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DE206419C - - Google Patents

Info

Publication number
DE206419C
DE206419C DENDAT206419D DE206419DA DE206419C DE 206419 C DE206419 C DE 206419C DE NDAT206419 D DENDAT206419 D DE NDAT206419D DE 206419D A DE206419D A DE 206419DA DE 206419 C DE206419 C DE 206419C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
furnace
electrodes
arms
shafts
lines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT206419D
Other languages
English (en)
Publication of DE206419C publication Critical patent/DE206419C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D11/00Arrangement of elements for electric heating in or on furnaces
    • F27D11/08Heating by electric discharge, e.g. arc discharge
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/18Heating by arc discharge
    • H05B7/20Direct heating by arc discharge, i.e. where at least one end of the arc directly acts on the material to be heated, including additional resistance heating by arc current flowing through the material to be heated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 206419 KLASSE 21 h. GRUPPE
Einrichtung an geschlossenen elektrischen Schmelzofen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. August 1907 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung an geschlossenen elektrischen Schmelzofen mit beweglichen Elektroden, die während des Betriebes durch an der Außenseite des Ofens angebrachte Vorrichtungen verstellbar sind. Das Wesen der vorliegenden Anordnung besteht darin, daß die Elektroden nebst ihrem ganzen Gestänge vollständig innerhalb des Ofens angeordnet
ίο und mit den Stromzuführungen mittels biegsamer, ebenfalls vollständig innerhalb des Ofens liegender Leiter verbunden sind. Hierin unterscheidet sich die vorliegende Anordnung von ähnlichen, z. B. aus der amerikanischen Patentschrift 819224 bekannten Ausführungen. Bei diesen dringen die Elektroden durch eine zusammenlegbare Decke des Schmelzofens hindurch. Die dabei erforderliche Anordnung von Stopfbuchsen wird bei der vorliegenden An-Ordnung vermieden, so daß ein absolut luftdichter Abschluß des Ofens leichter erzielt wird. Dies ist von besonderer Bedeutung für die Behandlung von Materialien, welche brennbare Gase erzeugen, insofern, als die Verbrennung der Gase im Ofen selbst und damit eine Beschädigung der Elektroden vermieden wird. Die Gase werden vielmehr aus dem Ofen abgeleitet und ihr Heizwert anderweit ausgenutzt.
In den beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι ein senkrechter Schnitt durch den Ofen,
Fig. 2 ein Schnitt im rechten Winkel zu dem Schnitt von Fig. i,
Fig. 3 ein ähnlicher Schnitt wie Fig. 1, der jedoch die Elektroden in anderer Stellung zeigt;
Fig.' 4 ist ein wagerechter Schnitt nach der unregelmäßigen Schnittlinie 4-4 der Fig. 1;
Fig. 5 ist ein wagerechter Schnitt und zeigt die Stellungen der wagerechten Stromleitungen für die Elektroden in bezug auf die Ofenwände ;
Fig. 6 ist eine Einzelheitsvorderansicht eines der die Elektroden betätigenden Zahngetriebes;
Fig. 7 ist eine Einzelheitsdraufsicht in vergrößertem Maßstabe auf eine der Verbindungen zwischen den Stromleitungen und den biegsamen Teilen der Elektrodenleitungen;
Fig. 8 ist eine Seitenansicht derselben,
Fig. 9 eine Einzelheitsansicht im vergrößerten Maßstabe eines der die Kohlenhalter tragenden Joche;
Fig. 10 ist ein wagerechter Schnitt auf der unregelmäßigen Schnittlinie 10-10 der Fig. 9.
ι bezeichnet den Herd oder Schmelztiegel des Ofens; dieser Herd kann beliebige Gestalt haben, wird aber vorzugsweise auf ein Fahrgestell 2 aufgesetzt, so daß er leicht entfernt werden kann zwecks Ausbesserung oder Besichtigung oder, wenn es nötig werden sollte, sein Futter zu erneuern. Beim Betrieb des Ofens wird dieser Herd von den wagerechten Teilen des Geleises 3 getragen, welche schräg abwärts laufende Enden haben, um ein Senken des Herdes unter die Wände 4 des oberen Ofengestelles* zu ermöglichen, und welche auch ':■ dazu dienen, die Oberkante des Herdes in
enge Verbindung mit den Unterkanten der Wände 4 zu bringen, wenn der Herd wieder an seine Stelle gebracht wird. Diese Verbindung zwischen den Wänden 4 und dem Herd 1 kann durch eine geeignete Packung 5, welche aus in einem passenden Bindematerial. wie Zement, oder in feuerfestem Ton verlegten Brandziegeln besteht, beinahe vollständig luftdicht gemacht werden. Das Obergestell oder
ro die Wände 4 des Ofens sind ebenfalls beinahe vollständig luftdicht, so daß für die im Ofen entwickelten Gase nur ein Auslaß 6 vorhanden ist, durch welchen sie nach ihrer Verbrauchs-
. stelle abgeleitet werden können.
7 und 8 sind die Kohlen der beiden Elektroden, welche den im Herd 1 erforderlichen elektrischen Flammenbogen bilden, und welche im Ofen so angeordnet sein müssen, daß sie im Innern desselben verschiedenfach eingestellt werden können; sie müssen z.B. zeitweilig gänzlich über die obere Kante des Herdes 1, wie in Pig. 1 in vollen Linien gezeigt ist, gehoben werden können und müssen andererseits bis zum tiefsten Punkte des Herdes gesenkt werden (siehe die in punktierten Linien gezeigte Stellung in Fig. 1) oder seitlich ausgeschwungen werden können, wie in punktierten Linien in Fig. 3 gezeigt ist. Diese Kohlen, von denen drei für jede Elektrode gezeigt sind, werden von den Kohlenhaltern "9 und 10 getragen; die Konstruktion dieser Kohlenhalter ist unwesentlich für die vorliegende Erfindung.
Die Kohlenhalter sind an den unteren Enden der Arme 11 und 12, die gehoben, und gesenkt oder ausgeschwungen werden können, angeordnet. Jeder Arm ist in ein Joch eingeschlossen, das aus zwei Platten 13 und 14, die an beiden Seiten des Armes durch die Spannschrauben 15, 16 und 17 verbunden sind, besteht. Die Spannschrauben 15 und 16, welche auf derselben Seite der Arme angebracht sind, sind mit den Rollen 18 und ig versehen, welche eine Antif riktionslagerung für die Arme bilden, während die entgegengesetzten Seiten der Arme mit Zahnstangen 20 versehen sind, welche in die Zahnräder 21 eingreifen, die auf quer durch den Schmelzofen gehenden und in den Platten 13 und 14 gelagerten Wellen 22 verkeilt sind. Auf diesen Wellen 22 befinden sich außerdem zwei Rollen 23 xmd 24, welche mit den Armen an beiden Seiten der Zahnstangen in Berührung stehen und auf dieser Seite der Arme Antifriktiorislagerungen. für diese bilden, so daß die Arme fest zwischen den durch die Rollen 18 und 19 und den zwei Rollen 23 und 24 gebildeten Lagerungsstellen gehalten werden. Die beiden Wellen 22 sind auf der einen Seite des Ofens in den Lagern 25 und 26 und auf der anderen Seite in den Lagern 27 und 28 gelagert; 'ebenfalls in den Lagern 27 und 28 sind die Hohlwellen 29 und 30 angeordnet, deren innere Enden mit den Platten 13 je eines Joches, welche die Arme 11 und 12 tragen, fest verbunden sind. Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, daß durch Rotation der Wellen 22 die Elektroden gleich oder verschieden hoch gehoben oder gesenkt werden können, und daß durch Rotation der Wellen 29 und 30 die Joche gedreht werden und dementsprechend die Elektroden um ihre Querachse ausgeschwungen werden können. Diese voneinander unabhängigen Bewegungen der zwei Wellenpaare 22, 29 und 30 ' können durch irgendeinen an der Außenseite des Schmelzofens angebrachten geeigneten Mechanismus bewirkt werden. In dem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird dieses Resultat dadurch erreicht, daß die Hohlwellen 29 und 30 jede mit einem Schneckenrad 31 und die inneren Wellen 22 jede mit einem Schneckenrad 32 versehen sind; diese Schneckenräder 31 und 32 stehen im Eingriff mit den Schnecken 33 und 34. Die Schnecke 33 ist mit einem Handrade 37 und die Schnecke 34 mit einem Handrade 41 versehen, so daß beim Drehen des Handrades 37 die Welle 29 teilweise rotiert wird und die damit verbundene Elektrode dementsprechend ausgeschwungen wird, und wenn dasHandrad4i gedreht wird, der Elektrodenarm gehoben oder gesenkt wird. Das Rad 37 ist ' auf einer kurzen Welle 36 befestigt, auf welcher ebenfalls ein Zahnrad 38 befestigt ist, welches mit eine.m auf der Welle 35 verkeilten Zahnrad 39 in Eingriff steht. Das Handrad 41 ist an einer Welle 36 a befestigt, auf welcher ein Zahnrad 42 verkeilt ist", welches mit einem lose auf der Welle 35, jedoch fest mit dem Zahnrad 45 verbundenen Zahnrad 43 im Eingriff steht. Das Zahnrad 45 steht im Eingriff mit dem Zahnrad 44, das auf der die Schnecke tragenden Hülse 34 a verkeilt ist. Dieses Zahngetriebe wird angewandt, um größere Hebelwirkung auf die Welle 22 zu erhalten, welche die Elektroden heben und senken, sowie das große Gewicht der Elektroden und deren Zubehörteile unterstützen muß. Die Wellen 35 und 36 sowie die Lager 27 und 28 werden von den Schlitten 46 und 47, die auf der Gleitbahn 48 verschiebbar angeordnet sind, getragen, während die Lager 25 und 26 von den Schlitten 49 und 50 getragen werden, die auf der Gleitbahn 51 verschiebbar sind. Diese Schlitten können auf ihren respektiven Gleitbahnen vermittels der-U-förmigen Klammern 52, 53 festgestellt werden. Die Ofenwände sind mit den Schlitzen 54, 55 versehen, um die Gleitbewegungen der Wellen 22 sowie 29 und 30 zu ermöglichen; diese Schlitze können durch Schieber 56, 57 abgeschlossen werden, so daß der Ofen beinahe vollständig luftdicht bleibt.
Die oberen Enden der Elektrodentragarme Ii und 12 gehen nicht mehr, wie bisher, durch die Ofenwände hindurch, sondern sind vollständig im Ofeninnern angeordnet und mit den Zuleitungen 58 und 59 derartig verbunden , daß ihre freie Bewegung, ohne die Zuleitungen oder Teile zwischen den Armen und Zuleitungen zu beschädigen, gewährleistet bleibt.
Wie aus den Fig. 1 und 5 hervorgeht, gehen die Zuleitungen 58 und 59 in wagerechter Richtung durch die Ofenwände hindurch und sind mit ihren inneren Enden an die biegsamen Leitungen 60 und 61 angeschlossen, welche den Strom zu den Leitungsschienen 62 und 63 führen, die gewöhnlich auf den Armen 11 und 12 angebracht werden, um die Kohlen mit den Zuleitungen in Verbindung zu setzen, und die aus einem gut leitenden
.20 Material, Kupfer 0. dgl. bestehen, während die Arme 11 und 12, welche große Festigkeit besitzen müssen, aus Stahl hergestellt sind. Wie besonders aus den Fig. 7 und 8 hervorgeht, besteht jeder der Arme 11 und 12 aus einem I-Eisen, zwischen dessen Flanschen 11 a und 12 a die Leitungsschienen 62 und 63 angeordnet sind, welche, wie in Fig. 8 gezeigt, etwas über das Ende des Armes herausstehen. Die Leitungsschienen sind hier mit zwei Klemmplatten derartig verbunden, daß deren gerade Teile 64 und 65 mittels der Schrauben 66 zwischen ihnen bzw. an der Leitungsschiene 62 allein angeschraubt sind. Diese Klemmplatten haben ferner gebogene, sich überlappende Teile 67,68, welche das eine Ende der U-förmigen Leitungen 60, 61 einschließen, die vorzugsweise aus einer Anzahl dünner Kupferstreifen oder anderem biegsamen Leitungsmaterial hergestellt sind. Die unteren Enden dieser Leitungen sind mit den Zuleitungen 58, 59 in geeigneter Weise durch Schweißen, Festklemmen 0. dgl. verbunden.
Wie aus dem Vorstehenden hervorgeht, ist der beschriebene Schmelzofen genügend luftdicht, um eine Verbrennung der entwickelten 45' Gase zu verhindern, während alle inneren Teile genügende Bewegungsfreiheit haben und dabei von der Außenseite des Ofens aus betätigt werden. Der Schmelzherd wird mit dem zu behandelnden Material von einer Schütte 69 aus versehen, ohne daß "Gase entweichen können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Einrichtung an geschlossenen elektrischen Schmelzöfen, bei welchen die Elektroden durch an der Außenseite des Ofens angeordnete, die Anwendung von Stopfbüchsen nicht erfordernde Vorrichtungen verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden nebst ihrem ganzen Gestänge vollständig innerhalb des Ofens angeordnet und mit den Stromzuführungen mittels biegsamer, ebenfalls vollständig innerhalb des Ofens liegender Leiter verbunden sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT206419D Active DE206419C (de)

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