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DE903413C - Verfahren zum Entfernen von reifenden und schleiernden Substanzen aus Photogelatinen - Google Patents

Verfahren zum Entfernen von reifenden und schleiernden Substanzen aus Photogelatinen

Info

Publication number
DE903413C
DE903413C DEF3181D DEF0003181D DE903413C DE 903413 C DE903413 C DE 903413C DE F3181 D DEF3181 D DE F3181D DE F0003181 D DEF0003181 D DE F0003181D DE 903413 C DE903413 C DE 903413C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ripening
gelatin
photogelatins
substances
exchangers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF3181D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Agfa Gevaert NV
Original Assignee
Agfa AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa AG filed Critical Agfa AG
Priority to DEF3181D priority Critical patent/DE903413C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE903413C publication Critical patent/DE903413C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/005Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
    • G03C1/04Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein with macromolecular additives; with layer-forming substances
    • G03C1/047Proteins, e.g. gelatine derivatives; Hydrolysis or extraction products of proteins

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Der Patentinhaberin ist gestattet worden, die Erfinderbenennung nachzuholen Verfahren zum Entfernen von reifenden und schleiernden Substanzen aus Photogelatinen Von den für die Herstellung photographischer Halogensilberemulsionen verwendeten Photogelatinen verlangt man neben guten physikalischen Eigenschaften einen gewissen Gehalt an Klarhaltern und stets gleichbleibende Reifeeigenschaften, da hiervon die erzielbare Empfindlichkeit und Schleierfreiheit abhängt, ferner sollen schleiernde Verunreinigungen nicht vorhanden sein. Da das zur Gelatineherstellung verwendete Rohmaterial ein Abfallprodukt (Hautabfälle, Knochen) ist und in seinen Eigenschaften stark schwankt, bereitet es dem Fabrikanten große Schwierigkeiten, die Behandlung des Rohmaterials so zu leiten, daß Gelatine mit stets gleichen Reifeigenschaften resultiert. Infolgedessen müssen die einzelnen Gelatinesude nach Probeemulsionen abgemischt werden. Dieses umständliche Verfahren versagt natürlich, wenn Sude mit starken Reifeigenschaften anfallen, zu deren Einstellung auf normale Reifung nicht genügend schwach reifende Sude vorhanden sind. Derartige Sude müssen entweder verworfen werden oder können nur verwertet werden, wenn im Laufe der Fabrikation geeignete Mischsude anfallen. Hierdurch entstehen größere Läger und Kosten.
  • Es ist zwar dem Fachmann geläufig, durch Verlängerung der Ascherzeit des Gelatinerohmaterials die starke Reif- und Schleierneigung zu vermindern. Dieses Verfahren bringt jedoch eine erhebliche Verschlechterung der physikalischen Eigenschaften, wie Schmelzpunkt, Erstarrungspunkt, Gallertfestigkeit usw., mit sich. Daß dieses Verfahren trotz seiner Nachteile allgemein geübt wird, geht aus der Tatsache hervor, daß photographisch gute Gelatinen im allgemeinen an der unteren Grenze der physikalischen Brauchbarkeit liegen. Gelatinen, die nicht für photographische Zwecke verwendet werden, haben dagegen durchweg gute physikalische Eigenschaften.
  • Ein weiteres Verfahren, stark reifende bzw. sehleiernde Gelatinen brauchbar zu machen, besteht in ihrer Behandlung mit Oxydationsmitteln, z. B. Wasserstoffsuperoxyd. Diese Oxydation zerstört aber nicht nur die Reifkörper, die aus Verbindungen mit labilem Schwefel bestehen, sondern greift auch andere für die Qualität der Halogensilberemulsionen wichtige Substanzen, wie z. B. Klarhalter, Hemmkörper usw., an, so daß zwar die Reifwirkung herabgesetzt, aber die Schleierneigung zum Teil noch gesteigert wird, so daß die Gelatine für die Herstellung höchstempfindlicher Negativemulsionen nicht mehr verwendbar ist.
  • Ein -weiteres Verfahren macht sich die Tatsache zunutze, daß Reif- und Schleiersubstanzen teilweise aus der Gelatine aasgewässert werden können. Da dabei jedoch auch wertvolle andere Substanzen mit entfernt werden, so ist auch dieses Verfahren für die Herabsetzung der Reifung bei voller Erhaltung der übrigen guten Eigenschaften der Gelatine nicht verwendbar. Ferner entstehen durch Wasseraufnahme verdünnte Gelatinelösungen, die schwer aufzuarbeiten sind.
  • Es bestand also bisher kein Verfahren, das eine Entfernung des Reifkörpers bzw. schieiernder Verunreinigungen aus der Gelatine gestattete, ohne daß gleichzeitig sowohl die physikalischen als auch andere wertvolle Eigenschaften der Gelatine verschlechtert wurden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man durch Behandlung gelöster Gelatine mit Anionenaustauschern eine weitgehende Verringerung der Reifung und Schleierneigung erzielen kann, ohne daß dabei wertvolle Substanzen verlorengehen oder die physikalischen Eigenschaften der Gelatine verschlechtert werden.
  • Im allgemeinen genügt es, die Anionenaustauscher in genügender Menge in die Gelatinelösung einzutragen, durch Rühren gut zu mischen und nach einiger Zeit wieder abzufiltrieren. Besser verfährt man, wenn man .die Gelatinelösung durch ein Filter, das mit dem Anionenaustauscher beschickt ist, hindurchlaufen läßt. Die Konzentration der Gelatinelösung kann so hoch gewählt werden, däß bei entsprechender Temperatur und Korngröße des Austauschers noch ein gutes Durchlaufen der Lösung durch das Filter gewährleistet ist. Diese Behandlung der Gelatinelösungen kann sowohl im Neutralpunkt als auch in schwach alkalischem Gebiet erfolgen.
  • Die nach dem Verfahren behandelten Gelatinelösungen können ohne weiteres zur Herstellung von Halogensilberemulsionen verwendet -werden, nachdem zweckmäßig der pH-Wert geeignet eingestellt wurde. Falls die Gelatinelösungen aus Verkochungen von Gelatinerohmaterial stammen, können sie, wie üblich, weiterverarbeitet und getrocknet werden.
  • Für das Verfahren geeignete Anionenaustauscher, vornehmlich auf Kunstharzbasis, sind z. B. in der britischen Patentschrift 489 173 beschrieben. Hiernach werden Anionenaustauscher durch Umsetzung von aliphatischen Aminen, Iminen, Polyaminen oder Polyiminen mit aliphatischen Polyhalogenverbindungen erhalten, -wobei die Polyhalogenverbindungen völlig oder teilweise durch Aldehyd ersetzt sein können und neben den aliphatischen Aminen oder Iminen auch aromatische Amine oder Phenole mitkondensiert werden können. Ferner sind zu dem vorgenannten Zweck Anionenaustauscher verwendbar, die durch Kondensation von Polyäthyleniminen und gegebenenfalls Polyäthylendiaminen und bzw. oder Ammoniak mit Äthylenoxyd und bzw. oder dessen Derivaten erhalten werden. Bei der Herstellung dieser Anionenaustauscher aus aliphatischen Di- oder Polyaminen und solchen aliphatischen Verbindungen, die an mindestens zwei Stellen des Moleküls mit den Aminen zu reagieren vermögen, werden diese Komponenten vorzugsweise in solchen Mengen eingesetzt werden, daß weniger als z Mol des Amins auf jede reaktionsfähige Gruppe der anderen Verbindung zur Anwendung kommt. Werden hierbei die aliphatischen Di- oder Polyamine durch Ammoniak ersetzt, so wird vorzugsweise weniger als z,5 Mol Ammoniak auf jede reaktionsfähige Gruppe der aliphatischen Verbindung angewendet.
  • Die Wirksamkeit der Austauscher ist je nach Zusammensetzung verschieden, es ist daher möglich, für verschieden stark reifende Gelatinen den geeigneten Austauscher auszuwählen und die Reifwirkung auf das gewünschte Maß herabzusetzen. Es ist jedoch auch möglich, durch stark -wirkende Austauscher den Reifkörpergehalt vollständig zu entfernen, um durch an sich bekannten dosierten Zusatz von künstlichen Reifkörpern bzw. stark reifender Gelatine den gewünschten Reifgrad einzustellen.
  • Das Verfahren der Erfindung läßt sich. ferner zusammen mit anderen bekannten Filtrierverfahren der Gelatinereinigung und -verbesserung ausführen, indem man die Gelatinelösung durch hintereinandergeschaltete Filter mit verschiedenen Füllungen in beliebiger Reihenfolge hindurchlaufen läßt.
  • Eine bereits bekannte Anwendung von Anionennustauschern als nachgeschaltete Behandlung von mit Kationenaustauschern zwecks Entaschung behandelter Gelatinelösungen hat den Zweck, die durch den Wasserstoffionenaustausch sauer gewordenen Gelatinelösungen durch Hydroxylionenaustausch zu neutralisieren. Eine Entfernung von Reifkörpern, wie im vorliegenden Falle, ist dabei nicht beabsichtigt und erfolgt auch nicht, da die verwendeten Anionenaustauscher nicht für die Entfernung der Reifkörper geeignet sind.
  • Nach längerem Gebrauch verlieren die Anionenaustauscher an Wirksamkeit, da sie sich mit den aus der Gelatine entfernten Reifungssubstanzen beladen. Durch Behandlung mit verdünnten Lösungen von Ätznatron, Ammoniak, Soda usw. können die Austauscher regeneriert werden. Dabei werden die Reifkörper von dem Austauscher abgelöst und können für die Einstellung der Reifwirkung von Gelatinen verwertet werden. Nach der Wiederbelebung der Austauscher sind die Alkalien in bekannter Weise wieder gründlich auszuwaschen. Beispiel x Eine für die Herstellung von Halogensilbersiedeemulsionen wegen starken Schleiers unverwendbare Gelatine wird in r5°/aiger Lösung bei etwa Sio° C durch ein mit Anionenaustauscher nach der britischen Patentschrift q;89 173 beschicktes Filter bei einem pH-Wert von 7 filtriert. Die Gelatine hat den Schleier verloren und normale Reifwirkung, so daß sie gut verwendet werden kann. Beispiel e Eine für die Herstellung von Halogensilberammoniakemulsionen wegen zu starker Reifung nicht verwendbare Gelatine wird in 2oo/oiger Lösung bei einem pH-Wert von 8 und einer Temperatur von etwa 5o° C durch ein mit Anionenaustauscher nach der britischen Patentschrift q;89 173 beschicktes Filter filtriert. Nach der Einstellung auf pH-Wert 6, 7 gibt die Gelatine normale Reifung. Beispiel 31 Der erste Abzug eines mit Wasser ausgeschmolzenen geäscherten Leimleders, der Gelatine mit guten physikalischen Eigenschaften gibt, die aber wegen starker Reifung und Schleierneigung für Photozwecke nicht verwendbar ist, wird vor oder nach der üblichen Filtration durch Zellstoff durch ein mit Anionenaustauscher beschicktes Filter filtriert. Die so erhaltene Gelatine kann mit einem nicht mit Anionenaustauscher behandelten Anteil des gleichen Abzuges auf den gewünschten Reifgrad durch Abmischung eingestellt werden. Beispiel q; Eine in bekannter Weise durch Filtration über Kohle von Hemmkörpern befreite Gelatinelösung wird anschließend über ein mit Anionenaustauschern beschicktes Filter filtriert und, wie üblich, aufgearbeitet. Die erhaltene Gelatine ist frei von Hemm-und Reifkörpern und kann durch Zufügen geeigneter künstlicher bzw. der aus den Absorptionsmitteln, wiedergewonnenen Hemm- und Reifkörper auf jeden gewünschten Grad photographischer Aktivität eingestellt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Entfernung von reifenden und schieiernden Substanzen aus Photogelatinen, dadurch gekennzeichnet, daß sie in gelöster Form mit einem mit Hydroxylionen beladenen Anionenkunstharzaustauscher in Berührung gebracht werden, in dem bei der Herstellung aliphatische Amine einkondensiert worden sind.
DEF3181D 1944-11-28 1944-11-29 Verfahren zum Entfernen von reifenden und schleiernden Substanzen aus Photogelatinen Expired DE903413C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF3181D DE903413C (de) 1944-11-28 1944-11-29 Verfahren zum Entfernen von reifenden und schleiernden Substanzen aus Photogelatinen

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0003181 1944-11-28
DEF3181D DE903413C (de) 1944-11-28 1944-11-29 Verfahren zum Entfernen von reifenden und schleiernden Substanzen aus Photogelatinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE903413C true DE903413C (de) 1954-02-04

Family

ID=25973707

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF3181D Expired DE903413C (de) 1944-11-28 1944-11-29 Verfahren zum Entfernen von reifenden und schleiernden Substanzen aus Photogelatinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE903413C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3828311A1 (de) * 1988-08-20 1990-02-22 Agfa Gevaert Ag Fotografische, gleatinehaltige silberhalogenidemulsion

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3828311A1 (de) * 1988-08-20 1990-02-22 Agfa Gevaert Ag Fotografische, gleatinehaltige silberhalogenidemulsion

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