DE916458C - Verfahren zur Herstellung von Kunstfaeden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KunstfaedenInfo
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- DE916458C DE916458C DEP244A DEP0000244A DE916458C DE 916458 C DE916458 C DE 916458C DE P244 A DEP244 A DE P244A DE P0000244 A DEP0000244 A DE P0000244A DE 916458 C DE916458 C DE 916458C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
- D01D5/08—Melt spinning methods
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
- D01F6/00—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof
- D01F6/02—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
- D01F6/04—Monocomponent artificial filaments or the like of synthetic polymers; Manufacture thereof from homopolymers obtained by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds from polyolefins
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 12. AUGUST 1954
ρ 244 VII 129a B
In der britischen Patentschrift 472051 ist ein
Verfahren zur Herstellung von Fäden aus einem festen Äthylenpolymeren beschrieben, indem dieser
Stoff im flüssigen Zustand unter solchen Bedingungen ausgepreßt wird, daß das Material unmittelbar,
nachdem es in Fadenform übergeführt ist, fest wird.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Fäden u. dgl. aus einem festen
Äthylenpolymeren durch Auspressen eines geschmolzenen Polymeren unter solchen Bedingungen, daß
verbesserte Produkte erhalten werden und hohe Aufwickelgeschwindigkeiten möglich sind.
Gemäß der Erfindung werden Kumstfäden u. dgl. dadurch hergestellt, daß ein geschmolzenes Polyäthylen
bei einer Temperatur zwischen 200 und 3500 mit einer Viskosität zwischen 200 und 2000
Poises durch eine Spinndüse ausgepreßt wird und die ausgepreßten Fäden alsdann durch eine Kammer
geführt werden, deren oberes Ende in einem gewissen Abstand von der Spinndüse liegt und durch
die ein Kühlgasstram von unten nach oben derart geleitet wird, daß das Kühlgas am oberen Ende
der Kammer, ohne die Spinndüse zu beströmen, austritt. Die abgekühlten Fäden werden dann auf
einer Walze aufgewickelt. Der Abstand der Düse von der Öffnung der Kammer beträgt etwa 45 cm.
Die Kammer besteht vorzugsweise aus einem senkrechten Rohr, durch das das Kühlgas von unten
nach oben strömt, wobei es an dem oberen Ende
in einer solchen Richtung abgeleitet wird, daß es nicht gegen die Spinndüse bläst.
Es ist zweckmäßig, die Fäden während des Aufwickeinseiner
Kaltreckung zu> unterwerfen, beispielsweise
mit Hilfe von Walzen, die mit verschiedenen Geschwindigkeiten umlaufen.
In der Zeichnung ist schematisch nand als Beispiel
eine Ausführuingsform des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens dargestellt.
ίο Polyäthylen, das eine Schmelzviskosität von 700 Poises bei 2900 und einen Schmelzpunkt von
ungefähr 1200 besitzt, wird zu Spänen verarbeitet
von einer derartigen Größe, daß sie gerade durch ein Sieb einer Maschen weite von- 6,4 mm hindurchgehen.
Diese Späne werden in einen Trichter r eingegeben, durch den mittels Rohre 2 und 3 Stickstoff
hinduirchgeleitet wird, um in dem Trichter eine sauerstofffreie Atmosphäre zu schaffen. Die
Späne fallen in eine Schmelzkammer 4, in der sie ao auf die erforderliche Temperatur gebracht werden,
im vorliegenden Fall auf eine Temperatur von 3150.
Die Erwärmung der Kammer 4 erfolgt mit Hilfe
von Heizwicklungen 5. In dem Boden der Kammer 1 befindet sich ein Schmelzrost 6, der durch Aufwicklung
eines Heizrohres zu einer offenen Spirale gebildet
ist, durch welches ein Heizmediiuni strömt. Die Späne fallen auf diesen Rost 6 und werden
hierbei geschmolzen, wobei das geschmolzene Polymere in einem Behälter 7 gesammelt und aus diesem
durch eine Pumpe 8 abgezogen wird. Das geschmolzene Polymere wird durch ein Sandfilter 9
gepreßt und gelangt dann- durch eine Spinndüse 10,
die mit fünfzehn Löchern versehen ist, von denen jedes einen Durchmesser von ο, 18 mm besitzt.
Die so hergestellten Fäden gelangen dann in eine Kammer, die aus einem senkrecht stehenden
Rohr 12 gebildet ist, dessen oberes Ende in einem Abstand von etwa 45 cm von der Spinndüse 10
entfernt ist. Die Enden des Rohres sind in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise abgedeckt und
besitzen Öffnungen, die genügend groß sind, um die Fäden frei hindurchtreten zui lassen, aber nicht
groß genug, um eine beträchtliche Menge Gas austreten zu lassen. Das Kühlgas wird in das 'Rohr 12
durch eine Rohrleitung 13 am unteren Ende eingeleitet und gelangt durch ein Lochsieb 14 in das
Innere des Rohres. Das Gas streicht, wie durch die Pfeile angegeben, in dem Rohr mach oben und tritt
aus dem Rohr durch die Schlitze 15 aus; diese
Schlitze 15 sind an der Seite des Rohres angebracht, um au vermeiden, daß das Kühlgas gegen die Spinndüse
10 strömt. Auf diese Weise wird also die Oberfläche der Spinndüse durch das Gas nicht gekühlt,
und gleichzeitig wird der Vorteil erreicht, daß die Spinndüse leicht zugänglich ist.
Um das Anspinnen zu erleichtern, ist in dem oberen Ende des Rohres 12 eine Düse 16 vorgesehen,
durch die hierbei in dem Rohr 12 ein nach unten streichender Luftstrom erzeugt wird.
Die Fäden werden durch eine Öffnung im Boden des Rohres 12 mittels einer Abzugsrolle 16 abgezogen,
die mit einer linearen, Geschwindigkeit von 180 m pro Minute umläuft. Dann gelangen
die Fäden über einen abgerundeten Stift 17 zu einer Streckrolle 18, die mit einer linearen Geschwindigkeit
von 360 m pro- Minute umläuft. Der Faden läuft dabei über eine Führungsrolle 19 und dann
auf eine Auifwickelspule 20. Infolge der größeren Lineargeschwindigkeit der Rolle 18 werden die
Fäden um 100 0/0 kaltgezogen, wobei dieses Kaltziehen
hauptsächlich um den Stift 17 herum stattfindet.
Auf diese Weise hergestellte Fäden, die einen Denier zwischen 185 und 230 haben, weisen eine
Bruchdehnung von 80 bis 100 o/o und eine Bruchfestigkeit
von 0,9 g pro Denier auf. Bei Entspannung findet eine sofortige Schrumpfung· von 100 0/0 für
vorherige Spannungen bis zu 300/0 statt; eine sofortige
Schrumpfung von 5o<y0 für eine 520/oige
vorherige Spannung und eine 73%ige Schrumpfung nach 2 Minuten für eine vorherige 5 2 0/0 ige Spannung.
Es könnian selbstverständlich auch Abänderungen des oben beschriebenen Verfahrens stattfinden.
So können beispielsweise die Größe und Form der Kühlkammer geändert werden, ebenso auch
die Richtung des Kühlgases, das quer zu der Spinnrichtung oder gleichgerichtet mit der Spinnrichtung
verlaufen kann. Die Aufwickelgeschwindigkeit kann gemäß dem jeweils gesponnenen Denier geändert
werden, ebenso gemäß der Viskosität des Polymeren. So sind * Spinngeschwindigkeiten bis zu
1260 m pro Minute möglich.
Die Arbeitstemperaturen und die Viskositätswerte können je nach dem Molekulargewicht des
zur Verwendung gelangenden Polyäthylens geändert werden.
Im allgemeinen ist festzustellen, daß:, je höher das Molekulargewicht ist, um so größer die Festigkeit
der hergestellten Fäden ist. Polyäthylen mit einem Molekulargewicht der Größenordnung von
15 000 hat, abhängig von der Molekulargewichtsverteilung, Viskositäten der Größenordnung von
500 bis 2000 Poises bei Temperaturen um 300°. Es ist praktisch, Polyäthylene zu verspinnen, welche
Viskositäten der Größenordnung von 2000 bei der angegebenen Spinntemperatur besitzen, wobei die
Spinngeschwindigkeit auf beispielsweise 240 m pro Minute verringert wird. Die Spinngeschwindigkeit
kann über diesen Wert gesteigert werden, wenn die Temperatur auf über 3000 erhöht wird. Hierdurch
wird die Viskosität bei der Ausgangstemperatur verringert. Sq ist festzustellen, daß, je höher
das Molekulargewicht ist, uim so höher auch die Arbeitstemperatur sein sollte; jedoch wird diese
innerhalb der durch die Zersetzuings temperatur gegebenen Grenzen und durch die Ausbildung der
Apparatur bestimmt, um die Viskosität in einen praktisch brauchbaren Bereich au bringen. Bei
Polyäthylenen mit einem Molekulargewicht von
16 000 bis 18 000 sollte die Temperatur ungefähr
eine Größenordnung von etwa 750 besitzen, wobei die Viskosität 600 bis 2000 Poises beträgt. Die angegebenen
Molekulargewichte werden nach dem von H. S taudinger . (Berichte der Deutschen
Chem. Ges., 1934, Bd. 67, S. 1247) beschriebenen
Verfahren bestimmt, das auf der Messung der
Viskosität einer Lösung des Polymeren beruht. Da dieses Verfahren nicht den Anspruch auf eine hohe
Genauigkeit erhebt, sind die angegebenen Werte als Näherungswerte zu1 betrachten.
Der Abstand des senkrechten Rohres von der Spinndüse kann je nach den praktischen Erfordernissen
geändert werden, und es können auch Ableitbleche und ähnliche Vorrichtungen vorgesehen sein,
um die Luft in geeigneter Weise abzulenken.
Die Größe der Spinndüsenlöcher kann verschieden sein. Als besonders zweckmäßig haben sich
Lochdurchmesser zwischen 0,05 bis 0,5 mm erwiesen.
Zur Herstellung van Stapelfasern können die auf einer Spule aufgewickelten Fäden zerschnitten
werden, oder sie können auch sofort nach ihrer Herstellung geschnitten werden, ohne sie erst auf eine
Spule aufzuwickeln.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden u. dgl. aus Polyäthylen, dadurch gekennzeichnet, daß ein geschmolzenes Polyäthylen bei einer Temperatur zwischen 200 und 350° mit einer Viskosität zwischen 200 und 2000 Poises durch eine Spinndüse ausgepreßt wird und die ausgepreßten Fäden alsdann durch eine Kammer geführt werden, deren oberes Ende in einem gewissen Abstand von der Spinndüse liegt und durch die ein Kühlgasstrom von unten nach oben derart geleitet wird, daß das Kühlgas am oberen Ende der Kammer, ohne die Spinndüse zu beströmen, austritt.Angezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 481777.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 9536 8.54
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB385943A GB565282A (en) | 1943-03-10 | 1943-03-10 | Improvements in or relating to the manufacture of artificial threads |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE916458C true DE916458C (de) | 1954-08-12 |
Family
ID=9766244
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP244A Expired DE916458C (de) | 1943-03-10 | 1948-10-20 | Verfahren zur Herstellung von Kunstfaeden |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE459044A (de) |
| DE (1) | DE916458C (de) |
| FR (1) | FR910838A (de) |
| GB (1) | GB565282A (de) |
| NL (1) | NL64060C (de) |
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- BE BE459044D patent/BE459044A/xx unknown
- NL NL64060D patent/NL64060C/xx active
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Also Published As
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