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DE924847C - Verfahren zum Biegen von Rohren od. dgl. aus Metall - Google Patents

Verfahren zum Biegen von Rohren od. dgl. aus Metall

Info

Publication number
DE924847C
DE924847C DEB18449A DEB0018449A DE924847C DE 924847 C DE924847 C DE 924847C DE B18449 A DEB18449 A DE B18449A DE B0018449 A DEB0018449 A DE B0018449A DE 924847 C DE924847 C DE 924847C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pipe
tube
pressed
wall
curvature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB18449A
Other languages
English (en)
Inventor
Frederick Cecil Draper
William Sang
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Boosey and Hawkes Ltd
Original Assignee
Boosey and Hawkes Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boosey and Hawkes Ltd filed Critical Boosey and Hawkes Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE924847C publication Critical patent/DE924847C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D7/00Bending rods, profiles, or tubes
    • B21D7/02Bending rods, profiles, or tubes over a stationary forming member; by use of a swinging forming member or abutment
    • B21D7/022Bending rods, profiles, or tubes over a stationary forming member; by use of a swinging forming member or abutment over a stationary forming member only

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Biegen Von Rohren od. dgl. aus Metall Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Biegungen in Rohren aus Metall, und zwar befaßt sich die Erfindung vornehmlich mit der Behandlung solcher Rohre, deren Durchmesser im Verhältnis zu ihrer Wandstärke groß ist. Die Erfindung ist daher insbesondere bei der Herstellung von Blasmusikinstrumenten von Bedeutung, deren Hauptkörper aus einem Metallrohr besteht, das eine oder mehrere Biegungen aufweist. Das übliche Verfahren zur Formung eines Rohres für ein Blasinstrument der erwähnten Art besteht darin, daß von einem Metallblech ausgegangen wird, aus dem das Rohr geformt werden soll, und dann das Blech von Hand in einer großen Zahl aufeinanderfolgender Arbeitsvorgänge in ein Rohr gebogen wird.
  • Wird ein Rohr in dieser Weise gebogen, so wird auf das Rohr ein Biegungsmoment ausgeübt, und zwar für gewöhnlich in der Form von Kräften., die in entgegengesetzten Richtungen auf die Außenwandungen des Rohres einwirken; wenn dabei das Rohr gebogen wird, entsteht eine neutrale Achse, die etwa durch den Schwerpunkt des Rohres hindurchgeht. Alle Wandungsteile des Rohres, die auf der einen Seite dieser neutralenAchse liegen, werden daher auf Zug und die auf .der .anderen Seite liegenden Teile auf Druck beansprucht. Unter der Einwirkung der Zugbeanspruchung findet lediglich eine Dehnung des Materials statt; die Druckbeanspruchung .dagegen hat zur Folge, daß sich die dünne Wandung ausbeult und einknickt. Die Druckkraft, welche von der dünnen Rohrwandung aufgenommen werden kann, wobei das Rohr nach Art einer Strebe beansprucht wird, ist sehr klein; die Folge davon ist, daß sofort bei Ausübung eines Biegungsmomentes auf das Rohr an der Innenseite der Biegung, an der eine Druckbeanspruchung auftritt, sich kleine Falten bilden.
  • Bei dem üblichen Herstellungsverfahren müssen daher diese Falten oder Runzeln von Hand wieder ausgeschlagen werden, worauf das Rohr geglüht und dann um einen weiteren Abschnitt :gebogen wird. Um die endgültige Biegung zu erzeugen, sind daher zahlreiche Schritte des aufeinanderfolgenden Biegens und Ausbeulens mit dazwischenliegendem Glühen erforderlich; :das Verfahren als solches ist daher sehr zeitraubend.
  • Ein Mittel zur Vermeidung des Entstehens solcher Runzeln in der auf der Innenseite der Biegung liegenden Rohrwandung besteht darin,, auf das Rohr ein Biegungsmoment auszuüben, ohne in seiner Wandung irgendeine nennenswerte Druckbeanspruchung entstehen zu lassen. Es sind bereits die verschiedenartigsten Vorschläge gemacht worden, um diese Bedingung zu erfüllen. Wenngleich einige dieser Maßnahmen sich bei relativ kleinen Rohrdurchmessern als erfolgreich erwiesen haben, so entstehen doch erhebliche Schwierigkeiten, wenn Rohre mit großem Durchmesser und dünnen Wandungen zu bearbeiten sind, bei denen :das Verhältnis des Durchmessers zur Wandstärke größer ist als ungefähr 35 zu r.
  • Rohre der erwähnten Art werden in der Praxis für die verschiedensten Zwecke verwendet, so beispielsweise als Kniestücke mit großem Durchmesser für Brennstoff- und Ölbehälter in Flugzeugen, als Rohrleitungen insbesondere für Flugzeuge und Schnellboote und auch als Brennstoff- und Zusatzluftverteilungs- öder Ringleitungen, bei Gasturbinen. Man hat schon lange nach einem geeigneten Verfahren zum Biegen von Rohren dieser Art gesucht.
  • Gemäß der Erfindung wird ein Stück Rohr, welches gebogen werden. soll, zunächst senkrecht zu seiner Längsachse so eingedrückt, daß die Abschnitte der Wandung, welche die Innen- und die Außenfläche der Rohrkrümmung bilden, sollen, einander genähert werden; das Rohr erhält dabei eine Form, die, im Querschnitt betrachtet., nach derjenigen Seite, welche in der Krümmung außen liegt, konkav ausgebildet ist. Im Anschluß hieran wird das Rohr gegen ein Formstück gepreßt, so daß es in seiner Achsrichtung die gewünschte Krümmung erhält; hierbei findet zweckmäßig eine Druckrolle Anwendung., die in einem -um den Krümmungs,mittelpunkt schwenkbaren Arm drehbar gelagert ist. Der Zweck dieser Maßnahme ist der, zu erreichen, daß sich :das zusammengedrückte Rohr in der gleichen Weise verhält wie ein schmaler Streifen; die beiden einander gegenüberliegenden., durch den Druck einander dicht genäherten Rohrwandungen werden mittels der Druckrolle in Berührung miteinander gebracht und gemeinsam so gebogen, daß sie sich der Gestalt des Formstückes- anpassen. Derjenige Wandungstei-1, welcher die Innenseite der Biegung bildet und der infolge der auftretenden Druckbeanspruchungen für gewöhnlich Falten bilden würde, wird unter der Einwirkung eines Biegungsmomentes, das um eine neutrale, durch das Material der Wandung selbst hindurchgehende Achse wirksam ist, ganz glattgebogen; -denn die Druckbeanspruchung wird auf einen Wert herabgesetzt,, der vernachlässigt werden kann. Das gebogene, eirngepreßte Rohr wird schließlich in eine Form gelegt, deren innere Gestalt der gewünschten äußeren Umfangsgestalt des Rohres entspricht; es wird daraufhin Flüssigkeitgdruck zugeführt, um die Wandung nach außen zu :biegen -und das Rohr in die gewünschte endgültige Form auszuweiten.
  • Das Rohr soll innerhalb der Form so verankert sein, daß sich der innere Rohrbogen eng an die Wandung der Form, und zwar derart anlegt, daß sich das Rohr nicht unter der Einswirkung des ausgeübten Flüssigkeitsdruckes in Richtung nach dem Rohrbogen hin- verschieben kann. Infolge der Ausübung des Flüssigkeitsdruckes auf die Innenwandung des Rohres wird das Material der Außenwandung unter der Einwirkung der vorwiegend radialen Zugbeanspruchungen gleichmäßig gestreckt. Vorausgesetzt, :daß die Innenkrümmung des Rohres der Form genau an.gepaßt ist und sicher festgehalten wird; kommen keine Druckbeanspruchungen zur Entstehung, die auf den inneren. Bogen der Rohrkrümmung - einwirken könnten; die Gefahr der Faltenbildung ist daher vermieden.
  • Um :das Rohr leicht in -die Form einlegen zu können, findet vorzugsweise eine zweiteilige Form Anwendung. Damit das gebogene Rohr genau in die untere Formhälfte paßt, bevor die Form geschlossen wird, wird das Rohr vorzugsweise halbkreis- oder U-förmig, im Querschnitt gesehen, eingepreßt. Mit anderen Worten derjenige Teil der Rohrwandung, der auf der Innenseite der Krümmung liegt, behält seine ursprüngliche Form; der andere Teil der Rohrwandung wird jedoch nach innen gedrückt, so daß er mit dem ersterwähnten: Rohrteil in Berührung kommt; :das so eingedrückte Rohr hat also schließlich die Gestalt einer länglichen Wanne oder eines langen Troges.
  • Wird in der Form der Flüssigkeitsdruck zur Anwendung gebracht, so hat dies kaum eine Einwirkung auf jenen Teil der Wandung, der .auf der Innenseite der Rohrkrümmung liegt; denn er wird unmittelbar von der Wandung der Form unterstützt. Die Hauptwirkung des Druckes besteht darin, daß die Formales übrigen Teils der Rohrwandung wieder umgekehrt und dann so gedehnt wird, d.aß er mit dem übrigen Teil der Wandung der Form in $erührung kommt. Bei diesem Streckvorgang spielt sich also in hohem Maße eine Kaltbearbeitung des Rohrmetalls ab, und er wird daher vorzugsweise in zwei Abschnitten durchgeführt. In dem ersten Abschnitt wird gerade soviel Druck zur Einwirkung gebracht, um den konkaven Wandabschnitt wieder zurückzubiegen und eine geringe anfängliche Streckwirk ung auszuüben. Danach wird das Rohr aus der Form herausgehoben und geglüht; anschließend wird dann die endgültige Streckung durchgeführt. Auch die anderen Verfahrensschritte, nämlich das anfängliche Einpressendes Rohres mit anschließendem Biegen, erfordert in hohem Maße eine Kaltbearbeitung. Daher muß auch diesen Schritten gewöhnlich eine Glühbehandlung folgen. Die Durchführung des Verfahrens zum Biegen eines Rohres gemäß der Erfindung wird an Hand der Zeichnung beschrieben.
  • Fig. i bis q. zeigen aufeinanderfolgende Stadien bei der Behandlung des Rohres; Fig. 5 und 6 zeigen schaubildlich den ersten Verfahrensschritt des Zusammenpressens des Rohres; Fig.7 zeigt im Grundriß die Formvorrichtung und das Verfahren zum Biegen des zusammengepreßten Rohres; Fig. 8 ist ein Querschnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 7; Fig.9 zeigt schaubildlich die zweiteilige Preßform in Offenstellung mit einem in die untere Hälfte eingehegten gebogenen Röhr; Fig. io zeigt im Grundriß die untere Hälfte der Preßform nach Fig. 9 mit dem teilweise im Querschnitt veranschaulichten Rohr; Fig. i i zeigt einen Querschnitt nach der Linie XI-XI der Fig. io und veranschaulicht den Querschnitt des in der Form liegenden zusammengepreßten Rohres.
  • Das gemäß der Erfindung zur Anwendung gelangende Verfahren ist am besten aus den Fig. i bis q. zu erkennen,- welche die aufeinanderfolgenden Verfahrensschritte bzw. Formen des bearbeiteten Rohres od. dgl. erkennen lassen. Ein gerades Stück Rohr i, wie es in Fig. i dargestellt ist, wird zunächst eingepreßt, so daß es die in Fig. 2 veranschaulichte Form erhält; hierbei werden die Rohrwandungen, welche die Außenteile der Rohrkrümmung bilden, den Innenteilen auf einer Länge 2 genähert, die dem späteren Krümmungsabschnitt entspricht. Der eingepreßte Abschnitt des Rohres hat, wie Fig. 2 und noch deutlicher Fig. i i zeigt, etwa einen halbkreis- oder U-förmigen Querschnitt. Das eingepreßte Rohr wird dann in der Achsrichtung in die gewünschte Krümmung gebogen; Fig. 3 veranschaulicht das Rohr -nach h. Fig. 2 nach erfolgtem Biegen um i8o°. Schließlich wird das in Fig. 3 dargestellte eingepreßte und gebogene Rohr unter Anwendung hydraulischen Druckes in einer Form in die endgültige Gestalt nach Fig. q. aufgeweitet.
  • Das anfängliche Eindrücken des Rohres erfolgt in einer mechanischen Presse. Das Rohr i wird in die Matrize 3 der Presse gelegt, die schematisch in Fig. 5 veranschaulicht ist und in der es mittels einer Patrize .4 in der in Fig. 6 veranschaulichten Weise eingepreßt wird.
  • Nach dem Glühen wird dann das in die Form nach Fig. 2 gepreßte Rohr in einer in Fig. 7 veranschaulichten Vorrichtung gebogen. Diese Vorrichtung besteht aus hartem Metall und weist eine Umfangsfläche 5, die der gewünschten Krümmungsform, im vorliegenden. Fall einem Halbkreis, entspricht, auf. Die wirksame Arbeitsfläche 6 ist außerdem, wie Fig. 8 zeigt, konkav ausgebildet, um die konvexe Seite des ein!gepreßten Rohres aufzunehmen. Im Krümmungsmittelpunkt der halbkreisförmigen Umfangsfläche 5 ist mittels eines herausziehbaren Zapfens 7 ein Arbeitshebel 8 schwenkbar -gelagert; dieser Hebel wird aus zwei im Abstand voneinander angeordneten Seitenteileng gebildet, zwischen denen eine Druckrolle io auf einer Achse i i gelagert ist. Die Druckrolle hat ein konvexes Profil 12 und wirkt mit dem konkaven Profil 6 der Umfangsfläche zusammen.
  • Das eine Ende des eingepreßten Rohres wird von einem Klemmfutter 15 derart erfaßt, daß das Rohr sich längs der einen Seite in der mit i" bezeichneten Stellung befindet; das Ende des eingepreßten Abschnittes 2 fällt dabei annähernd mit dem Beginn der halbkreisförmigen Umfangsfläche 5 zusammen. Anschließend wird der Arbeitshebel 8 in die Stellung 8" übergeführt, wobei seine beiden Seitenteile 9 zu beiden Seiten :des Rohres liegen; der Zapfen 7 wird nun eingesetzt. Die Druckrolle io wirkt nun auf das Ende des eingepreßten Rohrabschnittes 2 ein. Es wird nunmehr der Arbeitshebel 8 um den Zapfen 7 geschwenkt und .das Rohr i dadurch in die gewünschte Form gebogen. Eine Zwischenstellung des Hebels 8 ist bei 8b veranschaulicht; in ihr ist das-Rohr bis in die Stellung Ib gebogen worden. Ist dieser Bearbeitungsvorgang beendet, so ist in dem Rohr eine halbkreisförmige Biegung erzeugt worden. Wie insbesondere aus Fig. 8 zu erkennen ist, arbeiten das -Profil 12 der Druckrolle und -das Profil 6 der Vorrichtung so zusammen, daß ein Biegungsmoment entsteht, welches um eine .durch das Material der Rohrwandung hirndurchgehende neutrale Achse wirksam ist. Druckbeanspruchungen sind daher auf ein sehr kleines Maß herabgesetzt; infolge des Walzvorganges können sich Runzeln oder Falten nicht bilden; das Rohr verhält sich also wie ein dünner Metallstreifen.
  • Das gebogene Rohr wird nun geglüht und danach in die untere Hälfte i9 einer zweiteiligen, aus Messing bestehenden Preßforrn gelegt, die, wie die Fig. 9 zeigt, auf einem Sockel 2o ruht. Die Form selbst ist auch aus Fi,g. io zu erkennen. Das eine Ende des Rohres wird durch einen Stopfen 2i mit Dichtungsring 22 verschlossen. Die Außenwanidung des Rohres wird von einer geschlitzten Hülse 23 erfaßt, die dazu dient, den Stopfen2i in seiner Lage zusichern. Der Stopfen 2i besitzt einen verbreiterten Kopf 2q., der in eine entsprechende Aussparung der Preßform 2o paßt und dazu dient, dieses Rohrende fest in seiner Stellung zu sichern. Am anderen Röhrende ist ein Flüssgkeitseinlaßventil 25 mit einem Dichtungsring 26 eingesetzt und mittels einer geschlitzten-Hülse 27 gesichert, die dazu dient, auch dieses Ende des Rohres zu verankern. Infolge dieser Verankerung der beiden Rohrenden wird die innere Fläche des Rohres in enger Berührung mit der entsprechenden Fläche der Preßform gehalten, so daß jede Neigung zur Faltenbildung verhindert wird. Fig. i i zeigt :den Querschnitt des Rohres innerhalb der Preßform und sehr deutlich auch das enge Anliegen und .die Verformung der äußeren Rohrwandung.
  • Liegt das Rohr in seiner richtigen Stellung in der unteren Hälfte der Preßform ao, so wird die obere Formhälfte 30 gesenkt, wobei sie sich auf Führun!gsstreben 31 unter der Einwirkung des mittels eines Zylinders 32 ausgeübten hydraulischenDruckes bewegt. Zu Beginn des Arbeitsvorganges, der erforderlich ist, um das Rohr aufzuweiten, wird Flüssigkeit zunächst unter geringem Druck mittels eines Rohres 32 zugeführt, das an das Einlaßventil 25 angeschlossen ist. Um die im Innfern des Rohres eingeschlossene Luft abzulassen, weist der Stopfen 2i einen engen Kanal 33 auf, der mit einem kleinen Hahn 34 versehen ist; .an diesen Hahn ist eine Gummileitung 35 angeschlossen, durch die beim Ablaßvorgang austretende Flüssigkeit abgeleitet werden kann.
  • Sobald das Ablassen der Luft beendet ist, wird der Hahn geschlossen und. der Druck der hydraulischen Flüssigkeit so weit erhöht, daß die anfängliche Aufweitung des Rohres erfolgt. Anschließend wird der Druck wieder abgeschaltet und das Rohr aus der Preßform entfernt und geglüht. Schließlich wird das Rohr erneut in die Preßform eingesetzt, um endgültig aufgeweitet zu werden. Das einte Ende wird wieder durch Iden Stopfen 2 i und die geschlitzte Hülse 23 verschlossen und gesichert; das andere Ende jedoch, in dem sich das Einlaßventil25 befindet, bleibt frei verschiebbar in der Preßform; zu welchem Zweck die geschlitzte Hülse 27 durch eine verschiebbar engepaßte Rundhülse ersetzt wird. Der volle hydraulische Druck wird dann auf ,die Innenseite des Rohres zur Einwirkung gebracht, so daß die Wandung an der Außenseite der Rohrkrümmung mit der Wandung der Preßform in Berührung kommt. Diese Ausdehnung macht es unter Umständen erforderlich, daß ein kurzes, zusätzliches Stück Rohrlänge in die Preßform hineingezogen wird; aus diesem Grunde darf das eine Rohrende nicht verankert sein. Ist das Rohr endgültig aufgeweitet worden, so wird es der Preßform entnommene und. erneut geglüht. Die Rohrenden, welche in der Preßform eingeklemmt worden waren, werden abgeschnitten. Nach endgültiger Oberflächenbehandlung, z. B. Schwabbeln, ist das Rohr gebrauchsfertig.
  • Bei der Herstellung von Musikinstrumenten hat das zu biegende Rohr selten auf seiner ganzen Länge die gleiche Bohrungsweite; für gewöhnlich verjüngt es sich vielmehr von einem Ende zum anderen. Diese Rohrverjüngung hat die Herstellung eines solchen Rohres von Hand noch besonders erschwert. Blei Verwendung des Verfahrens nach der Erfindung jedoch kann als Ausgangsmaterial ein gewöhnliches Rohr verwendet werden, das auf seiner ganzen Länge den gleichen Durchmesser hat; die erforderliche Rohrverjüngung wird dann beim Preßvorgang in der entsprechend ausgestalteten Preßform erzeugt; bei der endgültigen Ausweitung .des Rohres dehnt sich dann das Rohr so aus, daß es die entsprechende Verjüngung erhält.
  • Die Biegung des Rohres braucht auch nicht notwendigerweise die Form eines Kreisbogens zu haben. Die Umfangsfläche 5 kann jede beliebige, so beispielsweise eine parabolische oder hyperbolische Gestalt haben. In diesen Fällen kann natürlich der Arbeitshebel 8 nicht einfach schwenkbar gelagert sein, vielmehr muß er die Druckrolle um eine entsprechend geformte Führungsbahn leiten. Auch dis zweiteilige Preßform muß dann der betreffenden Krümmungsform entsprechen.
  • Wie schon erwähnt, ist das beschriebene Verfahren besonders vorteilhaft bei der Herstellung von Musikinstrumenten anwendbar. Die so erziehbaren Resultate sind denen weit überlegen, die mit Hilfe der bekannten Verfahren zum Biegen der Rohre von Hand erreicht werden; vor allem sind die Erzeugnisse gleichförmiger. Mit dem neuen Verfahren ist es zum ersten Male möglich geworden, große. Bohrungen aufweisende Teile und Biegungen von Saxophonen, Baßtrompeten, Trompeten, Euphonien und ähnlichen Instrumenten aus gewöhnlichen, nahtlosen Messingrohren herzustellen.
  • Wenn auch in der vorstehenden Beschreibung die Probleme der Erfindung in bezug auf die Herstellung eines Musikinstrumentes beschrieben wurden, so leuchtet doch ein, daß ähnliche Aufgaben auch bei der Herstellung anderer industrieller Erzeugnisse zu lösen sind, bei denen Rohre gebogen werden müssen, die einen im Verhältnis zu ihrer Wandstärke großen Durchmesser haben. Das beschriebene Verfahren ist besonders geeignet, um Rohre zu biegen, .diel aus Messingoder andieren ziehbaren bzw. formbaren Metallen, z. B. einer der bekannten Leichtmetallegierungen; bestehen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRUCIIE: i. Verfahren zum Biegen von. Rohren .od. dgl. aus Metall, .bei welchem der Querschnitt des Rohres vor dem Biegevorgang verformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr zunächst senkrecht zu seiner Längsachse eingepreßt wird, so draß .die Wandungsteile, die die innere und die äußere Fläche der Krümmung bilden, einander derart genähert werden, daß das Rohr eine im Querschnitt nach der Außenseite der Biegung konkav gestaltete Form annimmt, daß das Rohr anschließend gegen ein Formstück gepreßt wird, um ihm in axialer Richtung die gewünschte Krümmung zu verleihen, und daß schließlich die Rohrwandung in einer Form mittels Druckflüssigkeit nach außen gepreßt wird, so daß das Rohr die endgültige gewünschte Form annimmt.
  2. 2. Verfahren wach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr, im Querschnitt gesehen, zu einer etwa halbkreis- oder U-förmigen Gestalt gepreßt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr gegen das Formstück mittels einer Druckrolle gepreßt wird, die in einem um den Krümmungsmittelpunkt schwenkbaren Arm drehbar gelagert ist. q.. Verfahren nach einem ,der voraufgegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Rohres in zwei oder mehreren Stufen auf-geweitet wird, wobei das Rohr jeweils zwischen diesen Verfahrensstufen geglüht wird.
DEB18449A 1951-01-05 1951-12-30 Verfahren zum Biegen von Rohren od. dgl. aus Metall Expired DE924847C (de)

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