DE9002111U1 - Füllstück für den Einsatz in die Grube eines Druckwerkzylinders in einer Rollenrotationsdruckmaschine - Google Patents
Füllstück für den Einsatz in die Grube eines Druckwerkzylinders in einer RollenrotationsdruckmaschineInfo
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Description
1 GmB 1809
Füllstück für den Einsatz in die Grube eines Druckwerkszylinders in
einer Rollenrotationsdruckmaschine
Die Neuerung betrifft ein Füllstück für den Einsatz in die Grube einss Druckwerkszylinders in giner Rollenrotätions^ckraascbine,
insbesondere einer Offset-RollenrotatiGns-iruckmaschine, in der
Weise, daß beim Oberlaufen benachbarter Grubenöffnungen das Füllstück auf einen .,% Irr Grube eines 'weiten 2;'Mnders
angeordneten gleichartigen Füii&tückcs abrollt.
Aus der DE-PS 35 40 581 ist ein scHenenförmiges Füllstück der
vorangehenden Gattung bekannt, das vorzugsweise einen etwa pilzförmigen Querschnitt aufweist und das direkt oder indirekt auf
dem Grubenboden aufliegt. Mit derartigen Füllstücken können die beim Oberrollen benachbarter Zylindergruben auftretenden Stöße gedämpft
bzw. in ihrer Auswirkung gemildert werden, so daß dadurch die Druckqualität verbessert wird. Infolge der bei diesem bekannten
Füllstück vorgeschlagenen relativ kurzen axialen Länge ergibt sieb
durch die hohen Anstellkräfte zweier benachbarter Zylinder, in der
Größenordnung von einer oder zwei Tonnen, eine erhebliche Belastung, die, bedingt durch das verhältnismäßig kurze Füllstück zu
einer erheblichen Flächenbelastung führt. Um einem vorzeitigen Verschleiß entgegenzuwirken müssen hochwertige und somit teure
Materialien verwendet werden. Bekannte etwa zylinderlange
Füllstücke, wie sie beispielsweise ajs dem deutschen Patent 36 44
501 bekannt sind, weisen eine ungenügende Wirkung hinsichtlich der
Dämpfung der Kanal stoße auf, da an den Randbereichen, d.h. an den
Enden der Zylinder die Füllstücke extrem belasten werden, während etwa 1n der Zyl1nderm1tte keine Stützwirkung erzielbar 1st.
Aufgabe der vorliegenden Neuerung 1st es ein Füllstück zu schaffen,
das maximal zylinderlang sein kann, und mit dem unter Vermeidung der
Nachtelle der bekannten etwa zylinderlangen Füllstücke eine
effektive Dämpfung von Kanal stoßen zu erreichen ist, ohne den bei
SmB 1809
kürzeren Füllstücken teilweise zu häufig erforderlichen Wechsel
iüfolge einer Abnützung wegen hoher Flächenbelastung in Kauf zu nehmen. Diese Aufgabe wird durch die Anwendung der kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 und ? gel'i't.
Ein wesentlicher Vorteil der Neuerung gemäß Anspruch 1 liegt darin»
daß durch die Ausbildung der erfindungsgemäßen Füll stücke beim Oberrollen benachbarter Gruben die Füllstücke über ihre gesamte
Länge in Berührung stehen und daß sich somit die erheblichen Anstellkräfte entsprechend verteilen, so daß der Druck pro
Flächeneinheit niedriger als bei den bekannten verhältnismäßig kurzen Füllstücken ist. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung gemäß
Anspruch 2 liegt darin, daß quasi eine Selbstjustierung der Füllstücke erreicht wird, da infolge der Abnutzung und somit
höhenmäßigen Verkürzung der Füllstücke im Verlauf des Einsatzes
diese sich beim überrollen nicht mehr so stark durchbiegen und daß
somit quasi eine "Aufrichtung" der Füllstücke zu erwarten ist, wobei die Berührungsflächen beim Grubenüberlauf infolge der Abnutzung
größer werden und somit sinkt der Anpreßdruck pro Flächeneinheit, was wiederum einer weiteren Abnutzung entgegensteht bzw. diese
reduziert.
Das beiden Ausführungsvarianten gemeinsame neuartige Prinzip liegt
in der gekrümmten Ausbildung einer Kante eines Füllstückes, in Achsrichtung gesehen. Diese Füllstücke können maximal etwa solang
wie die Zylinder oder auch kürzer sein.
Im folgenden wird die Neuerung anhat.d der Ausführungsbeispiele 1m
einzelnen beschrieben, wobei Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen genommen wird. In diesen zeigen:
3 GmB 1809
Fig. 3 eine schematische Seitenansicht der neuerung'jyemäßen
Füllstücke gemäß Fig. 2.
Fig. 1 zeigt schematised zwei in herkömmlicher Weise in nicht
gezeigten Seitenwänden gelagerte OruckwerkszylInder 1, 2,
beispielsweise Gummituchzylinder einer Offset-Rollenrotationsduckmaschine
mit typischerweise Si.im.alen Zylinderkanälen 3, 4. Werden im Betrieb die Druckwerkszylinder 1, 2
mit hoher Kraft, beispielsweise 1n der Größenordnung von einer oder
zwei Tonnen gegeneinander angestellt, so ergibt sich infolge einer Gummituch-Justierung über Schmitzring eine Biegelinie 5 bzw. 6 für
jeden der Druckwerkszylinder 1, 2.
Gemäß Fig. 1 werden die zur Vermeidung bzw. Dämpfung von bekanntlich
beim überrollen der Zylindergruben 3, 4 auftretenden Kanalrtöße, die
in diesen eingesetzten Füllstücke 7, 8 in besonderer Weise aber gleich ausgebildet.
Das Füllstück 7 weist eine innere, d.h. grubenbodennahe Kante 9 auf,
die entsprechend der zu erwartenden Biegelinie 5 für den Zylinder 1 zusammen mit denGrubenboden 23 gekrümmt 1st. Die äußere, d.h. die
grubenbodenferne Kante 11 des Füllstückes 7 ist dagegen in Achsrichtung des Zylinders 5 gesehen plan bzw. eben ausgebildet.
In der gleichen Weise ist das Füllstück 8 in der Grube 4 und der Gruben*>oden 24 des Duckwerkszylinders 2 ausgebildet, nämlich
entsprechend der zu erwartenden Biegelinie 6 an der inneren Kante 10 gekrümmt und an der äußeren Kante 12 plan, so daß die Kanten 11, 12
vorzugsweise parallel verlaufen.
Dadurch entsteht die im angestellten Zustand der Druckwerkszylinder
1, 2 die vergrößert bzw. verstärkt in Fig. 1 dargestellte Deformierung der Druckwerkszylinder 1, 2, wobei die Füllstücke 7, 8
mit ihren äußeren Kanten 11, 12 über die gesamte Achslänge der Druckwerkszylinder 1, 2 übereinander!legen.
4 GmB 1809
auftretenden Probleme an den Enden der Druckwerkszylinder 1, 2 kj
nicht. Somit sind die im Vergleich zu den bekannten, langen |
wesentlich wirksamer in Bezug auf die Dämpfung bzw. Unterdrückung '
von Kanalstößen, wobei ihre Lebensdauer verglichen mit kürzeren
hochwertige Materialien verwendet werden. J,
;'i Uv
die in Zylindergruben von Druckwerkszylindern einsetzbar sind, 'f:,
weisen jeweils eine in Achsrichtung ebene innere Kante 15 bzw. 17 ;
auf, während ihre äußeren, d.h. grubenbodenfernen Kanten 16, 18 :
vorzugsweise entsprechend der zu erwartenden Biegelinien der
analog der Krümmung der Füllstücke 7, 8 gemäß Fig, I sondern ■
umgekehrt, d.h. bezogen auf die einander zugewandten Kanten 16, 18 ■
etwa konvex entsprechend der zu erwartenden Biegelinien der &igr;
zugehörigen Zylinder. Somit berühren sich die Füllstücke 13, 14 r>
gemäß Fig. 2 a nur an der angedeuteten Berührungsfläche 19, die zur
einen gewissen empirisch bzw. durch Versuche ermittelbare Bereiche i
vorzugsweise etwa im mittleren Zylinderdrittel auch ggf. plan
ausgebildet sein kann. Somit ergeben sich bei der Ausbildung der '■
19. Wie Fig. 3 a, zeigt, werden im unverschlissenen, d.h. neuen
gebogen. Infolge der Abnutzung während des Einsatzes bzw. des damit
verbundenen Materialabtrages bzw. -deformierung erfolgt quasi eine
gemäß Fig. 3 b die Füllstücke beim Überrollen benachbarter f?
5 GmB 1809
sich eine in Zylinderachsrichtung gesehen verlängerte
Berührungsfläche, wie bei Fig. 2 b angedeutet ist.
Bei einer weiteren Abnutzung gemäß Fig. 3 c wird kaum mehr eine
Verbiegung der Füllstücke 13, 14 feststellbar sein, d.h. diese bleiben beim überrollen benachbarter Zylindergruben quasi aufrecht
stehen und außerdem ergibt sich die bei 21 angedeutete ^n
Achsrichtung nochmals vergrößerte bzw. verlängerte Berührungsfläche.
Die zueinanderstehenden gekrümmten Kanten 16, 18 der Füllstücke 13,
14 gemäß Fig. 2 weisen an ihren Enden in der Praxis etwa einen Abstand von 0,1 bis 0,2 mm maximal auf, d.h. die Darstellung gemäß
Fig. 2 hinsichtlich der Krümmung der Kanten 16, 18 ist der Deutlichkeit halber extrem verstärkt.
Alternativ bzw. in äquivalenter Weise zu den durchgehenden Füllstücken gemäß Fig. 1 können auch zwe; oder mehrere segmentartige
Ausschnitte 22 verwendet werden, die so geformt sind, daß sie quasi die gleiche Funktion übernehmen, wie ein durchgehendes Füllstück 8.
Jedoch bietet sich aus praktischen Gründen z.B. wenigerFerllgungsprobleme anstelle mehrerer gemäß 22 ausgebildeter
Einzelsegmente mit gleicher Wirkung ein durchgehendes Füllstück 8 bevorzugt an.
Wenn erwünscht ist, daß die Füllstücke 7, 8 bzw. 13, 14 nicht mit
den jeweiligen Zylindern entsprechend der sich einstellenden
Biegelinie mitverbogen werden, bietet sich z.B. eine Haltevorrichtung mit Federn zur Fixierung der Füllstücke in den
Zylindergruben an. Dadurch ergibt sich ein entsprechendes Spiel bzw.
ein Freiheitsgrad z.B. im Bereich einiger 1/10 mn. Bei der Ausführung gemäß Fig. 1 sollte in der Zylindermitte eine
Haltevorrichtung angeordnet sein. Dadurch können sich die Füllstücke
7, 8 in entspanntem Zustand der Zylinder 1, 2 seitlich bzw. an den Enden vom Grubenboden etwas abheben. Bei den Füllstücken 13, 14 ist
es zweckmäßig z.B, jeweils zwei Halterungen an den Zylindern vorzusehen, so daß sich ggf. im entspannten Zustand der Zylinder die
Füllstücke in der Zylindermitte etwas vom Gubenboden abheben können.
6 GmB 1809
Bei einer Fixierung der FJl1 stücke über die gesamte Zylinderlänge
werden diese entsprechend der Verbiegung der Druckwerkszylinder
mitverbogen, was bei langen Druckwerkszyl indem, d.h. bei breiten
Maschinen weniger problematisch ist.
Claims (5)
1. Füllstück für den Einsatz in einer Grube eines Druckwerkszylinders
in einer Rollenrotationsdruckmaschine, insbesondere einer
Offset-Rollenrotationsdruckmaschine, in der Weise, daß beim Oberlaufen benachbarter Grubenöffnungen das Füllstück auf einem
in der Grube eines zweiten Zylinders angeordneten gleichartigen Füllstückes abrollt, dadurch gekennzeichnet, daß die in den
Gruben (3, 4) angeordneten Füllstücke (7, 8) eine innere grubenbodennahe Kante (9, 10) aufweisen, die zusammen mit dem
Grubenboden (23, 24) entsprechend der bei der Zylinderanstellung
zu erwartenden Biegelinien (5, 6) gekrümmt sind und daß die äußeren, grubenbodenfernen Kanten 11, 12) der Füllstücke (7, 8)
in Achsrichtung ebene Kanten (11, 12) aufweisen, die im angestellten Zustand der Zylinder (1, 2) beim Oberrollen der
Gruben (3, 4) plan auf einander Hegen.
2. Füllstück für den Einsatz in die Grube eines Druckwerkszylinders
in einer Rollenrotationsdruckmaschine, insbesondere 1n einer Offset-Rollenrotationsdruckmaschine, in der Welse, daß beim
Oberlaufen benachbarter Grubenöffnungen auf einem in der Grube eines zweiten Zylinderes angeordneten gleichartigen Füllstückes
abrollt, wobei die 1n benachbarten Gruben angeordneten Füll stücke Innere grubennahe Kanten aufweisen, die in
Achsrichtung eben ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren, grubenbodenfernen Kanten (16, 18) der FUllstUcke
(13, 14) jeweils nach außen (etwa konvex) gekrümmt sind, so daß sie beim Abrollen lediglich entlang einer bezogen auf die
Achslänge verkürzten Berührungsfläche (19, 20, 21) 1n Kontakt stehen.
3. Füllstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Füllstücke (7, 8; 13, 14) In UmfangsHchtung der Zylinder
(1, 2) gesehen eine Krümmung aufweisen, die einer äußeren Schmitzring- oder Teilkreiskontur entsprechen und + 0,1 mm zu
2 GmB 1809
4. Füllstück nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Füllstücke (13, 14) maximale Krümmungen (16, 17) aufweisen,
die so festgelegt sind, daß an den äußeren Enden der Füllstücke
{13, 14) ein Abstand von 0#l mm entsteht,
5. Füllstück nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Querschnitt die Füllstücke (7, 8, 13, 14*,
pilzförmig ausgebildet sind.
Priority Applications (4)
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ID=6851285
Family Applications (1)
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- 1990-02-22 DE DE9002111U patent/DE9002111U1/de not_active Expired - Lifetime
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1991
- 1991-01-14 US US07/640,691 patent/US5125337A/en not_active Expired - Fee Related
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