DE910302C - Verfahren zur Gewinnung neutraloelfreier oder neutraloelarmer Phenole - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung neutraloelfreier oder neutraloelarmer PhenoleInfo
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- DE910302C DE910302C DEM11164A DEM0011164A DE910302C DE 910302 C DE910302 C DE 910302C DE M11164 A DEM11164 A DE M11164A DE M0011164 A DEM0011164 A DE M0011164A DE 910302 C DE910302 C DE 910302C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C37/00—Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
- C07C37/68—Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation
- C07C37/70—Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment
- C07C37/72—Purification; separation; Use of additives, e.g. for stabilisation by physical treatment by liquid-liquid treatment
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Description
- Verfahren zur Gewinnung neutralölfreier oder neutralölarmer Phenole Nach dem Patent S9o 6.49 werden neutralölarme bzw. neutralölfreie Phenole dadurch gewonnen, daß man das zu verarbeitende phenolhaltige Wasser nach einer Klärung zur teilweisen Entfernung fester, halbfester und flüssiger Verunreinigungen einer Behandlung mit bestimmten oberflächenaktiven Stoffen zur Entfernung des Restes dieser Verunreinigungen unter gleichzeitiger Herausnahme gelöster Neutralö 1e unterwirft. Das gereinigte phenolhaltige Wasser wird darauf mit organischen Lösungsmitteln, die in Wasser nicht oder nur begrenzt löslich sind und die unterhalb des Siedepunktes der extrahierten Phenole sieden, im mehrstufigen Gegenstrom extrahiert. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels aus der vom Wasser getrennten Extraktphase verbleiben Phenole, die nur noch geringe Mengen neutraler Öle enthalten. `'Wird die Erzeugung eines praktisch neutralölfreien Phenols gefordert, so wird das Abwasser vor Eintritt in die Extraktionsanlage einer Destillation unterworfen, durch die das Neutralöl mit etwas Wasser azeotrop übergeht.
- Die so gewonnenen Phenole sind weitgehend frei von Neutralölen, jedoch können sie geringe Anteile von Schwefelverbindungen, z. B. o,5 bis i,o Gewichtsprozent, enthalten, die ihre Verwendung für verschiedene Zwecke, z. B. die Erzeugung einer reinen Carbolsäure, die den Vorschriften des Deutschen Arzneibuches entspricht, erschweren bzw. unmöglich machen.
- Durch die Erfindung gelingt es, aus phenolhaltigen Wässern neutralölarme und schwefelarme bzw. neutralölfreie und schwefelarme bzw. schwefelfreie Phenole zu gewinnen und dadurch den Erlös für die Phenole wesentlich zu erhöhen und das Gewinnungsverfahren entsprechend wirtschaftlicher zu gestalten. Es hat sich nämlich gezeigt, daß man durch eine Behandlung des zu entphenolenden Wassers mit CO, oder CO, enthaltenden Gasen, z. B. mit Industriegasen oder Industrieabgasen, z. B. Feuerungsabgasen, Abgasen von Anlagen zur Synthese von Kohlenwasserstoffen nach Fischer-Tropsch, Abgasen von Gaswaschprozessen od. dgl. Gasen, nach einer vorhergehenden Klärung zur Abscheidung von festen, halbfesten und flüssigen Verunreinigungen die unerwünschten Schwefelverbindungen entfernen kann. Vorteilhaft verwendet man hierzu Gase, die selbst arm an organischen und anorganischen Schwefelverbindungen, insbesondere an höhersiedenden organischen Schwefelverbindungen sind.
- Man kann die erfindungsgemäße Behandlung der phenolhaltigen Wässer vor oder nach der Behandlung der Wässer mit oberflächenaktiven Stoffen gemäß dem Hauptpatent vornehmen.
- Die erfindungsgemäße Behandlung des Wassers mit kohlendioxydhaltigen Gasen kann unter Normaldruck, vermindertem oder erhöhtem Druck vorgenommen werden, wobei die Behandlung unter Druck gewisse Vorteile bietet. Zum Beispiel behandelt man das Wasser mit dem CO, enthaltenden Gas öder mit C O# unter einem derartigen Druck, daß das Produkt Volumprozent CO, X Druck in ata ioo über 0,5 liegt, zweckmäßig über i. Man kann die Gase von der Wasseroberfläche absaugen und gegebenenfalls über der Wasseroberfläche ein Vakuum schaffen. Dadurch kann der Druckabfall in der Wassersäule wesentlich erhöht werden, was die Entfernung der Schwefelverbindungen erleichtert, z. B. beschleunigt, und/oder vollständiger gestaltet.
- Zweckmäßig führt man die Behandlung der Wässer im Gegenstrom in Waschkolonnen bekannter Bauart durch, wobei man auch vorteilhaft mit vollständig mit Flüssigkeit gefüllten Kolonnen arbeiten kann.
- Das zu der erfindungsgemäßen Behandlung verwendete Gas kann zweckmäßig auch im Kreislauf geführt werden, wobei man dem Kreislauf eine bestimmte Menge an Gas entzieht, die man durch die entsprechende Menge frisches Gas ersetzt.
- Die zur Erzielung der erfindungsgemäßen Wirkung erforderliche Gasmenge richtet sich einerseits nach dem Gehalt der Wässer an Schwefelverbindungen, andererseits nach dem Gehalt des Gases an C02. Zweckmäßig wird das Wasser so lange behandelt, bis der Gehalt an H. S im behandelten Wasser unter o,1 g/1, vorzugsweise unter 0,05 9/I, liegt. Es ist zweckmäßig, zur Vermeidung von Phenolverlusten die Temperatur des zu begasenden Wassers unterhalb 7o', vorteilhaft zwischen 30 und 5o', zu halten.
- Beispiel Ein gemäß dem Hauptpatent durch Klärung von festen, halbfesten und flüssigen Verunreinigungen und durch die Behandlung mit oberflächenaktiven Stoffen von den letzten Resten dieser Stoffe zusammen mit Neutralölen gereinigtes Abwasser einer Brannkohlenschwelanlage wurde nach dem Phenosolvanverfahren mit Butylacetat entphenolt. Die gewonnenen Phenole enthielten 1,15 Gewichtsprozent Schwefel.
- Nach Behandlung des geklärten und darauf mit oberflächenaktiven Stoffen gereinigten Schwelwassers wurde das Wasser mit einem Feuerungsabgas, enthaltend 16 "/o CO" unter einem Druck von 5,5 ata im Gegenstrom in einer Waschkolonne begast. Das anschließend durch Extraktion mit Butylacetat gewonnene Phenolöl enthielt nur o,23 °" Schwefel.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung neutralölfreier oder neutralölarmer Phenole aus Wässern durch Extraktion mit organischen Lösungsmitteln, die in Wasser nicht oder nur begrenzt löslich sind und die niedriger als die Phenole sieden, nach Patent 89o 649, dadurch gekennzeichnet, daß das zu entphenolende Wasser nach Abscheidung der festen, halbfesten und flüssigen Verunreinigungen oder Teilen davon durch Klärung und vor oder nach der Behandlung mit oberflächenaktiven Stoffen mit Kohlendioxyd oder dieses enthaltenden Gasen behandelt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung des Wassers unter beliebigem Druck derart vorgenommen wird, daß das Produkt größer als 0,5, vorteilhaft größer als i ist.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in einer mit Flüssigkeit gefüllten Waschkolonne, gegebenenfalls mit einem nach oben hin verstärkt abnehmenden Druck, gearbeitet wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung bei Temperaturen unter ioo', zweckmäßig unter 7o', vorteilhaft zwischen 30 und 5o', erfolgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM11164A DE910302C (de) | 1951-10-02 | 1951-10-02 | Verfahren zur Gewinnung neutraloelfreier oder neutraloelarmer Phenole |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM11164A DE910302C (de) | 1951-10-02 | 1951-10-02 | Verfahren zur Gewinnung neutraloelfreier oder neutraloelarmer Phenole |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE910302C true DE910302C (de) | 1954-04-29 |
Family
ID=7295446
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM11164A Expired DE910302C (de) | 1951-10-02 | 1951-10-02 | Verfahren zur Gewinnung neutraloelfreier oder neutraloelarmer Phenole |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE910302C (de) |
-
1951
- 1951-10-02 DE DEM11164A patent/DE910302C/de not_active Expired
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