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DE909750C - Vorrichtung zur Messung von Gleichstroemen - Google Patents

Vorrichtung zur Messung von Gleichstroemen

Info

Publication number
DE909750C
DE909750C DEA14336A DEA0014336A DE909750C DE 909750 C DE909750 C DE 909750C DE A14336 A DEA14336 A DE A14336A DE A0014336 A DEA0014336 A DE A0014336A DE 909750 C DE909750 C DE 909750C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
transductor
elements
transducer
direct current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA14336A
Other languages
English (en)
Inventor
Lennart Borg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ABB Norden Holding AB
Original Assignee
ASEA AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ASEA AB filed Critical ASEA AB
Application granted granted Critical
Publication of DE909750C publication Critical patent/DE909750C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03FAMPLIFIERS
    • H03F9/00Magnetic amplifiers
    • H03F9/04Magnetic amplifiers voltage-controlled, i.e. the load current flowing in only one direction through a main coil, e.g. Logan circuits
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R19/00Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof
    • G01R19/18Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof using conversion of DC into AC, e.g. with choppers
    • G01R19/20Arrangements for measuring currents or voltages or for indicating presence or sign thereof using conversion of DC into AC, e.g. with choppers using transductors, i.e. a magnetic core transducer the saturation of which is cyclically reversed by an AC source on the secondary side

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Transformers For Measuring Instruments (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Messung von Gleichströmen In der Starkstromtechnik ist es seit langem bekannt, 'rransduktoren zur Gleichstrommessung zu benutzen. Unter einem Transduktor wird ein Gerät verstanden, das aus einem oder mehreren ferromagnetischen Kernen mit Wicklungen besteht, mit dessen Hilfe eine Wechsel spannung oder ein Wechselstrom durch eine Steuerspannung oder einen Steuerstrom unter Ausnutzung der Sättigung erscheinungen im Kernmaterial verändert werden kann.
  • Eine übliche Anordnung zur Glei chstrommessung mit Transduktoren besteht im Prinzip aus zwei zweischenkligen Eisenkernen, die mit Wicklungen versehen sind, die reihengeschaltet und an eine Wechselstromquelle angeschlossen sind. Die Kerne sind gewöhnlich um eine Gleichstromschiene gelegt und so angeordnet, daß sie in entgegengesetzten Richtungen von dem durch die Schiene fließenden Gleichstrom im Verhältnis zu der in einem gewissen Zeitpunkt herrschenden Wechselstromerregung erregt werden. Der Strom im Wechselstromkreis wird bei einer solchen Anordnung direkt proportional dem Gleichstrom in der Schiene, und die Anordnung wirkt wie ein Stromwandler. Die von Wechselstrom und Gleichstrom hervorgerufenen Amperewindungszahlen werden gleich groß.
  • Bei der Messung von hohen Gleichströmen werden indessen diese Amperewindungszahlen sehr groß. Der Leistungsverbrauch vom Wechselstromnetz, der fast ausschließlich Blindleistung ist, ist proportional dem Produkt der Amperewindungszahl und der Kernfläche. Der Kernquerschtnitt muß jedoch so groß gemacht werden, daß der Fluß im Kern den Streufluß der Wechselstromspule wesent- lich überwiegt, wenn eine gute Meßgenauigkeit erhalten werden soll. Dadurch wird der Blindleistungsverbrauch bei der Messung von Stromstärken. die die Größenordnung von 30 kA übersteigen. unzulässig groß, und die bekannte Meßvorrichtung wird daher für diese Stromstärken weniger geeignet. Es ist bekannt, zur Vermeidung dieser Schwierigkeit den durch den Transduiktor fließenden ÄVechselstrom gleichzurichten und diesen gleichgerichteten Strom in einer besonderen Wicklung die Transduktorkerne in entgegengesetzter Richtung zu der Amperewindungszabl des zu messenden Stromes erregen zu lassen.
  • Mit einer Schaltung der beschriebenen Art erreicht man in Wirklichkeit das, was man gewöhnlich mit Selbsterregung bezeichnet. Diese hat oft den Zweck, mit Hilfe des gleichgerichteten Stromes den von außen zugeführten Gleichstrom zu verstärken, so daß die Verstärkung des Transduktors gesteigert wird. Bei der beschriebenen Schaltung soll statt dessen die Selbsterregung der Erregung durch den äußeren Gleichstrom entgegenwirken, weshalb eine solche Schaltung als negative Selbsterregung bezeichnet werden kann. In diesem Zusammenhang soll weiter hervorgehoben werden, daß mit dem Ausdruck Transduktorelement. wie eingangs angegeben, gewöhnlich ein magnetischer Kreis mit einer oder mehreren Wicklungen gemeint ist, wobei jedoch die magnetischen Kreise für mehrere Transduktorelemente teilweise gemeinsam sein können.
  • Es wurde vorgeschlagen, zur Messung einen Transduktor mit sogenannter Selbsterregung zu verwenden. Ventilelemente sind hierbei mit den Transduktorelementen in Reihe geschaltet, und die Transduktorelemente erhalten Ströme, die eine Amperewindungszahl ergeben, die in ihrer Amplitude gleich der Amperewindungszabl des zu messenden Stromes sind. Die Ströme in den gewöhnlich parallel geschalteten Stromkreisen durch die Transduktorelementewerden in der gemeinsamen Wechsel -stromleitung subtrahiert. Da diese Ströme sich iiberlappen, erhält man bei der Differenzbildung stromlose Intervalle. Diese letzteren ändern sich stark mit der aufgedrückten Wechselspannung und mit den Widerständen im Kreis, wodurch der angestrebte Stromwandlercharakter nicht erhalten werden kann.
  • Die Erfindung bezieht sich indes auf eine Anordnung, die diese Nachteile vollkommen vermeidet und die eine Messung von großer Genauigkeit und mit sehr geringem Blindleistungsbedarf ergibt.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Messung von Gleichströmen mit Hilfe eines selbsterregten, mit mindestens zwei Transduktorelementen versehenen Transduktors, der von dem zu messenden Strom in entgegengesetzter Richtung zu der von der Selbsterregung erzeugten Amperewindungszahl erregt wird. Das Kennzeichnende ist dabei, daß ein strommessendes Instrument so angeordnet ist. daß es von einem Gleichstrom durchflossen wird, der von Strömen der Transduktorelemente durch Verwendung einer Ventilschaltung von der Art abgeleitet ist, die in jedem Zeitpunkt den numerisch größten der Ströme der Transdulktorelemente durch das Instrument passieren läßt.
  • Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher beschrieben werden, in der Fig. I die einfachste erfindungsgemäße Ausführungsform zeigt; in Fig. 2 wird im Prinzip der oszillographische Verlauf der Ströme der Transduktorelemente gezeigt; Fig. 3 zeigt den Zusammenhang zwischen In strumentstrom und zu messendem Strom; Fig. + zeigt in Perspektive die Anordnung der Wicklungen und Kerne gemäß Fig. I; Fig. 5 bis lo zeigen verschiedene Ausiiihrungsformen der Erfindung.
  • In Fig. I sind zwei Transduktorelemente, deren Wechselstromwicklungen mit I und 2 bezeichnet sind, schematisch dargestellt. Der zu messende Strom soll laut Annahme in der Schiene 3 fließen, kann jedoch auch in einer Wicklung fließen. Die Wicklungen I und 2 sind in Reihe mit Stromventeilen 4 bzw. 5 geschaltet, die zwei Zweige einer Graetzschaltung bilden. Die Ventilelemente 6 und 7 sind in je einem der zwei übrigen Zweige enthalten.
  • Die Leitungen 8 und g verbinden die Wechselstrompole 10 und II der Graetzschaltung mit einer Wechselstromquelle 12. Eine Strommeßanordnung I3, im einfachsten Fall ein Zeigerinstrumwent, ist mit Hilfe der Leitungen Iq und 15 an die Gleichstrompole Ib und I7 der Graetzschaltung angeschlossen.
  • Zur Erklärung der Wirkungsweise der Vorrichtung soll der Fall betrachtet werden, daß die Wicklung I von Strom i1 und die Wicklung 2 von Strom i2 durchflossen wird, wobei angenommen werden soll, daß i2.größer ist als i. Die Richtungen der Ströme sind mit Pfeilen seitlich der Wicklungen bezeichnet. In dem Wechselstromleiter 8 muß also der Strom i2-it in der Richtung von der Wechselstromquelle fließen. Im Leiter 9 muß der Gleichstrom i2-it in Richtung gegen die Wechselstromquelle fließen. Dieser Strom kann nur durch das Ventilelement 6 gehen, und infolgedessen wird das Ventilelement 7 stromlos. Dies hat zur Folge, daß der Strom i2 von der Wicklung 2 an dem Punkt I6 vorbei und durch das Instrument I3 zu dem Punkt I7 fließt, wo er sich in einen Strom it verzweigt. der die Wicklung I durchfließt, und einen Strom i2-i1. der durch das Ventilelement 6 nach dem Leiter 9 fließt.
  • Wenn statt dessen i1 größer als i2 ist, ändert der Strom in den Wechselstromleitern 8 und g die Richtung. Der Strom von der Wechselstromquelle wird dann vom Leiter 9 das Ventilelement 7 passieren. während das Ventilelement 6 sperren würde mit der Folge, daß der Strom i1 das Instrument durch fließen würde.
  • Daraus geht hervor, daß das Instrument immer von dem größeren der Ströme und i2 durch die Transduktorelemente durchflossen wird.
  • Die Fig. 2a zeigt den Stromverlauf in den zwei Transduktorwicklungen I und 2 von denen der Strom i voll ausgezogen und der Strom i., strich- punktiert dargestellt ist, welch letzterer der Deutlichkeit halber etwas seitlich der mit ihm zusammenfallenden ausgezogenen Linien gezeichnet ist. Der Verlauf der Wechselspannung ist mit gestrichelten Linien eingezeichnet. Der Amplitudenwert der Ströme i, und i2 ergibt die Amperewindungszahl, die der Amperewindungszahl des zu messenden Stromes entgegenwirkt. Die Länge der Intervalle, während welcher sich die Ströme überlappen, wird abhängig von den Änderungen der Widerstände der Stromkreise oder der aufgedrückten Wechselspannung. Diese Änderungen können jedoch das Meßergebnis nicht beeinflussen, da erfindungsgemäß immer der größere der Ströme in und i2 für die Messung verwendet wird.
  • In Fig. 2b ist der Verlauf des Differenzstromes il-i2 in den Wechselstromleitungell gezeigt.
  • Aus der dargestellten Kurve geht hervor, daß es unzweckmäßig wäre, die Messung auf dieser Differenz zu basieren, da Änderungen in der Überlappung offenbar einen sich ändernden Mittelwert dieses Ä'\chselstrmnes bedingen. trotzdem seine Amplitude konstant ist.
  • Fig. 3 zeigt den Zusammenhang zwischen dem Instrumentstrom IA und dem zu messenden Strom Is.
  • Die Kurve A'-A" stellt die Schaltung nach Fig. I dar, der Kurvenzweig.4' gibt das Arbeitsgebiet an, wo die Selbsterregung mit dem zu messenden Strom zusammenwi rkt, wobei eine hohe Empfindlichkeit erhalten wird. Dieses ist die gewöhnliche Verwendungsxveise der Selbsterregung. Der Zweig.4" zeigt dagegen den Verlauf, wenn die Selbsterregung dem zu messenden Strom entgegenwirkt. Es ist dieses Gebiet, das gemäß der Erfindung verwendet wird, und das Verfahren kann. wie oben erwähnt. als negative Selbsterregung bezeichnet werden.
  • Fig. 4 zeigt eine Art wie man die Transduktorelemente, ihre Wicklungen und die Gleichstromschiene anordnen kann, die von dem zu messenden Strom durchflossen wird. Diese Figur schließt sich an das Schaltungsschema Fig. 1 an, und die einander entsprechenden Organe sind mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
  • Außer der in Fig. I angegebenen Schaltung kann natürlich jede andere Transduktorschaltung angewendet werden, die der Kategorie zugehört, die die aufgestellten Forderungen erfüllt. In den Fig. 5, 6 und 7 sind einige solche Anordnungen gezeigt, die jedoch nicht den einfachen Aufbau der Anordnung nach Fig. I haben, sondern bedeutend mehr Schaltelemente benötigen.
  • Nach Fig. 5 sind auf jedem der zwei Transduktorelemente I8, 19 zwei Wicklungen 20, 2I bzw. 22, 23 angeordnet. Die Wicklungen sind mit je einem zugehörigen Ventilelement 24, 25, 26 bzw. 27 in Reihe geschaltet. Eine Wicklung jedes Transduktorele mentes ist in Reihe mit einer Graetzschaltung der Gleichrichter an eine Wechselstromquelle bei 28 angeschlossen. Die Wicklungen 20 und 22 sind also mit den Ventilen 29 und Wicklungen 2I und 23 mit den Ventilen 30 in Reihe geschaltet. Auf jedem Transduktorelement sind die beiden Wicklungen so angeordnet. daß sie gegeneinander wirken. Die zwei Gleichrichterbrücken 29 und 30 sind auf den Gleichstromseiten miteinander und mit dem Meßinstrument 33 reihengeschaltet.
  • In einem gewissen Augenblick kann angenommen werden, daß der Strom durch die Wicklungen 20 und 22 größer ist als der Strom durch die Wicklungen 2I, 23. Von der Gleichrichterbrücke 29 wird hierbei der Strom durch die Wicklung 20 dem Stromkreis durch das Instrument I3 zugeführt, und alle Ventilelemente in der Gleichrichterbrücke 30 werden stromführend, so daß der Strom von der Wicklung 21 frei zur Wicklung 23 fließen kann.
  • Wenn das entgegengesetzte Größenverhältnis zwischen den Wicklungsströmeu herrscht, so wird es in derselben Weise der größere Strom von der Wicklang 21, der in den Instrumentkreis eingeführt wird, und die Bedingungen gemäß der Erfindung sind somit erfüllt.
  • In Fig. 6 wird die Verwendung von Transduktorelementen ohne Sparselbsterregung dargestellt. Die parallel geschalteten Wechselstromwicklungen 32 und 33 sind mit je einer Gleichrichterbrücke 34 bzw.
  • 35 in Reihe geschaltet, die die Selbsterregungswicklung 36 bzw. 37 speist, und mit je einer Gleichrichterbrücke 38 bzw. 39, welch letztere auf der Gleichstromseite miteinander und mit dem Meßinstrument I3 reihengeschaltet sind. In den Punkten 40 und 41 zwischen den Wechselstromwicklungen 32 und 33 und zwischen den letztgenannten Gleichrichterbrücken 38 und 39 ist die Vorrichtung an eine Wechselstromquelle bei 42 angeschlossen.
  • Auch aus dieser Schaltung geht hervor, daß das Meßinstrument von dem jeweils größeren der durch die Transduktorelemente gehenden Ströme durchflossen wird, da die Gleichrichterbrücken 38 und 39 analog mit entsprechenden Gleichrichterbrücken 29, 30 in Fig. 5 geschaltet sind.
  • Fig. 7 zeigt ein Anwendungsbeispiel eines dreiphasigen Transduktors, wo die Transduktorelemeute 43, 44, 45 vom Wechselstromnetz 46 über einen Transformator gespeist werden, der heispielsweise primär sterugeschaltet ist und der dreiphasig sein kann oder aus drei einphasigen Transformatoren 47, 48, 49 bestehen kann.
  • In Reihe mit jeder Transduktorwicklung liegt ein Ventilelement 50, 51 bzw. 52 und parallel mit jeder derartigen Kombination ein Ventilelement 53, 54 bzw. 55. Die letzteren Ventilelemente sind untereinander und mit dem Meßinstrument I3 in Reihe geschaltet.
  • Da ja die Ventilelemente 53, 54, 55 in Reihe geschaltet sind. wird der Strom in dem für sie gemeinsamen Stromkreis durch das Instrument I3 von dem jeweils größten Strom in den Transduktorelementen 43, 44. 45 bestimmt.
  • Der Instrumentstrom als Funktion des zu messenden Stromes erhält bei den in den Fig. 5 bis 7 gezeigten Ausführullgsformen im wesentlichen den gleichen Verlauf wie die Kurve A'-A" in Fig. 3.
  • Die negative Selbsterregung muß indessen noch weiter getrieben werden, wenn große Ströme gemessen werden sollen, damit der Leistungsverbrauch aus der Wechselstromquelle niedrig gehalten wer- den kann. Die Ätöglichkeit zur Erreichung dieses Zweckes soll näher im Anschluß an die Ausführungsform nach Fig. I beleuchtet werden, jedoch können natürlich auch entsprechende Maßnahmen die Meßanordnungen nach den Fig. 5 bis 7 verbessern.
  • Fig. 8 zeigt sonach schematisch eine Schaltung. die sich in der Hauptsache von der in Fig. 1 gezeigten nur dadurch unterscheidet, daß auf jedem Transduktorelement eine weitere Wicklung angordnet ist, welche Wicklungen 56, 57 von dem Strom zwischen den Gleichstrompolen I6 und 17 in einer solchen Richtung durchflossen werden. daß ihre Amperewindungszahlen dem Feld des zu messenden Stromes entgegenwirken. Durch diese Anordnung erhält man die Kurve B'-B" in Fig. 3. Erfindungsgemäß wird der Zweig der Kurve verwendet, der mit B" bezeichnet ist.
  • Aus der Fig. 3 geht hervor, daß der Instrumentstrom IA für kleine Ströme in der Gleichstromschiene unter dem Wert IS 1 nicht kontinuierlich zu dem Zweig B' ansteigt. Steigt daraufhin der Strom in der Schiene weiter an, so wird der Kurve B' gefolgt, bis der Strom Is den Wert 152 überschritten hat, worauf der Instrumentstrom plötzlich auf den Wert fällt, der durch den Kurveuzweig b"' bestimmt ist.
  • Diese Ungelegenheit kann dadurch vermieden werden, daß der Transduktor mit einer Vorerregung versehen wird, beispielsweise durch einen Strom IS0, der etwas größer als Is, ist und in der gleichen Richtung wie der zu messende Strom wirkt. Auf diese Weise wird indessen nicht der Instrumentstrom der niedrigst mögliche gemäß der Transduktorkurve, wenn der zu messende Strom Null ist.
  • Dieses Problem kann dadurch gelöst werden, daß von dem Instrumentstrom ein Strom solcher Größe subtrahiert wird. daß der Instrumentstrom seinen SIindestwert erhält, wenn der zu messende Strom Null ist. Sowohl der \70rerregungsstrom ISo als auch der Strom, der für die genannte Subtraktion verwendet wird. sind jedoch Änderungen unterworfen, die teils von der Stromquelle herrühren. aus der sie geliefert werden, und teils Änderungen der Wicklungswiderstände infolge von Temperaturverschiedenheiten. Wenn jedoch die zwei Ströme dazu gebracht werden. in gleicher Weise sich zu ändern, können sie so geschaltet werden. daß die Änderungen in dem Instrumentstrom sich aufheben.
  • Dies kann erreicht werden. wenn der gleiche Strom für beide Zwecke verwendet werden kann. da aber die Wi derstandsänderungen des Leitungskupfers gewöhnlich von untergeordneter Bedeutung in dem Stromkreis sind. so kann es ausreichend sein. wenn man die Ströme von der gleichen Stromquelle nimmt.
  • In Fig. g ist ein Verfahren zur Erzielung der genannten Vorerregung und Subtraktion dargestellt.
  • Die Anordnung stützt sich auf die in Fig. 8 gezeigte und hat nebenher zwei reihengeschaltete Vorerregerwicklungen ge, 59, jede angeordnet auf je einem Transduktorelement. Diese Wicklungen werden mit Gleichstrom gespeist. der beispielsweise aus einer an ein Wechselstromnetz bei 6i augeschlossenen Ventilanordnung 6o bezogen wird. Der Strom durch die Widclungen 58, 59 fließt auilerdem durch das Meßinstrument I3 in der Weise. daß er dem Gleichstrom von dem Transduktor entgegenwirkt.
  • Fig. 10 zeigt zwei voneinander unabhängige Weiterbildungen einer Anordnung gemäß Fig. 9.
  • Einerseits ist die obenerwähnte Subtraktion veranschaulicht als in einem Hilfstransduktor 63 durchgeführt, und anderseits sind die reihengeschalteten Vorerregerwirklungen auf dem Nileßtransduktor mit dem Stromkreis parallel geschaltet, der von dem Strom durchflossen wird, der diese Vorerregung beseitigen soll. Der von den Gleichstrompolen r6, I7 des Transduktors gelieferte Strom erregt eine Steuerwicklung 62 auf einem Hilfstransduktor 63, der an eine Wechselstromquelle bei 64 augeschlossen ist. Die Transduktorwicklungen 58, 59 werden in Reihe mit einem Widerstand 68 von der Ventilanordnung 60 gespeist. Von diesem wird auch Strom für eine andere Steuerwicklung6s in dem Hilfstransduktor entnommen, in Reihe mit dem Widerstand 59. Die Aufgabe der Wicklung 65 ist, den Transduktor 63 in entgegengesetzter Richtung wie die Wicklung 62 zu erregen. Die Widerstände 68 und 69 sollen so groß sein, daß sie den Leiterwiderstand in den entsprechenden Stromkreisen überwiegen.
  • Der Wechselstrom durch den Hilfstransduktor 63, der proportional dem Unterschied zwischen den Gleichströmen in seinen Steuerwicklungen ist. kann mit Hilfe eines Stromwandlers 66 auf einen geeigneten VVert transformiert und dann in einer Ventilanordnung 67 gleichgerichtet werden. so daß ein Gleichstromiustrument I3 verwendet werden kann. Die Verwendung eines solchenHilfstransduktors bringt einerseits den Vorteil mit sich. daß dem Instrumentstrom ein beliebiger Wert gegeben werden kann, und anderseits, daß die verschiedenen Amperewindungszahlen geeigneten beliebigen Werten der verschiedenen Ströme in der Anordnung angepaßt werden können.
  • Die in Fig. g angedeutete Art der Subtraktion des Vorerregerstromes kann natürlich auch bei der Anordnung nach Fig. 10 angewendet werden. und in diesem Fall können die Wicklungen 58 und 59 in Reihe mit der VVicklung6s des Hilfstransduktors 63 angeschlossen sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Vorrichtung zur Messung voll Gleichströmen mit Hilfe eines selbsterregten, mit mindestens zwei Transduktorelementen versehenen Transduktors, der von dem zu messenden Strom in entgegengesetzter Richtung zu der von der Selbsterregung erzeugten Amperewindungszahl erregt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein strommessendes Instrument so angeordnet ist daß es von einem Gleichstrom durchflossen wird, der von Strömen der Transduktorelemente durch Verwendung einer Ventil schaltung von der Art abgeleitet ist, die in jedem Zeitpunkt den numerisch größten der Ströme der Transduktorelemente durch das Instrument passieren läßt, 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Transduktorelemente in je einem Zweig einer Gleichrichterbrückenschaltung (Graetzschaltung) in Reihe mit den beiderseits des einen Wechselstrompols vorhandenen Ventilelementen und ferner so angeordnet sind. daß die Messung mittels eines Meßinstruments geschieht, das den zwischen den Gleichstrompolen der Ventil schaltung fließenden Gleichstrom mißt.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleichstrom zwischen den Gleichstrompolen der Veutilschaltung eine weitere Wicklung in jedem Transduktorelement in solcher Richtung durchfließt, daß die Amperewindungszahl dieser Wicklungen der Amperewindungszahl des zu messenden Stromes entgegenwi rkt.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Transduktorelement mit einer getrennten Vorerregungswicklung versehen ist, welche Wicklungen von einem in der Hauptsache konstanten Gleichstrom durchflossen werden, dessen Amperewindungszahl mit der Amperewindungszahl des zu messenden Stromes zusammenwirkt.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßinstrument den Unterschied zwischen dem vom Transduktor bezogenen Gleichstrom und einem im wesentlichen konstanten Gleichstrom mißt, der von der gleichen Stromquelle wie der Vorerregerstrom des Transduktors hergeleitet ist.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Differenzmessung durch Messung des Stromes von einem Hilfstransduktor durchgeführt wird, der in entgegengesetzten Richtungen teils von dem vom Transduktor bezogenen Strom und teils von dem genannten Vorerregerstrom magnetisiert wird.
DEA14336A 1950-11-13 1951-11-04 Vorrichtung zur Messung von Gleichstroemen Expired DE909750C (de)

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