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DE924274C - Bremsnachstellvorrichtung fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Bremsnachstellvorrichtung fuer Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE924274C
DE924274C DES30760A DES0030760A DE924274C DE 924274 C DE924274 C DE 924274C DE S30760 A DES30760 A DE S30760A DE S0030760 A DES0030760 A DE S0030760A DE 924274 C DE924274 C DE 924274C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
rotatable member
spring
rotatable
rotation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES30760A
Other languages
English (en)
Inventor
Bert Henry Browall
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Haldex AB
Original Assignee
Bromsregulator Svenska AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bromsregulator Svenska AB filed Critical Bromsregulator Svenska AB
Application granted granted Critical
Publication of DE924274C publication Critical patent/DE924274C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H15/00Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters
    • B61H15/0007Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters mechanical and self-acting in one direction
    • B61H15/0014Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters mechanical and self-acting in one direction by means of linear adjustment
    • B61H15/0028Wear-compensating mechanisms, e.g. slack adjusters mechanical and self-acting in one direction by means of linear adjustment with screw-thread and nut

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Brenasnachstellvorrichtung für Schienenfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf Bremsnachstellvorrichtungen für Schienenfahrzeuge. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf Bremsnachstellvorrichtungen derjenigen Art, die eine zweiteilige Bremsstange im Bremsgestänge und zwischen den beiden Teilen der Bremsstange eine Schraubverbindung aufweisen, welch letztere durch ein Glied sich normalerweise, d. h. bei gelöster Bremse, zum Verstellen der beiden Teile der Bremsstange axial im Verhältnis zueinander absichtlich von Hand drehen läßt.
  • Bei einer Bremsnachstellvorrichtung der obigen Art entsteht durch den Umstand, daß sich das drehbare Glied der Schraubverbindung bei gelöster Bremse zum Einstellen des Spielraumes des Bremsgestänges absichtlich von Hand drehen läßt, der Wunsch, ein unabsichtliches Drehen des besagten Gliedes unter der Einwirkung von Erschütterungen oder Stößen, z. B. während der Fahrt des Fahrzeuges, zu verhindern, da ein solches unbeabsichtigtes Drehen des Gliedes zu unerwünschten Veränderungen des Bremsspieles führen kann. Es ist der Zweck der Erfindung, eine einfache und effektive Vorrichtung zur Vermeidung solcher unerwünschten Veränderungen des Bremsspieles zu schaffen, wie sie durch ein unbeabsichtigtes Drehen des drehbaren Gliedes der Schraubverbindung unter der Einwirkung von Erschütterungen oder Stößen hervorgerufen werden können.
  • Ein einfaches Mittel zum Verhindern eines unbeabsichtigten Drehens des drehbaren Gliedes der Schraubverbindung der Bremsnachstellvorrichtung ist ein Reibungswiderstand gegen Drehung zwischen dem drehbaren und dem nichtdrehbaren Glied der Bremsnachstellvorrichtung, welcher Widerstand von dem auf das drehbare Glied zwecks absichtlicher Drehung desselben von Hand auszuübenden Drehmoment überwunden werden -muß: Wo jedoch nur ein solcher Reibungswiderstand einem unbeabsichtigten Drehen des drehbaren Gliedes entgegenwirkt, liegt die Gefahr vor, daß mit der Zeit ein beträchtliches unbeabsichtigtes Drehen des drehbaren Gliedes aus seiner von Hand eingestellten Lage nicht vermieden werden kann, und zwar auf Grund einer Anhäufung geringfügiger (je für sich belangloser) Winkelverschiebungen des drehbaren Gliedes unter der Einwirkung von Erschütterungen oder Stößen, welche im drehbaren Glied vorübergehend ein Drehmoment erzeugen, welches ebenso groß oder größer ist als dasjenige Drehmoment, das dem drehbaren Glied zwecks eines absichtlichen Drehens desselben von-Hand praktisch oder zweckmäßigerweise beizubringen ist. Um diese Gefahr aus dem Wege zu räumen, ist durch die Erfindung eine Vorrichtung geschaffen worden, welche einem Verdrehen des drehbaren und des nichtdrehbaren Gliedes der Bremsnachstellvorrichtung einen Reibungswiderstand entgegenstellt und dem Drehmoment federnd nachgibt, das bei einer jeden Winkelverschiebung des drehbaren Gliedes im Verhältnis zum nichtdrehbaren Glied der Bremsnachstellvorrichtung zwischen dem drehbaren Glied und dem nichtdrehbaren Glied auf Grund des einer Verdrehung dieser Glieder entgegenwirkenden Reibungswiderstandes entsteht. Bei dieser Vorrichtung braucht der Reibungswiderstand gegen ein Verdrehen des drehbaren Gliedes der Schraubverbindung nicht so groß zu sein, daß geringfügige Winkelverschiebungen des drehbaren Gliedes unter der Einwirkung von Drehmomenten verhindert werden, denen das drehbare Glied vorübergehend durch die Wirkung von Erschütterungen oder Stößen unterworfen sein kann, da das drehbare Glied nach solchen geringfügigen Winkelverschiebungen des drehbaren Gliedes automatisch wieder in seine von Hand eingestellte Lage zurückgeführt wird; wodurch die Gefahr einer Anhäufung derartiger geringfügiger Winkelverschiebungen des drehbaren Gliedes zu einer beträchtlichen Winkelverschiebung desselben aus seiner von Hand eingestellten Lage völlig vermieden wird.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die besagte Vorrichtung aus einer Schraubenfeder, die im zusammengedrückten Zustand zwischen dem drehbaren Glied und dem nichtdrehbaren Glied eingesetzt ist, so daß die Feder als eine Torsionsfeder zwischen dem drehbaren und dem nichtdrehbaren Glied wirkt und mit wenigstens einem dieser Glieder im Reibungseingriff steht, um einer Drehung zwischen diesen Gliedern einen begrenzten Reibungswiderstand entgegenzusetzen.
  • Die Erfindung läßt sich nicht nur bei lediglich von Hand verstellbaren Bremsnachstellvorrichtungen verwenden, sondern auch bei selbsttätigen Bremsnachstellvorrichtungen, welche außerdem mit Einrichtungen versehen sind, um die Bremsnachstellvorrichtung von Hand zu betätigen durch Drehung eines Teiles der Schraubverbindung der Bremsnachstellvorrichtung im Verhältnis zu einem nichtdrehbaren Teil derselben von Hand, wenn sich die Bremsnachstellvorrichtung in der normalen Lage bei gelöster Bremse befindet.
  • Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung, welche zwei Ausführungsformen der Erfindung zeigt, näher erläutert werden. Es zeigt Fig, i einen schematischen Grundriß eines üblichen Bremsgestänges, welches unter dem Wagenuntergestell eines mit strichpunktierten Linien angedeuteten Eisenbahnwagens montiert ist und eine selbsttätige Bremsnachstellvorrichtung enthält, die mit Einrichtungen zur manuellen Betätigung derselben versehen ist, Fig. 2 einen teilweisen Längsschnitt der in Fig. i gezeigten Bremsnachste 1lvorrichtung, Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 einen Längsschnitt einer nur von Hand betätigbaren Bremsnachstellvorrichtung.
  • Fig. i bis 3 zeigen eine Bremsnachstellvorrichtung desselben Typs, die selbsttätig das Bremsspiel vermindert, wenn dieses zu groß geworden ist, z. B. durch Verschleiß der Bremsklötze, und die in ihrer dargestellten normalen Lage bei gelöster Bremse von Hand betätigbar ist zur Vergrößerung des Bremsspieles, um ein Entfernen verschlissener Bremsklötze und das Einsetzen von neuen zu ermöglichen oder zu erleichtern oder um das Bremsspiel wieder auf seinen richtigen Wert einzustellen, wenn es z. B. infolge neu eingesetzter Bremsklötze zu klein geworden ist. Diese Bremsnachstellvorrichtung besteht aus einer zweiteiligen Bremszugstange, deren einer Teil, der an seinem einen Ende mit einer Anschlußöse (Fig. i) versehen ist, aus einem Zugrohr 2 besteht, während der andere Teil aus einer Schraubenspindel 3 mit nicht selbsthemmender Gewindesteigung besteht und in das Zugrohr :2 hineingeschoben ist, und zwar durch das von der Öse i abgekehrte Ende. In einem Gehäuse 4 auf dem Rohr 2 ist eine Mutter 5, die sogenannte Kupplungsmutter, eingeschlossen, welche auf die Spindel 3 geschraubt ist und mit einem Sitz 6 im Gehäuse 4 zum axialen Kuppeln der Spindel 3 mit dem Zugrohr 2 in der die Bremskraft übertragenden Richtung zwischen den beiden Bremsstangenteilen 2 und 3 beim Bremsen zusammenwirkt. Ein Axialkugellager 7 gestattet ein Verdrehen der Verriege= lungsmutter 5 bei Verschiebung der Spindel 3 in der entgegengesetzten Richtung im Verhältnis zum Rohr 2. Auf die Schraubenspindel 3 ist ebenfalls eine Mutter 8, die sogenannte Vorschubmutter, geschraubt, welche in einem auf dem Rohr 2 axial verschiebbaren rohrförmigen Betätigungsglied 9 eingeschlossen ist. Die Vorschubmutter 8 wirkt mit einem Sitz io, der in einem Endstück i i des Betätigungsgliedes 9 vorgesehen ist, zusammen zwecks Verriegelung der Spindel 3 mit dem Betätigungsglied 9 bei axialer Verschiebung desselben auf dem Rohr 2 in der Richtung, in welcher die Spindel 3 im Verhältnis zum Zugrohr 2 zwecks Verminderung des Bremsspieles axial verschoben werden soll, und über ein Axialkugellager 12 mit einem Anschlag i3 im Betätigungsglied 9, um es der Vorschubmutter zu gestatten, durch das Betätigungsglied 9 bei axialer Verschiebung desselben auf dem Zugrohr 2 in der anderen Richtung auf der Spindel 3 axial verschoben zu werden. Das Betätigungsglied 9 wird durch eine Schraubendruckfeder 15, die zwischen dem Gehäuse 4. auf dem Zugrohr :2 und einem Endstück 14 im anderen Ende des Betätigungsgliedes 9 eingespannt ist, in seine dargestellte normale axiale Lage auf dem Zugrohr :2 gedrückt. Im Endstück i i ist ein Rohr 16 befestigt, welches die Spindel 3 umschließt, um deren Gewinde gegen Verschmutzung zu schützen. An ihrem äußeren Ende ist die Spindel 3 mit einer Anschlußöse 17 versehen. Die Ösen i und 17 dienen zum Anschließen der zweiteiligen Bremsstange 2, 3 an das Bremsgestänge, welches in der in Fig. i dargestellten üblichen Ausführung einen mit dem einen Ende an die Kolbenstange eines Bremszylinders i9 angeschlossenen Bremshebel 18, einen Festpunkthebel 2o, eine Verbindungsstange 21 zwischen den Bremshebeln i8 und 20 und Bremszugstangen umfaßt, welche sich von den Bremshebeln 18 und 20 zu den üblichen Bremsausrüstungen an den beiden Enden des Fahrzeuges erstrecken. Die an den Zylinderhebel 18 angeschlossene Bremszugstange besteht aus der zweiteiligen Bremsstange 2, 3, und die an den Festpunkthebel 2o angeschlossene Bremszugstange ist in Fig. i mit 22 bezeichnet. Eine Steuervorrichtung ist vorgesehen, welche selbsttätig in Abhängigkeit vom Bremshub beim Bremsen das Betätigungsglied 9 auf dem Zugrohr 2 entgegen der Wirkung der Feder 15 verschieben kann. In der in Fig. i veranschaulichten Ausführungsform besteht die Steuervorrichtung aus einem Anschlag 23 auf einer Steuerungsstange 24, die an den Festpunkt-Nebel 2o angeschlossen ist. Beim Bremsen bewegen sich der Anschlag 23 und die zweiteilige Bremsstange 2, 3 im Verhältnis zueinander, wodurch das Betätigungsglied9 entgegen derWirkung der Feder 15 dadurch verschoben werden kann, daß es vom Anschlag 23 betätigt wird. Einrichtungen sind vorgesehen, durch welche das Betätigungsglied 9 in seiner dargestellten normalen Lage bei gelöster Bremse von Hand drehbar ist und, wenn es gedreht wird, die beiden Muttern 5 und 8 auf der Spindel 3 in der Drehung mitnimmt und dadurch eine auf das Bremsspiel einwirkende axiale Verschiebung der beiden nichtdrehbaren Bremsstangenteile 2 und 3 im Verhältnis zueinander bewirkt. Da diese Einrichtungen Gegenstand einer besonderen Erfindung sind, sollen sie hier nur in dem Maße behandelt werden, wie es für das Verständnis der Fig. i bis 3 erforderlich ist. Wenn das Betätigungsglied 9 unter der Wirkung der Feder 15 bei gelöster Bremse nach einem Bremsvorgang, bei dem das Betätigungsglied 9 entgegen der Wirkung der Feder 15 durch die Steuerungsvorrichtung 23, 24 verschoben wurde, wieder seine normale Lage einnimmt, legt sich die Vorschubmutter 8 gegen die Kupplungsmutter 5 an und schiebt sie gegen das Kugellager 7, so daß die Kraft, welche die Feder 15 auf das Betätigungsglied 9 ausübt, vom Endteil i i, dem darin vorgesehenen Sitz io, der Vorschubmutter 8, der Kupplungsmutter 5 und dem Kugellager 7 auf das Gehäuse 4 übertragen wird. In der normalen Lage des Betätigungsgliedes 9 hält somit die Feder 15 die Kupplungsmutter 5 mit ihrem Sitz 6 außer Eingriff und den Sitz io, die Vorschubmutter 8 und die Kupplungsmutter 5 in Reibungseingriff miteinander, so daß die beiden Muttern 8 und 5 als eine Einheit an einer Drehung des Betätigungsgliedes 9 auf .den nichtdrehbaren Bremsstangenteilen 2 und 3 teilnehmen.
  • Oft genügt es, daß das Betätigungsglied 9, wenn es seine normale Lage einnimmt, nur in einer Richtung auf dem Zugrohr :z von Hand drehbar ist, und zwar in der Richtung, in der die beiden Muttern 5 und 8 auf die Spindel 3 geschraubt werden müssen, um den Spielraum zu vergrößern. In solchen Fällen kann ein einfacher Sperrmechanismus verwendet werden, um das Betätigungsglied 9 zu drehen. Fig. 2 und 3 zeigen einen solchen Sperrmechanismus, der aus einer Einwegkupplung besteht, die im Betätigungsglied 9 vorgesehen ist und aus einer Kupplungsschraubenfeder 25 besteht, welche sich auf axial fluchtenden zylindrischen Flächen eines in einem Stück mit- dem Endteil 14 ausgebildeten Kragens 26 und einer Hülse 27 abstützt, welch letztere drehbar auf dem Zugrohr 2 angeordnet ist und ein hervorstehendes Ende 27a besitzt, auf dem ein Arm 29 mittels eines Bolzens 28 (Fig. 3) montiert ist. Das Betätigungsglied 9 kann durch Verschwenken des Armes 29 in der gewünschten Richtung gedreht werden. Griffstangen 30 (Fig. i) können vorgesehen sein, die mit dem Arm 29 verbunden sind und sich zu den Seiten des Wagens hin erstrecken. Mittels dieser Griffstangen kann der Arm 29 von Hand um einen begrenzten Winkel hin und her gerückt werden, um die Bremsnachstellvorrichtung in der Spielraumvergrößerungsrichturig zu betätigen, ohne daß die Arbeiter unter den Wagen zu kriechen brauchen. Damit die Steuerglieder 23, 24 die Drehung des Betätigungsgliedes 9 nicht hindern, ist letzteres mit einem Arm 31 versehen, welcher mit dem Anschlag 23 zusammenwirkt und im Verhältnis zum Betätigungsglied 9 axial nicht verschiebbar ist und sich frei um die Längsachse desselben drehen läßt. Der Arm 31 hat ferner ein Loch, das die Stange 24 aufnimmt und führt. Vorzugsweise ist der Arm 31 zwecks leichter Drehung auf dem Schutzrohr 16 zwischen einem darauf vorgesehenen Stoppring 32 und dem Endstück i i angebracht.
  • Dadurch, daß beide Muttern 5 und 8 zusammen mit dem Betätigungsglied 9 in dessen normaler Lage bei gelöster Bremse drehbar sind, ist es notwendig oder wenigstens wünschenswert, einer unbeabsichtigten Drehung des Betätigungsgliedes und dadurch der Muttern 8 und 5 unter der Einwirkung von Erschütterungen oder Stößen während der Fahrt des Wagens entgegenzuwirken. Am einfachsten kann einer unbeabsichtigten Drehung des Betätigungsgliedes 9 durch einen Reibungswiderstand gegen eine Drehung zwischen dem Betätigungsglied 9 und dem nichtdrehbaren Zugrohr 2 entgegengetreten werden. Dieser Widerstand muß durch das auf das Betätigungsglied 9 zwecks absichtlicher Drehung desselben von Hand auszuübende Drehmoment überwunden werden. Bei einem solchen Reibungswiderstand gegen eine Drehung zwischen dem Betätigungsglied 9 und dem Zugrohr .2 liegt aber die Gefahr vor, daß mit der Zeit durch Anhäufung geringfügiger (je für sich belangloser) Winkelverschiebungen des Betätigungsgliedes unter der Wirkung von Erschütterungen oder Stößen eine beträchtliche unbeabsichtigte Winkelverschiebung des Betätigungsgliedes 9 auf dem Zugrohr 2 entsteht. Erschütterungen oder Stöße können nämlich im Betätigungsglied 9 vorübergehend ein Drehmoment hervorrufen, das ebenso groß oder größer ist als dasjenige Drehmoment, das dem Betätigungsglied zwecks einer absichtlichen Drehung desselben von Hand praktisch oder zweckmäßigerweise beizubringen ist. Nach der Erfindung wird diese Gefahr dadurch vermieden, däß der Reibungswiderstand gegen Drehung zwischen dem Betätigungsglied 9 und dem nichtdrehbaren Zugrohr 2 durch eine Federvorrichtung erzeugt wird, die dem Drehmoment federnd nachgibt, das bei einer jeden Winkelverschiebung des Betätigungsgliedes 9 im Verhältnis zum nichtdrehbaren Zugrohr 2 zwischen den beiden infolge des durch die Federvorrichtung erzeugten Reibungswiderstandes entsteht. In der in Fig. 2 veranschaulichten Ausführungsform wird die Schraubendruckfeder 15 dazu ausgenutzt, den Reibungswiderstand gegen Drehung zwischen dem Betätigungsglied 9 und dem nichtdrehbaren Zugrohr 2 zu erzeugen und das dem Reibungswiderstand entsprechende Drehmoment federnd aufzunehmen. Zu diesem Zweck wird die Schraubendruckfeder 15 als eine Torsionsfeder zwischen Endstützen 4a und 14a für dieselbe auf dem Gehäuse 4 des Zugrohres :2 bzw. auf dem Endteil 14 des Betätigungsgliedes 9, und mindestens ein Ende der Feder 15 steht im Reibungseingriff mit seiner Stütze, und das andere Ende der Feder ist, falls es nicht mit seiner Stütze im Reibungseingriff steht, nicht drehbar damit verbunden. Dadurch, daß der Stütze eine zweckmäßige, z. B. konische Form gegeben wird, kann ein jeder gewünschter Wert des Reibungswiderstandes gegen Drehung zwischen einem der Enden der Feder 15 und ihrer Stütze erhalten werden. Dem von der Feder 15 dargebotenen Reibungswiderstand gegen Drehung zwischen dem Betätigungsglied 9 und dem Zugrohr 2 kann ein verhältnismäßig kleiner Wert gegeben werden, ohne daß unter der Einwirkung von Erschütterungen oder Stößen eine unbeabsichtigte beträchtliche Drehung des Betätigungsgliedes befürchtet zu werden braucht. Die Feder 15, welche als Torsionsfeder zwischen dem Betätigungsglied und dem Zugrohr 2 wirkt, wird solchen geringfügigen Winkelverschiebungen des Betätigungsgliedes 9, wie sie unter der Einwirkung von Erschütterungen oder Stößen vorübergehend auftreten können, federnd nachgeben. Nach solchen geringfügigen Winkelverschiebungen des Betätigungsgliedes 9 wird letzteres durch die Feder 15 wieder in seine von Hand eingestellte Lage zurückgedreht, wodurch die Gefahr einer Anhäufung solcher geringfügiger Winkelverschiebungen zu einer bedeutenden Winkelverschiebung des Betätigungsgliedes 9 aus seiner von Hand eingestellten Lage vermieden wird.
  • Die in Fig. 4 dargestellte Bremsnachstellvorrichtung ist nur von Hand einstellbar und umfaßt eine zweiteilige Bremsstange, deren einer Teil, welcher an seinem einen Ende eine Anschlußöse 33 trägt, mit einem Zugrohr 34 und einer an dem von der Öse 33 abgekehrten Ende des Zugrohres 34 befestigten Mutter 35 versehen ist. Der andere Teil der zweiteiligen Bremsstange umfaßt eine Schraubenspindel 36, die dadurch in das Zugrohr 34 hineingeschoben ist, daß die Mutter 35 auf die Spindel 36 geschraubt ist. An dem von der Anschlußöse 33 abgekehrten Ende der Mutter 35 ist ein Rohr 37 befestigt, welches die Spindel 36 umschließt, um sie gegen Verschmutzung zu schützen. Das äußere Ende der Spindel 36 ist mit -einer Anschlußöse 38 versehen. Die Anschlußösen 33 und 38 dienen zum Anschließen der Bremsnachstellvorrichtung als eine Bremsstange in das Bremsgestänge.
  • Wenn die Bremsnachstellvorrichtung im Bremsgestänge montiert ist und sich die Bremse in ihrer gelösten Lage befindet, läßt sich das Zugrohr 34 zwecks Schraubens der Mutter 35 auf die Spindel 36 von Hand drehen, um die beiden Bremsstangenteile 34 und 36 zum Verstellen der Bremsklotzspielräume im Verhältnis zueinander axial zu verschieben. Zu diesem Zweck ist zwischen dem Zugrohr 34 und der Anschlußöse 33 eine drehbare Verbindung vorgesehen. Diese drehbare Verbindung besteht aus einer Hülse 39, die an der Anschlußöse 33 befestigt ist und den Endteil des Zugrohres 34 umschließt und mit einem inneren Anschlag oder Sitz 40 versehen ist, welcher mit einem äußeren Anschlag oder Sitz 41 auf dem Zugrohr 34 zwecks axialen Festhaltens des letzteren an der Anschlußöse 33 in der Richtung zur f=Tbertragung der Bremskraft zwischen ihnen beim Bremsen zusammenwirkt. Eine Schraubendruckfeder 43 ist zwischen dem Zugrohr 34 und der Anschlußöse 33 eingeschaltet. Um ein Drehen des Zugrohres von Hand zu erleichtern, ist auf diesem ein mit zweckmäßigen Vorsprüngen versehener Ring 42 befestigt.
  • Beim Bremsen wird die Reibung zwischen den zusammenwirkenden Anschlägen 4o und 41 durch die Wirkung der Bremskraft genügend gesteigert, um das Zugrohr 34 und dadurch die Mutter 35 gegen Drehen im Verhältnis zur Anschlußöse 33 zuverlässig zu verriegeln. Bei gelöster Bremse, wenn in der Bremsstange keine Bremsspannung vorhanden ist, existiert ein gewisser begrenzter Reibungswiderstand gegen Drehung des drehbaren Zugrohres 34 und der darauf montierten Mutter 35, welcher Widerstand bei einer absichtlichen Drehung des Rohres 34 von Hand zum Nachstellen des Bremsklotzspielraumes überwunden werden muß und welcher durch die Druckfeder 43 hervorgerufen wird, für deren Enden zweckmäßig ausgebildete Sitze 33" und 34a auf der nicht drehbaren Anschluß- Öse 33 und dem drehbaren Zugrohr 34 vorgesehen sind. Wenigstens eines der Enden der Feder 43 steht mit seinem Sitz im Reibungseingriff, während das andere Ende, wenn es nicht mit seinem Sitz im Reibungseingriff steht, ihm gegenüber nicht drehbar ist, so daß die Feder 43 bei Drehung des Zugrohres ebenfalls als eine Torsionsfeder zwischen dem Zugrohr 34 und der nicht drehbaren Anschlußöse 33 wirkt und bei Drehung des Zugrohres 34 das zwischen diesem und der Anschlußöse auftretende Drehmoment federnd aufnimmt. Wenn die Bremse ihre gelöste Lage einnimmt, können Erschütterungen und Stöße während der Fahrt des Fahrzeuges zu vorübergehenden geringfügigen (je für sich belanglosen) Winkelverschiebungen des Rohres 34 und der darauf vorgesehenen Mutter 35 im Verhältnis zur nichtdrehbaren Spindel 36 Anlaß geben, aber die Feder 43 gibt derartigen geringfügigen Winkelverschiebungen des Rohres 34 federnd nach und hebt sie dadurch automatisch auf, daß sie das Zugrohr mehr oder weniger sofort wenigstens annähernd in seine von Hand eingestellte Winkellage im Verhältnis zur nichtdrehbaren Anschlußöse 33 zurückführt. Durch diese Wirkung der Feder 43 erübrigt es sich, die Bauart und die Handhabung der Bremsnachstellvorrichtung dadurch zu komplizieren, daß lösbare Mittel vorgesehen werden zur positiven Verriegelung des Zugrohres 34 und der Mutter 35 gegen Drehung, damit einer unbeabsichtigten Drehung der Mutter 35 auf der Spindel 36 unter der Einwirkung von Erschütterungen oder Stößen sicher vorgebeugt wird. Es kann auch ein Sperrmechanismus, der mittels Griffstangen betätigt wird, ähnlich wie die in Fig. i dargestellten Griffstangen 30, vorgesehen werden, damit das Zugrohr 34 und die Mutter 35 von den Seiten des Wagens aus von Hand drehbar sind, damit die Arbeiter nicht unter den Wagen zu kriechen brauchen, um die Bremsnachstellvorrichtung zu betätigen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bremsnachstellvorrichtung für das Bremsgestänge an Schienenfahrzeugen, die aus einer zweiteiligen Bremsstange und einer zum Verstellen der beiden Stangenteile axial zueinander dienenden Schraubverbindung besteht, die durch Drehen eines Gliedes betätigt wird, das bei gelöster Bremse im Verhältnis zu einem undrehbaren Glied der Bremsstange von Hand drehbar ist, gekennzeichnet durch eine einen Reibungswiderstand gegen Drehung zwischen dem drehbaren und dem undrehbaren Glied hervorrufende Federvorrichtung, die dem Drehmoment federnd nachgibt, das bei einer jeden Drehung des drehbaren Gliedes (9, 34) im Verhältnis zum undrehbaren Glied (2, 33) zwischen den beiden Gliedern infolge des durch die Federvorrichtung hervorgerufenen Reibungswiderstandes entsteht. z. Bremsnachstellvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Federvorrichtung aus einer Schraubendruckfeder (15, 43) besteht, die koaxial mit dem drehbaren Glied liegt und zwischen Sitze auf dem letzteren und auf dem undrehbaren Glied eingespannt ist, wobei mindestens das eine Ende der Feder mit seinem Sitz im Reibungseingriff steht, um den Reibungswiderstand gegen Drehung zwischen den beiden Gliedern hervorzurufen, und beim Drehen des drehbaren Gliedes als eine Torsionsfeder zwischen den beiden Gliedern wirkt.
DES30760A 1951-10-22 1952-10-21 Bremsnachstellvorrichtung fuer Schienenfahrzeuge Expired DE924274C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DES30760A Expired DE924274C (de) 1951-10-22 1952-10-21 Bremsnachstellvorrichtung fuer Schienenfahrzeuge

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