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DE91150C - Verfahren zur einführung von aminresten in oxyanthrachinone - Google Patents

Verfahren zur einführung von aminresten in oxyanthrachinone

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Publication number
DE91150C
DE91150C DE189691150D DE91150DA DE91150C DE 91150 C DE91150 C DE 91150C DE 189691150 D DE189691150 D DE 189691150D DE 91150D A DE91150D A DE 91150DA DE 91150 C DE91150 C DE 91150C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
green
toluidine
quinizarin
acid
mol
Prior art date
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Expired
Application number
DE189691150D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co filed Critical Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
Application granted granted Critical
Publication of DE91150C publication Critical patent/DE91150C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/26Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals
    • C09B1/32Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals substituted by aryl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
I.
In der Patentschrift Nr. 86150 ist ein grüner Farbstoff (»Chinizaringrün«) beschrieben, der durch Condensation von 1 Mol. Chinizarin und 2 Mol. p-Toluidin entsteht. In der Patentschrift Nr. 91149 wurde ferner gezeigt, dafs dieses »Chinizaringrün« wesentlich glatter entsteht, wenn das in der Literatur als Chinizarinhydrür bezeichnete Leukoderivat des Chinizarins (Leukochinizarin II der Patentschrift Nr. 89027) mit p-Toluidin und Borsäure erhitzt wird.
Weitere Untersuchungen über dieses letzte Verfahren haben nun ergeben, dafs der Procefs hierbei in zwei Phasen verläuft, indem zunächst ein Leukoderivat des Chinizaringrüns entsteht, welches durch Oxydation sehr leicht in das Chinizaringrün selbst übergeht. Diese Oxydation findet schon statt durch Einwirkung des Luftsauerstoffes im Laufe der Schmelze selbst, so dafs man nach dem Verfahren der Patentschrift Nr. 91149 nur bei Zutritt der Luft Chinizaringrün erhält. Die daselbst gemachten Angaben sind demnach dahin zu präcisiren bezw. zu erweitern, dafs zwecks Darstellung von Chinizaringrün die Schmelze bei Zutritt der Luft ausgeführt werden mufs.
Man kann aber auch. direct zur Schmelze irgend ein geeignetes Oxydationsmittel zusetzen, und zwar hat es sich als sehr zweckmäfsig erwiesen, als solches einfach Chinizarin selbst zu wählen, d. h. ein Gemenge von Chinizarinhydrür und Chinizarin mit p-Toluidin und Borsäure zu verschmelzen. Die Bildung des Chinizaringrüns geht dann ä'ufserst leicht und glatt vor sich, und der Versuch hat ferner gezeigt, dafs die Menge des Chinizarins im Verhältnifs zu derjenigen des Chinizarinhydrürs sehr hoch bemessen werden kann, ohne dafs der glatte Verlauf der Reaction beeinträchtigt wird, indem unter diesen Verhältnissen auch das Chinizarin selbst glatt in Chinizaringrün übergeht. Man hat sich den Vorgang so zu erklären, dafs sich das aus dem Chinizarinhydrür zuerst gebildete Leukochinizaringrün durch das Chinizarin zu Chinizaringrün oxydirt, wobei das Chinizarin selbst zu seiner Leukoverbindung reducirt wird, welche nun mit p-Toluidin weiter reagirt unter Bildung einer neuen Menge Leukochinizaringrün. Dieser Procefs wiederholt sich so lange, als noch unangegriffenes Chinizarin vorhanden ist. Zur praktischen Ausführung des Verfahrens werden z. B. 10 kg Chinizarinhydrür, 20 kg Chinizarin, 300 kg p-Toluidin und 20 kg Borsäure bei Luftabschlufs einige Stunden auf 110 bis 1300 erhitzt, bis das Chinizarin verschwunden ist. Das dann noch in der Schmelze vorhandene

Claims (2)

  1. Leukochinizaringrün wird in das Chinizaringrün selbst verwandelt, indem man unter Zutritt der Luft noch einige Zeit weiter erhitzt.
    Die Condensation kann auch mit einer weit geringeren Menge p-Toluidin bewerkstelligt werden, indem man dann ein indifferentes Lösungsmittel, wie Alkohol oder Eisessig, zusetzt.
    Das p-Toluidin kann in diesem Verfahren durch andere primäre aromatische Mono- und Diamine ersetzt werden. ' ,
    II.
    Aufser dem im Vorigen angewendeten Chinizarinhydrür eignen sich auch noch gewisse Leukoderivate von anderen Oxyanthrachinonen zur Darstellung von ähnlichen grünen Farbstoffen, indem man sie mit primären aromatischen Aminen condensirt, besonders das in der Patentschrift Nr. 89027 beschriebene Leukopentacyanin, sowie das in der Patentschrift Nr. 90722 beschriebene Leukoderivat des Alizarinbordeaux. Die Verhältnisse liegen hier ganz analog, wie es im Vorhergehenden für die Chinizarinreihe dargelegt ist. Durch Condensation mit primären aromatischen Aminen entstehen auch zunächst Leukoderivate, welche jedoch nicht isolirt zu werden brauchen, sondern direct in der gleichen Operation durch Einwirkung des Luftsauerstoffes oder durch Zusatz eines geeigneten Oxydationsmittels in die Farbstoffe selbst übergeführt werden können. Auch hier ist es zweckinäfsig, ein Gemenge von Alizarinbordeaux bezw. Alizarinpentacyanin mit dem entsprechenden Leukoderivat für die Schmelze zu verwenden.
    Beispiel:
    ι ο kg Leukoalizarinbordeaux, 20 kg Alizarinbordeaux, 300 kg p-Toluidin und 20 kg Borsäure werden auf dem Wasserbade unter Zutritt der Luft so lange erhitzt, bis sich die grüne Farbe der Schmelze nicht mehr weiter ändert. Die Aufarbeitung geschieht in der bekannten Art und Weise; durch Umkrystallisiren aus Eisessig erhält man den reinen Farbstoff in Gestalt langer Nadeln.
    Die so mittels der verschiedenen Amine erhaltenen Farbstoffe sind den entsprechenden vom Chinizarin abgeleiteten ganz analog. Einzelne derselben, z. B. das Condensationsproduct aus ι Mol. Alizarinbordeaux und 2 Mol. a-Naphtylamin, sind schon im Haupt-Patente beschrieben, nach dessen Verfahren sie jedoch zum Theil nur in geringer Ausbeute und begleitet von anderen Substanzen entstehen. Sie besitzen alle ein grofses Krystallisationsvermögen. Ihre Nuance ist im Allgemeinen grüner als die der entsprechenden Farbstoffe der Chinizarinreihe. Am gelbstichigsten sind die Derivate des Alizarinpentacyanins.
    Die Eigenschaften einiger derselben sind in folgender Tabelle zusammengestellt:
    Farbstoff aus Lösung
    in Anilin
    Lösung in
    concentrirter
    Schwefel
    säure
    ι Mol. Leukoalizarin
    bordeaux und
    2 - Anilin
    grün grün
    ι Mol. Leukoalizarin
    bordeaux und
    2 - ρ -Toluidin
    grün, etwas
    gelbstichiger
    als der
    vorige
    stumpf
    grünlich
    blau
    ι Mol. Leukoalizarin
    bordeaux und
    2 - a-Naphtylamin
    grün rein blau
    ι Mol. Leukopenta-
    cyanin und
    2 - ρ -Toluidin
    gelbgrün schmutzig
    braunroth.
    Die Sulfosäuren dieser Farbstoffe färben ungeheizte Wolle in saurem Bade in grünblauen bis gelbgrünen Nuancen von aufserordentlicher Klarheit und grofser Echtheit an.
    Ferner sei noch erwähnt, dafs bei den oben beschriebenen Condensationen nicht direct zwei Aminreste in den Kern eintreten, sondern dafs sich zunächst vorübergehend die Monosubstitutionsproducte bilden.
    So gelingt es z. B. durch vorsichtiges Verschmelzen von Chinizarinhydrür mit p-Toluidin und einem geeigneten Condensationsmittel bei Gegenwart von Luft oder eines geeigneten Oxydationsmittels, das im Haupt-Patente beschriebene Condensationsproduct von 1 Mol. Chinizarin mit 1 Mol. p-Toluidin zu erhalten.
    Pa τ ε ν τ-A ν s ρ R 0 c η ε :
    ι. Neuerung in dem Verfahren des Anspruches 1 des Patentes Nr. 86150, darin bestehend, dafs man die daselbst verwendeten Oxyanthrachinone hier durch Leukoderivate derselben ersetzt unter gleichzeitigem Zusatz eines Oxydationsmittels.
  2. 2. Die speciellen Ausführungsformen des unter 1. beanspruchten Verfahrens unter Verwendung:
    a) folgender Leukooxyanthrachinone:
    . Chinizarinhydrür (Leukochinizarin II der Patentschrift Nr. 89027), Leukoalizarin-
    bordeaux (Patentschrift Nr. 90722), Leukopentacyanin (Patentschrift Nr. 89027);
    b) folgender Amine:
    Anilin, o-Toluidin, p-Toluidin, a-Naphtylamin, ß-Naphtylamin, ρ - Phenylendiamin, Benzidin;
    c) folgender Condensationsmittel: Borsäure, Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Chlorzink, Essigsäure, Benzoesäure ;
    d) folgender Oxydationsmittel: freier Sauerstoff, Oxyanthrachinone.
DE189691150D 1894-10-14 1896-03-11 Verfahren zur einführung von aminresten in oxyanthrachinone Expired DE91150C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2419405A (en) * 1943-05-05 1947-04-22 Du Pont Process for preparing 1-hydroxy-4-arylamino anthraquinones
EP1828314B1 (de) 2004-12-08 2016-07-13 Milliken & Company Verbesserte antrachinon-farbstoffzusammensetzungen und verfahren zu ihrer herstellung

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US3379738A (en) * 1965-01-21 1968-04-23 Eastman Kodak Co 2-anilino-1, 4-dihydroxyanthraquinones
US4083858A (en) * 1971-10-12 1978-04-11 Imperial Chemical Industries Limited Anthraquinone dyes
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DE86150C (de) 1896-03-13

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