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DE909095C - Verfahren zur Herstellung von Vitamin-E-wirksamen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vitamin-E-wirksamen Stoffen

Info

Publication number
DE909095C
DE909095C DEE2704A DEE0002704A DE909095C DE 909095 C DE909095 C DE 909095C DE E2704 A DEE2704 A DE E2704A DE E0002704 A DEE0002704 A DE E0002704A DE 909095 C DE909095 C DE 909095C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tocopherol
esters
tocopherols
vitamin
ether
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEE2704A
Other languages
English (en)
Inventor
Leonard Weisler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eastman Kodak Co filed Critical Eastman Kodak Co
Application granted granted Critical
Publication of DE909095C publication Critical patent/DE909095C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D311/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings
    • C07D311/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings having one oxygen atom as the only hetero atom, condensed with other rings ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D311/04Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring
    • C07D311/58Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring other than with oxygen or sulphur atoms in position 2 or 4
    • C07D311/70Benzo[b]pyrans, not hydrogenated in the carbocyclic ring other than with oxygen or sulphur atoms in position 2 or 4 with two hydrocarbon radicals attached in position 2 and elements other than carbon and hydrogen in position 6
    • C07D311/723,4-Dihydro derivatives having in position 2 at least one methyl radical and in position 6 one oxygen atom, e.g. tocopherols

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pyrane Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Vitamin-E-wirksamen Stoffen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Vitamin-E--wirksamen Stoffen, insbesondere die Umwandlung von Tocopherolen außer a- und y-Tocopherol, z. B. von f3- und b-Tocopherol, sowie der Ester der Tocopherole außer voll a-Tocopherol zu einem Erzeugnis von größerer Vitamin-E-Wirksamkeit, das sich vor allem durch große Heilkraft beim kurativen Rattentest auszeichnet. b-Tocopherol ist ein neu entdecktes natürliches Tocopherol. Das Verfahren zu seiner Isolierung und Reinigung ist in der britischen Patentschrift 634 128 beschrieben.
  • Bekanntlich hat das a-Tocopherol in den 5-, 7-und 8-Stellungen im Chromanring Methylgruppen. Für ß-Tocopherol gilt das gleiche, nur daß die Methylgruppe in der 7-Stellung durch ein Wasserstoffatom ersetzt ist. Auch y-Tocopherol hat die gleiche Struktur, nur daß hier die Methylgruppe der 5-Stellung durch ein Wasserstoffatom ersetzt ist. Nach den zur Zeit bekannten Untersuchungsergebnissen ist anzunehmen, daß auch 8-Tocopherol wie a-Tocopherol aufgebaut ist, nur daß sowohl in der 5- als auch in der 7-Stellung Wasserstoffatome an die Stelle der Methylgruppen treten. Es ist auch bekannt, daß ß-, y- und 8-Tocopherol eine geringere Fertilitätswirkung besitzen als a-Tocopherol. Trotzdem ist bisher noch kein brauchbares Verfahren zur Umwandlung von anderen Tocopherolarten in a-Tocopherol gefunden worden. Naturgemäß ist aber eine Umwandlung in a-Tocopherol von großer Bedeutung, da die anderen Tocopherolarten, abgesehen von y-Tocopherol, in der Natur in verhältnismäßig großen Mengen vorkommen.
  • Die Ester der Tocopherole haben annähernd die gleiche Vitamin-E-Wirksamkeit wie eine äquimolare Menge der Tocopherole selbst. Die Umwandlung der Tocopherolester in Ester des x-Tocopherols läßt sich nach der vorliegenden Erfindung einwandfrei durchführen.
  • Ein Zweck dieser Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Umwandlung von Tocopherolen (außer a- und y-Tocopherol) und der Ester der Tocopherole (außer a-Tocopherolesterii) in die entsprechenden x-Tocopherolverbindungen, d. h. Verbindungen von größerer Antisterilitätswirkung. Weiter betrifft die Erfindung die Herstellung neuer Vitamin-E-Zwischenprodukte.
  • Nach der Erfindung werden Tocopherole (außer x- und y-Tocopherol) bzw. Tocopherolester (außer G-Tocopherolestern) nach Verfahren, die die Einführung einer Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe in einen Benzolkern mit einer Hydroxylgruppe gestatten, behandelt.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die Wasserstoffatome in den 5-, 7- bzw. 8-Stellungen des Chromanringes der Tocopherole und ihrer Ester durch eine substituierende Gruppe der genannten Art ersetzt werden. Das geschieht z. B. bei Methvlgruppen durch Reaktion der Tocopherolverbindungen mit einer wäßrigen Lösung von Formaldehyd (4oo/oig) in Gegenwart von Chlorwasserstoff. Auf diese Weise werden alle am Kern in den 5-. 7- bzw. 8-Stellungen sitzenden Wasserstoffatome durch Chlormethylgruppen ersetzt. Diese Chlormethylgruppen werden dann durch Reduktion in Methylgruppen umgewandelt, z. B. nach dem Clemmensen-Verfahren mit Zinkstaub und Salzsäure oder durch Hydrierung mittels eines Katalysators. z. B. Nickel oder Palladium, unter mäßigem Druck, z. B. 1,6 atü. Die Einführung von Substituenten kann auch unter Benutzung anderer Halogenwasserstoffe, wie Brom- oder Jodwasserstoff, erreicht werden. Dabei entstehen Zwischenprodukte der allgemeinen Formel worin X Chlor, Jod oder Brom bedeutet. Das C H#, X kann in der 5- und in der 7-Stellung des Chromanringes stehen. Auch können Zwischenprodukte der Formel erhalten werden, worin X und Y Halogenalkyl, Halogenaryl oder Methyl und R Wasserstoff oder eine Acylgruppe bedeuten. An Stelle von Formaldehyd kann man ein Polymeres des Formaldehyds, z. B. Paraformaldehyd, für die Einführung der Chlormethylgruppe benutzen. Auch kann man durch Einleiten von Chlorwasserstoffgas in ein Gemisch von Paraformaldehyd und Methanol gewonnenen Chlormethyläther verwenden. Ebenso lassen sich Dimethylformal und Halogenwasserstoff verwenden.
  • Außer der Methylgruppe können auch andere Gruppen unter Verwendung entsprechender Reaktionsteilnehmer eingeführt werden. So können Äthylgruppen unter Verwendung von Paraldehyd an Stelle von Formaldehyd oder von Diäthylformal an Stelle von Dimethylformal oder Propylgruppen unter Verwendung von Propionaldehyd eingeführt werden. Auch können Arylgruppen mittels Benzaldehyd eingeführt werden. Alle Reaktionen, bei denen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppen eingeführt werden, fallen unter den allgemeinen Erfindungsgedanken.
  • Es wurde gefunden, daß die besten Bedingungen für die Chlormethylierung von Tocopherolen vorliegen, wenn man eine 5- bis zoo/oige ätherische Lösung des tocopherolhaltigen Öls mit einem Überschuß von 3 bis q. Mol wäßrigen Formalins und konzentrierter Salzsäure bei Raumtemperatur behandelt. Das Gemisch wird unter Durchleiten eines schwachen Stromes von Chlorwasserstoffgas kräftig gerührt.
  • In der Praxis wird ein Gemisch von Tocopherolen oder deren Estern in a-Tocopherol verwandelt. Lösungen von reinem ß- und b-Tocopherol oder die Ester von ß-, y- und b-Tocopherol lassen sich aber ebenfalls in a-Tocopherol umwandeln. Äthyl- oder Propylgruppen können die Wasserstoffatome in der 5-, 7- und 8-Stellung in Lösungen, die Gemische von ,8-, y- und d-Tocopherol oder deren Ester enthalten, oder Lösungen von reinem ß- oder d-Tocopherol, ersetzen. Tocopherolester lassen sich durch Reaktion von Tocopherolen mit Säurehalogeniden, wie Acetylchlorid, in Gegenwart eines Lösungsmittels, z. B. Pyridin, darstellen.
  • Bei der Umwandlung niederer Tocopherolester in a-Tocopherolester wird nur der Tocopherolkern, also der Chromanring, betroffen. Die Länge der Esterkette beeinffußt die Reaktion praktisch nicht.
  • Man kann zur Umwandlung niederer Tocopherole und deren Ester in a-Tocopherol und dessen Ester zwar die Mannichsche Reaktion benutzen, jedoch sind die Ausbeuten gering. Diese Reaktion besteht in der Kondensation von Ammoniak oder einem primären oder sekundären Amin mit Formaldehyd und einer Verbindung, die ein ausgesprochen aktives Wasserstoffatom enthält. Das aktive Wasserstoffatom wird dabei durch eine Aminomethyl- oder eine substituierte Aminomethy lgruppe ersetzt. Zur Einführung der Methylgruppe kann die Aminogruppe oder die substituierte Aminogruppe durch katalytische Hydrierung unter hohem Druck entfernt werden. So können die in einem Lösungsmittel, wie absolutem Äthylalkohol, gelösten niederen Tocopherole mit einem Amin, wie Piperidin, und einem Aldehyd, wie Parafor rnaldehyd, sowie einer sehr kleinen Menge konzentrierter Salzsäure als Katalysator behandelt werden. Das Gemisch wird mehrere Stunden am Rückfluß behandelt, worauf ein Produkt erhalten wird, bei dem alle Wasserstoffatome der 5-, 7- bzw. 8-Stellung durch eine Alkylpiperidingruppe, z. B. Methylpiperidin, ersetzt sind. Diese Gruppe kann unter Verwendung eines Katalysators zu den Alkylgruppen, d. h. zu Methylgruppen, hydriert werden, indem man in einer Wasserstoffatmosphäre in Gegenwart eines Katalysators, z. B. Kupferchromit, bei 66 atü auf r65° erhitzt.
  • An Stelle von Paraformaldehyd kann bei der Mannichschen Reaktion auch Acetaldehyd verwendet werden. Analog würde bei Verwendung von Propionaldehyd eine Substituierung der Kernwasserstoffatome in den 5-, 7- und 8-Stellungen durch Propylpiperidingruppen erfolgen. Durch katalytische Hydrierung unter den obengenannten Bedingungen würden sich dann in den 5-, 7- und 8-Stellungen, die vorher durch Wasserstoffatotne besetzt waren, die entsprechenden Äthyl- oder Propylgruppen bilden.
  • Nachstehend werden einige typische Beispiele für die Umwandlung von anderen Tocopherolen und deren Estern zu den entsprechenden a-Tocopherolen bzw. deren Estern angeführt. Beispiel i o,65 g gereinigtes natürliches ß-Tocopherol (ioo%ig nach der Emmerie-Engel-Probe) wurden in einer mit einem Rührer versehenen dreihalsigen Flasche in 25 ccm Äther gelöst. Während die Temperatur der Lösung durch ein Wasserbad auf 30° gehalten wurde, wurden 5 ccm konzentrierte Salzsäure und 0,4 ccm wäßriges, 40%iges Formalin zugesetzt und 25 Minuten unter Blasenbildung Chlorwasserstoffgas durch das Gemisch geleitet. Dann wurde durch Zusatz von i,o g Zinkstaub in kleinen Portionen im Verlauf von 30 Minuten reduziert.
  • Das Reaktionsgemisch wurde mit Wasser versetzt und viermal mit Wasser gewaschen, um das Zinkchlorid und die Säure zu entfernen, und dann durch io g eines Natriumaluminiumsilikats filtriert, um die letzten Spuren von Zinkchlorid zu entfernen. Nach Entfernung des Lösungsmittels blieben 0,70 g eines hellgelben Öls zurück, dessen Gehalt nach Emmerie-Engel 76% betrug. Nachweis der Konstitution Zum Nachweis der Struktur des a-Tocopherols wurde der Bernsteinsäureester (Journal of the American Chemical Soeiety 65, 922 [i943]) wie folgt gewonnen und isoliert: Das Konzentrat wurde durch vierstündiges Erhitzen bei 9o° in 3 ccm Pyridin mit i g Bernsteinsäureanhydrid verestert. Das Reaktionsgemisch wurde dann auf ein Gemisch von Eis und 5%iger wäßriger Salzsäure gegossen und mit Äther extrahiert. Nach dem Waschen mit 5%iger Säure und Wasser wurde die Lösung getrocknet und das Lösungsmittel abdestilliert. Es blieben o,85 g roher Bernsteinsäureester zurück. Der rohe Bernsteinsäureester wurde zwecks Reinigung in 2o ccm Äthylalkohol gelöst und mit io%iger alkoholischer Kalilauge neutralisiert, wobei Lackmuspapier als Reagenz benutzt wurde. Die Alkohollösung wurde durch Zusatz von Wasser auf 8301o gebracht und darauf mit Petroläther, der mit 83%igem Äthylalkohol gesättigt war, ausgezogen. Unter diesen Bedingungen blieb der Tocopherolbernsteinsäureester in der Alkohollösung, während die nicht sauren Bestandteile von Petroläther ausgezogen wurden. Nach Ansäuerung des Alkoholextrakts wurde der Tocopherolbernsteinsäureester mit Äther extrahiert. Es wurden o,64 g des gereinigten Produktes erhalten.
  • Die Kristallisation wurde durch Auflösen des Esters in 8 ccm Petroläther und Abkühlen der Lösung auf o° durchgeführt. Die sich abscheidende feste weiße Substanz wurde bei Raumtemperatur aus Petroläther umkristallisiert. Sie schmolz bei 76 bis 77° (4,48 g). Das ist der Schmelzpunkt des a-Tocopherolbernsteinsäureesters. Der Mischschmelzpunkt zeigte keine Erniedrigung. Das Adsorptionsmaximum und der Extinktionskoeffizient der synthetischen Substanz (E ; m (286 mu) = 38) entsprachen ebenfalls denen des a-Tocopherolbernsteinsäureesters.
  • Beispiel e 3,3 g gemischtes Tocopherolkonzentrat, das durch Molekulardestillation von Sojaöl (62% Tocopherol nach der Emmerie-Engel-Probe, davon nach der chemischen Probe etwa io% a-Tocopherol, 6o % y-Tocopherol und 300/0 8-Tocopherol) gewonnen wurde, wurden in 75 ccm Äther gelöst, 0,49 Paraformaldehyd und 0,49 Zinkchlorid zugesetzt, 15 Minuten bei Raumtemperatur ein kräftiger Strom Chlorwasserstoffgas eingeleitet und das Gemisch über Nacht stehengelassen. Dann wurde das Reaktionsgemisch mit Wasser gewaschen, getrocknet und im Vakuum eingedampft. Das erhaltene Öl wies einen Tocopherolgehalt von 46% auf und ergab bei der Natronschmelze einen Gehalt an Chlor.
  • Das Öl wurde nun mit Zink-Quecksilber-Amalgam und konzentrierter Salzsäure in Äthanol reduziert und nach Trennung von dem Reaktionsgemisch im Vakuum destilliert. Es wurden zwei Fraktionen aufgefangen, die 22,5 % des ursprünglichen Tocopherols enthielten. Ein Teil der zweiten Fraktion wurde mit Bernsteinsäureanhydrid und Pyridin behandelt, worauf o,i g a-Tocopherolbernsteinsäureester isoliert und nach der in Beispiel i beschriebenen Weise identifiziert wurden. Beispiel 3 Zu einer Lösung von 0,5 g eines gemischten Tocopherolkonzentrats (62,5 % nach der Emmerie-Engel-Probe, davon gemäß chemischer Probe etwa io% a-Tocopherol, 6o% y-Tocopherol und 300/0 8-Tocopherol, auf chromatographischem Wege aus handelsüblichem Vitamin-E-Konzentrat ge- Wonnen) in 2o ccm Äther wurden i ccm wäßriges Formalin und 5 ccm konzentrierte Salzsäure gegeben. Das Gemisch wurde kräftig gerührt und 3o Minuten bei Zimmertemperatur ein kräftiger Strom Chlorwasserstoffgas eingeleitet. Das Reaktionsgemisch wurde wie oben behandelt und das entstehende Öl reduziert. Das Endprodukt hatte 554% Tocopherol. Nach der Veresterung wurden 0,I3 g a-Tocopherolbernsteinsäureester isoliert und identifiziert. Ausbeute 340/0-Beispiel 4 Eine --o"/oige Ätherlösung von 45 g durch Molekulardestillation aus Sojaöl gewonnenen Tocopherolkonzentrats (Tocopherolgehalt nach Emmerie-Engel insgesamt 33 %, davon gemäß chemischer Probe etwa io % a-Tocopherol, 6o0/& y-Tocopherol und 30% b-Tocopherol) wurde mit 30 ccm konzentrierter Salzsäure und 6 ccm wäßrigem Formalin behandelt und 130 Minuten kräftig gerührt. Danach wurden io g Zinkpulver in kleinen Portionen eingetragen und die Reduktion 30 Minuten fortgesetzt. Dann wurde die Ätherschicht abgetrennt, gewaschen, getrocknet und der Äther verdampft. Es wurden 45,1 g eines hellgelben Öls mit einem Gehalt von 32,:I"/0 (nach Emmerie-Engel) gewonnen. Nach einer Molukulardestillation wurden 83,5 "/o einer Substanz erhalten, die im Vitamin-E-Bereich destillierte und nach der chemischen Probe 37,6 % y-Tocopherol und 62,q.°/0 a-Tocopherol enthielt. Beispiel s o,83 g praktisch reines b-Tocopherol (Tocopherolgehalt nach der Emmerie-Engel-Probe 99,5 o/') wurden in einer mit einem Rührer versehenen dreihalsigen Flasche in 31 ccm Äthyläther gelöst. Während die Temperatur der Lösung auf dem Wasserbad auf 30° gehalten wurde, wurde 5 Minuten Chlorwasserstoffgas aus einer Stahlflasche unter Blasenbildung durch die Lösung geleitet und dann 6,2 ccm wäßrige Salzsäure und 5 ccm 35%ige Formalinlösung zugesetzt. Das Gemisch wurde unter Durchleiten von Chlorwasserstoffgas 15 Minuten gerührt. Eine Probe zeigte, daß die Chlormethylierung praktisch vollendet war. Der Nachreis wurde dadurch erbracht, daß die Substanz die Fähigkeit, sich mit diazotiertem Dianisidin zu verbinden und dabei eine rote Farbe anzunehmen, verloren hatte.
  • Die Chlortnethylverbindung wurde dann mit 2 g Zinkstaub reduziert, indem bei Raumtemperatur 2o Minuten gerührt wurde. Die Ätherlösung wurde zwecks Entfernung der Zinksalze viermal mit Wasser gewaschen und durch 12 g Natriumaluminiumsilikat filtriert, um die letzten Spuren von Zinkchlorid zu beseitigen. Wenn sich nämlich noch Zinkchlorid in der Lösung befindet, bewirkt es beim Erhitzen die Polymerisation der Tocopherole zu Vitamin-E-unwirksamen Stoffen.
  • Dann wurde das Lösungsmittel entfernt. Es blieben o,82 g eines gelben Öls zurück, das etwa 79% Tocopherol, davon 8g "/o a-Tocopherol und i i % unverändertes b-Tocopherol enthielt. Die Struktur wurde durch Herstellung des Bernsteinsäureesters wie in Beispiel i nachgewiesen. Eine biochemische Untersuchung des Bernsteinsäureesters nach der Resorptionsprobe von E v a n s ergab, daß das Produkt bei der Verhinderung der Sterilität ebenso wirksam wie reines a-Tocopherol war, wobei a-Tocopherolacetat als Norm angenommen wurde. Beispiel6 Zoo g eines Tocopherolkonzentrats aus Sojaöl (nach der Emmerie-Engel-Probe 5o % Tocopherol, davon nach der chemischen Probe etwa io% a-Tocopherol, 60"/o y-Tocopherol und 30% b-Tocopherol) wurden mit 104 g Essigsäureanhydrid und 5o g Pyridin behandelt und i Stunde auf dem Dampfbad erhitzt. Das Reaktionsgemisch wurde in 2 1 Äther gelöst, dreimal mit 5%iger Salzsäure gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdampfung des Lösungsmittels wurden i og g Tocopherolacetatkonzentrat erhalten.
  • 4.o g dieses Konzentrats wurden in einen mit einem Rührer versehenen dreihalsigen Kolben gebracht. Dem Öl wurden 6o ccm Formalin und 8o ccm konzentrierte Salzsäure zugesetzt. Während die Temperatur auf 8o° gehalten wurde, wurde 3 Stunden unter Umrühren Chlorwasserstoffgas durch das Gemisch geleitet. Das Öl wurde dann mit Äther extrahiert, von sauren Bestandteilen befreit und über Natriumsulfat getrocknet. Nach Verdampfen des Lösungsmittels im Vakuum blieben 43 g eines hellroten Öls zurück. Nach dem Schmelzen mit Ätzkali wurden durch die Chlorreaktionen die Einführung der Chlormethylgruppe nachgewiesen.
  • Das chlormethylierte Öl wurde in 300 ccm Äther gelöst und mit 6o ccm konzentrierter Salzsäure und 25 g Zinkstaub i Stunde behandelt. Das reduzierte Erzeugnis wurde abgeschieden und ergab 40,5 g eines hellgelben Öls, das sich als a-Tocopherolacetat erwies, wie durch Verseifung zum freien Tocopherol, anschließende Veresterung mit Bernsteinsäureanhydrid und Isolierung von a-Tocopherolbernsteinsäureester wie in Beispiel i nachgewiesen wurde. Beispiel ? Einer Lösung von i8,2 g Tocopherolkonzentrat (550/a nach der Emmerie-Engel-Probe, davon etwa 100110 a-Tocopherol, 3o "/o b-Tocopherol, 6o "/o ;,-Tocopherol) in 182 ccm Isopropyläther wurden 2,8o ccm Benzaldehyd zugesetzt und das Gemisch kräftig gerührt, während Chlorwasserstoffgas i Stunde unter Blasenbildung durch die Lösung geleitet wurde. Die Temperatur wurde durch ein Wasserbad auf 30° gehalten.
  • Dann wurde das Reaktionsgemisch durch Zusatz von 20 g Zinkstaub bei 30° 11I4 Stunde reduziert. Das Öl wurde durch Zusatz von Wasser als Ätherextrakt abgeschieden, der dreimal mit Wasser gewaschen und zur Reinigung durch Natriumaluminiumsilikat filtriert wurde. Nach Verdampfen des Lösungsmittels blieben 20,45 g eines hellroten Öls zurück (Tocopherolgehalt nach Emmerie-Engel 42,4%, Ausbeute 870/a). Eine Analyse durch Kuppeln mit o-Dianisidin zeigte, daß nur 9% der Gesamtmenge auf y- und ö-Tocopherol entfielen.
  • Das Öl wurde in einem Molekulardestilliergerät destilliert. Das Destillat ergab eine Ausbeute von 78,5% Tocopherol (45o/oig). Das Destillat stellte ein hellgelbes viskoses 01 dar, das bei 7 ,u und i80° destillierte. Eine Analyse ergab, daß in diesem Produkt 6% y- und d-Tocopherol enthalten waren.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPRÜCIiE: i. Verfahren zur Herstellung von Vitamin-E-wirksamen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß in den Chromanring von Tocopherolen (außer a- und y-Tocopherolen) oder Tocopherolestern (außer a-Tocopherolestern) eine Alkyl-, Aryl-oder Aralkylgruppe eingeführt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Tocopherole oder deren Ester mit einem aliphatischen, aromatischen oder araliphatischen Aldehyd in Gegenwart von Halogenwasserstoff umgesetzt werden und das Reaktionsprodukt reduziert wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Tocopherole oder deren Ester mit Formaldehyd in Gegenwart von Halogenwasserstoff, insbesondere Chlorwasserstoff, umgesetzt werden und das Reaktionsprodukt reduziert wird. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Methylgruppe in die 7-Stellung des ß-Tocopherols oder in die 5- und 7-Stellung des d-Tocopherols oder deren Ester eingeführt wird.
DEE2704A 1945-04-23 1950-09-30 Verfahren zur Herstellung von Vitamin-E-wirksamen Stoffen Expired DE909095C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056143B (de) * 1955-06-08 1959-04-30 Eastman Kodak Co Verfahren zur Steigerung der biologischen Vitamin-E-Wirksamkeit von Tocopherolmischkonzentraten oder von reinem gamma-Tocopherol

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056143B (de) * 1955-06-08 1959-04-30 Eastman Kodak Co Verfahren zur Steigerung der biologischen Vitamin-E-Wirksamkeit von Tocopherolmischkonzentraten oder von reinem gamma-Tocopherol

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