DE924898C - Mit Soederberg-Elektroden betriebener Ofen zur elektrolytischen Herstellung von Aluminium - Google Patents
Mit Soederberg-Elektroden betriebener Ofen zur elektrolytischen Herstellung von AluminiumInfo
- Publication number
- DE924898C DE924898C DEE6813A DEE0006813A DE924898C DE 924898 C DE924898 C DE 924898C DE E6813 A DEE6813 A DE E6813A DE E0006813 A DEE0006813 A DE E0006813A DE 924898 C DE924898 C DE 924898C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- electrode
- jacket
- aluminum
- electrolytic production
- permanent
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C3/00—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
- C25C3/06—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium
- C25C3/08—Cell construction, e.g. bottoms, walls, cathodes
- C25C3/12—Anodes
- C25C3/125—Anodes based on carbon
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Electrolytic Production Of Metals (AREA)
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft mit Söderberg-Elektroden betriebene Öfen zur elektrolytischen Herstellung von
Aluminium.
Es ist bekannt, an Söderberg-Elektroden vertikale Kontaktbolzen für die Zuführung des Stroms zur
Anode anzuordnen. Diese Kontaktbolzen sind im gebackenen Teil der Elektrode fest eingelagert und
dienen außer zur Stromzuführung auch als Mittel zur Aufhängung der Elektrode. An ihrem freien
Ende sind die Kontaktbolzen mit den Stromschienen verbunden, die ihrerseits mit einem feststehenden
Anodengestell fest, aber regulierbar verbunden sind.
Weiterhin ist es aus der Patentschrift 816021 bekannt, die Öfen mit einem permanenten Mantel
und einem Kanal um die Elektrode zur Aufsammlung der Ofengase und einer Vorrichtung zur Verbrennung
der Ofengase zu versehen. Hierbei ist der permanente Mantel z. B. mit Hilfe von Schraubenverbindungen
am feststehenden Anodengestell aufgehängt.
Wenn nun die Elektrode während des Betriebes eines solchen Ofens gehoben oder gesenkt werden
soll, so geschieht dies mit Hilfe der regulierbaren Verbindung zwischen Stromschienen und Anodengestell.
Während dieses Vorgangs kann der feststehende Mantel in seiner Lage nicht verändert
werden.
Diese Anordnung einesteils der Elektrode und anderenteils des permanenten Mantels hat sich als
nachteilig erwiesen, da man während des Abstiches von Metall vom Ofen die Elektrode innerhalb
kurzer Zeit verhältnismäßig stark senken muß. Das
hat zur Folge, daß ein nicht unbedeutender Teil des ungebackenen Teiles der Elektrode, der vorher
vom permanenten Mantel umgeben war, über die untere Randbegrenzung des Mantels hinausgelangt.
Der aus dem Mantel herausgetretene Teil der ungebackenen Elektrode wird beschleunigt gebacken,
wobei in erheblichem Ausmaß Teer abgetrieben wird. Dadurch erhöht sich der Gehalt an Teerbestandteilen
im aufgesammelten Gas. Gewöhnlich ίο verbrennen die brennbaren Teile dieses Gases vollkommen
in einem Gasbrenner, der im Anschluß an den Gasaufsammlungskanal angeordnet ist. Wenn
sich aber nun der Gehalt des Gases an Teerbestandteilen plötzlich stark vermehrt, so ist eine vollkommene
Verbrennung der Kohlenwasserstoffe im Brenner nicht sichergestellt, und es ergibt sich zeitweilig
ein schlechter Wirkungsgrad des Brenners. Ein weiterer Nachteil der vorbeschriebenen bekannten
Ausführungsform besteht darin, daß der Abstand zwischen Badoberfläche und Unterseite
des Gaskanals sehr stark schwankt, indem Niveauunterschiede von etwa 5 bis 10 cm jedesmal beim
Abstich infolge des entfernten Metallvolumens eintreten. Bei einem feststehenden Mantel führt dies
dazu, daß z. B. unmittelbar nach dem Abstich die Dichtung zwischen Badoberfläche und Unterseite
des Gaskanals Schwierigkeiten bereitet, da der Abstand zwischen Badoberfläche und Unterseite des
Gaskanals verhältnismäßig groß ist.
Andererseits kann es auch vorkommen, daß die Badoberfläche zu nahe an die Unterseite des Gaskanals gelangt, wenn man mit dem Abstich des Metalls zu'lange wartet. Tritt dieser Fall ein, dann ist der Gaskanal großen Beanspruchungen ausgesetzt und kann zerstört werden.
Andererseits kann es auch vorkommen, daß die Badoberfläche zu nahe an die Unterseite des Gaskanals gelangt, wenn man mit dem Abstich des Metalls zu'lange wartet. Tritt dieser Fall ein, dann ist der Gaskanal großen Beanspruchungen ausgesetzt und kann zerstört werden.
Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß der permanente Mantel mit
dem Gaskanal um die Elektrode in seiner absoluten Höhenlage und seiner relativen Höhenlage zur
Elektrode verstellbar angeordnet wird. Dieses Prinzip wird in apparativer Hinsicht dadurch verwirklicht,
daß die Tragebalken als Stromschienen ausgebildet sind und zugleich als Träger für die
Kontaktbolzen und den permanenten Mantel dienen. Die Tragebalken liegen auf Hebelgewinden, die
außerhalb des Ofens festgelagert sind. Diese Hebelgewinde werden zweckmäßig von Motoren getrieben;
ihre Regulierung kann aber auch von Hand ausgeführt werden. Der Elektrodenmantel ist an
den Tragebalken mit Hilfe von Schraubenspindeln, die auch von Elektromotoren getrieben werden
können, isoliert aufgehängt.
Die Motoren, die die Hebelgewinde der Tragebalken und die Schraubenspindeln des Elektrodenmantels
betreiben, können getrennt oder gleichzeitig bedient werden, so daß man den Mantel und die
Elektrode gleichzeitig heben oder senken kann oder auch die Elektrode und den Mantel unabhängig
voneinander heben oder senken kann.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise erläutert.
Die Figur zeigt einen Längsschnitt durch einen Ofen, ι ist der Ofenbehälter, 2 eine Elektrode mit
vertikalen Kontaktbolzen 3, 4 der Elektrodenmantel, 5 das flüssige Bad und 6 der die Elektrode umgebende
Gaskanal.
Die Kontaktbolzen 3 sind mit dem stromführenden Tragebalken 7 verbunden. Der Tragebalken
ruht auf zwei Hebelgewinden 8 und 9, der Elektrodenmantel 4 ist ebenfalls am Tragebalken 7
mittels der Schraubenspindeln ι ο und 11 aufgehängt.
Diese werden von den an den Tragebalken 7 montierten Motoren 12 und 13 getrieben.
Bei Benutzung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann man folgende Bewegungen ausführen:
1. Gleichzeitiges Heben und Senken sowohl von Elektrodenmantel als auch Elektrode.
Dies erfolgt durch Bewegung lediglich der Hebelgewinde für die stromführenden Tragebalken. Diese
Bewegung wird ausgeführt, wenn die Elektrode bedeutend gehoben oder gesenkt werden soll. Beim
Abstich des Metalls senkt sich die Badoberfläche beträchtlich, und man muß einesteils mit der Elektrode
und anderenteils mit dem Elektrodenmantel und dem an ihn angeordneten Gaskanal nachfolgen.
Da eine Relativbewegung zwischen Elektrode und Elektrodenmantel beim gleichzeitigen Absenken
nicht erfolgt, kann ein rasches Backen der Elektrode und eine Freisetzung von Teerdämpfen nicht
eintreten, und es treten die vorerwähnten Nachteile nicht ein. Auf diese Weise kann man sozusagen eine
konstante Abdestillation der Teerkomponenten der Elektrode erreichen und den Brenner leicht so
regulieren, daß eine gleichmäßige und vollständige Verbrennung der Teerdämpfe erfolgt.
2. Alleiniges Heben oder Senken des Elektrodenmantels.
Diese Bewegung stellt eine Absolutbewegung des Elektrodenmantels und eine Relativbewegung mit
Bezug auf die Elektrode dar und wird durch Bewegung lediglich der Schraubenspindeln bewirkt.
Durch das Heben des Mantels kann beim Ansteigen der Badoberfläche der Abstand zwischen
dieser und der Unterseite des Gaskanals eingehalten werden. Zweckmäßig wird die Hebung des Elektrodenmantels
annähernd mit derselben Geschwindigkeit vorgenommen, wie die Höhe der Badoberfläche
zunimmt. Durch die Konstanthaltung des Abstandes zwischen Badoberfläche und Unterseite
des Gaskanals kann eine gute Dichtung um den Gaskanal leicht aufrechterhalten werden. Diese
Operation kann z. B. zwischen zwei Abstichen und mit einer Hebung um z. B. 1 cm pro 24 Stunden
ausgeführt werden.
Bei den bisher verwendeten Vorrichtungen hatte man auch gewisse Schwierigkeiten gehabt, wenn es
sich um ein gutes Gleiten der Elektrode im Verhältnis zum Elektrodenmantel handelte. In der
Patentschrift 814664 ist ausgeführt, wie der Mantel ausgeformt werden muß, um ein möglichst
gutes Gleiten der Elektrode zu sichern. Aber auch bei dieser Ausführungsform bleibt die Elektrode
nach dem Abstich mit Bezug auf den Elektrodenmantel bis zum nächsten Abstich in derselben Lage,
da nur eine geringe Regulierung der Elektrode in dieser Periode stattfindet. Dies kann in einzelnen
Fällen zu gewissen Gleitschwierigkeiten Veranlassung geben. Gemäß der vorliegenden Erfindung
werden diese Schwierigkeiten dadurch vermieden, daß der Elektrodenmantel und die Elektrode
gleichzeitig beim Abstich gesenkt werden und zwischen den Abstichen bei feststehender Elektrode
lediglich der Elektrodenmantel, und zwar in dem Maße gehoben wird, wie das Bad ansteigt.
So erreicht man stets eine gewisse Relativbewegung
ίο zwischen Elektrodenmantel und Elektrode, und es
treten nie Schwierigkeiten im Hinblick auf ein vollkommenes Gleiten der Elektrode im Verhältnis
zum Elektrodenmantel auf.
3. Heben oder Senken der Elektrode mit relativ gegensätzlicher Bewegung des Elektrodenmantels,
wobei dieser in derselben Höhenlage verbleibt.
Diese Bewegung wird dadurch ausgeführt, daß man die Motoren für die Tragebalken und die
Motoren für den Elektrodenmantel in gegensätz-
ao licher Richtung, aber mit in der Zeiteinheit gleicher Hubwirkung laufenläßt.
Ein derartiger Vorgang spielt sich bei der normalen Regulierung des Elektrodenabstandes ab und
ist eine der Bewegungen, die ziemlich oft ausgeführt werden, wenn die Bewegungen verhältnismäßig
klein sind.
Ein Heben der Tragebalken allein, wenn diese in die tiefste Stellung gelangt sind, mit entgegengesetzter
Bewegung des Elektrodenmantels und der Elektrode ist nur dann möglich, wenn die Aufhängung
der Elektrode mit beweglichen Mitteln erfolgt ist.
Ein Aufhängen der Elektrode mit beweglichen Mitteln ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, ja
es ist gerade in diesem Punkt mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung der Vorteil verbunden, daß
man die Anwendung eines besonderen Anodengestelles ersparen kann.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι . Mit Soderberg-Elektroden betriebener Ofen zur elektrolytischen Herstellung von Aluminium, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur getrennten Einstellung der Höhenlage der Söderberg-Elektrode und eines sie umgebenden permanenten Mantels mit einem Gaskanal.
- 2. Ofen nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen auf Hebegewinden ruhenden und als Stromführung dienenden Tragebalken mit an ihm fest, aber lösbar angeordneten Kontaktbolzen für die Elektrode und Schraubenspindeln, die ihrerseits den permanenten Elektrodenmantel mit Gaskanal tragen, wobei als Antriebsvorrichtung sowohl für die Hebegewinde als auch die Schraubenspindeln vorzugsweise Elektromotoren vorgesehen sind, die zweckmäßig gleichlaufend oder gegenläufig oder paarweise einzeln in Betrieb gesetzt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen9599 2.55
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NO724423X | 1952-02-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE924898C true DE924898C (de) | 1955-03-10 |
Family
ID=19906811
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE6813A Expired DE924898C (de) | 1952-02-26 | 1953-02-26 | Mit Soederberg-Elektroden betriebener Ofen zur elektrolytischen Herstellung von Aluminium |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE924898C (de) |
| FR (1) | FR1071515A (de) |
| GB (1) | GB724423A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1125664B (de) * | 1958-03-25 | 1962-03-15 | Montedison Spa | Aufhaengevorrichtung fuer den Anodenmantel in Aluminiumelektrolyseoefen |
-
1953
- 1953-02-23 GB GB5007/53A patent/GB724423A/en not_active Expired
- 1953-02-26 FR FR1071515D patent/FR1071515A/fr not_active Expired
- 1953-02-26 DE DEE6813A patent/DE924898C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1125664B (de) * | 1958-03-25 | 1962-03-15 | Montedison Spa | Aufhaengevorrichtung fuer den Anodenmantel in Aluminiumelektrolyseoefen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1071515A (fr) | 1954-09-01 |
| GB724423A (en) | 1955-02-23 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DD242925A5 (de) | Elektrische verbindungsvorrichtung zum einsetzen in die wandung des metallurgischen behaelters eines elektrischen gleichstromofens | |
| DE69608468T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer selbstbackenden kohlenstoffelektrode | |
| DE924898C (de) | Mit Soederberg-Elektroden betriebener Ofen zur elektrolytischen Herstellung von Aluminium | |
| DE3901297C2 (de) | Elektroschlacke-Umschmelzanlage mit einer Kokille und einer Haube | |
| CH671453A5 (de) | ||
| DE2045531C3 (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen Entfernen flüchtiger Bestandteile aus einem kohlenstoff- oder kohlenwasserstoffhaltigen Material | |
| DE2930351A1 (de) | Verfahren zur innenreinigung von steigrohren der verkokungskammern eines verkokungsofens und reinigungseinrichtung zur durchfuehrung dieses verfahrens | |
| DE2123368B2 (de) | Speisestromzufuhrvorrichtung fuer einen elektroschlackenofen | |
| DE2844222A1 (de) | Verfahren zum trocknen der verbindungsbereiche von miteinander zu vergiessenden halteelementen und/oder stromschienen sowie anoden oder kathoden fuer elektrolyse-oefen | |
| DE2656798B2 (de) | Brennkammer für einen Heizungskessel | |
| CH314710A (de) | Einrichtung zur Aufhängung von Elektroden in Öfen zur elektrolytischen Herstellung von Aluminium | |
| DE3640726C2 (de) | ||
| DE726445C (de) | Elektrisch beheizter Herdschmelzofen zum Schmelzen von Leichtmetallen oder deren Legierungen | |
| DE967024C (de) | Elektrisch beheizter Herdschmelzofen zum Schmelzen, Raffinieren oder Legieren von Leichtmetallen, insbesondere von stark magnesiumhaltigen Metallen, oder deren Legierungen oder von Schrott | |
| DE473144C (de) | Bewegungsvorrichtung fuer Elektroden elektrischer OEfen o. dgl. | |
| DE2064274C3 (de) | Verfahren zum Betrieb eines elektrothermischen Ofens mit selbstbrennenden Elektroden und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE147582C (de) | ||
| DE206419C (de) | ||
| DE495737C (de) | Vorrichtung zur Regelung des Backvorganges von Elektroden, die waehrend ihrer Anwendung im elektrischen Schmelzofen gebacken werden | |
| DE514575C (de) | Anordnung bei selbstbackenden Elektroden | |
| AT145812B (de) | Lichtbogenofen mit von der Bewegungsvorrichtung für die Elektrode unabhängig bewegbarem Kühlmantel. | |
| DE868949C (de) | Salzbadofen | |
| DE239078C (de) | ||
| DE961373C (de) | Gasabdichtung fuer Elektroden von elektrischen Reduktionsoefen geschlossener Bauart | |
| DE1925438A1 (de) | Anlage zur Herstellung von Umschmelzbloecken |