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DE902044C - Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen hoher Leistung - Google Patents

Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen hoher Leistung

Info

Publication number
DE902044C
DE902044C DET5247D DET0005247D DE902044C DE 902044 C DE902044 C DE 902044C DE T5247 D DET5247 D DE T5247D DE T0005247 D DET0005247 D DE T0005247D DE 902044 C DE902044 C DE 902044C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pulse
anode
transformer
gas discharge
tube
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DET5247D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Franz Sammer
Dipl-Ing Guenter Wolf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken AG
Original Assignee
Telefunken AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken AG filed Critical Telefunken AG
Priority to DET5247D priority Critical patent/DE902044C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE902044C publication Critical patent/DE902044C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K3/00Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
    • H03K3/02Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
    • H03K3/37Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of gas-filled tubes, e.g. astable trigger circuits

Landscapes

  • Lasers (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen hoher Leistung Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen hoher Leistung, die sich insbesondere zur anodenseitigen Eintastung von impulsmäßig betriebenen Senderöhren eignet. Bislang verwendet man zu diesem Zweck meist eine Taststufe mit einer Hochvakuumröhre, die gitterseitig durch rechteckförmige Impulse gesteuert wird und anodenseitig über einen hinreichend breitbandigen Übertrager an die Anode der Senderöhre angeschlossen ist. Die Hochvakuumröhre muß dabei in der Lage sein, eine hohe Anodenspannung zu sperren und bei der Öffnung durch den gitterseitigen Steuerimpuls einen hohen Strom abzugeben. Außerdem muß der Spannungsabfall an der Röhre möglichst niedrig sein, um einen guten Wirkungsgrad zu gewährleisten. Um eine hinreichend große Emission zu erzielen, ist die Verwendung von Oxydkathoden versucht worden. Dabei ergibt sich zwar der Vorteil, daß die erforderliche Heizleistung gegenüber anderen Kathodenarten, z. B. der Thoriumkathode, wesentlich niedriger ist, doch stellt sich gleichzeitig der Nachteil ein, daß die Röhre nur begrenzte Spannungsfestigkeit aufweist. Bei großen Impulsleistungen müssen deshalb Röhren mit Thoriumkathoden verwendet werden, bei denen der Innenwiderstand infolge der erforderlichen großen Elektrodenabstände wesentlich größer ist.
  • Die Verwendung einer gas- oder dampfgefüllten Stromrichterröhre an Stelle der Hochvakuumröhre würde in dieser Hinsicht einen wesentlichen Fortschritt bringen, weil infolge des kleinen Spannungsabfalls in solchen Röhren ein außerordentlich hoher Wirkungsgrad erzielt werden könnte. Es -gibt jedoch zur Zeit noch keine Stromrichterröhren, die gitterseitig geöffnet und gesperrt werden können und dabei sehr große Ströme liefern. Man ist daher bei der Erzeugung starker Stromimpulse mit Hilfe von Stromrichterröhren darauf angewiesen, nur den Zündeinsatz an einer Gitter- oder Zündelektrode zu steuern und muß die Löschung durch schaltungstechnische Maßnahmen im Anodenkreis erzwingen. Man könnte z. B. einen Stromrichter ohne Zwischenschaltung eines Transformators in Serie mit der Senderöhre arbeiten lassen und die Eintastung des Senders durch den Zündeinsatz der Stromrichterröhre, die Austastung hingegen durch gitterseitige Steuerung der Senderöhre bewirken. Dieser Vorschlag hat jedoch den Nachteil, daß in dem Moment, in dem der Sender gesperrt werden soll, die Spannungsverteilung für die Senderöhre ungünstig wird, weil sich die gesamte Gleichspannung auf die Stromrichterröhxe und die Senderöhre im Verhältnis ihrer Isolationswiderstände aufteilt. Es ist ersichtlich, daß bei einer solchen Schaltung der Hauptvorteil des Impulsbetriebes von Senderöhren, nämlich die Erzielung einer hohen Spannungsfestigkeit durch Anodentastung, zum Teil hinfällig wird,. weil auch nach der Sperrung der Senderöhre noch eine nur langsam abklingende Anodengleichspannung an der Senderöhre anliegt.
  • Die geschilderten Schwierigkeiten werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß im Anodenkreis einer gas- oder dampfgefüllten Stromrichterröhre, die gitterseitig im Rhythmus der Impulsfolge gezündet wird und jeweils durch den Zündeinsatz die Impulsvorderflanke festlegt, ein zur Impulsabnahme dienender Transformator mit einem ferromagnetischen Kern liegt, der bei hoher Anfangspermeabilität einen scharf ausgeprägten Übergang ins Sättigungsgebiet aufweist und jeweils durch Erreichen der Sättigung die Impulshinterflanke festlegt. Der Zeitpunkt der Löschung der Stromrichterröhre ist hierbei für die erzielte Impulsbreite ohne Belang, er kann daher innerhalb gewisser Grenzen beliebig in den Tastpausen liegen. Man kann zur Löschung beispielsweise in Serie mit der Primärwicklung des Transformators einen Kondensator schalten, der jeweils gegen Ende der Tastpausen über einen hohen Widerstand von einer Gleichspannungsquelle, z. B. vom Netzanschlußgerät, aufgeladen wird und sich in den Tastzeiten und zu Beginn der Tastpausen über die Stromrichterröhre entlädt, bis die Stromrichterröhre gelöscht ist.
  • Ein Ausführungsbeispiel hierfür ist in Fig. r dar- ,@ gestellt. Die gasgefüllte Stromrichterröhre z wird gitterseitig durch eine Wechselspannung gezündet, die vom Transformator 2 entnommen wird und die von einer Batterie 3 gelieferte negative Vorspannung U9', überwindet. In Fig. 3 a ist der zeitliche Verlauf der Gitterspannung dargestellt. Es ist ersichtlich, daß die Gitterwechselspannung in den Zeitpunkten a und b die vom Betrag der Anodenspannung abhängige Zündspannung Ugz überschreitet und die Röhre zündet. Im Anodenkreis dieser Röhre liegt nun gemäß der Erfindung ein Transformator q. mit einem ferromagnetischen Kern, der hohe Anfangspermeabilität und einen stark ausgeprägten Übergang ins Sättigungsgebiet aufweist. In Fig. 2 sind die Maggnetisierungskurve sowie der Verlauf der Permeabilitäty für einen solchen Transformator schematisch dargestellt. Man erkennt, daß bei Erreichen der Sättigung die Permeabilität sprunghaft auf einen sehr kleinen Wert absinkt, so daß die Primärseite des Transformators nahezu kurzgeschlossen ist. Sobald der bei Zündung der Stromrichterröhre einsetzende Magnetisierungsstrom die Sättigung des Transformators q. bewirkt, sinkt daher die Sekundärspannung Uz des Transformators sprunghaft ab. Die Breite des sekundärseitig entnommenen Spannungsimpulses ist also nur von der Lage des Sättigungspunktes des Transformators abhängig, jedoch nicht von dem zeitlichen Verlauf des Primärstromes. In Fig. 3 b ist die an der Stromrichterröhre anliegende Spannung U" dargestellt. Es ist ersichtlich, daß diese Spannung im Zündaugenblick ä sprunghaft auf den Wert der Brennspannung Ub der Röhre absinkt. Nach Löschen der Röhre beginnt sich der Kondensator 5 über den Hochohmwiderstand 6 von der Gleichspannungsquelle her aufzuladen, und die Spannung U" steigt wieder an, bis der nächste Zündeinsatz b erfolgt. Die Löschung der Stromrichterröhre erfolgt durch Ausfall der Anodenspannung an einer beliebigen Stelle zwischen den beiden Zündeinsätzen a und b. In Fig. 3 c ist der zeitliche Verlauf des Anodenstromes Ja dargestellt, während die Fig. 3 d den Verlauf der Sekundärspannung U2 des Transformators q. zeigt. Man erkennt, daß die Breite der Spannungsimpulse unabhängig von der Breite der Stromimpulse ist.
  • Während es bei Taststufen mit Hochvakuumröhren erforderlich ist, die gitterseitige Eintastung durch rechteckförmige Steuerimpulse vorzunehmen, kann man bei gasgefüllten Stromrichterröhren in der erfindungsgemäßen Schaltung beliebige Wechselstromkurven zur gitterseitigen Steuerung anwenden, weil die Impulsform einerseits durch den Zündeinsatz der Stromrichterröhre und andererseits durch die Sättigung des Transformators eindeutig festgelegt wird. Durch den Fortfall eines Impulsgenerators für die Steuerimpulse ergibt sich eine wesentliche apparative Vereinfachung.
  • Wenn man die Anodenspannung der Stromrichterröhre in der geschilderten Weise von einem über einen Hochohmwiderstand aufgeladenen Kondensator entnimmt, kann man wegen des Verlustes am Ladewiderstand nur einen Wirkungsgrad von etwa 50 0/, im Ladekreis erhalten. Diesen Leistungsverlust kann man umgehen, wenn man die Anodenspeisung mit Hilfe einer Wechselspannungaquelle mit der Impulsfrequenz durchführt. Ein solches Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. q. dargestellt. Zur Erzeugung der Leistungsimpulse dient hier ein Ignitron 7, dem die Anodenspannung über einen Transformator 8 zugeführt wird. Der Name Ignitron genießt Warenzeichenschutz. Die Steuerimpulse für die Senderöhre werden wieder über einen Transformator g mit einem ferromagnetischen Kern hoher Anfangspermeabilität und stark geknickter Magnetisierungskurve entnommen. Die gitterseitige Eintastung des Ignitrons erfolgt mit Hilfe einer Gasentladungsröhre xo, deren Gitterkreis über einen parallel zum Transformator 8 geschalteten Transformator fi im Rhythmus der Impulsfolge gezündet wird. Im Anodenkreis dieser Röhre befindet sich ein Kondensatorladekreis mit verhältnismäßig kleiner Kapazität 12 und großem Ladewiderstand i3.
  • In Fig. 5 a ist die zeitliche Folge der Zündimpulse Z für das Ignitron 7 dargestellt. Die Fig. 5 b zeigt den Verlauf der an der Anode des Ignitrons liegenden Spannung U", die nach Zünden des Ignitrons plötzlich auf die Brennspannung Ub absinkt. In Fig. 5 c und 5 d sind ferner der Anodenstrom I" und die Sekundärspannung Uz des Transformators 9 dargestellt.
  • Bei gitter- und anodenseitiger Steuerung der Stromrichterröhre mit Wechselspannungen kann man durch Abkappen der positiven Halbsinuswellen erreichen, daß der Stromflußwinkel im Primärkreis des Transformators sehr klein ist, wodurch der Wirkungsgrad noch weiterhin gesteigert wird. Zur Beseitigung einer Gleichstromvormagnetisierung kann man den Transformator mit einer Kompensationswicklung ausrüsten. Durch die Einregelung des Kompensationsstromes kann man den Zeitpunkt des Überganges vom ungesättigten in den gesättigten Zustand einregem. Der Kompensationsstrom kann entweder ein Gleichstrom oder ein Wechselstrom sein.
  • Durch die Verwendung von gasgefüllten Stromrichterröhren kann man einen praktisch unbegrenzt hohen Primärstrom erzielen. Die maximale Impulsfolgefrequenz ist durch die Entionisierungszeit der Stromrichterröhre vorgegeben, jedoch ist man in der Lage, durch Einbau von Entionisierungsflächen und durch Potentialsteuerung derselben bzw. durch Anwendung bestimmter Edelgasmischungen und Variation des Druckes die Entionisierungszeit in der für große Impulsfolgefrequenzen erforderlichen Weise zu verkürzen. Ein weiterer Vorteil der Verwendung von gasgefüllten Stromrichterröhren für den Impulsbetrieb besteht in der Verkleinerung des Gerätes, weil die Verlustleistung infolge des kleinen Spannungsabfalles sehr klein ist und weil fernerhin wegen der großen Kathodenergiebigkeit solcher Röhren die Ausmaße derselben wesentlich kleiner sind als die von Hochvakuumröhren gleicher Leistung.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen hoher Leistung, insbesondere zur anodenseitigen Eintastung von impulsmäßig betriebenen Senderöhren, dadurch gekennzeichnet, daß im Anodenkreis einer Gasentladungsröhre, die gitterseitig im Rhythmus der Impulsfolge gezündet wird und jeweils durch den Zündeinsatz die Impulsvorderflanke festlegt, ein zur Impulsabnahme dienender Transformator mit einem ferromagnetischen Kern liegt, der bei hoher Anfangspermeabilität einen scharf ausgeprägten Übergang ins Sättigungsgebiet aufweist und jeweils durch Erreichen der Sättigung die Impulshinterflanke festlegt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in Serie mit der Primärwicklung des Transformators ein Kondensator liegt, der in den Tastpausen über einen hohen Widerstand von einer Gleichspannungsquelle (Netzanschlußgerät) aufgeladen wird und sich über die Gasentladungsröhre entlädt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anodenspeisung der Gasentladungsröhre durch eine Wechselspannungsquelle mit der Impulsfolgefrequenz erfolgt. q..
  4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gasentladungsröhre gitter-und anodenseitig durch Wechselspannungen gesteuert wird, die gegeneinander derart phasenverschoben sind, daß nur ein kleiner Stromflußwinkel resultiert.
  5. 5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur vorzugsweise veränderbaren Vormagnetisierung des Transformators vorgesehen sind.
DET5247D 1943-04-09 1943-04-09 Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen hoher Leistung Expired DE902044C (de)

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DET5247D DE902044C (de) 1943-04-09 1943-04-09 Einrichtung zur Erzeugung von elektrischen Impulsen hoher Leistung

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DE902044C true DE902044C (de) 1954-01-18

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