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Schneidvorrichtung für die Meßkammer einer Zigarrenmaschine Die Erfindung
betrifft die Schneidvorrichtungen für den von einer Zigarrenmaschine zu bearbeitenden
Tabak.
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Bei den normalen Zigarrenmaschinen wird gewöhnlich von einer Tabakfördereinrichtung
eine Tabakeinlageschicht auf eine Fläche gebracht, dort von dem Tabakvorrat abgetrennt
und dann weiter in eine Meßkammer geschoben. Nachdem mehrere Schichten in die Kammer
gelangt sind, ist die für die Zigarreneinlage erforderliche Dicke erreicht und gewöhnlich
überschritten. Dann muß die oberste Schicht in ihrer Längsrichtung von dem Überschuß
befreit werden, damit die Tabakeinlage eine vorgegebene konstante Dicke annimmt.
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Es ist bekannt, zur Abtrennung ein Messer und eine Trennplatte parallel
zwischen den Blättern der Tabaksäule hindurchzubewegen.
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Wenn der zu verarbeitende Tabak jedoch ziemlich schwer und feucht
ist, treten bei einer derartigen Abtrennung Schwierigkeiten auf, weil die Gefahr
entsteht, daß das Messer diesen feuchten Tabak stellenweise zusammendrückt, so daß
ein hoher Schneiddruck erforderlich wird und eine ungleichmäßig dichte Tabakfüllung
entstehen würde.
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Die Ursache für diesen Mangel ist darin zu suchen, daß die Schneide
des Messers senkrecht zu ihrer Längserstreckung durch den Tabak bewegt wird. Feuchte,
schwere Tabaksorten lassen sich jedoch nur mit Sicherheit zertrennen, wenn zu der
Druckbewegung der Messerschneide noch eine Bewegung in Längsrichtung der Schneide,
also eine regelrechte Schnittbewegung hinzukommt, so daß eine Art »ziehender Schnitt«
entsteht. Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Mängel zu vermindern.
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Um dies zu erreichen, ist bei einer Schneidvorrichtung für den als
Einlage für Zigarren dienenden Tabak, der in einer Zigarrenmaschine als Stapel einer
Meßkammer zugeführt ist, in der er auf dem Boden der Meßkammer aufliegt, gemäß der
Erfindung das Messer der Schneidvorrichtung in seiner Bewegungsebene auf einer gekrümmten
Bahn in der gewünschten Höhe über dem Boden der Meßkammer bewegbar und der Boden
der Meßkammer höheneinstellbar angeordnet. Man wählt die Deckfläche eines Kolbens
deshalb als Kammerboden, weil durch Zurückziehen des Kolbens nach dem Schnitt die
Tabakmenge auf einfache Weise aus der Meßkammer entfernt werden kann, ohne dabei
die in einer anderen Richtung arbeitende Fülleinrichtung der Meßkammer zu stören.
Die Tabakmenge kann bei ihrer Entfernung aus der Meßkammer auf der Kolbendeckfläche
verbleiben. Wie man herausgefunden hat, läßt sich mit diesem gemäß der Erfindung
eine Art »ziehenden Schnitt« ausführenden Messer ein sauberer und leichter Schnitt
durch einen schweren und feuchten Tabak erreichen, so daß durch den Schnitt die
Struktur des Tabaks kaum verändert und die nach dem Schnitt in der Meßkammer verbleibende
Tabakmenge eine konstante Größe hat. Die Größe der Tabakmenge läßt sich lediglich
dadurch verändern, daß der Boden der Meßkammer höhenverstellbar angeordnet ist.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann der Boden der Meßkammer
die Deckfläche eines senkrecht hin- und hergehenden Kolbens sein, der in richtiger
Zeitabhängigkeit vom Füllmechanismus der Meßkammer durch den Antriebsmechanismus
der Zigarrenmaschine betätigt wird und dessen Arbeitshub zur genauen Einstellung
der Dicke des vom Messer zu zerschneidenden Tabaks einstellbar ist.
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Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Aufsicht einer Zigarrenmaschine gemäß der
Erfindung, in der die Umrisse der einzelnen Teile und Mechanismen und ihre Beziehungen
zueinander deutlich ersichtlich sind,
F i g. 2 einen Seitenriß der
Tabakfördervorrichtung und des Mechanismus zur Vertikalbeschneidung der Ladung,
F i g. 3 eine seitliche Teilansicht des vertikal schneidenden Messers und dessen
Führungs- und Betätigungsmechanismus, F i g. 4 eine Teilansicht des vertikal schneidenden
Messers entlang einer Schnittlinie 4-4. in F i g. 3, F i g. 5 eine teilweise geschnittene
Ansicht von oben, die die Vorrichtungen zum senkrechten und horizontalen Zuschneiden
der Ladung und zur horizontalen Förderung derselben veranschaulicht, F i g. 6 eine
Seitenansicht der Vorrichtung zum Ausmessen der Ladung und zum horizontalen Zuschneiden
und Transportieren derselben, F i g. 7 eine Aufsicht der längs der Linie 7-7 geschnittenen
Vorrichtung nach F i g. 6, F i g. 8 eine -Vorderansicht der teilweise geschnittenen
Vorrichtung zum Messen der Ladung und des Mechanismus für den Horizontalschnitt
und die horizontale Förderung, dabei ist der Schnitt entlang der Linie 8-8 in F
i g. 6 vorgenommen, F i g. 9 eine Vorderansicht eines Schnittes, welcher den horizontalen
Schneidevorgang in der Meßkammer veranschaulicht, und F i g.10 ebenso eine Vorderansicht
eines Schnittes, welcher die Entfernung der abgeschnittenen Ladung aus der Meßkammer
und ihre Übergabe durch eine horizontale Übertragungsvorrichtung an die Tasche eines
horizontal schwingenden Übertragers verdeutlicht.
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Gemäß der Erfindung wird die Tabakfüllung von Hand in einen querfördernden
Kanal eingefüllt, der von drei gleichzeitig angetriebenen endlosen Riemen begrenzt
wird. Die Riemen werden in unterbrochenen Arbeitstakten von einem Steigradmechanismus
od. dgl. angetrieben, so daß sie bei jedem Arbeitstakt die gewünschte Länge eines
Tabakstranges in eine Aufnahmekammer vorschieben.
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Eine fußförmige Haltevorrichtung wird zu einem bestimmten Zeitpunkt
heruntergelassen, um die Füllung in dem Kasten festzuhalten, wenn ein scharfwinkliges
Fallmesser durch die Füllung und an einer festen Leiste am Boden des Kastens vorbeigetrieben
wird. Hierdurch wird eine Ladung der vorgeschriebenen Länge, die an beiden Enden
verjüngt ist, vom Tabakstrang abgeschnitten. Die Winkelstellung des Fallmessers
ist etwa gleich dem Winkel der gewünschten Verjüngung.
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Die Grundfläche der aufnehmenden Kammer wird durch eine Platte gebildet,
die so angeordnet ist, daß sie in einem genau bestimmten Zeitintervall aus dem Weg
schwingt, um einen mit einer Feder vorgespannten Stempel zu ermöglichen, sich auf
die Ladung herabzusenken und diese nach unten in die Meßkammer zu drücken, wobei
die Höhe der Säule in der Meßkammer durch die Geschwindigkeit der Zufuhr und der
Abfuhr bestimmt ist. Wenn der Stempel durch einen überschuß an Material in der Meßkammer
daran gehindert ist, sich herabzusenken und nicht unterhalb einer bestimmten Stellung
gelangen kann, so wird der Fördertakt des Querförderers angehalten, wobei in an
sich bekannter Weise durch Zurückziehen desselben die Zufuhr übernommen wird. Solange
also eine Füllung von größerer Tiefe in den Querförderer eingelegt wird, als für
eine Bündeldicke in der Meßkammer erforderlich ist, wird die Meßkammer in der Weise
gesichert; daß sie bei jedem Takt gerade mit hinreichendem Material für eine gleichförmig
zusammengedrückte Ladung gefüllt wird.
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Das Abmessen wird mit einer horizontalen Schneide oder Meßklinge ausgeführt,
die durch eingesetzte Verbindungsglieder und Führungsmittel quer durch den Tabakstapel
in genau der richtigen Höhe hindurchgetrieben wird, um am Boden der Meßkammer eine
Ladung von der benötigten Menge zu isolieren. Damit der klebrige und feuchte Tabak,
wie er gewöhnlich in sogenannten Toscani-Zigarren verwendet wird, sauber durchschnitten
wird, führt die Meßklinge eine schwingende Schnittbewegung statt einen direkten
linearen Schnitt aus. Eine in vertikaler Richtung bewegliche Leiste bildet eine
Seite der Meßkammer, wobei ein genügend weiter Schlitz zum Aufnehmen der Meßklinge
zwischen dem Rand der Leiste und der festen Wand der Kammer vorgesehen ist. Etwa
gleichzeitig mit der Bewegung der Meßklinge werden eine Anzahl von Stäben über die
Oberseite der Meßkammer geschoben, welche in Schlitze in der Unterseite des fußförmigen
Stempels hineinpassen und dazu dienen, das Hochheben des Materials in der Meßkammer
durch Anhaften an dem Stempel zu verhindern, wenn dieser zur Vorbereitung des nächsten
Arbeitstaktes zurückgezogen wird. Der Boden in der Meßkammer wird durch die rechteckige
Stirnfläche eines Kolbens gebildet, der einen kurzen Hub hat, so daß er über einen
genügenden Abstand gesenkt werden kann, um die Ladung für eine spätere Verschiebung
freizugeben. Die nach oben gerichtete Bewegung dieses Kolbens ist einstellbar, so
daß die »gemessene« Dicke des Bündels zwischen dem Kolben und der horizontal liegenden
Klinge definiert wird. Der Meßklingendurchquerung folgt die Bewegung eines in Querrichtung
wirkenden Stempels, der die Seite der Meßkammer bildet, welche der Leiste gegenüberliegt.
Dieser Stempel beginnt seine Querbewegung kurz nachdem die Leiste nach unten zurückgezogen
und der Kolben ebenfalls in seine untere Stellung in der Kammer gerade unterhalb
der Unterkante des Stempels abgesenkt wurde. Wenn der Stempel in der Querrichtung
arbeitet, drückt er die abgemessene Ladung vor sich her und durch einen Raum, der
nach oben durch die Meßklinge und nach unten durch einen zusammengesetzten Boden
begrenzt ist, der durch den Meßkolben, den oberen Rand der zurückgezogenen Fußleiste
und durch eine horizontale Führungsplatte, die starr mit dem Gerüstrahmen der Maschine
verbunden ist, gebildet wird. Während des letzteren Teiles der Verschiebung der
Ladung zur Seite ist das horizontale Messer zurückgezogen; gleichzeitig dient eine
Reihe von festen Führungsstäben dicht oberhalb desselben zum Zusammenhalten der
Ladung in senkrechter Richtung. Die Stirnfläche des mit der Ladung in Berührung
stehenden Kolbens ist entsprechend geformt, um sich hieran anzupassen.
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Am Ende dieser Querbewegung wird die Ladung in eine Kammer in einen
Übertragungsmechanismus gedrückt. Wenn die Ladung in die übertragungskammer eintritt,
so wird ein an dem übertragungsmechanismus gleitend befestigter Stempel herabgedrückt
und schiebt die Ladung nach unten in einen Raum, wo sie von allen vier Seiten begrenzt
ist, und zwar von oben durch den Stempel, an beiden Seiten durch die Wände der Kammer
und von unten durch
eine Falltür, die durch eine Feder und durch
einen von einer Nockenscheibe betätigten Riegel geschlossen gehalten wird. Nach
der LJbertragung der Ladung werden der querdrückende Stempelkopf, die Meßklinge
und die niederhaltenden Stäbe in ihre ursprüngliche Stellung zurückgezogen, während
der vertikale Stempel nach oben weggezogen wird und die Bodenplatte der Aufnahmekammer
in ihre Stellung zurückgleitet; in gleicher Weise werden auch der Meßkolben am Boden
der Kammer, die bewegliche Fußleiste und das gewinkelte Trennmesser zum Wiederbeginn
einer Arbeitsperiode zurückgezogen. Die Zufuhr der Füllung (F i g. 5 und 6) Der
Kanal, in den der Tabak für die Füllung von Hand eingelegt wird, ist durch zwei
einander gegenüberstehende vertikal angeordnete Riemen 40 und einen horizontal verlaufenden
Riemen 42 am Boden desselben gebildet. Die seitlichen Riemen 40 werden von den Riemenscheiben
44 und 46 geführt; Führungs- und Spannmittel, ferner ein Vorratstisch, Führungsstreifen
und Abdeckplatten (nicht gezeigt) sind in an sich bekannter Weise dem Gerät zugeordnet.
Der untere Riemen 42 wird von den Riemenscheiben 48, 50 und 52 und auch von anderen
nicht gezeigten Riemenscheiben geführt und empfängt seine Antriebskraft von einer
Riemenscheibe 49 auf einer Welle 51 (F i g. 2), die in intermittierende Umdrehung
versetzt wird. Diese Umdrehung wird durch ein Steigrad mit Sperrklinke übertragen,
das sich in einem Gehäuse 53 befindet und in bekannter Weise (USA.-Patentschrift
2 470 766) konstruiert ist. Das Steigradsystem wird von einem Arm 55 angetrieben,
der über einen Stab 57 mit einer Kurbel verbunden ist, die von einer Kurvenscheibe
(nicht gezeigt) angetrieben wird; auch diese Antriebsart ist bekannt.
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Die seitlichen Riemen 40 werden von den Wellen 54 ebenfalls intermittierend
angetrieben. Die Wellen sind durch (nicht gezeigte) Getriebe mit der sich intermittierend
drehenden Welle 51 gekoppelt. Der Mechanismus zum intermittierenden Antrieb der
Riemen ist ferner mit Mitteln zum Regeln des Ausmaßes der Drehung versehen, so daß
die Länge der Füllung, die durch die Riemen gefördert wird, in üblicher Art variiert
werden kann (USA.-Patentschriften 2 470 766 und 2 667171).
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Das Abschneiden der Füllung Die Ladung für die Füllung wird in eine
Aufnahmekammer eingeführt, die aus Seitenplatten 56 mit festem Abstand, aus einem
das festgehaltene Ende der Kammer unterstützenden Ständer 58 und aus einer Bodenplatte
60 gebildet wird, welch letztere an einem Arm 62 befestigt ist. Der Arm 62 schwingt
unter Einwirkung der Welle 64, die durch einen Arm 65 bewegt werden kann (F i g.
5), der seinerseits durch einen mit einem Nockenhebel (nicht gezeigt) verbundenen
Verbindungsstab 67 in Schwingungen versetzt wird. Der Schwingungsbogen kann durch
Stellschrauben 66 und 68 eingestellt und begrenzt werden. Die Welle 64 und der Arm
62 schwingen in einer Weise hin und her, daß die Platte 60 dazu gebracht wird, während
der Zuführung des Tabakstromes in die Kammer den Boden der Aufnahmekammer zu bilden
und wieder zurückzugehen, nachdem von diesem Strom eine bestimmte Länge mit Hilfe
eines in senkrechter Richtung hin und her gehenden Messers 70 abgeschnitten worden
ist. Das in den F i g. 2, 3 und 4. gezeigte Messer 70 hat die Form eines Fallbeils
und ist mit einer schrägstehenden Schneide versehen. Das Messer 70 ist an einem
vertikalen Schlitten 73 befestigt, der in vertikalen Führungen 75 eines Ständers
77 gehalten wird. Der Schlitten 73 wird über das Zwischenglied 79, den Arm 81, die
Welk. 83, den Hebel 85 und den Stab 87 von einer Nockenscheibe aus (nicht gezeigt)
bewegt. Der Arm 81 trägt einen Kurvenansatz 89, der eine Rolle 91 an einem Schwenkarm
93 berührt, der über die Feder 95 mit einem Hebel 97 elastisch verbunden ist, von
dem eine fußförmige Druckvorrichtung P herabhängt, die gegebenenfalls entfernt werden
kann. Die Druckvorrichtung P greift in den Förderkanal hinein und dient dazu, den
Tabakstrom während des Abschneidens der Ladung durch das Messer 70 zusammenzudrücken.
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Eine starr befestigte Grundplatte 72 wirkt mit dem Messer 70 bei einer
sauberen Trennung der Ladung von dem zugeführten Tabak zusammen.
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Das Messen der Ladung Nachdem die Ladung auf die verlangte Länge abgeschnitten
ist, wobei der schräge Schnitt des Messers 70 dieser die doppelt verjüngte
Form gegeben hat, die für die Toscani-Zigarre nötig ist, wird die Platte 60 zurückgezogen,
und ein vertikal sich bewegender Stempelkopf 74 senkt sich herab und drückt die
Ladung aus der Aufnahmekammer in eine Meßkammer. Der Stempelkopf 74 ist an dem unteren
Ende eines senkrechten Schaftes 78 befestigt, der in dem Bügel 77a gelagert ist.
Der Schaft 78 ist vermittels eines Bundes 41 an einer ausgekehlten Buchse 43 aufgehängt,
in die Rollen 45 eingreifen; diese werden durch einen Arm 47 unterstützt, der an
einem Schwinghebel 49 befestigt ist, der über einen Arm 51a und eine Stange 53 mittels
einer Kurvenführung (nicht gezeigt) betätigt wird. An dem Schaft 78 ist außerdem
ein Ansatz 55 befestigt, der über eine den Schaft 78 umgebenden Druckfeder 57 mit
der unteren Fläche der Buchse 43 in Berührung steht und so einen elastischen Druck
auf den Stempel 74 ausübt, wenn dieser während seines Abwärtsganges den Tabak aus
der Aufnahmekammer in die Meßkammer druckt.
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Die Meßkammer wird durch eine der Platten 56, eine Seitenplatte 80,
einen in der Querrichtung arbeitenden Stempel 84 und den den Bodenabschluß bildenden
Meßkolben 82 gebildet. Die so eingeführten Ladungslängen bilden mit dem von vorhergehenden
Messungen übriggebliebenen Material eine vertikale Säule in der Meßkammer.
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Ein seitlich angebrachtes bewegliches Messer 86 (F i g. 5, 9 und 10)
dringt nun horizontal durch den Stapel 88. Das Messer 86 steht in Antriebsverbindung
mit zwei Hebeln 90 und 92, die auf festen Zapfen 94 und 96 drehbar gelagert sind.
Die Kraftübertragung auf die Hebel 90 und 92 erfolgt über ein Verbindungsglied 98
und ein einstellbares Antriebsglied 100, das gelenkig mit einem Nockenhebel 101
verbunden ist. Die Drehpunkte und Form der Hebel 90 und 92 sind so gewählt, daß
sie das Messer 86 in seiner Bewegungsebene auf einer gekrümmten Bahn bewegen, so
daß dieses einen sogenannten »ziehenden Schnitt« ausführt. In der F i g. 5 ist dies
durch je eine Darstellung des Messers 86 in vollen und punktierten Linien angedeutet.
Der richtige Zeitablauf wird durch besondere Führungsmittel auf der
Hauptachse
der Maschine sichergestellt. Das horizontale Messer 86 wird auf eine bestimmte
Höhe oberhalb des durch den Kolben 82 gebildeten Bodens der Meßkammer eingestellt,
so daß die Höhe der aus der Säule abgeschnittenen und in der Meßkammer zurückbehaltenen
Ladung Sets ein konstantes Volumen füllt, des durch Änderung der Höhe, bis zu der
der Kolben 82 angehoben wird, einstellbar ist. Nach dem Herabsenken des vertikalen
Kolbens 74 werden die haltenden Zinken 102 quer über die Meßkammer
vorgestreckt, die durch ein Verbindungsglied 104 von den das Messer bewegenden
Hebeln 90 und 92 betätigt werden. Die Zinken 102
werden in der
Schiene 106 gehalten, die von den Führungsstäben 108 geführt wird,
und treten durch Löcher 110 in der Seitenplatte 56 und durch Schlitze
112 in dem unteren Teil des vertikalen Kolbens 74 hindurch. Zwei äußere Zinken
102 treten auch durch Löcher in der Platte 80 (unterhalb einer der Platten
56) hindurch, um das vollständige Niederhalten des dünnen verjüngten Endes der gemessenen
Ladung sicherzustellen. Das Glied 104 ist an seiner drehbaren Befestigungsstelle
an der Schiene 106 mit einem Schlitz 114 versehen, wodurch der doppelte Zweck
erreicht wird, daß der Stoß der Zinken 102 relativ zu dem.Messer 86 verringert
und die erforderliche Zeitverzögerung eingeführt wird. Der vertikale Kolben 74 wird
unmittelbar nach dem Herabsenken zurückgezogen, wobei die Zinken 102 verhindern,
da.ß etwa an dem Kolben 74 anhaftender Tabak mit nach oben genommen wird. Wenn sich
der Kolben 74 dem oberen Ende seines Rückweges nähert, so wird die Platte
60 in ihre Anfangsstellung zurückgeführt, und die Aufnahmekammer ist bereit,
eine neue durch die Transportbänder zugeführte Ladung aufzunehmen. Mit dem quer
verlaufenden Messer 86 tritt gleichzeitig eine vertikal bewegliche Leiste 116 in
Funktion, die durch die Glieder 120 in Verbindung mit einem an der Welle 124 (F
i g. 7, 8) befestigten Arm in Bewegung gesetzt wird. Die Welle 124 schwingt mittels
eines Gabelhebels 125 hin und her, der Rollen 127 trägt, die in eine ausgekehlte
Buchse 129 eingreifen, die frei drehbar auf einer senkrechten Welle 131 angebracht
ist. Die Buchse 129 wird außerdem von einer Rolle 133 (F i g. 7) erfaßt, die von
einem exzentrischen Zapfen 135 am Ende einer Welle 137 getragen wird, die mittels
eines Zahnrades 139 und einer Zahnstange 141 von einer Kurvenführung her (nicht
gezeigt) in hin- und hergehender Bewegung gehalten wird. Der gesamte Mechanismus
wird von einem Gehäuse 126 getragen, das an dem Bett der Maschine befestigt ist.
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Der Weitertransport der Ladung Nachdem das Messer 86 die abgemessene
Ladung abgeschnitten hat, wird der Meßkolben 82 nach unten bewegt, bis er in einer
Ebene mit einer horizontalen Platte 130 und der festen Führung 128 liegt, um die
Ladung für die Weiterbeförderung freizugeben. Der Kolben 82 wird von der Y-förmigen
Säule 132 (F i g. 6) unterstützt, der die erforderliche hin- und hergehende Bewegung
durch einen Mechanismus aus Kurvenscheiben, Zahnrädern und Kurbelwellen, der in
dem Gehäuse 126 enthalten ist, erteilt wird. Eine Einstellung der Höhe, bis zu der
der Kolben 82 angehoben wird, kann durch Drehen des Einstellknopfes 136 vorgenommen
werden. Die Ausführung des Mechanismus zum Bewegen und Einstellen des Kolbens ist
bekannt (USA.-Patentschrift 2470766).
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Nunmehr bewegt sich der horizontal wirkende Stempel 84 vorwärts,
dessen Führungsarm 138 auf der Führungsstange 140 gleitet, die in der festen
Brücke 142 unterstützt wird, die mit einem Rahmenteil 164 verschraubt ist. Der Stempel
84 wird über ein Verbindungsglied 146 durch einen Hebel 147 angetrieben, der durch
die Antriebskraft einer Kurvenscheibe auf der Hauptachse der Maschine in hin-und
hergehende Bewegung versetzt wird. Die Grenzen der Bewegungsbahn des Stempels 84
werden durch die Einstellschrauben 143 festgelegt. Wenn der Stempel 84 vorgeschoben
wird, so drückt er die gemessene Ladung C aus der Meßkammer heraus, über die Oberkante
der Leiste 116 hinweg, die so zurückgezogen wurde, daß sie in einer Ebene mit der
festen Führungsplatte 130 liegt und über die Platte 130 in eine Kammer eines horizontal
schwingenden Transportmittels 150 (F i g. 5).
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Die Aufgabe des horizontal schwingenden Transportmittels 150, das
nicht Gegenstand der Erfindung ist, besteht darin, die abgemessene Ladung C aus
der Meßkammer zu empfangen, diese oberhalb des Rollbandes in Stellung zu bringen,
sie in der Längsrichtung zu zentrieren und schließlich in die Tasche in dem Rollband
auf dem Rolltisch hineinzulegen.
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Wenn das Transportmittel 150 in der Stellung zur Aufnahme einer abgemessenen
Ladung ist, so wird die Platte 172 des Transportmittels 150 in Kontakt mit dem Rand
der Führungsplatte 130 auf gleiche Höhe gebracht, so daß sie die Ladung aufnehmen
kann. Die Ladung C gleitet über die Oberkante der Platte 172, wobei sie der
Stempel 84 in eine Stellung unterhalb eines Verdrängungskolbens 174 führt;
dieser ist für vertikale Bewegung eingerichtet und wird durch die Schubstangen 176
betätigt, die in dem Schwenkarm 179 geführt werden, welcher von der Welle 152 getragen
wird (F i g.1, 9, 10). Die Schubstangen 176 sind in dem Block 178 befestigt, der
durch ein Verbindungsgestänge in Bewegung gesetzt wird, das zu einem Kurvenführungsmittel
an der Hauptantriebswelle geführt ist. Wenn die Ladung C den Rand 172 überschritten
hat, so senkt sich der Kolben 174 herab und preßt die Ladung in der Kammer 196 des
unteren Teiles des Transportmittels 150 zusammen, was im einzelnen aus der F i g.
10 zu ersehen ist. Während die Ladung C sich längs der Führungsplatte 130 bewegt,
wird das Messer 86 zurückgezogen, und die fest angebrachten Führungsstäbe 190 gerade
oberhalb des Messers 86 sorgen dafür, daß die Ladung zusammengedrückt gehalten wird,
nachdem das Messer zurückgezogen wurde. Der Stempel 84, der Meßkolben 82 und die
Seitenplatte 116 bewegen sich in ihre Anfangsstellungen zurück und sind so für eine
weitere Arbeitsperiode vorbereitet, nachdem die Ladung in den schwenkbaren Übertrager
150 eingebracht wurde.