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DE926005C - Verfahren zur Herstellung von Dicyan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dicyan

Info

Publication number
DE926005C
DE926005C DED14697A DED0014697A DE926005C DE 926005 C DE926005 C DE 926005C DE D14697 A DED14697 A DE D14697A DE D0014697 A DED0014697 A DE D0014697A DE 926005 C DE926005 C DE 926005C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dicyan
chloride
ethylene
cyanogen
charcoal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED14697A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr Huemer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED14697A priority Critical patent/DE926005C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE926005C publication Critical patent/DE926005C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/003Cyanogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Es ist bekannt, Dicyan durch Erhitzen, von Cyaniden, ζ. B. Silbercyaiiid oder Quecksilbercyanid, herzustellen, wobei sich Dicyan und das entsprechende freie Metall bilden. Nach einem anderen Verfahren setzt man Kupfersulfat mit Kaliumcyanid in wäßriger Lösung um, wobei sich Cuprieyanid bildet, das bed bereits mäßiger Erwärmung auf etwa 6o° in Cuprocyanid unter Abgabe von Dicyan übergeht. Diese Verfahren eignen sich nicht zu einer Herstellung von Dicyan im technischen Maßstab, vor allem nicht im kontinuierlichen Betrieb.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man in guter Ausbeute zu Dicyan gelangen kann, wenn man Chlorcyan tniit ungesättigten Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Metallchloriden umsetzt, die sich als Chilorüberträger eignen. Gute Ergebnisse wurden z. B. bei der Umsetzung von Chlorcyan mit Äthylen bei Temperaturen über 1500, vorzugsweise über 2000', erzielt.
An Stelle von Äthylen können mit dem gleichen guten Erfolg z. B. Propylen, Butylen und andere höhere Olefine oder ihre Derivate, ebenso Acetylen oider Acetylenkohlenwasserstoffe verwendet werden.
Als ein geeigneter Katalysator, der befähigt ist, als Chloirüberträger zu dienen, hat sich vor allem Kupferchlorür erwiesen. Jedoch können auch an Stelle dieser Verbindung andere Metallchloride, z. B. Ferrochlorid, oder die Chloride von Antimon, Vanadin usw. verwendet werden. Hierbei ist
jedoch darauf zu achten, daß die betreffenden Chloride '.unter den Reaktionsbedingtingen keinen zu1 hohen Dampfdruck aufweisen.
Bei einer bevorzugten Ausfühörungsform der Erfindung werden die Katalysatoren auf geeigneten Trägern zur Anwendung gebracht. Als .solche können die üblichen Katalysatorträger, wie Silikagel, Bimsstein, Holzkohle, die mit Chlorcyan verträglich sind, dienen. Die besten Ergebnisse wurden ίο mit Aktivkohle erzielt, wobei sich eine mit Wasserdampf aktivierte Holzkohle 'besonders gut bewährt hat.
Bei der Umsetzung von Chlorcyan mit einem ungesättigten Kohlenwasser stoff gemäß der Er-. findung entsteht außer Dicyan eiin Ghloradditionspirodukt des ungesättigten· Kohlenwasserstoffs. Setzt man z. B. Äthylen mit Chlorcyan in Gegenwart von 'Kupferchlorür auf Aktivkohle als Träger bei Temperaturen zwischen' 200 und 2500 um, so erhält man in nahezu quantitativer Ausbeute Dicyan und Äthylendichlorid. Steigert «man die Temperatur unter sonst gleichen Bedingungen bei dieser Reaktion auf über 3000, so erhält man in zunehmendem Maße Chlorwasserstoff und Vinylchlorid. Das Verfahren gemäß der Erfindung kann ohne Schwierigkeit in kontinuierlicher Waise durchgeführt werden. Dabei kann der Katalysator entsprechend seiner Lebensdauer von Zeit zu Zeit ausgewechselt oder aber ebenfalls kontinuierlich in an sich bekannter Weise durch den Reaktionsraum geschleust werden.
Die Gewinnung des Ddcyans aus den Reaktionsprodukten kann in einfacher Weise durch fraktionierte Kondensation durchgeführt werden, wobei zunächst Äthylenchlorid und Chlorcyan und anschließend das Dicyan zur Abscheidung gelangt, während geringe Mengen nicht umgesetzten Äthylens und gegebenenfalls gebildeter Chlorwasserstoff gasförmig zurückbleiben. Das Dicyan kann dank seinem dem Halogen ähnlichen Verhalten in der organischen Syn- j "these in vielseitiger Weise nutzbringend verwertet werden.
B e i spie 1
Durch ein Reaktionsrohr aus Edelstahl· von 35 mm lichter Weite werden über 500 ecm eines Katalysators, der durch Imprägnieren von geformter Aktivkohle mit einer gesättigten Lösung von 24 g Kupferchlorür in konzentrierter Salzsäure hergestellt wird, stündlich 30 1 Chlorcyangas und 90 1 Äthylen geleitet. Die Temperatur des Katalysators wird auf 200 bis 2500 gehalten. Durch Tiefkühlung des dem Rohr entströmenden Reaktionsgases auf —yo° wird ein Gemisch von Äthylenchlorid mit Dicyan, in. dem geringe Mengen von Äthylen gelöst sind, erhalten. Durch Rektifikation dieses Gemisches gewinnt man reines Dicyan und Äthylenchloirid in Ausbeuten von etwa 70% der Theorie.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Dicyan, dadurch gekennzeichnet, daß Chlorcyan in der Gasphase in Gegenwart von als C'hlorüberträger geeigneten Metallchloriden bei Temperaturen über 1500, - vorzugsweise über 200'0', mit ungesättigten Kohlenwasserstoffen, insbesondere Äthylen, umgesetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallchlocidkatalysatoren auf Trägern, vorzugsweise Aktivkohle, zur Anwendung gelangen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und'2,dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator Kupferchlorür auf Aktivkohle als Träger, die vorzugsweise aus Holzkohle durch Wasserdampfaktivierung gewonnen wurde, zweckmäßig bei Temperaturen zwischen 200 und 250'0, verwendet wird.
© 9611 3.55
DED14697A 1953-03-28 1953-03-29 Verfahren zur Herstellung von Dicyan Expired DE926005C (de)

Priority Applications (1)

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DED14697A DE926005C (de) 1953-03-28 1953-03-29 Verfahren zur Herstellung von Dicyan

Applications Claiming Priority (2)

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DE322982X 1953-03-28
DED14697A DE926005C (de) 1953-03-28 1953-03-29 Verfahren zur Herstellung von Dicyan

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE926005C true DE926005C (de) 1955-04-04

Family

ID=25803677

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DED14697A Expired DE926005C (de) 1953-03-28 1953-03-29 Verfahren zur Herstellung von Dicyan

Country Status (1)

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DE (1) DE926005C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1156062B (de) * 1958-05-15 1963-10-24 Union Carbide Corp Verfahren zur Herstellung von Dicyan

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1156062B (de) * 1958-05-15 1963-10-24 Union Carbide Corp Verfahren zur Herstellung von Dicyan

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