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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Zigarrenwickeln Die Erfindung
bezieht sich auf ein Verfahren zum Rollen von Zigarrenwickeln sowie Vorrichtungen
zur Herstellung von Zigarrenwickeleinlagen und Zigarrenwickeln in Zigarrenmaschinen.
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Zweck der Erfindung ist ein verbessertes Verfahren nebst Vorrichtung
zum Herstellen bzw. Rollen von Zigarrenwickeln, welche in bezug auf Größe, Querschnitt
und Tabakanordnung gleichmäßiger als bisher sind, so daß die fertige Zigarre freier
und gleichmäßiger brennt.
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Die Erfindung betrifft fernerhin eine Einrichtung zum Fördern der
Wickeleinlagen zur Wickelrollvorrichtung und zur Regelung der Dicke der abgetrennten
Wickeleinlageschichten und der in ihnen enthaltenen Tabakmenge in Abhängigkeit von
der Tabakdichte. Das Verfahren zum Herstellen von Zigarrenwickeln gemäß der Erfindung
kennzeichnet sich dadurch, daß eine ausgedehnte dünne Wickeleinlageschicht hergestellt,
diese durch spiraliges Aufwickeln von einer Seite her zu einem runden Körper umgewandelt
und dieser mit einem Umblatt umkleidet wird. Vorzugsweise wird die Einlage zunächst
in loser Form aufgewickelt und daftn vor dem Umhüllen mit dem Umblatt zwecks Verdichtung
auf einen bestimmten Durchmesser zusammengeschnürt.
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Die Erfindung betrifft fernerhin eine Zigarrenrollvorrichtung mit
Rolltisch, Rolltuch und Rollstift, welche erfindungsgemäß derart zusammenarbeiten,
daß der Stift eine ausgedehnte dünne Wickeleinlageschicht auf bzw. gegen einen Teil
des
Rolltuches preßt, und Steuermitteln, welche das Rolltuch fortschreitend
auf die Rückseite der verdichteten Einlage einwirken lassen, so daß dieselbe vor
dem Einrollen in ein auf dem Rolltuch liegendes Umblatt spiralig zu einem Rundkörper
aufgewickelt wird.
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Die Steuermittel können dabei derart betätigt werden, daß das die
Einlage zunächst lose einwickelnde Rolltuch gespannt wird und dadurch die Einlage
zwecks Verdichtung auf einen bestimmten Durchmesser zusammenschnürt.
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Es können auch Mittel vorgesehen werden, mit denen die Einlage während
des Einrollens flach gegen einen Teil des Rolltuches gepreßt wird.
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Die Erfindung betrifft fernerhin eine Wickeleinlageübertragungseinrichtung
mit dem Kennzeichen; daß diese aus einem Paar praktisch parallel angeordneter, eine
Tasche bildender Platten, die gemeinsam aus der Einlageaufnahme- zur -abgabestellung
bewegbar sind, und Mitteln besteht, die zwecks Taschenöffnens in der Abgabestellung
eine der Platten praktisch parallel zur anderen Platte bewegen lassen. Die die Tasche
bildenden Platten befinden sich dabei während der Bewegung zwischen-Einlageaufnahme-
und -abgabestellung in praktisch waagerechter Stellung.
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Die Erfindung betrifft fernerhin eine Vorrichtung zum Herstellen von
Zigarrenwickeleinlagen mit einem Vorratsbehälter, -der erfindungsgemäß eine aus
aufeinanderfolgend aufgenommenen Tabakmengen gebildete Preßtabaksäule enthält und
ein diese Säule stützendes Glied sowie ein im Abstand von letzterem wirkendes, die
Wickeleinlageschicht von der Säule abtrennendes Glied, weiterhin einen mit dem Tabak
in Berührung zu bringenden Dichtemesser für denselben und von dem Dichtemesser beeinflußte
Mittel zur Einstellung der Stütz- und Trennglieder gegeneinander zwecks Veränderung
der Einlagedicke in Abhängigkeit von der Tabakdichte aufweist.
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Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht darin, daß der Tabak im Vorratsbehälter
durch einen Stempel verdichtet wird, der an der Tabakberührungsfläche aus leicht
verdichtbarem Material, beispielsweise aus Schwammgummi, besteht.
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In den Zeichnungen zeigt Fig. i eine Seitenansicht der Wickeleinlagenherstellungseinrichtung,
teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Endansicht der Einrichtung nach Fig. i, teilweise
im Schnitt, Fig. 3 eine Aufsicht von Teilen der in Fig. 2 dargestellten Einrichtung,
teilweise im Schnitt, Fig. 4: eine Seitenansicht auf einen Teil der in Fig. 2 dargestellten
Betätigungseinrichtung, Fig. 5 eine Seitenansicht der Wickeleinlageeinrichtung und
der zugehörigen Betätigungsglieder, Fig. 6 eine Endansicht der in Fig. 5 dargestellten
Einrichtung, Fig. 7 eine Seitenansicht auf die Schnittebene 7-7 in Fig. 6, Fig.
8, 9, io, i i und 12 schematische Seitenansichten der aufeinanderfolgenden- Arbeitsschritte
beim Zusammenrollen eines Wickels aus den durch die Einrichtung nach den Fig. i
und 2 gebildeten Wickeleinlagen, Fig. 13 eine Endansicht auf einen Teil der Wickelrollv
orrichtung, Fig. 14, 15 und 16 Seitenansichten einer etwas abgeänderten Wickelrollvorrichtung
in verschiedenen Arbeitsstufen beim Einrollen eines Wickels, Fig. 17 eine Endaufsicht
auf Teile der Wickelrollvorrichtung nach den Fig. 14 bis 16, Fig. 18 eine Seitenansicht
einer etwas abgeänderten Wickeleinlagenherstelleinrichtung, teilweise im Schnitt,
Fig. i9 ein schematischer Querschnitt durch eine erfindungsgemäß zusammengerollte
Wickeleinlage und Fig. 2o eine Seitenansicht auf einen Teil der Rolltuchstreckvorrichtung:
Die in den Fig. i und 2 dargestellte Wickeleinlagenherstelleinrichtung umfaßt einen
senkrechten Tabakvorratsbehälter 23, der von den im Abstand übereinander angeordneten
Seitenplatten 20 und 22 und der gegenüberliegenden Seitenplatte 21 gebildet wird.
-Diese Platten werden mittels Konsolen vom Rahmenwerk der Maschine getragen. Der
Behälter-Boden wird von einer Platte 31 gebildet, die von einer am Gleitstück 33
befestigten Konsole 32 getragen wird. Dieses Gleitstück ist am Maschinenrahmen innerhalb
einer Konsole 34 senkrecht auf und ab beweglich angeordnet, wobei am Gleitstück
33 befestigte und in Nuten 36 der Konsole 34 eingreifende Rollen die freie Bewegung
des Gleitstückes gewährleisten. Der Tabak wird innerhalb des Behälters durch eine
Preßplatte 24 verdichtet, die bei 25 an einem Gleitstück 26 befestigt ist, welches
in einer Führung 27 der Konsole 28 mit Hilfe einer durch Schrauben 3o befestigten
Platte 29 gehalten wird. Die Platte 24 wird unter dem bestimmten Druck eines Gewichtes
od. dgl. abwärts bewegt, wobei ihre Abwärtsbewegung durch einen Hebel an einer Welle
beeinflußt wird, die von einer an der Platte 21 befestigten Konsole 28 getragen
wird. Die Welle ist so angeordnet, daß sie die Steuervorrichtung der Tabakfördereinrichtung
betätigt und die Fördertätigkeit der letzteren stillsetzt, sobald die Platte 24
bei ihrer Abwärtsbewegung von mehr als der vorgeschriebenen Tabakmenge im Behälter
aufgehalten wird.
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Die Tabakfördereinrichtung schiebt das vordere Ende einer Langeinlagetabakschicht
auf eine Fläche 4o, die von einem Dreharm 41 getragen wird, welcher von einem kurvengesteuerten
Gelenk 42 bewegt wird. Von der auf der Fläche 4o befindlichen Tabak-Schicht wird
ein Wickellängenabschnitt von der Breite des Behälters 23 abgeschnitten. Dann wird
die Fläche 40 in die punktiert gezeichnete Lage gemäß Fig. i gesenkt, in der sie
auf der Abdeckplatte 43 des Behälters ruht, während die Platte 24 sich gleichzeitig
in angehobener, punktiert gezeichneter Lage befindet. Die auf der Fläche 4o ruhende
Tabakschicht wird durch einen vom Arm 44 getragenen Schieber 45 auf die Platte 43
geschoben. Dann wird die Preßplatte 24 auf die auf der Platte 43 ruhende Wickellänge
herabgesenkt und die Bodenplatten 31
angehoben, bis der im Behälter
befindliche Tabak dicht unter die Platte 43 gelangt, und jetzt die Platte 43 in
die in ausgezogenen Linien dargestellte Lage gemäß Fig. i beiseite geschoben, so
daß die neue Wickellänge oben auf die Tabaksäule gelangt. Dann wird durch Herabbewegen
der Platte 31 in ihre ursprüngliche Lage die Tabaksäule im Behälter heruntergesenkt
und dabei zwischen den Platten 24 und 31 auf eine bestimmte Dichte zusammengepreßt.
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Mit Hilfe eines Messers 71 und einer Trennplatte 70 werden
vom unteren Ende der Tabaksäule dünne, breite Wickeleinlageschichten abgetrennt.
Das Messer und die Trennplatte bewegen sich dabei parallel zwischen den Blättern
der Tabaksäule während deren Verdichtung und trennen von ihr eine dünne Einlageschicht
zwischen den Platten 70 und 31 ab. Das von Konsolarmen 72 (s. Fig. 2) getragene
Messer bewegt sich dabei vorzugsweise quer zur Bewegungsrichtung der Platte
70 und schneidet nur solche Blätter durch, die quer zur Bewegungsrichtung
dieser Platte gelagert sind.
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Die Preßplatte 24 ist auf ihrer Unterseite mit einem nachgiebigen
Polster 46, z. B. aus Schwammgummi oder entsprechend leicht zusammendrückbarem Material,
versehen. Dieses Polster gibt an den Berührungsstellen mit erhabenen oder sonstwie
unregelmäßigen Stellen der Tabaksäule nach, drückt aber dabei weiterhin auf die
niedriger liegenden oder weicheren Teile der Säule, so daß der Tabak über die ganze
Fläche der abzutrennenden Wickeleinlageschicht auf praktisch gleichmäßige Dichte
gebracht wird. Außerdem hält das Polster die welligen Enden der Wickellängen während
der Einlagenabtrennung fest und verhindert ein Zerbrechen oder eine sonstige Beschädigung
derselben. ' Während des normalen Maschinenbetriebes befindet sich zwischen der
Grundplatte 31 und der Preßplatte 24 immer eine Tabaksäule ausreichender Höhe; beim
Stillsetzen und beim völligen Entleeren des Tabakbehälters bei täglichem Betriebsschluß
aber besteht die Gefahr einer Beschädigung des Polters 46 durch das Messer 71. Um
diese Möglichkeit auszuschalten, wird das die Aufundabbewegung der Platte 24 steuernde
Hebelgestänge so eingerichtet, daß die Abwärtsbewegung der Platte so begrenzt ist,
daß das Polster 46 immer oberhalb der Arbeitsebene des Messers 71 bleibt. Außerdem
oder an Stelle dessen kann man auch an dem Gleitstück 26 einen Stift 226 anbringen,
der an eine an der Konsole 28 in solcher Höhe angebrachte Schraube 227 stößt, daß
das Polster 46 in seiner tiefsten Stellung oberhalb der Messerebene und damit außerhalb
des Gefahrenbereiches bleibt. Die beiden Teile, nämlich Stifte 226 und Schraube
227, geben dabei gleichzeitig dem Bedienungsmann Aufschluß über den Tabakvorrat
im Behälter.
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Das die Bodenplatte 31 tragende Gleitstück 33 wird durch einen an
ihm befestigten Stift 38 bewegt, der in einen Schlitz 39 im oberen Ende eines Hebels
37 eingreift, welcher durch eine auf der Maschinenwelle sitzende Steuerscheibe auf
und ab bewegt wird. Den Stift 38 berühren zwei im Schlitz 39 gleitende Blöcke 47
und 57 auf der oberen bzw. unteren Seite. Der Block 47 wird von einer Stange 49
. getragen, die im oberen Ende des Hebels 37 gleitet und durch eine Feder 48 nach
unten gedrückt wird, wobei diese Abwärtsbewegung durch an ihr befestigte Muttern
5o begrenzt wird. Der Block 57 ist mittels Schrauben 62 in Langschlitzen 63 einer
Platte 61 höhenverstellbar befestigt, so daß er ebenfalls gegenüber dem Hebel
37 gleiten kann. Hierbei suchen zwei Zugfedern 58, die zwischen am oberen
Ende des Hebels 37 befestigten Stiften 59 und am Block 57 befestigten Stiften 6o
ausgespannt sind, den Block aufwärts zu bewegen, wobei diese Aufwärtsbewegung dadurch
begrenzt wird, daß die Platte 61 am Hebel 37 sitzende Stifte 64 berührt.
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Am oberen Ende des Gleitstückes 33 sitzt eine Stütze 52 mit einer
Schraube 51, gegen welche eine oben an der Konsole 34 angebrachte Platte 53 anzustoßen
vermag. Die Schraube 51 trägt eine Einteilung 5q., auf der ein an der Stütze 52
sitzender Zeiger 55 spielt, und sie kann durch eine Mutter 56 bestimmter Höhe an
der Stütze 52 festgehalten werden. Bei der Aufwärtsbewegung des Hebels 37 werden
das Gleitstück 33 und die Bodenplatte 31 durch die Federn 58, den Block 57 und den
Stift 38 nachgiebig angehoben. Wenn die obere Fläche der Tabaksäule die Abdeckplatte
43 berührt und dadurch die Bodenplatte und den Stift 38 anzuhalten versucht, bewegt
sich d_ er Hebel 37 gegenüber dem Block 57 nach oben' und spannt dadurch die den
Tabak gegen die Abdeckplatte drückenden Federn 58. Bei der Abwärtsbewegung des Hebels
37 halten die Federn 5& den Block 57 und die Bodenplatte B i so lange fest,
bis die Stifte 64 wieder gegen die Platte 61 stoßen. Der Block 47 -drückt dann auf
den Stift 38 und bewegt das Gleitstück 33 und die Bodenplatte 31 nachgiebig nach
unten. Diese Abwärtsbewegung setzt sich so lange fort, bis die Schraube 51 gegen
die Platte 53 stößt. Die weitere Bewegung des Hebels 37 gegenüber dem Stift 38 wird
dabei durch die Feder 48 unter Spannung aufgenommen. Die Einstellung der Schraube
51 bestimmt dabei die untere Stellung der Bodenplatte 31 gegenüber der Trennplatte
70 und damit die Höhe bzw. Dicke der abzutrennenden Wickeleinlageschicht.
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Die von der Tabaksäule 7' abgetrennte Wickeleinlageschicht wird durch
einen an der hin und her gehenden Platte 73 sitzenden Stempel 74 in die Tasche 75
einer Übertragungseinrichtung 76 (s. Fig. i) befördert, die die Ladung auf das Rollband
i i i eines Wickelrolltisches 112 (s. Fig: 5) weiterzubefördern vermag. Nach dem
Ausstoßen der Einlageschicht wird die Bodenplatte 31 so weit angehoben, daß sie
die Tabaksäule T nach dem Fortziehen der Trennplatte 70 trägt.
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Die Einlageübertragungsvorrichtüng (s. Fig. 5 und 6) besteht aus einer
oberen Platte 78 mit tierabgebogener Rückwand iio und tierabgebogenen Seitenwänden
und einer Bodenplatte 77, die verschiebbar auf einwärts gerichteten Leisten 79 der
Seitenwände der Platte 78 ruht. Die Platte 78 ist an einer Stütze 83 befestigt,
die sich auf einer Welle 84 dreht, welche in einer Nabe 85 eines Armes 86 ruht.
Dieser
Arm 86 dreht sich um die Welle 87 an der Konsole 34 und weist ein Gegengewicht 113
auf. Die Stütze 83 trägt einen Arm 94 mit einer Rolle ioi, die in einer Nut io2
in der von der Konsole 34 getragenen Stütze 103 läuft. Der Arm 94 und die Rolle
ioi dienen dazu, die übertragerplatten 77 und 78 während ihrer senkrechten, durch
die Schwingbewegung des Armes hervorgerufenen Bewegung zwischen der oberen und unteren
Stellung, wie in Fig. 5 mit vollen bzw. punktierten Linien dargestellt ist, praktisch
waagerecht zu halten. Eine bestimmte obere Aufnahme- bzw. untere Abgabestellung
der Platten 77 und 78 wird durch Anstoßen der Rolle ioi an Schrauben 107 und io8
festgelegt, welche im oberen bzw. unteren Teil der Stütze 103 in der erforderlichen
Stellung eingeschraubt werden können.
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Die untere Übertragerplatte 77 ist an der Unterseite einer Zahnstange
81 befestigt, die in einem Schlitz 82 im Endteil 9.2 der Konsole 83 in waagerechter
Richtung gleitet. Diese Zahnstange 81 steht mit einem Zahnrad 92 im Eingriff, das
an einer von dem Stützteil 92 getragenen Welle sitzt und in ein Zahnrad
89 am Ende einer Welle gi eingreift, welche von dem Stützteil 92- und einem
Lager 93
am Arm 94 getragen wird. An ihrem anderen Ende trägt die Welle gi
ein Zahnrad 95, das in ein auf der Welle 84 sich drehendes und mit einem
kleineren Zahnrad 97 verbundenes Zahnrad 96 eingreift. Das Zahnrad
97 steht mit einem Zahnsektor 98 eines auf der Welle 87 drehbar angeordneten
Armes 9g im Eingriff.
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Beiderseits des Zahnrades 88 sind Reibscheiben 104 aus Fiber oder
anderem entsprechendem Material angeordnet, wobei die eine Reibscheibe gegen das
Zahnrad und die andere Reibscheibe durch das Zahnrad gegen. den Stützteil 92 unter
dem Einfluß einer Feder io6 gedrückt wird, welche die Welle go umgibt und durch
auf dieser Welle sitzende Muttern io5 in einstellbarer Spannung gehalten wird. Die
durch die Scheiben 104 und die Feder 1o6 bewirkte Reibung bremst die durch den Zahnräderzug
einschließlich Zahnsektor bewirkte Drehung des Zahnrades 88 ab.
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Ein mit dem Arm 9g verbundener Hebel ioo läßt sich durch eine an einer
Maschinenwelle angeordnete Steuerscheibe ausschwenken. Beider Abwärtsbewegung dieses
Hebels dreht sich der Räderzug infolge des Drehungswiderstandes des Zahnrades 88
nicht, dafür wird aber infolge des Eingriffs des Sektors 98 in das Zahnrad
97 der Arm 86 ausgeschwungen und bringt die übertragungseinrichtung in die
untere, punktiert gezeichnete Stellung. Sobald diese Schwingbewegung durch das Anstoßen
der Rolle ioi- an der Schraube io8 aufgehalten wird, wird der Reibungswiderstand
der Scheiben 104 überwunden, so daß das Segment 98
das Zahnrad 88 in Drehung
versetzt und damit die Bodenplatte 77 nach rechts im Sinne der Fig. 5 bewegt. Durch
die heruntergebogene Rückwand i io wird jegliche Bewegung der Wickeleinlageschicht
verhindert, so daß sie nach völligem Öffnen der Übertragertasche direkt auf das
Rollband i i i abgelegt wird. Bei der Aufwärtsbewegung des Hebels ioo wird wiederum
die Drehung des Räderzuges durch die Reibscheiben so lange verhindert, bis die Übertragungseinrichtung
in ihre oberste Lage gelangt ist und die Rolle ioi an die Schraube 107 anstößt.
Von da ab dreht das Zahnsegment 98 das Zahnrad 88 in entgegengesetzter Richtung
und bewegt dadurch die Bodenplatte nach links in die Taschenschließstellung. Die
Bodenplatte 77 erstreckt sich bis unter die Bodenplatte 31 des Behälters, so daß
jede Wickeleinlagesghicht beim Ausstoßen direkt von einer Bodenplatte zur anderen
wandert.
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Um ein Herauslaufen der Zahnstange 81 aus dem Zahnrad 88 zu verhindern,
dient folgende, insbesondere aus der Fig. 7 erkennbare Einrichtung: Auf der Welle
gi sind -ein Ring i15 fest und eine Ringscheibe i 18 lose angeordnet. Ein am Ring
i 15 befestigter Stift 116 greift in axialer Richtung in eine Ausnehmung
der Ringscheibe 118 ein. Das gleiche tut ein am Stützteil 92, sitzender Stift
i2o. Wenn die Welle 41 sich zwecks Erzeugung der Öffnungsbewegung der Bodenplatte
77 dreht, drückt der Stift 116 gegen eine Schulter 117 der Ringscheibe 118 und dreht
diese so lange, bis der Stift i2o gegen die andere Schulter iig anstößt, worauf
die Drehbewegung der Welle gi und damit die Seitenbewegung der Zahnstange 81 aufhören.
Bei der rückläufigen Bewegung drückt der Stift 116 gegen die Schulter iig, bis die
Schulter 117 gegen den ortsfesten Stift 12o anstößt.
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Nachdem die ausgedehnte dünne Wickeleinlageschicht C auf dem Rolltuch
i i i oberhalb des versenkten Teiles 131 des Rolltuches 112 abgelegt worden ist,
wird der mit dem Tuch i i i zusammenarbeitende Rollstift 126 durch waagerechte Verlagerung
seiner Stütze 125 nach links im Sinne der Fig. 8 bewegt. Mit dem Rollstift ist eine
Platte 127 dadurch verbunden, daß an ihr befindliche Lagerglieder 128 (s. Fig. 13)
mit ihren Öffnungen 129 lose über die Enden des Rollstiftes geschoben sind. In der
in Fig. 8 dargestellten Rückwärtssteilung des Rollstiftes ist die Platte 127 nach
oben gerichtet, wobei ein mittels Stütze 136 an ihr befestigter Stift 135 sich gegen
einen an der Konsole 125 befindlichen Anschlagstreifen 138 anlegt. Das untere Ende
der Platte 127 ist bei 13o abgeschrägt und legt sich eng an das Rolltuch i i i an,
so daß die Platte in ihrer aufrechten Unwirksamstellung gehalten wird. Sobald der
Rollstift 126 mit seiner Vorwärtsbewegung beginnt, wird das Rolltuch lose und bildet
hinter dem Stift eine Schleife, während die Platte 127 durch ihre Schwere nach vorn
fällt und, auf der Wickeleinlageschicht C ruhend, diese bei der weiteren Vorwärtsbewegung
des Rollstiftes in flacher Lage erhält, während die ebenfalls vorwärts schreitende
Schleife des Rolltuches das hintere Ende der anfangs flachen Ladung aufwärts und
vorwärts in Richtung auf den flach bleibenden Teil umbiegt und die gesamte Einlageschicht
allmählich zu einer losen, natürlich gerundeten Spirale von der schematischen Gestalt
gemäß Fig. ig aufwickelt, die frei von Rissen, Stoßstellen und harten, unrunden
Teilen ist. Die verschiedenen Stufen des
Rollvorganges sind in den
Fig. 9 bis i i dargestellt. Sobald die zusammengerollte Einlage über den aufwärts
gerichteten Teil 132 hinaus auf den flachen vorderen Teil 133 des Rolltisches 112
gelangt, wird das Rolltuch eng zusammengezogen und dadurch die Einlage verdichtet
und auf den vorgeschriebenen Durchmesser verkleinert. In diesem Zustand wird die
Einlage in ein auf dem Rolltuch I i I liegendes Umblatt L eingewickelt und ergibt
einen Zigarrenwickel B von der gewünschten Rundform und Größe. Bei Annäherung des
Rollstiftes 126 an das vordere Ende des Tisches 112 berührt der Stift 135 der Platte
127 die konkave Steuerfläche 137 eines ortsfesten Steuergliedes 13q., wodurch die
Platte 127 in ihre aufrechte Lage zurückgeführt und während der Rückkehrbewegung
des Rollstiftes in die in Fig. 8 dargestellte Ausgangsstellung durch das Band i
i i gehalten wird.
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Das Losewerden bzw. Zusammenziehen des Rolltuches wird durch eine
am Tuchende befestigte Ralle 152 bewirkt, deren Welle 153 ein Kettenrad igo mit
darum liegender Kette igi (s. Fig. 8 und 2o) trägt. Diese Kette läuft weiterhin
um eine Kettenspannrolle 192, die an einem am Kettenspannarm 194 befestigten Joch
193 sitzt. Ein gewichtbelasteter Dreharm 195 ist mit der Kette igi verbunden und
trägt eine Rolle 198, die auf einer im richtigen Betriebsaugenblick das Losewerden
bzw. Spannen der Kette bewirkenden Steuerfläche 197 auf einer Maschinenwelle 196
entlang läuft.
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In den Fig. 1q. bis 17 ist eine etwas abgeänderte Ausführungsform
der Einrollvorrichtung dargestellt, bei der dieEinlageschichtC in eine! Schleife
des oberhalb einer Schrägplatte 1q:0 laufenden. Rolltuches eingelegt wird. Die Platte
140 ist an ihrem unterer Ende mit Lageransätzen 148 versehen, die lose auf Stützen
1q.9. sitzen, welche von an einer Stange 145 des Maschinengestänges sitzenden Blocks
150 getragen. werden, und weist fernerhin einen Ansatz 147 mit einem Stift
146 auf, an dem eine mit ihrem anderen Ende an einem Stift 144 der Stange 145 befestigte
Feder 143 unter Spannung angehängt ist. Am oberen Ende der Platte 140 sitzt ein
rückwärts gerichteter Ansatz 141 mit einem Stift 42, der durch die Feder 143 gegen
die Rückseite der waagerecht beweglichen Stütze 125 des Rollstiftes 126 gedrückt
wird. Bei der Vorwärtsbewegung der Stütze 125 führt diese den Rollstift 126 über
das h!i'ntere Ende des Rolltisches 112 hinweg; gleichzeitig wird die Platte 1q.o
durch, die Feder 143 in die in Fig. 15 dargestellte senkrechte Lage nach vorn gegen
einen Begrenzungsanschlag 151 gezogen. Hierdurch gelangt die Einlageschicht C in
eine praktisch senkrechte Lage innerhalb der geschlossenen, senkrechten Rolltuchschleife.
Bei der sich anschließenden Verkürzung der Schleife durch Betätigung der Rolle 152
(s. Fig. 16) wird das hintere Ende der flachen Einlageschicht und damit diese selbst
durch die Aufwärtsbewegung des hinteren Schleifenteils und des Schleifenbogens zwischen
der federbelasteten Platte 140 und dem hinteren Rolltischen.de 112 in ähnlicher
Weise, wie es bei der ersten Ausführungsform beschrieben ist, zu einer lasen Spirale
aufgewickelt. Die aufgerollte, noch in der völlig geschlossenen Rolltuchschleife
befindliche Einlage tritt aus dem Zwischenraum zwischen der Platte iq.o und dem
Tisch i 12 heraus, wobei sie durch das während der Abschlußbewegung innerhalb des
Zwischenraums oder bei der Anfangsbewegung auf dem Rolltisch verkürzte Rolltuch
auf richtige Dichte zusammengepreßt wird, und bewegt sich dann unter gleichzeitigem
Einwickeln in das Umblatt in der früher beschriebenen Weise über den flachem. Rolltischabschnitt
weiter. Bei der Rückwärtsbewegung der Stütze 125 wird die Platte 140 gegen die Wirkung
der Feder 143 in die in Fig. 1q. dargestellte Ausgangsstellung zurückbewegt.
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Bei dem schichtweisen Ablegen der Einlagetabakblätter in den Förderkanal
eines üblichen Förderers neigen die Blätter infolge ihrer unregelmäßigen Gestalt
dazu, in der Kanalmitte sich höher anzustapeln, so daß die im Behälter 23 aus nacheinander
vom Band abgetrerinben Wickellängen gebildete Tabaksäule ih der Behältermitte eine
größere Dichte anzunehmen pflegt. Das nachgiebige Preßkissen 46 gibt zwar gegenüber
der höherem, Stapelmitte nach, so da.ß auch die seitlichen Teeile der Tabaksäule
ausreichend zusammengedrückt werden; immerhin ist diese Ausgleichsmöglichkeit aber
beschränkt. Um mit Sicherheit alle Ungleichmäßigkeiten in der Dichte der Tabaksäule
auszuschalten, die zu ungleichem Zigarrengewicht führen würden, ist der Stempel
74 so eingerichtet, daß er zusätzlich zunächst als Fühler zur Dichteprüfung der
Tabaksäule dient und erforderlichenfalls Mittel zur Beeinflussung der Einlagendicke
betätigt. Zu diesem Zweck ist die Stempelplatte 73 an einem Gleitblock 155 befestigt,
der von einem mit Schlitz 159 versehenen Hebel 156 betätigt wird. In diesen Schlitz
greift der Stift 158 eines Drehhebels 157 ein, der im rechten Zeitmai durch eine
an einer Maschinenwelle befindliche Kurve gesteuert wird. Normalerweise wird der
Stift 158 durch eine zwischen ihm und einem Stift am Hebel 156 befestigte Feder
16o an das hintere, d. h. im Sinne der Fig. 18 linke Ende des Schlitzes 159 herangezogen.
An dem Block 155 sitzt auf einer Stütze 161 drehbar bei 163 eine Klinke 162 mit
einer Aussparurig 16q., die über einen Stift 165 auf einem an der Welle 167 befestigten
Arm 166 greift. An der Welle 167 sitzt fernerhin ein Arm 168, an dessen oberem Ende
ein Stift 169 vorgesehen ist, der in einem, Schlitz 17o am hinteren Ende einer Stange
171 eingreift. Diese Stange ist an ihrem vorderen Ende bei 176 mit einem Arm 177
drehbar verbunden, der an denn oberen Ende einer Schraubspindel 178 befestigt ist.
Diese Spindel sitzt auf einer mit Gewinde versehenen Nabe 179, die an der Platte
53 oben auf der Stütze 34 angebracht ist. Eine zwischen dem Stift 173 der Stange
171 und dem Stift 174 einer Stütze 175 ausgespannte Feder schiebt die Stange 171
nach links im Sinne der Fig. 18. Die Schraubspindel 178 ist an ihrem oberen Ende
mit einem Fibereinsatz i8o versehen, auf welchen die Schraube 51 drückt, welche
von der die
Behälterbo,denplatte 31 tragenden Gleitstütze 33 getragen
wird. Die Abtrennplatte 70 sitzt an einem Gleitblock 181, der durch einen
Lenker 182 mit einem von einer Steuerkurve auf einer Maschinenwelle, betätigten
Drehhebel 183 verbunden ist. Der Block 181 trägt eine Steuerfläche 184, die auf
eine am vorderen Ende der Klinke 162 angeordnete Rolle 185 einwirkt, wobei die Klinke
normalerweise durch eine mit dem Träger 161 verbundene Feder nach oben gezogen.
wird.
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Vor der Abtrennung einer Wickeleinlageschicht von der Tabaksäule wird
der Hebel i57 betätigt und drückt über die Feder 16o den Hebel 156 nach vorn, so
daß der Stempel 74 mit der Tabaksäule in Berührung kommt. Wenn die Dichte der Tabaksäule
selbst oder durch die Wirkung des Stempels ausreichend groß ist, um die Spannung
der Feder 16o zu überwinden, bleibt der Stempel stehen, und der Stift 158 bewegt
sich im Schlitz 159 vorwärts. Bewegt sich aber der Stempel in den Behälter hinein,
so bewegt die Klinke 162 entsprechend der Stempelbewegung die Arme 166 und 168,
und die hierdurch entsprechend vorwärts bewegte Stange 171 dreht die Schraubspindel
178 in der Richtung, daß die Schraube 51 und die Behälterbodenplatte 31 herabgesenkt
werden. Folglich wird die Dicke der späterhin abzutrennenden Wickeleinlageschicht
entsprechend dem vom Stempel 74 festgestellten Dichtemangel vergrößert. Der Stempel
74 wird dann in Ruhestellung zurückgeführt, wobei die Klinke die Arme 166 und 168
zurücknimmt und der Stift 169 in den Schlitz 17o einfällt. Die auf die Fibereinlage
i 8o drückende Schraube 51 verhindert vorübergehend den Rückgang der Stange 171
und der Schraubspindel 178. Nunmehr wird der Hebel 183 betätigt und schiebt zwecks
Abtrennung der abgemessenen Wickeleinlageschicht von der Tabaksäule die Trennplatte
70 und das Messer 71 vorwärts. Während dieser Bewegung kommt durch Zusammenwirken
der Steuerkurve 184 und Rolle 185 die Klinke 162 vom Stift 165 frei, so daß die
Arme 166 und 168 bei der neuerlichen Vorwärtsbewegung des Stempels zwecks Ausstoßens
der Einlageschicht aus dem Behälter nicht betätigt werden. Die Klinke bleibt dabei
so lange außer Eingriff, bis die Trennplatte in ihre Ruhestellung zurückgekehrt
ist. Nach dem Abtrennen und Auswerfen einer abgemessenen Einlageschicht wird das
Gleitstück 33 angehoben, so daß die Platte 31 nach dem Fortziehen der Platte 7o
die Tabaksäule trägt, und die Feder 172 führt die Stange 171 und die Schraubspinde1178
in ihre Ausgangsstellung zurück.