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DE9261C - Mikrophon-Sender - Google Patents

Mikrophon-Sender

Info

Publication number
DE9261C
DE9261C DENDAT9261D DE9261DA DE9261C DE 9261 C DE9261 C DE 9261C DE NDAT9261 D DENDAT9261 D DE NDAT9261D DE 9261D A DE9261D A DE 9261DA DE 9261 C DE9261 C DE 9261C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
microphone
carbon
box
air
carbon stick
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT9261D
Other languages
English (en)
Original Assignee
ch. varey in Paris
Publication of DE9261C publication Critical patent/DE9261C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04RLOUDSPEAKERS, MICROPHONES, GRAMOPHONE PICK-UPS OR LIKE ACOUSTIC ELECTROMECHANICAL TRANSDUCERS; DEAF-AID SETS; PUBLIC ADDRESS SYSTEMS
    • H04R21/00Variable-resistance transducers
    • H04R21/02Microphones

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

1878.
Klasse 21.
CHARLES VAREY in PARIS. Mikrophon-Sender.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. October 1878 ab.
Das System vorliegender Erfindung beruht auf dem Princip des Mikrophons, und die Erfindung besteht darin, unter besonderen Bedingungen dieses Princip für die Beförderung von gesprochenen Worten nach einem beliebigen telephonischen Empfanger anzuwenden.
Um dieses Ziel zu erreichen, mufsten zunächst Einrichtungen getroffen werden, die Undeutlichkeiten und die Verschmelzung der Töne, welche das Mikrophon in seiner gewöhnlichen Form und Anordnung erzeugt, zu vermeiden. Aufserdem war es nöthig, dem Apparat eine solche Anordnung zu geben, dafs er im Stande ist, die von dem Munde des Sprechenden ausgehenden Töne und Sprechmodulationen leicht und rein zu empfangen. Zu diesem Zweck befindet sich das Kohlenstäbchen sowie seine Widerlager aus Kohle in einem vollkommen geschlossenen Kasten. Dieser Behälter, der einen Resonanzkasten bildet, ist mit einer Oeffnung, die in ein Mundstück zum Hineinsprechen ausläuft, versehen, während jedoch das Innere des Kastens durch eine dünne Platte von der äufseren Luft abgesperrt ist, so dafs eine directe Einwirkung der äufseren Luft auf das Kohlenstäbchen und so die oben erwähnten, den Apparat beeinflussenden Störungen vermieden werden.
Diese eingeschaltete Platte kann aus Eisen, Glimmer oder beliebigem anderen Material bestehen. Ihr Vorhandensein ist hier von der gröfsten Wichtigkeit und bildet eine der wesentlichsten Eigenthümlichkeiten des Apparates.
Wird die Luft in der Nähe des Apparates in Schwingungen versetzt, so schwingt die Platte und. die in dem Kasten eingeschlossene Luft nimmt hieran Theil, wirkt vermöge ihrer Elasticität auf das Kohlenstäbchen und bringt die Thätigkeit desselben hervor.
Die Einschaltung der Platte hat demnach zum Zweck, dafs möglichst nur die beabsichtigten Schwingungen der Luft, d. h. diejenigen Schwingungen, welche das gesprochene Wort rein wiedergeben, von dem Apparat aufgenommen werden, während die Bewegungen und Stöfse der Luft, welche durch andere Geräusche hervorgerufen werden, keinen Einflufs auf das Kohlenstäbchen haben.
Gleichzeitig ist in dem nämlichen Apparat die kleine Batterie angebracht, welche den elektrischen Strom erzeugen soll, der, durch die Vibrationen des Kohlenstäbchens modificirt, die Fortleitung der Töne in diesen Apparaten vermittelt.
Der auf diese Weise zusammengesetzte Apparat enthält demnach alle Elemente, um gesprochene Worte fortzuleiten, ohne mehr Raum einzunehmen, wie ein gewöhnlicher telephonischer Sender, und gewährt letzteren Apparaten gegenüber den Vortheil, die Worte mit einer bedeutend gröfseren Genauigkeit und Reinheit aufzunehmen.
Handelt es sich darum, Worte auf grofse Entfernungen zu »telephoniren«, so vermehrt man die Intensität und Energie des Apparates durch Hinzufügung einer kleinen Inductionsspule, welche neben die Batterie placirt wird.
Beiliegende Zeichnungen veranschaulichen die Construction des Mikrophon-Senders in verschiedenen Modifikationen.'
Die Fig. 1 und 2 sind Vorder- und Seitenansichten eines Mikrophon-Senders in der Form eines Toilettenspiegels.
Fig. 3 ist ein Verticalschnitt, und
Fig. 4 ein Grundrifs dieses Apparates.
Fig. 5 ist ein Verticalschnitt eines Mikrophons, das äufserlich die Form des B eil'sehen Telephons besitzt. In dieser Figur ist die zur Verstärkung der Intensität der Töne und Vergröfserung der Distanz benutzte Inductionsspirale dargestellt.
Fig. 6 und 7 endlich zeigen ein Mikrophon vorliegenden Systems im Grundrifs und Verticalschnitt in Form einer flachen elliptischen Dose. Diese letzte Modification besitzt ebenfalls die bereits vorhin erwähnte Inductionsspule, welch letztere auch für das Mikrophon der ersten Gattung anwendbar ist.
Das Mikrophon in Spiegelform, Fig. 1 bis 4, besteht aus einem Kasten A, der die trockene Batterie B enthält, welche zur Erzeugung des elektrischen Stromes und zum Fortleiten der Töne benutzt wird.
Dieser geschlossene Kasten A kann in gleicher Weise die Inductionsspule C oder das zur Verstärkung des elektrischen Stromes dienende Organ aufnehmen. (Diese Spule C ist nur in den Fig. 5, 6 und 7 abgebildet.) Die beiden auf dem Kasten A befestigten Klemmschrauben b b' dienen dazu, das Mikrophon mit der Lei-
tung nach dem Telephon-Empfänger in Verbindung zu setzen.
Den wesentlichen Theil des Mikrophons bildet die Dose D, welche, ähnlich wie ein Toilettenspiegel, in den beiden Haltern EE1 gelagert ist und sich um seine horizontale Axe drehen kann. Die Halter E E' bilden zugleich die elektrische Verbindung zwischen dem in der Dose befindlichen Kohlenstäbchen / und der in A enthaltenen Batterie. Die Dose D besteht aus zwei Hohlcylindern von verschiedenem Durchmesser, welche mit ihren Grundflächen verleimt und von denen einer unten verschlossen ist. Zwischen den beiden Cylindern ist die Platte G angebracht, welche das Innere der Dose oberhalb von der äufseren Luft trennt und auf diese Weise innerhalb der Dose eine gewisse Menge Luft einschliefst.
In der Dose sind zwei Kohlenprismen H und JT1 befestigt, zwischen welchen der Cylinder 1 aus künstlicher, metallisirter Kohle Lagerung findet; die Enden dieses Cylinders sind kegelförmig zugespitzt, so dafs der Cylinder hinreichend stabil gelagert ist. Wird dieses Organ in den Stromkreis einer Batterie eingeschaltet, so werden die Schwingungen des Kohlenstäbchens in undulatorische Ströme umgesetzt, so dafs sie die Töne auf weite Strecken mittelst Leitungen fortpflanzen können.
Der charakteristische Theil meines Mikrophons besteht in der Metallscheibe G, deren Bedeutung vorhin erläutert wurde. Der von der Batterie B kommende Strom gelangt mittelst des Drahtes/, Ständers E und Drahtes g nach dem' Kohlenprisma H, geht durch das Stäbchen I, erreicht das zweite Kohlenprisma H1 und gelangt von hier aus mittelst des Drahtes g1, des Ständers E1 und Drahtes /' zur Klemmschraube b und mittelst der Leitung zum Telephon-Empfänger, der hier nicht abgebildet ist. Die zweite Klemmschraube bl ist direct mittelst des Drahtes h mit dem zweiten Pole der Batterie B verbunden.
Das Kohlenstäbchen /, welches durch Schwingungen der in der Dose eingeschlossenen Luft beeinflufst wird, welche Schwingungen wiederum durch die Vibrationen der Platte G unter Einwirkung der Stimme erzeugt werden, bestimmt die Verstärkungen und Abschwächungen der Intensität des elektrischen Stromes, welche Veränderungen durch die Leitung bis zum Telephon-Empfänger fortgepflanzt werden.
Das in Fig. 5 dargestellte Mikrophon besitzt die ursprüngliche Form des Telephons. Die Anordnung der einzelnen Organe sowie deren Functionen sind dieselben, wie vorhin, ausgenommen die Hinzufügung der Inductionsspule. Der von der Batterie B erzeugte und von den Kohlenstäbchen /, H und Hx modificirte elektrische Strom bildet den inducirenden Strom. Der Inductionsstrom der Spule C wirkt direct mittelst des Drahtes k auf den Telephon-Empfänger.
In dem Mikrophon Fig. 6 und 7 wirkt der Strom der Batterie B in gleicher Weise auf die Inductionsspule C, deren Drähte k und kl mit dem Telephon-Empfänger in Verbindung stehen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche: '.
1. Die beschriebene Ausführung eines auf dem Princip des Mikrophons beruhenden Apparates derart, dafs das Kohlenstäbchen in einen mit Mundstück versehenen und durch eine elastische Platte verschliefsbaren Behälter eingeschlossen ist.
2. Die Benutzung der elastischen, vibrirenden Platte zum Zwecke, den Einflufs von Geräuschen und anderen Bewegungen der Luft auf das Kohlenstäbchen zu beseitigen, so dafs nur die nutzbaren Schwingungen, welche vom gesprochenen Worte herrühren, auf das Kohlenstäbchen vermittelst der in dem Kasten eingeschlossenen Luft einwirken.
3. Die verschiedenen Constructionen und Modificationen des Mikrophons, wie beschrieben und gezeichnet.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT9261D Mikrophon-Sender Active DE9261C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE9261C true DE9261C (de)

Family

ID=286642

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT9261D Active DE9261C (de) Mikrophon-Sender

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE9261C (de)

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