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Röhrensender, insbesondere Telegraphiesender, dessen Ausgangskreis
verschiedene Kombinationen von zeitlich verschieden bemessenen Zeichen sendet Bei
dem Röhrensender gemäß der Erfindung sollen verschiedene Kombinationen von zeitlich
verschieden bemessenen Zeichen den Ausgangskreis verlassen. Dieser Ausgangskreis
wird durch einen Satz Kippröhren gesteuert, die wahlweise gezündet werden können
und nacheinander wirksam werden und die entsprechend ihren Schaltzuständen die Steuerung
veranlassen. Sie werden selbst durch einen Kippkreis, dessen Röhren nacheinander
leitend werden, geregelt. Schließlich werden die Kippröhren, die sich im leitenden
Zustand befinden, gelöscht. Jede Kippröhre enthält ein Gitter für wahlweise Steuerung
und ein zweites Gitter zum Sperren und Entsperren. In Reihe mit jeder Kippröhre
ist eine Schaltröhre vorgesehen, deren Leitfähigkeit durch Impulse gesteuert wird.
Eine im Ruhezustand leitende Kippröhre steuert die Sperrung und Entsperrung der
Kippröhren.
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Mit dem Röhrensender gemäß der Erfindung läßt sich eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit
erzielen. Wird der Sender z. B. durch Anschlagen der Tasten einer Schreibmaschine
gesteuert, so ist
eine teilweise Überschneidung bei aufeinanderfolgenden
Betätigungen von zwei Tasten zulässig. Der neue Sender arbeitet über einen weiten
Betriebsspannungsbereich zuverlässig nach dem Starte Stopp-Prinzip und ist besonders
klein und leicht gebaut.
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Eine Ausführungsform der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen nachstehend
näher erläutert. F ig. i ist das vollständige Schaltbild des Senders gemäß der Erfindung;
Fig.2 zeigt die Spannungswellen der aufeinandertolgenden Röhren; Fig. 3 ist ein
Röhre@nd-iagramm eines charakteristischengesendeten Summerzeichens; Fig. 4 zeigt
das dem Summerzeichen nach Fig. 3 entsprechende und verschlüsselte Zeichen.
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Es ist zur Erläuterung der Erfindung ein aus Elektronenröhren aufgebauter
Sender dargestellt, der nach dem Start-Stopp-Prinzip arbeitet. Die Betriebsspannungen
werden dem Sender über den Steckkontakt 7 einer Wechselstromleitung zugeführt und
durch Selengleichrichter 8 gleichgerichtet. Die Gleichspannung tritt in der angegebenen
Polarität an dem Kondensator 9 und an dem Spannungsteiler auf, der aus den Widerständen
1, 2, 3, 4, 5 und dem Potentiometer 6 besteht. Über den Transformator io werden
die Heizfäden i i und der Selengleichrichter 12 gespeist, der über den Kondensator
13 die Gittervorspannung liefert.
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Der Sender ist mit einem Kippkreis ausgerüstet, der die aufeinanderfolgenden
Vakuumröhren ho-h8 und die Transformatoren Z' o-T 7 enthält. Die Kathode
der Röhre ho ist über die Leitung 2o an den Abzapfpunkt 18 des Spannungsteilers
1-6 angeschlossen, während die Kathoden der Röhren yi-h8 über die gemeinsame Leitung
2i mit dem Abzapfpunkt ig des genannten Spannungsteilers verbunden sind. Die Anode
der Vakuumröhre To liegt über die Primärwicklung des Transformators To und die Leitung
22 an dem positiven Ende dieses Spannungsteilers. Die Anoden der Röhren hi-h7 sind
über die Primärwicklungen der Transformatoren Ti-T7 und die Leitung 23 an den Abzapfpunkt
17 dieses Spannungsteilers angeschlossen. Die Anode der Röhre h8 ist über den Anodenwiderstand
24 und die Leitungen 25 uizd 22 mit dem positiven Ende des Spannungsteilers verbunden.
Das Gitter der Röhre T% o ist mit ihrer Kathode durch den Widerstand 26 und durch
den Widerstand 28 und die Leitung 22 auch mit dem positiven Ende des Spannungsteilers
verbunden. Die Gitter der Röhren hi-h8 sind über die Sekundärwicklungen der zugeordneten
Transformatoren TO-T7 und die Leitung 3o an den veränderten Abgriff des Potentiometers
6 angeschlossen.
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Infolge dieser Verbindungen sind die Röhren Vi-T%8 im Ruhezustand
bis zum unteren Knick vorgespannt, während die Röhre ho im Ruhezustand leitend ist,
weil der durch den Widerstand 26 fließende Strom so gerichtet ist, daß ihr Gitter
gering positiv vorgespannt ist. Der Kippkreis mit seinen Röhren ho-h8 und den Transformatoren
To-T7 ist für eine aufeinanderfolgende Betätigung der Röhren eingerichtet. Der Kippvorgang
wird durch Abschaltung der Gittervorspannung der Röhre ho eingeleitet, wie später
noch beschrieben wird, so daß das magnetische Feld des Transformators To zusammenbricht.
Dadurch wird in der Sekundärspule dieses Transformators ein positiver Spannungsstoß
induziert, der dem Gitter der Röhre Vi aufgedrückt wird. Es fließt dann ein Strom
durch die Röhre Vi und die Primärwicklung des Transformators Ti. Gleichfalls setzt
ein Gitterstrom in der Röhre Vi ein, wodurch der Zusammenbruch des Feldes in dem
Transformator To verzögert wird. Wenn die Gitterspannung der Röhre Vi bis zur Kathodenspannung
gesunken ist, hört der Gitterstrom auf zu fließen, und das Feld des Transformators
To bricht schnell zusammen. Die Gitterspannung der Röhre Vi fällt plötzlich ab,
so daß kein Strom durch die Röhre Vi und die Primärwicklung des Transformators Ti
mehr fließt. Dadurch wird ein Spannungsstoß in der Sekundärwicklung des Transformators
Ti induziert, der das Gitter der Röhre h2 gegenüber seiner Kathode positiv macht.
Der Kippvorgang verläuft in derselben Weise durch die nachfolgenden Röhren weiter,
wobei jede Röhre eine bestimmte Zeit lang leitend bleibt, z. B. io Millisekunden
(vgl. Fig. 2). Die Länge dieses Zeitabschnittes kann eingestellt werden, indem der
Abgriff des Potentiometers 6 verschoben wird und dadurch die Gittervorspannung der
Röhren geändert wird.
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Es sind sechs gasgefüllte Kippröhren Gi bis G6 vorgesehen, und zwar
eine für jedes verschlüsselte Zeichenelement. Die Kathoden dieser Kippröhren sind
über die Leitung 32 mit dem negativen Ende des Spannungsteilers 1-6 verbunden. Ihre
Anoden liegen über die Anodenwiderstände 36 und die Leitung 37 an der Kathode der
Vakuumröhre h17. Die Anode dieser Röhre ist über die Leitungen 25 und 22 an das
positive Ende des Spannungsteilers 1-6 angeschlossen. Das Gitter der Röhre h17 ist
über die Widerstände 38 und 39, von denen der Widerstand 38 durch den Kondensator
41 überbrückt ist, mit der Anode der Röhre h8 verbunden. Die Kathode der Röhre h17
liegt über den Widerstand 4o am negativen Ende des Spannungsteilers 1-6.
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Die Steuergitter der Röhren G 1-G6 sind durch die Gitterwiderstände
42 und die Leitung 41 an den Abzapfpunkt 45' des Spannungsteilers 45 angeschlossen,
der zwischen die Leitung 32 und die zu der negativen Seite des Kondensators 13 führenden
Leitung 4 geschaltet ist. Die Schirmgitter der Röhren, G i-G6 sind durch
@die Gitterwiderstände 43 und die Leitung 44 mit der negativen Seite des Kondensators
13 verbunden. Der obere Teil des Spannungsteilers 45 ist durch den Kondensator 46
überbrückt. Die Schirmgitter der Röhren G i-G 6
können durch die zugehörigen,
im Ruhezustand geöffneten Kontakte C i-C6 und die Leitung 47 mit den Kathoden
dieser Röhren verbunden werden. Die Kontakte C i-C 6 können beispielsweise
die Wählerkontakte eines Gebertastenfeldes sein, wie sie z. B. bei Telegraphen mit
symbolischer Schrift
oder bei Streifenabtaster bekannt sind. An
den durch die gestrichelte Linie 48 angedeuteten Stellen wird die Steckkontahtverbindung
des Gebertastenfeldes oder eines Streifenabtasters mit dem Sendestromkreis hergestellt.
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Es sind Kopplungsröhren V i i-V i 6, eine für jede Kippröhre
G i-G6, vorgesehen. Die Kathoden der Röhren Vii-Vi6 sind jeweils über die
Leitung q.9 mit den Anoden der Röhren G i-G 6 verbunden. Die Anoden
der Röhren V i i-V i 6 liegen an einer gemeinsamen Zeichenleitung 5o. Die
Gitter der Röhren V i i-Vi6 sind über die Gitterwiderstände 51, Gitterabieitwiderstände
52 und über die Leitung 32 an das negative Ende des Spannungsteilers i-6 angeschlossen.
Sie sind außerdem jeweils durch die Kondensatoren 53 mit den Sekundärwicklungen
der Transformatoren Ti-T6 gekoppelt. Wenn ein Kippvorgang eingeleitet wird, erhalten
die Gitter der Röhren Vi i-Vi6 nacheinander über die Kondensatoren 53 positive Spannungsimpulse,
welche sie zur Stromleitung in nachfolgenden Zeitintervallen vorbereiten (vgl. V2-V7
in Fig. 2).
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Bei dieser Schaltung leitet die Vakuumröhre V17 :im Ruhezustand; ihr
Gitter ist mit ihrer Anode verbunden, und der Widerstand 4o wird vom Strom durchflossen.
Infolge des Spannungsabfalles am Widerstand 40 sind die Vakuumröhren Vii-Vi6 im
Ruhezustand bis zum unteren Kennlinienknick vorgespannt und bleiben in diesem Zustand,
wenn die zugehörigen Kippröhren leitend sind. Gleichfalls weisen die Steuergitter
und Schirmgitter der Kippkreisröhren G i-G 6 im Ruhezustand eine negative
Vorspannung auf. Diese Vorspannung ist so groß, daß jedes Gitter die Zündung jeder
Röhre verhindert. Die Steuergitterspannung kann erhöht werden, so daß die Röhren
G i-G 6 durch den durch den Widerstand 45 fließenden Strom vorbereitet
werden und somit das Potential des Anzapfpunktes 45' gehoben wird.
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Die Schirmgitter können wahlweise auf Kathodenpotential durch Schließen
der zugehörigen Kontakte C i-C 6 gebracht werden. Wenn das Leitendwerden
einer Röhre durch Erhöhen der Steuergitterspannung mit dem Schließen des zugehörigen
Kontaktes C i -C 6 zusammenfällt, zündet die Röhre. Dies hat zur Folge, daß
ein Stromweg von den Kathoden der entsprechenden Kopplungsröhren Vii-Vi6 zum negativen
Ende des Spannungsteilers i-6 geschaffen wird. Wenn die Potentiale an den Gittern
der Röhren Vi i-Vi6 nacheinander durch die Arbeitsweise des Kippkreises erhöht werden,
so bildet jede Röhre V i i-V i 6, die mit einer leitenden Kippkreisröhre
G i-G 6 verbunden ist, einen Stromweg von der Zeichenleitung 5o zum
negativen Ende des Spannungsteilers i-6 und steuert dadurch den jetzt beschriebenen
Zeichenausgangskreis.
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Der Zeichenausgangskreis enthält die dauernd schwingende Vakuumröhre
V2o. Ihre Anode ist über die Leitung 22 mit dem positiven Ende des Spannungsteilers
i-6 verbunden. Ihre Kathode und ihr Steuergitter liegen an einem abgestimmten Kreis,
der den Kondensator 55 und die Primärwicklung des regelbaren Transformators 56 enthält.
Der Punkt 57 des abgestimmten Kreises ist über die Leitung 32 an das negative Ende
des Spannungsteilers i-6 angeschlossen. Der Gitterwiderstand 58 soll die Schwingungsfrequenz
konstant halten, während der Kathodenwiderstand 54 die Gittervorspannung liefert.
Der Transformator 56 koppelt den Schwingungskreis mit den Gittern des Vakuumröhrenpaares
V2i und V22, die in Gegentakt geschaltet sind. Die Kathoden dieser Röhren sind über
die Leitung 23 mit dem Abzapfpunkt 17
des Spannungsteilers i-6 und ferner
mit der Mittelanzapfung der Sekundärwicklung des Transformators 56 über den Widerstand
59 verbunden. Die Mittelanzapfung ist außerdem über die Leitung 6o und den Widerstand
61 an die Zeichenleitung 5o angeschlossen. In den Anodenkreisen der Röhren V21 und
V22 liegt die Primärwicklung des Transformators 62, deren Mittelanzapfung über die
Leitung 22 an das positive Ende des Spannungsteilers i-6 angeschlossen ist. Der
Transformator 62 koppelt den Gegentaktverstärker T'21-V22 mit zwei Verstärkerröhren
V23 und V24. Das Gitter von V23 ist über den Gitterwiderstand 63 mit dem einen Ende
der Sekundärwicklung des Transformators 62 verbunden, während das Gitter der Röhre
V24 über den Gitterwiderstand 64 mit dem Abgriff des als Lautstärkeregler dienenden
Potentiometers 65, das im \ ebenschluß zur Sekundärwicklung des Transformators 62
liegt, verbunden ist. Die Kathoden der Röhren V23 und V24 liegen über die Kathodenwiderstände
66 an dem anderen Ende der Sekundärwicklung des Transformators 62 und über die Leitung
32 am negativen Ende des Spannungsteilers i-6. In den Anodenkreisen der Röhren V23
und V24 liegen abgestimmte Kreise, von denen jeder einen Kondensator 67 und die
Primärwicklung des Transformators 7'M bzw. TS enthält. Die Schwingungskreise sind
über die Leitung 22 an das positive Ende des Spannungsteilers i-6 angeschlossen.
Der Ausgang des Transformators TM führt zu einem nicht dargestellten Kontrollgerät,
wie Mithörgerät oder Kontrollempfänger, während der Ausgang des Transformators TS
an irgendeinem passenden Fernmeldeübertragungskanal angeschlossen ist. Arbeitsweise
Während der Bereitschaft bei schwingender Vakuumröhre V2o werden die Schwingungen
durch den Spannungsabfall am Widerstand 59, der die Verstärkerröhren V2i und V22
sperrt, von den Transformatoren TM und TS ferngehalten. Der Spannungsabfall entsteht
durch den Stromfluß vom Abzapfpunkt 17 des Spannungsteilers i-6 über die
Leitung 23, den Widerstand 59, die Leitung 6o, den Widerstand 7o, die Anoden-Kathoden-Strecke
der Bereitschaftskippröhre G g, die im Ruhezustand leitet, die Leitung
7i, den Abgriff am Widerstand 45 und über die Leitungen 32 und 44 nach dem negativen
Ende des Spannungsteilers i-6 bzw. nach der negativen Seite des Kondensators 13.
Das Potential des Punktes 45' wird über das der Leitung
32 gehoben,
wodurch die Kippkreisröhren eiltsperrt werden.
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Bei dem gewählten Ausführungsbeispiel besteht ein @ ollständiges Signal
aus einem Startzeichen, sechs verschlüsselten Zeichenbestandteilen und einem Stoppzeichen
(vgl. Fig. 4). Das Startzeichen und die Trennstromzeichen sind durch Schwingungen,
während das Stoppzeichen und die Zeichenstromzeichen durch keine Schwingungen dargestellt
sind (vgl. Fig.3).
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Zu den Kontakten C i -C 6 gehört ein Startkontakt CS.
Dieser wird beim Schließen eines der Kontakte C i-C 6 geschlossen.
Die eine Kontaktfeder des Kontaktes CS ist über die Leitung 47 mit dem negativen
Ende des Spannungsteilers 1-6 verbunden, während die andere Feder zu dem Schirm-Bitter
der gasgefüllten Startröhre G 8 führt. Kathode und Steuergitter der Röhre G 8 sind
über die Leitung 32 an das negative Ende des Spannungsteilers 1-6 angeschlossen.
Die Anode der Röhre G 8 ist mit der Kathode der Vakuumröhre hio verbunden, deren
Anode über die Leitung 75, den Widerstand 26 und die Leitung 2o an den Abzapfpunkt
18 des Spannungsteilers 1-6 angeschlossen ist. Das Gitter der Röhre hio liegt über
den Gitterwiderstand 76 an der Leitung 2o. Infolgedessen ist die Röhre hio im Ruhezustand
leitend.
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Angenommen; die Bereitschaftsröhre G g sei leitend und durch die Betätigung
einer Taste eines Schreibmaschinentastenfeldes oder eines Streifenabtasters seien
die Kontakte C i, C4, C5 und CS geschlossen. Der Zeichenausgangskreis ist dann gesperrt,
und die Spannung der Steuergitter der Röhren G i- G 6 ist hoch. Beim
Schließen der Kontakte C i, C4 und C 5 zünden dann sofort die Röhren G i,
G 4 und G 5.
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Beim Schließen des Kontaktes CS wird das Schirmgitter der Röhre G
8 auf Kathodenpotential gebracht und die Röhre gezündet. Dadurch verläuft ein Stromkreis
von Anzapfpunkt 18 des Spannungsteilers 1-6 über die Leitung 2o, den Widerstand
26, die Leitung 75, die Röhren I% io und G8 und die Leitung 32 zum negativen Ende
des Spannungsteilers 1-6. Der Spannungsabfall an dem Widerstand 26 verlagert die
Gittervorspannung der im Ruhezustand leitenden Röhre ho bis zum unteren Knick und
löst,die Kippfolge aus. Es wird auch ein negativer Spannungsimpuls über,den Kondensator
78 zur Anode der Röhre Gg gesendet, und diese Röhre wird gelöscht. Dadurch wird
der Stromfluß durch den Widerstand 45 unterbunden, so daß eine negative Spannung
an den Steuergittern der Röhren G i-G6 auftritt. Dadurch wird jede dieser
Röhren, die nicht zu Beginn schon gezündet -hat, an der Zündung so lange, wie die
gasgefüllte Röhre nichtleitend bleibt, verhindert. Bei gelöschter Röhre G g fließt
auch kein Strom mehr durch den Widerstand 59, und den Transformatoren TH und TS
werden Schwingungen zugeführt, die das Startzeichen bilden (vgl. die Fig. 3 und
4).
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Während des Sendens des Startzeichens ist die Kippröhre hi leitend.
Wenn dieser Zustand durch das Zusammenbrechen des magnetischen Feldes des Transformators
To beendet ist, wird dem Steuergitter der Röhre h2 über den Transformator Ti und
dem Gitter der Röhre Irr z über den Kondensator 53 ein positiver Impuls aufgedrückt,
so daß diese beiden Röhren leitend werden. Gemäß dem Ausführungsbeispiel leitet
die Röhre G i, wenn die Kopplungsröhre hi i leitend wird, so daß ein Stromkreis
vom Anzapfpunkt 17 des Spannungsteilers 1-6 über die Leitung 23, den Widerstand
59. die Leitung 6o; den Widerstand 61, die Leitung 5o, die Anoden-Kathoden-Strecke
der Röhre hi i, die Leitung 49, die Anoden-Kathoden-Strecke der Röhre G i und die
Leitung 32 zum negativen Ende des Spannungsteilers 1-6 geschlossen wird. Der Spannungsabfall
am Widerstand 59 erhöht die Gittervorspannung der Verstärkerröhren hei und h22 derart,
daß diese Röhren gesperrt und somit den Transformatoren T11V1 und TS keine Schwingungen
mehr zugeführt werden. Hierdurch entsteht ein Zeichenstromzeichen gemäß dem ersten
Zeichenabschnitt des für die Darstellung ausgewählten Signals (vgl. die Fig. 3 und
4).
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Wenn das magnetische Feld des Transformators Ti zusammenbricht und
die Röhre Tr2 nicht mehr leitet, wird der entsprechende positive Impuls den Gittern
der Röhren h3 und hie zugeführt, wodurch diese leitend werden. Da die Röhre
G.2 nicht leitet, fließt kein Strom durch den Widerstand 59. Es werden infolgedessen
den Transformatoren TM und TS Schwingungen während des zweiten Zeichenabschnittes
zugeführt. Während des dritten Zeichenabschnittes unterbricht die zugehörige Röhre
G3 den Stromkreis über den Widerstand 59 und über die Zeichenleitung 5o, so daß
an den Transformatoren TM und TS weiterhin Schwingungen auftreten. Die Röhren G
4 und G 5 werden gezündet, und während des vierten und fünften Zeichenabschnittes
fließt Strom durch den Widerstand 59,
so daß keine Schwingungen zu den Transformatoren
Tkl und TS gelangen. Während des sechsten Zeichenabschnittes ist die Röhre G 6 nichtleitend,
und daher werden den Transformatoren TM und TS wieder Schwingungen zugeführt.
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Wird die Vakuumröhre h7 durch das Zusammenbrechen des Feldes des Transformators
T6 gesperrt, so wird dem Gitter der im Ruhezustand gesperrten Vakuumröhre h8 ein
positiver Impuls zugeführt, welcher diese Röhre leitend macht. Von der Anode der
Röhre h8 wird ein negativer Impuls über den Kondensator 41 und den Gitterwiderstand
39 zum Gitter der im Ruhezustand leitenden Röhre h17 gegeben, so daß diese Röhre
nichtleitend wird. Dadurch wird die Spannungszufuhr zu den Anoden der Kippröhren
G i- G 6 unterbrochen, und alle noch eingeschalteten Kippröhren werden
gelöscht. Zur gleichen Zeit wird der negative Impuls von der Anode der Röhre h8
über die Leitung 8o, den Kondensator 81 und über einen Teil des Gitterwiderstandes
76 dem Gitter der Röhre hio zugeführt, die dadurch bis zum unteren Knick vorgespannt
wird, wodurch die gasgefüllte Röhre G 8 gelöscht wird. Wenn die Röhre hio nicht
mehr leitet, steigt ihre Anodenspannung, und der so entstehende
positive
Impuls fließt über den Kondensator 82 zum Steuergitter der gasgefüllten Röhre
G9, wodurch diese gezündet wird. Damit wird der Bereitschaftszustand wiederhergestellt,
jedoch kann das nächste Signal noch nicht sofort gegeben werden, da die Röhren Vio
und h17 gelöscht bleiben, solange die Röhre V8 noch leitend ist. Nach kurzer Zeit
bricht das magnetische Feld des Transformators T7 zu-
sammen, und die Röhre
V8 wird bis zum unteren Knick vorgespannt. Dadurch wird V17 wieder leitend und führt
den Anoden der Röhren G 1-G6 eine positive Spannung zu. Gleichfalls wird
die Röhre Vio wieder in den leitenden Zustand versetzt.
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Wenn anschließend eine neue Kombination, z. B. 245, durch Betätigen
der entsprechenden Kontakte Ci-C6 eingestellt wird, werden die Kippröhren
G2, G 4 und G 5 gezündet. Außerdem werden die Kontakte CS geschlossen
und die Startröhre G8 gezündet. Die Transformatoren TM und TS werden in gleicher
Weise, wie es vorher beschrieben ist, gesteuert und übertragen das Signa1245.
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Die Stromkreisparameter können so gewählt werden, daß beispielsweise
jedes Zeichenbaud gleich io Millisekunden ist. Da jedes Signal aus 8 Baud besteht,
nämlich aus Start-, Stopp- und sechs verschlüsselten Bestandteilen, so beträgt die
Gesamtzeit eines Arbeitsganges 8o Millisekunden. Dies entspricht 121/f Arbeitsgängen
oder Zeichen pro Sekunde oder 125 Wörtern pro Minute. Wenn das die Kontakte
C 1-C6 und CS wahlweise betätigende Tastenfeld so gebaut ist. daß es die
Kontakte etwa 45 Millisekunden geschlossen hält, so kann die zweite Taste 40 Millisekunden
nach der ersten niedergedrückt werden, weil die durch die zweite Taste geschlossenen
Kontakte noch 5 Millisekunden nach Beendigung des ersten Signals geschlossen bleiben.
Wenn z. B. eine Taste die Kontakte 2, 4 und 5 schließt und 40 Millisekunden nach
dem Betätigen der vorhergehenden Taste niedergedrückt wird, so übt dies keine unmittelbare
Wirkung auf die ILippröhren G i-G 6 aus, weil zu diesem Zeitpunkt
die Steuergitter dieser Röhren so hoch negativ vorgespannt sind, daß die Röhren
unempfindlich gegen Spannungen sind, die den Schirmgittern aufgedrückt werden. Während
der letzten io Millisekunden des ersten Signals werden die Röhren V17 und Vio durch
entsprechende Gitterspannungen bis zum unteren Knick vorgespannt; währenddessen
ist die Bereitschaftsröhre Gg leitend. Der Signalgeber ist infolge einer entsprechenden
Gittervorspannung unwirksam, und die beiden Gitter der Röhren G2, G4 und G5 sind
so vorbereitet, daß sie gezündet würden, wenn ihre Anoden positiv wären.
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Obgleich das Schirmgitter der Röhre G 8 Kathodenpotential aufweist,
da der Kontakt CS geschlossen ist, ist diese Röhre gesperrt, da die Röhre Vio stark
negativ vorgespannt ist. Wenn die Röhre V8 am Ende der 8o Millisekunden, also am
Ende des ersten Signals, bis zum unteren Kennlinienknick vorgespannt ist, wird die
Vakuumröhre V i7 wieder leitend, und die Röhren G 2, G 4 und G 5 werden gezündet.
Ebenfalls wird die Vakuumröhre V io leitend, und die Röhre G8 wird: gezündet. Dadurch
setzt das zweite Signal ein. Die Kontakte C2, C 4 und C5 öffnen sich 5 Millisekunden
nach dem Anlaufen des zweiten Signals.
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Auf Grund dieser Überschneidung von zwei aufeinanderfolgenden Signalen
können die Tasten mit 4o Millisekunden Abstand betätigt werden, was einer Geschwindigkeit
von 25o Wörtern pro Minute entspricht. Die dritte Taste kann natürlich nicht mit
8o Millisekunden Abstand nach der zweiten Taste betätigt werden. Dadurch kann ein
schnell arbeitender Maschinenschreiber im Durchschnitt über Zoo Wörter pro Minute
schreiben.
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Während der beschriebenen teilweisen überschneidung wird Röhre V17
im gleichen Augenblick entsperrt, in dem die Röhre Gg gelöscht wird. Da die Röhren
G i-G 6 nicht gezündet werden, bevor V17 entsperrt ist, und da sie
nicht zünden können, wenn G g gelöscht ist, muß eine gewisse Verzögerung bei der
Abnahme der Gittervorspannung der Steuergitter der Röhren G i-G 6, vorgesehen
sein. Diese Verzögerung wird durch den Kondensator 46 erreicht.
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Wenn zum ersten Male dem Stromkreis Strom zugeleitet wird, ist die
Bereitschaftsröhre G g nicht leitend, und den Transformatoren TM und TS werden fortlaufend
Schwingungen zugeführt. Durch Schließen des Kontaktes CS wird der Bereitschaftszustand
eingestellt, indem die Röhre G g gezündet wird und die Schwingungen zu den Transformatoren
7'M und TS aufhören.