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DE907188C - Roehrensender, insbesondere Telegraphiesender, dessen Ausgangskreis verschiedene Kombinationen von zeitlich verschieden bemessenen Zeichen sendet - Google Patents

Roehrensender, insbesondere Telegraphiesender, dessen Ausgangskreis verschiedene Kombinationen von zeitlich verschieden bemessenen Zeichen sendet

Info

Publication number
DE907188C
DE907188C DEI2124A DEI0002124A DE907188C DE 907188 C DE907188 C DE 907188C DE I2124 A DEI2124 A DE I2124A DE I0002124 A DEI0002124 A DE I0002124A DE 907188 C DE907188 C DE 907188C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
tilting
tubes
grid
arrangement according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI2124A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Nils Eichorn
Clyde James Fitch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IBM Deutschland GmbH
Original Assignee
IBM Deutschland GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IBM Deutschland GmbH filed Critical IBM Deutschland GmbH
Application granted granted Critical
Publication of DE907188C publication Critical patent/DE907188C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L27/00Modulated-carrier systems
    • H04L27/02Amplitude-modulated carrier systems, e.g. using on-off keying; Single sideband or vestigial sideband modulation
    • H04L27/04Modulator circuits; Transmitter circuits

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Amplifiers (AREA)

Description

  • Röhrensender, insbesondere Telegraphiesender, dessen Ausgangskreis verschiedene Kombinationen von zeitlich verschieden bemessenen Zeichen sendet Bei dem Röhrensender gemäß der Erfindung sollen verschiedene Kombinationen von zeitlich verschieden bemessenen Zeichen den Ausgangskreis verlassen. Dieser Ausgangskreis wird durch einen Satz Kippröhren gesteuert, die wahlweise gezündet werden können und nacheinander wirksam werden und die entsprechend ihren Schaltzuständen die Steuerung veranlassen. Sie werden selbst durch einen Kippkreis, dessen Röhren nacheinander leitend werden, geregelt. Schließlich werden die Kippröhren, die sich im leitenden Zustand befinden, gelöscht. Jede Kippröhre enthält ein Gitter für wahlweise Steuerung und ein zweites Gitter zum Sperren und Entsperren. In Reihe mit jeder Kippröhre ist eine Schaltröhre vorgesehen, deren Leitfähigkeit durch Impulse gesteuert wird. Eine im Ruhezustand leitende Kippröhre steuert die Sperrung und Entsperrung der Kippröhren.
  • Mit dem Röhrensender gemäß der Erfindung läßt sich eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit erzielen. Wird der Sender z. B. durch Anschlagen der Tasten einer Schreibmaschine gesteuert, so ist eine teilweise Überschneidung bei aufeinanderfolgenden Betätigungen von zwei Tasten zulässig. Der neue Sender arbeitet über einen weiten Betriebsspannungsbereich zuverlässig nach dem Starte Stopp-Prinzip und ist besonders klein und leicht gebaut.
  • Eine Ausführungsform der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen nachstehend näher erläutert. F ig. i ist das vollständige Schaltbild des Senders gemäß der Erfindung; Fig.2 zeigt die Spannungswellen der aufeinandertolgenden Röhren; Fig. 3 ist ein Röhre@nd-iagramm eines charakteristischengesendeten Summerzeichens; Fig. 4 zeigt das dem Summerzeichen nach Fig. 3 entsprechende und verschlüsselte Zeichen.
  • Es ist zur Erläuterung der Erfindung ein aus Elektronenröhren aufgebauter Sender dargestellt, der nach dem Start-Stopp-Prinzip arbeitet. Die Betriebsspannungen werden dem Sender über den Steckkontakt 7 einer Wechselstromleitung zugeführt und durch Selengleichrichter 8 gleichgerichtet. Die Gleichspannung tritt in der angegebenen Polarität an dem Kondensator 9 und an dem Spannungsteiler auf, der aus den Widerständen 1, 2, 3, 4, 5 und dem Potentiometer 6 besteht. Über den Transformator io werden die Heizfäden i i und der Selengleichrichter 12 gespeist, der über den Kondensator 13 die Gittervorspannung liefert.
  • Der Sender ist mit einem Kippkreis ausgerüstet, der die aufeinanderfolgenden Vakuumröhren ho-h8 und die Transformatoren Z' o-T 7 enthält. Die Kathode der Röhre ho ist über die Leitung 2o an den Abzapfpunkt 18 des Spannungsteilers 1-6 angeschlossen, während die Kathoden der Röhren yi-h8 über die gemeinsame Leitung 2i mit dem Abzapfpunkt ig des genannten Spannungsteilers verbunden sind. Die Anode der Vakuumröhre To liegt über die Primärwicklung des Transformators To und die Leitung 22 an dem positiven Ende dieses Spannungsteilers. Die Anoden der Röhren hi-h7 sind über die Primärwicklungen der Transformatoren Ti-T7 und die Leitung 23 an den Abzapfpunkt 17 dieses Spannungsteilers angeschlossen. Die Anode der Röhre h8 ist über den Anodenwiderstand 24 und die Leitungen 25 uizd 22 mit dem positiven Ende des Spannungsteilers verbunden. Das Gitter der Röhre T% o ist mit ihrer Kathode durch den Widerstand 26 und durch den Widerstand 28 und die Leitung 22 auch mit dem positiven Ende des Spannungsteilers verbunden. Die Gitter der Röhren hi-h8 sind über die Sekundärwicklungen der zugeordneten Transformatoren TO-T7 und die Leitung 3o an den veränderten Abgriff des Potentiometers 6 angeschlossen.
  • Infolge dieser Verbindungen sind die Röhren Vi-T%8 im Ruhezustand bis zum unteren Knick vorgespannt, während die Röhre ho im Ruhezustand leitend ist, weil der durch den Widerstand 26 fließende Strom so gerichtet ist, daß ihr Gitter gering positiv vorgespannt ist. Der Kippkreis mit seinen Röhren ho-h8 und den Transformatoren To-T7 ist für eine aufeinanderfolgende Betätigung der Röhren eingerichtet. Der Kippvorgang wird durch Abschaltung der Gittervorspannung der Röhre ho eingeleitet, wie später noch beschrieben wird, so daß das magnetische Feld des Transformators To zusammenbricht. Dadurch wird in der Sekundärspule dieses Transformators ein positiver Spannungsstoß induziert, der dem Gitter der Röhre Vi aufgedrückt wird. Es fließt dann ein Strom durch die Röhre Vi und die Primärwicklung des Transformators Ti. Gleichfalls setzt ein Gitterstrom in der Röhre Vi ein, wodurch der Zusammenbruch des Feldes in dem Transformator To verzögert wird. Wenn die Gitterspannung der Röhre Vi bis zur Kathodenspannung gesunken ist, hört der Gitterstrom auf zu fließen, und das Feld des Transformators To bricht schnell zusammen. Die Gitterspannung der Röhre Vi fällt plötzlich ab, so daß kein Strom durch die Röhre Vi und die Primärwicklung des Transformators Ti mehr fließt. Dadurch wird ein Spannungsstoß in der Sekundärwicklung des Transformators Ti induziert, der das Gitter der Röhre h2 gegenüber seiner Kathode positiv macht. Der Kippvorgang verläuft in derselben Weise durch die nachfolgenden Röhren weiter, wobei jede Röhre eine bestimmte Zeit lang leitend bleibt, z. B. io Millisekunden (vgl. Fig. 2). Die Länge dieses Zeitabschnittes kann eingestellt werden, indem der Abgriff des Potentiometers 6 verschoben wird und dadurch die Gittervorspannung der Röhren geändert wird.
  • Es sind sechs gasgefüllte Kippröhren Gi bis G6 vorgesehen, und zwar eine für jedes verschlüsselte Zeichenelement. Die Kathoden dieser Kippröhren sind über die Leitung 32 mit dem negativen Ende des Spannungsteilers 1-6 verbunden. Ihre Anoden liegen über die Anodenwiderstände 36 und die Leitung 37 an der Kathode der Vakuumröhre h17. Die Anode dieser Röhre ist über die Leitungen 25 und 22 an das positive Ende des Spannungsteilers 1-6 angeschlossen. Das Gitter der Röhre h17 ist über die Widerstände 38 und 39, von denen der Widerstand 38 durch den Kondensator 41 überbrückt ist, mit der Anode der Röhre h8 verbunden. Die Kathode der Röhre h17 liegt über den Widerstand 4o am negativen Ende des Spannungsteilers 1-6.
  • Die Steuergitter der Röhren G 1-G6 sind durch die Gitterwiderstände 42 und die Leitung 41 an den Abzapfpunkt 45' des Spannungsteilers 45 angeschlossen, der zwischen die Leitung 32 und die zu der negativen Seite des Kondensators 13 führenden Leitung 4 geschaltet ist. Die Schirmgitter der Röhren, G i-G6 sind durch @die Gitterwiderstände 43 und die Leitung 44 mit der negativen Seite des Kondensators 13 verbunden. Der obere Teil des Spannungsteilers 45 ist durch den Kondensator 46 überbrückt. Die Schirmgitter der Röhren G i-G 6 können durch die zugehörigen, im Ruhezustand geöffneten Kontakte C i-C6 und die Leitung 47 mit den Kathoden dieser Röhren verbunden werden. Die Kontakte C i-C 6 können beispielsweise die Wählerkontakte eines Gebertastenfeldes sein, wie sie z. B. bei Telegraphen mit symbolischer Schrift oder bei Streifenabtaster bekannt sind. An den durch die gestrichelte Linie 48 angedeuteten Stellen wird die Steckkontahtverbindung des Gebertastenfeldes oder eines Streifenabtasters mit dem Sendestromkreis hergestellt.
  • Es sind Kopplungsröhren V i i-V i 6, eine für jede Kippröhre G i-G6, vorgesehen. Die Kathoden der Röhren Vii-Vi6 sind jeweils über die Leitung q.9 mit den Anoden der Röhren G i-G 6 verbunden. Die Anoden der Röhren V i i-V i 6 liegen an einer gemeinsamen Zeichenleitung 5o. Die Gitter der Röhren V i i-Vi6 sind über die Gitterwiderstände 51, Gitterabieitwiderstände 52 und über die Leitung 32 an das negative Ende des Spannungsteilers i-6 angeschlossen. Sie sind außerdem jeweils durch die Kondensatoren 53 mit den Sekundärwicklungen der Transformatoren Ti-T6 gekoppelt. Wenn ein Kippvorgang eingeleitet wird, erhalten die Gitter der Röhren Vi i-Vi6 nacheinander über die Kondensatoren 53 positive Spannungsimpulse, welche sie zur Stromleitung in nachfolgenden Zeitintervallen vorbereiten (vgl. V2-V7 in Fig. 2).
  • Bei dieser Schaltung leitet die Vakuumröhre V17 :im Ruhezustand; ihr Gitter ist mit ihrer Anode verbunden, und der Widerstand 4o wird vom Strom durchflossen. Infolge des Spannungsabfalles am Widerstand 40 sind die Vakuumröhren Vii-Vi6 im Ruhezustand bis zum unteren Kennlinienknick vorgespannt und bleiben in diesem Zustand, wenn die zugehörigen Kippröhren leitend sind. Gleichfalls weisen die Steuergitter und Schirmgitter der Kippkreisröhren G i-G 6 im Ruhezustand eine negative Vorspannung auf. Diese Vorspannung ist so groß, daß jedes Gitter die Zündung jeder Röhre verhindert. Die Steuergitterspannung kann erhöht werden, so daß die Röhren G i-G 6 durch den durch den Widerstand 45 fließenden Strom vorbereitet werden und somit das Potential des Anzapfpunktes 45' gehoben wird.
  • Die Schirmgitter können wahlweise auf Kathodenpotential durch Schließen der zugehörigen Kontakte C i-C 6 gebracht werden. Wenn das Leitendwerden einer Röhre durch Erhöhen der Steuergitterspannung mit dem Schließen des zugehörigen Kontaktes C i -C 6 zusammenfällt, zündet die Röhre. Dies hat zur Folge, daß ein Stromweg von den Kathoden der entsprechenden Kopplungsröhren Vii-Vi6 zum negativen Ende des Spannungsteilers i-6 geschaffen wird. Wenn die Potentiale an den Gittern der Röhren Vi i-Vi6 nacheinander durch die Arbeitsweise des Kippkreises erhöht werden, so bildet jede Röhre V i i-V i 6, die mit einer leitenden Kippkreisröhre G i-G 6 verbunden ist, einen Stromweg von der Zeichenleitung 5o zum negativen Ende des Spannungsteilers i-6 und steuert dadurch den jetzt beschriebenen Zeichenausgangskreis.
  • Der Zeichenausgangskreis enthält die dauernd schwingende Vakuumröhre V2o. Ihre Anode ist über die Leitung 22 mit dem positiven Ende des Spannungsteilers i-6 verbunden. Ihre Kathode und ihr Steuergitter liegen an einem abgestimmten Kreis, der den Kondensator 55 und die Primärwicklung des regelbaren Transformators 56 enthält. Der Punkt 57 des abgestimmten Kreises ist über die Leitung 32 an das negative Ende des Spannungsteilers i-6 angeschlossen. Der Gitterwiderstand 58 soll die Schwingungsfrequenz konstant halten, während der Kathodenwiderstand 54 die Gittervorspannung liefert. Der Transformator 56 koppelt den Schwingungskreis mit den Gittern des Vakuumröhrenpaares V2i und V22, die in Gegentakt geschaltet sind. Die Kathoden dieser Röhren sind über die Leitung 23 mit dem Abzapfpunkt 17 des Spannungsteilers i-6 und ferner mit der Mittelanzapfung der Sekundärwicklung des Transformators 56 über den Widerstand 59 verbunden. Die Mittelanzapfung ist außerdem über die Leitung 6o und den Widerstand 61 an die Zeichenleitung 5o angeschlossen. In den Anodenkreisen der Röhren V21 und V22 liegt die Primärwicklung des Transformators 62, deren Mittelanzapfung über die Leitung 22 an das positive Ende des Spannungsteilers i-6 angeschlossen ist. Der Transformator 62 koppelt den Gegentaktverstärker T'21-V22 mit zwei Verstärkerröhren V23 und V24. Das Gitter von V23 ist über den Gitterwiderstand 63 mit dem einen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 62 verbunden, während das Gitter der Röhre V24 über den Gitterwiderstand 64 mit dem Abgriff des als Lautstärkeregler dienenden Potentiometers 65, das im \ ebenschluß zur Sekundärwicklung des Transformators 62 liegt, verbunden ist. Die Kathoden der Röhren V23 und V24 liegen über die Kathodenwiderstände 66 an dem anderen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 62 und über die Leitung 32 am negativen Ende des Spannungsteilers i-6. In den Anodenkreisen der Röhren V23 und V24 liegen abgestimmte Kreise, von denen jeder einen Kondensator 67 und die Primärwicklung des Transformators 7'M bzw. TS enthält. Die Schwingungskreise sind über die Leitung 22 an das positive Ende des Spannungsteilers i-6 angeschlossen. Der Ausgang des Transformators TM führt zu einem nicht dargestellten Kontrollgerät, wie Mithörgerät oder Kontrollempfänger, während der Ausgang des Transformators TS an irgendeinem passenden Fernmeldeübertragungskanal angeschlossen ist. Arbeitsweise Während der Bereitschaft bei schwingender Vakuumröhre V2o werden die Schwingungen durch den Spannungsabfall am Widerstand 59, der die Verstärkerröhren V2i und V22 sperrt, von den Transformatoren TM und TS ferngehalten. Der Spannungsabfall entsteht durch den Stromfluß vom Abzapfpunkt 17 des Spannungsteilers i-6 über die Leitung 23, den Widerstand 59, die Leitung 6o, den Widerstand 7o, die Anoden-Kathoden-Strecke der Bereitschaftskippröhre G g, die im Ruhezustand leitet, die Leitung 7i, den Abgriff am Widerstand 45 und über die Leitungen 32 und 44 nach dem negativen Ende des Spannungsteilers i-6 bzw. nach der negativen Seite des Kondensators 13. Das Potential des Punktes 45' wird über das der Leitung 32 gehoben, wodurch die Kippkreisröhren eiltsperrt werden.
  • Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel besteht ein @ ollständiges Signal aus einem Startzeichen, sechs verschlüsselten Zeichenbestandteilen und einem Stoppzeichen (vgl. Fig. 4). Das Startzeichen und die Trennstromzeichen sind durch Schwingungen, während das Stoppzeichen und die Zeichenstromzeichen durch keine Schwingungen dargestellt sind (vgl. Fig.3).
  • Zu den Kontakten C i -C 6 gehört ein Startkontakt CS. Dieser wird beim Schließen eines der Kontakte C i-C 6 geschlossen. Die eine Kontaktfeder des Kontaktes CS ist über die Leitung 47 mit dem negativen Ende des Spannungsteilers 1-6 verbunden, während die andere Feder zu dem Schirm-Bitter der gasgefüllten Startröhre G 8 führt. Kathode und Steuergitter der Röhre G 8 sind über die Leitung 32 an das negative Ende des Spannungsteilers 1-6 angeschlossen. Die Anode der Röhre G 8 ist mit der Kathode der Vakuumröhre hio verbunden, deren Anode über die Leitung 75, den Widerstand 26 und die Leitung 2o an den Abzapfpunkt 18 des Spannungsteilers 1-6 angeschlossen ist. Das Gitter der Röhre hio liegt über den Gitterwiderstand 76 an der Leitung 2o. Infolgedessen ist die Röhre hio im Ruhezustand leitend.
  • Angenommen; die Bereitschaftsröhre G g sei leitend und durch die Betätigung einer Taste eines Schreibmaschinentastenfeldes oder eines Streifenabtasters seien die Kontakte C i, C4, C5 und CS geschlossen. Der Zeichenausgangskreis ist dann gesperrt, und die Spannung der Steuergitter der Röhren G i- G 6 ist hoch. Beim Schließen der Kontakte C i, C4 und C 5 zünden dann sofort die Röhren G i, G 4 und G 5.
  • Beim Schließen des Kontaktes CS wird das Schirmgitter der Röhre G 8 auf Kathodenpotential gebracht und die Röhre gezündet. Dadurch verläuft ein Stromkreis von Anzapfpunkt 18 des Spannungsteilers 1-6 über die Leitung 2o, den Widerstand 26, die Leitung 75, die Röhren I% io und G8 und die Leitung 32 zum negativen Ende des Spannungsteilers 1-6. Der Spannungsabfall an dem Widerstand 26 verlagert die Gittervorspannung der im Ruhezustand leitenden Röhre ho bis zum unteren Knick und löst,die Kippfolge aus. Es wird auch ein negativer Spannungsimpuls über,den Kondensator 78 zur Anode der Röhre Gg gesendet, und diese Röhre wird gelöscht. Dadurch wird der Stromfluß durch den Widerstand 45 unterbunden, so daß eine negative Spannung an den Steuergittern der Röhren G i-G6 auftritt. Dadurch wird jede dieser Röhren, die nicht zu Beginn schon gezündet -hat, an der Zündung so lange, wie die gasgefüllte Röhre nichtleitend bleibt, verhindert. Bei gelöschter Röhre G g fließt auch kein Strom mehr durch den Widerstand 59, und den Transformatoren TH und TS werden Schwingungen zugeführt, die das Startzeichen bilden (vgl. die Fig. 3 und 4).
  • Während des Sendens des Startzeichens ist die Kippröhre hi leitend. Wenn dieser Zustand durch das Zusammenbrechen des magnetischen Feldes des Transformators To beendet ist, wird dem Steuergitter der Röhre h2 über den Transformator Ti und dem Gitter der Röhre Irr z über den Kondensator 53 ein positiver Impuls aufgedrückt, so daß diese beiden Röhren leitend werden. Gemäß dem Ausführungsbeispiel leitet die Röhre G i, wenn die Kopplungsröhre hi i leitend wird, so daß ein Stromkreis vom Anzapfpunkt 17 des Spannungsteilers 1-6 über die Leitung 23, den Widerstand 59. die Leitung 6o; den Widerstand 61, die Leitung 5o, die Anoden-Kathoden-Strecke der Röhre hi i, die Leitung 49, die Anoden-Kathoden-Strecke der Röhre G i und die Leitung 32 zum negativen Ende des Spannungsteilers 1-6 geschlossen wird. Der Spannungsabfall am Widerstand 59 erhöht die Gittervorspannung der Verstärkerröhren hei und h22 derart, daß diese Röhren gesperrt und somit den Transformatoren T11V1 und TS keine Schwingungen mehr zugeführt werden. Hierdurch entsteht ein Zeichenstromzeichen gemäß dem ersten Zeichenabschnitt des für die Darstellung ausgewählten Signals (vgl. die Fig. 3 und 4).
  • Wenn das magnetische Feld des Transformators Ti zusammenbricht und die Röhre Tr2 nicht mehr leitet, wird der entsprechende positive Impuls den Gittern der Röhren h3 und hie zugeführt, wodurch diese leitend werden. Da die Röhre G.2 nicht leitet, fließt kein Strom durch den Widerstand 59. Es werden infolgedessen den Transformatoren TM und TS Schwingungen während des zweiten Zeichenabschnittes zugeführt. Während des dritten Zeichenabschnittes unterbricht die zugehörige Röhre G3 den Stromkreis über den Widerstand 59 und über die Zeichenleitung 5o, so daß an den Transformatoren TM und TS weiterhin Schwingungen auftreten. Die Röhren G 4 und G 5 werden gezündet, und während des vierten und fünften Zeichenabschnittes fließt Strom durch den Widerstand 59, so daß keine Schwingungen zu den Transformatoren Tkl und TS gelangen. Während des sechsten Zeichenabschnittes ist die Röhre G 6 nichtleitend, und daher werden den Transformatoren TM und TS wieder Schwingungen zugeführt.
  • Wird die Vakuumröhre h7 durch das Zusammenbrechen des Feldes des Transformators T6 gesperrt, so wird dem Gitter der im Ruhezustand gesperrten Vakuumröhre h8 ein positiver Impuls zugeführt, welcher diese Röhre leitend macht. Von der Anode der Röhre h8 wird ein negativer Impuls über den Kondensator 41 und den Gitterwiderstand 39 zum Gitter der im Ruhezustand leitenden Röhre h17 gegeben, so daß diese Röhre nichtleitend wird. Dadurch wird die Spannungszufuhr zu den Anoden der Kippröhren G i- G 6 unterbrochen, und alle noch eingeschalteten Kippröhren werden gelöscht. Zur gleichen Zeit wird der negative Impuls von der Anode der Röhre h8 über die Leitung 8o, den Kondensator 81 und über einen Teil des Gitterwiderstandes 76 dem Gitter der Röhre hio zugeführt, die dadurch bis zum unteren Knick vorgespannt wird, wodurch die gasgefüllte Röhre G 8 gelöscht wird. Wenn die Röhre hio nicht mehr leitet, steigt ihre Anodenspannung, und der so entstehende positive Impuls fließt über den Kondensator 82 zum Steuergitter der gasgefüllten Röhre G9, wodurch diese gezündet wird. Damit wird der Bereitschaftszustand wiederhergestellt, jedoch kann das nächste Signal noch nicht sofort gegeben werden, da die Röhren Vio und h17 gelöscht bleiben, solange die Röhre V8 noch leitend ist. Nach kurzer Zeit bricht das magnetische Feld des Transformators T7 zu- sammen, und die Röhre V8 wird bis zum unteren Knick vorgespannt. Dadurch wird V17 wieder leitend und führt den Anoden der Röhren G 1-G6 eine positive Spannung zu. Gleichfalls wird die Röhre Vio wieder in den leitenden Zustand versetzt.
  • Wenn anschließend eine neue Kombination, z. B. 245, durch Betätigen der entsprechenden Kontakte Ci-C6 eingestellt wird, werden die Kippröhren G2, G 4 und G 5 gezündet. Außerdem werden die Kontakte CS geschlossen und die Startröhre G8 gezündet. Die Transformatoren TM und TS werden in gleicher Weise, wie es vorher beschrieben ist, gesteuert und übertragen das Signa1245.
  • Die Stromkreisparameter können so gewählt werden, daß beispielsweise jedes Zeichenbaud gleich io Millisekunden ist. Da jedes Signal aus 8 Baud besteht, nämlich aus Start-, Stopp- und sechs verschlüsselten Bestandteilen, so beträgt die Gesamtzeit eines Arbeitsganges 8o Millisekunden. Dies entspricht 121/f Arbeitsgängen oder Zeichen pro Sekunde oder 125 Wörtern pro Minute. Wenn das die Kontakte C 1-C6 und CS wahlweise betätigende Tastenfeld so gebaut ist. daß es die Kontakte etwa 45 Millisekunden geschlossen hält, so kann die zweite Taste 40 Millisekunden nach der ersten niedergedrückt werden, weil die durch die zweite Taste geschlossenen Kontakte noch 5 Millisekunden nach Beendigung des ersten Signals geschlossen bleiben. Wenn z. B. eine Taste die Kontakte 2, 4 und 5 schließt und 40 Millisekunden nach dem Betätigen der vorhergehenden Taste niedergedrückt wird, so übt dies keine unmittelbare Wirkung auf die ILippröhren G i-G 6 aus, weil zu diesem Zeitpunkt die Steuergitter dieser Röhren so hoch negativ vorgespannt sind, daß die Röhren unempfindlich gegen Spannungen sind, die den Schirmgittern aufgedrückt werden. Während der letzten io Millisekunden des ersten Signals werden die Röhren V17 und Vio durch entsprechende Gitterspannungen bis zum unteren Knick vorgespannt; währenddessen ist die Bereitschaftsröhre Gg leitend. Der Signalgeber ist infolge einer entsprechenden Gittervorspannung unwirksam, und die beiden Gitter der Röhren G2, G4 und G5 sind so vorbereitet, daß sie gezündet würden, wenn ihre Anoden positiv wären.
  • Obgleich das Schirmgitter der Röhre G 8 Kathodenpotential aufweist, da der Kontakt CS geschlossen ist, ist diese Röhre gesperrt, da die Röhre Vio stark negativ vorgespannt ist. Wenn die Röhre V8 am Ende der 8o Millisekunden, also am Ende des ersten Signals, bis zum unteren Kennlinienknick vorgespannt ist, wird die Vakuumröhre V i7 wieder leitend, und die Röhren G 2, G 4 und G 5 werden gezündet. Ebenfalls wird die Vakuumröhre V io leitend, und die Röhre G8 wird: gezündet. Dadurch setzt das zweite Signal ein. Die Kontakte C2, C 4 und C5 öffnen sich 5 Millisekunden nach dem Anlaufen des zweiten Signals.
  • Auf Grund dieser Überschneidung von zwei aufeinanderfolgenden Signalen können die Tasten mit 4o Millisekunden Abstand betätigt werden, was einer Geschwindigkeit von 25o Wörtern pro Minute entspricht. Die dritte Taste kann natürlich nicht mit 8o Millisekunden Abstand nach der zweiten Taste betätigt werden. Dadurch kann ein schnell arbeitender Maschinenschreiber im Durchschnitt über Zoo Wörter pro Minute schreiben.
  • Während der beschriebenen teilweisen überschneidung wird Röhre V17 im gleichen Augenblick entsperrt, in dem die Röhre Gg gelöscht wird. Da die Röhren G i-G 6 nicht gezündet werden, bevor V17 entsperrt ist, und da sie nicht zünden können, wenn G g gelöscht ist, muß eine gewisse Verzögerung bei der Abnahme der Gittervorspannung der Steuergitter der Röhren G i-G 6, vorgesehen sein. Diese Verzögerung wird durch den Kondensator 46 erreicht.
  • Wenn zum ersten Male dem Stromkreis Strom zugeleitet wird, ist die Bereitschaftsröhre G g nicht leitend, und den Transformatoren TM und TS werden fortlaufend Schwingungen zugeführt. Durch Schließen des Kontaktes CS wird der Bereitschaftszustand eingestellt, indem die Röhre G g gezündet wird und die Schwingungen zu den Transformatoren 7'M und TS aufhören.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Röhrensender, insbesondere Telegraphiesender, dessen Ausgangskreis verschiedene Kombinationen von zeitlich verschieden bemessenen Zeichen sendet, gekennzeichnet durch eine Steuerschaltung mit einem zur Speicherung von Signalbestandteilen dienenden Satz von Kippröhren, die wahlweise gezündet werden können und nacheinander die Signalausgangskreise steuern.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jede der im leitenden Zustand befindlichen Kippröhren zum Schluß durch die Steuerschaltung gelöscht wird.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung mehrere parallele, mit dem Signalausgangskreis gekoppelte Stromkreise aufweist, von denen jeder eine Kippröhre und eine in Reihe liegende Schaltröhre aufweist.
  4. 4. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippröhren durch einen Kippkreis, dessen Röhren nacheinander leitend werden, wirksam gemacht werden und entsprechend ihren Schaltzuständen den Signalausgangskreis steuern.
  5. 5. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede Kippröhre ein Gitter für wahlweise Steuerung und ein zweites Gitter zum Sperren und zum Eutsperren aufweist.
  6. 6. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode jeder Kippröhre über die Kathoden-Anoden-Strecke der entsprechenden Schaltröhre mit der Spannungsquelle verbunden ist und däß die Schaltröhre gitterseitig derart an die Spannungsquelle angeschlossen ist, daß sie im Ruhezustand leitet, ihr Gitter außerdem mit dem Kippkreis verbunden ist und sie durch einen negativen Impuls am Ende der Entnahme nichtleitend wird.
  7. 7. Anordnung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung einen Bereitschaftsstromkreis mit einer Kippröhre aufweist, die im Ruhezustand (in welchem der Signalausgangskreis abgeschaltet ist) leitend ist und dann gelöscht werden kann, und daß ein Kippvorgang des Kippkreises bei Beginn eines Signals ausgelöst wird. $. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrung und Entsperrung der Kippröhren durch die Bereitschaftskippröhre steuerbar ist. g. Anordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kippröhren durch Schlüsselkontakte wahlweise gezündet werden und durch Startkontakte gleichzeitig die Startkippröhre gezündet wird, die den Kippkreis zur Entnahmesteuerung in Betrieb setzt, die Bereitschaftskippröhre löscht und von einer durch den Kippkreis gesteuerten Vorrichtung am Ende der Entnahme gelöscht wird.
DEI2124A 1945-11-27 1950-09-24 Roehrensender, insbesondere Telegraphiesender, dessen Ausgangskreis verschiedene Kombinationen von zeitlich verschieden bemessenen Zeichen sendet Expired DE907188C (de)

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