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DE924538C - Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polykondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polykondensationsprodukten

Info

Publication number
DE924538C
DE924538C DEK7166D DEK0007166D DE924538C DE 924538 C DE924538 C DE 924538C DE K7166 D DEK7166 D DE K7166D DE K0007166 D DEK0007166 D DE K0007166D DE 924538 C DE924538 C DE 924538C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
groups
nitrogen
amino
chain
ester
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEK7166D
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Dr Rer Nat Schlack
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bobingen AG fur Textil-Faser
Original Assignee
Bobingen AG fur Textil-Faser
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bobingen AG fur Textil-Faser filed Critical Bobingen AG fur Textil-Faser
Priority to DEK7166D priority Critical patent/DE924538C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE924538C publication Critical patent/DE924538C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L75/00Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyurethanes Or Polyureas (AREA)

Description

Durch Kondensation von Diisocyanaten mit GIykolen entstehen hochmolekulare Polyurethane, die bei genügend hohem Polymerisationsgrad als Ausgangsmaterial für geformte Gebilde, z. B. Fasern, verwendbar sind. Verspinnbare Produkte dieser Art erhält man z. B. durch Umsetzen von Octamethylendiisocyanat mit i, 4-Butandiol (Patent 728981).
Ähnliche Produkte bilden sich nach einem weiteren Vorschlag, wenn man Diurethane, z. B. ' Hexamethylen-bis-carbamidsäurediphenylester mit Glykolen, z. B. Dekamethylenglykol, umsetzt.
Man hat auch schon vorgeschlagen, Polyurethanverbindungen herzustellen aus Komponenten, die neben den urethanbildenden Gruppen bereits Arnid-^ gruppen (mit der Carbonylgruppe an C gebundene Carbonamidgruppen, Harnstoffgruppen, Sulfonamidgruppen) in offener Kette oder in heterocyclischen Ringen enthalten.
Es wurde nun gefunden, daß man neue wertvolle stickstoffhaltige Polykondensationsprodukte erhält, wenn man Kohlensäureverbindungen von Aminoalkoholen oder Aminomercaptanen mit an gesättigte C-Atome gebundenen Amino- und Hydroxyl- bzw. Sulfhydrylgruppen und mit einer Kette von mindestens vier, gegebenenfalls durch Heteroatome oder -gruppen, wie O, S, SO2, unterbrochenen C-Atomen zwischen endständigem Aminostickstoff und Hydroxyl- bzw. Mercaptogruppe, in welchen der Kohlensäurerest in Form eines N-Carbonsäureester- oder -amidrestes oder einer O-Esterverbindung vorliegt, durch Erhitzen intermolekular
kondensiert, gegebenenfalls in Gegenwart von Lösungs- oder Verdünnungsmitteln und von Katalysatoren, die die Abspaltung von Ammoniak oder Alkohol begünstigen, insbesondere Stoffen von der Art der Umesterungskatalysatoren, z. B. Kaliumcarbonat, Magnesiumoxyd, Magnesiummethylat, Toluolsulfosäure, Camphersulfosäure, Zinkchlorid. Zu diesen Kondensationen kommen nicht nur Derivate einfacher Aminoalkohole, ζ. Β. Derivate ίο des 4-Aminobutanols, des 5-Aminopentanols, des 4-Aminocyclohexanols, des 4-Aminobutylmercaptans (aus Benzoyl-aminobutylchlorid und Kaliumsulfhydrat mit folgender Hydrolyse) in Betracht, sondern auch komplizierte Aminooxy- bzw. Aminomercaptoverbindungen, deren Kette durch Heteroatome oder Heterogruppen, wie O, S, SO2, unterbrochen sein können, z. B. Derivate des ω-Aminobutyl-co'-oxypropylsulfids (aus Benzoyl-atninobutylmercaptan und 3-Brompropanol). Insbesondere sind auch solche Abkömmlinge von Aminooxy- bzw. Aminomercaptoverbindungen eingeschlossen, deren Kette durch Amidgruppen, z. B. an Kohlenstoff gebundene Carbonamidgruppen, Harnstoffgruppen, Sulfonamidgruppen, unterbrochen ist. Diese Amidgruppen können · sowohl in offener Kette als auch in heterocyclischen, in die Kette eingefügten Kernen oder in beiden zugleich enthalten sein.
Die nach dem Verfahren der Erfindung erhaltenen Produkte sind je nach ihren Eigenschaften verschiedener und vielseitiger Verwendung fähig. Ausgesprochen hochmolekulare Stoffe können nach den für Polyamide bekannten Methoden aus der Schmelze, aus Lösungen oder thermoplastisch auf orientierte Fasern, Bändchen, Folien oder andere Flächengebilde verarbeitet werden. Sie lassen sich ferner durch Spritzen, Spritzgießen, Pressen auf dreidimensionale Körper verformen. Niedrigerpolymere Stoffe können beispielsweise als Lackrohstoffe Verwendung finden. Weiche Produkte sind als Kunstwächse brauchbar. In organischen Lösungsmitteln relativ leicht lösliche Stoffe hochpolymerer und mittelhochpolymerer Art eignen sich zur Verwendung, als Hilfsmittel in der Textil- und Lederindustrie und verwandten Zweigen der chemischen Technologie, z. B. zu Imprägnierungen oder Fixierung von Pigmenten und Farbstoffen auf Geweben. *
Beispiele
ι. S-Aminopentanolwird mit Chlorameisensäuremethylester in den entsprechenden Carbamidsäuremethylester übergeführt. Man erhitzt dann dieses
Urethan in Gegenwart von V b b f M U
2Oo h
g 2Oo Kalium-
carbonat, bezogen auf 1 Mol Urethan, auf 140 bis i8o° bis zum Nachlassen der. Methanolabspaltung und hält die Temperatur schließlich noch 6 Stunden im Vakuum von 0,5 mm auf · i8o°, indem man gleichzeitig einen trockenen, vorgewärmten Stickstoffstrom über die Schmelze hinwegstreichen läßt.
Das Reaktionsprodukt kann aus der Schmelze zu orientierbaren Fäden ausgezogen werden.
2. N-Carboxymethylaminocapronsäurechlor id, hergestellt aus der Säure mit Thionylchlorid, läßt man in Benzollösung auf eine wäßrige Lösung von i, 4-Aminobutanol in Gegenwart von Alkali unter guter Kühlung einwirken. Das hierbei erhaltene Urethan der Formel
CH3- O—CO—NH- (CH2)5
—CO—NH-(CH2)4-OH
kondensiert sich beim Erhitzen auf 140 Ws i8o°, insbesondere in- Gegenwart von Umesterungskatalysatoren, z. B. V200 Mol Natriummethylat, bezogen auf ι Mol Urethan, mit sich selbst unter Abspalrung· von Methanol. Die Reaktion kann mit und ohne Lösungsmittel durchgeführt werden. Ein geeignetes Lösungsmittel ist o-Dichlorbenzol.
3. Tr.ans-4-Aminocyclohexanol wird in Benzol mit der berechneten Menge Chlorameisensäurephenylester zum Urethan acyliert. Man destilliert dann· das Benzol ab und erhitzt in Gegenwart einer Spur Natriumphenolat in trockenem Phenol so lange auf 170°, bis die Viskosität nicht mehr zunimmt. Das Reaktionsprodukt wird dann mit Aceton als Pulver gefällt. Es kann durch Wiederaufschmelzen und Erhitzen der Schmelze im Hochvakuum noch höherpolymer gemacht werden.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung vom stickstoffhaltigen Polykondensationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man Kohlensäureverbindüngen von Aminoalkoholen bzw. Aminomercaptanen mit an gesättigte C-Atome gebundenen Amino- und Hydroxyl- bzw. SuIfhydrylgruppen und mit mindestens vier, gegebenenfalls durch Heteroatome oder -gruppen, wie O, S, S O2, unterbrochenen, kettenbildenden C-Atomen zwischen endständigem Aminostickstoff und Hydroxyl- bzw. Mercaptogruppe, in welchen der Kohlensäurerest in Form eines N-Carbonsäureester- oder -amidrestes oder einer O-Esterverbindung vorliegt, durch Erhitzen intermolekular kondensiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation in Gegenwart von Katalysatoren, insbesondere von der Art der Umesterungskatalysatoren, durchgeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man bifunktionelle Aminoalkoholderivate verwendet, deren ,Kette zwischen dem Stickstoffatom und der passiven esterbildenden Gruppe (OH oder SH) noch durch eine oder mehrere Amidgruppen (Carbonamidgruppen, Harnstoffgruppen, Sulfonamidgruppen) unterbrochen ist.
    1 9595 2.55
DEK7166D 1939-06-13 1939-06-13 Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Polykondensationsprodukten Expired DE924538C (de)

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