliche festigkeit zu geben. Selbst, wenn das Bindenittel ein verkoblbares
Bindenittel ist, wird die Bindenitteinenge in allgeneinen ohne
Berücksichtigung der Menge des Kohlenstoffes in den ersten Gemischt bestirnt, da fein zerteilter Kohlenstoff in einer solchen
Menge in das erste Gemisch eingearbeitet werden kann, daß er den gesanten Kohlenstoff liefert, der in den Grünling für die SiIlziunbehandlung notwendig 1st. In allgeneinen ist es jedooh vorzuziehen, daß das verkohlbare Bindenittel einen hoben Kohlenstoffgehalt aufweist, so daß der größte Anteil an Kohlenstoff
in den Grünling aus den Bindenittel staunt, weil dieser Kohlenstoff in allgeneinen in feinerer Porn vorliegt und besser disperglert ist als der Kohlenstoff, den nan zusetzt. Der Kohlenstoff, den nan den Genisch zusetzt, kann Graphit sein, wie er
in den Beispielen verwandt wird oder eine andere Art freien Kohlenstoffs.
für ein gegebenes erstes Gemisch aus körnigen Boroarbid
und einen Bindemittel wird die optinale Menge an Kohlenstoff, die notwendig ist, einen Körper nit den gewünschten Eigenschaften
herzustellen, durch Experinente bestinnt. Berechnungen, die auf den vergleichbaren spezifischen Gewichten der nioht nit Silizium
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behandelten und der «it Sillζinn behandelten Körper beruhen
und der berechneten intergranuLaren Volumen Btellen keine
geeigneten Mittel dar, weil das Silizium nicht nur «it de« Kohlenstoff, sondern auoh «it de« Soroarbid reagiert und
das Ausmaß der Reaktion «it dem Borcarbid und deren Wirkung
nicht genau voraussagbar ist. I« allgemeinen ist die optieale
Kohlenstoff «enge jene, die gute Ausbeuten mit Siliziu« behandelter Körper liefert, die dicht und fest sind und keine
Sprünge oder Riese aufweisen und auoh einen minimalen Gehalt
freien Siliziums besitzen. Ein Überschuß an Kohlenstoff führt zu gesprungenen Körpern offensichtlich aufgrund der Ausdehnung,
die die Umwandlung des Kohlenstoffs in Siliciumcarbid begleitet, während eine unzureichende Kohlenstoff menge zu einem höheren
freieren Siliziumgehalt in den Körpern führt. Der Graphit in dem bevorzugten ersten Gemisch des Beispiels 4 ist in einer
Menge von etwa 2 i» des Borcarbidgraphitanteils des Gemisches
zugegen und stellt die optimale Menge des beschriebenen Gemisches dar, da eine Erhöhung auf 3 Ί» im allgemeinen zu
Sprüngen in den Körpern während der Siliziumbehandlung führt, während eine Verringerung zu einer Erhöhung des Siliziumgehalts
führt und damit zu schlechteren Eigenschaften der Körper.
Nachdem die Ausgangsstoffe des ersten Gemisches miteinander vermischt worden sind und falls erforderlich durch ein
grobes Sieb gegeben worden sind, um Zusammenballungen aufzulösen, wird das Gemisch in die gewünschte form gebracht und
das Bindemittel in dem Grünling abbinden gelassen.
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Es gibt viele Verfahren, um das Gemisch zu formen, im
allgemeinen scheinen, sich die meohanisoben Eigenschaften der Körper eu verbeseern in den Maße, wie das spezifisobe Gewioht
des Grünlinge erhöht wird, und geformte Gemische maxiaalen
spezifischen Gewichte und minimaler intergranularer Räume sind demzufolge zu bevorzugen unter Berücksichtigung der Grenzen,
daß eine durchgehende Verbindung, d. b. ein zusammenhängendes
Netzwerk der intergranularen Räume zwieoben den Boroarbidkörpern besteht, damit das flüssige Silizium in den Grünling
eindringen kann. In der Praxis ist diese Begrenzung von geringer
Bedeutung, denn es würde extreme Bedingungen und besondere Maßnahmen erfordern, eine derart dichte Paokung und hohes spezifisches Gewicht eines geformten Körpers zu erhalten, durch das man
auf das Problem unzureichender Porosität stößt. Selbst, wenn das erste Gemieh in die Form einer Platte mit einem Druck bis
zu 211 kg/om2 wie in den Beispielen gepreßt wird, beträgt das spezifische Gewicht des Grünlings nur etwa 70 i» des theoretischen spezifischen Gewichts, und die Grünlinge sind ausreichend
porös.
Wenn man das bevorzugte erste Gemlsob gemäß Beispiel 4
aur Herstellung flacher Platten durch Pressen verwendet, Sollte
man Drücke zwischen etwa 176 kg/om2 und 211 kg/om verwenden.
Einen Grünling mit einem spezifischen Gewiobt von etwa 1,70 bis 1,76 erhält man nach dem Abbinden des Bindemittels. Drücke
niedriger als etwa 176 kg/om führen zu einem niedrigeren spe-
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zifisehen Gewicht, zu größerer Porosität in dem Grünling und zu
einem höheren Siliziumgehalt nach der Siliziumbehandlung,
während Drücke, die beträchtlich oberhalb 211 kg/cm2 liegen, anscheinend keine weitere Verdichtung bewirken. Wenn andere
erste Gemisohe verwandt werden, verändert eich der optimale Druck im gewissen Grad mit der Teilchengröße des Borcarbids,
so daß man etwas weniger Druck aufwenden muß, um ein bestimmtes spezifisches Gewicht zu erhalten, wenn die Teilchengröße
abnimmt. Die Menge des ersten Gemisches ist selbstverständlich von dem Volumen und dem spezifischen Gewioht des geformten
Körpers abhängig.
Obgleioh die Beispiele die Formgebungen des ersten Gemisches nur durch Pressen beschreiben, können andere Verfahren
auch angewandt werden, beispielsweise Extrudieren und verschiedene Gießverfahren, wobei sich das Verfahren im wesentlichen
danach riohten wird, welche form der Körper erhalten, soll. Die Zusammensetzung des ersten Gemisches kann variieren,
insbesondere im Hinblick auf das Bindemittel, damit man das beste Gemisch für das bestimmte Verfahren zum Formen erhält.
Für die verschiedenen Gießverfahren ist ein bestimmtes erstes wünschenswertes Gemisch dasselbe Gemisch, welches in
Beispiel 4 beschrieben ist, mit Ausnehme des Bindemittels und besteht aus 45 Teilen. Borcarbid der Körnung 120, 23 Teilen
Borcarbid der Körnung 180, 30 Teilen Borcarbid der Körnung 800, 2 Teilen pulverförmigen Graphits und 50 Teilen einer 4- #igen
Lösung von Dextrin in Wasser. Vorzugsweise setzt man eine kleine
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Menge eines Mittels hinzu, welches die Viskosität herabsetzt,
damit das Gemisch flleSfäbiger wird. Ein solches Mittel kann
2. B. ein Polyelektrolyt sein, wie er unter de· Hanäelsnamen
BARTAV 7 Ton der Firma R. T. Vanderbllt Company hergestellt wird. Die Gußrerfahren sind alle bekannt und werden daher
hier nicht weiter beschrieben. Bein Präzisionsformguß wird eine poröse form mit einer Ausnehmung verwandt, die der Gestalt
des herzustellenden Körpers ent^rjdit und die dann mit dem
Gemisch gefüllt wird. Vorzugsweise wird gerüttelt, um die Verdichtung der Teilchen zu unterstützen. Die gefüllte Form
läßt man dann stehen, bis eine ausreichende Menge der flüssigen Phase des Gemisches von dem porösen Formkörper aufgesogen
worden ist, damit man den Formkörper bandhaben kann. Dann wird er aus der Form genommen und das Bindemittel abbinden gelassen.
Unter Verwendung des oben angegebenen Gemisches erhält man Grünlinge, die ein spezifisches Gewioht von ungefähr 1,7 haben
und komplizierte Formen aufweisen können, wie beispielsweise Helme, Beinpanzer, Panzerwestenteile und dgl. Die Körper
werden dann erhitzt, damit das Bindemittel rerkohlt und mit
Silizium behandelt, worauf man den Körper gemäß der Erfindung erhält.
Andere besondere nützliche Ausgeataltungender Erfindung
umfassen die Verformung des ersten Gemisches durch Extrusion. Es ist bekannt, daß Borcarbid von begrenztem Wert als Schleifmittel ist, weil das Korn dazu neigt, musohelförmig zu brechen
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und sich so abrundet und weniger schleiffähig ist in de« Maße
wie die Abnutzung Tor sieb gebt. Ein erstes Gemisch gemäß der
vorliegenden Erfindung jedoch läßt sieb zu einem feinen Strang extrudieren, der in kurze Stücke zerschnitten werden kann.
Das Bindemittel in diesem Gemisch bindet dann ab, so daß sieb
Körner ergeben, die mit Silizium behandelt werden können, wodurch man ein Borcarbid-Siliziumcarbid-Siliziumsobleifmittel
erhält. Is wurde gefunden, daß derartige Schleifmittelkörner, obgleich sie einen erheblichen Anteil an Borcarbid enthalten,
im Gebrauch so zerbrechen, daß sich neue scharfe Sobleifkanten bilden, so daß diese Körnung als Schleifmittel gut geeignet ist.
Wenn das Gemisch in die gewünschte Form gebracht ist, läßt man das Bindemittel abbinden und erhält einen festen
Grünling unter Bedingungen, die dem jeweiligen verwandten Bindemittel entsprechen. Im allgemeinen ist ein langsames Erwärmen,
wie es in den Beispielen beschrieben ist, angebracht. Die Temperatur wird dabei nach und nach erböht, damit die flüchtigen
Bestandteile aus dem Körper entweichen können, ohne daß sich Sprünge bilden. Wenn ein Pbenolformaldebyd- oder anderes
Harzbindemittel verwandt wird, dann kann das Abbinden des Bindemittels ein Aushärten des Harzes umfassen, wogegen bei
der Verwendung einer Lösung eines Polyvinylalkohole, eines Dextrins und dgl. das Abbinden in erster Linie durch das
Entweichen oder Verdampfen des Lösungsmittels erfolgt.
Wenn ein verkohlendes Bindemittel verwandt wird, kann der Verkohlungsvorgang des Bindemittels in dem Grünling durch
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Erhitzen des Grünlinge la einer inerten Atmosphäre auf eine entsprechende Temperatur herbeigeführt werden. Da flüchtige
Beetandtelle aus dem Körper während des Verhohlene entweichen,
kann es notwendig oder wünschenswert sein, die Erhitzung, bei der die Verkohlung stattfindet, langsam zu steigern, damit
die flüchtigen Bestandteile, ohne den Körper zu beschädigen, entweichen. Die Notwendigkeit für eine solohe Steuerung nimmt
mit der Größe und der Dicke des Körpers zu. Vie aus den Beispielen zu entnehmen ist, ist keine besondere Temperatursteigerung unter den dort angegebenen Bedingungen erforderliofa
bei den dort beschriebenen Körperabmessungen und obgleich die Verkohlung als ein getrennter Vorgang durchgeführt werden kann,
kann sie auch der Einfachheit halber zusammen mit der Erhitzung bei der Siliziumbehandlung durchgeführt werden.
Die Siliziumbehandlung des Grünlinge wird durch Erhitzen
des Grünlings vorgenommen, und zwar in einer inerten Atmosphäre und in Berührung mit der berechneten Menge an Silizium auf eine
Temperatur, die oberhalb des Sobmelzpunktes des Siliziums liegt, wenigstens ungefähr 1500° 0, bei welcher Temperatur das
geschmolzene Silizium in den Körper eindringt ujad mit einem
Teil des Boroarbids reagiert und auoh im wesentlichen mit
dem gesamten vorhandenen Kohlenstoff, soweit solcher vorhanden ist und so in situ Siliziumoarbid bildet. Die Siliziumbehandlung
wird vorzugsweise wie in den Beispielen beschrieben ausgeführt, nämlich dadurch, daß man auf den Grünling in einem geeigneten
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Tiegel, der in eine» geeigneten Ofen steht, die erforderliche
Menge körnigen Siliziums auf die Oberfläche des Körpers aufgibt. Ein S^tick Kohlenstoffgewebe, vorzugsweise verkohlte Paokleinwand,
wird zwischen den Tiegel und das mit Silizium zu behandelnde formstück gelegt, um zu verhindern, daß dieses formstück an
dem Tiegel haften bleibt.
Die Siliziummenge, die man verwendet, «iß sorgfältig
bestimmt werden. Innerhalb ziemlich enger Grenzen will man feste dichte ungesprungene Körper mit optimalen Eigenschaften
hinsichtlich ihrer Verwendung als Panzer erhalten. Diese Steuerung ist erfoderlieh, damit die Reaktion von Borcarbid und Silizium nioht in eine« unerwünschten Maße abläuft. Da das fortschreiten dieser Reaktion im wesentlichen von der Teilchengröße des
Borcarbids abhängt, muß die Steuerung durch die Siliziummenge
erfolgen und dieses hinsichtlich der Korngröße größer sein als die Korngröße des Borcarbidb. Da jedoch im allgemeinen die Verwendung wenigstens eines Teils ziemlich feinen Borcarbids in der
Mischung zu bevorzugen ist, damit man Körper überlegener Eigenschaften erhält, muß die Menge an Silizium sorgfältig eingestellt werden.
Die Menge an Silizium, die für einen Grünling verwandt werden muß, ist im allgemeinen schwierig vorauszuberechnen,
weil es wiederum schwierig festzustellen ist, wieviel von dem Silizium mit dem Borcarbid reagieren wird und wieviel in dem
dann behandelten Grünling als freies Silizium vorliegen wird. Eine gangbare Annäherung zur Erfassung der erfoderlichen SiIi-
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BAD
ziumeenge kann man dadurch erhalten, daß man das gemessene
spezifische Gewicht des festen Grünlings von dem etwa erwünschten spezifischen Gewicht des mit Silizium behandelten
Körpers abzieht und mit dem Volumen des Körpers multipliziert. Auf diese Weise kann man das Silizium berechnen, welohes erforderlich ist, die gewünschte Gewichtszunahme zu liefern,
vorausgesetzt, daS es zutrifft, daß keine merkliche Änderungen
in dem Grünling bei der Siliziumbebandlung eintreten. Wenn Kohlenstoffgewebe verwandt wird, wird es sicher stöoblometrisoh
mit dem Silizium reagieren und Siliziumoarbid bilden. Auch dieser zusätzliche Anteil Silizium für diese Reaktion läßt sich
ganz einfaoh errechnen. Die genaue optimale Menge wird am besten
experimentell festgestellt, indem man die annähernd vorausberechnete Menge als Ausgangsmenge nimmt und sie dann solange
modifiziert, bis man einen dichten festen, im wesentlichen porenlosen Körper des gewünschten spezifischen Gewichts erhält.
Der Körper ist auf seiner Oberfläche vorzugsweise frei von überschüssigem Silizium, so daß er nicht vor Gebrauoh poliert
zu werden brauoht. Er haftet auch an sioh nioht an dem Tiegel oder an dem Kohlenstoffgewebe, wenn ein solohes verwandt wird.
Ein geringer Überschuß oder ein Mangel an Silizium kann die Siliziumbehandlung ernstlich gefährden. Überschüssiges Silizium führt dazu, daß der Körper reißt, höchstwahrscheinlich, weil
wenigstens teilweise eine unzulässige Ausdehnung durob die
Reaktion mit dem Borcarbid eintritt und vielleicht auoh wegen gewisser Oberfläoheneffekte des überschüssigen Siliziums, waa
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BAD ORIGINAL
zu einem ungleichmäßigen Körper führt, der verschiedene thermische
Ausdehnungskoeffizienten aufweist. Ein Mangel an Silizium führt zu einem Körper größerer Porosität, was für
eine Panzerung nachteilig ist und kann auch zu einem gerissenen oder gesprungenen Körper führen. An Beispiel 2, wo 295 g
Silizium verwendet werden, hat sich gezeigt, daß man ungesprungene Körper erhält, wenn die Gesamtmenge Silizium nicht
unter ungefähr 270 g verringert und nicht über ungefähr 320 g erhöht wird.
Es ist wichtig, daß das gesohmolzene Silizium mit dem
Körper so gleichmäßig wie nur möglich in Berührung kommt, da eine Lokalisation eines Überschusses zu Sprüngen an dieser
Stelle führt. Wenig Schwierigkeiten gibt es, wenn man einen im wesentlichen flachen Körper mit Silizium behandeln soll.
Sas körnige Silizium wird einfach oben auf diesen Körper aufgelegt und sobald es sohmilzt, überdeckt es die Oberfläche.
Körper von komplizierterer Gestalt, beispielsweise Zylinder, kann man mit einem porösen Material, wie Kohlenstoffgewebe,
umwickeln und in den Tiegel ein anderes Stück Kohlenstoffgewebe einlegen und diesen Körper dann mit der richtigen Menge
körnigen Siliziums umgeben, so daß beim Schmelzen des Siliziums dieses von dem porösen Gewebe aufgesogen wird, das sich mit
dem Grünling in Verbindung befindet, so daß eine gleichmäßige Berührung mit dem Silizium durch den Körper eintritt und in den
Körper eindringt, sobald die richtige Temperatur erreicht ist.
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BAD ORIGINAL
Die Siliziumbehend lung muß in einer inerten Atmosphäre,
beispielsweise in einen Vakuum oder in einem inerten Gas, beispielsweise Argon, Helium oder dgl., durchgeführt werden.
Stickstoff ist nicbt geeignet, weil er mit dem Borcarbid bei der Temperatur reagieren kann und dann Beeobiobtungen aus Bornitrid entstehen. Diese Bornitridschiebten verhindern die Infiltration des Siliziums, Vakuum ist sehr günstig und je höher,
umso besser, weil es dazu beiträgt, Lüfteinsoblüsse aus dem
Körper zu entfernen. Bei einem hoben Vakuum kann das Eindringen des Siliziums bei einer Temperatur von sogar 1300 C stattfinden, und eine Temperatur von 1600° C ist bei einem Druck von
etwa 50 Mikrons erforderlich. Bei einer Schutzgasatmosphäre
wie Argon oder Helium bei Atmosphärendruck ist eine etwas höhere Behändlungstemperatür von etwa 1850° C im allgemeinen
notwendig. Diese höhere Temperatur ist aber weniger wünschenswert,
weil dadurch die Reaktionsfreudigkeit des Borcarbids gesteigert
ist, was wiederum mit einer erhöhten Schwierigkeit in der Steuerung der Siliziumbehandlung einhergeht. Es wurde festgestellt,
daß eine inerte Atmosphäre für kleine Kgrper geeignet ist| die
Schwierigkeiten steigen an mit der Größe des Körpers, insbesondere durch die Lokalisierung der Siliziumbehandlung, was zu
Sprüngen im Körper führt.
Wenn man auf etwa 2200° C erhitzt, scheint eine Phasenänderung in dem Körper stattzufinden, die von Schmelzen und
Verformen begleitet ist. Weiterhin scheint geschmolzenes Silizium im Vakuum bei Temperaturen unterhalb 2200° C sobnell zu
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verdampfen. Deshalb sind 2200° 0 die höchste praktische Temperatur
für die Siliziumbebandlung, und vorzugsweise verwendet man
die niedrigst mögliche Temperatur, um diese Reaktionsgeschwindigkeit
des Boroarbids mit dem Silizium auf einem Minimum zu halten.
Die Wärmebehandlung kann man in verschiedenen Ofentypen
durchführen, und es muß nicht unbedingt ein Induktionsofen wie in den Beispielen sein. Die Geschwindigkeit des Temperaturanstiegs
bis zum Schmelzpunkt des Siliziums ist nicht besonders wichtig mit der Ausnahme der Kohlenstoffbildung des Bindemittels,
was bereits oben erwähnt ist. Wenn das Silizium geschmolzen ist, ist es jedoch wichtig, daß man die Temperatur so schnell wie
möglich auf jene Temperatur steigert, bei der das Silizium in den Körper eindringt, davit jegliche Effekte, die das
geschmolzene Silizium auf die Oberfläche des Körpers ausüben
mag, auf ein Minimum verringert sind. Wenn einmal der Körper
mit dem Silizium durchdrängt ist, dann soll man jeden weiteren Temperaturanstieg vermeiden und den Körper dann so schnell wie
möglich abkühlen lassen, aber ohne ihn dabei durch thermische Sohooks zu gefährden, die zu Sprüngen führen können, damit
die Reaktion zwischen dem Borcarbid und dem Silizium auf ein Minimum besobAkt wird, welche zu solchen Spannungssprüngen
führen können.
Zusammensetzung und Struktur der erfindungsgemäßen Körper ist komplex. Röntgenstrahlenanalysen der Körper nach
Beispielen 2 bis 5 zeigten, daß jeder Körper fünf Phasen, wie im Zusammenhang mit Beispiel 1 berichtet, enthält und Körper,
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die in Übereinstimmung mit der Erfindung hergestellt werden,
scheinen im wesentlichen aus Borcarbid, Siliziumcarbid und
freiem Silizium zu bestehen. Es wurde beobachtet, daß Körper, die bei Temperaturen von ungefähr 1850° C mit Silizium bebandelt wurden, Röntgenstrablendiffraktionsmuster liefern, die
aussagen, daß kein ß-Siliziumoarbid vorhanden ist, sondern nur die ^C-Form, wogegen Körper, die bei etwa 1600° C mit Silizium
behandelt sind, beide formen des Siliziumkarbids enthalten. Die beiden Boroarbidtypen sind jedenfalls immer zugegen, beide
haben eine rhomboedrisohe Struktur, wovon die eine dem Typ entspricht, der B4C entspricht, während die andere ein erweitertes
Gitter aufweist und aus einer weniger bestimmten Zusammensetzung besteht, aber wenigstens Bor und Kohlenstoff und möglicherweise
auch etwas Silizium enthält. Ss gibt einen Hinweis, daß freies Silizium wenigstens in manchen fällen geringe Mengen Bor enthalten kann. Kleinere Verunreinigungen, wie Eisen und Kalzium,
die zugegen sein können in dem körnigen Silizium oder in dem Boroarbid,welches verwandt wird, können natürlich auch in dem
fertigen Körper enthalten sein.
In dem fertigen Körper sind Siliciumcarbid- und Boroarbidkörner nebeneinander und feet miteinander verbunden vorhanden,
offensichtlich aufgrund der Reaktion, bei der Siliziumoarbid aus dem Borcarbid entsteht. Wenn freies Silizium in Mengen bis
zu 15 £ vorhanden ist, erscheint es als eine diskontinuierliche
Phase, welche die Hohlräume zwischen dem Boroarbid und dem
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Siliziumcarbid ausfüllt. Wenn es in einer größeren Menge von
etwa 15 oder mehr $> vorhanden ist, erscheint es als eine
kontinuierliche Phase, die das Borcarbid und das Siliziumcarbid verbindet. Es wird im allgemeinen festgestellt, daß der Bruchmodul
etwas niedriger in den Körpern ist, die mehr als etwa 15 i>
freies Silizium enthalten als in jenen Körpern, die weniger als etwa 15 5^ enthalten. Wie bereits oben erwähnt, sind
3 # Silizium die minimale Menge, die man erhalten kann und Mengen von wenigstens etwa 10 ^ sind zu bevorzugen. Obgleich es
keine bestimmte obere Grenze für den freien Siliziumgehalt der Körper gibt und sioh Körper mit beträchtlioh mehr als 35 $>
sehr leicht herstellen lassen, sollte der Siliziumgehalt nicht mehr als etwa 25 # betragen, wenn man ein sehr wirksames Panzermaterial
herzustellen wünscht.
Die Körper, wie sie erfindungsgemäß hergestellt werden, sind im wesentlichen parenfrei, ihr spezifisches Gewicht bewegt
sich im Rahmen von etwa 2,5 bis etwa 2,75, für Panzermataial jedoch ist anzustreben, die spezifische Gewicbtsspanne im
Bereich von etwa 2,5 bis etwa 2,6 zu halten, weil solche Körper den Vorteil des leiohteren Gewichts haben und als Panzermatacial
gleichwohl sehr wirksam sind. Der Bruchmodul kann bis auf etwa
700 kg/cm heruntergeben, insbesondere wenn Borcarbidkörnungen
verwandt werden mit einer Teilchengröße, die größer ist als etwa 300 Mikrons im Gemisch, jedoch auch bis auf etwa 2600 kg/cm
oder mehr ansteigen, und vorzugsweise sollte man für Panzermate-
g/ 2 rial einen Modul von wenigstens etwa 1400 cm haben. Der Elasti-
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zitätsmodul liegt in allgemeinen im Bereiob τοα etwa 2,1 χ
6 2
10 kg/cm , insbesondere wenn Borcarbid mit einer Teilobengröße
größer als etwa 300 Mikrons in dem Gemisch enthalten ist und
6 2
steigt bis auf 4,2 χ 10 kg/cm an und beträgt vorzugsweise
6 2
wenigstens etwa 3,1 x 10 kg/om .
Sie erfindungsgemäß erhaltenen Körper sind unlöslich
in verdünnter oder konzentrierter Salzsäure, Schwefel- oder Salpetersäure, zeigen jedoch geringe Gewichtsverluste in einer
beißen 15 £igen Natriumhydroxidlösung nach 24 Stunden. Bei
1350° C zeigen Körper, die gemäß Beispiel 4 hergestellt wurden,
eine gute Beständigkeit gegen Oxydation und nur etwa eine 10 #ige Verringerung ihres Elastizitätsmoduls.
Wenn nichts anderes angegeben, beziehen siob alle Prozent-
und Mengenangaben auf Gewichtsprozent bzw. Gewichtsteile. Die angegebenen Mikrons oder Millimeter bei Drücken und beim Vakuum
beziehen sich auf Mikrons oder Millimeter der Quecksilbersäule. Die Untersuchung hinsiehtlioh des Bruohmoduls wurden durch
Vierpunktbelastung bestimmt und der Elastizitätsmodul durch Schallverfahren.
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A09883/ÜA58
Claims (17)
1. Siebter keramischer Körper, bestehend aus Borcarbid, Siliziumoarbid und wenigstens etwa 3 Ί» freien Silizium.
2. Keramischer Körper nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
ein Gehalt an etwa 10 bis etwa 25 $> freien Siliziums.
3. Keramischer Körper nach Anspruch 2, gekennzeichnet duroh ein Gehalt von etwa 50 bis etwa 80 % Borcarbid und etwa 10
bis etwa 25 % Siliziumoarbid.
4. Keramischer. Körper nach Anspruoh 1, dadurch gekennzeichnet,
daß seine Röntgenanalyse eine Zusammensetzung aus im wesentlichen
BjG, einer Boroarbidart mit einem erweiterten Gitter, Siliziumcarbid der (J, -Form oder der ^ und der B-Form und freies Silizium
zeigt. M
5. Keramischer Körper nach Anspruoh 4, dadurch gekennzeichnet, daß Siliziumoarbid sowohl in der Ji- als auoh in der S-IOrm
zugegen 1st und das freie Silizium In einer Menge τοη etwa
10 bis etwa 25 5*.
6. Keramischer Körper nach Anspruoh 5t dadurch gekennzeichnet,
daß sein spezifisches Gewicht im Bereich τοη etwa 2,5 bis etwa 2,75 liegt.
WR/Si -38-
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ORIGINAL INSPECTED
7. Keramischer Körper nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch
einen Bruobmodul von etwa 700 kg/om bis mehr ale 2600 kg/ce2
und einen Elastizitätsmodul von etwa 2,1 ζ 10 kg/om bis etwa
4,2 χ 106 kg/om2.
8. Keramischer Körper naoh Anspruoh 7, daduroh gekennzeichnet,
daß er ein spezifisches Gewicht von etwa 2,5 bis 2,6 besitzt,
einen Bruohmodul von wenigstens 1400 kg/om und einen Blasti-
6 2 zltätsmodul von wenigstens 3,1 x 10 kg/om .
9. Keramischer Körper naoh Anspruch 1, daduroh gekennzeichnet,
daß er als Sohlelfmittel verwendbar ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines dichten keramischen Körpers
nach Anspruob 1, daduroh gekennzeichnet, daß zunäohst ein
homogenes erstes Gftmisob aus körnigem Boroarbid und einem
Bindemittel hergestellt wird, dieses Gemlsoh verformt, abbinden gelassen und durch Wärmeeinwirkung In einer inerten Atmosphäre mit einer abgestimmten Menge Silizium bebandelt wird,
wozu auf eine Temperatur oberhalb des Schmelzpunktes erhitzt wird, wenigstens auf etwa 1500° C, aber nioht über etwa 2200° C,
so *ß das geschmolzene Silizium den keramischen Körper durchdringt und mit einem Teil des Borcarbids zur Bildung von SiIizlumoarbid reagiert.
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11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
Borcarbid aus einer Anzahl von Körnungen besteht, von denen ein Teil verhältnismäßig grob und ein anderer Teil verhältnismäßig
fein ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß als inerte Atmosphäre ein Vakuum verwandt wird und die Temperatur
der Siliziumbehandlung des Körpers bei wenigstens 1500° C, aber unter etwa 1850° C liegt.
13· Verfahren naoh Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
als Bindemittel ein verkohlbares Bindemittel verwandt wird und in den Körper bei der Siliziumbehandlung Kohlenstoff bildet
und das Silizium mit diesem Kohlenstoff zur Bildung von Siliziumcarbid
reagiert.
14. Verfahrennaoh Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in das Gemisch fein zerteilter Kohlenstoff eingearbeitet ist,
mit den das Silizium unter Bildung von Siliziumcarbid reagiert.
15. Verfahren nach Anspruch 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des körnigen Borcarbids gröber als die Körnung
ist und die Boroarbidkörnung eine maximale Teilchengröße
bat, die unter etwa 300 Mikrons liegt.
16. Verfahren naoh Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Mischung etwa 2 Teile Kohlenstoff auf 98 Teile Bor-
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carbid enthält und die Temperatur der Siliziumbebandlung bei
etwa 1600° C liegt.
17. Verfahren naoh Anspruch 10, dadurob gekennzelohnet, daß
zunäohst eine is wesentlichen homogene erste Mischung aus
etwa 2 Teilen fein «erteilten Kohlenstoffs, etwa 98 Teilen einer Boroarbidkörnung mit verschiedenen Teilobengrößen hergestellt wird, deren maximale Teilchengröße unter etwa
300 Mikrons liegt, wobei ein Teil der Körnung gröber als die Körnung 180 ist, ferner aus einer angemessenen Menge eines
verkotalbaren Bindemittels, und daß aus diesem Oemisob Körper
geformt werden, die ein spezifisches Gtewioht von etwa 1,7 haben,
und das Bindemittel abbinden gelassen wird, das Bindemittel zur Bildung von Kohlenstoff in dem Grünling verkohlen gelassen
wird und der Grünling dann in einem Vakuum zur Behandlung mit Silizium erhitzt und mit der entsprechenden Menge Silizium bei
einer Temperatur von etwa 1600° C in Berührung gebraoht wird, so daß daβ Silizium schmilzt, in den Körper eindringt und mit
dem vorhandenen Kohlenstoff reagiert ind auch mit einem Teil
dee Boroarbids u_nd so Siliziumoarbid bildet.
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