DE90052C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D51/00—Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
- D03D51/18—Automatic stop motions
- D03D51/20—Warp stop motions
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung bildet ein mechanischer Webstuhl für glatte (ungemusterte)
Waare, bei welchem eine neuartige Einrichtung getroffen ist, um ein selbsttätiges Stillsetzen
der Antriebwelle bei eintretendem. Kettfadenbruch zu erzielen. Diese Stillsetzung wird in
weiter unten ausführlich beschriebener Weise durch an Stelle der Litzen angewendete steife
Fachbildungsplatinen bewirkt, indem diese, da sie in ihrer Tieflage (im Unterfach) nur von
dem zugehörigen Kettfaden gestützt werden, beim Reifsen dieses Kettfadens abwärts gleiten
und alsdann das freie Spiel einer Schwingwelle verhindern, so dafs diese die Ausrückvorrichtung
im Sinne eines Stillsetzens des Webstuhls zur Wirkung bringt.
Bei dem als Ausführungsbeispiel der Erfindung durch Fig. 1 im mittleren Schnitt und
durch Fig. ia in der Vorderansicht (zum Theil
gebrochen) veranschaulichten Webstuhle bezeichnet A den unter der Einwirkung einer
Schwingwelle B stehenden Frosch, welcher an der vorderen Seite der Lade C des Webstuhls
gelagert ist und von dieser bei ihrer schwingenden Bewegung mitgenommen wird. Wenn
dieser Frosch sich in der in Fig. 4 bezeichneten Stellung befindet, so geht er bei der nach auswärts
gerichteten Schwingbewegung an dem Stecher D wirkungslos vorbei; wird er aber
dadurch, dafs die Schwingwelle B mit ihrem Arme E weiter herumgedreht wird, in die in
Fig. 3 angedeutete Stellung gehoben, so stöfst er bei der nächsten Auswärtsbewegung der
Lade gegen den alsdann in seiner Bewegungsbahn befindlichen Stecher D. Dieser wirkt
alsdann in der aus Fig. ia und 8 ersichtlichen Weise dahin, dafs der Ausrücker F die
Riemengabel G bei Seite schiebt, so dafs der Treibriemen von der in Fig. ia links befindlichen
Antriebscheibe auf die rechts von dieser befindliche Losscheibe gelegt und dadurch der
Webstuhl stillgesetzt wird. Wie aus Fig. 8 ersichtlich, ruht der Ausrücker F für gewöhnlich
in einer am einen Ende seines Führungsschlitzes H vorgesehenen seitlichen Einkerbung
und hält in dieser Stellung die Riemengabel G so, dafs der Riemen auf der Antriebscheibe
läuft. Wird aber in weiter unten zu beschreibender Weise beim Reifsen eines Kettfadens
der Stecher D von der Schwingwelle B aus durch Vermittelung des Frosches A zurückgestofsen,
so wird dadurch der bei J gelagerte Hebel K, an dessen vorderem Ende der
Stecher D sitzt, nach vorn geschwungen und drängt dadurch den Ausrücker F aus seiner
Einkerbung im Schlitze H hinaus. Infolge dessen federt der Ausrücker nach rechts und
schiebt dadurch die Ausrückgabel G mit dem Treibriemen nach rechts auf die Losscheibe.
. Es soll nunmehr die den wesentlichen Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung beschrieben werden, durch welche beim Reifsen eines Kettfadens die Schwingwelle, B und von dieser der Frosch A so bethätigt werden, dafs alsdann der Stuhl in vorbeschriebener Weise zum Stillstände gelangt.
. Es soll nunmehr die den wesentlichen Gegenstand der Erfindung bildende Einrichtung beschrieben werden, durch welche beim Reifsen eines Kettfadens die Schwingwelle, B und von dieser der Frosch A so bethätigt werden, dafs alsdann der Stuhl in vorbeschriebener Weise zum Stillstände gelangt.
Die Fachbildungsplatinen L, von denen in Fig. 7 eine für sich gezeigt ist, sind flache
Stangen von 'dünnem Metall. Jede von diesen Stangen ist mit einer runden Oeffnung versehen,
durch die je ein Kettfaden hindurch geht. Am oberen Ende ist ferner jede von
diesen Stangen mit einem Schlitze ausgestattet, mit welchem sie auf eine hierzu bestimmte
andere Stange aufgereiht sind. Nach der Zeichnung sind zwei solcher Stangen M und M1
vorgesehen. Auf jeder derselben befindet sich eine Reihe Fachbildungsplatinen. Diese Stangen
M' und M1 werden durch die Trittexcenter W des Webstuhls abwechselnd gehoben
und gesenkt, so dafs die Platinen L die Bildung des Faches der Fadenkette bewirken
und somit die gewöhnlichen »Litzen« ersetzen. Die an den Fachbildungsplatinen am oberen
Ende vorgesehenen Schlitze sind länger, als die Breite der sie stützenden Stangen MM1
beträgt. Wenn die Platinen in die Höhenlage des unteren Faches gelangen, dann senkt
sich die Stange vom oberen Ende der in den Platten vorgesehenen Schlitze hinweg, so dafs
alsdann die Platinen ausschliefslich von den Kettfäden gestützt werden. Letztere werden
ihrerseits von Leisten N und N1 oder anderen
gleichwerthigen Vorrichtungen gestützt, die vor und hinter der Reihe Fachbildungsplatinen
quer über den Webstuhl reichen. Bei ihrer Auf- und Abwärtsbewegung führen sich die
unteren Enden der Platinen L zwischen diesen Stützvorrichtungen für die Kettfäden und
haben in der Richtung nach vorn und nach hinten, sowie nach der Seite etwas freies
Spiel. Diese Einrichtung macht es dem Weber möglich, die Platinen genau wie Litzen
nach beiden Seiten aus einander zu schieben, um beim Reifsen eines Fadens zwischen den
Platinen hindurch nach hinten langen und den gerissenen Faden wieder anknüpfen zu können.
Wenn ein Kettfaden reifst, dann findet die betreffende Platine L in der Höhe des unteren
Faches keine Stütze mehr und fällt aus der in Fig. 3 punktirt angedeuteten in die durch
voll ausgezogene Linien bezeichnete Lage hinab. Hierbei gelangt sie in die Bewegungsbahn einer hin- und herschwingenden Stange O,
die sich mit jedem Schlag der Lade nach hinten zu bewegt. Diese Stange wirkt als eine Fühlvorrichtung
, sie drängt die ihr im Wege befindliche Fachbildungsplatine gegen ihre hintere Führung und wird alsdann mit ihrer Schwingwelle
B durch die Platine nach vorwärts gedreht. Infolge dessen wird durch die bereits
eingangs beschriebenen Uebertragungsvorrichtungen der Ausrückerhebel des Webstuhles
bethätigt und dadurch der Webstuhl zum Stillstand gebracht.
Die am Webstuhlgestelle befestigten und von der einen Gestellseite zur anderen reichenden
Stützleisten N N1 stützen die im unteren Fache befindlichen Kettfäden in der Nähe der Bewegungsbahn
der Fachbildungsplatinen, so dafs diese, wie gesagt, auf den im Unterfache liegenden
Kettfäden in gleichermäfsiger Weise gehalten werden und nicht durch Nachlassen der
Kettfäden beeinfiufst werden, wie dies der Fall sein würde, wenn die Kettfäden nicht zwischen
dem Gewebe und dem oberhalb des Kettbaumes P befindlichen Streichbaum Q. gestützt
würden.
In der Nähe der Stützleiste N ist am Webstuhlgestelle eine von der einen Seite zur
anderen reichende Leiste R mit Führungen (Fig. ι, 3 und 4) angeordnet. Letztere dienen
zur Aufnahme von Gleitstücken S, die an den Consolen T der Lade C angelenkt sind und
in denen die Schwingwelle B gelagert ist.
An den aufrechtstehenden Armen U der letzteren ist die bereits erwähnte Fühlerstange O
befestigt; diese ist an der einen Seite mit einer Reihe Einkerbungen (Fig. 5) ausgestattet, welche
die Ränder der etwa herabgefallenen Fachbildungsplatinen umfassen und dadurch verhindern,
dafs die letzteren, wenn die Fühlerstange dagegen schlägt, verdreht oder verbogen
werden. Zweckmäfsig versieht man auch die vordere Fläche der hinteren Stützleiste
N mit Nuthen oder Einkerbungen, gegen welche die herabgefallene Fachbildungsplätine
durch die schwingende Fühlerstange angedrückt wird und welche dahin mitwirken, zu verhindern,
dafs die Platine gedreht wird. An einem am einen Ende der Welle B nach abwärts
hervorstehenden Arme E ist eine Stange X angelenkt, die ihrerseits wieder an einer Klinke Y
angelenkt ist. Letztere ist an einer an der Vorderseite der Lade befestigten Console gelagert,
an der aufserdem der Frosch A (Fig. 6) gelagert ist. Dieser ist mit einer Einkerbung Z
ausgestattet, in welche bei der in Fig. 1 und 4 angedeuteten Lage des Frosches die Klinke Y
eintritt, um alsdann den Frosch nach unten gedreht zu halten. Der Frosch A ist mit dem
Arme E der Schwingwelle B durch eine Spiralfeder V mit daran befestigtem Riemen verbunden,
wie aus Fig. 3 und 4 ersichtlich. Bei der in Fig. 1 und 4 gezeigten und nach abwärts
gedrehten Lage des Frosches ist die Feder gespannt, so dafs sie den Frosch, wenn
die Klinke ihn freigiebt, nach oben in die in Fig. 3 gekennzeichnete Lage hebt.
Wenn beim Betriebe des Webstuhles; die sämmtlichen Kettfäden in Ordnung sind, dann
wirkt die bei der Bildung des Faches jeweilig gehobene von den beiden Stangen M und M1
gegen die oberen Enden der in den darauf aufgereihten Fachbildungsplatinen befindlichen
Schlitze. Wenn also beispielsweise die Stange M1 gehoben wird, dann bringen die
in Fig. 3 und 4 rechtsseitigen Platinen L ihre Kettfäden in das obere Fach, während die
linksseitigen Platinen L von den Kettfäden des unteren Faches gestützt bleiben, welch letztere
auf den Stützleisten N und N1 (Fig. 1 und 4)
aufliegen, wobei die Fadenöffnungen der in der Zeichnung linksseitigen Platinen L sich im
wesentlichen in gleicher Höhe mit dem oberen Rande der Stützleisten befinden, während die
oberen Enden der in diesen Platinen vorgesehenen Schlitze über die Oberkante der
Stange M hinaus gehoben sind, wie in Fig. 4 angedeutet ist. So lange von den Kettfäden
des unteren Faches keiner gerissen ist, bleiben die unteren Enden der unten befindlichen
Platinen sämmtlich oberhalb der Bewegungsbahn der beim Zurückgehen der Lade C vom
Brustbaume hinweg in Schwingung versetzten Fühlvorrichtung O, so dafs letztere unter den
Fachbildungsplatinen und dem unteren Ende der Stützleiste N vorbeigeht, die Schwingwelle B
eine Drehbewegung nicht erfährt und der Frosch A in der in Fig. 1 gezeigten Lage verharrt.
Reifst aber ein im unteren Fache befindlicher Kettfaden, dann fällt die bisher von dem betreffenden
Faden gehaltene Platine durch ihr Eigengewicht zwischen den Stützleisten iVund N1
herab, bis das obere Ende des Schlitzes gegen die Stange M trifft, wie in Fig. 3 angedeutet, und
befindet sich dann in solcher Lage, dafs sie von der schwingenden Fühlvorrichtung O getroffen
wird, wenn die Lade ihre vom Brustbaum hinweggerichtete Ausschlagbewegung vollendet.
Hierdurch wird die Fühlvorrichtung anhalten, so dafs die Schwingwelle B gedreht und infolge
dessen die Stange X in der Richtung des Pfeiles (Fig. 3) bewegt wird. Dadurch wird die
Klinke Y aus der Einkerbung im Frosch A heraus und in die in Fig. 3 veranschaulichte
Lage gezogen, so dafs der Frosch bei der nächsten nach dem Brustbaume zu gerichteten
Bewegung der Lade das Ende des mit dem Ausrückhebel verbundenen und über die Schufsgabel
hinwegreichenden Stechers D trifft. Infolge dessen schiebt der Ausrückhebel K den
Ausrücker H aus der diesen bisher festhaltenden Einkerbung hinaus und läfst ihn sich in dem
Schlitz H verschieben, wodurch die Riemengabel G, wie bereits erläutert, veranlafst wird,
den Treibriemen des Webstuhles von der festen auf die Losscheibe zu legen und so den
Webstuhl zum Stillstand zu bringen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Mechanischer Webstuhl für glatte (ungemusterte) Waare, bei welchem die selbstwirkende Stillsetzung der Antriebwelle bei eintretendem Kettfadenbruch mittelst Abfall der an Stelle der Litzen angewendeten steifen Fachbildungsplatinen dadurch erfolgt, dafs diese Platinen in ihrer Tieflage (Unterfach) nur von dem zugehörigen Kettfaden gestützt sind, daher in geeigneten Führungen abwärts gleiten, wenn dieser Faden zerrissen ist und alsdann das freie Spiel der mit der Ausrückvorrichtung in Verbindung stehenden Schwingwelle verhindern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE90052C true DE90052C (de) |
Family
ID=361812
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT90052D Active DE90052C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE90052C (de) |
-
0
- DE DENDAT90052D patent/DE90052C/de active Active
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