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Zettelrohrpostsender
Bei bekannten Zettelrohrpostanlagen wird an der
Sendestelle der zu befördernde Zettel unmittelbar in das flach liegende und rechteckig
geformte Fahrrohr eingelegt. Wenn der für die flache Verlegung des Fahrrohres erforderliche,
in seinen Ausmaßen immerhin beachtliche Raum in den Arbeitsplätzen nicht vorhanden
ist, muß das Fahrrohr hochkant verlegt werden. In der Regel muß das Fahrrohr im
hinteren Teil der Arbeitsplätze angeordnet werden. Eine Breitseite des Fahrrohres
ist dann nicht zugänglich. Die Zettel müssen an der oberen Schmalseite des Fahrrohres
eingeschoben werden.
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Verkantungen der Zettel und ein Festklemmen derselben an der Sendestelle
werden öfters eintreten.
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Die Erfindung beseitigt diese Schwierigkeiten dadurch, daß an jeder
Sendestelle neben dem hochkant verlegten Fahrrohr ein Einwurfbehälter für die Zettel
angeordnet ist und letztere nach Offnen der Sendeklappe aus dem Einwurfbehälter
in das Fahrrohr gesaugt werden.
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Meistens sind nicht alle Arbeitsplätze, z. B. nur jeder zweite Arbeitsplatz,
mit einem Sender aus gerüstet. Auch bei den mit Sendern ausgerüsteten Arbeitsplätzen
wird für Fahrrohr und Einwurfbehälter nebst Einwurföffnung und einem Schaltmittel
zur Betätigung der Sendeklappe ein Platz benötigt, der wesentlich kleiner ist als
bei flach liegendem Fahrrohr.
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Besonders zweckmäßig ist es, Fahrrohr und Einwurfbehälter nicht senkrecht,
sondern schräg anzuordnen. Hierbei kommen die eingeworfenen Zettel unmittelbar vor
die Sendeklappe zu liegen.
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Sie werden beim Umlegen der Sendeklappe vom Luftstrom voll erfaßt
und in das Fahrrohr hineingesaugt.
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In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung
gezeigt. Es zeigen Fig. I bis 3 eine Sendestelle, bei der die Sendeöffnung des Fahrrohres
durch eine an der inneren Seite einer Breitseite des Fahrrohres angeordnete Sendeklappe
in der Ruhelage abgeschlossen ist, Fig. 4 eine schäge Anordnung von Fahrrohr und
Sendeklappe, Fig. 5 eine Ausführungsform, bei der die Sendeklappe nach ihrer Betätigung
durch eine Blattfeder in die die Sendeöffnung des Fahrrohres abschließende Ruhelage
zurückgeführt wird, Fig. 6 bis S eine Ausführungsform, bei der die Sendeklappe außen
an einer Breitseite des Fahrrohres angeordnet ist und bei ihrer Betätigung durch
Abschwenken das Fahrrohr öffnet.
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Fig. I bis 3 P ist die Tischplatte des Arbeitsplatzes. FR ist das
Fahrrohr. Die Pfeile geben die Richtung des Saugluftstromes an. FR ist der mit der
Sendeöffnung versehene Teil des Fahrrohres. EB ist der neben dem Fahrrohrteil FRt
liegende Einwurfbehälter, in welche die zu befördernden Zettel Z durch die Einwurföffnung
EO in der Tischplatte geworfen werden. Um einen im Einwurfbehälter EB befindlichen
Zettel weiterzubefördern, ist ein SchaltheSbel H in die punktierte Lage zu legen.
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Die Achse, an der die Sendeklappe K befestigt ist, wird beim Umlegen
des Schalthebels H gedreht. Die Sendeklappe K gelangt in die punktierte Arbeitslage.
Der im Einwurfbehälter EB liegende Zettel wird durch den Luftstrom in das Fahrrohr
hineingesaugt.
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Das Fahrrohr FRt und der Einwurfbehälter EB bestehen aus einem Gußstück.
Dadurch ist es möglich, alle scharfen Kanten, welche ein ungehindertes Einsaugen
eines Zettels durch die Öffnungsstelle Ö in das Fernrohr behindern könnten, zu vermeiden.
Um einen einfachen Einbau der Sendeklappe in das Guß stück zu ermöglichen, ist eine
Breitseite desselben als abnehmbarer Deckel ausgebildet. Dieser Deckel ist in Fig.
3, die das Gußstück liegend zeigt, weggelassen. Zweckmäßig ist es, die dem Einwurfbehälter
gegenüberliegende Breitseite des Fahrrohres als abnehmbaren Deckel auszubilden,
da dann die Achse 24 leicht in die Achslager AL, welche sich in den an dieser Stelle
entsprechend geformten Schmalseiten des Fahrrohrteils FRt befinden, eingebaut werden
kann.
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Beim Loslassen des in die Arbeitslage gebrachten Schalthebels H,
in welcher die Sendeklappe K die in Fig. I punktiert gezeigte Lage hat, wird der
Schalthebel und damit auch die Sendeklappe K durch die Drehfeder Ft in die Ruhelage
zurückgeführt. Die Federt muß derart sein, daß ihre Kraft größer ist als die Kraft
des durch die Öffnung O in das Fahrrohr gelangenden Luftstromes.
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Die Einwurföffnung EÖ in der Tischplatte P ist größer als die zu befördernden
Zettel. Damit die Zettel Z im Einwurfbehälter in eine solche Lage kommen, daß ihre
Fahne ZF nach Öffnen der Sendeklappe sich in einer für den Angriff des Luftstromes
günstigen Lage befinden, hat der Einwurfbehälter die schräge Leitfläche Luft. Dadurch
gelangt der eingeworfene Zettel Z von selbst in die in Fig. I gezeigte Lage. Auch
die gegenüber der Leitfläche LFt befindliche Abschlußwand der Schmalseite des Einwurfbehälters
ist mindestens in ihrem oberen Teil LF2 schräg ausgeführt. Beide Leitflächen LFt
und LF" sichern die richtige Lage jedes Zettels in dem Einwurfbehälter.
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Fig. 4 Fahrrohr FR und Einwurfbehälter EB sind nicht senkrecht, sondern
schräg angeordnet. Jeder in die Einwurföffnung EÖ eingeworfene Zettel Z1 legt sich
dann von selbst an die Sendeklappe K an, wie durch Z2 angedeutet ist. Nach Öffnen
der Sendeklappe K erfaßt der Luftstrom voll die Zettelfahne und reißt den Zettel
in das Fahrrohr FR.
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Fig. 5 Die Sendeklappe K, die wie bei Fig. I bei Betätigen eines
Schalthebels durch die eine Drehbewegung auslführende Achse in die punktierte, das
Fahrrohr öffnende Lage gebracht wird, wird beim Loslassen des Schalthebels durch
eine Blattfeder F2 in die das Fahrrohr wieder abschließende Ruhelage zurückgeführt.
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Fig. 6 bis 8 Die SendeklappeK liegt nicht wie bei Fig. I bis 5 im
Fahrrohr, sondern ist außen an einer Breitseite des Fahrrohres angeordnet. Sie ist
um DP drehbar.
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Die Sendeklappe kann sich um Stifte drehen. Es kann aber auch die
Öffnung ÜS im Fahrrohr ab schließende, an der Sendeklappe befestigte Gummiplatte
G an der Stelle DP als Scharnier dienen, wie Fig. 6a zeigt.
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Der an der Sendeklappe K befindliche, winklig abgebogene Ansatz An
schließt die linke Schmalseite des Einwurfbehälters EB ab. Die Breitseite B des
Einwurfbehälters kann nicht unmittelbar bis an den Ansatz An herangeführt werden,
da sonst infolge der üblichen Fabrikationsungenauigkeiten eine zeitraubende Nachbearbeitung
nicht zu vermeiden ist. Ein gewisser Luftspalt zwischen Breitseite und Ansatz An
muß vorhanden sein. Um nun zu verhindern, daß die Fahne ZF eines eingeworfenen Zettels
Z sich zwischen Ansatz An und Kante der Breitseite B schiebt, hat der Ansatz An
noch einen winklig abgebogenen Fortsatz V, gegen den in der Ruhelage der Sendeklappe
die Kante der Zettelfahne ZF zu liegen kommt. Ein Einschieben der Zettelfahne zwischen
Fortsatz V und Breitseite B ist durch die immer gleichbleibende Größe der Zettel
und deren Führung durch die schräge Leitfläche LF mit Sicherheit vermieden.
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Zum Öffnen der Sendeklappe IC wird der Schalthebel H umgelegt, bei
Fig. 7 nach hinten und bei Fig. 8 nach rechts. Die Sendeklappe nimmt dann die in
Fig. 6 punktiert gezeichnete Lage ein. Der
Ansatz An gibt die Schmalseite
des Einwurfbehälters EB frei. Der Zettel wird durch den Luftstrom in das Fahrrohr
hineingerissen.
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Wird die Sendeklappe K geöffnet, so entsteht außer dem über den Einwurfbehälter
EB auf die Innenseite der Zettelfahne ZF drückenden Luftstrom, durch den der Zettel
in das Fahrrohr hineingesaugt wird, noch ein weiterer Luftstrom, der seitlich der
Klappe K über die Öffnungsstelle OS in das Fahrrohr gelangt. Dieser Luftstrom drückt
auch auf die Außenseite der Zettelfahne ZF. Er wirkt mithin dem Luftstrom über den
Einwurfbehälter entgegen. Um den durch den Druck auf die Außenseite der Zettelfahne
das Hineinsaugen des Zettels in das Fahrrohr gefährdenden Luftstrom zu vermeiden,
hat die Sendeklappe K abgebogene, in der Ruhelage der Sendeklappe die Schmalseiten
des Fahrrohres umgreifende Lappen L. Bei geöffneter Sendeklappe decken diese Lappen
L die Öffnung zwischen Innenseite der Sendeklappe und Fahrrohröffnung ÖS seitlich
ab. Es kann sich daher nur ein Luftstrom über den Einwurfbehälter EB auswirken.
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Die Angriffstelle für die Umlegung der Sendeklappe in die Arbeitslage
(geöffnetes Fahrrohr) befindet sich an einem Ansatzblech AB oberhalb der Sendeklappe.
Eine Verkantung der Sendeklappe durch diesen einseitigen Angriff, welche einen ordnungsmäßigen
Betrieb unter Umständen gefährden könnte, ist durch die auf den oberen Teil der
Sendeklappe einwirkende Blattfeder Fs verhindert.