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Einrichtung zur Abnahme einzelner flacher Gegenstände mit gleichen
oder verschiedenen Flächengrößen, z. B. Briefe, von einem Stapel
Es sind bereits
Einrichtungen zur Abnahme einzelner flacher Gegenstände, z.H. Postbriefe, von einem
Stapel bekannt, bei denen ein den Gegenstand durch Saugzug aufnehmender Abnehmerarm
vorgesehen ist, der den abgenommenen Gegenstand in einer zusammengesetzten Auf-
und Vorbewegung an zwei zusammenwirkende. entgegengesetzt umlaufende Mitnehmerrollen
führt, die den Gegenstand erfassen und von dem Abnehmerarm abziehen.
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Der Stapel befindet sich in einer Führung auf einer Plattform, die
die gestapelten Gegenstände nach der Abnahmevorrichtung hin anhebt. Es ist auch
bekannt, bei solchen Einrichtungen eine fotoelektrische Vorrichtung vorzusehen,
die auf das Vorhandensein des von dem Stapel abzunehmenden Gegenstandes anspricht
und die Abnahmevorrichtung so steuert, daß der oben auf dem Stapel in unmittelbarer
Nähe des Abuehmerarmes befindliche Gegenstand etwa in der Abnehmerhöhe gehalten
wird, bis er durch. den Abnehmerarm ergriffen und von dem Stapel entfe.rnt wird.
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Die Erfindung betrifft nun weitere Ausbildungen einer solchen Ein.richtung,
die den Zweck hat, die Arbeitsweise zu erleichtern, sicherer zu gestalten und die
Leistungsfähigkeit der Maschine zu erhöhen.
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Zu diesem Zweck besteht die Abnahmevorrichtung aus einem nachgiebigen,
in der Längsrichtung zusammenklappbaren Saugkopf, dessen eines Ende mit einer Saugluftquelle
verbunden werden kann und dessen anderes Ende ein mit mindestens einer Saugöffnung
versehenes Saugkissen trägt, das so geformt ist, daß es die Oberfläche der von dem
Stapel zu trennenden Gegenstände erfassen kann, wobei die Nachgiebigkeit und die
Zusammenklappbarkeit des Saugkopfes ein dichtes Anliegen des
Saugkissens
an den Oberflächen der abzunehmenden Gegenstände erleichtert und die Gefahr einer
Beschädigung der Gegenstände herabsetzt.
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Der Stapel liegt in einer geneigt angeordneten Führung, in der eine
Plattform gleitet, die die Hebevorrichtung für die gestapelten Gegenstände bildet
und sie in der Längsrichtung der Führung anhebt, um sie nacheinander zur Anlage
an das Saugkissen zu bringen.
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Die Plattform wird gemäß der Erfindung durch einen Kraftantrieb angehoben,
der mittels durch Relais betätigter Schalter gesteuert wird, und zwar durch ein
Lichthand, das quer über den oberen Teil der Führung und die Bahn des sich hebenden
Stapels verläuft und auf eine fotoelektrische Zelle gerichtet ist, die mit einem
Verstärkerstromkreis zur Steuerung der NVirkung des die Schaltung betätigenden Relais
verbunden ist, so daß der Antriebsmotor in Tätigkeit gesetzt wird und die Plattform
und den darauf liegenden Stapel anhebt, bis der oberste Gegenstand des Stapels das
projizierte Lichtband unterbricht, worauf das Relais in Tätigkeit tritt und den
Niotor abschaltet und die Aufwärtsbewegung der Plattform und des Stapels anhält,
bis der oberste Gegenstand von dem Stapel entfernt ist und das Lichtband nicht mehr
unterbricht.
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In den Zeichnungen ist als Beispiel eine Ausführungsform der Erfindung
in der Anwendung zum Trennen von Postbriefen gezeigt.
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Fig. I ist eine Seitenansicht der Vofrichtung: Fig. 2 ist eine Vorderansicht
davon; Fig. 3 ist eine Teildarstellung der beweglichen, die Briefe tragenden Plattform
und des zugehörigen Antriebs der Vorrichtung in einem vergrößerten Maßstab: Fig.
4 ist ein Grundriß davon; Fig. 5 ist eine Vorderansicht der Abnahmevorrichtung und
der dazugehörigen Antriebs- und Steuermittel in vergrößertem Maßstab; Fig. 6 ist
ein Teilschnitt in Richtung des PfeilesVl (Fig. 5) gesehen und zeigt den Abnehmerarm,
der einen Brief hält und in der Ruhestellung liegt; Fig. 7 ist eine ähnliche Darstellung
wie Fig. 6, zeigt jedoch den Abnehmerarm in einer anderen Arbeitslage; Fig. 8 ist
im Schnitt eine Einzeldarstellung des Luftventils, das einen Teil der Abnehmersteue
rung bildet; Fig. g ist ein Schnitt längs der Linie IX-IN von Fig. 8, und Fig. 10
und 11 sind Einzeldarstelluiigen der Luftstromanordnung, die dem Abnehmer zugeordnet
ist, in größerem Maßstab.
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Das Gestell der Einrichtung besteht (Fig. 1 und 2) aus einer Grundplatte
1 mit senkrechten Pfosten 2 und Längsstreben 3, die zur Senkrechten geneigt sind
und die Seitenwände einer dreiseitigen, kastenförmigen Führung 4 tragen.
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Die Führung. deren Innenweite etwas breiter ist als die Länge des
längsten Briefes eines darin liegenden und zu trennenden Stapels, ist an dem Gestell
unterhalb eines Abnehmers 5, der später noch genauer beschrieben wird, angeordnet
und ist um oder ungefähr um 30 gegenüber der Senkreehten geneigt. Das obere Ende
der Führung 4 ist für den Durchgang des Abnehmers j und die von ihm gehaltenen Briefe
offen, und die offene Längsseite der Führung ist nach außen gerichtet, um das Auflegen
des BriefstapelsSL auf eine bewegliche Plattform 6 zu erleichtern', die quer zu
der Führung liegt und in deren Längsrichtung gehoben und gesenkt werden kann.
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Die Briefe des Stapels so werden vorher so angeordnet, daß einet
lange Kante von ihnen quer und an der Rüclçseite der Führung liegt, und an die hintere
Kante der Plattform 6 ist das untere Ende eines biegsamen Bandes z.B. eines Gewebe-
oder Gummibandes, angeschlossen, das sich nach oben erstreckt und an der Rückseite
der Führung eine geradlinige Stütze für die hinteren Längskanten der auf der Plattform
6 aufgestapelten Briefe bildet.
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Das obere Ende des Bandes 7 läuft über einen Stift oder eine Führungsrolle
8 und wickelt sich dann um eine federbelastete Aufwickelrolle g nach Art eines federnden
Rolladens, so daß sich das Band mit der Plattform bewegt und gegenüber dem Briefstapel
SL ortsfest bleibt, wenn die Plattform gehoben oder gesenkt wird. Während dieser
Bewiegung wird mehr oder weniger des oberen Teiles des Bandes auf die Aufwickelrolle
g auf- oder von ihr abgewidcelt. Das Band 7 verhindert eine Reibung, die sonst durch
die Relativbewegung zwischen der Führungsrüdvand und den. hinteren Längskanten der
Briefe entstehen und ein Kippen der Briefe um ihre Längsachse hervorrufen könnte,
wodurch möglicherweise eine Briefkante an Stelle einer Brieffläche dem Abnehmer
gegenüberliegen würde.
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An dem Oberteil des Gestelles sind ein elek trischer Antriebsmotor
II, eine elektromagnetische Kupplung 12 und ein Radsatz 13 angebracht; sie dienen
zur Betätigung des Abnehmers 5, der aus einem schwenlSbaren, starren Rohr riß mit
einem Saugkopf I5 besteht, der in der senkrechten Mittellängsachse der Führung 4
liegt. Das Rohr und der Saugkopf sind in Fig. I und 6 in der Ruhelage gezeigt. Wie
aus Fig. 5, 6 und 7 ersichtlich, ist das obere Ende des Rohres 14, das im folgenden
als Abnehmerarm bezeichnet werden soll, in einem 2,eschlitzten. Block I6 eingeldemmt.,
der innen zwlschen zwei aufwärts gerichteten Armen 17 befestigt ist, die an ihrer
Außenfläche je zwei Laufglieder I8, I9, z. B. Kugel- oder Rollenlager, tragen, die
isl kurvenförmigen Führungsschlitzen 20 an den Innenflächen eines Führungsplattenpaares
21 laufen, das an parallelen, in einem gewissen Abstand voneinander zwischen den
Gestellteilen 2 und 3 angebrachten Wangen 22 befestigt ist.
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Die Wälzlager IS laufen auf den vorstehende äußeren Enden eines Zapfens
24, der quer durch den Arm 17 geht und das untere Ende einer Pleuelstange 25 schwenkbar
mit dem Arm verbindet.
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Das obere Ende der Pleuelstange 25 ist gelenkig mit der Kurbel einer
gekröpften Antriebswelle 26 verbunden, die zwischen den Wangen liegt und in Wälzlagern
drehbar gelagert ist. Ein Ende der Antriebswelle 26 ist übelr die elektromagnetische
Kupplung 12 (Fig. 2) und ein Zahnradpaar 26a mit dem Motor 11 und dem Radsatz I3
verbunden, während das andere Ende der Antriebswelle mit einem Rotorteil eines umlaufenden,
Luftsteuerventils 27 verbunden ist, das später genauer beschrieben werden soll.
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Die durch Kurven geführten Hebel 17 sind schwenkbar um die Achse
des Zapfens 24 angeordnet und bewegen sich um diese Achse in Übereinstimmung mit
der Stellung der Wälzlager 19 in den Kurvenschlitzen 20. Wenn sich die gekröpfte
Antriebswelle26 dreht, bewegen sich der Abnehmerarm und der Saugkopf aus der in
Fig. 6 in ausgezogenen Linien gezeigten Ruhelage in einer Schwenkbewegung zunächst
nach oben und nach hinten in die in Fig. 7 gezeigte Lage, um den von dem Saugkopf
gehaltenen Brief abzulegen. Danach schwingen der Abnehmerarm und der Saugkopf nach
vorn und nach unten und gelangen durch die Ruhelage zu der untersten, in Fig. 6
in strichpunktierten Linien gezeigten Stellung zurück, um den obersten Brief des
Stapels SL abzunehmen und sich dann wieder mit dem Brief nach oben zu bewegen und
die in Fig. 6 in ausgezogenen Linien gezeigte Ruhelage einzunehmen. Die Arbeitsbewegungen
der Teile werden später noch genauer beschrieben.
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Das obere Ende des Ahnehmerarmes 14 ist mit einem Ende eines biegsamen
Rohres oder Schlauches 28 verbunden, der seinerseits über das umlaufende' Luftsteuerventil
27 mit der Niederdruckseite einer moto,rbetriebenen Luftpumpe 29 (Fig. I) verbunden
ist, die so an der Grundplatte I des Gestelles angebracht ist, daß, wenn die Pumpe
arbeitet, in dem Saugkopf 14 durch Absaugen von Luft durch den hohlen Abnehmerarm
14 während der aufwärts und rückwärts gerichteten Briefbeförderung durch den Abnehmerarm
ein Sog erzeugt wird.
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Der Saugkopf I5, der an dem unteren Ende des Ahnehmerarmes 14 befestigt
ist, besteht aus einem kurzen rohrförmigen Gummikörper, der zwischen einem oberen
Flansch 30 aus Metall und einer unteren Platte oder einem Saugkissen 32 befestigt
ist. Der obere Flansch 30 ist an einem Flansch 3I angebracht, der an dem unteren
Ende des Abnehmerarmes befestigt ist, so daß eine in dem Flansch vorhandene Bohrung
sich mit der Bohrung des Abnehmerarmes deckt. Die untere Platte oder das Saugkissen
32, die zweckmäßig z. B. aus Leichtmetall oder einer Faserplatte bestehen kann,
ist im wesentlichen oval geformt und mit einer oder mehreren Saugöffnungen 33 versehen,
die sich mit der Bohrung des rohrförmigen Saugkopfes decken. Das vordere Ende der
Platte ist zu einem noch später erläuterten Zweck nach oben gebogen.
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Zwei zusammenarbeitende, sich entgegengesetzt drehende Greifrollen
34, 35 sind auf in einem senkrechten Abstand voneinander liegenden, waagerechten
Spindeln36, 37 angebracht, die unmittellbar hinter dem Abnehmerglied 5 angeordnet
sind, wobei die Spindel 37 und die Rolle 35 von einem anderen, nicht dargestellten
Antriebsmotor angetrieben werden und dazu dienen, ihrerseits die Rolle 34 auf der
Spindel 36 zu treiben. Die Anordnung der beiden zusammenarbeitenden Greifrollen
ist so, daß, wenn ein durch den Saugkopf 15 gehaltener Postbrief durch den Abnehmerarm
14 von der Oberseite des Stapels angebracht und dem Zufassen durch die Rollen (Fig.
7) dargeboten wird, der Brief durch die Greifrollen von dem Saugkopf abgezogen und
auf ein Fördermittel oder in eine nicht gezeigte Führungsbahn ausgeworfen wird,
die hinter den Greifrollen angeordnet ist.
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Wie in Fig. 5 und 6 gezeigt ist, liegt die Greifrollenspindel 36
in Lagern, die gleitbar inSahlitzen 71 in Lagerplatten 22a angeordnet sind. Die
Platten 22a sind ihrerseits fest oder einstellbar an den Wangen 22 angebracht. Die
Greifrollen. 34 können so gegenüber den zugehörigen Greifrollen 35 verschoben werden,
daß Platz für Postbriefe verschiedener Stärke geschaffen wird, und sie werden durch
Spiralfedern 72 nachgiebig in Berührung mit den zusammenarbeitenden Rollen 35 oder
in wirksamer Lage zu ihnen gehalten. Die Federn sind auf Ankerzapfen 73 befestigt
und so angeordnet, daß ihre freien längeren Arme auf die Lager der Spindel 36 drücken.
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Um das schnelle Freigeben der Briefe von dem Saugkopf 15 zu erleichtern,
wird die durch die Luftpumpe 29 erzeugte Saugwirkung selbsttätig durch das umlaufende
Ventil 27 gesteuert, das mit der zwangsläufig angetriebenen Kurbelwelle 26 verbunden
ist.
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Wie in Fig. 8 und 9 deutlicher gezeigt ist, besteht das umlaufende
Ventil 27 aus einem hohlen Ventilkörper 38, der durch Schrauben 38a im Winkel einstellbar
an dem Gestell der Vorrichtung befestigt ist und mit Lufteinlaß- und Auslaßöffnungen
41 bzw. 42 versehen ist, die mit dem Luftrohr oder Schlauch 28 verbunden sind, der
zu dem Abnehmerarm führt, sowie einem Rohr oder Schlauch28a, der zu der Niederdruck-
oder Saugseite der Pumpe 29 führt. Ein auf der Kurbelwelle 26 angebrachtes und durch
diese angetriebenes Drehventil 39 dreht sich in der Ventilmuffe gleichachsig zu
dieser. Das Drehventil 39 hat an seinem Umfang eine Öffnung oder Vertiefung 40,
die eine Verbindung zwischen den Öffnungen 41, 42 herstellt, so daß Luft aus dem
Abunehmerarm und dem Saugkopf von der Pumpe angesaugt werden kann, wenn der Saugkopf
zum Abnehmen eines Briefes benötigt wird und die Öffnung 41 durch einen Kanal 39a
mit der Außenluft verbinden kann, wenn sich das Ventil so weit gedreht hat, daß
die Öffnung 41 während eines Teiles jeden Arbeitskreislaufes von der Öffnung 42
abgeschlossen ist.
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Die innere Weite der Führung 4 von ungefähr oder dicht unter der
Ruhelage des Abnehmers 5 bis zu und entlang an den Greifrollen steigert sich
allmählich,
um für die äußeren Endkanten der Postbriefe, die in dem Stapel SL nicht gleichmittig,
d. h. nicht genau gelagert sind, genügend Platz zu haben, um sie von der oberen
Seite des Stapels zu den Greifrollen ohne Verzögerung oder ablenkende Berührung
mit den Wänden der Führungsbahn gelangen zu lassen.
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Die Führung 4 ist mit einer Vorrichtung zum Anheben und Senken der
Briefhalteplattform 6 in der Längsrichtung der Führung versehen. Wie in Fig. 3 und
4 im einzelnen gezeigt, besteht die Plattform 6 aus einer Grundplatte 43 und einer
Vorderplatte 44, die auf einem Rahmen 45 angeordnet sind, an dem ein Ende eines
Rohres 46 befestigt ist, das sich durch einen Längs schlitz 4a in dem Boden oder
der Rückseite der Führung erstreckt und als starrer Träger zur Befestigung der Plattform
6 dient. Das Rohr 46 erstreckt sich von der Plattform aus nach hinten und durch
diese hindurch, und ihr äußeres Ende ist starr an dem Vorderende eines rechtwinkligen
Rahmens oder Schlittens 47 befestigt.
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Die Seitenteile des Schlittens 47 greifen um eine feste, sich nach
oben erstreckende, mit Flanschen versehene Führungssäule 48 und tragen Lagerrahmen
49 für Druckrollen 50, die zusammen mit quer gelagerten Druekrollen 5I an den inneren
Flächen, der Schlittenseitenteile mit den mit Flanschen versehenen Flächen der Führungssäule
48 in Eingriff kommen und so den Schlitten halten, jedoch seine freie Aufundabbewegung
an der festen Führungssäule gestatten.
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Der Schlitten 47 ist auch mit Führungen 52 versehen, in denen Teile
einer zweiteiligen, mit einer sich nach oben erstreckenden Führungsschraube 54 im
Eingriff stehenden Mutter 53 gleiten können.
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Die Teile der Mutter 53 sind miteinander durch mit Schlitzen vlersehene,
sich kreuzende Lenkerpaare 55 verbunden, die mit ihren Mittelpunkten an festen Zapfen
56 schwingbar angeordnet sind.
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Letztere liegen in einer Ebene, die die Längsachse der Führungsschraube
enthält, und sichern so eine gleiche und entgegengesetztgerichtete parallel Verschiebung
der Mutterteile gegenüber der Achse der Führungsschraube. Die Führungsschraube 54
ist in festen Lagern angebracht, so daß sie parallel zur Rückenfläche und den Seitenflächen
der Führung liegt und sich etwa über deren ganzen Länge erstreckt.
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Die Führungsschraube 54 wird durch einen Elektromotor 57 mittels
eines Getriebes 5S angetrieben, das in dem unteren Teil des Gestelles der Vorrichtung
angebracht ist, und wenn die Führungsschraube angetrieben und in der richtigen Richtung
gedreht wird, läuft die Mutter, die im Eingriff mit der Schraube gehalten wird,
auf dieser aufwärts und nimmt die Plattform 6 dabei mit Der Antriebsmotor und das
Getriebe sind vorzugsweise mit der Führungsschraube durch eine mechanischeSicherungsanordnung,
z. B. eine nachgiebige Reibungskupplung, verbunden, die ein versehentliches Zuweitlaufen
der nach oben bewegten Plattform verhütet, was beim Fehlen oder einer Fehleinstellung
der selbsttätigen Steuerung vorkommen kann.
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Einer der Mutterteile 53 ist mit dem äußeren Ende einer mit Gewinde
versehenen Stange 59 verbunden, die durch das Rohr 46 hindurchgeht und in geeigneten
Führungsbahnen in den aufwärts gerichteten Teilen 60 des Plattformrahmens 45 gleitet.
Die Stange 59 trägt zwischen ihren Enden eine Schraubendruckfeder 6I, die zwischen
der Innenfläche eines der aufwärts gerichteten Teile 6o des Rahmens und einem Druckring62
wirkt, der einstellbar auf der Stange 59 angebracht ist.
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Der Druck der Feder 6I wird durch die Stange 59 übertragen und hält
die Mutter im Antriebseingriff mit der Führungsschraube. Das innere Ende der Schraube
59 ist mit dem kürzeren Arm eines Winkelhebels 63 verbunden, der um einen waagerechten,
unter dem Plattformteil 43 und der Schraube 59 befestigten Zapfen 64 schwingt. Der
längere Arm des Winkelhebels 63 trägt einen Daumen 65, der von der Vorderwand 44
der Plattform aus nach außen ragt und gegenüber einem Handgriff 66 nach aufwärts
geneigt ist. Der Handgriff66 ist an der Vorderwand der Plattform befestigt und ragt
ebenfalls von dieser nach außen hervor. Die zuletzt beschriebene Anordnung wirkt
so, daß durch Herabdrücken des schwenkbaren Daumens 65 nach. dem festen Handgriff
66 zu und durch das dadurch erfolgende Schwenken des Kniehebels 63 in Uhrzeigerrichtung
(Fig. 3) die Stange 59 gegen den Druck der Feder 6I nach vorn gezogen wird und dadurch
die Mutterteile 53 auseinanderzient und sie aus dem Antriebseingriff mit der Führungsschraube
löst. Auf diese Weise können die Plattform 6 und der Antriebsschlitten 47 von dem
mechanischen P lattformantrieb entkuppelt und von Hand nach dem Boden der Führung
4 oder in irgendeine benötigte Ztvischenstellung gesenkt und gleicherweise auch,
falls erforderlich, angehoben werden, wobei die Bewegung der Plattform durch Erfassen
des Handgriffs 66 und des Daumens 65 gesteuert wird.
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An dem oberen Ende der Führung 4 ist ein optisches System angeordnet,
das aus einer lichtausstrahlenden Lichtquelle67, einer lichtreflektierenden Fläche
68 und einer fotoelelttrischen Zelle 69 besteht Das optische System wirft ein flaches
Lichtband quer über die Breite der Führung 4 in die Bahn des Briefstapels, wenn
dieser durch die nach oben bewegte Plattform angehoben wird, und die fotoekktrische
Zelle 69, auf die das ununterbrochene Lichtband fällt, ist in einen Elektronenvers
tärkerstromkreis eingeschaltet, der dazu dient, Relais zu erregen, die den Schaltkreis
des die Führungsschraube 54 antreibenden Elektromotors 57 steuern.
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Am oberen Teil der Führung können, wie im einzelnen in Fig. 10 und
II gezeigt, Luftstromöffnungen 70 vorgesehen sein, die durch ein Luftzuführrohr
oder einen Schlauch mit der Hochdruckseite der Luftpumpe 29 oder mit einer besonderen,
nicht dargestellten Luftpumpe verbunden werden und Luftströme gegen die Briefkanten
im oberen
Teil des Stapels aussenden, die bewirken, daß der oberste
Brief mindestens teilweise von der Luft getragen und so von dem nächsten Brief getrennt
wird. Die nach innen! laufenden Kanäle, die zu den Luftöffnungen 70 führen, sind
nach unten geneigt, z. B. in einem Winkel von ungefähr I50 gegenüber der Waagerechten,
wie in Fig. II gezeigt, so daß die Luftströme nach unten gehen und so auf die Kanten
der gestapelten Briefe auftreffen und dadurch eine Aufwärtsbewegung der unter dem
obersten Brief liegenden und durch den Saugkopf erfaßten Briefe verhindern. So wird
jedes Bestrehen, mehr als einen Brief gleichzeitig durch denSaugkopf zu dem Abnehmer
gelangen zu lassen, ausgeschlossen oder vermindert.
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Wenn bei der Arbeit der bescbriebenen Vorrichtung ein Briefstapel
SL auf der Plattform 6 liegt, wie in Fig. I und 2 gezeigt, wird der die Plattform
6 antreibende Motor 57 durch Anschalten des Lichtstrahles der Quelle 67 und die
dadurch erfolgende Betätigung des Motorschalters durch die fotoelektrische Zelle
69 und die Relais in der obenerwähnten Weise angelassen. Es sei ferner angenommen,
daß der Antriebsmotor II angelassen ist, um den Abnehmerarm 14 und den Saugkopf
15 in Bewegung zu setzen, sobald die elektromagnetische Kupplung 12 im Eingriff
steht, daß die' Luftpumpe 29 (und die besondere Pumpe, wenn eine solche vorgesehen
ist) läuft, um das Saug- und Luftstromsystem zu betätigen, und die fotoelektrische
Zelle und das dazugehörige Elektronenverstärkersystem erregt sind.
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Die Plattform 6 und der Briefstapel werden angehoben, bis der oberste
Brief den Lichtstrahl des optischen Systems unterbricht, worauf die fotoelektrische:
Zelle es dem Relais ermöglicht, den Plattformantriebsmotor 57 abzuschalten, und
das Anheben des Briefstapels hört auf. In diesem Augenblick befindet sich der oberste
Brief innerhalb delr Ebene, die von, den Luftströmen aus den Luftdüsen 70 bestrichen
wird, und er wird mehr oder weniger von der Luft getragen und von dem restlichen
Stapel getrennt Der Abne!hmerarm 14 wird in diesem Zeitpunkt nach unten über die
in ausgezogenen Linien in Fig. 6 gezeigte Ruhelage hinaus bewegt, so daß der Saugkopf
15 den, obersten von der Luft getragenen Brief berührt, der dann leicht durch den
Saugkopf aufgenommen und gehalten wird, während der Saugkopf in die Ruhestellung
zurückkehrt. In dieser Stellung verbleibt er bis zu der folgenden Aufwärts- und
Rückwärtsbewegung des Abnehmerarmes und Saugkopfes in die in Fig. 7 gezeigte Stellung.
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Fig. 6 und 7 veranschaulichen, daß die Bahn der hinteren Kante des
so von der oberen Seite des Stapels angehobenen Briefes durch das dargestellte Kurbel-,
Hebel- und Kurvennutsystem genau in der Weise gesteuert wird, daß, wenn die Kurbelwelle
26 und die Pleuelstange25 sich aus der in gestrichelten Linien in Fig. 6 gezeigten
unteren Totpunktlage in die in ausgezogenen Linien in Fig. 6 gezeigte Ruhelage bewegen,
die hintere Kante des obersten Briefes ein kurzes Stück aufwärts parallel zur Hinterfläche
der Führung bewegt wird, während die Trennung des Briefes aus dem Stapel erfolgt
oder vollendet wird und der Brief sich dann etwas nach vorn bewegt, da die Rollen
19 den oberen gebogenen Teilen der Kurvennut 20 zu folgen beginnen, um die Hinterkante
des Briefes von der oberen hinteren Kante der Führung frei zu machen. Die magnetische
Kupplung wird dann gelöst, um den Saugkopf und den von ihm gehaltenen Brief in der
Ruhelage stillzusetzen. Wenn dann die magnetische Kupplung wieder eingerückt wird,
erfolgt die Aufwärts- und Rückwärtsbewegung des Saugkopfes und des von diesem gehaltenen
Briefes, da die Rollen 19 auf den gebogenen Teilen der Kurvennut 20 weiterlaufen
und die Arme 17 um die Achsen der Rollen I8 (Fig. 7) schwingen, um die Hinterkante
des Briefes zwischen die Greifrollen 34, 35 zu führen. Vorzugsweise läuft die Kurbelwelle
26 mit konstanter Geschwindigkeit um, und die Geschwindigkelit der Abtrennung wird
so niedrig wie möglich gehalten, um die Zuverlässigkeit zu verbessern, während die
Durchgangsbewegungen verhältnismäßig schnell ausgeführt werden.
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Wenn der Brief durch die Greifrollen erfaßt ist, hat die Kurbelwelle
26 das Drehventil 39 so weit gedreht, daß es den Saugkopf von der Luftpumpe 29 abschließt
und den Abnehmerarm mit der Außenluft in Verbindung bringt und so den Sog aufhebt,
der den Brief an dem Saugkopf haften liegt. Dadurch wird das Überführen des Briefes
zu den Greifrollen erleichtert.
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Der so von den Greifrollen erfaßte Brief wird in beliebiger Weise
abgelegt, beispielsweise wie oben erwähnt. Bei besonderen Verwendungsformen der
beschriebenen Vorrichtung können die getrennten Briefe von der selbsttätigen Sortierung
in das Blickfeld eines Prüfungsbeamten gebracht werden.
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Das Entfernen des obersten Briefes des Stapels durch den Abnehmerarm
ermöglicht es dem Lichtstrahl, der durch den Brief unterbrochen war, wieder auf
die fotoellektrische Zelle zu treffen, um das Schließen des Erregerstromkreises
des die Plattform antreibenden Motors vorzunehmen, mit dem Ergebnis, daß die Plattform
wieder angehoben wird, bis der nächstoberste Brief des Stapels den Lichtstrahl unterbricht
und infolgedessen die Bewegung der Plattform wieder aufhört und ein weiterer Arbeitskreislauf
der Bewegung des Abnehmerarmes und des Saugkopfes erfolgt.
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Wenn alle Briefe des Stapels auf diese Weise einzeln durch den Aufnehmerarm
abgenommen sind, erreicht die leere. Plattform das obere Ende ihres Weges, unterbricht
selbst das Lichtband und stellt dadurch den Antrieb der Plattform ab. Um die Führung
erneut mit einem Briefstapel zu füllen, ist es zuerst notwendig, die beiden Teile
der Mutter durch Betätigung des Handgriffs 65 und der zugehörigen Vorrichtung voneinander
zu trennen und dann durch Druck auf den Handgriff 66 niederzubewegen. Die Plattform
kann auf diese Weise, je nach der Höhe des neu aufzunehmenden
Briefstapeis,
in ihrel unterste Lage auf den Boden der Führung oder in irgendeinel andere Zwischenlage
gebracht und in dieser Lage durch Loslassen des Steuerhandgriffs 65 eingestellt
werden, indem die Teile der Mutter unter Wirkung der Federung wieder mit der Führungsschraube
in Eingriff kommen. Die Plattform ist dadurch für den Beginn der nächsten Aufwärtsbewegung
eingestellt.
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Das Lichtband kann während des Füllens der Plattform oder solange
sie leer bleibt abgeschaltet oder verdeckt werden, und der Antrieb der Plattform
beginnt erst wieder zu arbeiten, wenn das Lichtl>a.nd wieder angeschaRtet oder
abgedeckt ist, und dies kann natürlich durch die Person geschehen, die die Führung
wieder mit einem frischen zu trennenden Briefstapel belädt.
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Die Zusammenklappbarkeit des balgartigen Saugkopfes bewirkt eine
gewisse Nachgiebigkeit in der Länge des Aufuehmerarmes. Wenn der oberste Brief oder
der Teil desselben, mit dem der Saugkopf in Berührung kommt, sich unterhalb der
günstigsten Lage, aber nicht mehr, als d'r Tiefe des Saugkopfes entspricht. unterhalb
dieser Lage befindet, dann wird der Saugkopf auf den Brief niederbewegt Wenn andererseits
der Brief sich in der günstigsten Höhenlage befindet, klappt der Balg bei der fortgesetzten
Abwärtsbewegung des Aufnehmerarmes zusammen und verhindert so, daß der Stapel in
unzulässiger Weise zusammengedrückt wird. Das Zusammenklappen ist durch das Loch
in der unteren Platte des Saugkopfes möglich, das durch die Fläche des Briefes verschlossen
wird, was eine Druckabnahme innerhalb des Balgs zur Folge hat. Die Luftströme können
auf diese Weise ihre Aufgabe der Verminderung der Bildung eines Vakuums zwischen
dem obersten Brief und dem unmittelbar danehenliegenden erfüllen oder irgendein
Vakuum, sobald es sich bildet, aufhelben.
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Natürlich kann der Saugkopf auch an Stelle des zusammenklappbaren
Balgs teleskop artig ausgeführt sein.
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Es ist schon vorher die Aufwärtsbiegnng des vorderen Endes der unteren
Platte oder des Saugkissens 32 des Saugkopfes erwähnt worden. Diese Bauart ist gewählt
worden, weil, wenn ein Briefstapel z.B. offene Fensterumschläge enthält, der Saugkopf
auf den Inhalt des Umschlages einwirken kann, der durch das Fenster frei liegt,
und nicht auf den Umschlag selbst. Wenn an Stelle dessen der Brief durch die Greifrollen
fortgezogen wird, kann die kante des Fensters durch die Platte des Saugkopfe,s gefangen
werden, wenn die Platte ganz flach ist. Infolgedessen ist der vordere Teil nach
aufwärts gebogen, und die unerwünschte Beschädigung von Briefen und die wahrscheinliche
Folge der Unterbreehung der Arbeit der Vorrichtung, die dadurch entstehen kann,
wird verhindert.
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Es sind nur besondere Ausführungsformen der verschiedenen, Teile
der Vorrichtung beschrieben worden; es können aber Abänderungen daran getroffen
werden, die innerhalb des Bereiches der Erfindung liegen, so z. B. können die beschriebenen
Antriebsmittel für die Briefplattform dadurch geändert werden, daß mehr als eine
feste unabhängige Führung für die Plattform vorgesehen wird, ferner ist es möglich,
die Erfindung, die in senkreckter Anordnung beschrieben worden ist, auch für die
Trennung von Briefen oder anderen flachen Gegenständen von einem Stapel zu verwenden,
welcher aufwärts geneigt ist, ohne genau senkrecht zu stehen. In solchen Fällen
können auch andere Mittel, z. B. Platten oder Rollen, notwendig sein, um den oberen
Teil des Stapels zu stützen. Bei einer Anwendung der beschriebenen Vorrichtung kann
der Aufnahmearm durch eine mittels eines Solenoids betätigte Kupplung in Tätigkeit
gesetzt werden, das jedesmal einen elektrischen Impuls erhält, wenn der Arbeiter
oder die Sortiervorrichtung einen flachen Gegenstand auflegt, z.B. einen Brief,
der vorher von. einem Briefstapel entnommen ist, der durch die vorher beschriebene
Vorrichtung getrennt wurde.
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Die Belschreibung bezieht sich auf einen einzelnen Stapel von Briefen.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung können aber zwei oder mehrere ähnliche
Stapel nebeneinander auf eine gemeinsame Fördervorrichtung aufgelegt werden, und
die Stapel werden in einer beliebigen Reihenfolge verwendet. Diese Anordnung erhöht
die Stapelfähigkeit Bei einer anderen Ausführungsform kann die gehobene, die Briefe
tragende Plattform auch zwangsläufig durch einen umkehrbaren Antrieb abwärts bewegt
werden, aber dies benötigt die Anordnung eines umkehrbaren Plattformantriebsmotors
und eines von Hand betätigten Schalters.