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Vorrichtung zum Abdecken der Trittstufen bei Fahrzeugen Bei Schienenfahrzeugen
und Omnibussen sind vielfach die Trittstufen innerhalb der Fahrzeugtüren angeordnet
und nach außen durch diese abgedeckt. Es besteht daher die Gefahr, daß ein auf der
Bodenfläche des Fahrzeuges stehender Fahrgast, der, beispielsweise in einer Kurve,
unbeabsichtigt einen Schritt rückwärts ausführt, in die durch die Trittstufen gebildete
Öffnung gerät und hinfällt. Um solche Unzuträglichkeiten zu vermeiden, hat man bereits
als Sicherheitsvorrichtung bei mit Schiebetüren versehenen Fahrzeugen ein beim Schließen
der Tür gespanntes Seil vorgesehen, daß die Trittstufen nach Art eines Geländers
absperrt. Es ist ohne weiteres klar, daß ein solcher Behelf keine zuverlässige Sicherung
gegen Unfälle der erwähnten Art bietet.
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Bei Schienenfahrzeugen, insbesondere Straßenbahnen, mit außerhalb
des Fahrgastraumes liegenden Trittstufen, hat man bereits an den nur bis zur Höhe
der Bodenfläche reichenden Schiebetüren Abdeckungen befestigt, die, in Höhe der
Bodenflächen des Fahrzeuges angebracht, die Trittöffnung abdecken.
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Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, daß auch bei Fahrzeugen mit
innerhalb der Fahrzeugtüren und durch diese nach außen abgedeckten Trittstufen eine
zuverlässige Sicherung gegen Unfälle nur dadurch erreicht werden kann; daß die Trittstufen
in Höhe der Bodenfläche abgedeckt werden. Gegenstand der Erfindung ist daher eine
Vorrichtung zum Abdecken der innerhalb der Fahrzeugtüren unter der Bodenfläche befindlichen
Trittstufen in Höhe der Bodenfläche bei Fahrzeugen, insbesondere Schienenfahrzeugen
und Omnibussen. Gemäß der Erfindung wird unterhalb der Kante der Bodenfläche eine
Faltplatte gelagert,
die in unwirksamer Lage in einem durch Zurückverlegung
von Wandungen: der Trittstufen gebildeten Raum liegt.
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Die gemäß der Erfindung vorgesehene Faltplatte deckt in wirksamer
Lage die Trittstufen so ab:, d:aß ein Betreten der Trittstufen bei geschlossenen
Fahrzeugtüren sicher verhindert ist; in unwirksamer Lage befindet sich die Faltplatte
in einer solchen Stellung, daß sie die Benutzung der Trittstufen nicht beeinträchtigt.
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Die Erfindung kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Vorteilhaft
wird die Abudeckvorrichtung so gebaut, daß eine an der freien Kante einer unmittelbar
unterhalb der Bodenflächenkante gelagerten Platte angelenkte zweite Platte mit vorzugsweise
an ihrer freien Kante vorgesehenen Rollen od. dgl. in Profilschienen od. dgl. geführt
ist. Dabei können, die beiden Platten der Faltplatte durch entsprechende Gestaltung
der Führungen aufeinandergelegt und so geklappt werden., d:aß sie in zurückgeschwenkter
Lage die Stirnfläche der obersten Trittstufe bilden. Die Führungen können: aber
auch so gestaltet werden, d:aß -die Platten beim Zurückschwenken :der Faltplatte
in eine solche Lage gelangen, daß die erste Platte die Stirnwand und die zweite
Platte die Lauffläche der obersten Trittstufe bilden.
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Zum Schwenken der Faltplatte wird zweckmäßig ein Kraftantrieb benutzt.
Bei Fahrzeugen mit durch Kraftantrieb betätigten Türen wird dabei die Anordnung
zweckmäßig so getroffen, d:aß die Kraftantriebe mittels vorzugsweise elektrischer
Verriegelungen so in Abhängigkeit voneinander gebracht sind; daß das Öffnen der
Türen erst erfolgt, wenn die Faltplatte sich bereits in unwirksamer Lage befindet;
und die Faltplatte erst in Wirklage gebracht wird, wenn die Türen bereits geschlossen
sind.
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Besondere Führungen für die freie Kante der Faltplatte sind nicht
erforderlich, wenn. für das Gegeneinanderschtvenken der beiden: Plattenteile ein
Kraftantrieb vorgesehen wird. Dies kann vorzugsweise in der Weise durchgeführt werden,
daß eine an der freien Kante einer unterhalb der Bodenflächenkante gelagerten Platte
angelenkte zweite Platte gegenüber der ersten durch einen Kraftantrieb schwenkbar
ist, der unter der ersten Platte in einem infolge entsprechender Gelenkanordnung
zwischen den zusammengeklappten Platten verbleibenden Raum angeordnet ist.
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In den Zeichnungen sind drei Ausführungsheispiele der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigen Fig. i bis d. eine Ausführungsform, bei der die Faltplatte durch
Führungen so gesteuert ist, daß sie in zurückgeklappter Lage unterhalb der Kante
der Bodenfläche liegt; Fig. 5 bis 8 stellen eine andere Ausführungsform dar, bei
der die Faltplatte so geführt wird, daß sie in zurückgeschwenkter Lage - Stirnfläche
und Lauffläche :der obersten Trittstufe bildet; Fig. 9 bis 1.2 zeigen eine Ausführungsform,
bei der die beiden Teile der Faltplatte durch einen Kraftantrieb gegeneinandergeschwenkt
werden. Bei dem in Fig. i bis q, dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich
darum, die Trittstufen eines Fahrzeuges, die durch die nach außen schwingenden Drehtüren
nach außen abgedeckt sind, in Höhe :der Bodenfläche des Fahrzeuges abzudecken. Fig.
i zeigt eine Ansicht der geschlossenen Drehtüren. Fig. 2 stellt einen, Schnitt nach
der Linie A-B der Fig. i dar, und zwar bei in Wirklage befindlicher Stufenabdeckung.
Fig. 3 und q. geben Schnitte nach der Linie C-D für :die beiden Endstellungen der
Abdeckvorrichtung wieder. Unterhalb -der Kante der Bodenfläche i des Fahrzeuges
ist eine Achse 2 gelagert, auf der eine Platte 3 befestigt ist, an deren freier
Kante eine weitere Platte q. angelenkt ist. Die Platte d. ist mit an ihrer freien
Kante vorgesehenen Rollen 5 in Profilschienen 6 geführt. Zum Schwenken der Achse
2 und :damit der durch die Platten 3 und d. gebildeten Faltplatte dient ein Druckzylinder
dessen Kolbenstange 8 über einen Lenker 9 mit einem auf der Achse 2 befestigten
Hebel io in Verbindung steht.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Unmittelbar
vor dem Öffnen der Drehtüren wird der Kraftantrieb 7 für das Zurückschwenken der
Faltplatte q., 3 eingeschaltet; und zwar wird der Kolben des Zylinders 7 auf seiner
unteren Fläche mit Druckmittel beaufschlagt. Die Kolbenstange 8 bewegt sich aus
der in Fig. 3 dargestellten unteren Lage in die Lage nach Fig. q, und schwenkt hierbei
mittels des Lenkers 9 den Hebel i o und damit die auf der Achse 2 befestigte Platte
3 so, daß diese in die in Fig. q. .dargestellte Lage gelangt. Die Rollen 5 der an
der Platte 3 angelenkten Platte d: bewegen sich dabei in den: Führungsschienen 6
so, daß: die Platte q. an die Platte 3 herangeklappt wird und sich in der Endstellung
gemäß Fig. d. in einer solchen Lage befindet, daß sie unterhalb der Kante der Bodenfläche
i liegt und die Stirnfläche der obersten Trittstufe bildet.
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Im Anschluß an das Schließen der Drehtüren wird der Kraftzylinder
7 in entgegengesetztem Sinn mit Druckmittel beaufschlagt, so daß die sich nach unten
bewegende Kolbenstange 8 die Faltplatte 3, .I aus :der in Fig. q. dargestellten
Lage wieder in die Wirklage nach Fig. 3 bringt. Hierbei wird wiederum die freie
Kante der Platte 4, durch die an ihr vorgesehenen Rollen 5 und die Schienen 6 so
geführt, daß sie die gewollte Lage einnimmt.
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In Fig. 5 bis 8 ist ein Beispiel für die Anwendung der Erfindung bei
einer Doppeltür dargestellt, deren Hälften durch je eine doppelflügelige Falttür
gebildet sind.. Fig. 5 zeigt eine Ansicht der Türen von außen und Fig.6 einen Schnitt
nach der Linie A-B der Fig. 5, während Fig. 7 und 8 je einen Schnitt nach der- Linie
C-D für die beiden Endstellungen .der Abd:eckvorrichtung wiedergeben. Für die Teile
der Abdeckvarrichtung sind in diesem Fall die gleichen Bezugszeichen benutzt wie
bei dem ersten Ausführungsbeispiel. Ein Unterschied gegenüber dem ersten Beispiel
besteht hier insofern, als die Führungsschienen 6 eine andere Form haben
und
aber die freie Kante der Platte 4 in anderer Weise führen. Die Schließstellung der
Abdeckvorrichtung 3, 4 ist in diesem Fall die gleiche wie bei dem ersten Beispiel,
in zurückgeschwenkter Lage jedoch bildet die Platte 3 die Stirnfläche und die Platte
4 die Lauffläche der obersten Trittstufe. Zweckmäßig wird die Platte 4 mit einem
Belag aus Gummi od. dgl. ausgerüstet, wie dies für die Laufflächen der Trittstufen
bei Fahrzeugen üblich ist.
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In Fig. 6 sind die beiden Hälften der Doppeltür irr zurückgeschwenkter
Lage gestrichelt eingezeichnet. Aus der Abbildung ist zu ersehen, daß für das Zurückschwenken
der Türen beiderseits der Trittstufe eine entsprechende Aussparung notwendig ist.
Da die Platte q. der Abdeckvorrichtung in zurückgeschwenkter Lage die Lauffläche
der Trittstufe bildet, muß sie mit entsprechenden Aussparungen ausgeführt werden.
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Die Wirkungsweise dieser Abdeckvorrichtung ist die gleiche, wie sie
oben für das erste Beispiel beschrieben wurde.
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Fig. 9 bis 12 zeigen die Anwendung der Erfindung bei einer aus drei
Flügeln bestehenden Falttür, deren einer Flügel nach der einen Seite und deren beide
anderen Flügel als Falttür nach der anderen Seite zurückgeschwenkt werden können.
In Fig. io sind- die Türflügel in zurückgeschwenkter Lage gestrichelt eingezeichnet.
Die beiden Platten 3 und 4 der Faltplatte sind in diesem Fall durch einen zusätzlichen
Kraftantrieb ri gegeneinander schwenkbar. An der Platte 3 ist mittels eines unterhalb
angeordneten Gelenkes 12 die Platte 4 angelenkt, und zwar ist die Platte 4 mit der
Gelenkachse starr verbunden. Auf der Genlenkachse sitzt ein Ritzel, in das eine
von dem Druckzylinder i i betätigte Zahnstange 13 eingreift.
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Soll die Abdeckvorrichtung 3, 4 aus der in Fig. i i dargestellten
Wirklage zurückgeschwenkt werden, so wird zunächst der Zylinder i i mit Druckmittel
beaufschlagt, so daß er die Platte 4 im Uhrzeigersin.n um die Achse 12 schwenkt.
Erst wenn diese Schwenkung ganz oder nahezu ganz vollendet ist, wird der Druckzylinder
7 beaufschlagt, der sodann die Faltplatte 3, 4 in die in Fig. 12 dargestellte unwirksame
Lage zurückschwenkt. Aus der Zeichnung ist zu ersehen, daß durch die besondere Anordnung
der Gelenkachse 12 zwischen den zusammengefalteten Platten 3 und 4 ein Raum verbleibt,
in dem der Druckzylinder i i untergebracht ist. In diesem Fall liegt die Platte
3 bei zurückgeschwenkter Faltplatte 3, 4 außen und bildet die Stirnfläche der obersten
Trittstufe.
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Beim Schließen der Türen wird die Faltplatte 3, 4 in Wirklage gebracht,
indem zunächst der Zylinder 7 mit Druckmittel beaufschlagt und erst, wenn. die Faltplatte
3, 4 genügend weit hochgeschwenkt ist, auch der Zylinder i i beaufschlagt wird;
so daß dann die Platte 4 aus der zurückgeklappten Lage hochgeschwenkt wird.
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Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen sind Druckzylinder als
Kraftantriebe dargestellt. Natürlich kann an Stelle eines pneumatisch oder hydraulisch
betätigten Druckzylinders auch ein elektrischer Antrieb vorgesehen werden. Wesentlich
für die Anwendung der Erfindung ist in jedem Fall, daß eine Faltplatte unterhalb
der Kante der Bodenfläche gelagert ist, die in unwirksamer Lage die Benutzung der
Trittstufen -nicht behindert.