DE903332C - Verfahren zur Herstellung von Monohalogenalkanen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von MonohalogenalkanenInfo
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- DE903332C DE903332C DEU582A DEU0000582A DE903332C DE 903332 C DE903332 C DE 903332C DE U582 A DEU582 A DE U582A DE U0000582 A DEU0000582 A DE U0000582A DE 903332 C DE903332 C DE 903332C
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- C07C17/00—Preparation of halogenated hydrocarbons
- C07C17/26—Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving an increase in the number of carbon atoms in the skeleton
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Description
Gemäß der Erfindung werden Monohalogenalkanderivate dadurch hergestellt, daß ein Monohalogenalkan
mit einem aliphatischen Monoolefm in Gegenwart eines Metallhalogenidkatalysators vom Friedel-Crafts-Typ
unter geeigneten Temperatur- und Druckbedingungen für die Umsetzung kondensiert wird, so daß die Bildung eines Monohalogenalkans
von einem Molekulargewicht gleich der Summe des Ausgangsmonohalogenalkans und mindestens eines
aliphatischen Monoolefins die Hauptumsetzung darstellt.
Der Ausdruck kondensieren, wie er in der vorliegenden Beschreibung und in den Ansprüchen
benutzt wird, bedeutet die chemische Vereinigung eines niedriger siedenden Monohalogenalkans mit
einem aliphatischen Monoolefin unter Erzeugung eines höher siedenden Monohalogenalkans von einem
Molekulargewicht gleich der Summe der Molekulargewichte dieses niedriger ,siedenden Monohalogenalkans
und dieses' Olefins. In einigen Fällen kann das so aus einem niedriger siedenden Monohalogenalkan
und einem Olefin gebildete höher siedende Monohalogenalkan sich mit einem zweiten Molanteil
des Olefins umsetzen. Dabei wird ein noch höher siedendes Monohalogenalkan mit einem Molekulargewicht
gleich der Summe der Molekulargewichte des niedriger siedenden Monohalogenalkans und des
doppelten Molekulargewichtes dieses Olefins erhalten.
Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung werden Monohalogenalkane mit mindestens
5 Kohlenstoffatomen im Molekül dadurch erzeugt, daß ein Monohalogenalkan mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen
im Molekül mit einem Olefin in Gegenwart eines Katalysators der obenerwähnten Art
kondensiert wird.
Olefinische Kohlenwasserstoffe, die bei der Erzeugung
von Monohalogenalkanen und zur Kondensierung mit Monohalogenalkanen beim Verfahren
gemäß der Erfindung benutzbar sind, können entweder normalerweise gasförmig oder normalerweise
flüssig sein. Zu ihnen gehören Äthylen, Propylen, Butylene und höhere normalerweise flüssige Olefine.
Letztere schließen verschiedene Polymere normalerweise gasförmiger olefinischer Kohlenwasserstoffe
ίο ein. Diese aliphatischen olefinischen Kohlenwasserstoffe,
die beim vorliegenden Verfahren benutzbar sind, können aus irgendeiner Quelle, insbesondere
aus den Erzeugnissen 'der katalytischen und thermischen Spaltung von ölen, durch Dehydrierung
paraffinischer Kohlenwasserstoffe oder durch Dehydratisierung von Alkoholen erhalten werden.
Einige als Ausgangsstoffe für das beanspruchte Verfahren benutzbare Monohalogenalkane werden
durch Zusatz eines Halogenwasserstoffes zu einem ao Monoolefinkohlenwasserstoff dargestellt. Diese
Additionsumsetzung wird im allgemeinen in Gegenwart eines Katalysators, wie z. B. eines Friedel-Crafts-Metallhalogenids,
einer Säure, wie Schwefelsäure oder einer Phosphorsäure od. dgl., vorgenommen.
Ein derartiger Zusatz eines Halogenwasserstoffes zu einem Olefin führt zur Entstehung
sekundärer Monohalogenalkane aus nichttertiären Olefinen mit 3 oder mehr Kohlenstoffatomen je
Molekül und zur Bildung tertiärer Monohalogenalkane aus tertiären Olefinen, wie Isobuten, Trimethyläthylen
u. dgl. Primäre Monohalogenalkane sind beim vorliegenden Verfahren ebenfalls zur
Erzeugung höher siedender Monohalogenalkane brauchbar. Sie werden durch andere Maßnahmen,
z. B. durch Zusatz eines Halogenwasserstoffes zu Äthylen, Behandlung von Methanol oder eines
anderen primären Alkohols mit Halogenwasserstoff in Gegenwart eines geeigneten Katalysators, z. B.
Zinkchlorid u. dgl., erhalten. Primäre Monobromalkane können aus einem i-Alken durch Zusatz von
Bromwasserstoff in Gegenwart von Peroxyden oder durch Einwirkung von Sonnenschein erhalten
werden.
Monochlor- und Monobromalkane werden im allgemeinen für die Kondensationsumsetzung mit olefinischen
Kohlenwasserstoffen bevorzugt, doch können auch Monojod- und Monofluoralkane benutzt
werden, allerdings nicht notwendigerweise unter denselben Arbeitsbedingungen, insbesondere wenn
verschiedene Olefinkohlenwasserstoffe bei der Erzeugung unterschiedlicher Monohalogenalkane von
höherem Molekulargewicht beteiligt sind.
Geeignete Katalysatoren für das Verfahren nach der Erfindung sind z. B. Metallhalogenide vom
Friedel-Crafts-Typ, insbesondere wasserfreies Ferrichlorid, Wismutchlorid und Zirkonchlo'rid, Reaktionsfähigere
Metallhalogenide, wie Aluminiumchlorid und Aluminiumbromid sowie Zinkchlorid, sind im allgemeinen auch brauchbar. Die bei verschiedenen
Friedel-Crafts-Metallhalogeniden oder Mischungen von Metallhalogeniden anzuwendenden
Arbeitsbedingungen können je nach der Katalysatoraktivität und anderen Faktoren unterschiedlich sein.
Diese verschiedenen katalytischen Stoffe, die zu verwenden sind, können als solche oder zusammengesetzt
miteinander oder auch verteilt auf festen Trägern benutzt werden, um Katalysatormassen
von gewünschten Aktivitäten zu gewinnen. Geeignete katalytische Träger sind sowohl adsorptive wie
im wesentlichen nichtadsorptive Materialien, z. B. Tonerde, Aktivkohle, gemahlenes Porzellan, rohe
und säurebehandelte Tone, Diatomeenerde, Bims, feuerfeste Ziegel und ähnliche Stoffe. Die Träger
sollen im wesentlichen inert in dem Sinne sein, daß praktisch keine gegenseitige Einwirkung zwischen
dem Träger und dem Metallhalogenid eintritt, die abträglieh für die Aktivität oder Selektivität der
Katalysatormasse ist.
Die Kondensation von Monohalogenalkanen mit Olefinen besteht beim vorliegenden Verfahren anscheinend
in der Anlagerung eines Monohalogenalkans an die Doppelbindung des ungesättigten
Kohlenwasserstoffes unter Bildung eines anderen Monohalogenalkans von höherem Molekulargewicht.
Zum Beispiel liefert die Kondensation von tertiärem Butylchlorid mit Äthylen 4-Chlor-2, 2-Dimethylbutan,
welches ein Chlorneohexan gemäß folgender Gleichung ist:
CH,
CH3-C-Cl + H2C-CH2
CH,
CH3
Q
CH2Cl.
Tertiäres Butylchlorid unterliegt ähnlichen Kondensationen mit Propylen und mit n-Butylen unter
Bildung von Monochlorheptan bzw. Monochloroctan. In ähnlicher Weise kann Monobromheptan
durch Umsetzung von tertiärem Butylbromid mit Propylen erhalten werden. Unter gewissen Bedingungen
kann die Vereinigung eines Monohalogenalkans mit einem Olefin so gesteuert werden, daß
sie andere, höher siedende Alkylmonohalogenide ergibt, die alle Bestandteile, d.h. sowohl das ursprüngliche
Olefin als auch das niedriger siedende Monohalogenalkan enthalten.
In einigen Fällen kann es auch zweckmäßig sein, mit dem sich umsetzenden Monohalogenalkan und
Olefin eine geringe Menge eines Peroxyds, z. B. Benzoylperoxyds, Ascaridols u. dgl., zu vermischen,
um die Art und Weise, in der sich ein Monohalogenalkan mit einem Olefin unter Erzeugung
höher siedender Monohalogenalkane von gewünschter Struktur kondensiert, zn beeinflussen.
Die Erzeugung höher siedender Monohalogenalkane, wie sie hier dargelegt ist, wird ausgeführt,
indem ein niedriger siedendes Monohalogenalkan mit einem Olefin in Gegenwart eines Friedel-Crafts-Katalysators
bei einer Kondensationstemperatur umgesetzt wird, und zwar im allgemeinen, während
ein ausreichender Druck aufrechterhalten wird, um einen wesentlichen Anteil der Bestandteile in
flüssigem Zustand zu halten. Die Umsetzung verschiedener Monohalogenalkane mit verschiedenen
5 Olefinen verläuft nicht notwendigerweise mit gleicher Wirksamkeit und unter denselben Arbeitsbedingungen.
So ist bei Gegenwart von Wismutchlorid als Katalysator eine Temperatur zwischen etwa ο und etwa 500 brauchbar, wenn Monohalogenalkane,
insbesondere tertiäres Butylchlorid mit einem Olefin von mindestens 3 Kohlenstoffatomen
je Molekül, wie Propylen, Butylene, Amylene usw., kondensiert werden, während eine Temperatur von
etwa 50 bis etwa 1250 für eine ähnliche Umsetzung
zwischen tertiärem Butylchlorid und Äthylen geeignet ist. Eine Temperatur von etwa ο bis etwa
500 ist zum Kondensieren von Äthylen, Propylen, Butylenen usw. mit Monohalogenalkanen, wie Isopropylchlorid,
tertiärem Butylbromid u. dgl., in Gegenwart von Ferrichlorid oder Zirconchlorid geeignet. Wenn Aluminiumchlorid als Katalysator
verwendet wird, werden im allgemeinen niedrigere Temperaturen bevorzugt, weil dieses Metallhalogenid
verhältnismäßig hochaktiv ist. Andere Friedel-Crafts-Metallhalogenide erfordern auch
ziemlich enge Temperaturbereiche für die Katalyse der Erzeugung hoher Ausbeuten an hochsiedenden
Monohalogenalkanen.
Anscheinend sind tertiäre Monohalogenalkane besser zur Umsetzung mit Olefinen befähigt als
sekundäre Monohalogenalkane, und umgekehrt sind letztere reaktionsfähiger als primäre Monohalogenalkane.
Auch sind primäre, sekundäre und tertiäre Monoolefine nicht unter denselben Arbeitsbedingungen
zu benutzen, wenn es erwünscht ist, hohe Ausbeuten an höher siedenden Monohalogenalkanen
zu erzeugen. Primäre und sekundäre Olefine reagieren leicht mit Monohalogenalkanen, insbesondere
mit tertiären Monohalogenalkanen, aber tertiäre Olefine, wie Isobuten, Trimethyläthylen
u. dgl., unterliegen bisweilen einer beträchtlichen Polymerisation als Nebenreaktion, wenn sie mit
Monohalogenalkanen und den beim vorliegenden Verfahren verwendeten Katalysatoren in Berührung
kommen.
Die Umsetzung gemäß der Erfindung kann entweder unter Benutzung von Einzelbeschickungen
oder in fortlaufender Arbeitsweise durchgeführt werden. Beim Arbeiten mit Einzelbeschickungen
werden zweckmäßige Anteile von Monohalogenalkan und Olefin oder von Monohalogenalkan und
einer Olefinkohlenwasserstoffe enthaltenden Kohlenwasserstoffreaktion in ein geeignetes Reaktionsgefäß eingeführt, das den Friedel-Crafts-Kataly-
sator als solchen oder vereinigt mit einem Träger enthält. Die anfallende Stoffmischung1 wird behandelt,
bis ein wesentlicher Anteil der Reaktionsbestandteile in das gewünschte Monohalogenalkan
von hohem Molekulargewicht umgewandelt ist. Die Umsetzungsmischung wird nach Abtrennung vom
Katalysator fraktioniert, um die nicht umgewandelte olefinische Kohlenwasserstofffraktion und das nicht
umgewandelte Halogenalkan aus dem höher siedenden Monohalogenalkanprodukt abzuscheiden. Die
wiedergewonnene olefinische Kohlenwasserstofffraktion und das tiefer siedende Halogenalkan
können in einem anderen Arbeitsgang benutzt werden.
Man kann auch in der Weise kontinuierlich arbeiten, daß eine Mischung eines Olefin-Kohlen-Wasserstoffes
und eines Monohalogenalkans durch ein Reaktionsgefäß geeigneten Aufbaues geleitet
wird, das ein stehendes Bett von granuliertem Friedel-Crafts-Katalysator enthält. Bei dieser Art
der Behandlung können die Arbeitsbedingungen in geeigneter Weise eingestellt werden, und sie können
sich etwas von denen unterscheiden, die beim Arbeiten in Einzelbeschickungen benutzt werden.
Wenn eine Mischung von Monohalogenalkan und ein Olefin ζ. B. durch ein Rohr mit auf granuliertem
Porzellan aufgebrachtem Ferrichlorid geleitet wird, kann die Bildung der gewünschten höher siedenden
Monohalogenalkane durch Anwendung einer höheren Temperatur und kürzerer Berührungszeit bewirkt
werden, als wenn eine gleichartige Umsetzungsmischung und ein Katalysator bei einer niedrigeren
Temperatur im Einzelbeschickungsgefäß, wie z. B. einem mit geeignetem Rührwerk ausgerüstetem
Autoklav, in Berührung gebracht werden.
In einigen Fällen ist es ratsam, das eingebrachte Monohalogenalkan und den Olefinkohlenwasserstoff
mit einem praktisch inerten Lösungsmittel, wie einem Paraffinkohlenwasserstoff, z. B. n-Pentan,
oder einem Nitroparaffin, z. B. Nitromethan, zu vermengen und dann die Kondensation in Gegenwart
dieses zugesetzten Lösungsmittels zu bewirken. Offensichtlich soll ein solches Lösungsmittel ausgewählt
werden, das an sich nicht einer unerwünschten Umsetzung unter den angewendeten Arbeitsbedingungen
unterliegt.
Verschiedene höher siedende Monohalogenalkane, die nach dem vorliegenden Verfahren erzeugt werden,
wie z. B. Chlorhexane, -heptane und -octane und andere Halogenkohlenwasserstoffe, können für
verschiedene Zwecke benutzt werden, z. B. können sie in Kohlenwasserstoffe von hohem Antiklopfwert
umgewandelt werden, oder sie können als Lösungsmittel oder Zwischenprodukte bei organischen
Synthesen Anwendung finden. Das Verfahren dient also als ein Mittel zur Umformung
normalerweise gasförmiger Olefine, wie Äthylen, Propylen und die Butylene, sowie verhältnismäßig
niedrig siedender, normalerweise flüssiger Olefine, wie die verschiedenen isomeren Pentene, Hexene
u. dgl., in höher molekulare Monohalogenalkane und dann in olefinische oder paraffinische Kohlenwasserstoffe,
die für die Erzeugung von Flugzeugbenzin benutzbar sind. Zum Beispiel kann Isobutylen
mit Chlorwasserstoff unter Bildung von tertiärem Butylchlorid umgesetzt werden, das dann mit einem
Olefin in Gegenwart eines Friedel-Crafts-Katalysators, wie im vorstehenden beschrieben, umgesetzt
wird, um ein höher siedendes Monohalogenalkan zu erzeugen, das zu einem Isoparaffin hydrierbar ist.
Es kann aber auch aus höher siedenden Monohalogenalkanen unter Halogenwasserstoffabspaltung
ein Olefin gebildet werden, das aus dem Halogenwasserstoff
abgetrennt und dann zu dem gewünschten Isoparaffin vom Benzinsiedebereich hydriert
wird. Der Halogenwasserstoff, wie Chlorwasserstoff, der aus dem höher siedenden Monohalogenalkan
während der Hydrierung oder Halogenwasserstoffabspaltung entfernt wird, wird dann zur
Weiterbehandlung durch den Olefinkohlenwasserstoff im Kreislauf geführt, um eine weitere Menge
ίο niedriger siedenden Monohalogenalkans zu erzeugen,
das als Zwischenprodukt beim vorliegenden Verfahren benötigt wird.
Die folgenden Beispiele dienen zur Erläuterung der Art der Ergebnisse, die durch Benutzung
bestimmter Ausführungsformen des Verfahrens erzielt werden können, während die mitgeteilten
Werte nicht den Sinn haben, den allgemeinen Bereich der Erfindung einzuengen.
120 g tertiäres Butylchlorid und 17 g Wismutchlorid
wurden in ein Glasfutter gebracht, das dann in einem drehbaren Autoklav eingeschlossen wurde,
in den Äthylen unter einem Druck von 40 at eingeleitet wurde. Die Autoklavtemperatur wurde
dann gesteigert und auf der Arbeitstemperatur von 900 gehalten. Der Autoklav drehte sich 4 Stunden
lang. Der Druck erreichte einen Höchstwert von 48 at, fiel auf 38 at nach 1 Stunde und erreichte
einen Enddruck von 5 at, nachdem der Autoklav auf Zimmertemperatur abgekühlt war. Die aus dem
Autoklav entfernten Umsetzungsprodukte bestanden aus 131g farbloser Flüssigkeit und 22 g eines
rötlichbraunen Katalysatorschlammes oder Teers.
Das flüssige Erzeugnis wurde mit Ätzalkalien und Wasser gewaschen, dann getrocknet und., beginnend
bei gewöhnlichem Druck und allmählich sich verringerndem Druck, entsprechend der Steigerung des
Siedepunktes des Erzeugnisses fraktioniert destilliert.
Die so erhaltenen verschiedenen Fraktionen hatten die in Tabelle 1 genannten Eigenschaften.
Destillation des durch Kondensation von tertiärem Butylchlorid mit Äthylen in Gegenwart von Wismutchlorid
gebildeten Erzeugnisses
| Fraktion | Kp. 0C | Druck | Kp. 0C | Vol. | „20 |
| Nr. | mm | auf 760 mm | ecm. | «D | |
| I | 50 bis 50 | 740 | 50 bis 50 | 15,7 | 1,3846 |
| 2 | 33 - 33 | 400 | 50 - 51 | 9.7 | L3858 |
| 3 | 16 - 24 | 200 | 51 - 60 | 6,3 | I.385I |
| 4 | 24 - 72 | 200 | 60 -115 | 5.3 | 1,4048 |
| 5 | 57 - 57 | 100 | 115 -116 | 26,7 | I,4l60 |
| 6 | 43 - 38 | 5obis4o | 116 -118 | 7.0 | 1,4160 |
| 7 | 26 - 42 | 8 | 118 -134 | 10,1 | 1,4312 |
| Rück | |||||
| stand | 23.7 | 1.4457 |
Die Fraktionen
hauptsächlich aus
Butylchlorid, und
hauptsächlich aus
Butylchlorid, und
1 bis 3 einschließlich bestanden nicht umgewandeltem tertiärem
Fraktion 4 war eine Zwischenfraktion. Fraktion 5, die bei nochmaliger Destillation
unter 741 mm Druck bei 116 bis 1 ij° siedete,
hatte eine Dichte von 0,8670 bei 200 und ein Molekulargewicht
von 113 kryoskopisch bestimmt. Dieses Molekulargewicht entsprach also dem eines
Hexylchlorids. Mittels Grignard-Reagenz wurde das Hexylchlorid in den entsprechenden Alkohol
umgewandelt. Letzterer lieferte ein 3, 5-Dinitro-Benzoat mit Schmelzpunkt von 81 bis 820, eine
a-Naphthylamin-Additionsverbindung mit Schmelzpunkt
von i32bis 1330 und ein a-Naphthyl-Urethan
mit Schmelzpunkt von 81 bis 820. Diese Derivate beweisen, daß der Alkohol 2, 2-Dimethylbutanol-4
war und daß folglich die Chlorverbindung 4-Chlor-2,2-dimethylbutan,
d. h. ein Monochlorneohexan war. Die Verbindung 4-Brom-2,2-dimethylbutan ist in ähnlicher Weise aus der Kondensation von tertiärem
Butylbromid mit Äthylen zu erhalten. Jedes dieser halogenieren Neohexane kann als ein 4-Halogen-2,
2-dimethylbutan bezeichnet werden.
Der in Tabelle 1 erwähnte Rückstand enthielt anscheinend höher siedende Alkylchloride, die wahrscheinlich
durch Kondensation von Chlorneohexan mit Äthylen gebildet wurden.
Bei einem anderen Versuch, der in ähnlicher Weise, wie im Beispiel 1 angegeben, durchgeführt
wurde, wurden 54 g tertiäres Butylchlorid und 5 g wasserfreies Ferrichlorid in den Autoklav gegeben,
in den dann Äthylen unter 40 at Druck eingeleitet wurde. Während sich dann der Autoklav bei
Zimmertemperatur drehte, fiel der Druck nach 2 Stunden auf 30 at. Nachdem der Autoklav
4 Stunden lang umgelaufen w:ar, wurde die Drehbewegung
abgestellt und der Autoklav 67^ Stunden
lang bei Zimmertemperatur stehengelassen. Am Ende dieser Zeit betrug der Druck 18 at. Das Umsetzungsprodukt
wurde in 67 g einer rötlichbraunen Flüssigkeit und 8 g eines Katalysators in der Form
brauner Klumpen zerlegt. Das flüssige Produkt wurde mit Wasser gewaschen, getrocknet und zu
den in Tabelle 2 angegebenen Fraktionen destilliert.
Destillation des durch Kondensation von tertiärem Butylchlorid mit Äthylen in Gegenwart von Ferrichlorid
gebildeten Erzeugnisses
| Fraktion Nr. |
Kp.< | C | Vol. ecm |
1,4070 |
| I | 70 bis | 115 | 3,5 | 1,4160 |
| 115 - | HQ | 45,0 | 1,4188 | |
| 3 | 119 - | ISS | 7.5 | 1,4351 |
| 4 | 155 - | I95 | 5,0 | |
Die Fraktion 2 bestand aus 4-Chlor-2,2-Dimethyl- iao
butan, das, wie im Beispiel 1 erwähnt, identifiziert wurde.
Dieser Versuch wurde in ähnlicher Weise, wie der im Beispiel 1 erläuterte, ausgeführt, jedoch
wurden 75 g verflüssigtes Propylen in ein Autoklavglasfutter eingewogen, das vorher auf —780 gekühlt
wurde und 140 g tertiäres Butylchlorid und 10 g Wismutehlorid enthielt. Nachdem das Autoklavfutter
mit der Umsetzungsmischung in den Autoklav gebracht wurde, wurde letzterer verschlossen,
und Stickstoff wurde bei einem Gesamtdruck von 50 at eingeleitet. Der gefüllte Autoklav
wurde dann bei Zimmertemperatur 4 Stunden lang gedreht, worauf die Drehung unterbrochen und der
Autoklav 16 Stunden lang stehengelassen wurde. Das anfallende Umsetzungsprodukt bestand aus
35 g nicht umgewandeltem Propylen, 173 g Flüssigkeit
mit etwas gelöstem Propylen und 12 g Katalysator in 'Form weißer Klumpen. Nach dem Waschen
und Trocknen wurden insgesamt 165 ecm flüssiges
Produkt zu den in Tabelle 3 angegebenen Fraktionen destilliert.
Tabelle 3
30
30
Destillation des durch Kondensation von tertiärem Butylchlorid mit Propylen in Gegenwart von
Wismutehlorid gebildeten Erzeugnisses
| Fraktion | Kp | . 0C | Druck | Kp. | 0C | 50 | Vol. | „20 |
| Nr. | mm | auf 760 mm | 50 | ecm | nD | |||
| I | 45 bis 5° | 737 | 45 bis | 50 | 33,1 | 1,3835 | ||
| 2 | 50 | 737 | 50 - | 131 | 34.4 | 1,3848 | ||
| 3 | 29 | 340 | 50 - | 134 | 12,6 | 1,3850 | ||
| 4 | 66 ■ | 100 | 124 - | 163 | 28,0 | I4I9O | ||
| 5 | 73 - | 100 | 131 - | 200 | 37-4 | I.4252 | ||
| 6 | 65 ■ | 57 bis 17 | 134 - | 7,6 | I,43l8 | |||
| 7 | 64 ■ | 7 bis 4 | 163 - | 0,4 | I4338 | |||
| Rück | ||||||||
| stand | 8,0 | 1,4490 | ||||||
| - 50 | ||||||||
| - 29 | ||||||||
| 73 | ||||||||
| 76 | ||||||||
| 59 | ||||||||
| 62 | ||||||||
Fraktion 5 hatte eine Dichte von 0,8691 bei 200
und ein Molekulargewicht von 129 kryoskopisch in Benzol bestimmt. Ein Teil der Fraktion 5 wurde in
den entsprechenden Alkohol umgewandelt, der ein 3,5-Dinitrobenzoat vom Schmelzpunkt 94,5 bis
95,5° und ein a-Naphthyl-Urethan vom Schmelzpunkt
86 bis 870 lieferte. Das beweist, daß die Fraktion 5 aus 4-Chlor-2,2-Dimethylpentan bestand.
Zirkonchlorid wurde auch als Katalysator für
die Kondensation von tertiärem Butylchlorid mit Propylen unter denselben Bedingungen wie im
Beispiel 3 verwendet. Dabei wurde eine Umsetzungsmischung von 50 g tertiärem Butylchlorid, 21g
Propylen und 10 g Zirkonchlorid benutzt. Das Um-Setzungsprodukt ergab annähernd ι ο g Chlorheptan
mit einem Siedepunkt zwischen 127 und 1360.
158 g tertiäres Butylchlorid, 68 g Normalbutylene
f>o (bestehend aus etwa 95 °/o 2-Butylen und etwa 5 °/o
i-Butylen) und 13 g Wismutchlorid wurden in einen
mit Glas ausgefütterten Autoklav gebracht, der 4 Stunden bei Zimmertemperatur umlief. Die anfallenden
Umsetzungsprodukte wurden in 220 g farblose Flüssigkeit und 14 g gebrauchten Katalysator
zerlegt. Die Destillation der farblosen Flüssigkeit ergab nach Entfernung nicht umgesetzten
Butylens und tertiären Butylchlorids die in Tabelle 4 genannten Fraktionen.
Destillation des durch Kondensation von tertiärem Butylchlorid mit n-Butylenen in Gegenwart von
Wismutehlorid gebildeten Erzeugnisses
| Fraktion | Kp. 0C | Druck | Kp. 0C | Vol. | „20 |
| Nr. | mm | auf 760 mm | ecm | "D | |
| I | 34 bis 26 | 400 bis 210 | 53 bis 58 | 21,8 | 1,3885 |
| 2 | 26 - 17 | 210 - | 58 | 6,8 | 1,3921 |
| 3 | 24 - 26 | 80 - | 83 | 8,5 | I,4l84 |
| 4 | 26 - 28 | 23 - | 118 | 3,4 | I.423O |
| 5 | 28 - 21 | 23 - | 122 | 8,5 | I.4237 |
| 6 | 39 - 43 | II - | 151 | 4,6 | 1,4289 |
| 7 | 43 - 43 | II - | 157 ■ | 8,2 | 1,4367 |
| 8 | 43 - 43 | II - | 157 ■ | 12,7 | 1,4396 |
| Rück | |||||
| stand | 7 | 1,4449 | |||
| - 122 | - 64 | ||||
| 23 | - 118 | ||||
| 23 | - 122 | ||||
| II | - 125 | ||||
| II | - 157 | ||||
| II | • 157 | ||||
| II | 157 | ||||
Fraktionen 1 und 2 waren hauptsächlich nicht
umgewandeltes tertiäres Butylchlorid, während Fraktionen 3, 4 und 5 aus Octenen bestanden, die
anscheinend durch Polymerisation von n-Butylenen anfielen. Fraktionen 6 und 8 einschließlich, die
hauptsächlich bei 1570 unter 760 mm Druck siedeten, bestanden aus. Monochloroctan.
72 g tertiäres Butylbromid, 32 g Propylen, 0,1 g Ascaridol und 3 g Wismutehlorid wurden in einen
Autoklav gebracht, in den Stickstoff bei einem Druck von 50 at eingeleitet wurde, worauf der
Autoklav 4 Stunden bei 250 gedreht wurde. Der Autoklav und sein Inhalt standen dann 16 Stunden,
bevor die Umsetzungsprodukte aus dem Autoklav entfernt wurden. Die Umsetzungsprodukte bestanden
aus 98 g fahlgelber 'Flüssigkeit, die frei von jedem Geruch nach Bromwasserstoff war, und 5 g gebrauchten
Katalysators, der orange gefärbt war. Während der Umsetzung unterlief das Propylen
völliger Umwandlung. Das fahlgelbe Erzeugnis wurde in Pentan gelöst, um das Waschen mit den
Ätzalkalien und Wasser zu erleichtern, worauf die Pentanlösung getrocknet und fraktioniert destilliert
wurde, um (nach Entfernung von Pentan) 12 g nichtumgewandeltes tertiäres Butylbromid vom
Siedepunkt 790 und 46 g Monobromheptan vom Siedepunkt 145 bis 1480 zu liefern. Höher siedende
Stoffe, die nach der Destillation zurückblieben, machten insgesamt 22 g aus. iao
58 g Isopropylchlorid und 5 g Ferrichlorid wurden in einen mit Glas ausgekleideten Autoklav
gebracht, in den Äthylen unter 40 at Druck eingeleitet wurde. Darauf wurde der beschickte Auto-
klav 4 Stunden bei 240 gedreht und dann 16 Stunden
stehengelassen. Zu diesem Zeitpunkt erreichte der Druck 28.at. Nach Auslassen des überschüssigen
Äthylens wurde ein Umsetzungsprodukt aus dem Autoklav entfernt, das aus 62 g Flüssigkeit und
5 g Katalysator bestand. Beide waren von brauner Farbe. Das flüssige Erzeugnis bestand hauptsächlich
aus nicht umgewandeltem Isopropylchlorid zusammen mit höher siedenden Flüssigkeiten, die bei
fraktionierter Destillation 2,5 ecm zwischen 120 bis
1430 siedendes Material und 5 ecm einer zwischen
143 und 150" siedenden Fraktion ergaben. Die
zwischen 143 und 1500 siedende Fraktion war
beständig gegen Nitriermischung, hatte einen Brechungsindex von etwa 1,4285 und bestand aus
einem Monochlorheptan unbekannter Struktur. Das Monochlorheptan wurde vermutlich aus 1 Molekül
Isopropylchlorid und 2 Molekülen Äthylen gebildet.
Claims (12)
- PAT E N TANSPR C CHE:ι. Verfahren zur Herstellung von Monohalogenalkanen mit einem höheren Kohlenstoffgehalt als das Ausgangsmonohalogenalkan, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Monohalogenalkan von mindestens 3 Kohlenstoffatomen im Molekül in Gegenwart eines Metallhalogenkatalysators nach Friedel-Crafts mit einem Monoolefm in Gegenwart des letzteren im molaren oder höheren Verhältnis kondensiert.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation bei einem Druck erfolgt, der im wesentlichen die flüssige Phase der Reaktionsteilnehmer bedingt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsmonohalogenalkan ein tertiäres Alkylhalogenid ist.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß tertiäres Butylchlorid mit einem Monoolefin kondensiert wird.
- 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß tertiäres Butylchlorid mit einem normalerweise gasförmigen Monoolefin bei einer Temperatur zwischen etwa 50 und etwa 1250 in Gegenwart von Wismutchlorid kondensiert wird.
- 6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß tertiäres Butylchlorid mit einem normalerweise gasförmigen Monoolefin bei einer Temperatur zwischen etwa 0 und etwa 500 in Gegenwart von Ferrichlorid kondensiert wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß tertiäres Butylbromid mit Propylen kondensiert wird.
- 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatormasse hauptsächlich aus einem Friedel-Crafts-Metall-Halogenid und einem festen Träger besteht.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gegekennzeichnet, daß als Katalysator ein Metallchlorid vom Friedel-Crafts-Typ verwendet wird.
- 10. Verfahren nach Anspruch 1 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysator als Hauptbestandteil Wismutchlorid, Eisenchlorid oder Zirkonchlorid enthält.
- 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation in Gegenwart einer geringen Menge eines organischen Peroxyds durchgeführt wird.
- 12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensation in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels durchgeführt wird.θ 5719 1.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US573376XA | 1942-04-13 | 1942-04-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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|---|---|---|---|
| DEU582A Expired DE903332C (de) | 1942-04-13 | 1950-09-21 | Verfahren zur Herstellung von Monohalogenalkanen |
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Also Published As
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