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DE909869C - Flugkolben-Brennkraftverdichter - Google Patents

Flugkolben-Brennkraftverdichter

Info

Publication number
DE909869C
DE909869C DEP1722D DEP0001722D DE909869C DE 909869 C DE909869 C DE 909869C DE P1722 D DEP1722 D DE P1722D DE P0001722 D DEP0001722 D DE P0001722D DE 909869 C DE909869 C DE 909869C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compressor
pressure
compression
internal combustion
air
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP1722D
Other languages
English (en)
Inventor
Raul Pateras Pescara
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Societe dEtudes et de Participations Eau Gaz Electricite Energie SA
Original Assignee
Societe dEtudes et de Participations Eau Gaz Electricite Energie SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Societe dEtudes et de Participations Eau Gaz Electricite Energie SA filed Critical Societe dEtudes et de Participations Eau Gaz Electricite Energie SA
Application granted granted Critical
Publication of DE909869C publication Critical patent/DE909869C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B71/00Free-piston engines; Engines without rotary main shaft
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B75/00Other engines
    • F02B75/02Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke
    • F02B2075/022Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle
    • F02B2075/025Engines characterised by their cycles, e.g. six-stroke having less than six strokes per cycle two

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)

Description

  • Flugkolben-Brennkraftverdichter Die Erfindung bezieht sich auf einen Flugkolben-Brennkraftverdichter mit mindestens einem kolbenbedienten Verdichtungshauptraum zur Lieferung verdichteter Nutzluft nach außen und mit mindestens einem ebenfalls kolbenbedienten Verdichtungsnebenraum zur Vorverdichtung der Verbrennungsluft des Brennkraftzylinders auf den Speisedruck des letzteren sowie schließlich mit Abgasturbovorverdichter.
  • Derartige Maschinen sind an sich bekannt. Bei den bekannten Maschinen dient entweder der kolbenbediente Verdichtungsnebenraum oder der Abgasturboverdichter zur Speisung des Brennkraftzylinders des Flugkolbenverdichters mit vorverdichteter Speiseluft. Wenn jedoch nur der kolbenbediente Verdichtungsnebenraum die Speisung des Brennkraftzylinders mit vorverdichteter Speiseluft besorgt, kann man -,weder verhältnismäßig hohe Werte für die Vorverdichtung erzielen, noch weitgehende Veränderungen des Vorverdichtungsdruckes herbeiführen. Andererseits sind aber solche weitgehenden Veränderungen notwendig, wenn die Leistung des Flugkolbenverdichters in sehr weiten Grenzen veränderlich sein soll.
  • Die @°orverdichtung der Speiseluft des Brennkraftzylinders nur mittels eines Abgasturbogebläses ermöglicht zwar weitgehende Änderungen des Speisedruckes, jedoch ist die in den Abgasen vor allem im Falle eines nach dem Zweitaktverfahren arbeitenden Brennkraftzylinders enthaltene Energie zur Erzielung ausreichender Vorverdichtungsdrücke ungenügend. Die Nachteile der bekannten Vorverdichtungseinrichtungen, bei denen die Speiseluft des Brennkraftverdichters entweder nur in einem kolbenbedienten Verdichtungsnebenraum oder nur mittels eines Abgasturbogebläses verdichtet wird, werden erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß das Abgasturbogebläse und der kolbenbediente Verdichtungsnebenraum hintereinandergeschaltet werden. Es ergibt sich somit eine zweistufige Vorverdichtung der Speiseluft des Brennkraftzylinders, die stets zu ausreichenden Vorverdichtungsdrücken führt und die andererseits wegen der Regelungsmöglichkeit des Abgasturbogebläses Veränderungen des Speisedruckes in weiten Grenzen gestattet.
  • Es sei noch darauf hingewiesen, daß es schon bekannt ist, den Verdichtungshauptraum eines Flugkolben-Brennkraftverdichters mit Luft zu speisen, die durch einen Abgasturbovorverdichter verdichtet ist. Bei dieser bekannten Einrichtung liegt jedoch die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gar nicht vor, da es in einem kolbenbedienten Hauptverdichtungsraum, dem ja bestimmungsgemäß fast die ganze im Brennkraftzylinder entwickelte Wärmeenergie zugeführt werden muß, immer möglich ist, die notwendigen Drücke zu erzielen. Wesentlich anders liegen jedoch die Verhältnisse bei einem Verdichtungsnebenraum, der zur Erzielung eines guten Wirkungsgrades der Maschine nur einen geringen Bruchteil der im Brennkraftzylinder entwickelten Energie verzehren darf.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar stellt Fig. i schematisch eine erste Ausführungsform eines Brennkraftverdichters gemäß der Erfindung dar; Fig.2 ist ein Diagramm zur Erläuterung des Wesens der Erfindung; Fig.3 schließlich veranschaulicht eine zweite Ausführungsform eines Flugkolben-Brennkraftverdichters gemäß der Erfindung.
  • Die nachstehenden Ausführungen beziehen s?ch auf einen Flugkolben-Brennkraftverdichter, dessen Brennkraftteil nach dem Zweitaktverfahren arbeitet.
  • Was zuerst die großen Linien der Konstruktion des Brennkraftverdichters anbelangt, so sind sie die üblichen. Bei den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung arbeiten in einem Brennkraftzylinder i zwei gegenläufige Kolben 21, 22, die in der Nähe ihrer äußeren Totpunktstellung Einlaßöffnungen 3 und Auslaßöffnungen 4 freilegen.
  • Einer dieser Brennkraftkolben, z. B. der Kolben 21, ist mit einem Verdichterkolben 5 fest verbunden, der in einem Zylinder 6 gleitet. Dieser Kolben bewirkt mit seiner Außenseite in dem Abteil 61 des Zylinders 6 die Verdichtung der von dem Brennkraftverdichter nach außen zu liefernden Druckluft. Die Innenseite des Kolbens 5 bewirkt in dem Abteil 62 des gleichen Zylinders 6 die Verdichtung der Luft, die in einen nach außen geschlossenen Behälter 7, welcher den Brennkraftzylinder i umgibt, hineingefördert wird. Der zweite Brennkraftkolben 2-' ist mit einem Kolben 8 fest verbunden, der in einem Zylinder g arbeitet. Der letztgenannte Kolben schließt in diesem Zylinder ein Luftpolster ein, welches während des nach außen gerichteten Hubes der Brennkraftkolben eine gewisse Energiemenge in sich aufspeichert und diese Energiemenge an die Kolben während ihres einwärts gerichteten Hubes wieder abgibt. um so den letztgenannten Hub zu ermöglichen.
  • Die so gebildeten Kolbenaggregate 21, 5 und 22, 8 sind durch eine Synchronisierungsvorrichtung untereinander verbunden. Diese Vorrichtung besteht z. B. aus einem Hebel io, der um eine feste Achse i i hin und her schwingt und dessen Enden durch Schubstangen 12 an die Kolbenaggregate angeschlossen sind.
  • Zur Versorgung des Brennkraftzylinders i mit Brennstoff ist eine Einspritzpumpe 13 od. dgl. vorgesehen. Diese Pumpe wird mittels eines Gestänges 14 von einem der Kolbenaggregate aus angetrieben. Das die Fördermenge der Pumpe regelnde Steuerglied 15 steht beispielsweise unter dem Druck der in dem Abteil 61 des Verdichterzylinders 6 verdichteten Druckluft, welche sich in dem Druckluftbehälter 16 befindet. Die Pumpe 13 ist durch eine Leitung 17 an die Einspritzdüse 18 des Brennkraftzylinders i angeschlossen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird das Abteil 62, in welchem die Innenseite des Verdichterkolbens 5 die Speise- und Spülluft des Brennkraftzylinders verdichtet, durch ein Gebläse icg mit vorverdichteter Luft gespeist. Dieses Gebläse kann gleichzeitig auch zur Vorverdichtung der dem Hauptraum 61 .des Verdichterzylinders zugeführten Luft dienen (s. Fig. i). Das Gebläse ig wird von einer Gasturbine 2o angetrieben, die ihrerseits durch die Auspuffgase gespeist wird, die durch die Auspufföffnungen 4 des Brennkraftzylinders i hindurch in die Auspuffleitung 41 übertreten.
  • Der Förderdruck des Gebläses ig wird durch die Änderung der Leistung der Turbine 20 geregelt. Letztere ist derart ausgebildet, daß ihre Leistung um so mehr abnimmt, je größer ihr Einlaßquerschnitt ist.
  • Gemäß Fig. i ist die Turbine 2o mit drei Einlaßleitungen 211, 212 und 213 versehen, deren Einlaßöffnungen durch einen Schieber 22 gesteuert werden, der mit einem Kolben 23 fest verbunden ist, welcher in einem Zylinder 24 arbeitet. Der Kolben 23 steht mit einer seiner Seiten unter der Wirkung einer Feder 25, die unter einer geeigneten Vorspannung steht und die bestrebt ist, den Kolben 23 gegen einen Anschlag 26 zu legen. Die Stellung des Anschlages 26 ist derart gewählt, daß der Einlaßquerschnitt der Turbine 2o seinen Geringstwert hat, wenn sich der Kolben 23 gegen den genannten Anschlag legt, so daß sich der Schieber 22 in der in Fig. i dargestellten Stellung befindet. Auf seiner anderen Seite steht der Kolben 23 unter dem Druck, der in dem Druckluftbehälter 16 herrscht.
  • Wenn der Druck in dem Druckluftbehälter über einen bestimmten Wert ansteigt, wird der Kolben 23 nach rechts verschoben, was zu einer Erhöhung des Einlaßquerschnittes der Turbine 20 führt. Die Leistung der letzteren wird also vermindert.
  • Vorzugsweise ist an die Auspuffleitung .41 eine Abzweigung 27 angeschlossen, die durch eine Klappe 28 gesteuert wird. Diese Abzweigleitung dient dazu, gegebenenfalls einen mehr oder weniger großen Teil der Auspuffgase unmittelbar in die Atmosphäre auszulassen, ohne daß diese Gase durch die Turbine 20 strömen.
  • Es ergibt sich aus dem Vorstehenden, daß der Druck in dem Druckluftbehälter 16 bei der größten Leistung der Turbine 20 und infolgedessen bei der größten Leistung des Brennkraftverdichters geringer ist als der Druck, der in dem genannten Druckluftbehälter beim Leerlauf oder bei schwachen Lieferleistungen des Verdichters herrscht. Der Unterschied der Drücke bei Größtleistung und bei Leerlauf bestimmt den Regelbereich der in Rede stehenden Maschine.
  • In dem Diagramm der Fig.2 sind mit ausgezogenen und gestrichelten Linien zwei verschiedene Arbeitsweisen des Brennkraftverdichters dargestellt. Der Unterschied der Arbeitsweise ist eine Folge der verschiedenen Einregelung der Steuervorrichtung der Turbine 20.
  • In Fig.2 stellen die Abszissen die Förderdrücke p dar, die in dem Behälter 16 herrschen, während die Ordinaten einerseits die Liefermengen Q des Hauptverdichterraumes 61 des Verdichterzylinders und andererseits die Lieferdrücke p1 des Gebläses i9 veranschaulichen. Der Regelbereich liegt zwischen dem Förderdruck p4, der dem größten Belastungszustand entspricht, und dem Lieferdruck pb, der dem Leerlauf entspricht.
  • Wie aus Fig. 2 hervorgeht, hat die Liefermenge Q des Verdichterzylinders ihren größten Wert bei der größten Belastung und ihren geringsten Wert, der gleich Null sein kann, beim Leerlauf.
  • Gemäß der ersten der genannten Regelungsarten nimmt die Leistung der Turbine 20 und infolgedessen die Vorverdichtung durch das Gebläse i9 allmählich von der größten Belastung (Förderdruck pa) bis zum Leerlauf (Lieferdruck pb) ab. Beim Leerlauf (größter Lieferdruck p6 im Behälter 16) liefert also das aus der Turbine 20 und dem Gebläse i9 bestehende Maschinenaggregat nur eine geringe Arbeit, und der Einlaßdruck in den Hauptverdichterraum 61 und in die Spülpumpe 62 bleibt nahe dem Atmosphärendruck. Sobald die aus dem Behälter 16 entnommene Luftmenge eine gewisse Grenze überschreitet, ruft eine Verringerung des Druckes in dem genannten Behälter eine Verringerung des Einlaßquerschnittes der Turbine 2o mittels des Schiebers 22 hervor. Die Folge davon ist eine Erhöhung des Druckes in der Auslaßleitung 41, woraus sich wiederum eine Erhöhung der Leistung des aus Hilfsturbine und Gebläse bestehenden Maschinenaggregats und des Einlaßdruckes der Verdichterräume 61 und 62 ergibt.
  • Wenn man die in Fig. 2 mit gestrichelten Linien dargestellte Regelungsart wählt, erhält man eine stetige Veränderung des Lieferdruckes p1 des Gebläses zwischen der Höchstleistung des Verdichters und einer mittleren Leistung desselben, zu welch letzterer beispielsweise der Druck pc in dem Behälter 16 gehört. Dagegen bleibt der Lieferdruck des Gebläses zwischen der genannten mittleren Leistung und dem Leerlauf im wesentlichen unverändert und nahe dem Atmosphärendruck.
  • Wenn der Förderdruck des Gebläses i9 nahe dem Atmosphärendruck ist, ist der Leistungsverlust des Brennkraftv erdichters, der auf dem Leistungsverbrauch des aus der Hilfsturbine und dem Gebläse bestehenden Maschinenaggregats beruht, praktisch Null und kann vernachlässigt werden.
  • Was nun die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform der Erfindung anbelangt, so unterscheidet sie sich bezüglich der mit Vorverdichtung erfolgenden Speisung der Räume 61 und 62 des Verdichterzylinders 6 von der in Fig. i dargestellten Ausführungsform vor allem dadurch, daß gemäß Fig. 3 der Strömungskreis der in dem Hauptraum 61 des Verdichters verdichteten Luft völlig getrennt ist von dem durch den Raum 62 des Verdichterzylinders hindurchgehenden Strömungskreis der Spül- und Speiseluft des Brennkraftzylinders.
  • Gemäß Fig. 3 dient das Gebläse i9 nur zur Vorverdichtung der Speiseluft der Pumpe 62 für die Spül- und Speiseluft des Brennkraftzylinders, während der Einlaß des Hauptraumes 61 des Verdichters an den Auslaß der Turbine 29 angeschlossen ist, die zwecks Abgabe mechanischer Leistung durch die in dem genannten Hauptraum verdichtete Luft angetrieben wird. Der letztgenannte Luftkreis ist also ein völlig geschlossener Kreis. Der mittlere Druck in ihm wird durch einen Steuerschieber 30 geregelt, der die Leitung 31, welche den Auslaß der Turbine 29 mit dem Einlaß des Verdichterhauptraumes 61 verbindet, entweder an eine Druckluftquelle, beispielshalber einen Druckluftbehälter 32, oder an die Atmosphäre anschließt. Je nach der Stellung des Steuerschiebers 30 wird also das in dem genannten Strömungskreis befindliche Luftgewicht verringert oder erhöht.
  • Um gleichzeitig die Leistung des aus der Hilfsturbine 2o und dem Gebläse i9 bestehenden Maschinenaggregats zu regeln, wird auf die rechte Seite des Kolbens 23 entweder der in der Leitung 31 herrschende Druck oder der in der Speiseleitung 33 der Turbine 29 herrschende Druck zur Wirkung gebracht.
  • Der genannte Steuerschieber 30 kann entweder von Hand oder selbsttätig, z. B. durch den Geschwindigkeitsregler der Turbine 29, betätigt werden.
  • Die Veränderung des Einlaßdruckes oder des Förderdruckes der Luft, die in den Verdichterräumen 61, 62 verdichtet wird, macht eine geeignete Regelung der Rückführenergie der Freiflugkolbenaggregate notwendig. Denn diese Rückführenergie, deren Hauptteil durch die pneumatischen Energiespeicher 9 geliefert wird, muß die Verdichtungsarbeit nicht nur in dem Motorzylinder, sondern auch in dem Verdichterraum 62 leisten.
  • Bei der Einrichtung nach Fig. i, bei der die Speisedrücke für die beiden Verdichterräume 61 und 62 gleich sind, genügt es, die Steuervorrichtung 34 des pneumatischen Energiespeichers 9 entweder in Abhängigkeit von dem Einlaßdruck in die genannten Verdichterräume oder in Abhängigkeit von dem Förderdruck eines dieser Räume zu betätigen.
  • Bei der in Fig. 3 dargestellten Einrichtung muß dagegen die Steuervorrichtung in Abhängigkeit von dem Einlaß- oder Förderdruck sowohl des Hauptverdichterraumes 61 als auch- des Hilfsverdichterraumes 62 betätigt werden.
  • In beiden Fällen steht die Steuervorrichtung außerdem unter dem Einfluß des mittleren Druckes p2, der in dem Energiespeicher 9 selbst herrscht.
  • Die Rückführenergie des pneumatischen Energiespeichers 9 wird durch eine Erhöhung oder Verminderung des Gewichts der in diesem Speicher eingeschlossenen Luft verändert. Um das Luftgewicht zu erhöhen, wird der Energiespeicher g mittels der genannten Steuervorrichtung an eine Druckluftquelle angeschlossen, welche z. B. durch den Behälter 16 der in dem Hauptverdichterraum 61 verdichteten Druckluft gebildet wird. Wenn es sich dagegen um eine Verminderung des Gewichts des Luftpolsters handelt, das in dem Energiespeicher 9 eingeschlossen ist, so schließt man den Speicher mittels der genannten Steuervorrichtung z. B. an die Atmosphäre an.
  • Bei der in Fig. i dargestellten Einrichtung ist die Steuervorrichtung 34 mit einem Kolbenschieber 35 versehen, der je nach seiner Stellung entweder das Innere des Energiespeichers 9 völlig abschließt (s. die in den Fig. i und 3 dargestellte Stellung des Kolbenschiebers), oder der den Energiespeicher 9 durch die Leitungen 36 und 37 mit dem Druckluftbehälter 16 verbindet, oder der schließlich den Energiespeicher durch die Leitung 36 und 38 an die Atmosphäre anschließt.
  • Der Kolbenschieber 35 ist bei der Ausführungsform nach Fig. i mit zwei Kolben 39 und 4o fest verbunden, die in Zylindern 41 und 42 beweglich sind. Der Kolben 39 steht unter der Einwirkung einer Feder 43 und des mittleren in dem Energiespeicher 9 herrschenden Druckes, welch letzterer durch eine kalibrierte Leitung 44 in das Innere des Zylinders 4i geleitet wird, und zwar verbindet die genannte Leitung das Zylinderinnere mit dem Innern der Leitung 36. Auf den Kolben 4o wirkt durch eine kalibrierte Öffnung 45 hindurch der mittlere Druck, der in dem Gehäuse 7 herrscht, und zwar ist dieser Druck im wesentlichen gleich dem Förderdruck des Verdichterraumes 62. Schließlich ist in der Leitung 37 eine Rückscblagklappe 46 vorgesehen, die eine Strömung von Luft aus dem Energiespeicher 9 nach dem Druckluftbehälter 16 zu hindert, wenn der Druck in dem Energiespeicher bei bestimmten Stellungen des Kolbens 8 höher ist als der Druck, der in dem Druckluftbehälter 16 herrscht.
  • Auf diese Weise wird die von dem Energiespeicher g gelieferte Rückführenergie derart geregelt, daß sie selbsttätig in Abhängigkeit von dem Druck in dem Gehäuse 7 und von dem mittleren Druck in dem Energiespeicher g veränderlich ist.
  • Bei der Vorrichtung, die in Fig. 3 dargestellt ist, ist die Steuerung des Kolbenschiebers 35 nicht nur von dem Druck in dem Gehäuse 7 und von dem mittleren Druck in dem Energiespeicher 9 abhängig, sondern gleichzeitig auch noch von dem Einlaß-oder Förderdruck des Hauptverdichterraumes 61. Zu diesem Zweck wird der Kolbenschieber 35 einerseits durch einen Kolben 391 betätigt, auf den der mittlere Druck in dem Energiespeicher 9 durch eine kalibrierte Leitung 44 hindurch einwirkt; andererseits steht es unter dem Einfluß einer Feder 47, deren eines Ende sich gegen den Kolbenschieber 35 und deren anderes Ende sich gegen einen Halter 48 stützt. Dabei ist die Spannung der Feder 47 sowohl durch den Druck in dem Gehäuse 7 als auch durch den Druck indem Druckluftbehälter 16 veränderlich.
  • Zur Herbeiführung der Änderung der Federspannung wirkt auf den Halter 48, gegen den sich das eine Ende der Feder 47 abstützt, ein Nocken 49 ein, der auf einer Stange So sitzt, an deren beiden Enden Kolben 51 und 52 vorgesehen sind. Der Kolben 51 ist in einem Zylinder 53 unter der Wirkung des in dem Druckluftbehälter 16 herrschenden Druckes verstellbar, während der Kolben 52 in einem Zylinder 54 beweglich ist, und zwar einerseits unter dem Einfluß des mittleren Druckes, der in dem Gehäuse 7 herrscht und der in den Zylinder 54 durch eine kalibrierte Leitung 55 hindurch eingelassen wird, und andererseits unter der Wirkung einer Gegenfeder 56.
  • Wie auch die jeweilige Ausführungsform der Erfindung sei, man erhält stets einen Brennkraftverdichter mit einer, bezogen auf sein Gewicht, sehr hohen Leistung. Ferner sei auf die erhebliche Leistungssteigerung eines schon bestehendenBrennkraftv erdichters hingewiesen, welche dadurch erzielt wird, wenn man einen solchen Verdichter in der für die Erfindung kennzeichnenden Weise mit einer Vorverdichtungseinrichtung versieht, die eine Abgasturbine und ein Gebläse umfaßt.
  • Schließlich sei nochmals betont, daß im vorstehenden nur Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben sind, auf welche diese nicht beschränkt ist.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Flugkolben-Brennkraftverdichter mit mindestens einem kolbenbedienten Ver:dichtungshauptraum zur Lieferung verdichteter Nutzluft nach außen und mit mindestens einem ebenfalls kolbenbedienten V erdichtungsnebenraum zur Vorverdichtung der Verbrennungsluft des Br.ennkraftzylin,ders auf den Speisedruck des letzteren sowie schließlich mit Abgasturbovorverdichter, dadurch gekennzeichnet, daß der Abgasturbovorverdichter (ig, 2o) mit dem Verdichtungsnebenraum (62) in Reihe geschaltet ist.
  2. 2. Motorkompressor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das veränderliche Leistungsvolumen (62) durch einen Kompressor (ig) beschickt wird, der vorteilhaft durch eine von den aus dem Motorzylinder entweichenden Gase gespeiste Gasturbine angetrieben wird.
  3. 3. Motorkompressor nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung des Vorverdichtungsdruckes, der durch das Gebläse (i9) erzielt wird, in Abhängigkeit von dem Druck der durch den Hauptverdichterraum (61) geförderten Druckluft oder in Abhängigkeit von einem zusammen mit dem genannten Druck veränderlichen Druck geschieht. q..
  4. Motorkompressor nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung des Förderdruckes des Vorverdichtungsgebläses (i9) der Einlaßquerschnitt der das Gebläse antreibenden Turbine (2o) geregelt wird.
  5. 5. Motorkompressor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse (i9), welches die erste Verdichtungsstufe der Verbrennungsluft des Brennkraftzylinders besorgt, gleichzeitig auch den Hauptverdichterraum (61) mit vorverdichteter Luft speist.
  6. 6. Motorkompressor nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der von dem Hauptverdichterraum (61) geförderten und in einer Verbrauchermaschine, z. B. einer Druckluftturbine (29), unter Arbeitsleistung entspannten Druckluft von dem Hauptverdichterraum (61) wieder angesaugt wird, wobei der mittlere Druck in diesem geschlossenen Strömungskreis der Luft durch eine Veränderung des in diesem Kreis befindlichen Luftgewichtes geregelt wird.
  7. 7. Flugkolben-Brennkraftverdichter nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine derartige Regelung des Abgasturboverdichters, daß die Vorverdichtung der von ihm geförderten Luft erst oberhalb einer mittleren Belastung des Brennkraftverdichters beginnt. Angezogene Druckschriften: r Deutsche Patentschriften Nr. 675 468, 687 277.
DEP1722D 1941-09-03 1942-01-03 Flugkolben-Brennkraftverdichter Expired DE909869C (de)

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DEP1722D Expired DE909869C (de) 1941-09-03 1942-01-03 Flugkolben-Brennkraftverdichter

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202006018098U1 (de) * 2006-11-27 2008-04-10 Jung, Nadine Energiewandlersystem

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE675468C (de) * 1932-08-31 1939-05-09 Participations Eau Gaz Electri Treibgaserzeuger mit fliegenden Kolben
DE687277C (de) * 1937-01-08 1940-01-26 Raul Pateras Pescara Brennkraftverdichter mit Freiflugkolben

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