DE91326C - - Google Patents
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B55/00—Locks in which a sliding latch is used also as a locking bolt
Landscapes
- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein in der Zeichnung veranschaulichtes Thürschlofs, bei
welchem die Falle oder der Tagriegel durch eine Vierteldrehung des Drückers nach rückwärts
justirt und so das Schlofs in den Nachtverschlufs gebracht werden kann, ohne dafs
dazu ein besonderer Riegel erforderlich ist. Die Einrichtung unterscheidet sich dadurch
gegen die bisher bekannten, den gleichen Zweck verfolgenden Schlofsconstructionen, dafs
die die Justirung der Schlofsnufs bewirkende Zuhaltung oder, wenn mehrere Zuhaltungen
Anwendung finden, diese von einem Sperrschieber noch besonders arretirt werden, wodurch
die Sicherheit des Verschlusses wesentlich erhöht wird.
In der Zeichnung ist die innere Einrichtung des Schlosses in drei verschiedenen Stellungen
dargestellt. Die Falle α steht unter dem Druck der Feder / und kann durch die Nufs η
mittelst des in der Zeichnung punktirt angedeuteten Drückers d zurückgeschoben werden.
Dieser Theil der Schlofseinrichtung functionirt beim Oeffnen und Schliefsen der Thür ganz
in derselben Weise wie bei dem gewöhnlichen Fallenschlofs. Hinter der Nufs ist eine Zuhaltung
b mit einem dazugehörigen Sperrschieber c angeordnet, und die Nufs η ist mit
einer gröfseren Ausladung g und einer dahinter liegenden kleineren Ausladung h, ferner noch
mit einer Nase i versehen. Die Zuhaltung b und der Schieber c stehen unter dem Einflüsse
der Feder f, derart, dafs erstere stets gegen die Nufs hin um den Stift b1 gedreht, der
Schieber c stets zurück- bezw. vom Stülp des Schlosses abgedrückt wird. Die Ausladung g
der Nufs liegt mit ihrer allmä'lig ansteigenden Bahn an der Zuhaltung b, während die kleinere
Ausladung h ebenfalls mit einer ansteigenden Bahn vor dem Schieber c liegt. Befinden
sich die Theile in der Stellung Fig. 1,. in welcher der Drücker die übliche Lage an der
Thür einnimmt, so bleiben bei einer Bethätigung der Falle durch den Drücker die
Theile b und c gänzlich unbeeinflufst, indem sich die Ausladungen g und h in der Richtung
des Pfeiles Fig. 1 frei mit der Nufs drehen können. Wird aber mit dem Drücker eine
Vierteldrehung nach rückwärts, d. h. entgegen der Pfeilrichtung Fig. 1 ausgeführt, und so die
Nufs in die Stellung Fig. 2 gebracht, so legt sich die Nase i hinter den Schwanz a1 der
Falle α und arretirt die letztere derart, dafs sie auch nicht mit Hülfe des Drückers zurückgeschoben
werden kann. Bei der Rückwärtsdrehung des Drückers haben nämlich die Ausladung h den Sperrschieber c vorwärts und die
Ausladung g die Zuhaltung b seitlich gedrückt, bis in der Stellung der Nufs (Fig. 2) die Zuhaltung
mit der Brust b2 gegen die Kopffläche
g1 der Ausladung g springt, so dafs nun eine Drehung der Nufs in keiner Richtung
mehr erfolgen kann, indem die Zuhaltung durch den auf dem Sperrschieber c befestigten
Stift t justirt wird. Genannter Stift t steht in dem geraden Schlitz s der Zuhaltung b und
verhindert eine Drehung derselben um den Bolzen b1; wird aber der Sperrschieber c und
mit demselben der Stift if so weit verschoben, dafs dieser Stift dem bogenförmigen Schlitze s1
der Zuhaltung gegenübersteht, so kann diese in die Stellung Fig. 3 um den Bolzen bl gedreht
werden. Diese Bewegungen, nämlich die Vorschiebung der Sperrscheibe c und hierauf
die Drehung der Zuhaltung werden mit Hülfe eines Schlüssels ausgeführt, dessen Kamm
in der Fig. 3 punktirt angegeben ist. Die Bethätigung ist aus dieser Figur ohne Weiteres
zu erkennen. Der Schlüsselkamm drückt den Schieber an den Vorsprung cl und fafst, sobald
der Stift t vor den Bogenschlitz s1 gelangt
ist, die Zuhaltung an dem Ansätze b3, dieselbe nun so weit drehend, dafs die Brust £2 den
Kopf g1 der Ausladung g ganz frei macht (Fig. 3). Alsdann kann die Nufs durch den
Drücker durch einfaches Umlegen desselben wieder in die Lage Fig. 1 gebracht werden.
Anstatt einer Zuhaltung b können auch mehrere , derselben Anwendung finden, wobei
dann die Vorsprünge b3 verschiedene Breiten erhalten und der Schlüsselkamm ähnlich wie
bei Chubbschlössern eingerichtet wird.
Die beschriebene Einrichtung ermöglicht also, durch eine einfache Rückwärtsdrehung des
Drückers aus der horizontalen in die verticale Lage die Falle in den Nachtverschlufs zu versetzen.
Eine Drehung des Drückers bezw. ein Oeffhen der Thür kann dann erst vorgenommen
werden, nachdem die Sperrung der Nufs mit Hülfe eines Schlüssels in der beschriebenen
Weise gelöst worden ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Thürschlofs mit durch Rückwärtsdrehung des Drückers feststellbarer Falle, gekennzeichnet durch eine oder mehrere Zuhaltungen (b) in Verbindung mit einem zugleich mit den Zuhaltungen durch einen Schlüssel zu bethätigenden Sperrschieber (c) derart, dafs die Zuhaltungen die Feststellung der in zurückgedrehter Lage mit einer Nase (i) hinter die Falle (a) fassenden Schlofsnufs (n) bewirken und dabei selbst von dem Sperrschieber (c) festgestellt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE91326C true DE91326C (de) |
Family
ID=362960
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT91326D Active DE91326C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE91326C (de) |
-
0
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