DE2260452A1 - Elektrischer impulsgenerator - Google Patents
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Description
11. 12.
COMMISSARIAT A L1ENERGIE ATOMIQUE.
Paris (Frankr.)
Elektrischer Impulsgenerator
Die Erfindung betrifft einen Generator elektrischer Rechteckimpulse mit steilen Flanken«
Die Erfindung findet Anwendung in der Physik bei der
Erregung elektrooptischer Zellen, insbesondere bei der Erregung oder Versorgung von Verschlüssen, die zum Triggern
von Lasern verwendet werden,
Bekanntlich benötigen die klassischen Verschlüsse} die entweder den Kerr- oder Pockels-Effekt ausnutzen, Spannungen
von etwa 10 kV und bei Verwendung sum Triggern von Lasern Impulse von einigen 100 ns rait einer Anstiegszeit von
einigen ns, Die Ex-zcuguiig derartiger Spannungs impulse erfolgt
im allgemeinen mit Koaxialleitungen, die elektrostatisch
mittels Hilf ^'generatoren aufgeladen werden» Die Kerr-
0-B h2]2,3-Hd-r (9)
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oder Pockels-Effekt-Zellen befinden sich im allgemeinen in
einem Polarisator-Analysator-System, das einen Hochgeschwindigkeits-Verschluß
darstellt. Falls die Zelle sich zwischen einem Analysator und einem Polarisator befindet,
kann man immer diese beiden Elemente so anordnen, daß ein Spannungsrechteckimpuls U das System transparent oder
lichtdurchlässig macht. Wenn keine Spannung an der Zelle angelegt ist, ist die Anordnung lichtundurchlässig (der
Analysator und der Polarisator sind also gekreuzt). Die Gewinnung eines derartigen Rechteckimpulses geschieht im
allgemeinen mittels eines Generators der Spannung 2U und einer Leitung, die auf diese Spannung 2U aufgeladen wird.
Das Entladen dieser Leitung erzeugt den Rechteckimpuls mit
der gewünschten Amplitude U. Wenn im Gegensatz dazu dieselbe elektrooptische Zelle sich im Innern eines Laser-Resonators
befindet, wo nur ein einziger Analysator vorgesehen worden ist, ist es ohne weiteres ersichtlich, daß
ein derartiges System notwendigerweise transparent oder lichtdurchlässig ist, wenn es mit keiner Spannung beaufschlagt
ist, und daß es lichtundurchläsaig gemacht werden
kann, wenn eine Spannung U angelegt wird. Das Öffnen der
Vorrichtung erfordert also das Unterdrücken einer Spannung während eines Intervalls sein* kurzer1 Dauer, Dies wird im
allgemeinen mittels zweier Generatoren, bewirkt, von denen der eine ständig an die Zelle die Spannung U anlegt, während
der andere die Leitung auf die Spannung 2U auflädt. Das Entladen dieser Leitung erzeugt einen Rechteckimpuls
der Amplitude U, der bei geeignetem Vorzeichen die vorher vom ersten Generator gelieferte Ladespannung aufhebt. Diese
Vorrichtung benötigt also zwei Generatoren, deren einer die doppelte Spannung der Arbeitsspannung der Zelle aufweist.
Außerdem ist diese Vorrichtung schwer und aufwendig bzw. sperrig.
6/113?
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, diese Schwierigkeiten
zu überwinden durch Verwendung eines einzigen Generators für eine Spannung gleich der Arbeitsspannung, indem
eine Spannung an der Zelle angelegt und danach diese Spannung während einer vorbestimmten Dauer unterdrückt wird,
so daß der Verschluß geöffnet wird. Daraus ergibt sich eine Einrichtung mit viel geringerem Aufwand (ein einziger
Generator anstelle von zwei Generatoren), von Arbeitsspannungen, die kleiner als beim bekannten Stand der Technik
sind (Spannung U anstelle der Spannung 2U) und schließlich
mit viel besseren Gebrauchseigenschaften.
Erfindungsgemäß ist also ein Generator für elektrische Rechteckimpulse mit steilen Flanken, mit mindestens einer
Gleichspannungsquelle, einer von dieser aufladbarem ersten
Fernmeldeleitung (oder Fernmeldekabel), mindestens einer
zweiten Fernmeldeleitung (oder Fernmeldekabel) und @±nem
Schalter, durch den die erste Leitung entladbar ist„ dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Leitung ähnlieSie elektrische
Eigenschaften wie die aufgeladene erste Leitrang hat,
ferner an einem Ende an die erste Leitung über den Seiaalter
angeschlossen und am anderen Ende fehlangepaßt ist, so daß die aufgeladene erste Leitung sich in die zweite Leitung
entlädt und die elektrostatische Energie wahlweise von der einen Leitung zur anderen gelangt.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigern
Fig. 1 einen Laser mit einer elektrooptischen Trigger-Einrichtung,
die durch den erfindungsgemäßen Generator gespeist werden kann;
Fig. 2 einen bekannten Rechteckimpulsgenerator;
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Fig. 3 das Schaltbild eines Ausfuhrungsbeispiels der Erfindung; und
Fig. h das Funkt!onsdiagramm des Generators von Fig. 3·
Gemäß Fig. 1 befindet sich eine elektrooptische Zelle
zwischen einem Analysator 2 und einem Spiegel k; die elektrooptische
Zelle, die z. B. den Pockels-Effekt ausnutzen
kann, hat zwei Ringelektroden θ und 9. Der Spiegel h und
ein Spiegel 5 bilden den Fabry-Perot-Resonator des Lasers; in diesem Resonator befindet sich ein aktiver Laserstab 6,
der durch eine Blitzröhre 7 anregbar ist.
Diese Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Die von der elektrooptischen Zelle 1 und der Einheit aus dem Analysator 2 und dem Spiegel k gebildete Anordnung
stellt einen Verschluß dar. Dieser Verschluß let lichtdurchlässig,
wenn überhaupt keine Spannung an den Anschlüssen der Zelle 1 anliegt; sie ist also ,lichtundurchlässig,
wenn eine Spannung U die Anschlüsse der Zelle 1 beaufschlagt. Der Zustand des Verschlusses ist also eine Funktion
der angelegten elektrischen Spannung zwischen den Anschlüssen 8 und 9·
Gemäß Fig. 2 speist ein Spannungsgenerator 10 eine Spannung 2U in eine erste Fernmeldeleitung (oder Fernmeldekabel)
12 über einen Widerstand ~\k. Eine zweit· Fernmeldeleitung
(oder Fernmeldekabel) 16 ist von der Leitung 12 über einen Schalter 18 isoliert. Die Leitung 16 ist mit
einer Impedanz 20 gleich dem Wellenwiderstand Z der Lei-
tung abgeschlossen. Ein zweiter Generator 22, der eine
Spannung U abgibt, ist mit einem seiner Anschlüsse an Masse und mit dem anderen an eine Impedanz Zk mit großem
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Widerstandswert gegenüber dem Wellenwiderstand Z angeschlossen.
Ein Entkoppelkondensator 26 liegt zwischen dieser Impedanz und Masse. Die ganze Anordnung besitzt noch
zwei Ausgangsanschlüsse 28 und 30. Die Außenleiter der Leitungen 12 und 16 liegen auf Masse,
Diese Vorrichtung arbeitet wie folgts
Es sei Ü die Spannung, die zwischen den Elektroden und 9 der Zelle 1 angelegt wird, um gegenüber der Laser-Strahlung
den Verschluß lichtundurchlässig zu machen, der durch die Zelle 1, den Analysator 2 und den Spiegel k gebildet
ist. Die Ausgangsanschlüsse 28 und 30 sind an die
Elektroden 8 und 9 angeschlossen, wobei der Generator 22 ständig eine Spannung U abgibt. Der vom Generator 22 gelieferte
Strom wird durch den sehr hochohmigen Widerstand 24 begrenzt. Der Generator 10 lädt die Leitung 12 auf eine
Spannung 2U auf» Der vom Generator 10 abgegebene Strom
wird durch den vorhandenen Widerstand 14 begrenzt„ dar
einen sehr hohen Wert gegenüber dem Wellenwiderstand der
Leitungen hat. Wenn der Schalter 18 offen istp wird eirae
Spannung U an die Elektrode 9 angelegt„ während di© Elektrode
8 über den Widerstand 20" auf Masse liegt. Der Jbt·™
Schluß ist daher lichttindtarchlässig«, -Wenn der Schalter tS
geschlossen wirds entlädt sich die auf di© Spannung· 2U
aufgeladene Leitung in Form eines Rechteckimpulses salt steilen Flanken und der Amplitude U. Die Dausr disses Impulses
hängt von der Länge der Leitung ab unä beträgt
nach der klassischen Leitungstheorie das Doppelt© ά@τ
Verzögerungszeit der Leitung,, Dissar lisapuls pflanzt sich
in der Leitung 16 fort und ©rreielit das End© di©sar Leitung
nach einer Zeit gleich d©r Fortpflanzung- od©r Laufzeit der Leitung 16O* Zu dissesm "Zeitpunkt geht das Potential
des Ausgangsanschlusses 28 iron 0 auf U0 Die Elektrode 8
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wird daher schlagartig auf ein Potential U gleich dem Potential
der Elektrode 9 gebracht. Die an den Anschlüssen der Zelle 1 angelegte Spannung wird daher 0: der Verschluß
öffnet sich. Der Verschluß bleibt lichtdurchlässig, solange der Ausgangsanschluß 28 auf dem Potential U liegt,
d. h. während eines Zeitintervalls gleich der Dauer des
Rechteckimpulses von der Leitung 12. Wenn die Entladung
dieser Leitung beendet ist, fällt am Ausgang'28 dessen Potential
schlagartig auf O ab, ebenso wie das der Elektrode 8 der Zelle 1. Diese Zeil© wird daher von 9 mit einer Spannung
U beaufschlagt. Sie wird also wieder lichtunduchtlässig.
Durch den Generator 10 soll also ein Rechteckimpuls erzeugt werden, der die vom Generator 22 abgegebene
Vorspannung U kompensiert.
Demgegenüber.ist es Aufgabe der Erfindung, einen Recht-
eckimpulsgenerator zu. schaffen, der viel einfacher und weniger aufwendig ist als der eben beschriebene bekannte Ge-
norator.
Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Generators. Gemäß Fig. 3 läd-t ein· Spannungsquelle
eine Fernmeldeleitung 3^ über eine Impedanz 36 auf. Eine
zweite Fernmeldeleitung 38 Mit ähnlichen elektrischen Eigenschaften
wie die Leitung 3^ ist von letzterer über einen
Schalter ko isoliert. Die Leitung 38 endet in einer Impedanz k2 mit sehr großem Wert gegenüber dem Wellenwiderstand
der Leitungen 38 und 3^. Die Leitungen 3k und 38
sind jeweils mit ihrem Außenleiter an Masse angeschlossen. Ferner sind Ausgänge kk und k6 des Generators vorhanden·
Der Ausgang ^8 befindet sich vor der Leitung 3k. Ein Anschluß
50 befindet sich hinter der Leitung 38 und ein Anschluß
h2 zwischen dem Schalter hö und der Leitung 38,
Diese erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet wie folgt
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Die Spannungsquelle 32 lädt die Leitung 34 auf die
Spannung U auf. Wenn der Schalter 40 offen ist, existiert eine Potentialdifferenz U zwischen den Anschlüssen 44 und 46. Die Elektroden 8 und 9 der Zelle 1, die an die Anschlüsse 44 und 46 angeschlossen sind, weisen daher eine
Potentialdifferenz U auf, so daß der Verschluß 1 lichtun·!- durchlässig ist. Wenn der Schalter 40 plötzlich geschlossen wird, entlädt sich die Leitung 34 in die anfangs elektrisch neutrale Leitung 38· Das Entladen der Leitung 34
vollzieht sich in Form eines Rechteckimpulses mit steilen Flanken und der Amplitude U/2 sowie einer Dauer gleich
der doppelten Laufzeit der Leitung 34. Es sei zunächst angenommen, daß die Leitung 38 dieselbe Länge wie die Leitung 34 hat und daß ihre elektrischen Eigenschaften (Selbstinduktivität und Kapazität pro Längeneinheit der Leitung) identisch mit denen der Leitung 34 sind. Am Ende einer Zeit t gleich der Laufzeit der Leitung 34 (gleich der Laufzeit der Leitung 38) erreicht der von der Leitung 34 abgegebene Rechteckimpuls das Ende der Leitung 38. Am Ausgang 44 fällt daher das Potential schlagartig vom Wert U auf d®n Wert O während am Anschluß 50 das Potential schlagartig vom Wert 0 auf den Wert U ansteigt. Am Ende eines Zeitintervalls
gleich 2.Ύ, gerechnet vom Zeitpunkt des Schließens des
Schalters, ist die Leitung 38 auf eine Spannung U aufgeladen, während die Leitung 34 vollständig entladen ist.
Die in der Leitung 34 gespeicherte Energie ist daher vollständig in die Leitung 38 übergeführt worden. Da der Schalter 4O weiter geschlossen ist, kann sich der Symmetrische Prozeß wiederholen, d. h. eine Entladung der Leitung 38
zugunsten der Leitung 34. Während dieser Entladung ändert sich am Ausgang 44 dessen Potential auf den Wert U, während am Anschluß 50 dessen Potential auf den Wert 0 zurückkehrt. Unter der Annahme, daß die Leitungen und die verschiedenen Anschlüsse bzw. Verbindungen verlustfrei sind,
Spannung U auf. Wenn der Schalter 40 offen ist, existiert eine Potentialdifferenz U zwischen den Anschlüssen 44 und 46. Die Elektroden 8 und 9 der Zelle 1, die an die Anschlüsse 44 und 46 angeschlossen sind, weisen daher eine
Potentialdifferenz U auf, so daß der Verschluß 1 lichtun·!- durchlässig ist. Wenn der Schalter 40 plötzlich geschlossen wird, entlädt sich die Leitung 34 in die anfangs elektrisch neutrale Leitung 38· Das Entladen der Leitung 34
vollzieht sich in Form eines Rechteckimpulses mit steilen Flanken und der Amplitude U/2 sowie einer Dauer gleich
der doppelten Laufzeit der Leitung 34. Es sei zunächst angenommen, daß die Leitung 38 dieselbe Länge wie die Leitung 34 hat und daß ihre elektrischen Eigenschaften (Selbstinduktivität und Kapazität pro Längeneinheit der Leitung) identisch mit denen der Leitung 34 sind. Am Ende einer Zeit t gleich der Laufzeit der Leitung 34 (gleich der Laufzeit der Leitung 38) erreicht der von der Leitung 34 abgegebene Rechteckimpuls das Ende der Leitung 38. Am Ausgang 44 fällt daher das Potential schlagartig vom Wert U auf d®n Wert O während am Anschluß 50 das Potential schlagartig vom Wert 0 auf den Wert U ansteigt. Am Ende eines Zeitintervalls
gleich 2.Ύ, gerechnet vom Zeitpunkt des Schließens des
Schalters, ist die Leitung 38 auf eine Spannung U aufgeladen, während die Leitung 34 vollständig entladen ist.
Die in der Leitung 34 gespeicherte Energie ist daher vollständig in die Leitung 38 übergeführt worden. Da der Schalter 4O weiter geschlossen ist, kann sich der Symmetrische Prozeß wiederholen, d. h. eine Entladung der Leitung 38
zugunsten der Leitung 34. Während dieser Entladung ändert sich am Ausgang 44 dessen Potential auf den Wert U, während am Anschluß 50 dessen Potential auf den Wert 0 zurückkehrt. Unter der Annahme, daß die Leitungen und die verschiedenen Anschlüsse bzw. Verbindungen verlustfrei sind,
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findet also in der Vorrichtung eine dauernde Schwingung der Energie statt, die abwechselnd in der Leitung 34 und
der Leitung J8 gespeichert ist.
Die Arbeitsweise dieses erfindungsgemäßen Generators
ist genauer anhand von Fig 4 erläutert. Diese Figur zeigt den Potentialzustand an den verschiedenen Anschlüssen bzw.
Punkten: Fig. 4a zeigt das Potential des Punktes 48, Fig. *tb das Potential des Punkts 52, Fig. 4c das Potential des
Punkts 44 und Fig. 4d das Potential des Punkts 50. Die Abszissenachse ist die Zeitachse, während auf der Ordinatenachse
die Spannungen aufgetragen sind. Die Zeit beginnt mit dem Schließen des Schalters 40. In diesem Diagramm ist angenommen, daß die Leitungen 38 und 34 identisch
sind. Im Zeitpunkt t = O wird also der Schalter 40 geschlossen. Der Punkt 48 läßt sein Potential schlagartig
vom Vert U auf den Wert U/2 abfallen. Umgekehrt nimmt am
Punkt 22 das Potential schlagartig vom Wert 0 auf den Wert U/2 zu. Der von der Leitung 34 angegebene Rechteckimpuls
breitet sich in der Leitung 38 aus. Am Ende einer Zeit T erreicht dieser Impuls das Ende der Leitung 38,
d. h. den Punkt 50. T ist also die Fortpflanzungs- oder Laufzeit der Leitung. Dieser Impuls wird am Ende der Leitung
38 total reflektiert, weil die Impedanz 42 sehr groß gegenüber dem Wellenwiderstand der Leitung ist. Die Reflexion
am Ende der Leitung 38 ruft eine Verdopplung der Spannung hervor, durch die schlagartig das Potential des
Punkts 50 auf den Wert 2 · U/2 = U gelangt. Aus Symmetriegründen
entspricht dieser Zeitpunkt demjenigen Zeitpunkt, bei dem der Punkt 44 sein Potential vom Wert U auf den
Wert 0 abfallen läßt. Im Zeitpunkt 2 T überdeckt der Rechteckimpuls
genau die Leitung 38, so daß die ursprünglich in der Leitung 34 gespeicherte elektrostatische Energie sich
nun vollständig in der Leitung 38 befindet. Da der Schalter
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4O ständig geschlossen ist, vollzieht sich die Entladung
der Leitung 38 in die Leitung 34 symmetrisch zur Entladung
der Leitung 34 in die Leitung 38. Die von der Leitung
38 abgegebene Rechteckwelle erreicht das rechte Ende
der Leitung 34 im Zeitpunkt 3 Γ . Zu diesem Zeitpunkt
steigt im Punkt 44 dessen Potential wieder schlagartig
auf den Wert U an, während am Punkt 50 dessen Potential
auf den Wert 0 fällt. Dieser Prozeß wiederholt sich unendlich oft, wenn die Leitungen und die Anschlüsse bzw.
Verbindungen verlustfrei sind.. Während der ganzen Dauer dieses Prozesses sind die Punkte 48 und 52 immer mit einem
Rechteckimpuls beaufschlagt, der sich entweder von
34 und 38 oder von 38 nach 3h fortpflanzt, so daß die
Potentiale an den Punkten 48 und 52 ständig U/2 betragen.
Falls der erfindungsgemäße Generator zum Triggern eines Lasersystems wie in Fig. 1 abgebildet verwendet
wird, sind die Punkte bzw0 Ausgänge hh und 46 an die
Elektroden 8 und 9 der Zelle 1 angeschlossen, so daß das Triggern des Lasers sich während des Zeitintervalls T - 3Ϊ
vollzieht, das auf das Schließen des Schalters folgt. Da der Potentialzustand der Elektroden eine periodische Zeitfunktion
ist, wie in Fig. 4 abgebildet ist * wird der im Laser-Resonator angeordnete Verschluß von neuem lichtdurchlässig
am Ende eines Zeitintervalls 5 X nach Schließen des Sehalters. Dieser Umstand ist in der Praxis nicht störend,
da das Triggern der Laser-Schwingung im Intervall X - 3t
im allgemeinen gentigt, um die Verstärkung des Verstärkermediums
6 auf einen Wert unterhalb der Sehwingungsschwelle
abfallen zu lassen, so daß das erste Intervall X - 3 T das
einzige ist, das den Laser triggert.
Bei der bisher gegebenen Beschreibung des Ausführungs-,
beispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung wurde von der
Identität der Leitungen 34 und 38 ausgegangen. Wenn die
Leitung 38 eine von der Leitung 3k verschiedene Länge auf·
weist, ändert sich das Diagramm von Fig. k etwas. Genauer
gesagt, der Zeitpunkt, zu dein die Front oder Flanke dee
Rechteckimpulses das Ende der Leitung 38 erreicht, hängt von der Länge dieser Leitung ab. Wenn die Leitung 38 kürzer
als die Leitung 3k ist, gelangt das Potential des
Punkts 50 eher auf den Wert U als im in Fig. kü abgebildeten
Fall. Der Rücklauf des Rechteckimpulses zum Ende der Leitung 3h vollzieht sich ebenfalls früher als im in
Fig. 4c abgebildeten Fall.. Daraus ergibt sich, daß die Öffnungsdauer des Verschlusses nicht gleich der Schließdauer
ist. Wenn man mit r„L und T ~g die Laufaseit entlang
der Leitung 34 bzw. 38 bezeichnet, ist ohne weiteres ersichtlich,
daß die Öffnungsdauer 2 T«g und die Schließdauer
2 7 ^ beträgt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet also, die
Zeitdauer der Öffnung oder des Schließens zu variieren allein durch Änderung der Länge der Leitungen 38 und 34.
Bekanntlich ist die Laufzeit T entlang einer Leitung Bit
der Länge L gegeben durch T = L/V, mit V « Ausbreitungsgeschwindigkeit auf der Leitung gemäß der bekannton Formel
V s l/LC, wobei L und C die Selbstinduktivität bzw. die
Kapazität pro Längeneinheit der Leitung bedeuten. Für die allgemein als Leitungen verwendeten Kabel beträgt diese
Geschwindigkeit etwa 0,33 · 109 m/s, so daß 1 m Kabel einer
Dauer von 3 ns entspricht. Ein Rechteckimpuls mit der Dauer 300 ns erfordert daher ein Kabel Jk mit der Länge
50 m. Der Schalter 40 ist allgemein durch eine Funkenstrecke gebildet, während die Leitungen Jh und 38 im allgemeinen
Koaxialkabel sind; es versteht sich jedoch, daß auch jeder andere Schalter (Thyratron usw.) oder jede andere
Leitung (z. B. Leitungen mit lokalisierten Konstanten, allgemein Vierpole) verwendet werden können.
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Aus der vorangegangenen Beschreibung ist ersichtlich,
daß der erfindungsgemäße Impulsgenerator besonders einfach
ist. Er erfordert nur einen einzigen Hochspannungsgenerator, dessen Ausgangsspannung gleich derjenigen Spannung
ist, die zum Vorspannen bzw. Polarisieren der elektrooptischen Zelle notwendig ist. Der erfindungsgemäße Rechteckimpülsgenerator
ist daher besonders gut zum Bau kompakter Einheiten geeignet.
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Claims (3)
- PatentansprücheGenerator elektrischer Impulse mit steilen Flanken, gekennzeichnet durch einerseits eine Hochgleichspannungsquelle (32), die über einen Widerstand (36) an da· eine Ende (48) einer ersten Fernmeldeleitung (3*0 angeschlossen ist, deren anderes Ende mit dem Verbraucher (44, 46) verbunden ist, und durch andererseits eine zweite Fernmeldeleitung (38)» deren elektrische Eigenschaften ähnlich denen der ersten Fernmeldeleitung sind, wobei das eine Ende (50) offen und das andere Ende (52) über einen Schalter (40) an das mit der Hochgleichspannungsquelle verbundene Ende (48) der ersten Fernmeldeleitung angeschlossen ist, und durch eine Steuereinrichtung des Schalters.
- 2. Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fernmeldeleitungen (34, 38) Koaxialkabel sind.
- 3. Generator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Fernmeldeleitungen (34, 38) ähnliche Längen haben, und daß die Dauer dieser Rechteckimpulse ähnlich dem Intervall zwischen zweien der Impulse ist.3 U 9 8 2 5 / 11 3 7L e e r s e i t e
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1972
- 1972-12-07 GB GB5661672A patent/GB1360760A/en not_active Expired
- 1972-12-07 US US00313041A patent/US3849732A/en not_active Expired - Lifetime
- 1972-12-11 DE DE2260452A patent/DE2260452A1/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3642480A1 (de) * | 1986-11-17 | 1988-05-19 | Bbc Brown Boveri & Cie | Verfahren zur erzeugung von hochspannungs-rechteckimpulsen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2165090A5 (de) | 1973-08-03 |
| BE792044A (fr) | 1973-03-16 |
| GB1360760A (en) | 1974-07-24 |
| US3849732A (en) | 1974-11-19 |
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