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DE1048145B - Photographischer Film, insbesondere fuer mehrfarbige Roentgenaufnahmen - Google Patents

Photographischer Film, insbesondere fuer mehrfarbige Roentgenaufnahmen

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Publication number
DE1048145B
DE1048145B DEU3647A DEU0003647A DE1048145B DE 1048145 B DE1048145 B DE 1048145B DE U3647 A DEU3647 A DE U3647A DE U0003647 A DEU0003647 A DE U0003647A DE 1048145 B DE1048145 B DE 1048145B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
film
color
emulsion
emulsions
film according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU3647A
Other languages
English (en)
Inventor
William Henry Byler
Frederick Rood Hays
Andre Kurt Schwerin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
US RADIUM CORP EUROP
Original Assignee
US RADIUM CORP EUROP
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by US RADIUM CORP EUROP filed Critical US RADIUM CORP EUROP
Publication of DE1048145B publication Critical patent/DE1048145B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/16X-ray, infrared, or ultraviolet ray processes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S430/00Radiation imagery chemistry: process, composition, or product thereof
    • Y10S430/167X-ray

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

Vorliegende Erfindung betrifft einen photographischen Film und insbesondere einen neuen Filmtyp für mehrfarbige Röntgenaufnahmen, bei welchem Unterschiede in Farbton und Sättigung als Funktion der Intensität des Lichtes einschließlich Röntgenstrahlen und ähnlichen Strahlungen dargestellt werden, welchen der Film ausgesetzt wird.
Es ist oft schwierig und manchmal sogar unmöglich, Schwarz weiß radiographien zuverlässig und mit genügender Genauigkeit zu interpretieren. Dies ist zurückzuführen auf ungenügenden Kontrast, auf unbeabsichtigte Verschiedenheiten in der Technik, den Materialien und Ausführungsbedingungen, welche verschiedene übereinanderliegende Materialschichten verschieden beeinflussen, wie z. B. Körpergewebe, die als Gesamtheit Röntgenstrahlen abfangen können, sowie auf Verschiedenheiten oder gewisse Fremdkörper in den Geweben oder Knochen, welche mittels einer Schwarzweißaufnahme schlecht oder nicht umterscheidbar sind.
Wegen -dieser und anderer erkannter Schwierigkeiten ist schon vorgeschlagen worden, Röntgenaufnahmen auf Farbfilmen verschiedener in der Farbenphotographie wohlbekannter Typen zu machen, um eine Wiedergabe zu erhalten, bei welcher Unterschiede in der Struktur oder Unterschiede im Zustand des Gegenstandes durch Unterschiede sowohl in der Farbe als auch in den Verschiedenheiten der visuellen Dichte zum Ausdruck kommen. Diese Versuche waren jedoch nicht von Erfolg begleitet, da ein großer Teil der sich damit beschäftigenden Personen die etwas schwierige Art ihrer Verwendung nicht beherrschte und deshalb für diesen Zweck geeignete Filme, die auf diesen Prinzipien aufgebaut waren, nicht verwendet wurden.
Man hat nun gefunden, daß der Film auf die Ab-' stufungen und Verschiedenheiten in der Intensität der Strahlen ansprechen muß, mit welchen er belichtet wird, und daß er auch empfindlich sein muß gegen einen ganz geringen Unterschied in der Härte der Strahlungen. Ebenso muß der Film eine gute Abstufung der Farben über einen normalen Belichtungsbereich und für verschiedene unsichtbare Strahlungen ergeben, ohne daß dabei die visuelle Dichte geopfert wird; ferner soll die Empfindlichkeit, verglichen mit der eines normalen Schwarzweißfilms, so wenig wie möglich in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach dem Entwickeln muß er gute Farbabstufungen ergeben, d. h. einen weiten Bereich -von Farbtönen mit merklicher Sättigung sowie eine große Zahl von wahrnehmbaren minimalen Farbunterschieden, und all dies lediglich als Folge des Intensitätsunterschiedes der einwirkenden Strahlung.
Die früheren Mißerfolge in der Farbenradiographie Photographischer Film, insbesondere
für mehrfarbige Röntgenaufnahmen
Anmelder:
United States Radium Corporation Europe, Genf (Schweiz)
Vertreter:
Dipl.-Ing. W. Schmitzdorff, Dr.-Ing. H. Ruschke,
Berlin-Friedenau,
und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 27,
Pienzenauerstr. 2, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 15, Dezember 1954
William Henry Byler, Morristown, N. J. (V. St. A.),
Andre Kurt Schwerin, Montreal (Kanada),
und Frederick Rood Hays, Morris Plains, N. J.
(V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
sind nicht überraschend, wenn man bedenkt, daß das Ziel der Farbenphotographie darin besteht, auf einem Film oder einem Papier die Farben in bezug auf Tonwert, Sättigung und Helligkeit genauso wie bei dem zu photographierenden Gegenstande wiederzugeben, wogegen das Problem vorliegender Erfindung darin besteht, die verschiedenen Farbtöne dazu zu verwenden, alle oder spezielle Verschiedenheiten in der Strahlendurchlässigkeit der Gegenstände wahrnehmbar zu machen, und zwar unabhängig von ihrer Eigenfarbe und sogar für Gegenstände, welche gleiche (sichtbare) Farben haben können.
Ein noch allgemeinerer Gegenstand besteht darin, eine verbesserte technische Durchführung zu erzielen und Mittel vorzusehen zur Anzeige, Aufzeichnung oder Messung von Verschiedenheiten der Strahlungsintensität.
Gute Farbenradiographien können durch Verwendung besonderer Verstärkerschirme erzeugt werden, welche nur aus bestimmten Gebieten des Spektrums aussenden, in Verbindung mit einem speziellen Film der angegebenen Art, worin aber die verschiedenen farbliefernden Emulsionen für verschiedene Farben sensibilisiert sind und verschiedene Farbkuppler enthalten. Diese Kombination besitzt den besonderen
8OJ 727/429
Vorteil, dem Verbraucher eine Kontrolle der Filmqualität zu ermöglichen, indem er Verstärkerschirme wählt, die verschiedene Farben aussenden.
In der Schwarzweißradiographie werden alle gewünschten Auf Schlüsse aus den Abstufungen der visuellen Dichte der Grauskala abgelesen. Wie oben angegeben, besteht das Hauptproblem vorliegender Erfindung darin, soviel Aufschlüsse wie möglich aus der visuellen Dichte wie bei einer Schwarzweißradiographie zu erhalten und diese Aufschlüsse soweit wie möglich durch die 'farbigen Abstufungen zu bereichern. Wie in der Schwarzweißphotographie ist es auch hier nötig, einen Kompromiß zu finden, da großer Kontrast und große Belichtungsbreite miteinander nicht gut vereinbar sind. Dies ist die Folge davon, daß ein hoher Kontrast, d. h. ein hoher Gammawert ein rasches Anwachsen der Dichte bedeutet und daß es oberhalb eines bestimmten Dichtegrades schwierig ist, Unterschiede auf der Grauskala mit dem Auge zu erkennen. Da diese Schwierigkeit bei Farbkontrasten nicht besteht, kann man daraus einen Vorteil ziehen und aus dem Farbkontrast Aufschlüsse erhalten, welche von großem zusätzlichem Wert sind. Es ist deshalb erwünscht, daß der Film vorliegender Erfindung so ausgebildet ist, daß er die beste oder wirksamste Kombination zwischen der visuellen Dichte und den Farbunterschieden ergibt. Die von der Farbe herrührenden Aufschlüsse können als Farbabstufungswerte (Chromatizitätswerte) dargestellt werden, indem man die Farbpunkte in bekannter Weise auf ein Newtonsches Farbdreieck (Chromatizitätsdiagramm) aufträgt. Nach dem Spektralfarbenzug (Chromatizitätskurve) kann eine Summenkurve der minimal wahrnehmbaren Farbdifferenzen als Funktion von der Belichtung aufgezeichnet werden, um auf diese Weise die aus der Farbe erhaltenen Auskünfte in Werten des Farbkontrasts auszudrücken. Da festgestellt worden ist, daß Farbkontrastkurven an gewissen Punkten unregelmäßig sind (woraus hervorgeht, daß es keinen einzigen Wert für die Neigung, d. h. für den Kontrast gibt), ist es oft notwendig, Farbkontraste mit Hilfe von Kurven zu beschreiben.
Der erfindungsgemäße Film stellt einen neuen Gegenstand dar, welcher von den verschiedenen, bisher bekannten Negativ- oder Positivfarbfilmen vollkommen abweichende Eigenschaften aufweist. Die wichtigsten Unterschiede sind die folgenden: In, den bekannten Farbfilmen für Bildaufnahmen sind verschiedene Schichten für Licht von verschiedener Farbe empfindlich gemacht, und zwar für eine gleiche Belichtung in praktisch gleicher Weise, um nach der Entwicklung mit der größtmöglichen Genauigkeit nicht nur die Farben, sondern auch die Grautöne des Objektes wiederzugeben. Bei den üblichen Farbenfilmen bewirkt eine Belichtungsänderung also nur eine Änderung der Dichte der schon erzeugten Farben. Weiterhin sind Filme für mehrfarbige Röntgenaufnahmen bekannt, die mehrere Emulsionsschichten besitzen, welche sich entweder nur durch Empfindlichkeit oder nur durch ihren Kontrast unterscheiden. Der Film gemäß der Erfindung enthält zwar auch eine Mehrzahl von Emulsionen, die verschiedene Farbkuppler enthalten und die z. B. alle für Licht nur ein und derselben Farbe und durchdringende Strahlungen, wie Röntgenstrahlen, empfindlich sind und wobei jede Emulsion eine andere Farbe erzeugt. Dieser Film ist aber dadurch gekennzeichnet, daß sich zumindest eine Emulsion von den anderen Emulsionen durch mindestens zwei der folgenden Eigenschaften unterscheidet: Empfindlichkeit, Dichtebereich und Kontrast, so daß zunehmende Belichtung des Films mit sichtbarer oder unsichtbarer Strahlung zunehmende Sättigung der verschiedenen Farben des entwickelten Films liefert, und außerdem durch solche Veränderungen des Belichtungsgrades große Veränderungen der Farbtöne entstehen.
Der erfindungsgemäße Film ergibt eine Änderung sowohl der Farbe als auch der Dichte als Folge einer Belichtungsänderung. Kurz gesagt erhält man die gewünschten Farbunterschiede durch Auswahl mehrerer Charakteristiken der Emulsion, so daß verschiedene Farbstoffe in verschiedenen Proportionen erzeugt werden, und zwar in dem Maße, wie die Belichtungszeit erhöht wird. Wenn man zwei oder mehr Emulsionsschichten verwendet, werden die Farben vorteilhaft so ausgewählt, daß der Abstand der Spektralbereiche der einzelnen Farben irgendeiner Kombination nicht mehr als eine Primärfarbe einschließt. Auf diese Weise kann man graugetönte oder stark ungesättigte Farben in der bei Verwendung bekannter Farbfilme erhaltenen Farbskala ausschließen, insbesondere bei einem Film mit zwei Farbstoffen.
Der erfindungsgemäße Film ist unabhängig vom Farbstoffsystem, d. h., es können in ihm Primär- oder Komplementärfarben verwendet werden. Er ist auch unabhängig von der physikalischen Anordnung der farbbildenden Elemente und gestattet, die farbbildenden Emulsionen miteinander zu vermischen oder in gesonderten Schichten aufzutragen. Dies gestattet die Verwendung eines umkehrbaren oder nicht umkehrbaren Films und ermöglicht eine große Vielfalt in der Behandlungs- oder Entwicklungstechnik.
Der erfindungsgemäße Film besitzt noch folgende weitere Vorteile: Er kann so ausgebildet sein, daß er eine geeignete Empfindlichkeit und einen geeigneten Bereich des sichtbaren Dichtekontrastes mit entsprechender Breite besitzt. Der Hauptbereich der Kurve der visuellen Dichte nähert sich einer geraden Linie; der Film soll ferner fähig sein, einen großen Bereich von Farbtönen mit genügender Sättigung und Farbkontrast wiederzugeben, insbesondere in denjenigen Bereichen der Kurve, welche die minimal wahrnehmbaren Farbdifferenzen in Funktion von der Belichtung angibt; der Film kann bei einem Sicherheitslicht entwickelt werden, wie es gewöhnlich für Schwarzweißradiographien verwendet wird; seine Orientierung in einer Röntgenfilmkassette spielt keine Rolle; ferner kann er auf weniger kostspielige Weise hergestellt und entwickelt werden als ein gewöhnlicher Farbfilm des Handels.
Die Erfindung wird zum besseren Verständnis im •folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert:
Fig. 1 stellt charakteristische Grundkurven dar, welche die spektrale Dichte in Funktion vom Logarithmus der Belichtung bei einem Film mit drei Emulsionen wiedergeben. Die gestrichelte Kurve zeigt den Solarisationseffekt in einer Emulsion. Die Emulsionen können verschiedene Schichten bilden oder auch nicht; Fig. 2 stellt ein Newtonsches Farbdreieck (Chromatizitätsdiagramm) dar, welches drei Kurven für Filme mit drei Emulsionen zeigt;
Fig. 3 stellt mit ausgezogenen Linien die Beziehung zwischen Belichtung und visueller Dichte dar, d. h. die visuelle oder »farbblinde« Dichte gemäß den Kurven der Fig. 1; die gestrichelten Linien stellen die Beziehung zwischen Belichtung und der durch hundert dividierten minimalen wahrnehmbaren Farbdifferenz der Chromatizitätskurven der Fig. 2 dar;
Fig. 4 ist ein der Fig. 2 entsprechendes Farbdreieck (Chromatizitätsdiagramm) für einen Film mit zwei
Emulsionen und deshalb den Kurven b und c der Fig. 1 entsprechend;
Fig. 5 ist ein Querschnitt durch eine erste bevorzugte Ausführungsform des Films, wobei eine Emulsionsschicht auf die Rückseite der Filmgrundlage aufgebracht ist;
Fig. 6 ist ein Querschnitt durch eine weitere Ausführungsform, bei der sich alle Emulsionsschichten auf der gleichen Seite des Films befinden. Unter der Annahme, daß jede Schicht nach Belieben wegfallen kann, stellen die Fig. 5 und 6 auch zweischichtige und einschichtige Filme dar. Einige der in vorliegender Beschreibung verwendeten Ausdrücke sind wie folgt definiert:
Farbe ist die Schätzung eines physikalischen Reizes durch die Werte eines Standardbeobachters, dessen Gesichtssinn auf Farbton, Sättigung und Helligkeit anspricht.
Empfindlichkeit (S): S = ~ für Dichten, die 0,5
oberhalb der »Schleierung« liegen (wobei E die Belichtung und K eine Konstante bedeutet).
Empfindlichkeitsunterschied: (A SVo) =
v ' D {max)
worin γ den Kontrast und B die visuelle Dichte bedeutet; γ und D (max) beziehen sich auf die zweitempfindliche Emulsion und (A log E) bezieht sich auf den Unterschied zwischen der empfindlichsten und der zweitempfindlichsten Emulsion. Deshalb stellt ein Unterschied von 100% den Fall dar, wo die maximale Dichte der empfindlicheren Emulsion bei dem Belichtungsgrad erreicht wird, wo die Dichtekurve der weniger empfindlichen Emulsion beginnt. Es wird bevorzugt, einen zwischen 5 und 100% liegenden Unterschied zu wählen.
Visuelle Dichte (D): D — — log — wobei Y das
von der durch den Film hindurch betrachteten Lichtquelle übertragene Licht (Helligkeit) bedeutet, F0 ist die ausgesandte Helligkeit der Quelle, und der Fak-
tor ^7- bedeutet die Lichtdurchlässigkeit.
Spektrale Dichte (Ds): Ds = log der reziproken Lichtdurchlässigkeit für monochromatisches Licht am Gipfel der Absorptionskurve der zu messenden Farbe.
Maximale Dichte (D max) : D (max) = höchste Dichte der charakteristischen Kurve, welche D als Funktion von log E darstellt. Es wird bevorzugt, daß die maximale Dichte der höchstempfindlichen Emulsion nicht größer als 90% derjenigen der zweithöchstempfindlichen Emulsion ist.
Kontrast (Gamma) γ = -—■=- entspricht der maximalen Neigung der charakteristischen Kurve.
Belichtungsbreite = A log E für einen gegebenen Dichtebereich. Für die Radiographie wird dieser Bereich gewöhnlich zwischen 0,3 und 1,5 oberhalb der Schleierdichte gewählt, obwohl dieser Bereich für andere photographische Anwendungen sich bis 3 oder 4 erstrecken kann.
Die minimale wahrnehmbare Farbdifferenz ist definiert von D.L. Mac Adam in »Journal Optical Society of America«, Bd. 32, S. 247 und folgende (1942).
Dem Fachmann ist bekannt, daß man in der Farbphotographie bei Farbenfilmen sich bemüht, für die verschiedenen Schichten der Emulsion Kurven zu erhalten, welche gleiche Form und gleiche effektive Empfindlichkeiten besitzen. Es werden jedoch die wirklichen Empfindlichkeiten so eingestellt, daß der Mangel an Gleichmäßigkeit in der spektralen Emission der Lichtquelle ausgeglichen wird, welcher der Film ausgesetzt wird. Die Unterschiede zwischen bekannten »Tageslicht«- und Kunstlichtfilmen sind ein Beispiel einer solchen Einstellung. Ebenso werden die wirklichen Empfindlichkeiten dieser Farbfilme so eingestellt, daß in den unteren Schichten gewisse Lichtabsorptionen der Deckschicht oder der Deckschichten kompensiert werden. Man muß auch in Betracht ziehen, daß infolge der Tatsache, daß der größte Teil
ίο aller photographischen Emulsionen für blaues Licht und für die Farbe, für welche sie speziell empfindlich sind, die Schichten in geeigneter Weise in bezug auf eine gelbe Filterschicht angeordnet werden können, welche gewöhnlich zwischen die Gelb und Purpur erzeugenden Schichten eingeschaltet wird und so die Belichtung der grünempfindlichen und der rotempfindlichen Schichten durch blaues Licht verhindert. Da diese Faktoren mit Rücksicht auf vorliegende Erfindung ohne Bedeutung sind, werden die gewöhnliche Gelbfilterschicht sowie die übliche Antilichthofschicht in vorliegendem Film weggelassen. Im erfindungsgemäßen Film können die gleichen Farbkuppler verwendet werden wie diejenigen, die in einem gewöhnlichen Farbenfilm üblich sind, also z. B. für Gelb, Purpur und Blaugrün, und es ist deshalb nicht notwendig, die chemische Natur dieser Farbstoffe oder deren Kupplungskomponenten zu beschreiben. Es können zusätzlich manchmal farbige Farbstoffkupplungskomponenten verwendet werden, um die Farbunterschiede zu vergrößern, wie oben erwähnt worden ist.
In bezug auf das vorstehend Gesagte betreffend die Charakteristiken eines sogenannten »Farbenfilms« bringt die Fig. 1 die grundlegenden Unterschiede der Charakteristiken zum Ausdruck, wie sie für den erfindungsgemäßen Film verwendet werden. Die dort dargestellten Kurven geben die spektrale Dichte als Funktion der Belichtung (logarithmische Skala) für einen Film mit drei Emulsionen und drei Farben wieder, welcher besonders für die Erreichung des gewünschten Zieles geeignet ist. Diese Emulsionen können in verschiedenen Schichten auf dem Film aufgetragen sein, oder es können auch zwei oder sogar drei derselben in physikalischer Mischung aufgegossen sein, und zwar als eine oder zwei Schichten in sogenannten Mischkornemulsionen. Da der Film geprüft oder später mit durchfallendem Licht verwendet werden muß, um die allgemeinen Farben zu erzeugen, ist die physikalische Anordnung der verschiedenen Emulsionen von kleiner Bedeutung.
Unter »allgemeiner« Farbe wird die Farbwirkung verstanden, die bei der Prüfung des Films bei Betrachtung einer gegebenen Lichtquelle durch diesen Film hindurch entsteht. Wenn z.B. weißes Licht durch die Farbstoffe von zwei übereinanderliegenden Primärfarben hindurchtritt, wird die »allgemeine Farbe« verschieden sein von einem jeder dieser beiden Farbstoffe. Die Anordnung der Emulsionen hängt jedoch von der angewandten Entwicklungstechnik ab, welche demgemäß entsprechend gewählt werden muß, wie dies ja bei der Farbphotographie allgemein bekannt ist.
Da die charakteristischen Kurven der Fig. 1 der Natur nach graphische Grunddarstellungen sind, sind die Farben lediglich durch die Buchstaben a, b und c bezeichnet, um diese Kurven allgemein verwendbar zu machen. Wenn man z. B. die Farbstoffe in den Emulsionen ändert oder wegläßt, können die in den Fig. 2 und 4 dargestellten Farbbereiche erhalten werden.
Die numerischen Werte der charakteristischen Kurven der Fig. 1 sind in der nachstehenden Tabelle wiedergegeben.
Emulsion Gamma Empfindlidi-
keitsunterschied
in°/o
Maximale
Dichte
a
b
C
1,3
1,5
1,9
16
30
0,7
2,6
2,8
Die Emulsion α besitzt einen Gamtnawert (Kontrast) von 1,3, einen Empfindlichkeitsunterschied von 16% mit Bezug auf die Emulsion der Kurve & und eine maximale Dichte von 0,7. Um den gewünschten Unterschied zu erhalten, ist es vorteilhaft, die weniger empfindliche Emulsion als Standard- oder Grundemulsion zu betrachten, mit welcher dann die Empfindlichkeiten der anderen Emulsionen verglichen werden. In den Kurven der Fig. 1 ist b die Standardemulsionsschicht, und α besitzt eine höhere Empfindlichkeit, wogegen c eine niedrigere Empfindlichkeit aufweist. Auf dieser Grundlage erkennt man aus der Tabelle, daß a 16% von b entfernt ist und daß c 30% von b entfernt ist.
Farbtafeln (Chromatizitätsdiagramme) wie diejenigen in den Fig. 2 und 4 werden nun häufig verwendet, da sie Aufschlüsse geben, welche schwierig in Worten oder mittels anderer graphischer Darstellungen ausgedrückt werden können. Die Form dieser Diagramme beruhtauf einer Reihe von internationalen Abkommen, die von der »International Commission of Illuminants« ausgearbeitet worden sind.
In der Fig. 2 stellen die äußeren Kurven (Peripherie) den Spektralf arbenzug dar, welcher der geometrische Ort der zu den sichtbaren monochromatischen Spektralstrahlungen, gehörigen Farbvalenzen ist. Auf der Abszisse ist der Anteil der Primärstrahlung X und auf der Ordinate der Anteil der Primärstrahlung Y in der Erregerstrahlung aufgetragen. X und Y sind die sogenannten Normfarbwertanteile. Der Punkt C ist die Strahlungsquelle, welche hier aus weißem Licht besteht. Die Kurven 1,2 und 3 zeigen den Farbbereich von drei verschiedenen Filmen, welche in der nachfolgenden Tabelle ebenfalls mit 1, 2 und 3 bezeichnet sind.
Kurve a b C
1
2
3
Gelb
Blaugrün
Blaugrün
Purpur
Gelb
Purpur
Blaugrün
Purpur
Gelb
Ein jeder dieser Filme umfaßt drei Emulsionen mit den in der Fig. 1 gegebenen Charakteristiken. Die Unterschiede in den von den verschiedenen Beispielen erzeugten Farbstufen rühren davon her, daß die Emulsionen a, b und c in den drei Beispielen verschiedene Farbkuppler enthalten, wie aus der Tabelle hervorgeht. Man ersieht also, daß dann, wenn die Emulsionen a, b und c die Dichtecharakteristiken und Empfindlichkeitsunterschiede der Fig. 1 besitzen und Farbkuppler für Gelb, Purpur und Blaugrün tragen, man eine Chromatizitätskurve erhält, die durch die Kurve 1 der Fig. 2 dargestellt ist, wenn der Film bei weißem Licht betrachtet wird. Kurz zusammenfassend will dies heißen, daß über den in der Fig. 1 dargestellten spektralen Dichtebereich bloße Änderungen der'Lichtcder Strahlungsintensität, denen der Film ausgesetzt wird. Farbänderungen hervorrufen, welche von Grünlichgelb über Gelborange, Rosa, Purpur nach Purpurblau gehen. Andererseits erhält man durch bloßen Austausch der Farbstoffkuppler in den Emulsionen a, b und c, so daß sie Blaugrün, Gelb und Purpur erzeugen, die Kurve 2 der Fig. 2, welche von Grünblau über Grün, Gelb und Orange nach Rötlichorange verläuft. Die für die Kurve 3 angegebene Farbstoffkuppleranordnung erzeugt eine Abstufung von Grünblau über Blau, Purpur und Rot bis zu Tieforange.
ίο Mit Bezug auf Röntgenaufnahmen hat die erstgenannte obige Farbfolge folgende Bedeutung: Unter der Annahme, daß die Darstellung einen Teil des menschlichen Körpers betrifft, welcher einen metallischen Fremdkörper, Gewebe von verschiedener Dicke und Knochen einschließt, gibt der durch Kurve 1 der Fig. 2 dargestellte Film die folgenden Farben wieder: Der metallische Fremdkörper wird in Blaßgelb erscheinen, die Knochen werden Gelb bis Orange dargestellt (je nach ihrer Dicke), und die Gewebe erscheinen Orangerot bis Rot und Purpur mit abnehmender Absorption, während der Hintergrund Dunkelblau dargestellt wird. Eine mit einem Standard-Schwarzweißfilm unter den gleichen Bedingungen gemachte Aufnahme würde für den Fremdkörper eine im wesentlichen durchsichtige Fläche zeigen, und die Knochen und Gewebe würden je nach Absorptionskraft in verschiedenen Grautönen erscheinen, wobei zwischen dünnen Knochen und dicken Geweben wenig Unterschiede zu erkennen wären, z. B. zwischen verschiedenen Geweben von wenig veränderlicher Dicke und oft auch zwischen normalen und anormalen Geweben der gleichen Dicke. Dagegen können diese Differenzen mit dem erfindungsgemäßen Film leicht unterschieden werden, da die erwähnten physikalischen Unterschiede gut feststellbare Farbunterschiede ergeben, und nach experimenteller Standardisierung kann die Natur der Unterschiede diagnostisch ausgewertet werden.
Bei Betrachtung von weißem Licht durch einen Film, welcher drei Farbstoffe, z. B. Gelb, Purpur und Blaugrün, enthält, ist es möglich, eine weitere Farbfolge zu erzeugen, so daß es unnütz erscheint, Emulsionen zu verwenden, welche mehr als die drei additiven oder subtraktiven Grundfarben erzeugen. Wenn es die Umstände erfordern, kann dies jedoch durch Befolgung der hierin auseinandergesetzten Prinzipien getan werden. Es ist jedoch vorteilhaft, weniger als drei farberzeugende Emulsionen zu verwenden; zweifarbige und einfarbige Emulsionen haben nützliche Anwendungsgebiete, welche später diskutiert werden.
Bedeutung und Verwendung der Kurven der Fig. 3 werden am besten in bezug auf die zwei vorhergehenden Figuren erklärt. In Fig. 3 stellen die ausgezogenen Linien die visuelle Dichte und die gestrichelten Linien,
55. die durch hundert dividierte minimale wahrnehmbare Farbdifferenz als Funktion der Belichtung {logarithmische Skala) dar. Mit Rücksicht auf die charakteristischen Kurven der spektralen Dichte in Abhängigkeit von der Belichtung, gemäß Fig. 1, hängen die Kurven der Fig. 2 und 3 von drei Variablen ab: a) Die Verteilung der gewählten Farbstoffe unter die charakteristischen Kurven; b) die spektralen Absorptionskurven dieser Farbstoffe, und c) die spektrale Emissiönskurve der Lichtquelle. Die spektralen Absorptionskurven solcher Farbstoffe sind wohlbekannt und die Emissionskurven der Lichtquellen können leicht erhalten werden. Die spektrale Dichte (s. Fig. 1) drückt die Dichte in Werten der Absorption nur am Gipfel einer gegebenen Farhstoffabsorption aus. Bei Kenntnis dieses Wertes für eine gegebene Belichtung
und bei Kenntnis der spektralen Absorptionskurve kann man die Absorptionswirkung des Lichtes der Lichtquelle für verschiedene Wellenlängen bestimmen. Die obige Information kann auf zwei Arten verwendet werden: a) Sie wird integriert mit den »Trisiimuluskurven« (Dreifarbenvisibilität), um quantitative Aussagen über die Filmfarbe zu erhalten, d. h. die »Tristimuluswerte« Xx Y, Z; b) da einer dieser drei Werte (der Tristimuluswert F) die Helligkeit als solche darstellt (unabhängig von der Farbe), kann; aus diesem Wert die visuelle Dichte bestimmt werden. Bei Belichtungen, bei denen alle drei Farbstoffe erzeugt werden, entsprechen natürlich die berechneten Tristimuluswerte denen der spektralen Summierung der Wirkungen dieser drei Farben. Dies geht aus der Tatsache hervor, daß bei Betrachtung von weißem Licht durch einen die drei Primärfarben erzeugenden Emulsionen enthaltenden Film eine oder alle der Spektralfarben erkennbar sind, je nach der Dichte der Primärfarben. Im wesentlichen besteht die Rechnung aus der Integration von drei Kurvensätzen: Die Emissionskurve der Lichtquelle oder die Absorptionskurven des Farbstoffes oder der Farbstoffe und die Sichtbarkeitskurve des Auges. In Verbindung mit den Fig. 2 und 3 ist als Lichtquelle C eine weiße Standardlichtquelle verwendet, und auf diese Weise besitzen alle durchsichtigen Filme den Punkt C als Ausgangspunkt ihrer Chromatizitätskurven wie in Fig. 2. Die graphische Darstellung der Fig. 2 ist in einfacher und auf folgende Weise mit den Tristimuluswerten verknüpft: Die Abszissenwerte χ gehorchen der Beziehung
χ —
X + X+ Z
und die Ordinatenwerte y der Gleichung
y =
x+Y+z■
Da durch Definition χ + y + ζ = 1 ist, ist eine zweidimensionale Darstellung eine vollständige Darstellung der Farbe, außer für die Helligkeit, die durch Y dargestellt wird.
Die gestrichelt gezeichneten Kurven der Fig. 3 stellen die minimalen wahrnehmbaren Farbdifferenzen dar und leiten sich von den entsprechenden Chromatizitätskurven der Fig. 2 ab, indem man die Lagen und Längen der Kurven zu den bekannten Farbempfindlichkeitswerten des Auges an verschiedenen Stellen des Diagramms in Beziehung bringt. Diese Kurven stellen also die Summen der Wahrnehmbarkeiten der Farbunterschiede entlang den Chromatizitätskurven dar. Da die Empfindlichkeit für Farbunterschiede in verschiedenen Farbgebieten ändert, ist es vorteilhaft, den Film so auszubilden, daß die Chromatizitätskurve in den Gegenden liegt, wo diese Empfindlichkeit groß ist. Man muß also zu diesem Zweck die Formen und gegenseitigen Stellungen der Kurven, die Wahl der Farbstoffe und die Verteilung der Farbstoffe auf die charakteristischen Kurven beachten. Die Aussagen, die der Film zwischen den visuellen Dichten 0,3 und 1,5 macht, sind von größter Wichtigkeit, da das Auge die Fähigkeit verliert, an den beiden Enden dieses Bereiches die Unterschiede gut zu bemerken; wenn man also dieses Dichteniveau für einen gegebenen Film wählt, so sind; die für diese Dichtewerte notwendigen Belichtungen aus der Fig. 3 abzulesen. Die zwischen diesen Belichtungsgrenzen gezeigten Aufschlüsse über die Farbe können so unter den entsprechenden Kurven für die minimal wahrnehmbaren Farbunterschiede und für die Chromatizität gewählt werden. Im Fall der minimalen wahrnehmbaren Farbunterschiede wird starke Neigung, weiter Bereich und eine konstante Form der Kurve bevorzugt. Die Kurve 2 ist in dieser Beziehung die günstigste der drei Kurven. Die visuelle Dichtekurve (ausgezogene Kurve 2) zeigt, daß es sich hier um den am wenigsten empfindlichen der drei Filme handelt, was zur Folge hat, daß man hier einen Kompromiß
ίο wählen muß. Im Fall der Chromatizität (Fig. 2 und 4) wird ein merklicher Abstand vom Ausgangspunkt (was einem günstigen Sättigungsgrad entspricht) und ein weiter Bereich der Farbtöne ohne Wiederholung bevorzugt.
Man muß sich immerhin vergegenwärtigen, daß die Kurve der minimalen wahrnehmbaren Farbunterschiede allein noch kein genügendes Kriterium für die Qualität der Farbe des Films darstellt. Eine verhältnismäßige gerade Chromatizitätskurve könnte eine gute Kurve für die minimal wahrnehmbaren Farbunterschiede ergeben, aber wenig oder keine Farbtonunterschiede zeigen.
Es gibt kein zufriedenstellenderes Mittel zur Beschreibung der Farbtonunterschiede als die der Chromatizitätskurve selbst. Eine vom Ausgangspunkt (c in Fig. 2) durch den in Frage stehenden Farbpunkt gezogene gerade Linie, welche sich bis zur Peripherie des Farbbereiches erstreckt, zeigt eine ausgeprägte Wellenlänge dieser Farbe beim Schnittpunkt dieser Linie mit der Peripherie (die Purpurwerte sind dabei als Werte ihres komplementären Grüns ausgedrückt), während die Verlängerung dieser geraden Linie in der entgegengesetzten Richtung einen Schnittpunkt mit der Peripherie im Bereiche der grünen Farbe erzeugt. So stellt z. B. 520-C einen Purpurton dar. Daraus ist ersichtlich, daß alle Kurven der Fig. 3 einen weiten Farbtonbereich besitzen.
Der erfindungsgemäße Film kann einfacher hergestellt werden als ein gewöhnlicher Farbfilm, da er keine Filterschicht und keine Antilichthofschicht enthält. Zudem kann der hier beschriebene vereinfachte Film wertvolle Aufschlüsse in bezug auf Farbunterschiede geben. Ein Film, welcher weniger als drei farberzeugende Emulsionen enthält, kann erfmdungsgemäß Resultate ergeben, die annähernd denjenigen gleich sind, die mit Filmen zu drei Emulsionen erhalten werden, wenn der farblose durchsichtige Film durch einen solchen ersetzt wird, der mit einem Farbstoff gefärbt ist, der in bezug auf die von der Emulsion zu bildenen Farben entsprechend ausgewählt ist.
In speziellen Fällen ist ein gefärbter Film in einem
Film mit drei farberzeugenden Emulsionen nützlich.
In diesem Zusammenhang soll erwähnt werden, daß ein gefärbter Film die gleiche Wirkung hat wie die Verwendung eines Films aus farblosem Rohstoff, wenn der Film dann mit einem in ähnlicher Weise gefärbten weißen Licht betrachtet wird. Daraus kann also ersehen werden, daß die Verwendung eines gefärbten Films auch die Verwendung eines in ähnlicher Weise gefärbten Lichtes zur Beobachtung eines Films mit einschließt, der im übrigen gleichgestaltet ist, aber aus einem ungefärbten Rohstoff besteht.
Im Falle eines Films mit Emulsionen, die zwei Farben erzeugen, kann die Wirkung der ausgelassenen Emulsion durch die Verwendung eines mit der ausgelassenen Farbe gefärbten Films ziemlich vollständig ausgeglichen werden. Unter Bezugnahme auf Fig. 1 würde also die Dichtekurve α eine horizontale Linie sein, wenn die Emulsion α durch einen gefärbten Film ersetzt würde, da die Dichte als Funktion der Belich-
809 727ΛΒ9
tung dann ja nicht veränderlich wäre. Geeignete Zusammenstellungen von farbbildenden Emulsionen und gefärbten Rohstoffen für Filme mit zwei Emulsionen sind die folgenden:
Filmfarbe Empfindlichere
Emulsion
"Weniger empfind
liche Emulsion.
Hell Gelb Purpur
Blaugrün Gelb Purpur
Grün Gelb Purpur
Hell Purpur Gelb
Blaugrün Purpur Gelb
Blau Purpur Gelb
Hell Purpur Blaugrün
Gelb Purpur Blaugrün
Rot Purpur Blaugrün
Hell Blaugrün Purpur
Gelb Blaugrün Purpur
Grün Blaugrün Purpur
Hell Rot Blau
Gelb Rot Blau
Grün Rot Blau
Hell Blau Rot
Blaugrün Blau Rot
Grün Blau Rot
Kurve Farbgrundlage b C
4
5
Blaugrün 0,7
keine —
Gelb
Gelb
Purpur
Purpur
mit einem hellen, unbunten Filmrohstoff, Die Kurve beginnt also am Punkt C und verläuft dur-ch ein grünliches Gelb, ein gelbliches Orange und ein rötliches Orange bis "in das rote Gebiet und hat eine etwas höhere Sättigung als die Kurve 4. Aus dieser Kurve geht hervor, daß ein Film, welcher eine zwei Farben erzeugende Emulsion trägt und keinen gefärbten Rohstoff besitzt, mit einem gefärbten Beobachtungslicht, eine wichtige und nützliche Farbfolge hervorbringen
ίο kann.
Ein Film mit einer nur eine einzige Farbe erzeugenden Emulsion kann für die Zwecke der Erfindung auch verwendbar sein. Wenn z. B. eine purpurerzeugende Emulsion mit einem gelbgefärbten Film kombiniert wird (oder mit einem gelben Licht betrachtet wird), ergibt sich daraus ein ziemlich breiter Farbbereich als Folge der durch die Belichtung erzeugten Dichteunterschiede. Ein Film dieses Typs gibt z. B. für zahnärztliche Zwecke viel mehr Aufschlüsse als ein
ao Schwarzweißfilm, und dies mit nur wenig erhöhten Kosten. Folgende Zusammenstellungen von gefärbtem Filmrohstoff und Emulsionsfarbe sind für einen Film mit einer einzigen Emulsion von besonderem Wert befunden worden:
Die oben aufgeführten Farben sind die additiven Primärfarben Blau, Grün und Rot sowie die subtraktiven Fundamentalfarben Blaugrün, Gelb und Purpur. Die Farben sind so gewählt, daß der Abstand der Spektralbereiche zweier aufeinanderfolgender Farben irgendeiner Kombination nicht mehr als eine Primärfarbe einschließt, damit graugetönte oder stark ungesättigte Farben in der erzeugten Farbenskala vermieden werden, wie dies früher schon für einen Farbenfilm mit zwei Emulsionen der Brauch war.
Auf dem Farbendiagramm der Fig. 4 sind zwei Kurven 4 und 5 dargestellt, welche Beispielen von· Filmen mit zwei Emulsionen entsprechen, und zwar mit oder ohne gefärbten Filmrohstoff. Die Kurve 4 stellt die Farbfolge für einen solchen Film mit zwei Emulsionen dar, in welchem die Emulsionen b und c Gelb bzw. Purpur erzeugen und die Filmgrundlage blaugrün gefärbt ist. Die beiden Emulsionen b und c besitzen die Dichtecharakteristiken und entsprechenden Empfindlichkeiten, wie für die entsprechenden Kurven der Fig. 1 angegeben ist. Da das Licht, welches durch diesen Film hindurch betrachtet wird, in diesem Falle blaugrün gefärbt ist, beginnt die Kurve nicht am Punkt C, welcher weißem Licht entspricht, sondern links davon in dem Gebiet des Blaugrün, weil an diesem Punkt noch keine Belichtung stattgefunden hat. Für die Dichte des blaugrüngefärbten Filmrohstoffs wird der Wert von 0,7 angenommen. Mit fortschreitender Belichtung verläuft die Kurve durch Grün, Gelb, Orange, Orangerosa zu Rotorange und erreicht fast die Gegend des Rot, welche Farbfolge derjenigen für die Kurve 1 der Fig. 2 für einen Film mit drei Emulsionen ziemlich ähnlich ist. Diese Kurven haben folgende Merkmale:
Farbe des Filmrohstoffs Erzeugte Bildfarbe
Hell Purpur
30 Blau Purpur
Blaugrün Purpur
Gelb Purpur
Hell Blau
Rot Blau
35 Hell Rot
Gelb Rot
Blau Rot
Grün Rot
Die Kurve 5 entspricht auch einem Film mit einer gelben Emulsion & und einer Purpuremulsion c, aber Die Fig. 5 und 6 stellen Schnitte durch zwei Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Films dar, welcher Emulsionen besitzt, die drei Farben erzeugen. In beiden Fällen bildet jede Emulsion eine gesonderte Schicht, von denen alle von einem einzigen Film getragen werden. Dem Fachmann ist es klar, daß die verschiedenen Emulsionen, wenn gewünscht, auch miteinander gemischt sein können; es gibt also keine Beziehung zwischen der Anzahl der verschiedenen Emulsionen und der Anzahl der den Film bildenden Schichten.
Der in der Fig. 5 dargestellte Film besitzt eine Grundlage 1, auf deren einer Seite (auf der Rückseite) sich eine Emulsionsschicht 2 befindet, welche das Blaugrünbild erzeugt, und auf deren anderen Seite (Vorderseite) sich eine Schicht 3 für die Bildung der Purpurfarbe und eine Schicht 4 für die Bildung des Gelbbildes befinden. Die physikalische Anordnung der Emulsionsschichten hat für vorliegende Erfindung keine Bedeutung, mit Rücksicht auf die Farbenskala.
Wenn aber der Film mit einem Verstärker schirm verwendet wird, kann die physikalische Anordnung einen Einfluß auf das Bild haben.
Der Aufbau des Films gemäß Fig. 6 ist im großen und ganzen der gleiche wie derjenige des Films nach Fig. 5, mit der Ausnahme, daß die das Blaugrünbild erzeugende Schicht 2 die erste Schicht auf der Vorderseite des Films bildet und nicht auf seiner Rückseite angeordnet ist wie in Fig. 5. Diese Anordnung hat für viele Zwecke die gleiche Wirkung als die Anordnung gemäß Fig. 5.
13 14
Auf jeder Seite der Filme gemäß Fig. 5 und 6 ist Mehrschichtemulsion ist, sind die Empfindlichkeiten ein Verstärkerschirm 5 vorgesehen. Solche Schirme der verschiedenen Emulsionsschichten, gemessen in werden allgemein in der Radiographie viel verwendet, Werten der spektralen Dichte am Gipfelpunkt der ent- und ihre Ausbildung und Verwendung sind bekannt sprechenden Absorptionskurve und berechnet in bezug Es sei jedoch eine kurze Beschreibung der Verwen- 5 auf die Empfindlichkeit eines normalen Schwarzweißdung solcher Schirme in Verbindung mit vorliegender röntgenfilms (für welchen der Wert = 1,0 gesetzt Erfindung gegeben. wird), ungefähr die folgenden:
Die in Fig. 5 und 6 dargestellten Verstärker- Gelb erzeugende Schicht 0,65 bis 0,9
schirme 5 weisen em Grundblatt aus einem geeigneten p f er nde Schicht 04
Material auf, wie z. B. Karton oder Kunststoft, wel- io Blaugrün erzeugende Schicht 0,08 bis 0,15
ches mit einer Schicht eines Leuchtstoffs oder mit
einer Mischung von solchen mit verschiedenen Eigen- Die Empfindlichkeitsunterschiede zwischen Gelb
schäften überzogen ist. Um einen großen Farbbereich und Blaugrün zu Purpur sollen innerhalb dieser Grenzu erzielen, muß die Fluoreszenzfarbe dieser Leucht- zen beibehalten werden, wenn die allgemeine Empstoffe auf die Eigenschaften der Filmemulsionen abge- 15 fmdlichkeit verändert wird.
stimmt werden. Wenn erfindungsgemäß die verschie- Der Kontrast ist der foigende (ungefähre Werte):
denen Emulsionen alle fur Licht derselben tarbe
empfindlich sind, so soll diese Farbe gewöhnlich zwi- Visuelle Dichte, Gamma 1,6
sehen dem grünen und blauen Gebiet liegen. In diesem Spektrale Dichte der gelbbildenden
Falle soll der Leuchtstoff auf dem Schirm so gewählt 20 Schicht, Gamma 1,3
werden, daß er die stärkste Lichtemission in diesem Spektrale Dichte der purpurbilden-
Bereich besitzt. Wenn hingegen die Emulsionen für den Schicht, Gamma 1,5
verschiedene Farben empfindlich sind, so müssen die Spektrale Dichte der blaugrün-
Leuchtstoffe so gewählt werden, daß sie em Licht der bildenden Schicht, Gamma .... 1,9
entsprechenden Farben erzeugen, aber sollen trotzdem 25
die entsprechenden gewünschten Empfindlichkeiten Die maximalen spektralen Dichten (oberhalb der
ergeben. Wenn die Leuchtstoffe auf gleiche Strah- Schleierdichte) sind ungefähr die folgenden:
lungsintensitäten verschieden ansprechen, so müssen Gelbbildende Schicht 0 7
ihre Mengen so gewählt werden, daß gleiche Strah- Purpurbildende Schicht"'.'.'.'.'.'.'.'.'. ifi
lungsintensitäten Fluoreszenzlichtmtensitaten von 30 Blaugrünbildende Schicht oberhalb des
vorbestimmtem Starkeverhaltms ergeben, wobei diese Purourwertes
Stärken auch zu den Empfindlichkeiten der verschie-
denen Emulsionsschichten in Beziehung stehen. Auf Alle drei Emulsionsschichten sind im wesentlichen
diese Weise kann die Farbskala eines für mehrere nur für blaues Licht empfindlich.
Farben empfindlichen Films in der gewünschten Weise 35 Zur Erweiterung des Farbbereiches können gefärbte verändert werden. Durch diese Einstellung der gegen- Farbkuppler verwendet werden. Bei Einverleibung seitigen Lichtmengen verschiedener Farben, welchen eines gefärbten Kupplers in die empfindlichste Emulder Film ausgesetzt wird, ist es in der Tat möglich, sion wird der Ausgangspunkt der Kurve des Chromaauch eine Einstellung der gegenseitigen wirksamen tizitätsdiagramms von Farbpunkt der Lichtquelle in Empfindlichkeiten der verschiedenen Emulsionen des 40 Richtung der Anfangsfarbe des Kupplers verschoben, Films bis zu einem solchen Grad zu erhalten, welche und auf diese Weise wird ein größerer Farbtonbereich einem hier beschriebenen Film gleichkommt. erzielt.
In bezug auf die große Anzahl verschiedener Emul- Ein weiteres Mittel zur Ausweitung des Farbtonsionsschichten, deren Herstellungsverfahren und Ent- bereiches besteht darin, daß man einen geeigneten Wicklungsvorschriften usw. welche in der Photogra- 45 Solarisationsgrad in mindestens einer Emulsion verphie bekannt sind, scheint es nicht nötig zu sein, hier wendet, vorteilhaft in der höchstempfindlichen, wie genauere Angaben über die Herstellung der erfin- dies mit gestrichelten Linien in der Fig. 1 dargestellt dungsgemäßen Filme zu geben. Diesbezügliche Ein- ist. Die Solarisation und ihre Wirkung sind in den zelheiten, einschließlich solcher über die Solarisation erwähnten USA.-Patentschriften 2 005 837 und können in der Literatur gefunden werden, von der 50 2 497 917 näher auseinandergesetzt,
folgende Werke zitiert seien: Mees,: »The Theory Der beschriebene erfindungsgemäße Film besitzt
of the Photographic Process« MacMillan, Ausgaben außer der Anwendung in Medizin und Zahnheilkunde 1944 und 1954; Evans, Hanson und Brewer: noch weitere wertvolle Verwendungsmöglichkeiten. »Principles of Color Photography«, John Wiley & Drei wichtige davon seien hier noch angegeben: Er Sons, Inc. 1953; Evans: »An Introduction to Color«, 55 kann leicht standardisiert werden, um die Messung John Wiley & Sons, Inc. 1948; Glafkides: Chimie der Intensität von monochromatischem Licht in der Photographique, Paul Montel, Paris, 1949; Fried- Photometric zu ermöglichen'. Er kann auch für den mann: »History of Color Photography«, The Ame- Mehrfarbendruck von Wert sein. In diesemIndustrierican Photographic Publishing Company, Boston, zweig wird der Film als maskierender Film (mit oder 1944; Handbuch der Wissenschaftlichen Photogra- 60 ohne intermediäres Negativ) verwendet, um durch phie von Hay; BändeIV und VI, Springer Verlag, eine Komplementärfarbe die oft in einer durchsich-1950; USA.-Patentschriften2005837 (HansArens), tigen Vorlage auftretende vorherrschende allgemeine 2 497 917 (Robert E. Stauffer). Farbnuance auszugleichen. Bei Verwendung einer
Als Beispiel einer bevorzugten Ausführungsform Standardlichtquelle und einem standardisierten Bewerden nachstehend die Charakteristiken eines Films 65 lichtungsbereich kann der maskierende Film irgendmit drei Emulsionen gemäß Fig. 5 wiedergegeben, welche gewünschte Neutralisierung oder Maskierung dessen charakteristische Werte in der Kurve 1 der der Farbtöne bewirken. Ein drittes Anwendungsgebiet Fig. 2 zusammen mit den Dichte-Belichtungskurven betrifft die Kernphysik, wo die Messung der Energieder Fig. 1 ersichtlich sind. Unter der Annahme, daß verteilung von Kernteilchen in Werten von Farbder Film ein Negativfilm mit einer farbenerzeugenden 70 änderungen entlang der Bahnen dieser Teilchen
durchgeführt werden kann (phoitographische Dosimetrie).

Claims (26)

Patentansprüche:
1. Photographischer Film, insbesondere für mehrfarbige Röntgenaufnahmen mit einer Mehrzahl von Emulsionen, die verschiedene Farbkuppler enthalten, wovon z. B. alle Emulsionen für Licht nur ein und derselben Farbe und durchdringende Strahlungen, wie Röntgenstrahlen, empfindlich sind und wobei jede Emulsion eine andere Farbe erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß sich zumindest eine Emulsion von den anderen Emulsionen durch mindestens zwei der folgenden Eigenschäften: Empfindlichkeit, Dichtebereich und Kontrast, so unterscheiden, daß mit zunehmender Belichtung des Films mit sichtbarer oder unsichtbarer Strahlung durch farbgebende Entwicklung verschiedene Farbtöne entstehen.
2. Film nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Emulsionen verschiedene Empfindlichkeiten besitzen und daß die maximale Dichte der höchstempfindlichen Emulsion nicht mehr als 90% derjenigen der zweithöchstempfindlichen Emulsion beträgt.
3. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er drei Emulsionsschichten enthält, bei denen die Empfindlichkeit der ersten Emulsion größer ist als diejenige der zweiten Emulsion, und daß die Empfindlichkeit der dritten Emulsion kleiner ist als die Empfindlichkeiten der beiden ersten Emulsionen und daß die Empfindlichkeitsunterschiede der ersten und dritten Emulsion in bezug auf die zweite Emulsion ungefähr zwischen 5 und 100% liegen.
4. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Emulsionen unterschiedliche Empfindlichkeiten besitzen und daß die höchstempfindliche Emulsion solarisierbar ist.
5. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verschiedenen Emulsionen unterschiedliche Empfindlichkeiten besitzen und daß mindestens eine Emulsion solarisierbar ist.
6. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekenn- 4-5 zeichnet, daß die verschiedenen Emulsionen unterschiedliche Empfindlichkeiten besitzen und daß nur die höchstempfindliche Emulsion einen gefärbten Kuppler enthält.
7. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Filmgrundlage klar durchsichtig ist und drei Emulsionen trägt, welche Kuppler für Gelb, Purpur und Blaugrün enthalten.
8. Film mit mehreren Emulsionen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionen in getrennten Schichten angeordnet sind, wobei mindestens eine Emulsionsschicht auf jeder Seite der Filmgrundlage aufgebracht ist.
9. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er zwei Emulsionen mit verschiedenen Empfindlichkeiten enthält, wobei der Empfindlichkeitsunterschied zwischen etwa 5 und 100% Hegt, und ferner dadurch gekennzeichnet, daß die genannten Emulsionen sich voneinander noch durch mindestens eine der folgenden Eigenschaften unterscheiden: Dichte und Kontrast (Gamma).
10. Film gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Emulsionen für Licht nur ein und derselben Farbe empfindlich sind, nämlich für eine Farbe des Bereiches Blau bis Grün.
11. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Filmgrundlage klar durchsichtig ist und zwei Emulsionen trägt, welche Kuppler für Gelb und Purpur enthalten.
12. Film gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff blaugrün gefärbt ist.
13. Film gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff grün gefärbt ist und daß die Emulsion mit dem Farbkuppler für Gelb empfindlicher ist als die mit dem Purpurfarbkuppler.
14. Film gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff blau gefärbt ist und daß die Emulsion mit dem Farbkuppler für Purpur empfindlicher als die mit dem Gelbkuppler ist.
15. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er klar durchsichtig ist und Emulsionen trägt, die Kuppler für Purpur und Blaugrün enthalten.
16. Film gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff gelb gefärbt ist.
17. Film gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff grün gefärbt ist und daß die das Blaugrünbild erzeugende Emulsion empfindlicher ist als die mit dem Purpurkuppler.
18. Film gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff rot gefärbt ist und daß die das Purpurbild erzeugende Emulsion empfindlicher ist als die mit Blaugrünkuppler.
19. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dessen Filmgrundlage klar durchsichtig ist und zwei getrennte Emulsionsschichten trägt, die blau- und rotgefärbte Kuppler enthalten.
20. Film gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff grün gefärbt ist.
21. Film gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff gelb gefärbt ist und daß die das Rotbild erzeugende Emulsion empfindlicher ist als die das Blaubild erzeugende Emulsion.
22. Film gemäß Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff blaugrün gefärbt ist und daß die das Blaubild erzeugende Emulsion empfindlicher ist als die das Rotbild erzeugende Emulsion.
23. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er eine einzige Emulsionsschicht enthält, die für Licht nur einer einzigen Farbe empfindlich ist, welche Farbe zwischen dem blauen und grünen Spektralbereich liegt, und daß diese Emulsion die Eigenschaft besitzt, bei Entwicklung eine Farbe zu erzeugen, welche in der Gegend der maximalen Sichtbarkeit, nämlich im Grün, stark absorbiert.
24. Film gemäß Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Filmrohstoff gelb gefärbt ist und daß die bei der Entwicklung entstehende Bildfarbe innerhalb des Purpur- und Rotbereiches liegt.
25. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er mit einem Verstärkerschirm kombiniert ist, welcher gegenüber der Emulsion auf mindestens einer Seite des Films angeordnet ist, wobei dieser Schirm mit einem' Leuchtstoff versehen ist, welcher bei Einwirkung von Röntgen- oder ähnlichen Strahlen Licht aussendet, das innerhalb des Bereiches von Blau bis Grün liegt.
26. Film gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er auf jeder Seite mit mindestens einer Emulsion überzogen ist und daß er kombiniert ist mit Verstärkerschirmen, die gegenüber den Emulsionen auf jeder Seite des Films angeordnet sind, und daß mindestens einer der genannten Schirme einen Leuchtstoff trägt, welcher Strahlen Licht aussendet, das innerhalb des Bereiches von Blau bis Grün, liegt.
bei Einwirkung von Röntgen- oder ähnlichen film (1953), S. 49 bis 90.
In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 900076; W. Schultze, Farbenphotographie und Farben-
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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