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Sackhalter
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Offenhalten
von Säcken, Beuteln u. dgl., und zwar ist diese gekennzeichnet durch auf eine Tragstange
aufgesteckte Klammern von der Form etwa eines stehenden C, die lose auf und nieder
bewegbar sind und die dazu dienen, zwischen ihrem oberen C-Bogen und der Stange
den Sackrand zu halten, wobei das Ende dieses oberen C-Bogens, das sich gegen die
herabhängende Sackwand stützt, so weit nach unten bis unter die Höhe der Stangenachse
verlängert ist, daß es durch diese Abstützung die Klammer daran hindert, unter Schwenkung
dem Zug des gehaltenen Sackrandes zu folgen.
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Es gibt schon eine große Zahl verschiedener Sackhalter, die alle
die gleiche Aufgabe zu lösen suchen, Säcke auf zuverlässige Weise offenzuhalten,
während andererseits das Einspannen und Ausspannen leicht und schnell möglich sein
müssen.
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Die nächstliegende Lösung, nämlich die Verwendung federnder Klammern,
die den Sackrand an einer Tragstange festklemmen, hat sich nicht bewährt, weil der
gefüllte Sack sich durch sein Eigengewicht leicht aus diesen federnden Klammern
herauszieht. Aus diesem Grund sind verschiedene Ausführungsformen mit starren Klammern
entwickelt worden. Unter diesen kommt als am ehesten vergleichbar eine Ausführungsform
mit zwei Stangen in Frage, von denen die eine als Drehachse für schwenkbare Klammern
dient, während die andere Stange die eigentliche Tragstange darstellt, um die der
Sackrand herumgelegt und an der er mittels der übergelegten Klammern festgeklemmt
wird. Handelt es sich um das Offenhalten einer größeren Zahl von Säcken, die in
nebeneinander paral]el verlaufenden Reihen angeordnet sind, so wird bei dieser Ausführungsform
zwischen je zwei Sackreihen außer einer Stange, die beiden nebeneinander liegenden
Reihen gemeinsam als Klam-
merndrehachse dient, zu beiden Seiten
dieser Stange für jede Sackreihe außerdem je eine Tragstange erforderlich. Dieses
bedeutet nicht nur einen hohen Aufwand, sondern infolge des Abstandes der Stangen
voneinander auch einen unerwünschten Raumbedarf, der bei einer größeren Anzahl von
Säcken von durchaus merkbarem Nachteil ist.
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Der Sackhalter gemäß der Erfindung bedeutet gegenüber den verschiedenen
bekannten Ausführungsformen in mehrfacher Hinsicht eine wesentliche Verbesserung.
Zur Veranschaulichung ist in der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel dargestellt,
an Hand dessen die Vorteile des neuen Sackhalters anschließend erläutert werden.
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Fig. I zeigt eine Endansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispieles
mit eingelegtem wulstlosem Sackrand; Fig. 3 und 4 zeigen das Ausführungsbeispiel
in den beiden gleichen Ansichten mit einem eingelegten Sackrand, der einen Wulst
besitzt.
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Als Stange dient ein Rohr I, auf das die erwähnten C-förmigen Klammern
2 aufgeschoben sind.
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Das Ende des oberen C-Bogens ist etwas nach außen abgebogen, so daß
sich eine Nase 3 bildet, die das Unterschieben des Sackrandes 4 erleichtert. Die
Klammern2 bestehen aus starkem Flachmaterial.
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Die oberen Bogen sind so bemessen, daß ein Unterschieben des Sackrandes
4 möglich ist.
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Die Klammern 2 sitzen zunächst lose auf der Stange 1. Sie können
also in Längsrichtung der Stange verschoben und in der gewünschten Weise verteilt
werden. Wesentlich ist, daß die Klammern, wie aus der Zeichnung ersichtlich, auf
und nieder bewegt werden können, wie es für das Einlegen des Sackrandes, das anschließende
Aufsetzen der Klammern und schließlich wieder für das Freigeben des Sackrandes erforderlich
ist.
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Das Arbeiten mit der dargestellten Vorrichtung vollzieht sich folgendermaßen:
Es wird die Klammer 2 zunächst etwas angehoben. Zu diesem Zweck kann man sie gegebenenfalls
an der Nase 3 ergreifen. Alsdann wird der Sackrand 4 untergeschoben, was ebenfalls
durch die abgehobene Nase 3 erleichtert wird. Läßt man dann die Klammer los, so
senkt sie sich in die gezeichnete Stellung, wodurch der Sackrand also zwischen dem
oberen C-Bogen der Klammer und der Stange festgehalten wird. Für ein zuverlässiges
Festhalten des Sackrandes genügt es hierbei vollauf, ihn so weit einzuschieben,
daß er bis etwa in das erste obere Viertel des Kreisbogens hineinreicht, wie es
aus der Zeichnung ersichtlich ist. Es ist dann nicht mehr möglich, den Sack nach
unten herauszuziehen. Bei Sackrändern mit Randwulst gemäß Fig. 3 und 4 ist dieses
auf Grund der Darstellungen ohne weiteres verständlich. Aber auch Sackränder ohne
Wulst gemäß Fig. I und 2 können sich, selbst bei schwerer Füllung, nicht ungewollt
herausziehen. Die durch die Sackfüllung auf den Rand 4 ausgeübte Zugkraft wirkt
nämlich auf die Klammer 2 in dem Sinn, daß diese Klammer eine Schwenkung um die
Stange I, und zwar bei der in Fig. 1 dargestellten Ansicht entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn,
auszuführen sucht. Eine solche Schwenkung wird aber durch das Ende des oberen C-Bogens
verhindert, das sich nach unten bis unter die Höhe der Stangenachse erstreckt. Dieses
Ende stützt sich gegen die gespannte Sackwand. Je schwerer die Füllung ist, um so
straffer ist die Sackwand gespannt und um so weniger kann sie infolgedessen dem
Druck des Endes des oberen C-Bogens nachgeben. Es ergibt sich daher: Je schwerer
die Füllung ist, um so fester wird die Klammer in der gezeichneten Lage gegen Schwenkung
gesichert.
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Ist das Füllen des Sackes beendet und soll er abgenommen werden,
so löst man die Halterung, indem man entweder die Klammer 2 wieder ergreift und
etwas anhebt oder indem man einfach den Sackrand nach vorn, d. h. in Fig. I nach
links, fortzieht.
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Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der untere C-Bogen
so ausgebildet, daß er sich ebenfalls an die Sackwand anlegt, und zwar von der anderen
Seite. Dieses ist an sich nicht unbedingt erforderlich, bringt aber den Vorteil
mit sich, daß dadurch eine ungewollte Drehung der Klammer im Uhrzeigersinn (Fig.
I und 3), die zur Freigabe des eingelegten Sackrandes führen könnte, verhindert
wird.
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Eine vollständige Haltevorrichtung wird in der Regel aus zwei solchen
Stangen I bestehen, zwischen denen der Sack offen herunterhängt. Man würde also
die beiden Stangen I in dem durch die Sackgröße bestimmten Abstand parallel zueinander
anordnen und an diesen beiden Stangen zwei gegenüberliegende Teilabschnitte des
Sackrandes mit Hilfe von Klammern 2 haltern.
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Handelt es sich darum, zwei parallel nebeneinander verlaufende Reihen
von Säcken offenzuhalten, so kann die zwischen diesen beiden Reihen verlaufende
Stange I beiden Reihen als gemeinsame Tragstange dienen, so daß man mit einer einzigen
solchen Stange auskommt. Zu diesem Zweck ist es nur erforderlich, die Klammern für
die links der Stange I liegenden Säcke mit der Öffnung nach links auf die Stange
aufzuschieben und die Klammern für die rechts der Stange I liegenden Säcke mit der
Öffnung nach rechts.
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Beide Sackreihen stoßen also an dieser gemeinsamen Stange 1 unmittelbar
aneinander, und es ist kein Zwischenraum vorhanden, der immer die Gefahr mit sich
bringt, daß versehentlich Gegenstände dazwischenfallen. Auch in räumlicher Hinsicht
bedeutet diese Möglichkeit der eng benachbarten Anordnung einen wesentlichen Vorteil.
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Einen wesentlichen Vorteil stellt auch der geringe Materialaufwand
dar. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung, die für einen zu haltenden Rand nur eine
einzige Tragstange benötigt, ist notwendigerweise erheblich billiger als die bekannten
Vorrichtungen, die zwei oder gar drei Stangen benötigen.
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Selbstverständlich ist der Erfindungsgedanke nicht auf Säcke aus
Stoff beschränkt, vielmehr können auch andere, stoffähnliche Gegenstände mittels
einer solchen Vorrichtung gehalten werden,
Es sei auch besonders
darauf hingewiesen, daß ein und dieselbe Vorrichtung ohne Anderung ihrer Bemessung
für Beutelränder verschiedener Beschaffenheit benutzt werden kann, wie dieses ja
auch die Darstellungen veranschaulichen. Es können also mit der gleichen Vorrichtung
sowohl Ränder ohne Wulst als auch solche mit Wülsten verschliedener Abmessungen
zuverlässig festgehalten werden, wobei als ganz wesentlicher Vorteil auch die schonende
Behandlung des Materials hervorzuheben ist.
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Was die Abmessungen der Klammern anbelangt, haben sich die aus der
Zeichnung ersichtlichen Verhältnisse praktisch gut bewährt. Die gerade Verlängerung
des Endes des unteren C-Bogens nach oben soll sicherstellen, daß die Klammer nicht
von der Stange herunterfallen kann. Die Öffnung ist also ein wenig kleiner als der
Durchmesser der Stange I.