DE911529C - Verfahren zur Herstellung von Stereobildern mit Hilfe von Korpuskularstrahlapparaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Stereobildern mit Hilfe von KorpuskularstrahlapparatenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J37/00—Discharge tubes with provision for introducing objects or material to be exposed to the discharge, e.g. for the purpose of examination or processing thereof
- H01J37/02—Details
- H01J37/04—Arrangements of electrodes and associated parts for generating or controlling the discharge, e.g. electron-optical arrangement or ion-optical arrangement
- H01J37/147—Arrangements for directing or deflecting the discharge along a desired path
- H01J37/15—External mechanical adjustment of electron or ion optical components
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- Microscoopes, Condenser (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 17. MAI 1954
S mop VIII c j 2ig
ist als Erfinder genannt worden
(Ges. v. 15. 7.51)
Für die Herstellung von Stereobildern in Korpuskularstrahlapparaten,
beispielsweise Elektronenmikroskopen, sind schon verschiedene Einrichtungen vorgeschlagen worden. So ist es beispielsweise
bekannt, das Objekt selbst, welches sich in einem drehbaren Hahnküken befindet, relativ zur feststehenden
Strahlachse jeweils um den Stereowinkel zu verdrehen. Da in diesem Fall sich das Objekt
genau in der Mitte des drehbaren Hahnes befinden muß, kann man mit dem Objekt hier nicht nahe
genug an das Objektiv heran, um auch sehr starke Vergrößerungen zu erzielen. Es sind ferner schon
besondere Objektiveinsätze vorgeschlagen worden, die durch ihnen zugeordnete Antriebe um den
Stereowinkel gedreht werden können. Nach einem anderen Vorschlag sollen elektrische Strahlablenkungsvorrichtungen
zum Abknicken des bestrahlenden Bündels in verschiedene Richtungen unter Verwendung
eines besonderen Linsensatzes für jede Richtung verwendet werden, um bei feststehendem
Objekt Stereoaufnahmen zu machen.
Erfindungsgemäß werden Stereobilder mit Hilfe eines Korpuskularstrahlapparates, insbesondere
eines Elektronenmikroskops, dadurch hergestellt, daß die Richtung des bestrahlenden Bündels gegenüber
dem feststehenden Objekt ohne Verwendung zusätzlicher elektrischer oder magnetischer Strahlablenkungsvorrichtungen
um den Stereowinkel geändert wird. Zu diesem Zweck werden dem Strahlerzeuger Verstellvorrichtungen zugeordnet, die ihm
zusammen mit dem gegebenenfalls vorhandenen Kondensor um das Objekt als Mittelpunkt zu ver-
stellen gestattet. Auf diese Weise ist es möglich, beispielsweise beim Elektronenmikroskop, Stereoaufnahmen
zu machen, ohne daß wesentliche Veränderungen an dem für normale Aufnahmen eingerichteten
Mikroskop vorgenommen werden müssen. Um die Verstellung der Strahlrichtung
durchzuführen, kann man eine mit einer Skala versehene Druckschraube verwenden, die in an sich bekannter
Weise mit einer gegenüberliegenden Gegenfeder zusammenarbeitet. Diese Druckschraube wird
so angeordnet, daß sie den Strahlerzeuger um den Stereowinkel zu verstellen gestattet. Infolge der
kleinen Bestrahlungsaperturen und der hohen Tiefenschärfe kann man dabei zwei Bilder mit verschiedener
Blickrichtung auf die in der Tiefe gestaffelten Einzelheiten des Objektes erhalten. Dafür
die Tiefenwahrnehmung schon sehr kleine Schwenkungswinkel ausreichen, kann bei Anwendung der
Erfindung ein einziges normales Objektiv zur Ab-2D bildung verwendet werden. Der Verstellvorrichtung
wird man gemäß der weiteren Erfindung Anschläge zuordnen, so daß es leicht möglich ist, nacheinander
die beiden Stereoaufnahmen durch Kippen des Strahlerzeugungssystems von dem einen Anschlag
as an den anderen Anschlag zu machen.
Die Fig. ι bis 4 zeigen schematisch eine Anwendungsform
der Erfindung bei einem Elektronenmikroskop. Mit ι ist die Kondensorspule des Mikroskops
bezeichnet. Sie ist mit dem darüber angeordneten, in der Figur nur teilweise dargestellten
Strahlerzeuger 2 starr zusammengebaut. Bei 3 ist innerhalb des Vakuumgefäßes das Objekt angeordnet.
Um den Strahlenerzeuger 2 zusammen mit der Kondensor spule 1 um den Stereowinkel relativ
zum Objekt verstellen zu können, ist für diese Teile ein Träger 4 vorgesehen, der eine obere kugelförmige
Gleitfläche 5 besitzt, auf die sich die Kondensorspule mit Hilfe von Kugeln abstützt. Die
Kugelfläche 5 hat ihren Mittelpunkt im Objekt. Zur Verstellung der Kondensor spule und des
Strahlerzeugers dienen zwei um 900 gegeneinander versetzte Druckschrauben-& und 7, von denen in
der Fig. 1 nur die eine Druckschraube, welche mit 6 bezeichnet ist, erkennbar ist. Um i8ö° gegenüber
den Druckschrauben versetzt befinden sich Gegenfedern 8 und 9, deren Anordnung aus dem
schematischen Bild (Fig. 2) ersichtlich ist. In Fig. 3 ist die Druckschraube 6 teilweise geschnitten
größer herausgezeichnet. Eine Schraubenbrücke 11 ist am Halter 12 starr befestigt. Auf die Schraubenbrücke
ist ein einstellbarer Zylinder 37 geschoben. Mit Hilfe dieses Zylinders kann das Strahlerzeugungssystem
i, 2 auf die Nullstellung eingestellt werden, d. h. in die Stellung, in welcher die Strahlachse
für normale Aufnahmen genau mit der optischen Achse des Systems zusammenfällt. Mit 13 ist
eine Halteschraube für diesen Zylinder bezeichnet. In der Schraubenbrücke ist ein Innengewinde 14
vorgesehen, in welches die Schraube 15 eingeschraubt
werden kann. Diese Schraube drückt gegen die Außenwand des Kondensors. Der Kopf 16 der
Schraube ist als Kappe ausgebildet und dient als Trommelzeiger für eine mit Gradeinteilung ver- i
sehene Skala 17, die außen auf dem Zylinder 12 angeordnet
ist. Diese Skala kann man so eichen, daß direkt der Winkel abzulesen ist, um welchen der
Strahlerzeuger beim Drehen der Schraube relativ zum Objekt geschwenkt wird. Da zur Auswertung
von Stereobildern der Schwenkwinkel bekannt sein muß, ist diese zusätzliche Skala ein einfaches
Mittel, um die Stereobilder richtig ausmessen zu können.
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Feststellschraube i8, die in der Zwischenmutter
19 schraubbar sitzt und nach Einstellung der an der Druckschraube 15 abzulesenden Strahlschwenkung
gegen den Kondensor geschraubt wird. Die Schraube 18 legt sich dabei gegen den Anschlag
20, der im Halter 21 verschiebbar sitzt. Mit 22 ist eine Gegenfeder bezeichnet, die vor dem Festschrauben
der Feststellschraube 18 ein Ausweichen des Strahlerzeugers unter der Wirkung der Druckschraube
15 zuläßt. Will man mehrere Stereoaufnahmen machen, so kann die Zwischenmutter 19 so
weit herausgeschraubt werden, daß die Gegenfeder
22 entspannt ist und der Kondensor zur Anfertigung beider Stereoaufnahmen einfach von dem durch
die Feststellschraube 18 festgelegten Anschlag 20 zu dem anderen durch die Spitze der Druckschraube
15 gegebenen Anschlag ohne Schraubenbetätigung geschwenkt werden kann.
Der Träger 4 ist in bekannter Weise auf Kugeln
23 gelagert, die auf der ebenen Auflagefläche 24 des
Teiles 25 rollen. Auf diese Weise kann das gesamte Strahlerzeugungssystem zusammen mit der Kondensorspule
in der Ebene quer zur optischen Achse des Systems durch an sich bekannte Einstellschrauben
26 und zugeordnete Gegenfedern 27 eingestellt werden.
Die gegenüber der Druckschraube 6 um 90° versetzte Druckschraube 7, welche mit der Gegenfeder
8 zusammenarbeitet, dient an sich dazu, bei normalen Aufnahmen das Strahlenbündel genau in
die optische Achse einzustellen. Der Gegenfeder 8 wird man zweckmäßig ebenfalls eine Feststellschraube
zuordnen, die bei der Stereoaufnahme leicht angezogen wird,, um ein seitliches Ausweichen
des Kondensors zu vermeiden.
Mit Hilfe der in Fig. 4 angedeuteten Vorrichtung können beide Stereobilder auf eine Photoplatte 29 no
gebracht werden. Diese Photoplatte liegt in an sich bekannter Weise am Ende des Strahlenganges im
Elektronenmikroskop. Der Platte sind zwei Klappen und 31 zugeordnet, die so bemessen sind, daß sie
im geschlossenen Zustand je eine Hälfte der Platte verdecken. Auf der dem Strahl zugekehrten Seite
sind diese Klappen als Leuehtschirme ausgebildet. Durch Schwenken um die Drehachsen 32 und 33
kann man mit Hilfe dieser Klappen nacheinander zunächst die eine Hälfte der Photoplatte mit dem iao
einen Bild und nach Schwenkung des Strahlerzeugers um den Stereowinkel die andere Hälfte der
Platte mit dem zweiten Bild belichten.
Um die beiden Stereobilder einander stereoskopisch richtig zuordnen zu können, kann der
Strahlerzeuger 2 zusammen mit dem Kondensor 1
um die optische Achse des abbildenden Linsensystems so gedreht werden, daß die Basis der
Stereoaufnahmen parallel zur langen Seite der Photoplatte verläuft. Um diese Einstellung vornehmen
zu können, ist der Teil 25 in bekannter Weise unten mit einem konischen Fettschliff ausgebildet,
so daß er gegenüber dem Teil 34 des Systems verdreht werden kann. Eine Marke 35 am
Teil 25 und eine dazugehörige Gradeinteilung 36 am Teil 34 ermöglichen die genaue Einstellung.
Man kann die Erfindung sowohl bei Durchstrahlungsmikroskopen als auch bei Mikroskopen anwenden,
die für Oberflächenabbildung des Objektes eingerichtet sind.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung von Stereobildern mit Hilfe von Korpuskularstrahl-
ao apparaten, insbesondere Elektronenmikroskopen, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung des
bestrahlenden Bündels gegenüber dem feststehenden Objekt ohne Verwendung elektrischer
oder magnetischer Ablenkmittel um den Stereowinkel geändert wird und daß für beide Aufnahmen
nur ein Objektiv verwendet wird.
2. Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
dem Strahlerzeuger eine Verstellvorrichtung zugeordnet ist, die ihn zusammen mit dem gegebenenfalls
vorhandenen Kondensor um das Objekt als Mittelpunkt zu verstellen gestattet.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die Verstellung der Strahlrichtung
eine mit einer auf die Nullstellung einstellbaren Skala versehene Druckschraube vorgesehen ist, die in an sich bekannter Weise
mit einer gegenüberliegenden Gegenfeder zusammenarbeitet.
■4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Druckschraube
gegenüberliegenden Seite ein einstellbarer Anschlag angeordnet ist und daß die Gegenfeder
mit Hilfe einer Einstellvorrichtung entspannt werden kann, so daß man zur Anfertigung
zweier Stereobilder den Strahlerzeuger von dem durch die Druckschraube gegebenen einen Anschlag
zu dem gegenüberliegenden zweiten Anschlag schwenken kann.
5. Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß auch
die Gegenfeder, welche um 900 gegenüber der ersten verschoben angeordnet ist, eine Feststellschraube
besitzt, die bei Stereoaufnahmen zur Wirkung gebracht wird, um ein seitliches Ausweichen
des Strahlerzeugers zu verhüten.
6. Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Stereobilder auf eine Platte gebracht werden, wobei der Platte zwei vorzugsweise als Leuchtschirme
ausgebildete Abschirmklappen zugeordnet sind, von denen jede eine Plattenhälfte verdecken kann.
7. Anordnung nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der
Strahlerzeuger zum Zweck der stereoskopisch richtigen Zuordnung der beiden Stereobilder zusammen
mit dem gegebenenfalls vorhandenen Kondensor um die optische Achse des Gerätes relativ zum abbildenden Linsensystem drehbar
angeordnet ist und daß die Verdrehung an einer Gradeinteilung, welche zwischen den relativ
verdrehbaren Teilen angeordnet ist, abgelesen werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 9502 5.54
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES11109D DE911529C (de) | 1941-08-06 | 1941-08-06 | Verfahren zur Herstellung von Stereobildern mit Hilfe von Korpuskularstrahlapparaten |
Applications Claiming Priority (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES11109D DE911529C (de) | 1941-08-06 | 1941-08-06 | Verfahren zur Herstellung von Stereobildern mit Hilfe von Korpuskularstrahlapparaten |
| DES34551A DE969465C (de) | 1953-07-28 | 1953-07-28 | Halbleiterelement mit scharfen p-n- oder p-n-p-UEbergaengen |
| DES34714A DE1115838B (de) | 1953-07-28 | 1953-08-07 | Verfahren zum oxydierenden chemischen Behandeln von Halbleiteroberflaechen |
| DES34794A DE977619C (de) | 1953-07-28 | 1953-08-13 | Verfahren zum Erzeugen einer Schutzschicht auf einer Halbleiteranordnung mit mindestens einem p-n-UEbergang |
| DES38554A DE1012378B (de) | 1953-07-28 | 1954-04-05 | Halbleiteranordnung mit p-n-UEbergang |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE911529C true DE911529C (de) | 1954-05-17 |
Family
ID=27512258
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES11109D Expired DE911529C (de) | 1941-08-06 | 1941-08-06 | Verfahren zur Herstellung von Stereobildern mit Hilfe von Korpuskularstrahlapparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE911529C (de) |
-
1941
- 1941-08-06 DE DES11109D patent/DE911529C/de not_active Expired
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