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Letternmatrize, insbesondere für Lichtsetzmaschinen Die Erfindung
betrifft Verbesserungen der Ätzung von Texten zum Zwecke ihres Ahdrucks, hauptsächlich
durch Rastertiefdruck, insbesondere wenn !bei @diieser Ätzung von einem photographischen
Film ausgegangen wird, der entweder mit Hilfe einer photographischen Setzmaschine
(Lichtsetzmaschine) oder durch idirekte Photographie der Lettern oder durch ein
beliebiges anderes Verfahren herstellt ist.
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In der üblichen Praxis werden die in Tiefdruck wiederzugebenden Bilder
und- Texte auf dieDruckfläche mit Hilfe eines sogenannten Pigmentpapiers übertragen,
durch dessen lichtempfindliche Schicht hindurch .die Druckfläche so .geätzt wird,
daB Vertiefungen verschiedener Tiefe entstehen. DieseVertiefunzen is,ind zur Aufnahme
oder Druckfarbe. bestimmt. Das Pigmentpapier wird in zwei aufeinan.derfolgenden
Arbeitsgängen belichtet, nämlich ein erstes Mal unter dem Raster und ein zweites
Mal unter dem Text- und Bdl,d@d;iapos,itiv. Bisweilen erfolgt eine dritte Belichtung
von einigen Sekunden, eine sogenannte Verschleierung der Texte, welche, wie weiter
unten ausgeführt, nur in dien Textzonen vorgenommen: wird.
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Bei gewissen Verfahren, insbesondere beim Rotationstiefdruck, sind
die für die Kopie ben,utzten B-il,ddiapositive gerastert. Im Bildbereich braucht
daher kein Tiefdruckraster auf das Pigmentpapier kopiert zu werden. Diese Anordnung
vereinfacht jedoch nicht das Kopieren der Texte, .das stets zwei Belichtungen erfordert,
nämlich eine für den Raster und eine für den Text.
Die nach diesem
Verfahren hergestellten gerasterten, Texte weisen gewisse Fehler auf.
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Der auffälligste Fehler ist ein ;Mangel an Randschärfe der Lettern,
welcher .davon herrührt, .daß der Raster nicht jeder Buchstabenform angepaßt ist,
so. daß der Rand der Lettern stets unscharf und unsauber aussieht.
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Ein, kleinerer Fehler rührt von der Schwierigkeit her, auf dem Pigmentpapier
die Stärke :der Belichtung unter den Bildern und unter den Texten auszugleichen.
Die schwarzen Stellen der Textdiiapositive sind stets, dunkler als die schwarzen
Stellen der Die dritte Belichtung des Pigmentpapiers, die sogenannte Verschleierung
der Texte, ist der Kunstgriff, welcher diesen Fehler zu mildern gestattet.
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Alle oben beschriebenen Verfahren weisen noch. weitere, dem Fachmann
wahlbekannte Kennzeichen und Einzelheiten auf, und die kurzen obigen. Ausführungen
bezwecken .nur, die Erfindung und. die mit ihr erreichten Vorteile besser verständlich
zu machen.
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Die Erfindung bezweckt, eine bessere Qualität .der Texte, insbesondere
bdi -dem Tiefdruckverfahren, zu erzielen.
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Die Erfindung hat ,dien Fortfall der Kopie eines Rasters auf die lichtempfindliche
Fläche vor oder nach der Kopie der Texte zum Gegenstand.
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Gemäß einem Kennzeichen der Erfindung werden Letternmatrizen verwendet,
welche ihren eigenen Raster tragen, wobei der Ausdruck Matrizen natürlich sowohl
die photographischen Matrizen einer Lichtsetzmaschine wie idie in Schriftgießereien
oder beim mechanischen Satz benutzten, bezeichnet.
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Ein; weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß sie in einer
großen Zahl von Fällen, insbeso@ndere bei Lichtsetzmaschinen, gestattet, einen Raster
zu benutzen, dessen Muster dem Umriß einer jeden Letter, unabhängig von der Schriftart
derselben, ,besonders angep@aßt ist.
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Abb. i zeigt ein Beispiel eines üblichen Rasters; Abb. 2, 3 und 4
zeigen Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Rastern.
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Abb. i zeigt ein Beispiel eines üblichen Rasters i, auf welchem die
Projektion eines Teiles des Umrisses 2 einer Letter dargestellt ist.
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Die geätzten Vertiefungen sollten in der durch gekreuzte Schraffuren
bei 3 dargestellten Weise erscheinen.
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In Wirklichkeit erscheinen sie infolge der Diffusion des. Ätzmittels
in den durch, Belichtung unlöslich gemachten Teilen .der Pigmentschicht in der durch
die einfachen Schraffuren '.bei d. dargestellten Weise, wobei die größte Tiefe:
in der Matte einer jedan Vertiefung liegt.
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Beim Abdru=ck wird infolge der Ausbreitung der Farbe die Form des
gedruckten Buchstabens. etwa zu .der gestrichelt !bei 5dargestellte n.
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Die Zeichnung der Abb. z zeigt eine erfindungsgemäß gerasterte Letter
6. Der Raster 7 wird durch geradlinige Striche gebildet, welche Vertiefungen 8 umschließen.
Dies ist hauptsächlich dann der Fall, wenn der Raster durch :einfache und mechanische
Mittelerzeugt werden soll. Zur Erleichterung :des Verständnisses ist auf (dieser
Abhil.d:ung ein im Vergleich zu dem Schriftkegel der beispielshalber gewählten Letter-grober
Raster dargestellt.
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Abb. 3 und d. zeigen Ausführungsbeispiele von den Lettern besonders
angepaßten Rastern, insbesondere unter anderem bei Letternmatrizen von Lichtsetzmaschinen.
Das Rastermuster besteht nicht mehr aus sich regelmäßig kreuzenden geraden, sondern
aus krummen Linien. Die bei der Ätzung entstehenden Verüiefungen sind durch die
schraffierten Teile g angedeutet. Ihre Umgrenzung io springt deutlich gegenüber
dem für -den abgedruckten, Buchstaben gewünschten Umriß ri zurück. Dieser Umriß
i i wird jedoch von der Farbe erreicht, welche durch den von dem Druckzylinder auf
die nichtdruckende Seite des Papiers ausgeübten Druck aus der Ausnehmunig etwas
herausgepreßt wird.
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Man sieht, -daß die Verwendung von gerasterten Lettern die Qualität
der gedruckten Texte erheblich verbessert, wobei außerdem das Kopieren auf Pigmentpapier,
auf einen beliebigen anderen Zwischenträger oder auf die Druckfläche selbst vereinfacht
wird, da die @viederzugebenden Texte !bereits gerastert sind.