DE901384C - Verfahren zur Verdunklung des Tones loeslicher Farb- und Pigmentfarbstoffe - Google Patents
Verfahren zur Verdunklung des Tones loeslicher Farb- und PigmentfarbstoffeInfo
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Description
- Verfahren zur Verdunklung des Tones löslicher Farb-und Pigmentfarbstoffe Es ist bekannt, daß alle trüben Farben, entsprechend der Farbenlehre Ostwalds, dadurch gekennzeichnet sind, daß sie neben der Vollfarbe gleichzeitig einen Schwarz- bzw. Weißgehalt besitzen.
- Derartiges ergab, daß die Ausmischung der Vollfarbe in der Praxis mit Schwarz bzw. Weiß vollzogen werden muß.
- Das Ergebnis dieser Ausmischung ist jedoch, wie bekannt, ein wenig befriedigendes, da diese Mischung keiner reinen Trübung einer Vollfarbe entspricht. Der ermittelte Farbton wirkt stets schmutzig, überdies verlieren die Farben an Reaktionsfähigkeit diesbezüglich des Simultankontrastes.
- Die Ursache dieser unreinen Trübung der Vollfarbe ergibt sich allein dadurch, daß die Ostwaldsche Farbenlehre das Emissions- bzw. Remissions- und das Absorptionsvermögen der Farben unberücksichtigt läßt und somit das Korrelationsgesetz polarer Energien, deren Äquivalenz durch das ausgleichende Verhältnis von Remission und Absorption der Komponenten gegeben ist (der Begriff Remission entspricht dem der Emission).
- Wird z. B. Gelb nach dem bisher bekannten Verfahren getrübt, so ist das Verhältnis des Remissions-und Absorptionsvermögens der Farbkomponenten ungleich.
- Gelb absorbiert annähernd I und remittiert annähernd 516 der Strahlungsenergie. Das hinzugefügte Schwarz absorbiert jedoch 616 der Strahlungsenergie. a) Gelb = 116 Absorption : 61, Remission Schwarz = Bl6 Absorption 016 Remission 716 Absorption : 6/6 Remission Das Korrelationsgesetz polarer Energien besagt, daß die Äquivalenz des komplementären Geschehens durch das ausgleichende Verhältnis von Absorption : Remission gegeben ist. Wir erhalten z. B. nur dann eine Unbuntempfindung (Weiß, Grau, Schwarz), wenn das Absorptions- und Remissionsvermögen der in Korrelation tretenden Komponenten sich ausgleichen. b) Gelb = 1/6 Absorption : 6/6 Remission, Blauviolett = 5/6 Absorption : 1/6 Remission 6/6 Absorption : 6/6 Remission Die reine Trübung unseres Farbbeispieles Gelb darf somit nicht mit einem Pigmentschwarz oder Weiß, sondern muß durch ihre Komplementärfarbe Blauviolett vollzogen werden, da dort das Remissionsverhältnis : Absorptionsverhältnis dieser beiden Komponenten sich stets organisch ergänzt.
- Um zu dem in a) erörterten Ergebnis der Mischung nach Ostwald den Vergleichswert der reinen Trübung zu erhalten, so erhöhen wir in diesem Fall den quantitativen Anteil des Blauviolett, so daß sein Absorptionsvermögen gleichfalls wie bei Schwarz 6l6 entspricht, so daß dieser mit 1/6 Gelb zusammen 7/6 Absorption ergibt. Gleichfalls vergrößert sich mit diesem das Remissionsvermögen von Blauviolett. c) Gelb = 1/6 Absorption 5/6 Remission Blauviolett = 6l6 Absorption 12/6 Remission 7/6 Absorption 62/6 Remission Es stehen sich somit gegenüber d) nach Ostwald = 7/6 Absorption: 5/6 Rem. nach Neuke = 7/6 16 Absorption: S 2/6 Rem.
- Differenz = O/, Absorption : 1'2/6 Rem.
- Die Differenz von 1216 Remission entspricht dem erwähnten ungleichen Verhältnis des Absorptions-Remissions-Vermögens der in Korrelation tretenden Komponenten und erwirkt somit die schmutzige Farbempfindung des Mischungsergebnisses, während das Ergebnis des Verhältnisses 7/6 Absorption: 6,2l6Remission dem Korrelationsgesetz polarer Energien entspricht und mit diesem eine reine Farbempfindung erwirkt.
- Die reine Trübung der Vollfarben entspricht den in der Natur beobachteten Schattenfarben, welche vom Gelb über der Trübung des Gelben bis Schwarz bzw. Grau und überdies von diesem Schwarz bzw.
- Grau bis zum Blauviolett sich erstreckt.
- In der Praxis ist es jedoch nicht nur sehr schwierig, umständlich und zeitraubend, sondern vielfach praktisch unmöglich, zu einer jeden Vollfarbe die ihr eigene komplementäre Farbe zu ermitteln und herzustellen, um mit dieser die reine Trübung durchführen zu können.
- Die vorliegende Erfindung besteht nun in einem Verfahren, nach welchem es möglich ist, die reine Trübung einer jeden im Handel erscheinenden Farbe ohne vorherige Bestimmung der komplementären Gegenfarbe zu verwirklichen. Die Voraussetzung eines derartigen Verlangens wurde dadurch erfüllt, daß eine Unbuntfarbe ermittelt wurde, welche der jeweiligen komplementären Ergänzungsfarbe entspricht, so daß die Forderung des Korrelationsgesetzes, dem ausgleichenden Verhältnis von Absorption : Remission der Farbkomponenten zueinander, stets gegeben ist. Mit diesem wird als Mischungsergehnis stets eine reine Trübung hergestellt.
- Wird mit dieser Unbuntfarbe durch Mischung eine Vollfarbe getrübt, so tritt das Verhältnis der Komponenten, z. B. Gelb : Unbunt, stets in ein ausgleichendes Verhältnis, da Unbunt in diesem Fall dem komplementären Blauviolett des Gelben entspricht. Nehme ich ein Rot, so entspricht in diesem Fall das gleiche Unbunt dem komplementären Grün usw. Es kann somit ein jeder Farbton mit diesem Mischungsvermittler ausgemischt werden, die Trübung trägt stets die oben erörterte Gesetzmäßigkeit in sich.
- Der Maler (wie auch gleichfalls alle anderen Anwendungsgebiete der Farbmischung, z. B. Farbdruck, Färberei, Keramik, Farbphotographie) erhält somit auf dem einfachsten Wege reine Schattenfarben, da die Trübung nicht mehr mit einem Pigmentschwarz vollzogen wird, sondern durch eine Unbuntfarbe, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Farbkomponenten in einem ausgleichenden Verhältnis des Absorptions-Remissions-Vermögens zueinander stehen.
- Das ausgleichende Verhältnis der in Korrelation tretenden Komponenten (Indikatoren) wird im chemischen Bereich mit dem Begriffspaar Oxydation: Reduktion dargestellt.
- Emission : Absorption bzw. Oxydation : Reduktion sind äquivalent zueinander; beiden liegt die gleiche Gesetzmäßigkeit der Korrelation zugrunde. So tritt diese Erfindung z. B. auch für den Farbfilm von besonderem Interesse in den Vordergrund.
- Mit diesem Verfahren wird ein kompliziertes Mischungsverfahren ausgeschaltet, in welchem zuerst die komplementäre Gegenfarbe ermittelt werden muß, um die reine Trübung zu verwirklichen. Es kann mit Hilfe der Unbuntfarbe die reine Trübung von einer jeden im Handel befindlichen Farbe, selbst wenn sie keiner Vollfarbe entspricht, sogleich hergestellt werden.
- PATENTANSPRÜCKE: I. Verfahren zur Verdunklung des Tones löslicher Farbstoffe und Pigmentfarbstoffe, deren Lösungen oder Dispersionen, dadurch gekennzeichnet, daß diesen eine eine Unbuntfarbe ergebende Mischung mehrerer Buntfarben zugesetzt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren zur Herstellung einer Unbuntfarbe für Schattenfarben zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man Emission bzw. Remission zweier oder mehrerer Teilfarben mißt, aus den Messungsergebnissen das ausgleichende Verhältnis von Emission bzw. Remission zur Absorption der Strahlungsenergie der verwendeten Lichtquelle berechnet und auf Grund der Ergebnisse die Komponenten mischt.3. Verfahren zur Herstellung einer Unbuntfarbe für Schattenfarben zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ohne Messung zwei oder mehrere Teilfarben so mischt, daß die gewünschte Unbuntiarbe entsteht.4. Verfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unbuntfarbe durch Auswahl der Komponenten in verschiedenen Helligkeitsstufen hergestellt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEN830A DE901384C (de) | 1950-05-03 | 1950-05-03 | Verfahren zur Verdunklung des Tones loeslicher Farb- und Pigmentfarbstoffe |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE901384C true DE901384C (de) | 1954-01-11 |
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|---|---|---|---|
| DEN830A Expired DE901384C (de) | 1950-05-03 | 1950-05-03 | Verfahren zur Verdunklung des Tones loeslicher Farb- und Pigmentfarbstoffe |
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1950
- 1950-05-03 DE DEN830A patent/DE901384C/de not_active Expired
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