[go: up one dir, main page]

DE900687C - Verfahren und Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut in laufender Bahn - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut in laufender Bahn

Info

Publication number
DE900687C
DE900687C DEF8002A DEF0008002A DE900687C DE 900687 C DE900687 C DE 900687C DE F8002 A DEF8002 A DE F8002A DE F0008002 A DEF0008002 A DE F0008002A DE 900687 C DE900687 C DE 900687C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
liquid
cell
web
cells
speed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEF8002A
Other languages
English (en)
Inventor
Leslie James Clarke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
William Franklin & Son Ltd
Original Assignee
William Franklin & Son Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by William Franklin & Son Ltd filed Critical William Franklin & Son Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE900687C publication Critical patent/DE900687C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D10/00Physical treatment of artificial filaments or the like during manufacture, i.e. during a continuous production process before the filaments have been collected
    • D01D10/04Supporting filaments or the like during their treatment
    • D01D10/0436Supporting filaments or the like during their treatment while in continuous movement
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/10Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics
    • D06B3/20Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics with means to improve the circulation of the treating material on the surface of the fabric
    • D06B3/201Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics with means to improve the circulation of the treating material on the surface of the fabric the treating material being forced through the textile material

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

zur
sich auf ein Verfahren Naßbehandlung von
Die Erfindung bezieht
und eine Vorrichtung
Textilien.
Obwohl die Erfindung hauptsächlich auf das Färben, Bleichen od. dgl. Behandlung, wie z. B. das Imprägnieren gewebter oder gestrickter Ware oder von Bändern und anderen Textiistücken beliebiger Breite mit Appreturmitteln, angewendet werden soll, so ist sie doch keinesfalls hierauf beschränkt, da sie z. B. ebensogut für die entsprechende Behandlung von Baumwolle und anderen Garnen oder Fäden wie Kunstseide zur Anwendung kommen kann, welche mittels eines kontinuierlichen Spinnverfahrens hergestellt werden.
Für eine derartige Naßbehandlung von Textilien sind bereits Verfahren und Einrichtungen bekannt, bei welchen Textilgut in laufender Bahn durch eine Vielzahl voneinander unabhängiger Zellen hindurchbewegt wird, welche jeweils eine geringe • Menge Behandlungsflüssigkeit gleicher oder unterschiedlicher Art enthalten und einen senkrechten oder annähernd senkrechten U-förmigen Kanal für die durchlaufende Bahn bilden, wobei die Flüssigkeit regelmäßig gewechselt und in Bewegung gehalten wird.
Die bekannten Maßnahmen hatten aber bisher die wesentlichen Nachteile, daß einmal eine erhebliche Zeitdauer für die Durchführung der Naß-
behandlung nötig war, daß weiter eine zunehmende Erschöpfung der Behandlungsflüssigkeit gegen Ende des Behandlungsvorganges auftrat und daß die Bewegung der Behandlungsflüssigkeit durch die durchlaufende Bahn selbst bewirkt wurde, so daß keine befriedigende Ausnutzung der Flüssigkeit infolge der geringen Bewegungsgeschwindigkeit derselben möglich war. Auch wurde bei den bekannten Verfahren keine Regelung der Durchlaufgeschwindigkeit der Bahn in den einzelnen Zellen durchgeführt, so daß z. B. eine Korrektur unrichtiger Farbtönungen nicht möglich wurde. Die zur Durchführung der bekannten Verfahren verwendeten Einrichtungen besaßen insofern Nachteile, als das Auswaschen bei einem Wechsel der Flüssigkeit nur sehr umständlich durchzuführen war, eine Temperaturregelung sowie ein Ausgleichen der Schrumpf vorgänge bei der Behandlung der Bahn nicht oder nur unvollkommen möglich war und
ao bei Ausschalten des Antriebes der Einrichtung eine Bewegung der Behandlungsflüssigkeit unterbunden wurde.
Gegenstand der Erfindung ist es nun, ein Verfahren oder eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens vorzusehen, nach welchem Textilien schnell und wirksam behandelt, beispielsweise gefärbt werden können, so daß' die obenerwähnten Schwierigkeiten überwunden werden.
Erfindungsgemäß wird hierfür die regelmäßig zugeführte Behandlungsflüssigkeit in die Einzelzellen strahlenförmig derart eingeführt, daß in. denselben Wirbelzonen erzeugt werden, die mit wellenartigen Bewegungen durch die Flüssigkeitsmenge der Zelle hindurchlaufen. Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens bildet die eingebrachte, die Wirbelung hervorrufende Flüssigkeit gleichzeitig einen Auffüllansatz, so daß zu jedem Zeitpunkt und während einer unbegrenzt langen Zeitdauer eine kontinuierliehe Zufuhr homogener Flüssigkeit gewährleistet ist. Nach weiteren Erfindungsmerkmalen wird zum Ausgleich unrichtiger Farbtönungen die Durchlaufgeschwindigkeit der Bahn durch die Farbflotte in den einzelnen Zellen geändert, wobei das Maß der erforderlichen Geschwindigkeitsänderung durch koiorimetrische Prüfung der Flüssigkeit bestimmt wird. Für die Regelung der Geschwindigkeit der Bahn kann auch der Salzgehalt der Behandlungsflüssigkeit durch Messen ihres elektrischen Wider- Standes festgestellt und die sich dabei ergebenden Stromänderungen für die Betätigung von Geschwindigkeitssteuervorrichtungen oder Ventilen benutzt werden.
Unter Umständen ist es wünschenswert, überschüssige Flüssigkeit vom Material während dessen Beförderung aus einer Zelle in die nächstfolgende auszuscheiden, so daß dasselbe dazu befähigt wird, weiteren Farbstoff aufzunehmen.
Vorzugsweise ist mit dem Färbverfahren der Erfindung ohne Unterbrechung ein Abschlußverfahren, wie Trocknen und Bügeln, verbunden.
- Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens besitzt eine Vielzahl voneinander unabhängiger, verhältnismäßig tiefer und schmaler Zellen, welche senkrecht oder annähernd senkrecht angeordnet sind, einen U-förmigen Kanal bilden und jeweils eine geringe Menge Behandlungsflüssigkeit enthalten, ferner einen aus den Zellen herausnehmbaren Rahmen zum Führen der Bahn durch jede Zelle hindurch sowie Zugmittel zum Fördern der Bahn, wobei gemäß der Erfindung in jeder Zelle eine Leitung angeordnet ist, welcher die Behandlungsflüssigkeit unter Druck zugeführt wird und aus der die Flüssigkeit in Form von Strahlen austritt, und wobei mit dieser Leitung zusammenwirkende Ablenkteile vorgesehen sind, gegen welche die austretenden Flüssigkeitsstrahlen auftreffen und sich zur Erzeugung der wellenartigen Wirbelbildung teilen.
Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht darin, daß jede Zelle ein einziges langes Ablenkteil besitzt, welches z. B. V-Form oder eine solche mit vollem Dreiecksquerschnitt besitzt, und daß dieses Ablenkteil gemeinsam für eine Reihe von austretenden Flüssigkeitsstrahlen vorgesehen ist.
Nach einem weiteren Merkmal ist der Rahmen in jeder Zelle mit einem Ausgleichgewicht versehen und kann sich in der Zelle bewegen, wenn die Bahn schrumpft, und wird diese Bewegung des Rahmens für die Betätigung von Geschwindigkeitssteuervorrichtungen od. dgl. ausgenutzt.
Schließlich können nach einem weiteren Merkmal die Zuführwalzen der Bahn sämtlich von einer gemeinsamen Welle angetrieben werden, so daß die gegenseitigen Geschwindigkeiten in sämtlichen Teilen der Vorrichtungen in festgelegten Verhältnissen erhalten bleiben.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird im folgenden eine besondere Ausfuhrungsform der vorgenannten Zelle, des herausnehmbaren Tauchrahmens sowie eine vollständige, kontinuierlich arbeitende Färbeinrichtung mit einer Reihe derartiger Zellen beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt.
Fig. ι ist die Seitenansicht einer Zelle mit Tauchrahmen für die Naßbehandlung, gesehen in Richtung des Pfeiles A in Fig. 3.
Fig. 2 ist ein senkrechter Querschnitt durch die Zelle mit Rahmen gemäß Linie U-II der Fig. 3·
Fig. 3 ist ein senkrechter Längsschnitt der Zelle gemäß Linie IH-III der Fig. 2.
Fig. 4 ist eine teilweise geschnittene Draufsicht auf die Zelle mit Tauchrahmen gemäß Linie IV-IV der Fig. 3. "5
Fig. 5 ist eine schaubildliche Ansicht des Tauchrahmens allein.
Fig. 6 A und 6 B gemeinsam geben eine diagrammartige, teilweise geschnittene Darstellung einer Einrichtung für das kontinuierliche Färben.
Gemäß Fig. 1 bis 4 besitzt die dargestellte Zelle C eine flache kastenartige Form mit verhältnismäßig großer Tiefe und ist von der Vorderseite 1 zur Rückseite 2 hin, d. h. in der allgemeinen Vorlaufrichtung des durch die Zelle hindurchgeführten Textilmaterials, schmal gehalten·. Die Breite der
Zelle zwischen den Schmalseiten 3 wird entweder in Übereinstimmung- mit der Breite des zu färbenden Tuches oder in Abhängigkeit von der Zahl der einzelnen zu färbenden Bänder, Webware, Garne oder Fäden entsprechend auszuführen sein. In Arbeitsstellung ist die Zelle senkrecht angeordnet und lediglich an ihrem oberen Ende offen. Infolge dieser Anordnung der Zelle C besitzt die darin enthaltene Flüssigkeit L eine kleine Oberfläche, so daß nur ein verhältnismäßig geringer Wärmeverlust eintreten kann. Bei Anwendung von Küpenfarben besteht die Neigung einer vorzeitigen Oxydation auf der Oberfläche der Flüssigkeit, so daß eine unerwünschte Schicht gebildet wird. Durch die schmal gehaltene, frei liegende Oberfläche der Flüssigkeit in der Zelle wird auch diese Schwierigkeit vermieden. Die verhältnismäßig geringe Abmessung a der Zelle von der Vorderseite zur Rückseite hin (Fig. ι und 2) bedingt die Mengeneinschränkung der Flüssigkeit L, während die Tiefe b der Zelle die Länge des Durchlaufweges des Materials und demnach die Tauchzeit desselben bestimmt.
Besteht die zu behandelnde Ware aus einzelnen Bändern, Garnen oder Fäden, so werden dieselben von einer zur nächsten Zelle durch eine Reihe von Füßen oder Zapfen 4 in geeigneter Anordnung geführt, welche in entsprechenden, fest angebrachten Teilen oder Gliedern an der Oberseite jeder Zelle angeordnet sind. Im Ausführungsbeispiel stehen die Zapfen 4 senkrecht und sind in Teile mit umgekehrtem Rinnenquerschnitt eingesetzt, welche an den oberen Kanten der Vorderwand 1 und der Rückwand' 2 der Zelle C vorgesehen sind. Im vorliegenden Fall sind neun Paare solcher Füße oder Zapfen dargestellt, um acht Bänder aufnehmen zu können, obwohl diese Zahl je nach Bedarf natürlich auch geändert werden kann.
Innerhalb der Zelle ist ein herausnehmbarer Tauchrahmen vorgesehen, der mit der allgemeinen Bezeichnung F versehen ist. Dieser Rahmen wird beim Gebrauch in der Flüssigkeit L eingetaucht gehalten. Wie insbesondere aus Fig. 5 zu ersehen ist, besitzt der Tauchrahmen F zwei senkrechte Seitenteile 5, welche durch Abstandsstangen 6 mit kreisförmigem Querschnitt fest verbunden und zueinander parallel gehalten werden. Nahe an seinem unteren Ende besitzt dieser Rahmen eine waagerecht liegende, frei drehbare Walze 7, welche entweder auf einer Spindel läuft oder deren Enden mit Drehzapfen 8 versehen sind, welche sich in Lagerlöchern der Seitenteile 5 drehen können. An dem oberen Ende der beiden Seitenteile 5 ist eine obere Stange 9 eingesetzt, die mit einem Ende g" über die entsprechende Seite des Rahmens für einen noch anzugebenden Zweck vorsteht. Demnach läuft das durch die Zelle geführte Material zunächst senkrecht nach unten bis fast auf den Zellenboden herunter, danach um die Walze 8 des Tauchrahmens herum und anschließend senkrecht nach oben, wobei es sowohl durch diese Walze wie auch die Abstandsstangen 6 geführt wird. Der Tauch rahmenF dient also sowohl dazu, das umlaufende Material herunter zu halten, als auch dazu, die U-förmige Bahn desselben innerhalb der Zelle zu ermöglichen.
Um ein kontinuierliches Schrumpfen des Materials während seines Durchlaufs durch die Zelle C vorkommendenfalls auszugleichen, kann der Tauchrahmen F auch in geeigneter Weise mit einem Gewichtsausgleich (Gegengewicht) versehen werden, um angehoben zu werden, falls ein solches Schrumpfen eintritt. Eine solche Aufwärtsbewegung des Rahmens wird dazu ausgenutzt, um eine Steuerung für die Geschwindigkeit über zwischengeschaltete Verbindungsteile beliebiger Art in Tätigkeit zu setzen. Derart ist es möglich, das durchlaufende Material unter einer so geringen Spannung zu halten, daß z. B. selbst nasse Viskosekunstseide nicht nachteilig gelängt wird. Hierfür steht das vorgenannte Ende 9" der oberen Stange 9 (Fig. 1) mit einem geschlitzten Arm ioa eines zweiarmigen Hebels 10 in Verbindung, der auf einem festen Drehzapfen 11 drehbar gelagert ist und dessen Arm io6 über ein Glied 12 entweder mit einem Gegengewicht oder einer Kontrollvorrichtung für die Geschwindigkeit verbunden ist.
An einer Seitenwand der Zelle ist oben ein kleiner Block 13 angebracht, durch welchen hindurch ein waagerechtes Teil einer Zuführleitung 14 der Flüssigkeit L hindurchgeführt wird. An der gegenüberliegenden Seite der Zelle ist ein gleicher Block 15 für die Anbringung eines entsprechenden Endes einer Überlauf leitung 16 befestigt.
Um gleichzeitig eine Änderung und die Herstellung einer Wirbelbewegung der Flüssigkeit L zu erreichen, ist am Boden der Zelle C ein Rohr 17 vorgesehen, durch welches die Flüssigkeit von der Zuführleitung 14 her eingebracht wird, die in Form von dünnen Strahlen 18 (Fig. 2 und 3) durch eine Reihe von Löchern im Rohr 17 austreten kann. Mit dem Rohr 17 wirken Abweisteile zusammen, gegen die die Flüssigkeitsstrahlen anstoßen und derart geteilt werden. Obwohl es möglich ist, für jeden Strahl einen besonderen Abweiser vorzusehen, so ist vorzugsweise, wie besonders aus Fig. 3 und 5 zu ersehen ist, ein einziger, langer Abweiser 19 für die gesamte Länge der Strahlenreihe angeordnet. In beiden Fällen besitzen die Abweiser in der Zelle einen V-förmigen Querschnitt oder, wie bei dem Abweiser 19, eine volle Dreiecksform. Es kann jedoch auch .jede sonst gewünschte und geeignete Form für den Abweiser gewählt werden. Je nach Form und Abmessung des oder der Abweiser, dem Druck der Strahlen sowie dem Abstand zwischen den Strahlen und dem oder den Abweisern können verschiedene Grade und Arten von Wirbelung erzeugt werden, so daß in jedem Fall Wirbelzonen Z (Fig. 2) mit wellenartiger Bewegung bis zum oberen Zellenrand verlaufen. Darüber hinaus wird durch den Winkel zwischen den Zellenwänden, falls iao dieselben von der Senkrechten abweichen, ein Winkel gebildet, mit welchem die Wirbelzonen reflektiert werden. Zweck dieser Wirbelung ist es, die Flüssigkeit L stets an die Ware heranzuführen, so daß verbrauchte Flüssigkeit entfernt und durch iss wirksame Flüssigkeit mit hoher Frequenz ersetzt
wird, oKne daß" die Ware durch mechanisch bewegte Teile beschädigt werden kann. Die Eingabe von Flüssigkeit kann entweder kontinuierlich oder absatzweise durchgeführt werden. Im letzteren Fall kann die Flüssigkeit entweder durch eine Pumpe gefördert werden, deren Kolben durch Nockenteile so betätigt wird, daß ein langsamer Ladehub und ein schneller Entladehub erzeugt wird, oder aber die Flüssigkeit kann unter gleichmäßigem Druck
ίο stehen und die Geschwindigkeit und Frequenz der Eingabe durch von Nocken betätigte Ventile od. dgl. gesteuert werden.
Da jede Zelle C lediglich eine verhältnismäßig geringe Flüssigkeitsmenge enthält, ist auch nur eine geringe Kraft für die Erzeugung der erforderlichen Wirbelung nötig.
Da die Flüssigkeitsmenge in jeder Zelle verhältnismäßig gering ist (z. B. etwa 4,54 bis 13,621 beträgt) und die Flüssigkeit regelmäßig gewechselt
wird, ist es möglich, ein kontinuierliches Färben durchzuführen. Es gibt demnach keine Beschränkung hinsichtlich der Menge der Ware, welche ununterbrochen gefärbt werden kann. Das Verfahren kann demnach auch kontinuierlich Tag und Nacht hindurch ausgeführt werden. Das regelmäßige Wechseln der Behandlungsnüssigkeit in jeder Zelle kann entweder kontinuierlich, d. h. ohne Unterbrechung, oder absatzweise erfolgen. Jedenfalls aber beseitigt das Wechseln der Flüssigkeit auf diese Weise die steigende Verdünnung derselben, so daß die Konzentration konstant gehalten wird. Das Verfahren gemäß der Erfindung kann schnell durchgeführt werden, so daß das Färben in einem beliebigen Zeitraum von z. B. 10 bis 120 Sekünden durchgeführt ist, selbst dann, wenn tiefe Farbtönungen erforderlich sind. Während dieser verhältnismäßig kurzen Zeit treten Unterschiede der Färbungsgeschwindigkeit bei Mischfarben in wesentlichem Ausmaß nicht in Erscheinung. Ist es jedoch wünschenswert, daß besondere Färbzeiten z. B. bei der Verwendung langsam wirkender Farben oder beim Aufbauen sehr schwerer Tönungen zur Anwendung kommen, dann kann eine derartige Sonderzeit dadurch ermöglicht werden, daß zwei oder mehrere Zellen in Reihe angeordnet sind, so daß ein mehrfacher Durchlauf des Materials durch die Flüssigkeit vorgenommen wird. Es ist jedoch ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß selbst bei einer derartigen überdurchschnittlichen Färbzeit nur ein Bruchteil der Zeit benötigt wird, wie sie bei normalen Farbverfahren erforderlich ist. Als weitere Möglichkeit gegenüber der Verwendung mehrerer Zellen bei den angeführten Beispielen kann das gewünschte Ergebnis auch dadurch erreicht werden, daß der Grad der Konzentration der Flüssigkeit erhöht wird, obwohl hierbei zu beachten ist, daß Schwierigkeiten und Fehlfärbungen infolge Überkonzentration auftreten können. Wenn, wie es vorzuziehen ist, das Verfahren darin besteht, Textilien kontinuierlich gleichsinnig durch mehrere Zellen hindurchlaufen zu lassen, dann kann das Material aus einer Zelle in die andere verbracht und falls nötig, einer Reihe verschiedener chemischer Behandlungen ohne Zwischeribehandlung unterworfen werden. 6g
Weiterhin können verschiedene Phasen, Stufen oder Unterverfahren eines vollständigen Verfahrens ohne Zwischenbehandllu-njg1 des Materials· aneinandergefügt werden, indem diese in verschiedenen Zellen durchgeführt werden. Um ein besonderes Beispiel herauszugreifen, kann, falls das Material mit Azo-(Naphtol-) Farben gefärbt werden soll, dasselbe in einer Zelle mit einer chemischen Verbindung imprägniert und in einer weiteren Zelle die Farbe mit einer anderen chemischen Verbindung entwickelt werden usw. Bei der Verwendung von Küpenfarben muß der Farbstoff in eine andere chemische Form, die als Leukozustand bekannt ist, umgewandelt werden, so daß die Farbmoleküle in die Fasern eintreten können. Nach dem Eintreten dieser Moleküle wird durch Anwendung eines Oxydationsmittels die Farbe in ihre ursprüngliche Form und Farbe zurückverwandelt. Beim Pigmentklotzen wird die Ware mit in Wasser suspendiertem Farbpulver versetzt und dann in ein chemisches Bad geleitet, wo der Farbstoff reduziert wird und das Färben stattfindet. Anschließend findet die Oxydation statt. Eine derartige Kette von Reaktionen kann mit Zellen der gemäß der Erfindung vorgeschlagenen Form in vorteilhafter Weise ausgeführt werden.
Die diagrammartig in Fig. 6 A und 6 B dargestellte Einrichtung zum kontinuierlichen Färben besitzt lediglich beispielsweise drei derartige Zellen C1, C2 und C3 der vorbeschriebenen Art. Gemäß der Darstellung sind die ersten beiden Zellen C1 und C2 in Tandemform angeordnet und werden mit Reduzierlösung aus zwei gesonderten Behältern 20 und 21 versehen, wogegen die dritte Zelle C3 gesondert mit einer Sole aus einem Behälter 22 versorgt wird. Diese besondere Anordnung kann jedoch auch dahingehend geändert werden, daß zwei andere der drei Zellen oder sämtliche Zellen in geeigneter Weise miteinander in Verbindung stehen. Auch ist es möglich, die Zellen in Reihe oder parallel zu verwenden oder jede Zelle des Satzes unabhängig von den anderen zu verwenden, insoweit es die Speisung mit der Flüssigkeit betrifft. Das kontinuierlich gleichsinnig, d. h. in Richtung der Pfeile in Fig. 6A und 6B durch die Zellen durchlaufende Material ist mit dem Bezugszeichen M versehen. In Fig. 6 A ist mit 23 lediglich diagrammartig eine Pumpe für die kontinuierliche Förderung von Reduzierlösung aus dem Behälter 21 in die Zelle C2 mit einem für die Erzeugung der erforderlichen Wirbelung notwendigen Druck bezeichnet. Aus Gründen der Vereinfachung sind bei der Darstellung derartige Mittel in Verbindung mit den Zellen C1 und C2 nicht angegeben, obwohl ausdrücklich darauf hingewiesen werden soll, daß in der Praxis entweder die gleiche Pumpe 23 oder besondere Pumpen zur Anwendung kommen, um eine Wirbelung in sämtlichen drei Zellen zu erzeugen.
Nach einem wesentlichen weiteren Erfindungsgedanken sind die Zellen C1, C2 und C3 in einem
verhältnismäßig großen isolierten Behälter 24 angeordnet, welcher heißes Wasser enthält und es derart möglich macht, daß die Temperatur der genannten Reduktionslösung und der Sole im wesentlichen konstant bleibt. Der Behälter 24 ist sowohl mit einer Wasserzuführleitung 25 und mit einer Ablaufleitung 2s1 versehen. Das Wasser W in diesem Behälter kann während des Färbverfahrens wieder erwärmt werden, so daß die Schwierigkeit ausgeschaltet wird, das Material aus der Flüssigkeit herauszunehmen, wenn eine Regulierung der Temperatur oder der Zusammensetzung durchgeführt wird. Die Reaktionsgeschwindigkeit der Farben gegenüber den Fasern ist wesentlich von der Temperatur abhängig, so daß geringe Änderungen einen Wechsel in der Tiefe der Farbtönung hervorrufen können.
Oft ist es erwünscht, daß die Färbflüssigkeit unter hoher Temperatur von z. B. 90 bis ioo° C gehalten wird, hauptsächlich deshalb, weil der chemische Austausch zwischen Flüssigkeit und Faser schneller vor sich geht, wenn Wärme zugeführt wird. Die vorliegenden Fälle lassen jedoch niedrigere Temperaturen wünschenswert erscheinen. Bei Azofarben ist es sogar wesentlich, daß kalt gearbeitet wird.
Für eine kontinuierliche Durchführung des Materials durch die Zellen ist ein Zugwalzenpaar vorgesehen, von denen eine oder beide direkt angetrieben werden können. Falls nötiig oder gewünscht, kann auch eine Walze vor der ersten einer Reihe von Zellen angeordnet sein, um den kontinuierlichen Lauf des Materials zu unterstützen. Vorzugsweise können für das Austreiben überschüssiger Flüssigkeit aus dem Material während dessen Bewegung von einem Teil der Einrichtung zum nächsten in geeigneter Weise angetriebene Paare oder Gruppen von z. B. je drei Auspreßwalzen vorgesehen werden. Die Erfahrung hat gezeigt, daß es vorteilhaft ist, die Walzen aus verschiedenen Werkstoffen herzustellen, z. B. zwei aus Gummi und eine aus beispielsweise rostfreiem Stahl oder zwei aus Metall und eine aus Gummi oder bei der Verwendung eines Paares eine aus jedem dieser Werkstoffe. An Stelle von Metall kann auch jeder sonst geeignete harte Werkstoff zur Anwendung kommen. Andererseits ist es auch möglich, an Stelle derartiger Vorrichtungen für den gleichen Zweck Saugvorrichtungen od. dgl. vorzusehen. In der dargestellten besonderen Ausführungsform der Einrichtung sind zwischen aufeinanderfolgende Abteilungen Paare angetriebener Auspreßwalzen 26 mit je einem zugehörigen Abtropfbehälter 27 angeordnet, wobei diese Walzen gleichzeitig als Zugvorrichtung dienen, um das Material M durch die Einrichtung hindurchzuleiten.
Die als Beispiel angegebene besondere Einrichtung soll nunmehr gemäß Fig. 6A und 6 B im einzelnen erläutert werden. Die vorliegende Anordnung der Einrichtung ist für die Durchführung von Pigmentklotzen vorgesehen, obwohl es auch möglich ist, daß für eine andere Färbtechnik, wie bei direkten Farben, Azofarben usw., die Anordnung einschließlich der Gruppierung der Zellen innerhalb weiter Grenzen je nach den besonderen Erfordernissen verändert werden kann.
Gemäß Fig. 6 A wird das Material M vor der ersten Zelle C1 nacheinander durch das Bad 28 und 29 hindurchgeführt, welchem Färbklotzflüssigkeit in unreduziertem Zustand aus einem vorgeheizten Behälter 30 mit einem Heißwassermantel 31 zugeführt wird, dessen Temperatur in geeigneter Weise geregelt wird. Diese Flüssigkeit befindet sich in einem Behälter 32 und wird durch eine Pumpe 33 in Umlauf versetzt. Der Behälter 32 ist mit einem Heißwassermantel 34 umgeben und enthält ein hin und her gehendes Rührwerk 35. Zwischen dem Bad 28 und 29 ist eine Gruppe 36 mit drei Auspreßwalzen angeordnet. Nach dem aufeinanderfolgenden Durchgang durch die beiden Zellen C1 und C2, welche, wie oben erwähnt, Redur zierlösung enthalten, läuft das Material^ durch die Solezelle C3, danach durch ein Auspreß walzenpaar 261 und weiter durch einen Behälter 37, in welchen Oxydationsflüssigkeit aus einem Zuführbehälter 38 eingegeben wird. Dieser Behälter ist in einen äußeren isolierten Behälter 39 eingesetzt, wobei sich zwischen demselben und dem genannten Behälter ein Heißwassermantel 40 mit geregelter Temperatur befindet. Über dem Oxydationsbehälter 37 ist eine Abdampfhaube 41 angeordnet. Vom Behälter 37 wird das laufende Material um Walzen 42, 43 und 44 herumgeleitet, von denen es durch ein weiteres Auspreßwalzenpaar 262 wegbewegt wird und anschließend durch einen Turm 45 läuft, in welchem es mit Warmwasser und einer Neutralisierlösung gespült wird, welche aus einem Behälter 46 in diese Einrichtung zuläuft. Ein Behälter 45a am unteren Ende des Turmes 45 besitzt einen Erhitzer 47, wobei eine Pumpe 48 für den Umlauf der Spülflüssigkeit sorgt. Das gespülte Material läuft dann, nachdem es durch ein weiteres Auspreßwalzenpaar 26s hindurchgetreten ist, abwechselnd über eine obere bzw. untere Reihe von Führungsrollen 49, 491, die in einem Abseifbehälter 50 angebracht sind, welcher einen Erhitzer 51 besitzt. Der Zufluß in den Behälter 50 wird mittels einer Leitung 52 vorgenommen. Anschließend wird das Material M nach dem Durchlauf durch ein "o weiteres Auspreßwalzenpaar 26* durch einen zweiten Spülturm 53 entsprechend dem Turm 45 nach oben hindurchgeleitet, der mit einem Behälter 54 und einer Pumpe 55 versehen ist. Schließlich läuft das Material durch ein weiteres Preßwalzenpaar 2Ö5 "5 und dann durch einen Behälter 56 hindurch, dem ein geeignetes Mittel für die Fertigbehandlung aus einem Behälter 57 mittels einer Zirkulationspumpe zugeführt wird, welches durch eine Pumpe 58 in Umlauf versetzt wird.
In den Fig. 6 A und 6 B sind die in den Leitungen eingebauten veränderlichen Steuerventile diagrammartig durch Kreuze bei den Punkten 59 angegeben. Die Abflußleitung aus dem Behälter 20 ist außerdem mit einer elektrischen Vorheizung 60 aus- 1^s gerüstet.
Die verwendeten Wassererhitzer können in beliebiger Weise ausgebildet sein und z. B. aus thermostatisch gesteuerten Gaserhitzern bestehen. Sämtliche Walzen 26 und, falls gewünscht, auch sonstige Zuführwalzen können in geeigneter Weise über einen Kegeltrieb von einer gemeinsamen Welle 62 her angetrieben werden, welche unterhalb der gesamten Einrichtung verläuft, so daß die Beziehungen zwischen den Geschwindigkeiten der getrennten Teile unter einem festliegenden Verhältnis stehen. Die Welle 62 wird durch einen Elektromotor 63 über ein Getriebe 64 für veränderliche Geschwindigkeit angetrieben (Fig. 6A). Da die Vorrichtung gemäß der Erfindung die An*- näherungsmethode zum Erzielen genauer Farbtönungen ausschließt, muß Vorsorge getroffen werden, daß eine gesamte Geschwindigkeitsänderung ermöglicht wird, so daß die Durchlaufzeit des Materials durch eine einzelne Zelle hindurch nach oben oder unten eingestellt werden kann, um Zwischenzeiten von einer, zwei oder drei Zellen her zu geben.
Ein geeigneter Vorschlag für ein derartiges Verfahren geht dahin, eine kolorimetrische Auswertung oder Bestimmung vorzunehmen^ die schnell über das Auge z. B. dadurch ermöglicht wird, daß fortlaufend eine kleine Probe der Farbflüssigkeit genommen und dieselbe durch eine Glaszelle in Umlauf gebrächt wird, woraufhin die Bedienungsperson die notwendigen Einstellungen an der Vorrichtung vornehmen kann, um die Durchlaufgeschwindigkeit des Materials auf den erforderlichen Betrag abzuändern. Eine mögliche Abänderungsform zur Herstellung genauer Tönungen besteht darin, den chemischen Salzgehalt der Flüssigkeit abzuschätzen, indem ihr elektrischer Widerstand gemessen wird, welcher sich proportional zur Konzentration ändert. Hierbei können Änderungen der Stromstärke ■ dazu verwendet werden, entweder eine Geschwindigkeitssteuerung oder aber Ventile zu betätigen. Bei der Anwendung derartiger Mittel kann wirksam vorgegangen werden, um eine unrichtige Tönung abzuändern.
In jedem Fall können die notwendigen Ein-Stellungen in günstiger Weise dadurch erzielt werden, daß die Geschwindigkeit- der Hauptantriebswelle 62 verändert wird. Ohne eine derartige Regelung könnte eine unrichtige Tönung lediglich durch ein Neumischen der gesamten Färbflüssigkeit verbessert werden, die für einen bestimmten Durchlauf verwendet werden soll.
Falls die Färbvorrichtung mit einer Fertigbehandlung einschließlich einer Heizvorrichtung mit Infrarotstrahlung oder mit Warmluft, einer erhitzten Platte .für die Fertigbehandlung sowie einer zugehörigen Führung und Zugwalzen versehen i,st,. dann.muß eine derartige Anordnung in geeigneter Weise mit der Färbeinrichtung in Verbindung stehen, damit ein durchlaufendes Färben und Fertigbehandeln eintreten kann.
Ein besonderer Vorteil des vorliegenden Verfahrens für die Behandlung eines kontinuierlich gesponnenen Kunstseidegarnes besteht darin, daß mittels, in geeigneter Weise angetriebener Walzen das Garn der Färbflüssigkeit in entspanntem Zustand zugeführt werden kann, so daß die 5%ige Schrumpfung beim Trocknen ermöglicht wird. Daher kann bei im wesentlichen spannungslosen Bedingungen gefärbt werden, so daß nach dem Durchlauf durch die verschiedenen Zellenserien das Garn in entspanntem Zustand getrocknet und auf geeignete Ballen aufgewunden werden kann.

Claims (9)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zum Naßbehandeln, beispielsweise Färben von Textilgut in laufender Bahn, die durch eine Vielzahl voneinander unabhängiger Zellen hindurchbewegt wird, die jeweils eine geringe Menge Behandlungsflüssigkeit gleicher oder unterschiedlicher Art enthalten und einen senkrechten oder annähernd senkrechten U-förmigen Kanal für die durchlaufende Bahn bilden, wobei die Flüssigkeit regelmäßig gewechselt und in Bewegung gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die regelmäßig zugeführte Behandlungsflüssigkeit in die Einzelzellen strahlenförmig derart eingeführt wird, daß in denselben Wirbelzonen erzeugt werden, die mit wellenartigen Bewegungen durch die Flüssigkeitsmenge der ■ Zelle hiudurchlaufen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zugeführte Flüssigkeit gleichzeitig einen Auffüllansatz darstellt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich unrichtiger Farbtönungen die Durchlauf geschwindigkeit der Bahn durch die Farbflotte in den einzelnen Zellen geändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Maß der erforderlichen Geschwindigkeitsänderung der Bahn durch kolorimetrische Prüfung der Flüssigkeit bestimmt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Regelung der Geschwindigkeit der Bahn der Salzgehalt der Behandlungsflüssigkeit durch Messen ihres elektrischen Widerstandes festgestellt wird und daß die sich dabei ergebenden Stromänderungen für die Betätigung von Geschwindigkeitssteuervorrichtungen oder Ventilen benutzt werden.
6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 mit einer Vielzahl von voneinander unabhängigen, verhältnismäßig tiefen und schmalen Zellen, welche senkrecht oder annähernd senkrecht angeordnet sind, einen U-förmigen Kanal bilden und jeweils eine geringe Behandlungsflüssigkeit enthalten, ferner iao mit einem aus den Zellen herausnehmbaren Rahmen zum Führen der Bahn, durch jede Zelle hindurch sowie mit Zugmitteln zum Fördern der Bahn, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Zelle (C) eine Leitung (14) angeordnet ist, welcher die Behandlungsflüssigkeit unter Druck
zugeführt wird und aus der die Flüssigkeit in Form von Strahlen (i8) austritt, und daß mit dieser Leitung zusammenwirkende Ablenkteile (19) vorgesehen sind, gegen welche die austretenden Flüssigkeitsstrahlen auftreffen und sich zur Erzeugung der wellenartigen Wirbelbildung teilen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Zelle (C) ein einziges langes Ablenkteil (19) besitzt, welches z. B. V-Form oder eine solche mit vollem Dreiecksquerschnitt besitzt, und daß dieses Ablenkteil gemeinsam für eine Reihe von austretenden Flüssigkeitsstrahlen vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (F) in jeder Zelle (C) mit einem Ausgleichgewicht versehen ist und sich in der Zelle bewegen kann, wenn die Bahn schrumpft, und daß- diese Bewegung des Rahmens für die Betätigung von Geschwindigkeitssteuervorrichtungen od. dgl. ausgenutzt wird.
9. Vorrichtung nach Anspruch 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführwalzen (26) der Bahn sämtlich von einer gemeinsamen Welle (62) angetrieben werden, so daß die gegenseitigen Geschwindigkeiten in sämtlichen Teilen der Vorrichtungen in festgelegten Verhältnissen erhalten bleiben.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 720968, 169642; schweizerische Patentschriften Nr. 255 935,
480.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 5660 12.53
DEF8002A 1950-12-27 1951-12-25 Verfahren und Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut in laufender Bahn Expired DE900687C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB31401/50A GB711475A (en) 1950-12-27 1950-12-27 An improved method of and apparatus for wet processing textile materials

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE900687C true DE900687C (de) 1954-01-04

Family

ID=10322545

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEF8002A Expired DE900687C (de) 1950-12-27 1951-12-25 Verfahren und Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut in laufender Bahn

Country Status (3)

Country Link
CH (1) CH301412A (de)
DE (1) DE900687C (de)
GB (1) GB711475A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN114717739B (zh) * 2022-04-24 2023-03-24 南通舜杰纺织有限公司 一种给线机构及其纺织设备

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE169642C (de) *
DE720968C (de) * 1937-04-01 1942-05-22 Ver Faerbereien Appretur Verfahren und Vorrichtung zur vollstaendig entlasteten Foerderung von Gewebebahnen beim Nassbehandeln
CH255935A (fr) * 1944-10-06 1948-07-31 Sumner Henry Williams Installation pour le traitement d'une bande continue de matière textile.
CH256480A (fr) * 1942-02-26 1948-08-31 Henry Williams Sumner Installation pour le traitement d'une bande continue de produit textile.

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE169642C (de) *
DE720968C (de) * 1937-04-01 1942-05-22 Ver Faerbereien Appretur Verfahren und Vorrichtung zur vollstaendig entlasteten Foerderung von Gewebebahnen beim Nassbehandeln
CH256480A (fr) * 1942-02-26 1948-08-31 Henry Williams Sumner Installation pour le traitement d'une bande continue de produit textile.
CH255935A (fr) * 1944-10-06 1948-07-31 Sumner Henry Williams Installation pour le traitement d'une bande continue de matière textile.

Also Published As

Publication number Publication date
GB711475A (en) 1954-07-07
CH301412A (de) 1954-09-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE820590C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Faerben, Bleichen oder einer anderen Nassbehandlung von Geweben
EP0078022B1 (de) Verfahren zum Behandeln von Textilgut in Jet-Färbeanlagen
DE2759977C2 (de) Vorrichtung zur Indigofärbung von Kettfäden aus Baumwoll-Spinngarnen
EP0014919B1 (de) Verfahren zum Behandeln von Textilgut in Jet-Färbeanlagen
EP0799924A2 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Färben von Kettgarn und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE1460443B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen faerben einer textilbahn
DE2700153A1 (de) Verfahren zum faerben von textilmaterial und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
EP0310013A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Färben von strangförmigem Textilgut
DE813698C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Faerben, Bleichen oder einer anderen Nassbehandlung von Geweben
DE1921452A1 (de) Verfahren zum fortlaufenden,raschen Faerben von Textilmaterialien sowie Vorrichtung zur Durchfuehrung eines solchen Verfahrens
DE19749212A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Färben von cellulosischen Rundstrick- und Rundwirkwaren mit Reaktivfarbstoffen
DE900687C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Nassbehandeln von Textilgut in laufender Bahn
DE4409953A1 (de) Vorrichtung und Verfahren für das kontinuierliche Färben von Maschenware in Schlauchform
DE2621560C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schrumpffestausrüsten von Wollfaserbändern
EP0320701B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur diskontinuierlichen Nassbehandlung von gestricktem oder gewirktem Textilgut
EP1498534A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Färben von Textilien
DE3221776C2 (de)
DE69309363T2 (de) Verfahren zum Indigofärben von Strähngarnen
DE3151465A1 (de) "verfahren und vorrichtung zur behandlung von faserkabeln"
EP0856602A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Applikation von Küpenfarbstoff, insbesondere Indigo auf eine Fadenschar
DE2063179B2 (de) Verfahren zum faerben von spinnkabel im hydratisierten zustand
DE3422396C2 (de)
DE3632795C2 (de)
EP3011098B1 (de) Verfahren zum gesteuerten aufbringen einer farbflotte auf ein garn, eine garnschar oder eine textilbahn
DE2951695C2 (de)