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Durch Vormagnetisierung regelbare Drosselanordnung Gegenstand des
Patents 9I¢ 86¢ ist eine insbesondere als :Magnetverstärker verwendhare Drasselspulenanordnung,
bei welcher der gleichgerichtete Drosselspulenstrom zur Erzeugung einer die Permeabilität
der Spulenkerne beeinflussenden Eigengleicherregung verwendet wird. Die Steuerung
der Ausgangsleistung erfolgt mit Hilfe eines Eingangswechselstromes von der gleichen
oder nahezu gleichen Frequenz wie diejenige des Drosselspulenstromes in der Weise,
daß das Verhältnis der gesamten Wechselerregung zu der Eigengleicherregung durch
den Eingangsstrom geändert wird. Beim Gegenstand des Hauptpatents ist eine wechselstromseitige
Kopplung der Verbraucherspannung auf den Steuerkreis vorhanden, und zwar in der
Weise, daß mit steigender gesteuerter Verhraucherspannung eine Spannung im Steuerkreis
auftritt, die der Steuerspannung entgegenw#iLrkt.
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Gemäß der Erfindung wird eine Erhöhung des Verstärkungsgrades dadurch
erzielt, daß die Rückwirkung der Verbraucherspannung auf den Steuerkreis vermindert
hzw. beseitigt wird. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß der Gleichstroanrückkopplungskreis
und der Verb-rauaherkreis durch
die Arbeitswicklungen getrennt werden.
und die Steuerung in der Weise angeordnet wird, daß im wesentlichen nur der Spannungsabfall
an dem Gleichstromrückkopplungskreis der Steuerwechselspannung entgegenwirkt.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele für die Verwirklichung
des Erfindungsgedankens dargestellt.
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Beim Ausführungsbeispiiel der Fig. i, das aus zwei gleich ausgelegten.
Einheiten I, II mit jeweils zwei gleichen Drosseln i, 2 bzw. 3, 4 aufgebaut ist,
erfolgt die Wechselstromsteuerung dadurch, daß das Verhältnis des Arbeitswechselstromes.
J- "i und des Wechselstromes J-,1, der über die Gleich richteranordnungen 5 bzw.
6 die Feigenerregung der Drosseln mit Hilfe der Rückkopp.lungswicklungen 7 bzw.
B. bewirkt, mit Hilfe des Steuerwechselstromes i _ geändert wird. Die beiden Gleichstromverbraucher
g, io bzw. der Wechselstromver'braucher i i liegen, auf der der Rückkopplungsseite
abgewandten Drosselseite, also derart, da,ß die Rückkopp;l.ungskreise 5, 7 bzw.
6, 8 und. dieVerbraucherkre-ise g, 12 bZw. 1o, 13 bzw. 1i, 14 durch die Drosseln
i, 2 bzw. 3, 4 getrennt sind.
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Beim Anlegen einer Steuerspannung u - steigt der Strom in der Einheit
I an bzw. sinkt er in der Einheit II ab, wenn der in. den Rückkopplungsgleichrichter
fließende Rückkopplungsstrom J -i durch den Steuerstrom größer als der Arbeitswech-selstrom
J-"1 bzw. der Wechselstrom J-" kleiner als der Arbeitswechselstrom J-", gemacht
wird. Infolge der Änderungen der Ströme in den beiden Einheiten wird der Spannungsabfall
an den Wechselstromklenmen des Gleichrichters 5 erhöht und an den Wechselstromklemmen
des Gleichrich: ters 6 erniedrigt. Beide Spannungsänderungen wirken so auf den Steuerkreis,
daß sie beide der Steuerspannung entgegenwirken. Da die ohmschen Widerstände der
Rückkopplungskreise verhältnismäßig klein sind, ist diese Gegenwirkung auch klein.
Würde der Verbraucher, wie heil den. im Hauptpatent angegebenen Ausführungsbeispielen,
im Rückkopplungskrefs selbst liegen, so wäre der Spannungsabfall ungleich größer,
nämlich um den Spannungsabfall an den Verbrauchern, so daß bei derartigen Anordnungen
überhaupt keinerlei Spannungsverstärkung erreicht werden könnte.
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Die Rückwirkungen des Spannungsabfalles an den Verbrauchern auf den
Steuerkreis lassen sich gemäß der Erfindung auch in den Fällen. beseitigen, in denen.
die Steuerung nicht wie beim Ausführungsbeispiel der Fng. i, sondern in der Weise
erfolgt, daß das Verhältnis von Wechselerregung zu Eigenerregung durch Änderung
der Wechselerregung mit Hilfe von den Kernen zugeordneten, von dem Steuerwechselstrom
durchflossenen Wicklungen geändert wird. Ein Ausführungsbeispiel zeigt Fiig. 2,
das wiederum aus den beiden gleich ausgelegten Einheiten I, II miit den gleichen
Drosseln i, 2, 3, 4 aufgebaut ist. Die Rückkopplungsun@d Verbraucherkreise sind
in entsprechender Weise, wiie in. Fig. i, angeordnet und auch dem-.entsprechend
bezeichnet. Der Steuerkreis besteht aus den aus der Steuerwechselstromquelle u,-
gespeisten Wicklungen 15, 16, 17, 18, die in derselben Weise wie ,diel Arbeitswicklungen
auf den Kernen angeordnet sind.
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Bei der Steuerung hat beispielsweise dass in den Steuerwicklungen,
15, 16 aufgebaute Steuerwechselfeld die gleiche Phase wie das in den. entsprechenden
Arbeitswicklungen der Drosseln i, 2 vorhandene Wechselfeld. Dadurch wird der Strom
in: der Einheit I erniedrigt und in der Einheit II erhöht. Nimmt man beispielsweise
an, daß die Windungszahilen, von Steuer- und Arbeitswicklungen gleich sind, so ist
.der gesamte Spannungsabfall an. den Steuerwicklungen 15, 16, 17, 18, der
der Steuerwechselspannung entgegenwirkt, gleich dem Spannungsabfall, der an, den
Arbeitswicklungen selbst vorhanden ;ist. Da die Netzspannung eine konstante Größe
hat, ist jedoch dieser durch die Steuerung entstandene Spannungsabfall an den gesamten
Arbeitswicklungen gleich: dem gesamten: Spannungsab,faill an den Verbraucher- und
Rückkopplungskreisen. Das bedeutet, d,aß die in, den Steuerwicklungen ,induzierte
Spannung, die der Steuerspan, nung entgegenwirkt, so groß ist, wie der gesamte,
am Verbraucher und Rückkopplungsgleichrichter vorhandene Spannungsabfall. Die Wirkungen
des an den Verbrauchern. infolge der Steuerung erzeugten Spannungsabfalles auf den
Steuerkreis kann man, nun rückgängig machen., wenn man Rückkopplungskreis und Verbraucherkreis,
durch die steuerbaren Drosseln trennt und die an den Verbrauchern auftretenden Spannungen
zwischen den Punkten A und B abnimmt und: so in. den Steuerkreis einschaltet, daß
sie die infolge des Spannungsabfalles an den Arbeitsdrosseln induz(erten Gegenspannungen
entsprechend verkleinern.
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Je nach. der Wiudungszahl der Steuerwicklungen verwendet man; hierfür
die gesamte Spannung zwischen .den Punkten. A und B oder nur einen
proportionalen Anteil davon. Zu diesem Zweck legt man zwischen die Punkte A und
B einen Widerstand ig, oder auch einen Transformator. Diese Elemente haben zweckmäßig
einen variablen Abgriff 20, der mit dem Netzpunkt C verbrunden. und so eingestellt
wird, daß eventuelle Ungleichheiten zwischen den beiden Einheiten nachsymmetriert
werden können.