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DE917392C - Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Cyanamid oder Dicyandiamid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Cyanamid oder Dicyandiamid

Info

Publication number
DE917392C
DE917392C DES25131A DES0025131A DE917392C DE 917392 C DE917392 C DE 917392C DE S25131 A DES25131 A DE S25131A DE S0025131 A DES0025131 A DE S0025131A DE 917392 C DE917392 C DE 917392C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dicyandiamide
weight
parts
cyanamide
condensed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES25131A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Franz Kaess
Dr Ursula Londenberg Geb Todt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SUEDDEUTSCHE KALKSTICKSTOFF-WERKE AG
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
SUEDDEUTSCHE KALKSTICKSTOFF-WERKE AG
SKW Trostberg AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SUEDDEUTSCHE KALKSTICKSTOFF-WERKE AG, SKW Trostberg AG filed Critical SUEDDEUTSCHE KALKSTICKSTOFF-WERKE AG
Priority to DES25131A priority Critical patent/DE917392C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE917392C publication Critical patent/DE917392C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/18Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with cyanamide
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/10Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with acyclic compounds having the moiety X=C(—N<)2 in which X is O, S or —N
    • C08G12/14Dicyandiamides; Dicyandiamidines; Guanidines; Biguanidines; Biuret; Semicarbazides
    • C08G12/16Dicyandiamides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Cyanamid oder Dicyandiamid Es ist bereits bekannt, harzartige Kondensationsprodukte aus Cyanamid oder Dicyandiamid dadurch herzustellen, daß man diese in Gegenwart von organischen Säuren mit Aldehyden kondensiert. Die erhaltenen Massen zeigen bei i50° gute Fließeigenschaften und ergeben Preßlinge mit guter Oberfläche, welche jedoch gegen die Einwirkung von kochendem Wasser nicht beständig sind.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird zunächst Cyanamid oder Dicyandiamid in bekannter Weise bei Gegenwart einer organischen Säure mit einem Aldehyd kondensiert, sodann wird ein durch Einwirkung solcher Säure bei erhöhter Temperatur auf Dicyandiamid gewonnenes Säureumwandlungsprodukt zugesetzt, worauf die Kondensation fortgesetzt wird. Dabei wird man zweckmäßig nach Zugabe des Säureumwandlungsproduktes die weitere Kondensation in alkalischer Phase durchführen. Auf diese Weise hergestellte Massen sind nach dem Pressen kochwasserbeständig.
  • Beispiel i i Gewichtsteil Cyanamidlösung mit 5 Gewichtsprozent Cyanamidstickstoff wird unter Zusatz von 0,017 Gewichtsteilen konzentrierter Essigsäure bei 9o° so lange mit 0,43 Gewichtsteilen 33°/oiger Formaldehydlösung einige Stunden kondensiert, bis die Cyanamidreaktion negativ ist.
  • Man stellt die viskose Lösung auf einen pH-Wert von 7 bis 8 und gibt o,i Gewichtsteile eines Säureumwandlungsproduktes von Dicyandiamid, das aus ioo Gewichtsteilen Dicyandiamid, 5o Gewichtsteilen Eisessig bei iq.o bis i70° in i Stunde erhalten wurde, bei und kondensiert bei 7o° i bis 2 Stunden. Die erhaltene Masse wird in der üblichen Weise mit Füllstoffen verarbeitet. '.Ulan erhält kochwasserfeste Preßmassen von hohem Glanz, kurzer Härtezeit und guten Fließeigenschaften bei der Verpressung.
  • Beispiel 2 4,2 Gewichtsteile Dicyandiamid werden mit 2o,5 Gewichtsteilen 33°/@ger Formaldehydlösung unter Zusatz von 0,4 Gewichtsteilen konzentrierter Essigsäure 2 Stunden bei go bis g6° kondensiert. Das Molverhältnis Dicyandiamid zu Formaldehyd beträgt i : 5. Man setzt ¢ Gewichtsteile eines Säureumwandlungsproduktes von Dicyandiamid zu, welches erhalten wurde durch Einwirkung einer organischen Säure, z. B. von 30 °/o konzentrierter Essigsäure, auf Dicyandiamid bei i2o bis 17o° in i Stunde und kondensiert bei 7o bis 8o° so lange (etwa 2 Stunden), bis das Harz mit Wasser ausfällt. Die erste Kondensation wird in saurem Medium, die zweite Kondensation in alkalischem durchgeführt. Das erhaltene Harz wird in üblicher Weise gefällt und gibt ein rasch härtendes und gut fließendes Preßpulver.
  • Beispiel 3a (Bekanntes Verfahren) 6oo Gewichtsteile Dicyandiamid werden mit i6oo Gewichtsteilen 3o°/oiger Formaldehydlösung unter Zusatz von 25 Gewichtsteilen Eisessig bei 7o bis 8o° 3 Stunden kondensiert.
  • Hierbei steigt der anfängliche pH-Wert von 3,8 auf 8,4. Die hydrophobe Lösung wird mit ii Gewichtsteilen Stearin und 6oo Gewichtsteilen Cellulose unter Zusatz von 25 Gewichtsteilen Titandioxyd verknetet, auf io °/o Feuchtigkeitsgehalt getrocknet und in üblicher Weise auf dem Walzenkalander bearbeitet. Die gemahlene Masse zeigt bei 15o° gute Fließeigenschaften und ergibt Preßlinge mit guter Oberfläche, welche jedoch gegen die Einwirkung kochenden Wassers nicht beständig sind.
  • Beispiel 3b 6oo Gewichtsteile Dicyandiamid werden mit i6oo Gewichtsteilen 3o°/oiger Formaldehydlösung unter Zusatz von 25 Gewichtsteilen Eisessig 3 Stunden bei 7o bis 8o° kondensiert. In dieser Reaktionsmischung werden bei 75 bis 78° 15o Gewichtsteile einer feingepulverten Schmelze gelöst, die durch zweistündiges Erhitzen von Dicyandiamid mit 2o % Essigsäureanhydrid auf i7o° gewonnen wurde. Die Lösung wird i bis 2 Stunden auf 8o° erhitzt und nach Abtrennung einer geringen Menge ungelöster Teilchen mit 1i Gewichtsteilen Stearin und 75o Gewichtsteilen Cellulose wie im Beispiel 3 a auf Preßpulver verarbeitet. Die Preßlinge haben eine gute Oberfläche, die durch Einwirkung von kochendem Wasser nicht wesentlich verändert wird.
  • Beispiel 4 6oo Gewichtsteile Dicyandiamid werden mit 207o Gewichtsteilen 3o°/oiger Formaldehydlösung und so viel Eisessig, daß der Anfangs-pH-Wert 3,8 beträgt, 21/z Stunden bei 7o bis 8o° kondensiert. Im Kondensat werden 3oo Gewichtsteile eines Säureumwandlungsproduktes, welches wie im Beispiel 3 b aus Dicyandiamid und Essigsäureanhydrid hergestellt wurde, in der Hitze gelöst und die Lösung so lange auf 8o° erhitzt, bis das Harz mit H20 ausfällt. Nach der Aufarbeitung wie im Beispiel 3 b ergeben sich Preßmassen, welche kochwasserbeständig sind.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Cyanamid oder Dicyandiamid durch Kondensation mit Aldehyden in Gegenwart organischer Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst Cyanamid oderDicyandiamid in Gegenwart einer organischen Säure mit einem Aldehyd in bekannter Weise kondensiert, sodann ein durch Einwirkung einer organischen Säure bei erhöhter Temperatur auf Dicyandiamid gewonnenes Säureumwandlungsprodukt zusetzt und weiterkondensiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nach Zugabe der Säureumwandlungsprodukte in alkalischer Phase weiterkondensiert wird.
DES25131A 1951-07-11 1951-07-11 Verfahren zur Herstellung von harzartigen Kondensationsprodukten aus Cyanamid oder Dicyandiamid Expired DE917392C (de)

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DE917392C true DE917392C (de) 1954-09-02

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