DE916538C - Wanderfeldroehre, bei der sich die Emissionskathode in einem Nebenentladungsraum befindet - Google Patents
Wanderfeldroehre, bei der sich die Emissionskathode in einem Nebenentladungsraum befindetInfo
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Description
Das Hauptpatent betrifft eine Wanderfeldröhre, bei der ein Elektronenstrahl sich zwischen zwei Wellenleitern
einer Verzögerungsleitung bewegt und unter der Einwirkung eines elektrostatischen und eines senkrecht
dazu stehenden magnetischen Feldes steht und bei dem die Emissionskathode zwischen zwei Hilfselektroden
in einem Nebenraum angeordnet ist, der sich an den angrenzenden Hauptentladungsraum anschließt,
wobei die beiden Entladungsräume von dem gleichen magnetischen Felde und der Nebenraum von
einem elektrischen Felde gleicher Richtung, aber nur der halben Stärke des Hauptentladungsraumes beeinflußt
werden. Mit dieser Anordnung ist es möglich, die Elektronen in den Raum zwischen den Leitern der
Verzögerungsleitung mit einer gewünschten Geschwindigkeit eindringen zu lassen,, die näherungsweise
gleich der Phasengeschwindigkeit der elektromagnetischen Welle ist, die sich längs der Verzögerungsleitung
fortbewegt und die durch die Wechselwirkung zwischen Welle und Strahl verstärkt wird.
Schwierig ist es jedoch, die Stärke der erzeugten Schwingungen zu regeln. Nach der vorliegenden Erfindung
erfolgt dies dadurch, daß Steuermittel außerhalb der Röhre vorgesehen sind, welche es gestatten,
die Stärke des Elektronenstrahles durch ein Steuergitter in der Röhre ohne Veränderung des Wegverlaufes
des Elektronenstrahles zu regeln.
Zu diesem Zweck ist es erforderlich, daß der Strahl bei seinem Ausgang aus der ersten Plattenelektrodengruppebestimmten
Bedingungen genügt; insbesondere muß er eine bestimmte Höhe in bezug auf die untere
Plattenelektrode aufweisen und Geschwindigkeiten parallel zu dieser Elektrode haben,
ίο Die Emissionsquelle gemäß dem Hauptpatent sei an Hand der Abbildung ι erläutert, bei welcher in einer
Hülle 20 eine Hilfselektrode ι und eine Kathode 2 vorgesehen sind, wobei die Elektroden ι und 2 das
Potential ο aufweisen.
Mit 3 ist die Anodenplatte mit dem Potential V bezeichnet, mit 4 die Grenze der beiden Entladungsräume, an welche sich die im Hauptpatent beschriebene
Steuerung anschließt. Mit 5 ist die Bahn des Elektronenstrahles von der Kathode 2 her bezeichnet, der
bei 4 mit der Höhe yx von der Elektrode 1 und dazu
parallel verlaufender Tangente auftrifft, um daraufhin in den Arbeits- oder Hauptentladungsraum
einzutreten, dessen Elektroden bei 19 und 21 angedeutet
sind. Mit 6 ist die Spur des Magnetfeldes H bezeichnet, das senkrecht zur Zeichenebene
verläuft.
Die Spannung F wird im allgemeinen durch die Arbeitsbedingungen des Emissionsteils bestimmt. Infolgedessen
ist es nicht möglich, auf einfache und bequeme-Weise die Elektronenstärke des Strahles zu
verändern oder zu regeln. Tatsächlich ist es so, daß dann, wenn F genügend groß ist und die Elektronenquelle
mit Sättigung arbeitet, der Strom nur dadurch geändert werden kann, daß die Temperatur dieser
Elektronenquelle beeinflußt wird; oder F ist nicht genügend groß und die Emission infolge des Raumladungseffektes
begrenzt, in welchem Falle die Stromstärke nicht mehr variiert werden kann.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung, die die Regelung der Strahlstärke erlaubt, ohne daß
dieser aufhört, bei seiner Ankunft an der Grenzstelle 4 die erwünschten Eigenschaften aufzuweisen, nämlich
die Höhe y1 zu haben und tangential parallel zur
Elektrode 1 zu verlaufen.
Wie man weiß, besteht das einfachste und bequemste Mittel zur Steuerung der Stärke eines Elektronen-
- Strahles darin, ein Gitter in der Nähe der Kathode
parallel zu dieser vorzusehen.
Im Falle eines Rohres jedoch, das für die Erfindung
in Betracht kommt, wird wegen des Vorhandenseins des Magnetfeldes, welches die Elektronenbahnen
kreuzt, dadurch, daß ein positives Gitter in bezug auf die Kathode in deren Nachbarschaft angeordnet wird,
wohl eine Modulation der Stärke erreicht, jedoch außerdem eine Verformung der Elektronenbahnen in solcher
Weise bewirkt, daß diese eine Verlagerung erfahren und sowohl parallel als auch senkrecht zu den Elektrodenplatten
verlaufen.
Die Erfindung betrifft Maßnahmen, durch welche die geschilderten Nachteile vermieden werden. Diese
Maßnahmen bestehen darin, daß Steuermittel außerhalb der Röhre vorgesehen sind, welche gestatten, die
Stärke des Strahles durch ein Steuergitter in der Röhre ohne Veränderung des Wegverlaufes des Elektronenstrahles
zu regeln.
Die Erfindung soll nunmehr ausführlicher an Hand der Abb. 2 und 3 der Zeichnung erläutert werden.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 2 ist mit 1 eine plattenförmige Hilfselektrode und mit 2 die Kathode
bezeichnet, wobei die Elektroden 1 und 2 das Potential O aufweisen. Mit 3 ist wiederum die plattenförmige
Anode bezeichnet, welcher erfindungsgemäß das Potential F1 aufgedrückt wird, dessen Definition
weiter unten gegeben wird.
Mit 4 ist ebenso wie in Abb. 1, die Grenzschicht zwischen dem Nebenentladungsraum und dem Hauptentladungsraum
bezeichnet. Erfindungsgemäß ist bei 7 ein Gitter vorgesehen, welches eine Vorspannung
V3 erhält.
Mit 5 ist die Spur des Elektronenstrahles bezeichnet, welche dank der Wahl einer entsprechenden Spannung
F1 auf 4 mit der gleichen Höhe yx wie vorher
und mit ihrer Tangentenrichtung parallel zur Elektrode I auftrifft.
Bei 6 ist wiederum die Spur des Magnetfeldes H
dargestellt.
Die Berechnung zeigt, daß dann, wenn mit d die
Entfernung zwischen den Elektrodenplatten 1 und 3 bezeichnet wird, für F1 folgende Beziehung gelten muß:
" K V0,
(i)
wobei
K =
•ze,
m
(2)
F ist die Spannung, welche hätte angewandt werden müssen, wenn das Gitter mit der Spannung Va nicht
vorhanden wäre, e und m sind die Ladung und die Masse eines Elektrons.
Daher behält der Generator alle seine Eigenschaften, auch wenn ein positives Gitter eingeführt wird, dann,
wenn erfindungsgemäß die Spannung F der Elektrode, welche bei Abwesenheit des Gitters vorhanden gewesen
wäre, durch eine Spannung F1 ersetzt wird, welche von der dem Gitter aufgedrückten Spannung
und von der Spannung F abhängt.
Da für einen bestimmten Generator F festgelegt ist ebenso wie d und H, kann man, wie leicht einzusehen
ist, setzen
F1 = a — bVa,
(3)
wobei α und b Konstanten, unabhängig von der Gitterspannung,
sind und daher nur von der Arbeitsweise des Generators abhängen.
Es gilt
Es gilt
a = V, (4)
h _ K _ 2e
b ~ Ύ - ~^Γ
Diese Gleichung muß in allen Fällen erfüllt sein, und zwar sowohl wenn das Gitter eine dauernde
Stromstärke festlegt als auch dann, wenn es zum Modulieren abhängig von der Zeit dient.
Im letzteren Falle kann die Veränderungsgeschwindigkeit sehr groß sein, da die Gleichung (i) oder ihre
gleichwertige Form (3) immer anwendbar ist, solange man die Zeit, die von den Elektronen benötigt wird,
um von 2 nach 4 zu gelangen, als klein gegenüber der Modulationsperiode ansehen kann, was in allen praktischen
Fällen angenommen werden kann.
Die Gleichung'(1) oder ihre gleichwertige Form (3) kann mittels einer großen Anzahl von elektrischen
Stromkreisen erfüllt werden, deren Kombination mit der Steuerung durch das Gitter des vorbeschriebenen
Rohres allgemein Gegenstand der Erfindung ist, und zwar unabhängig von der besonderen Form des Stromkreises
bzw. der Schaltungsanordnung.
Jedoch gibt das Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 eine besonders einfache und zweckmäßige Ausführungsform
wieder.
Betrachtet man ein Pentodenrohr, so gilt für die Veränderungen des Anodenstromes abhängig von den
Änderungen der Gitterspannung
Δ Iv = S · Δ V0 .
(6)
Wenn in den Anodenkreis ein Widerstand R vorgesehen und mit V die Speisespannung bezeichnet
as wird, hat man in bezug auf die Masse bzw. Erde an
der Anode eine Spannung
V1 = V — R Δ I9 =· V — R ■ S ■ Δ VQ . (7)
Diese Gleichung hat, wie unschwer einzusehen ist, genau die gleiche Form wie die Gleichung (3). Es
genügt, für R einen entsprechenden Wert zu nehmen und die Steilheit bzw. den Durchgriff S der Röhre in
solcher Weise auszuwählen, daß man die Gleichung (3) mengenmäßig erfüllt.
Beispielsweise wird die Spannung Vq dem Gitter einer Pentode übermittelt, deren Steilheit dadurch
ausgewählt werden kann, daß man eine Röhre mit veränderlicher Steilheit nimmt und ihre Polarisation
einregelt. Die Spannung der Elektrode 3, also V1,
wird dem Ausgang der Anode der Pentode entnommen, wobei der Belastungswiderstand in entsprechender
Weise gewählt wird.
Diese Schaltungsanordnung ist in Abb. 3 dargestellt, wo mit ι die Plattenkathode, mit 2 die Elektronenquelle
(1 und 2 haben das gleiche Potential) bezeichnet sind; 3 ist eine Anode, deren Spannung V1
durch die Spannungsquelle 10, parallel zu welcher die Kapazität 11 liegt, und den Spannungsabfall im
Widerstand 12 bestimmt wird. Das Gitter 7 ist an Masse und an das Gitter 25 der Pentodenröhre gelegt.
Die Röhre ist mit ihrem Schirmgitter 26 auf ein festliegendes Potential infolge der angeschalteten Spannung
8 gebracht, parallel zu welcher die Kapazität 9 liegt. Die Anode 27 ist bei 3 und bei 12 angeschaltet.
Das Gitter 7 ist positiv vorgespannt, und zwar infolge der Batterie 15, parallel zu welcher ein Kondensator
16 liegt. Eine Gegenbatterie 17, parallel zu welcher ein Kondensator 18 liegt, erlaubt es, die
Kathode der Pentode in der erforderlichen Weise im Vergleich zu ihrem Gitter 25 zu polarisieren und
dadurch der Pentode eine Steilheit der gewünschten Größenordnung zu geben. Mit 13 ist ein Belastungswiderstand
für das Modulationssignal bezeichnet, das gegebenenfalls über die Kapazität 14 zugeführt wird.
, Die Schaltungsanordnung nach Abb. 3 ist eine Schaltungsanordnung mit dem Gitter an Masse, deren
Vorteil darin besteht, daß keine Störung durch den vom positiven Gitter 7 aufgenommenen Strom eintritt
und daß das Arbeiten des Systems stetig gehalten werden kann. Dabei versteht es sich jedoch,
daß Abb. 3 nur ein Ausführungsbeispiel für die Zuordnung der Spannung V1 zur Gitterspannung Vg
wiedergibt und keineswegs den Erfindungsbereich begrenzt.
Der Erfindungsgedanke ist auf eine Hochfrequenzverstärkungsröhre
anwendbar, die im Hauptpatent erwähnt worden ist, und ist ebenfalls in den Fällen
anwendbar, wo die Kathode gegen das eventuelle Beschießen durch Ionen geschützt werden soll. Die
Gegenwart des Magnetfeldes macht sich stark auf die Elektronen und wenig auf die Ionen bemerkbar,
woraus sich ergibt, daß die Ionen aus der Sparinungsquelle zur Anode 3 sich hinbewegen und sich daher
vom Strahl entfernen, während die vom Strahl ausgehenden Ionen über die Kathode hinwegfliegen, ohne
dort aufzutreffen.
Wie auch immer die Schaltungsanordnung angewendet wird, man erhält stets eine Modulation der
Stärke des Strahles ohne räumliche Veränderungen des Strahles bei seinem Ausgang aus dem Nebenentladungsraum,
in weichein die Strahlbildung stattfindet.
Claims (4)
1. Wanderfeldröhre, bei der sich die Emissionskathode
in einem Nebenentladungsraum befindet, der sich an den Hauptentladungsraum anschließt,
nach Patent 873 726, dadurch gekennzeichnet, daß Steuermittel außerhalb der Röhre vorgesehen
sind, welche gestatten, die Stärke des Strahles durch ein Steuergitter in der Röhre ohne Veränderung
des Wegverlaufs des Elektronenstrahles zu regeln.
2. Wanderfeldröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode des Nebenentladungsraumes
auf ein vorbestimmtes Potential gebracht ist, das sich selbsttätig in solcher Weise
ändert, daß es linear mit der Zunahme des Potentials des Steuergitters abnimmt.
3. Wanderfeldröhre nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Pentode mit
veränderlicher Steilheit, in deren Anodenkreis ein Widerstand liegt, über welchen die Anode des
Nebenentladungsraumes ihre Vorspannung erhält, und die Maßnahme, daß deren Steuergitter die
gleichen Spannungsänderungen übermittelt erhält wie das Steuergitter des Nebenentladungsraumes.
4. Wanderfeldröhre nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Modulation im
Gitterkreis vorgenommen wird. iao
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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