-
Bogenfördervorrichtung, insbesondere für Vervielfältigungsmaschinen
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Bogenfördervorrichtung, insbesondere für Vervielfältigungsmaschinen,
bei der die Bogen einzeln durch Saugwirkung von einem Stapel abgehoben und mittels
Förderwalzen der Druckvorrichtung zugeführt werden.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung so auszugestalten,
daß sich für die Saugmittel ein einfacher Antrieb ergibt, durch welchen erreicht
wird, daß der oberste Bogen des Stapels zunächst angehoben und dann vorgeschoben
wird. Durch das Anheben wird er von den darunter befindlichen Bogen getrennt, und
durch die Vorwärtsbewegung wird er dann den Fördermitteln zugeführt.
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in Schwingarmen
einer waagerechten, durch einen Schwinghebel schwenkbaren Welle eine einen Saugfuß
tragende Welle gelagert ist, die sich beim Drehen der schwenkbaren Welle nach oben
bewegt, und daß an der einen Saugfuß tragenden Welle ein Arm befestigt ist, der
am unteren Ende eine Rolle trägt, die unter Wirkung einer Feder gegen eine ortsfeste
schräge Anschlagleiste anliegt, an dieser entlang läuft, bis eine oberhalb der Rolle
am Arm angeordnete zweite Rolle gegen einen festen einstellbaren Anschlag stößt,
der bei der weiteren Drehung der schwenkbaren Welle eine Schwenkung des Armes und
damit der den Saugfuß tragenden Welle und des Saugfußes nach den
Förderwalzen
hin bewirkt, die den abgesaugten Bogen erfassen und der Druckvorrichtung zuführen.
-
Weiter bezieht sich die Erfindung auf Einrichtungen, durch welche
verhindert werden soll, daß versehentlich zwei übereinanderliegende Bogen den Fördermitteln
zugeführt werden. Zu diesem Zweck liegt auf dem über die untere Förderwalze geführten
Bogen eine auf den horizontalen Schenkeln von Winkelhebeln gelagerte Tastwalze auf,
deren Ausschlag beim Durchgang mehrerer Bogen mittels der senkrechten Schenkel der
Winkelhebel auf einen elektrischen Schalter einwirkt, der auf einem in der Höhe
verstellbaren, zugleich die Winkelhebel tragenden Lagerbock eines Schlittens angebracht
ist, den Stangen tragen, die parallel zu den Förderwalzen angeordnet sind.
-
Weitere Aufgaben und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels, das in den Zeichnungen
gezeigt ist. In diesen zeigt Fig. I den Aufriß einer Vervielfältigungsmaschine mit
dem Bogenförderer nach der Erfindung, der zusammen mit einem Druckwerk auf einem
gemeinsamen Träger sitzt und mit diesem in ein Gehäuse eingeschlossen ist, das teilweise
weggebrochen dargestellt ist, Fig. 2 einen vergrößerten Aufriß des Bogenförderers
unter Fortlassung des Gehäuses, Fig. 3 einen Grundriß des in Fig. 2 gezeigten Werks,
Fig. 4 eine Einzelheit in vergrößertem Maßstab, und zwar ein Schaltradantrieb zum
Anheben des Stapelhalters, Fig. 5 einen vergrößerten Schnitt der Einrichtung zum
Vereinzeln und Fördern der Blätter, wobei der Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig.
3 verläuft, Fig. 6 einen vergrößerten Teilschnitt der Einrichtung zum Abheben der
einzelnen Blätter, Fig. 7 den Schnitt nach der Linie 8-8 der Fig. 3, Fig. 8 den
Schnitt nach der Linie 9-9 der Fig. 3, Fig. 9 den Schnitt nach der Linie 10-10 der
Fig. 3 und 10 in größerem Maßstab zum Darstellen des Bogenprüfers, Fig. 10 einen
Aufriß der in Fig. g dargestellten Einzelheit, Fig. 11 einen waagerechten Schnitt
nach der Linie I2-I2 der Fig. 9, Fig. I2 einen Teilaufriß der Vorrichtung zum Abnehmen
der einzelnen Blätter mit Bezug auf Fig. I von hinten gesehen nach Abnahme des Gehäuses
und Fig. 13 den Schnitt nach der I inie 14-14 der Fig. den Sdrnitt nach der Linie
14-14 der Wie insbesondere Fig. 1 zeigt, ist das den Rahmen 10 einschließende Gehäuse
II mit Türen 12 versehen und trägt oben links ein Druckwerk I4, rechts hingegen
einen Halter 15 für den Bogenstapel W, von welchem die Blätter Stück für Stück zum
Druckwerk geführt werden. Neben dem Stapel befindet sich oben auf dem Gehäuse das
Gerät 16 zum Abnehmen der einzelnen Blätter und zu deren Weiterführung zu einem
Aufgabetisch I7, der zwischen dem Bogenabnahmewerk und dem Druckwerk angeordnet
ist. Bei I8 ist in den Fig. I und 3 die Prüfvorrichtung dargestellt, welche eine
Ablenkplatte 19 derart steuert, daß diese mehrfache Blätter abfängt und ableitet,
bevor sie den Aufgabetisch erreichen.
-
Das in den Zeichnungen dargestellte Druckwerk ist eine Flachdruckvervielfältigungsmaschine.
Sie ruht auf zwei Querschienen 25 des Rahmens 10 und besteht aus einer Druckformwalze
26, einer Offsetwalze 27 und einer Druckwalze 28 sowie aus einer nicht dargestellten
Einfärbevorrichtung. Die verschiedenen Walzen des Druckwerks sind in den Seitenplatten
gelagert, von denen die eine bei 29 in Fig. I zu ersehen ist.
-
Der Antrieb des Druckwerks erfolgt durch einen auf einem Bock 3I
im Gehäuse ruhenden Motor 30.
-
Dieser treibt die Offsetwalze 27 über Riemen und Riemenscheibe 32,
Zahnrad 33 und Zahnrad 34 an.
-
Die Druckformwalze 26 wird von der Offsetwalze in der üblichen Weise
durch Reibung mitgenommen, während die Druckwalze zu ihrem Antrieb ein Zahnrad 35
trägt, das mit dem Zahnrad 34 kämmt.
-
Der den Bogenstapel W tragende Tisch 15 (Fig. I, 3 und 5) hat eine
Tischplatte45, die mit ihren vier Ecken in senkrechten Führungen 44 sitzt, welche
quer einstellbar von Rahmenstangen 43 getragen werden. Die Tischplatte 45 ist im
Rahmen 10 in senkrechter Richtung gleitend geführt, und zwar derart, daß er absatzweise
angehoben werden kann, um jeweils den obersten Bogen des Stapels in einer bestimmten
Höhe zu erhalten, in der er von dem Greiferwerk I6 bequem ergriffen werden kann.
-
Die Tischplatte 45 hat zwei seitliche Flansche 46 (Fig. I und 5),
die je zwei Rollen 47 tragen, welche von der Seite der Tischplatte 45 vorspringen
und auf den Flanschen senkrechter U-Eisen 48 des Rahmens 10 laufen, um den Tisch
senkrecht zu führen.
-
Der Tisch 45 wird von zwei Ketten getragen, deren eine man in Fig.
5 erkennen kann. Diese Ketten sind an den Seitenflanschen 46 des Tisches 45 und
51 befestigt und verlaufen aufwärts zu Kettenrädern 52 um diese herum und dann abwärts.
-
An ihren freien Enden sind Gegengewichte 55 befestigt. Die Kettenräder
52 sind auf einer Querwelle 56 befestigt, die in den vom Rahmen 10 getragenen Seitenplatten
57 gelagert ist und sich durch die vordere Seitenplatte 57 (Fig. 2) erstreckt und
ein Zahnrad 58 trägt. Dieses kämmt mit einer Schnecke 59, deren Lager von der Rahmenplatte
57 getragen werden. Auf diese Weise dienen Schnecke und Schneckenrad als Bremse,
um die Bewegung des Tisches zu beherrschen und ihn in der eingestellten Lage zu
halten.
-
Um den Tisch zur Aufnahme eines Bogenstapels derart einzustellen,
daß der oberste Bogen die gewünschte Höhenlage einnimmt, muß man eine Handkurbel
60 drehen. Diese sitzt auf dem äußeren Ende einer Welle 56 außerhalb des Gehäuses
und
ist auf der Welle in der Achsenrichtung verschiebbar, so daß
man sie mit einem Zahnrad 62 koppeln kann. Dieses sitzt drehbar auf der Welle 56
und kämmt mit einem Zahnrad 63, das auf einem Zapfen der Rahmenplatte 67 gelagert
ist. Das Zahnrad 63 hat eine Kegelradverzahnung 65, welche mit einem Kegelrad 66
kämmt, das irgendwie an der Schnecke 59 befestigt ist. Man kann daher die Schnecke
von Hand in Drehung versetzen, um den Tisch 45 zu heben oder zu senken.
-
Dieser Tisch wird in Betrieb absatzweise durch einen Kraftantrieb
angehoben, und zwar in Abhängigkeit von der Höhe des Stapels. Dessen jeweilige Höhe
wird nämlich durch einen Bügel 70 (Fig. 5 und 7) abgefühlt, der auf den Seitenplatten
57 drehbar angebracht ist und sich auf den obersten Bogen des Stapels auflegt.
-
Damit das oberste Blatt vom Stapel abgenommen werden kann, wird der
Bügel 70 periodisch vom Stapel abgehoben, und zwar durch ein vom Druckwerk angetriebenes
Gestänge. Wie Fig. I zeigt, hat die Druckmaschine eine Kurbel 7I, die von dem die
Druckwalze antreibenden Zahnrad 35 mittels eines Zahnrades 72 in Umlauf versetzt
wird und durch eine Pleuelstange 73 mit dem oberen Ende eines bei 75 an der Seitenplatte
57 gelagerten Hebels 74 verbunden ist. Am Hebel 74 ist durch Stift und Schlitz 77
eine Stange 76 befestigt, die unter dem Einfluß einer Feder 64 steht und durch diese
mit Bezug auf den Schlitz nach links gezogen wird (Fig. 2). Am rechten Ende hat
die Stange einen Zapfen 78, der durch ein Loch 79 der Platte 57 hindurchragt und
mit einem auf dem Bügellagerzapfen 8I schwenkbaren Arm 80 verbunden ist.
-
Zwischen dem Bügel 70 und dem Arm 8o ist eine federnde Verbindung
hergestellt. Wie Fig. 7 zeigt, besteht diese aus einer Gewindebuchse 82, die durch
eine Feder 83 auf dem Arm 80 abgefedert ist, und aus einem Gewindebolzen 84, der
von der Buchse getragen wird und am Bügel 70 bei: 85 schwenkbar gelagert ist. Der
Bügel 70 besteht, wie Fig. 7 zeigt, aus einer sich quer über den Stapel erstreckenden
Schiene 86, die Arme 87 mit Längsschlitzen hat.
-
Diese Arme sind an Winkelhebeln 88 einstellbar befestigt, und diese
sind wiederum an den Seitenplatten 57 bei 8I drehbar gelagert.
-
Sinkt die Höhe des Stapels unter eine bestimmte Grenze, so geht der
Bügel herum, bis ein Zapfen go am Arm 76 gegen das obere Ende einer Klinke 91 stößt.
Die Klinke 91 (Fig. 2 und 4) ist bei 92 an der Seitenplatte 57 schwenkbar gelagert
und schwingt mit Bezug auf Fig. 5 gegen die Wirkung einer Feder 93 im Uhrzeigersinn,
wenn der Stapel zu niedrig wird. Dadurch gelangt die Klinke 91 mit ihrem unteren
Ende außer Eingriff mit einem Ansatz 94 eines Schaltklinkenträgers 95. Dieser ist
auf der Welle 96 eines Schaltrades 97 schwenkbar gelagert und schwingt um die Welle
96 im Uhrzeigersinn bis zur Anlage an einen Anschlag 98, wenn die Klinke 91 ausgeklinkt
wird. Wenn das geschieht, nehmen die Teile die Stellung der Fig. 4 ein. In dieser
Lage befindet sich die bei 100 am Schaltklinkenträger gelagerte Klinke 99 im Eingriff
mit dem Schaltrad 97 und vermag dieses daher weiterzuschalten, wenn der Schaltklinkenträger
im Gegenuhrzeigersinn geschwenkt wird.
-
Das Schaltrad erfährt die Weiterschaltung durch Bewegung des Hebels
74. Wie die Fig. 2 und 4 zeigen, ist an den unteren Enden des Hebels 74 und eines
schwenkbaren Tragarmes 102 eine Schiene IOI drehbar gelagert. Die Anlenkung des
Armes 102 an der Stange IOI erfolgt durch einen Zapfen 103, der sich bei der Bewegung
der Schiene 101 nach rechts gegen einen Ansatz 104 des Schaltklinkenträgers 95 legt,
wodurch dieser in die in Fig. 4 gestrichelt dargestellte Lage verschwenkt wird.
Dabei wird das Schaltrad um eine Zahnteilung weitergeschaltet. Die Bewegung des
Schaltrades 97 überträgt sich durch das mit ihm verbundene Zahnrad 105 auf die Schnecke
58. Das Zahnrad IOS steht in ständigem Eingriff mit dem Zahnrad 62. Auf diese Weise
wird der Tisch angehoben.
-
Solange sich der oberste Bogen des Stapels W noch unterhalb der erforderlichen
Höhenlage befindet, bleibt die KlinkegI in ihrer Freigabestellung, und das Antriebswerk
für das Schaltrad arbeitet und führt eine Schaltung nach der anderen durch, bis
schließlich der Stapel weit genug angehoben ist. Wenn das geschieht, zieht die Feder
93 die Klinke in die Sperrlage, worauf sie wieder über den Ansatz 94 greift und
den Schaltklinkenträger in der in Fig. 4 gestrichelt dargestellten Lage festhält.
Sinkt die Lage des obersten Stapelblattes unter die kritische Grenze, so wird die
Klinke 91 durch den Fühlerbügel 70 wieder ausgeschwenkt und der Stapel von neuem
angehoben.
-
Auf diese Weise wird das oberste Blatt des Stapels praktisch auf unveränderlicher
Höhe gehalten.
-
Um das Schaltrad vom Kraftantrieb abzuschalten, was geschehen muß,
wenn man die Kurbel 60 von Hand drehen will, um den Papiertisch 45 einzustellen,
ist ein Klinkenausrückhebel 40 an der vorderen Rahmenplatte 57 (Fig. 2) bei 41 gelagert.
-
Will man die Kurbel 60 drehen, so muß man den Hebel 40 von Hand im
Uhrzeigersinn drehen, so daß dessen Ende 42 gegen den Zapfen 49 der Klinke 99 stößt
und diese aus dem Schaltrad 97 ausrückt. Eine nicht näher gezeigte Rückstellfeder
hält den Hebel 40 für gewöhnlich in einer unwirksamen Ruhelage.
-
Die Einrichtung, um m die Blätter einzeln sabzuheben und weiterzubæfördern
(in ihrer Ausgestaltung besteht das Hauptmerkmal der Erfindung), ist in den Fig.
I, 2, 3, 5 und d 6 im einzelnen dargestellt. Das Abheben des obersten Blattes vom
Stapel W erfolgt durch einen Saugfuß 110. Dieser senkt sich auf das oberste Blatt
herab, saugt das Blatt an und geht dann hoch, wobei er sich etwas rückwärtig bewegt,
und wird dann vorgeschoben, um das vom Stapel abgelöste Blatt zwischen die Förderrollen
III und II2 zu schieben. Beim Einführen des Blattes in das Walzenmaul wird die Saugluft
abgeschaltet. Die Walzen fördern dann das Blatt weiter Haben sie das Blatt fortbefordert,
so wird der Saugfuß IIO auf das nächste Blatt des
Stapels herabgesenkt,
und das Arbeitsspiel wiederholt sich.
-
Der Saugfuß 110 besteht ans einem Gehäuse mit unten offenem Ende
114, dessen oberes Ende durch einen Schlauch 115 und andere nachstehend erläuterte
Mittel an eine Saugpumpe 140 angeschlossen ist. Der Fuß 110 ist mittels einer Stellschraube
117 einstellbar an einer Welle 116 befestigt, so daß man ihn quer zum Stapel verschieben
und in der gewünschten Einstellage festklemmen kann.
-
Der Antrieb des Saugfußes erfolgt im Takt mit dem Gang des Druckwerks,
und zwar durch den Hebel 74. Wie die Fig. 3 und 5 zeigen, ruht die Tragwelle II6
des Saugfußes mit ihren Enden in je einem Arm 113 einer Querwelle 118, die in den
Seitenplatten 57 des Rahmens gelagert ist. Wie die Fig. 2 und 3 erkennen lassen,
hat die Welle 118 an ihrem äußeren Ende einen Hebel 119, dessen unteres Ende durch
Stift und Schlitz 120 mit einer Stange I2I verbunden ist. Diese Stange greift bei
I22 gelenkig am oberen Ende des Hebels 74 an.
-
Wird der Hebel 74 in der beschriebenen Weise ausgeschwenkt, so führt
das also zu einer Hinundherdrehung der Welle 118 und damit auch zu einer Aufundabschwenkung
der Tragwelle 116 des Sangfußes. Wie bereits erwähnt, bewegt sich der Sangfuß nach
dem Ansaugen des obersten Blattes zunächst in einer leicht rückwärts geneigten Richtung
nach oben und schwingt dann vorwärts, um das Blatt dem Maul der Förderwalzen 111
und 112 zuzuführen. Wie diese wirkungsweise zustande kommt, erkennt man am besten
aus Fig. 6. Wie dort gezeigt, hat die Tragwelle 116 des Saugfußes einem Arm 125,
der an seinem unteren Ende eine Rolle I26 trägt. Diese wird durch eine Feder 128
in Anlage an einer Führungsplatte I27 gehalten, die an einer Seitenplatte 57 befestigt
ist und rückwärts geneigt ist. Wenn daher bei der Drehung der Welle 118 die Arme
113 im Uhrzeigersinn schwingen, geht das untere Ende des Saugfußes hoch und wird
dabei etwas rückwärts, d. h, mit Bezug auf Fig. 6 nach rechts geführt. Das ist durch
die gestrichelten Linien 129 angedeutet. Erreicht der Fuß IIQ die Stellung, die
durch die oberste gestrichelte Linie I29 angedeutet ist, so läuft eine zweite, am
Ar ; m I25 gelagerte Rolle I30 gegen einen festen Anschlag 131, was zur Folge hat,
daß der Saugfuß bei der weiteren Aufwärtsbewegung seiner Tragwelle 116 im Uhrzeigersinn
um diese schwingt und sich in Richtung auf das Maul der Förderwalzen 111, 112 bewegt.
-
Das zeigen die gestrichelten Linien 132. Es hat sich herausgestellt,
daß diese Führung des Saugfußes zu einer sehr wirksamen Abtrennung des obersten
Blattes vom Stapel führt und die Möglichkeit bietet, Blätter verschiedener Stärke
mit hoher Geschwindigkeit Stück für Stück dem Druckwerk zuzuleiten.
-
Ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung, das das Vereinzeln
derBlätter des Stapels erleichtert, ist in den Fig. 5 und 6 veranschaulicht.
-
Vorn am Stapel W befindet sich eine Querschiene I35 des Rahmens, auf
der einstellbar ein oder mehrere von Blattfedern gebildete Finger I36 derart angeordnet
sind, daß sie über die Vorderkante des Stapels ragen. Sie sind in ihrer jeweiligen
Einstellage durch eine Stellschraube I38 gesichert.
-
Die Finger 136 befinden sich nun für gewöhnlich in einem bestimmten
Abstand über dem obersten Blatt W des Stapels und oberhalb der niedrigsten Lage
der Saugfläche 114 des Fußes. Sie ragen nach innen über den Stapel hinweg, aber
nur um ein kurzes Stück. Wenn daher der Saugfuß ein Blatt vom Stapel anhebt, so
wird die innere Kante des Blattes an dem Ende des Fingers gleitend vorbeigeführt.
Hängt nun aber noch ein zweites Blatt an dem obersten angesaugten Blatt, so führterfahrungsgemäß
das Entlangfegen der beiden Blätter an dem Finger dazu, daß der am obersten Blatt
hängende zusätzliche Bogen auf den Stapel zurückfällt.
-
Ein Motorpumpenaggregat I40 liefert die Saugluft für den Saugfuß
IIO. Dieses Aggregat (Fig. I) ruht im Gehäuse 11 auf einem Querträger des Rahmens
10. Der ebenfalls im Gehäuse 11 angeordnete Motor I4I treibt idie Pumpe über einen
Riemen 142. Die Saugseite der Pumpe 140 ist an ein Filter 143 angeschlossen, das
seinerseits durch eine Leitung I44 mit einem Ventil I45 in Verbindung steht. Von
diesem aus verläuft zum Saugfuß der bereits erwähnte Schlauch 115.
-
Gesteuert wird die Saugluft, durch das Ventil 145, das eine Drosselverbindung
mit dem Freien steuert (Fig. 5). Sein Gehäuse hat einen Kanal I46, dessen Enden
an den Schlauch 115 und das Rohr I44 angeschlossen sind. Eine Steueröffnung I47
im Ventilkörper bringt, wenn sie geschlossen ist, die Sangseite der Pumpe in unmittelbare
Verbindung mit dem Saugfuß 115. Ist die Steueröffnung aber offen, so kann atmosphärische
Luft in sie eintreten.
-
Die Öffnung 147 wird im akt mit der Bewegung des Saugfußes 110 geöffnet
und geschlossen, und zwar durch einen Hebel I48, der eine Ventilklappe für die Steueröffnung
I47 trägt und unter Wirkung einer Feder I50 steht, die die Steueröffnung geschlossen
zu halten sucht. In Fig. 5 sind die Teile in der Lage eingestellt, die sich unmittelbar
nach dem Schließen der Steueröffnung, also nach dem Anschluß der Saugpumpe an den
Saugfuß 110 ergibt. Wie erinnerlich, wird durch Umlauf der Welle 118 im Uhrzeigersinn
der Saugfuß angehoben und nach vorn verschwenkt. An dieser Welle ist ein Hebel 151
mit einem nach innen ragenden Ansatz I52 vorgesehen, der eine Stellschraube I53
und einen Knopf I54 trägt. Schwingt die Welle II8, um die Zuführung eines Bogens
herbeizuführen, so schwingt der Hebel I5I in Richtung auf das obere Ende des Ventilhebels
148.
-
Sobald die Förderwalzen 111 und 112 den Bogen ergreifen, stößt die
Stellschraube 153 gegen den Ventilsteuerhebel I48, wodurch die Steueröffnung 147
geöffnet und der Bogen durch den Saugfub freigegeben wird.
-
Gibt der Ventilsteuerhebel I48 die Steueröffnung frei, so stößt ein
Stift I55 des Hebels gegen einen Arm eines Winkel, hebels I56 und schwenkt diesen
aus. Zwischen diesem Winkelhebel und einer Rahmenplatte 57 ist eine Feder 157 ausgespannt,
die
dann einen Haken I58 des Winkelhebels über dem Zapfen I55 einschnappen
läßt, wodurch die Steueröffnung I47 des Ventils offengehalten wird. Beim Rückhub
des Saugfußes IIO und der Drehung der Welle 1 i8 im Gegenuhrzeigersinn wird der
Knopf I54 des Hebels I5I gegen eine Anschlagschraube I59 auf dem oberen Arm des
Winkelhebels I56 gedrückt, und dadurch wird der Haken 158 vom Hebel I48 ausgeklinkt,
so daß sich das Ventil wieder schließt und die Teile in die Lage der Fig. 6 zurückkehren.
-
Die Druckseite der Pumpe 140 ist durch zwei Leitungen I65 an die
Düsen I60 angeschlossen, die beiderseits des Stapels vorgelsehen sind und Luftstrahlen
gegen die Kanten des obersten Blattes des Stapels richten. Dementsprechend sind
die Düsen neben den Vorderkanten des Stapels angeordnet und blasen von vorn auf
jeden Bogen, während dieser vom Saugfuß abgehoben wird.
-
Wenn sich auch die beschriebene Einrichtung zum Vereinzeln und Abheben
der Blätter vom Stapel, durch ihre gute Wirkung vor den bisher gebräuchlichen Einrichtungen
auszeichnet, hat es sich doch herausgestellt, daß es unter dem Einfluß von Witterungsbedingungen
oder anderen Einflüssen, z. B. Mängeln, etwa Luftdurchlässigkeit, des Papiers zuweilen
vorkommen kann, daß jeweils mehr als ein einzelner Bogen angesaugt und zugeführt
wird, was aus bekannten Gründen verhindert werden muß. Zu diesem Zweck ist eine
Lehre 18 angeordnet, um die Wirkung eines Ablenkers 19 zu steuern, die überzählige
Bogen von der Bogenfördervorrichtung ablenkt.
-
Diese Lehre (Fig. 3, 5, 9, 10 und II) besteht aus einem auf einer
Stange I76 in Achsenrichtung verschiebbaren Schlitten I70, der zwischen den Seitenplatten
57 liegt und mit seinem unteren Ende durch eine Stange 177 eingestellt wird, welche
ebenfalls in den Seitenplatten 57 gelagert ist. Die Lehre besteht aus einer Walze
I80, die auf Wälzlagern I8I auf einer Spindel I79 läuft, welche von zwei Armen I82
des Wagens getragen wird. Diese Arme sitzen schwenkbar am unteren Ende eines Lagerbocks
I83, der einstellbar am Schlitten vorgesehen Nist. Dieser Lagerbock 183 trägt nun
einen empfindlichen elektrischen Schalter I84 bekannter Bauart, der auf Verstellbewegungen
von weniger als 1/1000 Zoll (o,o25 mm) anspricht. Dieser Schalter, der im einzelnen
nicht dargestellt ist, wird durch Eindrücken seines Schaltstößels I87 geschlossen.
Der Schalter I87 kann durch einen Stift I86 angetrieben werden, der von den Winkelhebeln
I82 getragen wird. Eine im Lagerbock sitzende Stellschraube I88 liegt gegenüber
dem Stößel I87 an dem Stift I86 an, um auf diese Weise den toten Gang in der Steuerung
des Schalters beherrschen zu können.
-
Der Schlitten I70 wird längs der Stange I76 verschoben und in seiner
Einstellage durcheineKlemmschraube I89 gesichert. Dann wird der Lagerbock I83 in
senkrechter Richtung derart eingestellt, daß die Meßwalze 180 auf einem Einzelblatt
aufliegt.
-
Die Stellschraube I88 wird so eingestellt, daß sie die Berührung zwischen
der Walze und dem Einzelblatt zuläßt, ohne daß dabei der Schalter geschlossen wird.
Wenn nun mehr als ein einzelnes Blatt zwischen die Meßwalze und die untere Förderwalze
III gelangt, schwingt der Arm 182 um seinen Drehpunkt I90 aus, so daß der Stift
I87 den Schalter schließt.
-
Wie nun Fig. 9 erkennen läßt, liegt die Berührungsstelle zwischen
der Meßwalze I80 und dem Bogen vor der lotrechten Ebene, die durch die Achsen der
Förderrollen 111 und 112 verläuft. Das hat den Vorteil, daß kleine Schwankungen
in der Dicke derBlätter ausgelichen werden. Wenn sich nämlich das Blatt unmittelbar
nach Verlassen der Förderwalzen wölbt, wie es manchmal geschieht, so kann dadurch
infolge des Vorrückens der Meßwalze nicht fälschlich der Kontakt geschlossen und
die Ablenkung des Blattes herbeigeführt werden.
-
Bei Bogenfördervorrichtungen der vorliegenden Art hat es sich als
zweckmäßig erwiesen, die obere Förderwalze (Fig. 3) aus einer Reihe in Aohsenrichtung
im Abstand nebeneinanderliegender Rollen zu bilden. Dadurch, daß nun die Meßwalze
vor diesen oberen Förderrollen liegt, wird sie auch nicht dadurch beeinflußt, daß
sich etwa der Bogen zwischen den Meßwalzen wölbt. Besonders bei der Förderung dünner
Bogen, z. B. Seidenpapier, ist das besonders vorteilhaft.
-
Die senkrechte Verstellung der Meßwalze, die zur Anpassung an verschiedene
Papierstärken erforderlich ist, wird durch senkrechte Versciebung des Lagerbockes
I83 im Schlitten I70 vorgenommen. Der Lagerbock ist nämlich in dem Schlitten auf
senkrechten Führungsbahnen gleitend geführt und wird von einem Kolben 193 getragen,
der am Lagerbock durch eine Mutter I94 befestigt ist und in einer senkrechten Bohrung
I95 des Schlittens gleitet. Eline gerändelte Stellschraube I96, die durch eine Öffnung
oben im Schlitten hindurch geht, ist in den Kolben I95 eingeschraubt und vermag
diesen daher senkrecht zu verstellen. Zwischen dem oberen Ende des Kolbens und dem
oberen Ende des Schlittens list eine Druckfeder I97 ein gesetzt, die den Lagerbock
herabzudrücken sucht und den Spielraum aufnimmt. Eine Blattfeder I98 drückt gegen
den gerändelten Kopf der Schraube und hält sie in der jeweiligen Lage fest.
-
Auch die oberen Förderrollen II2 sind auf Blätter verschiedener Papierstärke
einstellbar. Ihre Tragwelle 200 (Fig. 6) wird von Armen 20I getragen, die auf einer
Querstange 202 des Rahmens drehbar gelagert sind und je bei 208 einen aufwärts ragenden
Gewindebolzen 203 tragen. Dieser geht frei durch einen Block 204 hindurch, der an
der betreffenden Seitenplatte 57 angebracht ist und gegen den sich eine auf den
Bolzen aufgeschraubte gerändelte Mutter 205 legt. Zwischen einer Mutter 207 des
Bolzens und dem Block 204 ist eine Druckfeder 206 eingeführt, die den Arm herabdrückt.
-
Die Förderwalzen III und II2 werden am besten von dem in Fig. I gezeigten
Triebwerk angetrieben.
-
Zu diesem Zweck trägt irgendein vom Motor 30 angetriebener umlaufender
Teil der Maschine eine Riemenscheibe, die durch Riemen I62 mit einer
Riemenscheibe
163 (Fig. 3) verbunden ist Diese Riemenscheibe wird von der Welle I66 der Förderwalze
des nachstehend zu erläuternden Förderwerks getragen. Ein zweiter Treibriemen I64
verbindet eine Riemen scheibe I65 der Welle mit einer Riemenscheibe I67, die an
der unteren Förderwalze 111 in der üblichen Weise befestigt ist.
-
Wie bereits erwähnt, steuert die Lehre I8 eine Ablenkplatte I9, die
dem Zweck Idieqnt, mehrfach liegende Blätter von der normalen Bahn der Blätter abzulenken
(Fig. 3, 5 und 8). Die die Förderwalzen 111 und II2 verlassenden Blätter W wandern
für gewöhnlich waagerecht zu einer Gruppe von Vorschubwalzen 220, 211 des nunmehr
näher zu erläuternden Förderwerks. Der Zwischenraum zwlschein den beiden Walzengruppen
wird von einem Tisch 222, 223 überbrückt (Fig. 8). Der Tisch 223 ist bei 224 an
den Seitenpiatten 57 drehbar angebracht, während der Tisch 222 fest an diesen Seitenplatten
sitzt.
-
Wird der Schalter I84 der Lehre beim Feststellen übereinanderliegender
Blätter geschlossen, so schließt er einen Stromkreis zur Erregung einer Magnetspule
225 (Fig. 8), deren verschiebbarer Kern 226 durch eine Kuppelstange 227 mit dem
Ende der als Weiche wirkenden Tischplatte 223 bei 228 verbunden ist. Die Anordnung
ist so getroffen, daß dadurch die Weiche 223 in die in Fig. 8 gestrichelt gezeigte
Lage gelangt, und zwar entgegen der Wirkung einer Feder 229. Die in der Richtung
des Pfeiles der Fig. 8 wandernden übereinanderliegenden Bogen laufen dann unter
das angehobene Ende 230 der Weiche 223 uiid werden abwärts unter die Walze 220 in
einen nicht dargestellten, innerhalb des Gehäuses 10 vorgesehenen Ablegebehälter
gelenkt. Die Weiche 223 wird nach Ausschwenken in die in Fig. 8 gestrichelt gezeigte
Lage für den Rest des Arbeitsspieles, der Bogenfördervorrichtung verriegelt. Beim
Ausschwenken der Weiche gelangt ein an ihr befestigter Zapfen 23I in die in Fig.
8 gestrichelte Stellung, wodurch eine schwenkbare Sperrklinke 232 ausgeschwenkt
wird, bis der Zapfen über diese gelangt. Dann rückt eine Feder 233 die Sperrklinke
ein, so daß sie die ausgezogen gezeichnete Stellung unterhalb des Zapfens 23I einnimmt
und die Weiche 223 in ausgeschwenkter Lage sperrt.
-
Freigegeben wird die Weiche 223 am Ende des Arbeitsspieles, damit
sie durch die Feder 229 in die Grundstellung zurückgebracht werden kann. Wenn die
in Fig. 2 gezeigte Stange I2I den Saugfuß IIO in die Ausgangslage zurückführt, stößt
ein an ihr angebrachter Ansatz 235 gegen einen an der Klinke 232 befestigten Stift
236 und rückt die Klinke dadurch aus, d. h. außer Eingriff mit dem Zapfen 23I, so
daß die Weiche durch die Feder 229 in ihre Grundstellung zurückgeschwenkt wird.
-
PATENTANSPROCHE : I. Bogenfördervorrichtung, insbesondelre für Vervielfältigungsmaschinen,
bei der die Bogen einzeln durch Saugwirkung von einem Stapel abgehoben und mittels
Förderwalzen der Druckvorrichtung zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß
in Schwingarmen (II3) einer waagerechten, durch einen Schwinghebel (II9) schwenkbaren
Welle (II8) eine einen Saugfuß (mio) tragende Welle (II6) gelagert ist, die sich
beim Drehen der Welle (118) nach oben bewegt, und daß an der Welle (116) ein Arm
(I25) befestigt ist, der am unteren Ende eine Rolle (I26) trägt, die unter Wirkung
einer Feder (I28) gegen eine ortsfeste schräge Anschlagleiste (I27) anliegt, an
dieser entlang läuft, bis eine oberhalb der Rolle (I26) am Arm (I25) angeordnete
zweite Rolle (I30) gegen einen festen einstellbaren Anschlag (I3I) stößt, der bei
der weiteren Drehung der Welle (118) eine Schwenkung des Armes (I25) und. damit
der Welle (II6) und des Saugfußes (mio) nach achlden Förderwalzen (III, II2) hin
bewirkt, die den abgesaugten Bogen erfassen und der Druckvorrichtung zuführen.