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DE907887C - Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlor-1-tetrachloraethylbenzol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlor-1-tetrachloraethylbenzol

Info

Publication number
DE907887C
DE907887C DENDAT907887D DE907887DA DE907887C DE 907887 C DE907887 C DE 907887C DE NDAT907887 D DENDAT907887 D DE NDAT907887D DE 907887D A DE907887D A DE 907887DA DE 907887 C DE907887 C DE 907887C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dichloro
parts
weight
water
tetrachloroethylbenzene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT907887D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Max Geiger
Dr Charles Graenacher
Dr Paul Streuli
Dr Eduard Usteri
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE907887C publication Critical patent/DE907887C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/093Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens
    • C07C17/16Preparation of halogenated hydrocarbons by replacement by halogens of hydroxyl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 3, 4--Dichlor-t-tetrachloräthylbenzol Es wurde gefunden, daß man 3, 4-Dichlor-i-tetrachloräthylbenzol der Formel herstellen kann, wenn man o-Dichlorbenzol mit Chloral oder 3, 4-Dichlorbenzaldehyd mit Chloroform kondensiert und im so erhaltenen Carbinol die OH-Gruppe durch ein Chloratom ersetzt.
  • Das 3, 4-Dichlor-i-(a-chlor-ß-trichloräthyl)-benzol stellt ein schwach aromatisch riechendes, wasserhelles Öl vom Kpll = 172 bis i75° dar.
  • Die Kondensation des o-Dichlorbenzols mit Chloral wird in Gegenwart eines Kondensationsmittels, vorzugsweise von wasserfreiem Aluminiumchlorid, vorgenommen; die Kondensation des 3, 4-Dichlorbenzaldehydes mit Chloroform erfolgt in Gegenwart von Ätzalkalien, insbesondere von Ätzkali, und vorzugsweise in wasserfreiem Medium. Die Überführung des Carbinols in die entsprechende Chlorverbindung kann durch Behandlung mit solchen anorganischen Chloriden vorgenommen werden, die befähigt sind, aliphatische OH-Gruppen durch Chloratome zu ersetzen, wie z. B. mit Phosphorchloriden, vorzugsweise Phosphorpentachlorid, oder Thionylchlorid.
  • Das 3, 4-Dichlor-Z-tetrachloräthylbenzol stellt ein zur Bekämpfung tierischer Schädlinge hervorragend geeignetes Mittel dar; es wirkt auf deren verschiedene Entwicklungsstufen z. B. als Kontakt-, Fraß- oder Atmungsgift.
  • Es können die verschiedensten Stoffe gegen Schädlinge geschützt werden, wobei sowohl gasförmige als auch flüssige oder feste Stoffe als Träger der wirksamen Substanz verwendet werden können. Als derartige zu schützende bzw. als Träger zu verwendende Stoffe kommen in Frage z. B. Luft, insbesondere in Räumlichkeiten, dann Flüssigkeiten, wie z. B. Wasser in "Teichen, und schließlich alle toten und lebenden festen Unterlagen, wie z. B. beliebige Gegenstände in bewohnten Zimmern, in Kellern, in Estrichen in Stallungen, ferner Pelze, Federn, Wolle und dergleichen, sowie Lebewesen des Pflanzen- und Tierreiches in ihren verschiedensten Entwicklungszuständen, sofern sie gegenüber den Schädlingsbekämpfungsmitteln unempfindlich sind.
  • Die Bekämpfung der Schädlinge wird nach üblichen Verfahren vorgenommen durch Behandlung der zu schützenden Körper mit dem 3, 4-Dichlor-i-(a-chlorß-trichloräthyl)-benzol in Dampfform oder in Form von Spritz- oder Stäubemitteln, Lösungen bzw. Suspensionen in Wasser oder in geeigneten organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Alkohol, Petroleum, Teerdestillaten und andere, oder es können wäßrige Lösungen bzw. wäßrige Emulsionen von organischen Lösungsmitteln zum Bestreichen, Bespritzen oder Tauchen der zu schützenden Gegenstände dienen. Sie können auch zerstäubt werden, ohne daß wesentliche schädliche Wirkungen auf Warmblüter festzustellen sind. Zur Verbesserung der Netz- und Haftfestigkeit können die üblichen Netzmittel, wie z. B. Butylnaphthalinsulfonsäure, Fettalkoholsulfonate und dergleichen, und Haftmittel beigemischt werden, wie z. B. härtbare Aminoplaste, worunter sowohl wasserlösliche als auch beschränkt wasserlösliche härtbare Carbamid-und Melaminharze zu verstehen sind. Ferner können gegebenenfalls inerte Füllstoffe, wie z. B. Kaolin, Gips oder Bentonit, oder weitere Zusätze, wie Sulfitablauge, Cellulosederivate und dergleichen, zugegeben werden.
  • Auch kann das 3, 4-Dichlor-i-(a-chlor-ß-trichloräthyl)-benzol in Mischung mit anderen Schädlingsbekämpfungsmitteln angewendet werden.
  • Die insektizide Wirksamkeit des 3, 4-Dichlor-i-(a-chlor-ß-trichloräthyl)-benzols geht mit aller Deutlichkeit aus folgenden tabellarischen Übersichten hervor: 1. Dauerkontakt Die Versuchstiere werden in Petrischalen von io cm Durchmesser mit einem genau dosierten Belag in Berührung gebracht und laufend beobachtet. Der Belag wird hergestellt, indem man die Wirksubstanz in ätherischer Lösung in die Schalen bringt und das Lösungsmittel verdunsten läßt. a) Resultate mit o,i mg Wirksubstanz pro Quadratzentimeter
    a a a a
    b b b b
    ä
    ä @ @ ä
    M N M .O n et.
    Musca domestica ....... +
    Calliphora erytrocephala ® +
    Tinea granella ......... ® +
    Gnathocerus cornutus... ® +
    Phyllodromia germanica ® +
    Lasius fuhginosus ...... ® +
    Liposcelis divinatorius .. ® +
    b) Fliegentestversuche mit verdünnten Belägen Testtiere: Musca domestica
    15 Minuten ( 24 Stunden
    o,1 mg/cm2............. ® +
    0,05 mg/cm2............ ® +
    o,01 mg/cm2............ ® +
    0,00, mg/cm2...........
    II. Kurzkontakte Testtiere: Musca domestica o,i mg Wirksubstanz pro Quadratzentimeter Die Tiere werden beschränkte Zeit der Wirkung des Belages ausgesetzt und nachher in sauberen Schalen weiter beobachtet.
    r Stunde ( 24 Stunden
    30 Minuten Kurzkontakt ® +
    15 _ - ® +
    - - ® +
    2 - - ® +
    1 _ _ ® +
    Zeichenerklärung.
    ® = Tiere gelähmt auf dem Rücken,
    = Tiere tot.
    Beispiel i In eine Lösung aus 27o Gewichtsteilen wasserfreiem Chloral in 135o Gewichtsteilen trockenem o-Dichlorbenzol werden unter Rühren innerhalb von 5 Stunden 24o Gewichtsteile wasserfreies Aluminiumchlorid unter Ausschluß von Feuchtigkeit in kleinen Portionen eingetragen. Durch Kühlung in einem Eisbad wird die Reaktionstemperatur auf o bis 5° gehalten. Nachdem das Aluminiumchlorid eingetragen ist, wird noch 12 Stunden bei o bis 5° weitergerührt, das Reaktionsgemisch hierauf mit Eiswasser und verdünnter Salzsäure versetzt, die Dichlorbenzollösung abgetrennt, mit Wasser gut ausgewaschen, getrocknet und das überschüssige Dichlorbenzol durch Vakuumdestillation entfernt. Das zurückbleibende, dunkle Öl wird anschließend im Hochvakuum fraktioniert. Man erhält in guter Ausbeute 3, 4-Dichlor-i-(a-oxy-ßtrichloräthyl)-benzol als viskoses Öl vom Kp""; =153 bis z54°.
  • 45o Gewichtsteile des auf diese Weise erhaltenen Carbinols werden in iooo Volumteilen Äther gelöst und hierauf unter Rühren und Ausschluß von Feuchtigkeit langsam 340 Gewichtsteile Phosphorpentachlorid eingetragen. Durch Kühlen in einem Eisbad wird die Reaktionstemperatur auf o bis 15° gehalten. Nachdem alles Pentachlorid eingetragen und die Salzsäureentwicklung beendet ist, werden der Äther und das gebildete Phosphoroxychlorid abdestilliert. Das zurückbleibende Öl wird zuerst mit verdünnter wäßriger Natriumcarbonatlösung und hierauf mit Wasser gut ausgewaschen. Nach dem Trocknen wird es über io Gewichtsteilen festem Natriumcarbonat im Vakuum fraktioniert. Man erhält in guter Ausbeute 3, 4-Dichlor-i-(a-chlor-ß-trichloräthyl)-benzol als schwach aromatisch riechendes Öl vom Kpll = 172 bis i75°.
  • Beispiel 2 In eine Lösung aus 174 Gewichtsteilen 3, 4-Dichlorbenzaldehyd in i2o Gewichtsteilen trockenem Äther und no Gewichtsteilen trockenem Chloroform werden unter Rühren und Feuchtigkeitsausschluß innerhalb 4 Stunden 2o Gewichtsteile fein gepulvertes, trockenes Kaliumhydroxyd in kleinen Portionen eingetragen. Durch Außenkühlung wird die Reaktionstemperatur auf 15 bis 2o° gehalten. Nachdem alles Kaliumhydroxyd eingetragen ist, wird noch i2 Stunden bei 2o° weitergerührt und dann 48 Stunden stehengelassen. Hierauf wird das Reaktionsgemisch mit Eiswasser versetzt, die ätherische Schicht abgetrennt, mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet und der Äther abdestilliert. Das zurückbleibende Öl wird im Hochvakuum fraktioniert. Man erhält in guter Ausbeute 3 4-Dichlor-i-(a-oxy-ß-trichloräthyl)-benzol als helles Öl vom Kpo" = 153 bis i54°.
  • 45o Gewichtsteile des auf diese Weise erhaltenen Carbinols werden in iooo Volumteilen Äther gelöst und hierauf unter Rühren und Feuchtigkeitsausschluß langsam 325 Gewichtsteile Phosphorpentachlorid eingetragen. Durch Kühlen in einem Eisbad wird die Reaktionstemperatur auf o bis i5° gehalten. Nachdem alles Pentachlorid eingetragen und die Salzsäureentwicklung beendet ist, werden der Äther und hierauf das gebildete Phosphoroxychlorid abdestilliert. Das zurückbleibende Öl wird zuerst mit verdünnter wäßriger Natriumcarbonatlösung und hierauf mit Wasser gut ausgewaschen, getrocknet und im Vakuum fraktioniert. Man erhält in guter Ausbeute 3, 4-Dichlor-i-(a-chlor-ß-trichloräthyl)-benzol als wasserhelles Öl vom Kpll = 172 bis i75°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlor-itetrachloräthylbenzol der Formel dadurch gekennzeichnet, daß man o-Dichlorbenzol mit Chloral oder 3, 4-Dichlorbenzaldehyd mit Chloroform in Gegenwart eines Kondensationsmittels kondensiert und im erhaltenen Carbinol die OH-Gruppe durch ein Chloratom ersetzt. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 673 246; Chemisches Zentralblatt 1935 Il, 5io und 1936 I, 2741; Chemical Abstracts 1946, 7i/72.
DENDAT907887D Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlor-1-tetrachloraethylbenzol Expired DE907887C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE907887C true DE907887C (de) 1954-02-18

Family

ID=581321

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT907887D Expired DE907887C (de) Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlor-1-tetrachloraethylbenzol

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE907887C (de)

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE673246C (de) * 1934-04-27 1940-05-07 Wolfgang V Leuthold Dr Schaedlingsbekaempfung

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE673246C (de) * 1934-04-27 1940-05-07 Wolfgang V Leuthold Dr Schaedlingsbekaempfung

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